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Problem mit Menschenkontakt?

AxBVC01


Zum "schizoiden Modus"

Ich habe dazu gehört, dass andere Menschen diesen Wechsel viel schneller/reibungsloser hinbekommen. Die sind nicht entweder in ihrer inneren Welt oder in der äußeren Welt, sondern i.d.R. eh an der Schnittstelle zu beidem unterwegs.

Ich meine, dass Gesunde ständig im Kontakt mit der Außenwelt sind. Die kennen sowas gar nicht. Oder fast gar nicht. Meine Kollegen sind den ganzen Tag hellwach im Umfeld, auch während der Arbeit. Sobald sich eine Kleinigkeit im Büro tut bekommen sie das mit und schalten sich sofort mit ein und reden dazu oder mit. Normalerweise gibt es so etwas wie eine Bürokultur wo man nicht stört. Bei uns ist das anders. Einige Personen sind da echt völlig ungekemmt und nehmen den Raum ein. Genehmigen sich das. Dominanz demonstrieren. So ein extrovertiertes Verhalten macht alt. Introvertiert wirkt man jünger. Mein Eindruck. Ich möchte gerne in meine Arbeit (Thema) eintauchen und dabei das Umfeld ausblenden. Das schöne daran. Die Zeit vergeht dann schneller als wie wenn man ständig auf die Uhr schaut und auch das Zeitgefühl blendet man irgendwie besser aus.

Mir fällt es auch schwer, mich aus diesem inneren Modus loszureißen und z.B. pünktlich irgendwohin zu gehen ("nach draußen zu gehen"), wenn ich da sehr stark drinnen bin

Kenne ich. Das sind dann sehr stark introvertierte Tage. Man ist wie gefangen in der inneren Welt. man blendet alles um sich herum aus.

Mir geht es so dass ich einen Biorhytmus habe wo sich die Phasen abwechseln. Da sind auch körperlich schwache Phasen dabei, wo man so stark introvertiert eintaucht. Das ist ein eigenes Thema bei mir und bestimmt eigentlich meinen ganzen Lebensrhytmus. Mich würde interssieren ob Du auch so etwas kennst. Es gibt Phasen (Tage) wo man echt Energie hat und sehr gut in der Außenwelt ist und dort körperlich gut was machen kann. Dann wieder Phasen mit stärkerer Libido. Oder die Kreativität schwankt auch danach, sowie eben Introvertiertheit und Extrovertiertheit. Dann gibt es Tage wo ich recht reizbar bin. Andere Tage wo ich in der Arbeit wirklich nichts hinbringe und Tage wo ich wie verrückt was aufs Papier bringe mit Substanz. Ich habe den Eindruck dass da andere oft konstanter sind und diese Schwankungen nicht so haben.

zu leichten Dissoziationen

Denken und das was man dann nebenbei so tut sind nicht im Einklang. Man ist im Kopf nicht bei der Sache. Im schizoiden Modus hat das Denken mitunter eine schlechtere (eingerübtere) Qualität meine ich. Der zwanhafte ist ein Denker mit Denken an erster Stelle. Beim Schizo steht es an zweiter Stelle.

Im Buch steht das auch irgendwo, dass die Qualität des Denkens im Schizo Modus nicht die objektivste wohl ist. Man denkt nicht so klar. Es ist eine eigene Welt.

Wobei (echte) Dissoziationen nochmal anders und viel stärker sind;

Das denke ich auch. ich habe nicht den Eindruck bei mir, dass ich da so stark daneben bin. Man blendet "schizoide" ehr die Umwelt, das Umfeld aus. Man kann in karger Einsamkeit die Wirklichkeit um sich herum vergessen. Man blendet auch im Denken vermutlich einige Realität aus. Es ist eine eigene Welt in die man eintaucht.

Man kann sich entspannen, auch lernen oder lesen, Gedanken kombinieren, aber man sollte schizoide keine Fakten schaffen. auch Entschlüsse die schizoide getroffen werden gehören später noch einmal überdacht. (Drüber schlafen)

Das hatte ich zum Glück nur sehr selten und da ist jeweils vieles schlecht zusammengekommen.

So was kann sich mit den Jahren verstärken habe ich gelesen und dass sowas vorkommt. Ein weiterer Grund seine inneren Verhältnisse in Ordnung zu bringen.

Alt, einsam und Realitätsverlust sind keine gute Perspektive.

Also jedenfalls die ersten Minuten (die erste halbe Stunde) nicht. So als ob man geistig & körperlich nut teilweise da wäre

Ganz genau. Kenne ich sehr gut.

Vielleicht rutscht man auch leichter in den schizoiden/inneren Modus (oder kann nicht so gut dort herauswechseln), wenn der Körper zusätzlich nicht richtig funktioniert

Genau das denke ich auch. Es hilft auch eine gute trainierte Grundkondition zu haben. Dann gibt es weniger "kranke" Tage. Weniger Tage mit Löchern. Das Gesamtniveau ist höher. Die Tiefs sind nicht so groß. Körperlich war bei mir nie etwas, auch keine Krankheiten. Immunsystem bin ich recht stabil. anstecken lasse ich mich auch nicht so leicht. Endokrinologisch an sich auch ok. Blutwerte teilweise recht gut! Ich meine das Problem ist teilweise auch neuronal. Teile im Gehirn, die die Vorgaben für Hormone machen, oder die Steuerung des Gesamtsystems. Gerade die komischen Schwankungen im Biorhytmus der alles beeinflusst. ich muss auf jeden Fall für meine Kondition was machen, sonst geht es mir nicht gut. Gerade so Tage wo Du schreibst "neblig" ich sage auch pelzig im Kopf dazu" wie ein Rausch im Kopf. Ich denke das kommt dann verstärkt wenn man erschöpft ist oder schwache Kondition hat. Auf jeden Fall hat man an diesen nebligen Tagen keine echte Kraft. Man kann nichts so richtig anpacken. Ein blötes inneres Gefühl. Wie eine innere Zerrissenheit teilweise. Man kann sich für nichts entscheiden was man als nächstes tun soll.

ist bei mir auch nach der Behandlung der Schilddrüse so geblieben. Aber mir fällt es immerhin insgesamt leichter, mehr im Hier und Jetzt zu bleiben

Moglicherweise hast Du nun eine bessere Kondition. Es braucht die Kraft im extrovertierten Modus zu bleiben. Wenn ich kaputt bin tauche ich gerne in den introvertierten Modus ein. Er ist eigentlich erholsam.

Bei einer Beziehung wenn man sehr viel zusammen ist und in der Außenwelt wächst vermutlich auch die Kondition die man dazu braucht. Ich hatte auch Phasen mit körperliche Arbeiten. Kommt man da erst mal wieder rein, dann ist man auch mit mehr Energie, länger und besser in der Außenwelt. Ein Denkfehler vermutlich, wenn man eine Beziehung mit dem Energielevel und der Kondition die man aktuell hat durchdenkt. Das erscheint einem dann als Überforderung. Ich meine aber, dass sich das eventuell wieder verbessert wenn man mehr intensiver zusammen ist. Und noch was. Das Bild von einer Beziehung war früher bei mir so, dass ich die Partnerin unterstützen muss. Was Energie kostet. In Wirklichkeit trägt auch die Partnerin ihren Anteil bei, was besser sein kann, als wie wenn man alleine ist. Also das falsche Bild von einer Beziehung das man hat. Wie ich schon vormals geschrieben habe traut sich der Schizoide nichts für sich zu fordern. Eine gute Beziehung ist aber belastbar und gibt einem auch was.

