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Problem mit Menschenkontakt?

A|BCD0x1


Hallo teeta1,

wiege 100 Kilo

Ich muss auch immer etwas machen um einiges wieder loszuwerden. Im Büro sitzen bringt man das nicht alles wieder weg was man so isst. Viel mit dem Rad in die Arbeit fahren hilft da bei mir ganz gut.

Kannst du näher definieren, was an "Menschenkontakt" für dich stressig ist

Nicht so richtig. Manchmal ist es auch schon die pure Anwesenheit. Ich kann dir nur sagen, dass ich oft erleichtert bin, wenn ich dann wieder alleine bin.

Ich vermute stark, dass es innere Anspannung ist. Unbegründete Hintergrundangst, oder das (falsche) Gefühl dass mit einem was nicht stimmt. Man nimmt das nicht so richtig war. Man fühlt sich ehr unsicher oder unwohl, möchte am liebsten weggehen. Ich kenne das auch teilweise.

Noch ein wesentlicher Punkt: Wenn man im schizoiden Modus ist, in Gedanken in seiner inneren Welt, dann geht es mir so, dass es schwer ist plötzlich umzuschalten. Wenn man etwas ausgemacht hat und sich innerlich nicht vorbereitet ist es schwieriger. Blöt ist es wenn man im schizoiden Modus angerufen wird und soll schnell kommen. Das ist vielleicht auch der Fall wenn Leute ein Gespräch anfangen wollen und Du bist eigentlich in deiner inneren Welt. Das ist dann eventuell wie eine Störung die nervt. Der Kontakt kostet Kraft. Man möchte wieder seine "Ruhe" haben.

Wenn man rausgeht und im Kopf noch in seiner inneren Welt ist, passt das auch nicht. Ich habe den Eindruck dass der Körper Energie anderst bereitstellt. Wenn man geistig gerade "schizoide" ist hat man weniger Energieverbrauch. Mein Eindruck. Ich finde das energiesparend. Der Körper weiss dass und macht die passende Bereitstellung an Energie. Geht man raus und bleibt im Kopf noch in seiner inneren Welt, dann stellt der Körper weiterhin die gleiche (niedrigere) Energie bereit. Da man sich nun körperlich bewegt ist das ehr zu wenig. Man ist kraftlos. Macht dann nur das nötigste. Z.B. Müll rausbringen und paar Kleinigkeiten und schaut dann dass man wieder zur Ruhe kommt. Mir geht das zumindest so. Wenn man etwas machen will mit mehr Energie, so muss man sich am besten vorher im Kopf darauf vorbereiten. Gut auch wenn man morgens gleich richtig in den Tag startet. Meine Erfahrung. Wenn man den Faden wieder gefunden hat, kann man längere Zeit außerhalb des schizoiden Modus sein. Man macht da dann wieder weiter wo man zuletzt ausgehört hat. Das kann dann eine längere Phase sein von Tagen, Wochen. Man muss dazu Kondition aufbauen. Längere ruhige Phasen im Winter, da verliere ich auch immer Kondition. Dann ist es ohnehin schwieriger da wieder rauszutreten und etwas zu machen das viel Kraft braucht.

E`hemQaliWge8r NutzePr (#^590071x)


@ teeta1

Wenn ich Leute ne lange Zeit nicht gesehen habe, freu ich mich auch diese wiederzusehen. Das hab ich ja auch schon beschrieben. Leute die ich nicht kenne und mit mir ein Gespräch anfangen möchten, empfinde ich persönlich als sehr anstrengend, dasselbe mit Leuten die sich immer mitteilen müssen.

Bei Unternehmungen ist es so, dass wenn ich mich auf etwas freue, wie auf ein Konzert, ich auch gerne hingehe und mir die Menschenmassen egal sind.

Das liest sich für mich wieder sehr normal. Und dass du dich über das Wiedersehen freust und Menschenmassen kein Problem sind, wenn du die Unternehmung magst/dich darauf freust, ist auch gut.

Nicht so richtig. Manchmal ist es auch schon die pure Anwesenheit. Ich kann dir nur sagen, dass ich oft erleichtert bin, wenn ich dann wieder alleine bin.

Verändert sich an deinem Empfinden etwas, wenn du dich häufiger/regelmäßig solchen Situationen "aussetzt"? Und war das bei dir schon immer so, also z.B. auch schon vor deinen negativen Erfahrungen in der Schulzeit?

Auch ist es oft so, dass ich erstmal spontan zusage, mir aber direkt im Nachhinein denke, dass ich gar nicht so viel Lust darauf hab.

Mal etwas blöd gesagt und sorry wenn das schon jemand geschrieben hat:

Was wäre mit der Erklärung, dass du auf manche Veranstaltungen mit deinen Kumpels schlicht und ergreifend wirklich nicht so richtig Lust hast? ... Zwingst du dich möglicherweise dazu, jemand zu sein, der du nicht bist? Vgl. auch:

Mein bester Freund beispielsweise weiß, dass ich nicht immer Lust habe bzw. kann. Aber soll es das gewesen sein?

Versteh mich nicht falsch, ich weiß, dass jeder Mensch Freiraum braucht und das unterschiedlich lang, aber letzten Endes möchte ich halt jemand sein, der sich nicht ständig zurückziehen muss, weil er nicht kann. Ich möchte tatsächlich viel öfter was mit Menschen unternehmen, das Problem ist halt, dass es für mich stressig ist.

Depressiv bist du nicht oder? (Ok, falls man diese Frage überhaupt sinnig für sich selbst beantworten kann). Da gibt es ja auch viele Erscheinungsformen, wie sich das äußern kann. ... Du sagst ja, dass du gerne möchtest (mehr mit anderen unternehmen), aber nicht kannst (weil du irgendwie blockiert bist).

Wenn es so sein sollte, dass du das willst, weil du das authentisch machen möchtest (z.B. weil du ein Anschlussmotiv hast, das befriedigt werden will) ist das eine andere Ausgangslage als wenn du dir selbst suggerierst (entgegen deiner eigentlichen Bedürfnisse), dass du das willst.

Der körperliche Aspekt kann wie gesagt dazu kommen:

Sagen wir noch. Ich bin ca. 1,75m groß und wiege 100 Kilo (also mindestens 20 Kilo zu viel). Die körperlichen Folgen werden eher später kommen. Ansonsten ernähre ich mich allerdings auch recht ungesund.

Wie sehr ist Ernährung denn ein Faktor? Wie gesagt, ich selber ernähre mich ziemlich ungesund

Puh, das sieht sicher jeder anders und dürfte von Person zu Person verschieden sein, wie groß der Ernährungs-, Schlaf und Bewegungsfaktor ist für das eigene Wohlbefinden und das eigene Energievermögen. ... Für mich finde ich, dass das (sehr) viel ausmacht. Vitamin-D-Mangel z.B. oder unbekannte Unverträglichkeiten, aber auch generell wie man sich meistens ernährt und ob man Sport macht oder nicht. Persönlich würde ich das daher ausprobieren in deiner Lage, ob sich etwas ändert, wenn du z.B. abnimmst, dir eine Sportart suchst, die dir gefällt und das regelmäßig machst und deine Ernährung veränderst. Ich weiß ja nicht, wie was du mit "ernähre mich ziemlich ungesund" meinst. ;-) ... Und nicht alles, was als gesund gilt, muss gut für den eigenen Körper sein, aber täglich junk food findet kein Körper gut. Irgendwo die mitte finden dürfte gesund sein. So, dass man körperlich fit ist und sich auch so fühlt.

Hast du mal ärztlich körperliche Mängel überprüft? Mit Blutbild, in dem aber auch die Schilddrüsenwerte (TSH, ft3 und ft4) und die jeweils in Frage kommenden Mängel mitdrin sind?

E0hemaliger 7NutzerJ (#59007x1)


@ ABC01

Noch ein wesentlicher Punkt: Wenn man im schizoiden Modus ist, in Gedanken in seiner inneren Welt, dann geht es mir so, dass es schwer ist plötzlich umzuschalten. Wenn man etwas ausgemacht hat und sich innerlich nicht vorbereitet ist es schwieriger. [...] Wenn man etwas machen will mit mehr Energie, so muss man sich am besten vorher im Kopf darauf vorbereiten. Gut auch wenn man morgens gleich richtig in den Tag startet. Meine Erfahrung.

... Endlich mal jemand, der das auch kennt. Und so treffend beschreibt. Gerade das mit dem Umschalten und der (fehlenden und nur schleppend zur Verfügung gestellten) Energie beim Wechsel von einer eher denklastigen zu einer körperlastigen Aktivität.

AoBqC01


ärztlich körperliche Mängel überprüft

Ich möchte mal schreiben wie es bei mir aussieht. Ich z.B. habe mich hormonell vom Enokrinologen durchchecken lassen, Verschiedene Hormone probiert. Auch Schilddrüsenhormone und Kombination mehrerer Hormone. Es kam eigentlich raus dass meine Hirnanhangdrüse möglicherweise nicht optimal arbeitet. Sie ist etwas zu klein. Das ist der Taktgeber für die anderen wichtigsten Hormone. Bei Testosteron Gel bin ich dann geblieben. Ich nehme es haupsächlich gegen den schnellen Konditionsabbau und meine dass es schon etwas hilft. Es gibt Leute die müssen nichts tun und haben immer irgendwie ihre Kondition. Bei mir nicht so einfach. Konditionsabbau geht bei mir schneller als ich früher immer gedacht habe. Vitamin D habe ich probiert. Bringt eventuell echt was wenn es der Arzt verschreibt (Freie Präperate sind eventuell zu niedrig dosiert). Ich habe es wieder abgesetzt, nachdem ich angefangen habe unruhig zu schlafen. Das ist aber ehr der Ärger in der Arbeit denke ich mir mittlerweile, der nachts im Kopf umgeht. Ist leider so. Seit der Zeit schlafe ich bestimmt eine Stunde kürzer in der Nacht.