EEhem2aligerJ Nuttzer (#5S90071)


@ ABC01

Zum beruflichen und der Situation in der Abteilung will ich nicht mehr allzu in dem Faden schreiben. Da habe ich schon viel geschrieben mit welchen Mitteln oder Blick auf die Verhältnisse ich dem begegne. Das wäre ein ganzes Buch voll das alles zu diskutieren. Lösen kann man es hier auch nicht. Recht haben und recht bekommen ist ein großer Unterschied. Das ist das Problem in der Firma. Keiner will wirklich was tun für mich. Eine Lösung auf meine Kosten.

Lass uns mehr über die Themen reden, wo man an seinen Stilen etwas verbessern kann oder noch etwas herausfindet. Eine andere Sicht ist oft schon die Veränderung an sich.

Ok, dann konzentrieren wir uns auf die Stile. Auch wenn es in deiner Abteilung schlecht aussieht, wünsche ich dir gleichwohl alles Gute für die berufliche Situation.

@ teeta1

Du sagst, wenn unsere Beiträge dir zu sehr von deinem Threadtheam abweichen? In dem Fall könnten wir auch einen Mod bitten, die Beiträge in einen separaten Thread zu verschieben.

E=hem7ali(gerR N>utzerb (#590x071)


@ ABC01

#zwanghafter Stil

Danke, du beschreibst sehr anschaulich, wo der Vorteil des zwanghaften Stils bei der Arbeit ist (-> proaktiv handelnd).

Ich verstehe auch so langsam wo das Problem liegt: Es liegt im "Denken, Fühlen, Verhalten" des zwanghaften. Verhalten steht an letzter Stelle und ist die Falltüre. Bei anderen Stilen oder auch Gesunden steht das Verhalten an erster Stelle.

Für mich würde ich es so ausdrücken, dass es schwierig ist, vom Denken ins Handeln zu kommen und das Denken zentral ist während das Handeln einen sekundären Bereich einnimmt bzw. während des Handelns "weitergedacht" wird statt einfach nur zu handeln.

Da sehe ich auch die Lösung. Man muss die passenden Leute finden die OK sind. Ein Grund warum ich auch Energie reinstecke zu lernen, soziale Verhältnisse besser zu erkennen.

Würde es nicht reichen, wenn du Leute kennenlernst (privat), die für dich ok sind und zu erkennen, was für einen ok ist und welche Bedürfnisse + Grenzen man hat und wie man die zieht? ... Beruflich ist ja erstmal keine Änderung absehbar.

Der zwanghaft muss sich immer beschäftigen - Ist bei mir im Prinzip so, dass ich immer versuche die Zeit zu nutzen. Wenn man sich weiterntwickelt dann ist man mehr in "Sein" Man existiert mehr, als Zeitvertreib als dass man sich immer beschäftigt. Das wäre die Weiternetwicklung auch mal zu entspannen. Bei mir ist tatsächlich ein Punkt im Leben, wo ich mich frage, wo ich noch hin will. Da müsste ich eine berufliche Herausforderung (Karriere mit Ziel Burnout) annehmen. Das bringt mich persönlich nicht mehr weiter. Ziel bei mir ist weniger Zeit und Energie im Beruf.

Das ist der Wunsch sich angekommen zu fühlen. Man ist ja immer auf seinem Weg. Hast Du Dir einmal überlegt wo dein Ziel ist. Wo Du Dir sagst "Jetzt bin ich angekommen" Ich habe meinen Platz im Leben gefunden. Seinen inneren Frieden finden. Nichts mehr was einen noch weiter treibt. Das erreichte geniesen können. Nicht mehr auf der ständigen Suche was einem fehlt. Innere Zufriedenheit gefunden zu haben. Quasi zu Hause sein und nicht immer auf dem Weg irgendwohin.

Beide Absätze gehören für mich zusammen, deshalb habe ich sie mal untereinander gestellt. Findest du es angenehm für dich, dass du immer versuchst deine Zeit zu nutzen? Fällt es dir schwer dich zu entspannen?

(Mich alleine zu entspannen in meiner Freizeit, fällt mir z.B. leicht. Ich würde auch sagen, dass ich immer wieder mal in verschiedenen Lebensphasen meinen inneren Frieden gefunden habe. Es hatte jeweils damit zu tun, den einzelnen Moment zu genießen und im Einklang mit allem zu sein für den Moment. ... Aber außerhalb dieser einzelnen Momente bin ich mehr damit beschäftigt, was gerade akut anliegt an Aufgaben oder genieße meine Freizeit. Ich habe da zwar Gedanken was ich alles noch tun sollte optimalerweise, aber die kann ich gut ignorieren und besser sortieren, was wirklich wichtig ist und was liegen bleiben kann. ... "Das genießen, was man erreicht hat" -> das könnte ich ausbauen; ein wenig neige ich dazu das so zu sehen, dass man das dann (erst) macht, wenn man in Rente ist und stattdessen darauf zu schauen, was als nächstes anliegt.

Aber ich spüre durchaus manchmal innere Zufriedenheit, so ist es nicht. Ich möchte auch nicht so enden wie andere, die sich kaputt gearbeitet haben oder permanent selbst gestresst haben bei ihrem Versuch, die Vorgaben anderer für ihr eigenes Leben umzusetzen und eigentlich nie gelebt haben. "Scheintot" schon zu Lebzeiten.)

#Interaktion/Persönlichkeit

Mit Flirten kann ich dagegen wirklich nichts anfangen.

Wenn ich so nachdenke: Es trainiert das emotionele empfinden. Stärkt das Selbstwertgefühl und dass man ok ist. Es ist auch ein abtesten wo man steht in seiner Entwicklung. Eine Bestätigung, sich weiterentwickelt zu haben. Und kann ein tolles Erlebnis sein. Übrigens ! Was ich schon bemerkt habe, Situationen die mit starken Gefühlen hinterlegt waren merkt sich das Langzeitgedächtnis viel besser. Die langjährigen Erinnerungen. Unfälle mit Schmerz oder Erschrecken, sind Bilder und Momente wie eingebrannt im Gedächtnis. Das Gehirn selektiert die Speicherung von Erinnerungen meiner Meinung nach den starken Emotionen die dabei waren.

Dass sich das Gehirn Situationen leichter merkt, die mit starken Gefühlen verbunden sind, habe ich auch so gehört.

Ob es eine Weiterentwicklung ist, Flirten zu mögen, weiß ich nicht. ... Es kann sicher ein Indikator sein, ob man darauf z.B. total verlegen und verunsichert reagiert oder gelassen und es eher genießt. Für mich kann ich einfach nichts damit anfangen - es ist weder unangenehm an sich, noch angenehm. Es stört höchstens, wenn der andere seine Kontaktversuche nicht einstellt.

Situationskomik ist dagegen etwas, das ich mag und das mit anderen, die einen ähnlichen Sinn für Humor haben, sehr schön sein kann.