Gesund ernähren tue ich mich auch nicht besonders. Meine Erfahrung ist ehr dass manches Essen schwer verdaulich ist. Ich trinke aber Vitaminsaft. Ansonsten bin ich kein Obst und Salatesser. Für Wurst oder Schnitzel, Schweinshaxe immer zu haben. Man könnte mich aufwecken und eine Scheinshaxe unter die Nase halten. Hätte ich kein Problem damit. Da würde ich dann erst so richtig wachwerden und der Magen knurren und Hunger kriegen ....

Das Essen ist aber nicht das Grundproblem meine ich. Bestimmtes Essen belastet nur eben zeitweise wenn es schwer verdaulich ist oder dann im Darm liegt. Wenn es wieder raus ist steigt er Energielevel wieder. Erlebe ich öfters beim Döneressen.

Noch eine Erfahrung: Wenn man nach dem Mittagessen z.B. in der Arbeit müde wird hat man zu wenig Grundkondition. Bei besser trainierter Kondition passiert mir das ehr nicht. Ich kenne da bestimmnte Phasen in meinem Leben ganz gut. Das Müdewerden nervt extrem wenn man sich nicht hinlegen kann.

ABBTC<01


Hallo zuschauer,

... Endlich mal jemand, der das auch kennt. Und so treffend beschreibt. Gerade das mit dem Umschalten und der (fehlenden und nur schleppend zur Verfügung gestellten) Energie beim Wechsel von einer eher denklastigen zu einer körperlastigen Aktivität.

geht mir auch so, dass ich bisher dazu noch keine Erfahrungen anderer gehört habe oder im Internet gelesen habe. Das ist aber schon ein riesen Problem und bestimmt bei mir schon einen gewissen Lebensablauf.

Zu dem Thema sollten wir uns auf jeden Fall genauer austauschen. Im Moment überlege ich mir, wie ich es schaffen kann da besser umzuschalten. Sozusagen, dass gedankliche Denken aus dem Kopf herauszubringen und mit der bewußten Wahrnehmung auf die äußere Welt umzuschalten. Gedanken und körperliche Aktivität im Einklang. In den schizoiden Modus zu gehen ist einfach. Fast wie eine kleine Selbsthynose aber genauso leicht wieder herauskommen funktioniert nicht so einfach, besonders wenn man sehr tief drin ist.

E0hemaligjer Nutze"r (#5905071)


@ ABC01

Man kann damit ziemlich viel kaputt machen, wenn man explodiert und Dampf in der Firma ablässt. Das wird einem böse übel genommen. Darauf haben meine Kollegen ja gesetzt.

Eventuell ist das wirklich ein Teil, anderen klare Grenzen zu setzen, wenn diese erkennen, dass man an einem Punkt bist, wo die Wut schon spürbar wird.

Deine Kollegen haben bestimmt darauf gesetzt, dass sie dich derart provozieren können, dass du so (über)reagierst, dass sie das gegen dich verwenden können oder sich darüber lustig machen können. Vielleicht auch, weil es einen komischen Reiz auf manche ausübt, solange weiterzumachen, bis der andere "zuckt". Wie beim Mikadospiel. ... Aber ein bisschen Wut durchschimmern zu lassen (kontrolliert) signalisiert eher, dass sie damit rechnen müssen ihrerseits "ein paar um die Ohren" zu bekommen von dir, wenn sie weitermachen. ... Für mich habe ich festgestellt, dass das durchaus sehr vorteilhaft sein kann, manchmal ein bisschen Verärgerung durchschimmern zu lassen. Die Verärgerung muss aber nicht wie hilflose Wut wirken, sondern auf Einschüchterung gerichtet sein bzw. als letzte Warnung daherkommen. ... Das mentale Set dahinter ist anders; bei mir ist das zumindest so und erfolgreich war ich, wenn ich in dem Moment einfach tatsächlich daran gedacht habe, dem anderen eine zu scheuern oder mehr und nicht darüber, wie unfair das hier gerade ist usw.. Irgendwas an der Ausstrahlung ändert sich dabei. ... Antisoziale beherrschen das sehr gut (auch weil die sich ohnehin wenig mit Skrupeln und Hemmungen rumschlagen oder der Frage, ob sie wirklich im Recht sind). ... So wie der böse Blick, worauf sich der andere anfängt zu entschuldigen, obwohl man gar nichts gesagt hat statt sich insgeheim zu fragen, ob es ok wäre, etwas dazu zu sagen.

Aber wie auch immer, wichtig ist, dass man bei diesen Sachen auf das Grenzenaustesten anderer direkt reagiert und signalisiert, dass man bereit ist sich zu wehren. Wie man das dann macht, ist Typsache. Da sollte man auch authentisch bleiben statt mit Sachen zu drohen, die man sich doch nicht traut. ... Bei manchen Abläufen hat man auch schlicht keine Chance. Z.B. bei systematischen Mobbing, das von dem Chef oder den Chefs aktiv legitimiert und befeuert wird. Vor allem, wenn der Chef selbst "nicht normal" ist.

Man kann sich durchaus gut fühlen dabei. Menschen nehmen Drogen für den Kick. Ein herzliches Lachen löst auch intensive Gefühle aus. Man kann es im Prinzip geniesen. Wenn nicht etwas dabei einem das Feeling verdirbt, wie irgendwelche Hintergrundängste. Ich finde es ganz spannend einmal in diese Richtung zu experimentieren. Mein Gedanke ist, so etwas ohne negatives Begleitgefühl geniesen zu können. Also nichts was einen dabei stört. Völlig entspannt. Das ist Nähe und offen.

Okay doch, das kenne ich. Hatte ich quasi vorhin. Das Lächeln ist dann der Abschluss an ein sehr gutes Gespräch und berufliche Wertschätzung. ... Nur hätte ich das nie im Leben beim Anlächeln von Fremden oder Bekannten einfach so. Da wären garantiert "negative Begleitgefühle/-gedanken" vorherrschend.

Ansonsten braucht man die Gefühlswelt um mit anderen eine gute Beziehung zu führen und sich verbinden zu können. Es lohnt sich meiner Meinung echt die Gefühlswelt in Ordnung zu bringen. Wenn sie in einem innerlich funktioniert, dann klappt das ab dem Momenet sehr wahrscheinlich auch gegenüber anderen richtig.

Damit hast du sicher recht. ... Ich habe mich diesbzgl. bereits verändert, dass mit der Schilddrüse scheint bei mir viel mitreingespielt zu haben, was meine Grundstimmung angeht, neben alten hinderlichen (übernommenen) Einstellungen, die ich weitgehend abgelegt habe usw. und ich merke auch, dass sich das sehr positiv auf das Miteinander mit anderen auswirkt. Ich bin viel mehr mit mir selbst im Reinen. Aber bei viel Nähe kippt es gleichwohl und weiß nicht mal, ob ich das ändern sollte/mich da ändern sollte.

Früher war mir das auch nicht so klar. Man muss sozial alles unter dem Aspekt Nähe und Distanz sehen. Dann gleich der Begriff "Vertauen".

Beispiel, gute Zusammenarbeit mit anderen. Das hat was mit Nähe zu tun und ist dafür voraussetzung. Ich nenne das den kurzen Dienstweg. Wenn man sich füreinander interessiert und den Kontakt sucht zum Informationsaustausch.

Mit einem guten kollegialen Miteinander habe ich keine Probleme und mag das selbst. Das entsteht ja auch nur, wenn die Wellenlänge mit den Kollegen passt. Mit dem einen eben mehr, mit dem anderen weniger. ... Aber wohl fühle ich mich nur, wenn es dabei auch distanzschaffende Elemente gibt, eben Elemente, die garantieren, dass es auf dem (angenehmen) Nähegrad bleibt und nicht unangnehm nah wird. ... Menschen neigen ja dazu mehr Nähe zu suchen, wenn sie sich mit jemanden gut verstehen. Das finde ich ab einem gewissen Grad schwierig. Auch in jahrelangen Freundschaften, wenn sich da etwas Richtung mehr Nähe ändert - und sei es nur ein bisschen.

Das trifft daher auf mich zu, fürchte ich:

Ich habe mich zuletzt einiges mit dem Bindungsthema beschäftigt. Wer hier gesund ist, ist authentisch. Das bedeutet er verbiegt oder verstellt sich nicht in Beziehungen. Er ist echt und fühlt sich damit wohl. Er muss dem Partner nichts vormachen. Denn das ist eine Distanz so dass der Partner das nicht sieht oder erkennt. So jemand vermeidet nahe Beziehungen. Über längere Zeit kann man sich schlecht verstellen.

Wer dauernd mit einem Partner zusammen ist braucht auch eine Art die ihm nicht die ganze Energie in Anspruch nimmt. Bei den Persönlichkeitsstilen ist das auch so, dass diese eigentlich unnötig Energie fressen. Am Besten durch das Leben kommt eigentlich jemand ohne Persönlichkeitsstile würde ich fast denken. Mein Vater ist übrigens ganz ok in der Hinsicht und war immer recht stressfrei. Er hat sich da nie unnötige Gedanken gemacht und ihn hat sozial nie etwas beunruhigt.

Sehr beneidenswert wie entspannt und im besten Sinn gelassen wie dein Vater da tickt.

geht mir auch so, dass ich bisher dazu noch keine Erfahrungen anderer gehört habe oder im Internet gelesen habe. Das ist aber schon ein riesen Problem und bestimmt bei mir schon einen gewissen Lebensablauf.

Ja, das zieht sich durch vieles durch.

Wir können uns da sehr gerne drüber austauschen. Allerdings bin ich nachher eingeladen und schreibe morgen oder so mehr dazu.

AhBCH01


Hallo _Zuschauer_

Deine Kollegen haben bestimmt darauf gesetzt, dass sie dich derart provozieren können, dass du so (über)reagierst, dass sie das gegen dich verwenden können

Sie haben mir im Prinzip versucht die Verhältnisse kaputt zu machen durch stören (rücksichtslos) und vermeiden der Zusammenarbeit. Wenn man mit allen zerstritten ist, dann liegt das sozusagen an der einen Person. Diese wird dann aus der Gruppe herausgenommen. Eine Lösung auf meine Kosten. Ich habe es aber immer ignoriert und nicht gleichermaßen zurückreagiert. Es gab dann auch nie Streit. Zu meinem Chef habe ich gesagt er soll die Zusammenarbeit einplanen. Meine Arbeitsergebnisse schriftlich bereitgestellt zum weiteren Umsetzen. Der lange Dienstweg. Was der kurze Dienstweg ist habe ich gestern schon geschrieben. Ich habe in dieser Abteilung (2 Gruppen) sozial beachtlich viel beweisen müssen. Mehr als ich früher je von mir gedacht habe, was ich kann. Ich würde sagen dass ich immer mehr als OK war. Auch keine Anspielungen oder unterschwellige Provokationen gemacht usw. Er war dann auch nie etwas wo jemand in der Abteilung mir vorgehalten hat, wo ich nicht ok war. Also konkret was vorbringen konnte. Es war immer ich wo dann zum Betriebsrat ging. Wir hatten einen Betriebsat in der Abteilung. Er saß 5m weg von mir. Mit dem habe ich zuerst gesprochen. Zusammen sind wir dann zum hauptamtlichen BR gegangen. Der BR in meiner Abteilung hätte mich nie unterstützt wenn etwas mit mir gewesen wäre. Er hat einige Zeit später selbst die Abteilung gewechselt, weil er mit den Verhältnissen dort nicht einverstanden war. So ging das dann weiter ... kann ich hier schlecht alles erzählen. Die Abteilung reißt mir so den A... auf, dass ich mich die letzten Jahre massiv weiterentwickeln musste. Ich denke, dass ich auch schon einiges geschafft habe. Das sehe ich positiv, auch wenn es extrem hart ist. Das hilft mir die Zeit dort als nicht so übel zu betrachten, sonst würde ich dort echt Schaden nehmen. Mittlerweile habe ich ein umfangreiches Bild wie die Abteilung tickt und die Persönlichkeitsstile der Leute. Das erklärt sehr viel. Die Erfahrung mir einen Bereich sozial anschauen zu können, hätte ich vor Eintritt haben sollen. Eigentlich war es ein Übertritt.

Früher habe ich es auch öfters mit etwas einschüchtern probiert. Anderen gleich gezeigt dass ich auch unangenehmer sein kann und geschaut ob sie das respektieren. Bei verschiedenen Personen geht das, andere wenden sich einfach ab. Bei Frauen nennt man das auch "Shit Test". So ein Pick uP Artisten Begriff, der es aber sehr gut benennt. [[http://de.wikimannia.org/Shit-Test]]

Übrigens gibt es ein Büchlein: Chruschtschows dritter Schuh. Er hat einmal einen Schuh auf seine Gegner geworfen in einer Sitzung um seine Unberechenbarkeit zu demonstrieren. Er war aber nicht blöt. Es war ein extra Schuh den er sich mitgebracht hatte. Ob die story wahr ist weiss ich nicht. Ich weiss aber recht genau was Du sagen willst.

[[https://www.amazon.de/Chruschtschows-dritter-Schuh-gesch%C3%A4ftliche-Verhandlungen/dp/3980455807]]

Bei mir ist es jetzt so, das ich mit sehr komplexen Inhalten und Zusammenhängen umgehen kann. Als Person kann ich schon mal mit Hemd und Lederschuhen, leicht konservativere Frisur ins Büro maschieren, dass es aussieht, als ob ich der Chef hier wäre. Alt genug bin ich auch. Fachlich habe ich auch schon oft meine Kompetenz ernsthaft klargestelt. Man macht eine Ansage. Andere glauben es nicht unbedingt. Es dauert etwas. Der Ball springt zuerst in die falsche Richtung, dann um zwei Ecken und dahin wo du vorausgesagt hast. Ich trete da lieber korrekt, aber mit der Ausstrahlung einer höheren Ebene auf wenn es sein muss. Ich bin mal mit einer Praktikantin zum Personaler gegangen. Mein Chef hatte sie viel zu schlecht bewertet. Mit dem Personaler hatten wir ausgemacht dass wir ihn treffen. Er kam irgendwie zu uns rüber. Das wollte ich nicht, da uns mein Chef dort über den weg laufen kann. Wir gingen dann einfach zu ihm. Er war dann schon wieder zurück und hat gemeint dass er rübergekommen ist und eine viertel Stunde gewartet hat auf uns. Die Aussage habe ich bei ihm komplett ignoriert und nichts gesagt dazu um ihm klar zu zeigen dass ich seinen Rang nicht unbedingt so ernst nehme. Er hat nach einer kleinen Pause wo keine Antwort kam dazu nichts weiter gesagt. Wir sind dann weiter zum Thema übergegangen da war ich dann absolut ok und auch mittragend im Gespräch. Es war auch alles korrekt. Die Praktikantin hat alles erklärt. Das Zeugnis wurde verbessert und dem Abteilungsleiter zur Unterschrift gegeben. Mein Chef bekommt seitdem keine Praktikanten mehr zugeteilt. Das hat der Personaler auch so gesagt damals. Ich habe die Abteilungsverhältnisse bei ihm klargestellt damals. Die Praktikantin konnte das bestätigen.

Leider fehlt mir noch sehr viel an Ideen wie ich letztendlich in der Abteilung so einiges abstellen kann. Da beiße ich mir die Zähne aus. Mit hartem Auftreten geht es nicht. ich habe da keinen Rückhalt. Übrigens mein goldener Spruch Sch...e nie in die Hand nehmen, das bleibt dir an den Fingern kleben. Das denke ich mir oft wenn was ist und das hilft wirklich. Sich nie anlegen, wo sich nichts verändert. Nicht versuchen das auf die harte Art direkt zu regeln. Er geht um Leute die quasi einen Beschluss gefasst haben und die man nicht überzeugen kann. Die Entscheidung ist schon fest.

Oder in letzterer Zeit: Wenn dich ein Hund beißt, rede mit seinem Herrchen, nicht mit dem Hund !! Du verstehst wo der Fehler liegt wenn man zu einem Hund spricht.

Beruflich ist ein Thema. Ich will mich aber ehr weiterentwickeln in positiven Beziehungen zu andern. Da darf man das Vertrauen nicht kaputt machen. Diese Methoden mal vorab auf den Tisch zu hauen haben genau hier seine Problematik finde ich. Sie belasten das Vertrauen oder machen es kaputt. Es ist auf jeden Fall ein Distanzsignal. Vertrauen ist was ganz Wesentliches. Bei "ich bin ok" "Du bist ok" geht es nämlich genau um das, das Vertauen in andere. Unter Weiterentwickeln verstehe ich auch Nähe geniesen zu können.

Jetzt schreibe ich dann auch einen zweiten Teil vor der Computer explodiert.

A@BC0x1


Aber wie auch immer, wichtig ist, dass man bei diesen Sachen auf das Grenzenaustesten anderer direkt reagiert und signalisiert, dass man bereit ist sich zu wehren.

Das ist eine Aussage, wo ich zuletzt auch immer mehr draufkomme dass man anderen sofort wenn was nicht ok ist dies klarmachen muss. Es muss nicht unbedingt so sehr agressiv sein. Das meine ich ist auch im Buch mit klaren Grenzen gemeint. Den Fehler "zuviel Harmonie" und zu naiv gegenüber andern habe ich. Da denke ich möchte ich mich auf jeden Fall noch weiterentwickeln.