#Partnerschaften/Beziehungen

Zu dem Absatz, wo der Teil dazugehört. Kontakte zu den Kumpels suchen, aber nicht mit Frauen, oder Partnerschaft möchte ich sagen. Ein alter Denkfehler von früher bei mir. Die Partnerin ist der Kumpel !! wenn man es richtig macht, es die richtige Person ist Kumpels haben mich oft genug auch nicht begeistert. Oft sind Freunde mitgegangen im eigenen Interesse nur um jemand kennenzulernen. Wenn sie dann ihr Ziel ereicht haben, haben sie kein Interesse mehr da so weiterzumachen.

Ein Partner sollte auch ein Stück weit ein Freund sein, da gebe ich dir Recht. Mein Kumpel ist ein Freund im engeren Sinn und keine bessere Bekanntschaft auf Zeit/Zweckbekanntschaft (auch wenn das, was als Freundschaft eingekleidet wird, bei vielen oft mehr eine Bekanntschaft ist). Für Freundschaft (oder Bekanntschaft) ist mir das Geschlecht des anderen egal; die persönliche Wellenlänge muss passen.

Habe ich mir auch schon öfters gedacht. Das würde zusammenpassen. Auf Dauer sollte man dan aber näher zusammenwachsen. Viele Beziehungen von denen ich gehört habe sind nur Zweckgemeinschaften für minmalen soz. Kontakt und Sex am Wochenende. "Friends with Benefits" "Fuckbuddies". Bei mir wächst tatsächlich der Wunsch jetzt jemanden zu haben der zu mir gehört. Also die Bindung an den Partner. Im Moment spüre ich das gerade wieder in mir, wo ich das jetzt schreibe. Da hat sich tatsächlich jetzt was verändert. Ich glaube auch der Druck in der Firma erzeugt einen stärkeren Wunsch jemanden zu habe, der zu einem gehört. Früher war mir so etwas fremd.

Bindung ist das Stichwort, das ich gesucht hatte. Sich binden zu wollen, gilt sicher als normaler und gesünder, als dies nicht zu wollen bzw. nicht in einem Ausmaß tun zu wollen, wie bei einer Partnerschaft. Du scheinst diesen Wunsch bei dir als Weiterentwicklung zu betrachten oder? Es geht ja dabei darum, eine feste intime Bindung einzugehen.

Vielleicht macht das auch den Unterschied aus, ob man aromantisch ist oder nicht; ich bin aromantisch und kann vielleicht deshalb wenig damit anfangen eine Partnerschaft einzugehen. Eine Teambeziehung ähnlich einer Partnerschaft kann man nämlich auch in einer Freundschaft haben, so empfinde ich es. Viele haben den Partner als besten Freund und Partner, sodass kein Interesse an zusätzlichen Beziehungen (=Freundschaften) mit so einem Nähegrad und Teamgrad besteht, sondern eher Bekanntschaften fürs Sozialleben drumherum gesucht werden. Mir reichen (echte) Freundschaften, an einer Partnerschaft zusätzlich, habe ich kein Interesse. Zumal ich lieber zwei gute Freundschaften hätte als eine Partnerschaft, die ihrerseits verpflichtender ist als eine Freundschaft. Das war schon immer so. Aber jeder wie er will.

Den Teil mit dem "schizoiden Modus" packe ich in einen 2. Beitrag.

Edhemali@ger N'utzer (<#59007x1)


#schizoider Modus

Ich meine, dass Gesunde ständig im Kontakt mit der Außenwelt sind. Die kennen sowas gar nicht. Oder fast gar nicht. Meine Kollegen sind den ganzen Tag hellwach im Umfeld, auch während der Arbeit.

Hellwach trifft es perfekt. Den schizoiden (zurückgezogenen) Zustand würde ich dagegen als verträumt bis halb "verpennt" beschreiben. Wenn ich davon schreibe, voll und ganz im Hier & Jetzt zu sein, meine ich den hellwachen Zustand. ... Und ich habe auch den Eindruck, dass viele Menschen von selbst die meiste Zeit im Hier & Jetzt sind/hellwach sind.

Sehr extravertierte bzw. solche mit der ersten Tür Verhalten sind praktisch viel agiler, weil sie sich vorwiegend nur in der Außenwelt bewegen statt halb in ihrer inneren Welt "rumzuhängen" und dort beschäftigt zu sein.

Introvertiert wirkt man vielleicht auch jünger, weil man weniger Mimikfalten hat? Aber der Stressfaktor müsste auch geringer sein, weil man sich nicht in diesen Kämpfen und Aktivitäten der anders strukturierten Mitmenschen selbst verausgabt und einen ruhigeren Lebensstil pflegt. Dafür hat man mehr Stress in einer extravertierten Umgebung und verliert dort v.a. Energie (während extravertierte dort an Energie gewinnen).

Ich möchte gerne in meine Arbeit (Thema) eintauchen und dabei das Umfeld ausblenden. Das schöne daran. Die Zeit vergeht dann schneller als wie wenn man ständig auf die Uhr schaut und auch das Zeitgefühl blendet man irgendwie besser aus.

Das kenne ich von mir selbst genauso. Das ist ein guter Arbeitsmodus und man ist auf die Arbeit fokussiert während alles andere - auch die Umgebung - ausgeblendet ist. In so einem Modus kann ich (leider) problemlos an bekannten Gesichtern vorbeilaufen ohne die Leute zu bemerken, geschweige denn sie zu begrüßen. (Das geht auch in der Innenstadt, wenn ich in Gedanken bin.) Passiert dir das auch, wenn du nicht bewusst "umschaltest" an Orten, an denen man bekannte Leute treffen könnte?

Kenne ich. Das sind dann sehr stark introvertierte Tage. Man ist wie gefangen in der inneren Welt. man blendet alles um sich herum aus.

Ja genau.

Und ich kenne es auch, dass sich solche Phasen abwechseln mit Phasen, in denen ich plötzlich (wieder) "voll da bin" und all die Dinge problemlos erledige, die mir vorher im stark introvertierten Zustand so schwer gefallen sind. ... Ich habe ehrlich gesagt mal wegen dieses Phänomens überlegt, ob ich irgendwie depressiv wäre, das aber wieder wegen der antriebsstarken Phasen verworfen.

Da kam der angeschlagene körperliche Zustand (-> Schilddrüse) mit der ohnehin bestehenden Introversion zusammen.

Bei mir äußert sich das aber über den Antrieb, wie viel ich erledigt bekomme + wie leicht mir das fällt, die Aufgaben anzugehen und wie leicht es mir fällt, mit meiner Umwelt zu interagieren und wie regelmäßig mein Tag-Nacht-Rhythmus ist (der leidet nämlich auch unter diesen Schwankungen und ich bin eigentlich eher nachtaktiv, aber mir geht es am besten, wenn ich trotzdem morgens früh aufstehe und um Mitternacht oder eher ins bett gehe; im Sommer verschärft sich das Nachtaktive):

Es gibt Phasen (Tage) wo man echt Energie hat und sehr gut in der Außenwelt ist und dort körperlich gut was machen kann. Dann wieder Phasen mit stärkerer Libido. Oder die Kreativität schwankt auch danach, sowie eben Introvertiertheit und Extrovertiertheit. Dann gibt es Tage wo ich recht reizbar bin. Andere Tage wo ich in der Arbeit wirklich nichts hinbringe und Tage wo ich wie verrückt was aufs Papier bringe mit Substanz.

Libido ist bei mir ehrlich gesagt immer gering und kann sein, dass ich asexuell bin; spricht vieles dafür. Kreativität kann ich nicht beurteilen, die bleibt so meine ich. Aber den größten Unterschied merke ich im sozialen Bereich, weil ich dann selbst mehr Interesse habe auf unmittelbaren Kontakt mit anderen und etwas zu unternehmen (auch dann lieber mit anderen). ... Bei mir hat das auch große Auswirkungen auf meinen Lebensrhythmus und ich komme mir deshalb mitunter so "launisch" vor. Blöd ist es auch bei Kontakten, wenn ich in der einen Phase Lust auf Unternehmungen & Gesellschaft hätte, aber an dem Tag des Treffens dann im introvertierten Modus hänge und keinen Bock auf das Treffen habe.

Denken und das was man dann nebenbei so tut sind nicht im Einklang. Man ist im Kopf nicht bei der Sache. Im schizoiden Modus hat das Denken mitunter eine schlechtere (eingerübtere) Qualität meine ich. Der zwanhafte ist ein Denker mit Denken an erster Stelle. Beim Schizo steht es an zweiter Stelle.

Im Buch steht das auch irgendwo, dass die Qualität des Denkens im Schizo Modus nicht die objektivste wohl ist. Man denkt nicht so klar. Es ist eine eigene Welt.

Gut dass du das beschreibst mit dem Unterschied. Für mich denke ich, dass ich bei beruflichen Arbeiten im zwanghaften Denkmodus unterwegs bin, außer bei Arbeiten, die ich Zuhause am PC erledige und im introvertierten (schizoiden?) Modus begonnen habe. Ich könnte das dabei für mich nicht eindeutig abgrenzen, ob das dann zwanghaft oder schizoid ist; ich meine wenn cih wirklich ernsthaft arbeite statt mehr über die anstehende Arbeit & Gott & die Welt nachzudenken, ist es der zwanghafte Modus.

Das Denken im schizoiden Modus ist glaube ich mehr "versponnener". Das ist nicht zielgerichtet auf etwas in der realen Welt. So würde ich das für mich beschreiben. Es ist quasi "verträumter" und wie du schon sagst, auf die eigene innere Welt gerichtet und eine Welt für sich, die mit der (realen) Außenwelt nichts zu tun haben muss. Du beschreibst das hier sehr schön:

Man kann in karger Einsamkeit die Wirklichkeit um sich herum vergessen. Man blendet auch im Denken vermutlich einige Realität aus. Es ist eine eigene Welt in die man eintaucht.

Man kann sich entspannen, auch lernen oder lesen, Gedanken kombinieren, aber man sollte schizoide keine Fakten schaffen. auch Entschlüsse die schizoide getroffen werden gehören später noch einmal überdacht. (Drüber schlafen)

Die Umwelt ausblenden tut man aber in beiden Modi, sowohl im zwanghaften Arbeitsmodus (fokussiert auf die Arbeit) als auch im schizoiden Modus (auf die innere Welt fokussiert?).

So was kann sich mit den Jahren verstärken habe ich gelesen und dass sowas vorkommt. Ein weiterer Grund seine inneren Verhältnisse in Ordnung zu bringen.

Alt, einsam und Realitätsverlust sind keine gute Perspektive.

Ach da gab es einfach eine schlechte Mischung aus Faktoren, die so nicht nochmal zusammenkommen dürften. Zumal ich jeweils nicht nüchtern war, sondern alkoholisiert oder bekifft. Aber ich habe davor und danach nie Probleme im betrunkenen oder bekifften Zustand gehabt und Drogen sind nun wirklich nie ein Problem bei mir gewesen. Das mit dem Kiffen war nur sehr vereinzelt und ist lange her; wobei ich das in angenehmer Erinnerung habe, nur der hang over am nächsten Tag ist lästig und wenn man eh Antriebsschwierigkeiten hat, empfiehlt sich das nicht. ... Den Alkoholrausch finde ich nicht schlimm, aber auch nicht umbedingt angnehm - das Schwindelgefühl ist sehr störend und am nächsten Tag geht es mir auch bei wenig Alkohol/wenig Bier schlecht (da habe ich auch einen Thread zu hier); Kiffen war insofern erheblich angenehmer, ist aber anders als Alkohol dummerweise nicht legal.

Ich denke nicht, dass ich ernsthaft gefährdet bin im Alter alleine den Verstand zu verlieren oder paranoid zu werden. Könnte höchstens passieren, dass ich mich dann weitgehend in meine innere Welt zurückziehe, wenn ich nicht zusehe dann regelmäßig weiter unter Menschen zu gehen und mit anderen zu sprechen usw.. Man "verblödet" sonst sozial und geistig.

Übrigens hast Du wegen Schilddrüse geschrieben: Ich habe das Gefühl das ist mit eine Überfunktion vergleichbar. Das sind genau die Syntome. Durch die Anregung im Kontakt kommt es zu einer Überfunktion. Man hat nicht mehr die innere Ruhe um sich auf das zu konzentrieren was man will.

Oh ich meinte eigentlich wie in einer Unterfunktion. Wenn man eben so energielos ist, weil man noch im schizoiden Modus steckt, aber im Außen anwesend sein sollte (hellwach sein sollte). Da spielt die körperliche Grundkondition auf jeden Fall eine zusätzliche große Rolle. Das ist auch mein Eindruck. ... Deine Überlegung, dass man sich an das Zusammensein mit einem Partner gewöhnen kann und das quasi "trainieren" kann/muss, finde ich sehr interessant. Aber ich schwanke, inwieweit man sich daran anpassen/gewöhnen kann. Ein bisschen ist es definitiv Gewöhnung. Wenn ich z.B. kaum/nicht unter Menschen gehe und dann wieder regelmäßig unter Menschen muss/komme, merke ich diesen Gewöhnungseffekt. Deshalb sollte man sich auch nicht zu sehr zurückziehen als schizoid strukturierter Mensch. So verlockend das auch manchmal ist.

Das "benebelt im Kopf"/"neben sich stehen" ist dagegen, wenn man müde ist/sich sozial etwas übernommen hat und dann wieder alleine sein kann. Das geht dann im Anschluss mit einer stärkeren introvertierten Phase einher.

Ein blötes inneres Gefühl. Wie eine innere Zerrissenheit teilweise. Man kann sich für nichts entscheiden was man als nächstes tun soll.

Ja, das tritt dabei auch gerne auf. Man ist komisch abgeschlagen. Ich denke mal, als Regenerationsphase schließt sich die introvertierte Phase an. Blöd gesagt: Um sich vom sozialen Kontakt zu erholen. :-X ... Das versteht aber wirklich nur jemand, der selbst zumindest introvertiert ist.

Wie in einer Überfunktion bzw. so komisch aufgekratzt fühle ich mich, wenn ich z.b. auf einer Party oder anderen Veranstaltung mit Bekannten bis Freunden gewesen bin, die mir überraschend gut gefallen hat und wohl eine willkommene Abwechslung zu meinen sonstigen Freizeitbeschäftigungen dargestellt hat. Man wird so komisch angesteckt emotional von den anderen. ... Das ist ab und zu vielleicht gar nicht schlecht, auch wenn cih mich dann nicht normal fühle, sondern merkwürdig. Das verschwindet wieder Zuhause, wenn ich in meine innere Welt abtauche. Dann fühle ich mich wieder normal.