Bei unserem Narzisten beobachte ich, dass er zunehemend einen neuen Kollegen mit angreift. Es sind mehrere Kollegen die sich immer bestätigen. Einer stört sich am anderen. Reines Unterordenen der Gruppenposition. Der andere wirkt ihm von der Art wo er sich gibt zu ranghoch. Der Kollege schwätzt ihn schon immer mit seinen Familiennamen ruppig an und stichelt so rum. Der Betroffene setzt keine Grenzen. Das geht in der Gruppe nicht, er hat nicht den Rang den Mund aufzumachen. Der Betroffene bleibt aber auf seinem Level. Er ist dadurch noch nicht untergeordnet. Es geht ja darum dass er gehorcht und mein anderer Kollege ihm was anschaffen kann. Diese Position versucht er in der Abteilung einzunehmen. Unser Narzist nimmt nun das Opfer auch noch auf den Kicker. Beide Kollegen bestätigen sich dann immer , geben sich recht wenn einer was sagt. Wenn das Opfer was sagt dann wird das gemeinsem verlacht oder umgedreht. Die Gruppe richtet sich hier übrigens nach den Tätern. Ich bin gespannt wie es weitergeht. Die Täter intensivieren das in der Regel. Das Opfer kann keine Grenzen setzten bei dieser Gruppe. Wenn es extremer wird könnte ich den Fall eventuell dem BR vorstellen als weiteren Fall in der Abteilung. Vielleicht gehorcht auch der Kollege einfach. Bei der nächsten Abteilungsbewertung (Fragebogen, hoffentlich nächsten Sommer) wird er aber die Verhältnisse negativ bewerten oder er wechselt die Abteilung.

systematischen Mobbing, das von dem Chef oder den Chefs aktiv legitimiert und befeuert wird.

So ist das bei mir. Der Chef ist auch bis zu einem gewissen Grad mit der Gruppe verbunden. (Gerne auch mal Teil der Gruppe)

Anlächeln von Fremden oder Bekannten einfach so. Da wären garantiert "negative Begleitgefühle/-gedanken" vorherrschend.

War bei mir auch früher so. Daran habe ich gearbeitet. Anlächeln ist ein Nähe Signal. Man muss da innerlich auch wirklich so eingestellt sein. Negative Begleitgefühle sind Distanzsignale. Lassen einen gegenüber auf Distanz bleiben. Das ist ein Widerspruch zum anlachen, oder Flirten in der Situation. Ein intensives Lachen wirkt vom Gefühl ähnlich stark wie ein Kuss würde ich sagen. Intensives Anlachen mit gegensetiger Erwiederung ist eigentlich wie ein spontaner Kuss ohne Körperkontakt bei dem beide mitmachen. Cyber Sex auf die altmodische Art sozusagen.

neben alten hinderlichen (übernommenen) Einstellungen, die ich weitgehend abgelegt habe usw. und ich merke auch, dass sich das sehr positiv auf das Miteinander mit anderen auswirkt. Ich bin viel mehr mit mir selbst im Reinen. Aber bei viel Nähe kippt es gleichwohl und weiß nicht mal, ob ich das ändern sollte/mich da ändern sollte.

Nennen wir es nicht ändern. Du entwickelst Dich weiter ... Ich habe da auch schon eine ganze Menge überwunden. Mitlerweile bin ich so weit, dass ich den ganzen Ballast loswerden möchte. Ich finde es mittlerweile eigentlich auch ganz interessant mich mit den sozialen Themen zu beschäftigen. Sonst würde ich auch in dem Forum jetzt nicht so viel schreiben.

wenn die Wellenlänge mit den Kollegen passt.

In die Abteilung wurde ich jetzt nicht mehr übertreten. Die Wellenlängen dort sind schon ein Problem. Die Gruppe verteidigt auch Ihresgleichen und verdrängt alle anderen. Das Gruppenniveau macht sich da immer mehr breit. Das ist eigentlich nicht meines. Ich bin jetzt kein Konsument der sich immer mit anderen vergleicht ob die das neuere Auto haben oder irgendwo mehr. Oder ob Angebote etwas vorteilhafter sind und man nicht blöt ist usw. Und ständig laut durch die Abteilung erzählt wie gescheit man als Bürger oder Konsument ist. Alles haarklein zerredet und superkritisch abwägt.

Das finde ich ab einem gewissen Grad schwierig. Auch in jahrelangen Freundschaften, wenn sich da etwas Richtung mehr Nähe ändert - und sei es nur ein bisschen.

Das sind Bindungsprobleme. Bei mir kann ich es schwer sagen wo ich da im Moment stehe. Ich versuche mich aber in Richtung "Nähe geniesen" zu entwickeln. Das erlernte Verhalten wenn man auf Distanz gehen will verliert man ja dadurch nicht automatisch. Das bleibt einem ja immer noch wenn es darauf ankommt.

Mehr Nähe (aber schon direktere Grenzen wenn es sein muss), sehe ich auch als interessantes Experiment. In letzter Zeit kommt tatsächlich der Wunsch nach einer Beziehung in mir hoch, wie wenn mir was fehlen würde. Das war früher absolut nicht so. Da bin ich jetzt innerlich entschlossener. Ganz was Neues bei mir.

Ein Problem ist aber, wieviel Energie und Zeit ich für eine Beziehung habe. Das sehe ich noch als ungelöst, wenn man viel Zeit miteinander verbringen möchte. Ist alles nicht so einfach ...

t?eReta1


@ zuschauer

Verändert sich an deinem Empfinden etwas, wenn du dich häufiger/regelmäßig solchen Situationen "aussetzt"? Und war das bei dir schon immer so, also z.B. auch schon vor deinen negativen Erfahrungen in der Schulzeit?

Wenn ich mich öfter solchen Situationen aussetze, stört es mich nur noch mehr.

Bevor ich diese Erfahrungen gemacht habe, war das nicht so. Selbst kurz danach war es nicht so schlimm. Nur hab ich mich irgendwann entschieden mich von allem abzuschotten.

Was wäre mit der Erklärung, dass du auf manche Veranstaltungen mit deinen Kumpels schlicht und ergreifend wirklich nicht so richtig Lust hast? ... Zwingst du dich möglicherweise dazu, jemand zu sein, der du nicht bist?

Ja, manchmal hab ich tatsächlich nicht so Lust auf bestimmte Unternehmungen. Andere male hab ich allerdings schon ein wenig mehr Lust, bin aber trotzdem total abweisend.

Depressiv bist du nicht oder? (Ok, falls man diese Frage überhaupt sinnig für sich selbst beantworten kann). Da gibt es ja auch viele Erscheinungsformen, wie sich das äußern kann. ... Du sagst ja, dass du gerne möchtest (mehr mit anderen unternehmen), aber nicht kannst (weil du irgendwie blockiert bist).

Es kann gut sein, dass ich depressiv bin. Um halt wirklich was sagen zu können, müsste ich mich halt testen lassen.

Hast du mal ärztlich körperliche Mängel überprüft? Mit Blutbild, in dem aber auch die Schilddrüsenwerte (TSH, ft3 und ft4) und die jeweils in Frage kommenden Mängel mitdrin sind?

Ich war schon ewig nicht mehr beim Arzt (auch aus demselben Grund, wieso ich auch Behördengänge hinauszögere). Sollte ich aber mal machen.

@ abc01

Ich vermute stark, dass es innere Anspannung ist. Unbegründete Hintergrundangst, oder das (falsche) Gefühl dass mit einem was nicht stimmt. Man nimmt das nicht so richtig war. Man fühlt sich ehr unsicher oder unwohl, möchte am liebsten weggehen. Ich kenne das auch teilweise.

Noch ein wesentlicher Punkt: Wenn man im schizoiden Modus ist, in Gedanken in seiner inneren Welt, dann geht es mir so, dass es schwer ist plötzlich umzuschalten. Wenn man etwas ausgemacht hat und sich innerlich nicht vorbereitet ist es schwieriger. Blöt ist es wenn man im schizoiden Modus angerufen wird und soll schnell kommen. Das ist vielleicht auch der Fall wenn Leute ein Gespräch anfangen wollen und Du bist eigentlich in deiner inneren Welt. Das ist dann eventuell wie eine Störung die nervt. Der Kontakt kostet Kraft. Man möchte wieder seine "Ruhe" haben.

Es ist wahrscheinlich genauso wie du es schreibst. Vor allem bei diesem "falschen Gefühl", dass man etwas falsch gemacht hat. Das macht mich im Nachhinein, wenn man sich den Tag ein wenig im Kopf durchgeht, total fertig.

Auch wenn das jetzt ein wenig vom Thema abweichen sollte: Was mir auffällt und ich auch immer wieder als Feedback bekomme ist, dass ich viele Sachen nicht verstehe. Damit will ich nicht sagen, dass ich dumm bin, ich persönlich glaub, dass ich gar nicht mal so dumm bin, es sind halt Sachen in puncto Verhalten. Ich verstehe nicht, wieso Leute etwas bestimmtes tun oder versteh das erst viel später. Kollegen machen sich dann halt immer ein wenig lustig (aber nicht so, als würden sie mich auslachen bzw. mobben. Ich glaub wenn sie wüssten, dass ich damit wirklich Probleme habe, würden sie das auch lassen). Ich lach dann halt immer ein wenig mit.

Kann evtl. jemand mehr dazu sagen?

A[BCx01


Hallo teeta1,

Feedback bekomme ist, dass ich viele Sachen nicht verstehe.

Du verstehst wahrscheinlich die Gruppenregeln nicht. Den Blick zu erkennen was in der Gruppe läuft und dich danach richten können. Mein Beispiel von gestern wie ein Kollege von mehreren Tätern in die Zange genommen wird ist so ein Gruppenspiel. Um es mit einem Fußballspiel zu vergleichen. Es gibt da die Regeln und Spielstrategie, Taktik usw. wer das nicht kennt kann das Spiel nicht richtig interpretieren. Für den wird da nur ein Ball hin und hergeschossen. Für den Profi ist es aber was toternstes.