Evhema4liger Nutz0er (#5q90071x)


p.s.:

Wie in einer Überfunktion bzw. so komisch aufgekratzt fühle ich mich

So ähnlich fühle ich mich auch, wenn eine stärkere introvertierte Phase vorbei ist und ich dann anfange an einem Stück und plötzlich problemlos das zu erledigen, was vorher in der introvertierten Phase zu kurz gekommen ist und mir darin schwer gefallen ist. Dann ist es aber weniger so, dass cih mich "aufgekratzt" und nicht ok/merkwürdig fühle, sondern ich fühle mich einfach sehr wach und antriebsstark.

A-BCa01


Hallo zuschauer,

vom Denken ins Handeln zu kommen und das Denken zentral ist während das Handeln einen sekundären Bereich einnimmt

Ja, das schizoide Problem umzuschalten. Das ist ein Thema. Ich schreibe dazu aber auch an anderer Stelle, dass man so etwas wie eine Schilddrüsen - Überfunktion mitunter bekommt, wenn man innerlich aufgewühlt wird. Das hängt auch mit der Fitness oder Erschöpfung zusammen. Bei mir mit dem Biorythmus (bestimmte anfälligere Tage). Man kann sich dann für keine Tätigkeit die man als nächstes tun soll begeistern und bleibt in diesem Modus wo sich alles im Kopf umwälzt. Insgesamt ein kraftloser Tag meistens. Gegen Abend lässt es nach. Man bringt dann noch das eine oder andere zustande.

Würde es nicht reichen, wenn du Leute kennenlernst (privat), die für dich ok sind und zu erkennen, was für einen ok ist und welche Bedürfnisse + Grenzen man hat und wie man die zieht?

Ja, ist sicher hilfreich. Das Ok ist eine Sache, eine andere Sache ist, was man mit den Leuten unternimmt. Die Wellenlänge. In meinem Alter erlebe ich wie sich die Leute mehr schon zur Ruhe setzen. Mit vielen nicht mehr soviel los ist. Das ist aber gar nicht so das Problem. Ich für mich will wirklich mal wieder etwas mit einer Frau machen. Je nachdem, mehr oder weniger, wie es sich ergibt. Also länger oder kürzer. Mit Bekannten die ich kenne könnte ich generell auch mehr machen. Das reizt mich aber im Moment nicht vorrangig. Dann ist da noch mein Vater der alleine lebt. Da muss ich mich auch etwas kümmern. Meist am Wochenende. Allzu lange wird er nicht mehr leben. Er ist jetzt 83 und wird immer unbeweglicher. Die letzen Jahre hat es schon abgebaut.

Beide Absätze gehören für mich zusammen, deshalb habe ich sie mal untereinander gestellt.

Wenn man sich mit etwas beschäftigt und Erfolg hat gibt einem das sicher auch eine Zufriedenheit und kann sowas wie ein Lebensziel sein wo man sich angekommen fühlt.

Für mich bedeutet das ein Verlagern meiner Interessen ( Ich hatte ja mein Hobby zum Beruf gemacht) Weniger vom beruflichen Weiterkommen hin zur privaten Zufriedenheit. Vielleicht kann man auch beruflich sagen angekommen zu sein, wenn einem die Arbeit Befriedigung gibt, ich möchte aber mehr menschlich ankommen in Zukunft. Grundsätzlich bin ich gar nicht so unzufrieden. Schizoid bedeutet ja auch genügsam. Es ist nur so dass mir schon etwas fehlt und das sehe ich im Bereich einer Beziehung zur Zeit. Vielleicht kann man es so sagen, bei mir ist es jetzt an der Zeit mich menschlich weiterzuentwickeln und nicht mehr beruflich.

Fällt es dir schwer dich zu entspannen?

Nein, da ich mich nicht unter generellen Leistungsdruck stelle. Mit meinem Biorhytmus muss ich auch leben. Wenn an einem Tag nichts geht, wird es eben ein entspannter Tag. Das nehme ich so hin. Ich habe eine ganze Zeitlang gebraucht bis mir klar wurde dass mein zweiter Stil zwanghaft ist. Ich habe das eigentlich immer anderst gesehen, da ich nicht dauernd mit körperlichen Arbeiten in Bewegung sein muss. Es ist aber so, dass ich mich eigentlich schon immer mit etwas beschäftigen will und mir viel aufhalse. Auch den Wunsch es sehr gut zu machen habe ich. Das ist das zwanghafte. Ein genereller Perfektionist will ich aber nicht sein. Dafür hat man im Leben keine Zeit. Es ist zu kurz dafür. Ich halte es so: Wo es genau sein muss, weiche ich nicht ab und nehme das sehr ernst. Wo es nicht wichtig ist lasse ich schnell mal fünf gerade sein. Wenn aber jemand kommt, lasse ich auch alles liegen so gut es geht und unternehme etwas gemeinsam. Da kenne ich andere Leute, die ihren Tag geplant haben und sich nicht umstimmen lassen wenn man anruft. Dagegen bin ich recht locker.

meinen inneren Frieden gefunden habe

Inneren Frieden finde ich auch sehr gut normalerweise. Das ist mir auch sehr wichtig. Es hat mich deshalb auch alarmiert schlecht zu schlafen wegen der Firmenverhältnisse. So etwas will ich nicht hinnehmen. Das stört meinen inneren Frieden und da bin ich empfindlich. So etwas, nervendes setzt mich dann in Bewegung etwas dagegen zu tun.

Gedanken was ich alles noch tun sollte optimalerweise, aber die kann ich gut ignorieren und besser sortieren, was wirklich wichtig ist und was liegen bleiben kann. ..

Geht mir auch so. Was wirklich wichtig ist bedeutet bei mir aber auch nicht dass ich es unbedingt mache. So gut funktioniere ich nicht. Ich mache lieber das was mich gerade mehr interessiert. Nennen wir es den Luxus den ich mir da einfach leiste. Ich setze mich mit Pflichten nicht unbedingt so stark unter Druck wenn es geht. Obwohl ich schon den Wunsch habe das Wichtige auch zu machen. Der Vernunft steht schon an erster Stelle. Der Wille nur leider nicht immer :-)

"Das genießen, was man erreicht hat" -> das könnte ich ausbauen; ein wenig neige ich dazu das so zu sehen, dass man das dann (erst) macht, wenn man in Rente ist und stattdessen darauf zu schauen, was als nächstes anliegt.

Geht mir auch so. Das ist das zwanghafte. Das steht so im Buch. Wenn man etwas erreicht hat, dann gleich weiter zum nächsten Gipfel.

das dann (erst) macht, wenn man in Rente ist

Geht mir leider auch so. Da kann auch der Lebensplan dahinter stecken. Da gibt es noch andere Bücher die das ganz gut beschreiben.

Hier noch etwas zu Büchern: [[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/152435/?p=31#p22515011]]

nicht so enden wie andere, die sich kaputt gearbeitet haben oder permanent selbst gestresst haben

Ganz meine Meinung. Gesund bleiben muss man so gut es geht. Das ist das Wohlbefinden in der Zukunft.

Ob es eine Weiterentwicklung ist, Flirten zu mögen, weiß ich nicht.