AWBC0x1


Ich suche gerade im Web etwas nach dem Thema "fehlende Gefühle". Nennt sich wohl Alexithymie.

[[https://www.paarberatung.ch/downloads/Gefuehle.pdf]]

Hier steht z.B: .... den Umstand, dass der Wert einer Beziehung vor allem im Erleben starker Gefühle gesehen wird. 85% der Paare beschreibt sich zum Zeitpunkt des Eingehens der Partnerschaft als glücklich oder sehr glücklich und erleben eine starke Verliebtheit. Dieser Zustand wird von vielen als Idealzustand vorgestellt, auch wenn sie wissen, dass dem nicht so sein wird. In Beziehungen möchte man – so der Traum - auf den Wolken der Verliebtheit schweben.

So geht es in etwa Mir bei Wut oder Hass und ?Ärger: ..... Andere beschreiben genau das Gegenteil: sie können keine "negativen" Gefühle zeigen, empfinden keine Wut und keinen Ärger, können aber "Positives" empfinden und ausdrücken.

[[http://www.n-tv.de/wissen/Was-ist-Alexithymie-article2111201.html]]

Hier steht: Experten gehen davon aus, dass etwa 10 Prozent der deutschen Bevölkerung als alexithym eingeordnet werden können.

E#hemaliger+ Nut%zer (4#590071)


@ ABC01

Die haben mir im Prinzip versucht die Verhältnisse kaputt zu machen durch stören (rücksichtslos) und vermeiden der Zusammenarbeit. [...]Die Abteilung reißt mir so den A... auf, dass ich mich die letzten Jahre massiv weiterentwickeln musste. Ich denke, dass ich auch schon einiges geschafft habe. Das sehe ich positiv, auch wenn es extrem hart ist. Das hilft mir die Zeit dort als nicht so übel zu betrachten, sonst würde ich dort echt Schaden nehmen. Mittlerweile habe ich ein umfangreiches Bild wie die Abteilung tickt und die Persönlichkeitsstile der Leute. Das erklärt sehr viel. Die Erfahrung mir einen Bereich sozial anschauen zu können, hätte ich vor Eintritt haben sollen. Eigentlich war es ein Übertritt.

Es gibt ja noch den unsichtbaren Schaden, den man nimmt in so einem toxischen Umfeld. Ohne dir das für dich Positive daran absprechen zu wollen. ... Die Gruppenspielregeln und Persönlichkeiten vor Ort zu erkennen, ist aber definitiv eine sehr nützliche Fähigkeit. Und du scheinst dich durchaus behaupten zu können, z.B. wie mit dem Beispiel von der Praktikantin und ihrem Zeugnis.

Früher habe ich es auch öfters mit etwas einschüchtern probiert. Anderen gleich gezeigt dass ich auch unangenehmer sein kann und geschaut ob sie das respektieren. Bei verschiedenen Personen geht das, andere wenden sich einfach ab. Bei Frauen nennt man das auch "Shit Test".

Das Einschüchtern natürlich nur, wenn es nötig ist. An und für sich ziehe ich ein friedliches Miteinander vor (das mit manchen aber nicht möglich ist). ... Mit PickUp und deren Pseudowissenschaften kann ich nichts anfangen. Die würden auch aus einem Nein der Frau, weil sie einfach kein Interesse hat, einen Shittest konstruieren, den es zu bestehen gilt. Dabei ist da nichts außer ein Nein zum Kennenlernen. Ich verstehe aber, was du damit und mit dem Schuhbeispiel sagen willst.

Leider fehlt mir noch sehr viel an Ideen wie ich letztendlich in der Abteilung so einiges abstellen kann. Da beiße ich mir die Zähne aus. Mit hartem Auftreten geht es nicht. ich habe da keinen Rückhalt.

Ok, dann bringt der Frontalangriff nichts. Vielleicht einen indirekten Weg zum Ziel nehmen? ... Allianzen zu schmieden, dürfte schwer fallen, außer es gibt einflussreiche Kollegen, die den Chef auch nicht leiden können bzw. unterstützen mögen. Noch besser: Der Chef vom Chef (= das Herrchen vom Hund). Dein Spruch ist übrigens sehr passend.

Beruflich ist ein Thema. Ich will mich aber ehr weiterentwickeln in positiven Beziehungen zu andern. Da darf man das Vertrauen nicht kaputt machen. Diese Methoden mal vorab auf den Tisch zu hauen haben genau hier seine Problematik finde ich. Sie belasten das Vertrauen oder machen es kaputt. Es ist auf jeden Fall ein Distanzsignal. Vertrauen ist was ganz Wesentliches. Bei "ich bin ok" "Du bist ok" geht es nämlich genau um das, das Vertauen in andere. Unter Weiterentwickeln verstehe ich auch Nähe geniesen zu können.

Distanz auszusenden, ist aber nicht schlecht, wenn es für (mehr) Respekt sorgt. Gerade in Gruppen, in denen man niemanden ernsthaft trauen sollte. Bei deiner Abteilung ist z.B. Hauen & Stechen angesagt; klar muss man nicht selbst auf dem Niveau mitmischen, nur stelle ich mir das schwierig vor, wenn man beruflich in so einem Umfeld mit Menschen zu tun hat und generell eigentlich vielmehr gesunde Kontakte mit anderen aufbauen & "erlernen"/vertiefen will. Eigentlich müsstest du da immer sehr stark "switchen" (was zusätzlich Energie kostet, denke ich).

Für mich habe ich erst gesündere Beziehungen zu anderen aufbauen können, nachdem ich nach und nach in gesündere Kontakte/Umfelder gewechselt bin. (Wobei ich am Anfang mit dem gesunden, freundlichen Umfeld nicht mal umgehen konnte, weil ich das überhaupt nicht gewohnt war und eher das Umfeld vorher kannte, wo Misstrauen & Distanz die bessere Strategien waren.) Deshalb würde ich mir so ein destruktives Umfeld nach Möglichkeit nicht mehr antun wollen. Da bleibt so viel auf der Strecke, was erst später auffällt, wenn es weg ist.

Das ist eine Aussage, wo ich zuletzt auch immer mehr draufkomme dass man anderen sofort wenn was nicht ok ist dies klarmachen muss. Es muss nicht unbedingt so sehr agressiv sein. Das meine ich ist auch im Buch mit klaren Grenzen gemeint. Den Fehler "zuviel Harmonie" und zu naiv gegenüber andern habe ich. Da denke ich möchte ich mich auf jeden Fall noch weiterentwickeln.

Mit naiv meinst du, dass du nicht mit so arschigem Verhalten der anderen gerechnet hast (am Anfang in der Abteilung bzw. mit den aktuellen Kollegen) oder? ... Spricht an und für sich für dich; ist natürlich trotzdem ein praktisches Handicap, wenn man den falschen Leuten begegnet. ... Und auch wenn das evtl. nicht so klingt, bin ich selbst eigentlich konfliktvermeidend und ziehe Harmonie und Kooperation vor - oder eben jeder für sich ohne den anderen zu bekämpfen.

Sind der Narzisst und dieser andere Kollege eigentlich mit dem neuen Kollegen komplett beschäftigt (mit ihrem "Spiel" mit ihm) oder versuchen die aktuell mit dir auch noch zu "spielen"? ... Besteht die Möglichkeit, dass der Narzisst aus der Abteilung fliegt in absehbarer Zeit? ... Ich denke ehrlich gesagt, dass wer körperlich und geistig gesund bleiben will und erkennt, was läuft, dort weggeht, wenn er eben kann. Zumindest in eine andere Abteilung wechselt, wo er mit dem "Pack" nichts mehr zu tun hat. Selbst wenn du das dort als "soziale Entwicklungschance" für dich nutzen willst/nutzt. Du sagst selbst, dass du in die Abteilung nicht reinwechseln wolle würdest und der herrschende Umgang miteinander dort für dich nichts ist. Quasi im Salzwasserbecken als Süßwasserfisch. Das ist doch nicht artgerecht . Man lebt nicht ewig und die eigene Gesundheit ist kostbar.

War bei mir auch früher so. Daran habe ich gearbeitet. Anlächeln ist ein Nähe Signal. Man muss da innerlich auch wirklich so eingestellt sein. Negative Begleitgefühle sind Distanzsignale. Lassen einen gegenüber auf Distanz bleiben.

Das ist dann ja auch stimmig bei mir. Ich möchte mit der Person keinen näheren Kontakt oder überhaupt in Kontakt treten. Warum sollte ich sie also anlächeln oder bei einer mich anflirtenden Person deren Lächeln erwidern? ... Zumal gerade die Nervensägen sich dadurch ermutigt fühlen, Kontakt zu suchen.

Das ist ein Widerspruch zum anlachen, oder Flirten in der Situation. Ein intensives Lachen wirkt vom Gefühl ähnlich stark wie ein Kuss würde ich sagen. Intensives Anlachen mit gegensetiger Erwiederung ist eigentlich wie ein spontaner Kuss ohne Körperkontakt bei dem beide mitmachen. Cyber Sex auf die altmodische Art sozusagen.

Hm ok, ich glaube dir das, dass es für dich so ist. Für mich ist es nicht so, wobei ich eine humorvolle Situation z.B. durchaus mag und als angenehm erlebe. Mit Flirten kann ich dagegen wirklich nichts anfangen. Aber ich bin da sicher nicht repräsentativ und viele Menschen mögen sowas bestimmt.

Das sind Bindungsprobleme. Bei mir kann ich es schwer sagen wo ich da im Moment stehe. Ich versuche mich aber in Richtung "Nähe geniesen" zu entwickeln. Das erlernte Verhalten wenn man auf Distanz gehen will verliert man ja dadurch nicht automatisch. Das bleibt einem ja immer noch wenn es darauf ankommt.

Klar bleibt einem das, aber ich will nicht, dass ein bis dato guter Kontakt innerlich beschädigt wird dadurch, dass er unangenehm wird (was er wird, wenn er zu nah wird). Ich habe einfach nicht dieses Nähebedürfnis in dem Ausmaß wie viele andere es haben und bin mir selbst am nächsten, wenn keiner um mich herum ist. Das WE bei meinem Kumpel war z.B. sehr nett, nur bin ich jetzt schon wieder in diesem benebelten Zustand irgendwo neben mir statt mit Selbstzugang zu mir. Wenn ich ständig jemanden um mich herum hätte (so wie es z.B. in einer Partnerschaft oft der Fall ist oder wenn man kleine Kinder hat), würde mich das krank machen.

Mehr Nähe (aber schon direktere Grenzen wenn es sein muss), sehe ich auch als interessantes Experiment. In letzter Zeit kommt tatsächlich der Wunsch nach einer Beziehung in mir hoch, wie wenn mir was fehlen würde. Das war früher absolut nicht so. Da bin ich jetzt innerlich entschlossener. Ganz was Neues bei mir.

Ist das der Wunsch nach einer Beziehung oder generell nach engeren, intimen* Beziehungen mit jemand anderem?

(*= meine ich nicht sexuell, auch wenn es das beinhalten kann)

Ein Problem ist aber, wieviel Energie und Zeit ich für eine Beziehung habe. Das sehe ich noch als ungelöst, wenn man viel Zeit miteinander verbringen möchte. Ist alles nicht so einfach ...

Das ist in der Tat auch ein Problem. Ideal ist wohl, wenn der andere auch viel Zeit für sich braucht und man nicht zusammen wohnt. Ein bisschen wie eine Art speziellere Freundschaft. Das hatte ich bis vor Kurzem für eine gewisse Zeitspanne. Wenn ich mit einer Partnerschaft grundsätzlich mehr anfangen könnte, wäre die Art von "Zusammensein" schon ganz ok gewesen, an dem Gegenüber lag es nicht, aber selbst das ist mir schon zu viel. ... Mit einer Katze als Haustier und der ein oder anderen Freundschaft bis guten Bekanntschaft bin ich am besten bedient was Nähe zu anderen Lebewesen angeht. ^^ ... Wenn es dir da anders geht, kannst du ja im Falle des Falles schauen, was für dich/euch ok ist und wie ihr das gestalten wollt.

EJhemraligert Nutze?r (#590x071)


#Umschalten vom "schizoiden Modus"

Noch ein wesentlicher Punkt: Wenn man im schizoiden Modus ist, in Gedanken in seiner inneren Welt, dann geht es mir so, dass es schwer ist plötzlich umzuschalten.

Das umschalten fällt mir auch oft schwer und ich merke das auch sehr, wenn ich z.B. ein paar Stunden am PC gearbeitet habe oder gelesen habe etc. und mich jemand anruft. Das Umschalten von innerer Welt auf die äußere Welt ist dann eine spürbare Unterbrechung; der Anruf "stört". Gleiches, wenn einen jemand anspricht während man (so tief) in Gedanken ist. Das ging mir schon als Kind so (in meiner Familie lief das unter "verträumt" bis "autistisch").

Ich habe dazu gehört, dass andere Menschen diesen Wechsel viel schneller/reibungsloser hinbekommen. Die sind nicht entweder in ihrer inneren Welt oder in der äußeren Welt, sondern i.d.R. eh an der Schnittstelle zu beidem unterwegs.

Mir fällt es auch schwer, mich aus diesem inneren Modus loszureißen und z.B. pünktlich irgendwohin zu gehen ("nach draußen zu gehen"), wenn ich da sehr stark drinnen bin. Ich weiß nicht genau, wo der Unterschied/die Abgrenzung zu leichten Dissoziationen liegt, weil ich vereinzelt auch mal praktisch in diesem inneren Modus hängengeblieben bin, während andere mit mir interagieren wollten. Teils habe ich nach Außen hin funktioniert, teils ist es den Aufmerksameren von denen aufgefallen (ich habe da wohl sehr abwesend gewirkt). Man ist da für sich innerlich zwar da, aber alles andere ist so nah und so weit weg gleichzeitig. ... Wobei (echte) Dissoziationen nochmal anders und viel stärker sind; finde ich jedenfalls. Das hatte ich zum Glück nur sehr selten und da ist jeweils vieles schlecht zusammengekommen.

Wenn man rausgeht und im Kopf noch in seiner inneren Welt ist, passt das auch nicht. Ich habe den Eindruck dass der Körper Energie anderst bereitstellt. Wenn man geistig gerade "schizoide" ist hat man weniger Energieverbrauch. Mein Eindruck. Ich finde das energiesparend. Der Körper weiss dass und macht die passende Bereitstellung an Energie. Geht man raus und bleibt im Kopf noch in seiner inneren Welt, dann stellt der Körper weiterhin die gleiche (niedrigere) Energie bereit. Da man sich nun körperlich bewegt ist das ehr zu wenig. Man ist kraftlos.

Das kann ich nur so unterschreiben. Merke ich besonders, wenn ich erst Zuhause "weggedriftet" bin, selbst wenn ich mich dabei bewegt habe (z.B. etwas aufgeräumt und dabei geträumt habe) und dann rausgehe, um zu Joggen. Die Umstellung auch körperlich klappt da nicht. Also jedenfalls die ersten Minuten (die erste halbe Stunde) nicht. So als ob man geistig & körperlich nut teilweise da wäre. Und es ist viel anstrengender als wenn ich nicht aus diesem inneren Modus starte, sondern voll im Hier und Jetzt war vorm Rausgehen. Deshalb fange ich da mittlerweile bewusst langsam an, wenn ich aus dem verträumten Zustand starte. Zum "Wachwerden" quasi.

Meine Erfahrung. Wenn man den Faden wieder gefunden hat, kann man längere Zeit außerhalb des schizoiden Modus sein. Man macht da dann wieder weiter wo man zuletzt ausgehört hat. Das kann dann eine längere Phase sein von Tagen, Wochen. Man muss dazu Kondition aufbauen. Längere ruhige Phasen im Winter, da verliere ich auch immer Kondition. Dann ist es ohnehin schwieriger da wieder rauszutreten und etwas zu machen das viel Kraft braucht.

Ja, auch wenn es Kraft kostet, ist es sehr sinnvoll nicht zu sehr in diesen zurückgezogenen, inneren Modus abzurutschen/dort "hängenzubleiben". ... Man kommt da ja wieder raus, auch wenn es zäh ist teilweise, aber am besten ist, man rutscht erst gar nicht so weit rein.

Ich z.B. habe mich hormonell vom Enokrinologen durchchecken lassen, Verschiedene Hormone probiert. Auch Schilddrüsenhormone und Kombination mehrerer Hormone. Es kam eigentlich raus dass meine Hirnanhangdrüse möglicherweise nicht optimal arbeitet. Sie ist etwas zu klein. Das ist der Taktgeber für die anderen wichtigsten Hormone. Bei Testosteron Gel bin ich dann geblieben. Ich nehme es haupsächlich gegen den schnellen Konditionsabbau und meine dass es schon etwas hilft. Es gibt Leute die müssen nichts tun und haben immer irgendwie ihre Kondition. Bei mir nicht so einfach. Konditionsabbau geht bei mir schneller als ich früher immer gedacht habe. Vitamin D habe ich probiert. Bringt eventuell echt was wenn es der Arzt verschreibt (Freie Präperate sind eventuell zu niedrig dosiert). Ich habe es wieder abgesetzt, nachdem ich angefangen habe unruhig zu schlafen. Das ist aber ehr der Ärger in der Arbeit denke ich mir mittlerweile, der nachts im Kopf umgeht. Ist leider so. Seit der Zeit schlafe ich bestimmt eine Stunde kürzer in der Nacht.

Das finde ich sehr interessant. Vielleicht rutscht man auch leichter in den schizoiden/inneren Modus (oder kann nicht so gut dort herauswechseln), wenn der Körper zusätzlich nicht richtig funktioniert. Dass das nur an körperlichen Erkrankungen liegt, glaube ich nicht. Bei mir ist das zumindest nicht so. Ich habe Hashimoto und hatte lange eine Schilddrüsenunterfunktion. Da war ich zwar oft erschlagen und antriebslos und hatte auch schnell dieses "Wegdriften", aber dieses Reinrutschen in den inneren Zustand/in die innere Welt, ist bei mir auch nach der Behandlung der Schilddrüse so geblieben. Aber mir fällt es immerhin insgesamt leichter, mehr im Hier und Jetzt zu bleiben. (Und vieles andere hat sich auch gebessert oder ist verschwunden).

Das mit der Energiebereitstellung (s.o.) ist aber so geblieben.

AgBC0x1


Hallo zuschauer,

unsichtbaren Schaden,

ja, leider. Es geht aber nicht anders. Früher bin ich immer weggegangen (=Schizoid). In dem Fall versuche ich zu kämpfen, wie man hier wohl sagen könnte. Der Betriebsrat hat dann auch schon gesagt. "Diese Hartneckigkeit" Das nehmen sie mir dann auch wieder übel im Prinzip.