Es ist nicht flirten an sich. Es ist einfach seine innere Gefühlswelt in Ordnung zu bringen. Im Buch ist das auch Teil der Weiterentwicklung beim schizoiden und zwanghaften. Ich denke, wenn man damit innerlich weiterkommt hat man kein Problem mit Flirten, oder nur gemeinsamen echtem inneren lachen. Bei einer gesunden Frau gehört das dazu. Sie würde wahrscheinlich gar nicht in eine Beziehung gehen wo das nicht passt, außer sie hat wirtschaftliche Gründe. Auf jeden Fall wäre die Beziehung dann unglücklich. Mit einer Frau eine stärkere Verbindung einzugehen, bei der die Gefühlwelt keine besondere Rolle spielt hat wahrscheinlich viele andere Macken von der Persönlichkeit her. Stell Dir vor sie kompensiert das durch Shopping von Deinem Geld und ist dan immer noch nicht zufrieden. Einen Vorteil haben Gefühle auf jeden Fall. Sie kosten kein Geld. Billiger kannst Du eine Frau nicht zufriedenstellen, als dass Du ihr ein gutes Gefühl gibst.

Für Freundschaft (oder Bekanntschaft) ist mir das Geschlecht des anderen egal; die persönliche Wellenlänge muss passen.

Ja, das auf jeden Fall.

Bindung ist das Stichwort, das ich gesucht hatte. Sich binden zu wollen, gilt sicher als normaler und gesünder, als dies nicht zu wollen bzw. nicht in einem Ausmaß tun zu wollen, wie bei einer Partnerschaft. Du scheinst diesen Wunsch bei dir als Weiterentwicklung zu betrachten oder? Es geht ja dabei darum, eine feste intime Bindung einzugehen.

Jein. Dazu muss man den richtigen Partner haben. Mein Bauchgefühl: Dazu muss man einige ausprobieren bis man das hinbringt. Vernunft steht bei mir hier an erster Stelle mittlerweile. Wenn die menschliche Art nicht passt. Die Macken vom Verhalten zu extrem sind macht das keinen Sinn. Und eines habe ich bei meinem jetzigen Job gelernt. Man sollte sich vorher genau ansehen wo man eintritt.

Eine Teambeziehung ähnlich einer Partnerschaft kann man nämlich auch in einer Freundschaft haben, so empfinde ich es.

Eine Vernunftsbeziehung: Sicherlich auch eine Möglichkeit. Lass es mich so sagen. Solange sich nichts besseres ergibt oder machen lässt ist das vielleicht die beste Lösung. Trotzdem sollte man daran arbeiten das bestmöglich hinzukriegen. Ich kann auch nicht sagen wo bei mir die Reise hingeht und ob es irgendwann mehr wird. Ich habe da auch meine Probleme mich komplett einzulassen.

verpflichtender ist als eine Freundschaft

Die Kunst ist wohl dass man die Beziehung nicht als Verpflichtung empfindet sondern positiv, vorteilhaft. Bei mir ist es auch so dass ich die Pflichten sehe. Ich möchte aber die Beziehung durchaus auch belasten. Die Frau ist auch in der Pflicht muss auch einiges bringen in der Beziehung. Das ist ein neues Denken bei mir. Das widerspricht der schizoiden Sicht und ist auch logisch. Ansonsten kann man sich auch wieder trennen. Kurz und schmerzlos ist immer noch besser als gar nicht erst versucht. Mein Gedanke ist wirklich diesmal mehr Bekanntschaften zu machen und vielleicht eine passende vom Typ/Art zu finden. So die Idee. Was draus wird ist eine andere Sache. So schnell wird das auch nicht gehen wie ich mich kenne.

A@BdC 0x1


Jetzt haben sich die Antworten überlappt. Morgen schreibe ich dann was zum schizoiden Modus. Dann lese ich es noch genauer. Jetzt habe ich es nur kurz mal überflogen.

A!BC0x1


Hallo zuschauer,

#schizoider Modus

Das ist ein guter Arbeitsmodus und man ist auf die Arbeit fokussiert während alles andere - auch die Umgebung - ausgeblendet ist. In so einem Modus kann ich (leider) problemlos an bekannten Gesichtern vorbeilaufen ohne die Leute zu bemerken, geschweige denn sie zu begrüßen. (Das geht auch in der Innenstadt, wenn ich in Gedanken bin.) Passiert dir das auch, wenn du nicht bewusst "umschaltest" an Orten, an denen man bekannte Leute treffen könnte?

In der Firma nicht. Ehr seltenst. Ich meine dass ich dort auch nicht so schizoide eintauche oder anderst. Ich tauche in meine Arbeit ein wenn es geht und komme da auch ganz gut wieder raus. Manchmal finde ich auch keinen richtigen Faden. Dann sitze ich die Zeit ab. Je nachdem wie intensiv ich gearbeitet habe lässt irgendwann die Konzentration (Energie) nach. Das ist der Punkt wo dann die Luft raus ist. Da ist es mit der tiefen Konzentration erst einmal gelaufen. Ich stehe dann meist auf und bewege mich etwas oder es ist Mittagszeit. Gerne suche ich mir auch jemand zum schwätzen außerhalb der Abteilung wo ich mal vorbeischaue. Was in der Firma passieren kann, dass ich mit den Gedanken abwesend bin. Nicht zuhöre. Das trifft es am ehesten. Es ist nicht der tiefe schizoide Modus, aber schon ein verlieren des Kontakts zur Außenwelt. Ich bin da kein guter Zuhörer wenn ich nur passiv dasitze. Das was man wahrscheinlich als träumen bezeichnet. Sogar in Meetings kann das passieren. Ich antworte dann auch, aber denke nicht richtig. Eben geistig abwesend. Das Meeting verläuft dann nicht unbedingt in meinem Sinne. Ich kann mich danach nicht mehr richtig erinnern was überhaupt alles gesprochen wurde. Das würde ich als negativste Auswirkung bezeichen des introvertierten handelns in der Firma.

Außerhalb erkenne ich praktisch nie jemand. Ich suche die Gegend nicht so intensiv ab. Ich habe ein schlechtes Gesichtergedächtnis. Vermutlich laufe ich immer mal an bekannten Gesichtern vorbei. Ich will auch niemand anschwätzen wo ich mir nicht sicher bin. Da habe ich immer ein blötes Gefühl. Ich würde sagen, in dem Bereich habe ich schon einige Defizite. Ein Stammlokal habe ich jetzt auch nicht mehr wo man mit bestimmten Gesichtern rechnen kann. Da ist es vielleicht schon etwas anderes.

Und ich kenne es auch, dass sich solche Phasen abwechseln mit Phasen, in denen ich plötzlich (wieder) "voll da bin" und all die Dinge problemlos erledige, die mir vorher im stark introvertierten Zustand so schwer gefallen sind. ...

Hast Du irgendeine Spur was den Wechsel der Tageform/ Phasen beeinflusst?

bei mir ist es der Biorhytmus oder wenn ich irgendwo einen Faden gefunden habe. Da dann weitermache. Wenn ich kaputt bin gehe ich ehr in den Ruhemodus. Bei ganz schlechten Tagen auch.

wie regelmäßig mein Tag-Nacht-Rhythmus ist (der leidet nämlich auch unter diesen Schwankungen und ich bin eigentlich eher nachtaktiv, aber mir geht es am besten, wenn ich trotzdem morgens früh aufstehe und um Mitternacht oder eher ins bett gehe; i

Bei mir schwankt der Schlafbedarf mit dem Biorhytmus. Auch wie gut man morgens aufsteht und ob man kraftlos oder kraftvoll dabei ist. Morgens aufstehen ist generell ok und in den Tag starten. Im Kopf in Gedanken hängenbleiben ist er eine müde Angelegenheit. Gerade am Wochenende. Dann geht der Tag eventuell daneben. Wird dann ein müder, flacher Tag.