Die Gruppenspielregeln und Persönlichkeiten vor Ort zu erkennen, ist aber definitiv eine sehr nützliche Fähigkeit

ja.

Der zwanghafte ist übrigens "proaktiv"

. Im Buch auf S23 wird es aufgezeigt. Unten bei "aktiv - zurückgezogen: Handelt proaktiv bei Problemlösungen. Auf S31 im Buch sieht man dann, das zwischen den Quadranten aktiv und zurückgezogen der "Zwanghafte" angesiedelt ist.

Genau das tue ich in der Regel, vorausschauend etwas angehen. Das Problem in der Abteilung ist praktisch nicht lösbar. Niemand in der Firma hat Einblick in die Abteilung. Deswegen kann die Gruppe hier die Personalpolitik machen verbunden mit den Teamleitern. Die spielen da mit. Keiner greift ein weil kein Einblick da ist. Die Lösung wäre gewesen: Vorausschauend (proaktiv) die Zustände zu erkennen und gar nicht da einzutreten - sprich frühzeitig die Gruppenregeln der Abteilung zu erkennen. Ich bin da übergetreten und kannte die Abteilung schon etwas. Dass mein Chef antisozial ist habe ich auch erst später erkannt. Ich hatte damals das Wissen nicht das zu erkennen.

Auf S27 steht auch im Buch: zwanghafte sind wunderbare Angestellte. In der Firma wollen sie immer proaktives handeln der Mitarbeiter. Das wird jetzt regelrecht zum Thema, dass die Mitarbeiter sich umstellen sollen. Ich mache das schon lange. Die Kollegen schauen, wo tut sich ein Problem auf. Dann erkennen sie was zu tun ist. Proaktiv erkennen die kaum was sie tun sollen. Jammern, sie bekommen keine Informationen, in einem frühem Stadium, wo noch nicht alles ausgearbeitet und dokumentiert ist.

du scheinst dich durchaus behaupten

ja. Mitterweile habe ich enorme Schlagkraft wenn es sein muss. Das hilft mir aber in der Regel nicht. Ich verstehe auch so langsam wo das Problem liegt: Es liegt im "Denken, Fühlen, Verhalten" des zwanghaften. Verhalten steht an letzter Stelle und ist die Falltüre. Bei anderen Stilen oder auch Gesunden steht das Verhalten an erster Stelle. Sie machen Firmenpolitik und handeln in Gruppen oder unter Berücksichtigung der Gruppenverhältnisse. Da gehört auch dazu dass man in Deckung bleibt und unsichtbar seine Position ausbaut. Das ist bei den anderen an erster Stelle: Zuerst das "ich" und dann die Arbeit auf Kosten der Firma. Ich versuchte über meine Leistung meinen Platz einzunehmen, das war falsch. Langsamer, über Verhalten auf Kosten der Leistung wäre hier eventuell gegangen. Über Leistung hatte nur bei passenden Chefs funktioniert, die das anerkennen.

Allianzen zu schmieden, dürfte schwer fallen, außer es gibt einflussreiche Kollegen, die den Chef auch nicht leiden können bzw. unterstützen mögen. Noch besser: Der Chef vom Chef (= das Herrchen vom Hund). Dein Spruch ist übrigens sehr passend.

Einflussreich: Genau das habe ich versucht außerhalb der Abteilung: Führsprecher zu finden. Ist mir auch gelungen. Sogar andere Bereichsleiter. Auch der Betriebsrat hat mich unterstützt. Leider wird nur immer geredet. Die abteilung ist alamiert und bestraft mich danach mit degradieren und demontieren. Kontakte im Umfeld (Projektteilnahme) haben sie bei mir mittlerweile fast komplett unterdrückt. Ich hatte auch mal gesagt, in der ganze Firma klappt es, bei mir nur bei euch nicht. Jetzt bin ich nur noch in der Abteilung, wo es nicht klappt. Das Bild erscheint nun anders, oder !

Allianzen die den Chef auch nicht leiden können: In der Firma kann sich keiner leisten zusätzliche Feinde oder Streiterreien zu haben. Da halten sich alle zurück beim helfen. Mein Chef hat übrigens die Gruppe auf meine Kosten begünstigt. Rate mal, wer da nun die Allianz gegen wen hat, von den Interessen.

Der Chef vom Chef: Unser alter Chef-Chef und der Chef vom Chef-Chef wurden versetzt und abgesetzt. Da sind jetzt neue Oberchefs da, die mit der alten Teamleiterebene weitermachen und diese dringend brauchen. Sie können keine eigenen Einblicke in die Abteilung nehmen. Das ist das Kernproblem. Niemand kann dort etwas verändern, weil er wo eingreifen würde, wo er nicht weiss, was es noch für sonstige Auswirkungen hätte.

Distanz auszusenden, ist aber nicht schlecht,

Im Prinzip braucht man die Nähe zu Chef. Der muss hinter einem stehen. Das ist mein Problem in der Firma. Man darf nicht zur Diskussion stehen. Die Chefs müssen zur Gruppe sagen: Leute da geht nichts, lasst den Kollegen in Ruhe. Schafft es die Gruppe, dass man gegen den Chef vorgehen muss, z.B mit dem Betriebsrat, hat man eigentlich verloren. Das ist das, was ich mittlerweile einen strategischen Wendepunkt nenne !!

Das Spiel geht nur über das passendes Verhalten. Die Arbeitsinhalte an zweiter Stelle. Position an erster Stelle. Ein gutes Gespür für die Verhältnisse. Möglichst proaktiv. Am besten Absprachen, schriftlich vor dem Eintritt. Genau anschauen wo man Eintritt. Spiele mit Nähe und Distanz sind ein "Tool" im Werkzeugkasten und werden dann eingesetzt wo es passt.

Nun, zum beruflichen will ich nicht mehr viel investieren. Da treibt man nur das zwanghafte auf die Spitze, da es am besten zum Beruf passt. Meine Energie soll in die Weiterentwicklung bei privaten, sozialen Verhältnissen fließen. Beruf nachrangig. Im Beruf, über Verhalten die Position behalten und nicht über Leistung. Nur soviel Leistung wie gerade nötig und mit Energie für den Feierabend nach hause, statt kaputt von der Arbeit und schizoide (innerlich zurückgezogen) entspannen am Abend.

Für mich habe ich erst gesündere Beziehungen zu anderen aufbauen können, nachdem ich nach und nach in gesündere Kontakte/Umfelder gewechselt bin.

Richtig. Da sehe ich auch die Lösung. Man muss die passenden Leute finden die OK sind. Ein Grund warum ich auch Energie reinstecke zu lernen, soziale Verhältnisse besser zu erkennen.

Mit naiv meinst du, dass du nicht mit so arschigem Verhalten der anderen gerechnet hast (am Anfang in der Abteilung bzw. mit den aktuellen Kollegen) oder?

Die Gruppe wird dort von mehreren Personen organisiert, die unter einer Decke stecken. Das kenne ich sonst von keinen anderen Anteilungen. Unser Narzist, ein sehr guter Fußballer hat die Gruppe nach Fußballtaktik organisiert: Eine Manschaft gegen den Gegner (ich) aufstellen. Einschwören. Das hat er mit den Leuten echt gemacht. Dann Spieltaktik anwenden. Ich habe dann meine berufliche Position letztendlich an ihn auch verloren, obwohl ich fachlich unschlagbar war und er einen ganz anderen Schwerpunkt hat als ich. Das sind üble Geschichten, geht alles nur wenn die Chefs mitspielen

Aber lassen wir echt das berufliche und den Kampf im sozialen Umfeld. Ich würde ich hier sonst zu tote schreiben.

oder versuchen die aktuell mit dir auch noch zu "spielen"?

Die haben was sie wollen und schauen nun das sie es behalten. Mich grenzen sie aus durch Kontaktvermeidung. Abhängen. Klar geht das Diskriminierungspiel weiter. Das machen die aber nebenbei. Auch der andere Kollege wird nur kurz mal angestichelt. Ich merke dass es etwas zunimmt. Ansonsten ist der Tag lang, da kann man viel machen.

Besteht die Möglichkeit, dass der Narzisst aus der Abteilung fliegt in absehbarer Zeit? ..

Nein: Ein alter Fehler von mir. Das habe ich zum passenden Zeitpunkt versäumt.

wo er mit dem "Pack" nichts mehr zu tun hat

Man hat immer Konkurrenz von andern, die auch interessante Arbeiten machen wollen.

Man lebt nicht ewig und die eigene Gesundheit ist kostbar.

Ja: Ich kann nur hoffen dass sich in der Abteilung wieder was ändert. Bei den Eigeninteressen der Leute dort ist die Abteilungsleistung nicht so gut. Das Problem hat die Führung weiter oben schon bemerkt. Ich denke mittlerweile dass einer von drei Personen die nächsten Jahre ausgewechselt wird: Teamleiterebene oder Gruppenleiter, oder Bereichsleiter.

Mit Flirten kann ich dagegen wirklich nichts anfangen.