Libido ist bei mir ehrlich gesagt immer gering und kann sein, dass ich asexuell bin; spricht vieles dafür

Meine ist auch nicht übermäßig, aber sie schwankt im Biorhytmus. Und noch viele andere Parameter.

Aber den größten Unterschied merke ich im sozialen Bereich,

Mit Biorhytmus würde das bedeuten dass Du vielleicht eine Woche mit Lust auf Unternehmungen hast und dann wieder mal eine Woche wo Du aus dem Tief nicht rauskommt. Kann auch kürzer oder länger sein. Eine Phase von ein paar Tagen oder mal zwei Wochen.

komme mir deshalb mitunter so "launisch" vor. Blöd ist es auch bei Kontakten, wenn ich in der einen Phase Lust auf Unternehmungen & Gesellschaft hätte, aber an dem Tag des Treffens dann im introvertierten Modus hänge und keinen Bock auf das Treffen habe.

Ja, das ist klar. Das wäre dann, wenn man im optimalen Biorhytmus was ausmacht und mehre Tage später die Lust dazu gegen Null gegangen ist. Mir fällt es dann auch schwer mich aufzuraffen und loszugehen. Das kann ein Gefühl wie Blei in den Knochen sein.

Hast Du bei Dir schon einmal genauer geschaut, eine Systematik wie einen Biorhytmus zu finden. Es sind um die 4 Wochen. Das Ganze wiederholt sich aber nicht synchron. Es sind schon verschieden Kurven wohl die sich überlagern. So einen Rhytmus würde man ehr bei Frauen erwarten. Ich meine dass Männer konstanter sein sollten.

Für mich denke ich, dass ich bei beruflichen Arbeiten im zwanghaften Denkmodus unterwegs bin, außer bei Arbeiten, die ich Zuhause am PC erledige und im introvertierten (schizoiden?) Modus begonnen habe. Ich könnte das dabei für mich nicht eindeutig abgrenzen, ob das dann zwanghaft oder schizoid ist; ich meine wenn cih wirklich ernsthaft arbeite statt mehr über die anstehende Arbeit & Gott & die Welt nachzudenken, ist es der zwanghafte Modus.

Ich überlege mir gerade, das zukünftig auch genauer zu trennen. Wenn es leistungsfähige und kraftvolle Arbeit ist, dann ist es wohl nicht schizoide. Wenn ich so nachdenke ist ein Kennzeichen des schizoiden, dass man tatsächlich extrem den Kontakt zur Außenwelt abschaltet oder verliert. Das andere ist ehr hochkonzentriertes Arbeiten. Da kann man blitzschnell mal aufstehen, holt sich was und macht dann weiter. Beim schizoiden meine ich wirkt der Körper ehr schwer. Die Kraftlosigkeit. Beim konzentrierten Arbeiten ist das mit voller Energie. Ich nehme mir jetzt vor das zukünftig besser zu beobacheten wie oft die Phasen sind wo ich ehr den Kontakt zur Außenwelt abschalte.

Das Denken im schizoiden Modus ist glaube ich mehr "versponnener".

Auf jeden Fall. Zumindest wenn man tief drinnen ist. Einiges an Realität wird wohl ausgeblendet.

Die Umwelt ausblenden tut man aber in beiden Modi, sowohl im zwanghaften Arbeitsmodus (fokussiert auf die Arbeit) als auch im schizoiden Modus (auf die innere Welt fokussiert?).

Es ist wohl ein andere Ausblenden, wie ich ein paar Zeilen oben schon geschrieben habe.

Deine Überlegung, dass man sich an das Zusammensein mit einem Partner gewöhnen kann und das quasi "trainieren" kann/muss, finde ich sehr interessant.

Ich möchte sogar noch weiter gehen. Ich habe eine Bekannte die ab und zu beim saubermachen der Wohnung hilft. Alleine kann ich mich schwer aufraffen. Im schizioden Modus ist es ehr ein Drama, kraftlos. Da stoppt es manchmal schon nach dem Müll rausbringen. Gemeinsam wundere ich mich immer wieder wie gut wir das zusammen machen. Ich habe da keine Probleme was zu machen. Es kostet klar körperliche Kraft. Das ist aber normal. Das andere ist, dass es dann plötzlich klappt bei mir. Das geht dann relativ normal und ich hänge nicht im introvertierten. Für mich hier immer wieder eine positive Erfahrung die für einen Partner spricht. Das ist wiederholbar. Je nach meinen Biorhytmus aber habe ich Tage mit viel Kraft und Ausdauer oder mit wenig Energie. Das bleibt so, ob man sich beim Arbeiten ehr quählt oder die Kraft hat.

Das "benebelt im Kopf"/"neben sich stehen" ist dagegen, wenn man müde ist/sich sozial etwas übernommen hat und dann wieder alleine sein kann. Das geht dann im Anschluss mit einer stärkeren introvertierten Phase einher.

Sehe ich auch so. In den schizoiden Modus geht man ehr, wenn es an Kraft und Energie fehlt oder wenn man kaputt ist.

Benebelt im Kopf sollte man nicht wörtlich nehmen. Ich kann es schwer mit Worten beschreiben. Vieleicht ist es auch in bestimmten Gedanken gefangen von denen man nicht wegkommt. Wie hypnotisiert.

EThemaligern Nutzer (#5C9007x1)


@ ABC01

Ich überlege mir gerade, das zukünftig auch genauer zu trennen. Wenn es leistungsfähige und kraftvolle Arbeit ist, dann ist es wohl nicht schizoide. Wenn ich so nachdenke ist ein Kennzeichen des schizoiden, dass man tatsächlich extrem den Kontakt zur Außenwelt abschaltet oder verliert. Das andere ist ehr hochkonzentriertes Arbeiten. Da kann man blitzschnell mal aufstehen, holt sich was und macht dann weiter. Beim schizoiden meine ich wirkt der Körper ehr schwer. Die Kraftlosigkeit. Beim konzentrierten Arbeiten ist das mit voller Energie. Ich nehme mir jetzt vor das zukünftig besser zu beobacheten wie oft die Phasen sind wo ich ehr den Kontakt zur Außenwelt abschalte.

Laut Buch ist der schizoide Modus kein Leistungsstil. Vielleicht greift man bei der Arbeit automatisch auf den (effektiveren?) zwanghaften Stil zurück, wenn man ihn entwickeln konnte. Ich weiß, dass der Arbeitsstil nicht 1:1 mit dem Begriff Leistungsstil korrespondiert. Aber ich vermute, dass man bei der Arbeit primär seinen jeweiligen Leistungsstil nutzt und der Überlebensstil eher zusätzlich dazu kommt. (Im Buch heißt es, dass manche in der Persönlichkeitsentwicklung so sehr mit dem Überleben beschäftigt waren, dass sie nie über ihre Überlebensstile/ihren Überlebensstil hinaus gekommen sind.)