Wenn ich so nachdenke: Es trainiert das emotionele empfinden. Stärkt das Selbstwertgefühl und dass man ok ist. Es ist auch ein abtesten wo man steht in seiner Entwicklung. Eine Bestätigung, sich weiterentwickelt zu haben. Und kann ein tolles Erlebnis sein. Übrigens ! Was ich schon bemerkt habe, Situationen die mit starken Gefühlen hinterlegt waren merkt sich das Langzeitgedächtnis viel besser. Die langjährigen Erinnerungen. Unfälle mit Schmerz oder Erschrecken, sind Bilder und Momente wie eingebrannt im Gedächtnis. Das Gehirn selektiert die Speicherung von Erinnerungen meiner Meinung nach den starken Emotionen die dabei waren.

Ich habe einfach nicht dieses Nähebedürfnis in dem Ausmaß wie viele andere es haben und bin mir selbst am nächsten, wenn keiner um mich herum ist. Das WE bei meinem Kumpel war z.B. sehr nett, nur bin ich jetzt schon wieder in diesem benebelten Zustand irgendwo neben mir statt mit Selbstzugang zu mir. Wenn ich ständig jemanden um mich herum hätte (so wie es z.B. in einer Partnerschaft oft der Fall ist oder wenn man kleine Kinder hat), würde mich das krank machen.

Da mache ich mir auch meine Gedanken. Man führt dann tatsächlich ein anderes Leben. Das alte und zusätzlich das Neue geht von Zeit und Energie nicht. Ist mir recht klar. Das Buch schreibt dazu: Der zwanghaft muss sich immer beschäftigen - Ist bei mir im Prinzip so, dass ich immer versuche die Zeit zu nutzen. Wenn man sich weiterntwickelt dann ist man mehr in "Sein" Man existiert mehr, als Zeitvertreib als dass man sich immer beschäftigt. Das wäre die Weiternetwicklung auch mal zu entspannen. Bei mir ist tatsächlich ein Punkt im Leben, wo ich mich frage, wo ich noch hin will. Da müsste ich eine berufliche Herausforderung (Karriere mit Ziel Burnout) annehmen. Das bringt mich persönlich nicht mehr weiter. Ziel bei mir ist weniger Zeit und Energie im Beruf.

AeBC0x1


Hallo,

nun schreibe ich noch einen Teil 2 zum Beitrag letzte Nacht. Die Eingabemaske wurde rot. Das war die maximale Größe einer Antwort erreicht. Ich schlafe normalerweise in der Nacht. Die Firmenverhältnisse gehen mir aber Nachts wohl im Kopf um und ich wache dann auf. Früher hatte ich immer einen sehr guten Schlaf. Das war mir immer sehr wichtig, eine gewisse Stabilität nicht zu verlieren. Das es jetzt für mich so gekommen ist, ist einer der Hauptgründe, dass ich mich den Verhältnissen so hartneckig stelle, etwas zu verbessern. Es gibt den Spruch: Love it. leave it or change ist: Mügen kann ich es nicht, Weggehen will ich nicht. Nun habe ich den Ehrgeiz dort etwas zu veränden. Früher wäre ich weggegangen so wie Du auch schreibst: Harmonie !

Und auch wenn das evtl. nicht so klingt, bin ich selbst eigentlich konfliktvermeidend und ziehe Harmonie und Kooperation vor -

Zum beruflichen und der Situation in der Abteilung will ich nicht mehr allzu in dem Faden schreiben. Da habe ich schon viel geschrieben mit welchen Mitteln oder Blick auf die Verhältnisse ich dem begegne. Das wäre ein ganzes Buch voll das alles zu diskutieren. Lösen kann man es hier auch nicht. Recht haben und recht bekommen ist ein großer Unterschied. Das ist das Problem in der Firma. Keiner will wirklich was tun für mich. Eine Lösung auf meine Kosten.

Lass uns mehr über die Themen reden, wo man an seinen Stilen etwas verbessern kann oder noch etwas herausfindet. Eine andere Sicht ist oft schon die Veränderung an sich.

Klar bleibt einem das, aber ich will nicht, dass ein bis dato guter Kontakt innerlich beschädigt wird dadurch, dass er unangenehm wird (was er wird, wenn er zu nah wird).

Ich denke, gute Kontakte sind auch belastbar. Da habe ich teilweise auch ein falsches inneres Bild von früher. Im Buch steht: Seite 83 bei schizoide: Wenn sie auf jemanden zugehen und etwas verlangen, fürchten sie, dass sich ein Mensch von ihren Bedürfnissen überwältigt fühlen könnte. Diese Angst .... (Du kannst er selber nachlesen) Es ist teilweise unglaublich, wo Frauen in negativen Situationen noch bei ihrem Partner bleiben. Was sie alles mitmachen. Was man immer so liest, hört und mitgekommt. Wenn man sich das einmal bewußt macht, merkt man, dass man in seinem Denken ein falsches Bild hat. Da gibt es weit mehr Spielraum als man (zu eingeschränkt) denkt.

Ich habe einfach nicht dieses Nähebedürfnis in dem Ausmaß wie viele andere es haben und bin mir selbst am nächsten, wenn keiner um mich herum ist.

Geht mir durchaus auch so. Wenn man älter wird braucht man aber ein gutes Umfeld und Personen um einen herum. "Sich selbst am nächsten" funktioniert auch nur dann gut, solange man gesund und fit ist und niemand braucht. Das kann man nicht für das ganze Leben voraussetzen, bis zum letzten Tag.

"Sich selbst am nächsten" bedeutet übrigens bei der Bindung: Ich bin ok. Die anderen sind nicht ok.

(Seite 189 im Buch) = paranoide und antisozial. (Seite 193 im Buch) auf S99 ist diese Kombination beschrieben.

Ein starker schizoider Anteil hat auch ein "Ich bin nicht ok" mit dabei. Das wäre dann eine andere Kombination. Bei mir auf Seite 94: schizoid und zwanghaft geht schon stark in die Richtung.

Das WE bei meinem Kumpel war z.B. sehr nett, nur bin ich jetzt schon wieder in diesem benebelten Zustand irgendwo neben mir statt mit Selbstzugang zu mir.

Sehr gut dass Du das beschreibst! Ich kenne das auch sehr gut. Man ist dann regelrecht pelzig im Kopf und tut sich schwer da wieder reinzufinden, wo man zuletzt rausgegangen ist. Das kann einem den ganzen Tag kosten, bis das wieder weg ist. Man wollte eigentlich etwas anderes machen und eine unüberwindbare innere Kraft hält einen dann davon ab das zu tun. Übrigens hast Du wegen Schilddrüse geschrieben: Ich habe das Gefühl das ist mit eine Überfunktion vergleichbar. Das sind genau die Syntome. Durch die Anregung im Kontakt kommt es zu einer Überfunktion. Man hat nicht mehr die innere Ruhe um sich auf das zu konzentrieren was man will. ich habe keine Schilddrüsen Probleme. Ich merke aber enorme Schwankungen. Schaukelt man sich zu sehr in Gedanken auf, kommt man in diese Situation im Kopf.

Wenn ich ständig jemanden um mich herum hätte (so wie es z.B. in einer Partnerschaft oft der Fall ist oder wenn man kleine Kinder hat), würde mich das krank machen.

Zu dem Absatz, wo der Teil dazugehört. Kontakte zu den Kumpels suchen, aber nicht mit Frauen, oder Partnerschaft möchte ich sagen. Ein alter Denkfehler von früher bei mir. Die Partnerin ist der Kumpel !! wenn man es richtig macht, es die richtige Person ist Kumpels haben mich oft genug auch nicht begeistert. Oft sind Freunde mitgegangen im eigenen Interesse nur um jemand kennenzulernen. Wenn sie dann ihr Ziel ereicht haben, haben sie kein Interesse mehr da so weiterzumachen.

Ist das der Wunsch nach einer Beziehung oder generell nach engeren, intimen* Beziehungen mit jemand anderem?

Das ist der Wunsch sich angekommen zu fühlen. Man ist ja immer auf seinem Weg. Hast Du Dir einmal überlegt wo dein Ziel ist. Wo Du Dir sagst "Jetzt bin ich angekommen" Ich habe meinen Platz im Leben gefunden. Seinen inneren Frieden finden. Nichts mehr was einen noch weiter treibt. Das erreichte geniesen können. Nicht mehr auf der ständigen Suche was einem fehlt. Innere Zufriedenheit gefunden zu haben. Quasi zu Hause sein und nicht immer auf dem Weg irgendwohin.

Das ist in der Tat auch ein Problem. Ideal ist wohl, wenn der andere auch viel Zeit für sich braucht und man nicht zusammen wohnt

Habe ich mir auch schon öfters gedacht. Das würde zusammenpassen. Auf Dauer sollte man dan aber näher zusammenwachsen. Viele Beziehungen von denen ich gehört habe sind nur Zweckgemeinschaften für minmalen soz. Kontakt und Sex am Wochenende. "Friends with Benefits" "Fuckbuddies". Bei mir wächst tatsächlich der Wunsch jetzt jemanden zu haben der zu mir gehört. Also die Bindung an den Partner. Im Moment spüre ich das gerade wieder in mir, wo ich das jetzt schreibe. Da hat sich tatsächlich jetzt was verändert. Ich glaube auch der Druck in der Firma erzeugt einen stärkeren Wunsch jemanden zu habe, der zu einem gehört. Früher war mir so etwas fremd.

jetzt mache ich wieder etwas Pause mit dem schreiben. Zum

#Umschalten vom "schizoiden Modus"

lese ich mir später noch in Ruhe durch und schreibe was. Das Thema ist mir auf jeden Fall wichtig.

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