Hast Du bei Dir schon einmal genauer geschaut, eine Systematik wie einen Biorhytmus zu finden. Es sind um die 4 Wochen. Das Ganze wiederholt sich aber nicht synchron. Es sind schon verschieden Kurven wohl die sich überlagern.

Mit Biorhytmus würde das bedeuten dass Du vielleicht eine Woche mit Lust auf Unternehmungen hast und dann wieder mal eine Woche wo Du aus dem Tief nicht rauskommt. Kann auch kürzer oder länger sein. Eine Phase von ein paar Tagen oder mal zwei Wochen.

Einen eigenen Biorhythmus kann ich bei mir nicht erkennen was meine "Grundenergie" angeht. Bei mir ist das nicht regelmäßig wechselnd wie z.B. ein Rhythmus von allen vier Wochen oder so.

Hast Du irgendeine Spur was den Wechsel der Tageform/ Phasen beeinflusst?

Nein, außer in den energielosen Phasen mich einerseits mehr zu schonen, aber auch ein gewisses Grundprogramm zu erledigen statt mich z.B. übers WE komplett in die eigenen vier Wände zu verkriechen. Blöd gesagt kann das sowas sein wie Spazierengehen. Es kann aber auch etwas Energie zurückgeben, unangenehme Aufgaben zu erledigen. Da ist die Grenze aber schmal, kann auch dazu führen, danach in ein Energieloch zurückzufallen (meistens, weil ich dann alle unliebsamen Aufgaben am Stück erledigen will, was selten klappt. Ich habe da so ein bisschen eine ganz oder gar nicht- Einstellung, wobei die gar nicht Einstellung mehr der Schutz vor der perfektionistischen ganz-Einstellung ist. Immer ein bisschen zu tun, wäre sinnvoller. Das übe ich, tue mich aber schwer damit.)

Was akut gegen den schizoiden Modus helfen kann, ist Sport. Dauert dann aber ca. eine halbe Stunde bis der Körper kapiert hat, dass er Energie dafür bereitstellen sollte. (Bei der Schilddrüsen-unterfunktion hat Sport das Ganze gegen Ende verschlimmert; ich war dann nicht nur während des Trainings, sondern auch Tage danach platt und hatte zuletzt vor der Diagnose deshalb keinen Sport mehr gemacht.) ... Das hatten wir ja schon besprochen mit der Energieversorgung je nach Modi.

Ein Faktor, den ich bei mir auch bemerke ist dieser:

Bei mir schwankt der Schlafbedarf mit dem Biorhytmus. Auch wie gut man morgens aufsteht und ob man kraftlos oder kraftvoll dabei ist. Morgens aufstehen ist generell ok und in den Tag starten. Im Kopf in Gedanken hängenbleiben ist er eine müde Angelegenheit. Gerade am Wochenende. Dann geht der Tag eventuell daneben. Wird dann ein müder, flacher Tag.

Bei mir kommt es mehr darauf an, was ich nach dem Aufstehen mache. Muss ich nicht zur Arbeit und beginne den Tag am PC ohne dort zu arbeiten, also Freizeitbeschäftigungen, versinke ich leichter im Laufe des Tages immer weiter im schizoiden Modus.

Wenn ich morgens zur Arbeit gehe, habe ich das auch bei Müdigkeit (wegen zu wenig Schlaf oder schlechtem Schlaf) nicht. Aber es kann sein, dass ich abends trotzdem versinke, wenn ich wieder Zuhause bin. Der schizoide Modus ist glaube ich mein Freizeit- & Entspannungsmodus.

Ja, das ist klar. Das wäre dann, wenn man im optimalen Biorhytmus was ausmacht und mehre Tage später die Lust dazu gegen Null gegangen ist. Mir fällt es dann auch schwer mich aufzuraffen und loszugehen. Das kann ein Gefühl wie Blei in den Knochen sein.

Ja genau. Wobei ich nicht nach Biorhythmus gehe bei mir, um abzuschätzen, ob ich in ein paar Tagen/Wochen Lust auf die Verabredung hätte. Einen Biorhythmus kann ich wie gesagt bei mir nicht ausmachen.

Ich gehe danach, was terminlich um die Verabredung drumherum anliegt und schätze mein voraussichtliches Energieniveau nach Erfahrungswerten ein. So verabrede mich nicht mit mehreren direkt hintereinander, also mit Person A am Mittwoch und mit Person B am Donnerstag, weil ich weiß, dass ich nach der Verabredung mit A keine Lust habe, mich am nächsten Tag schon wieder mit jemanden zu treffen. Ähnlich, wenn ich viel in der Arbeit zu tun habe, sodass der "Freizeitfaktor" alleine Zuhause etwas kurz kommt. Dann brauche ich erst ausreichend Zeit für mich alleine und danach kommt erst Lust auf ein Treffen mit anderen.

Benebelt im Kopf sollte man nicht wörtlich nehmen. Ich kann es schwer mit Worten beschreiben. Vieleicht ist es auch in bestimmten Gedanken gefangen von denen man nicht wegkommt. Wie hypnotisiert.

Ja das habe ich auch so verstanden bzw. kenne das ja von mir selbst.

In der Firma nicht. Ehr seltenst. Ich meine dass ich dort auch nicht so schizoide eintauche oder anderst. Ich tauche in meine Arbeit ein wenn es geht und komme da auch ganz gut wieder raus. Manchmal finde ich auch keinen richtigen Faden. Dann sitze ich die Zeit ab. Je nachdem wie intensiv ich gearbeitet habe lässt irgendwann die Konzentration (Energie) nach. Das ist der Punkt wo dann die Luft raus ist. Da ist es mit der tiefen Konzentration erst einmal gelaufen. Ich stehe dann meist auf und bewege mich etwas oder es ist Mittagszeit. Gerne suche ich mir auch jemand zum schwätzen außerhalb der Abteilung wo ich mal vorbeischaue. Was in der Firma passieren kann, dass ich mit den Gedanken abwesend bin. Nicht zuhöre. Das trifft es am ehesten. Es ist nicht der tiefe schizoide Modus, aber schon ein verlieren des Kontakts zur Außenwelt. Ich bin da kein guter Zuhörer wenn ich nur passiv dasitze. Das was man wahrscheinlich als träumen bezeichnet. Sogar in Meetings kann das passieren. Ich antworte dann auch, aber denke nicht richtig. Eben geistig abwesend. Das Meeting verläuft dann nicht unbedingt in meinem Sinne. Ich kann mich danach nicht mehr richtig erinnern was überhaupt alles gesprochen wurde. Das würde ich als negativste Auswirkung bezeichen des introvertierten handelns in der Firma.

Außerhalb erkenne ich praktisch nie jemand. Ich suche die Gegend nicht so intensiv ab. Ich habe ein schlechtes Gesichtergedächtnis. Vermutlich laufe ich immer mal an bekannten Gesichtern vorbei. Ich will auch niemand anschwätzen wo ich mir nicht sicher bin. Da habe ich immer ein blötes Gefühl. Ich würde sagen, in dem Bereich habe ich schon einige Defizite. Ein Stammlokal habe ich jetzt auch nicht mehr wo man mit bestimmten Gesichtern rechnen kann. Da ist es vielleicht schon etwas anderes.

Vieles davon kommt mir bekannt vor. Wobei ich auch bei der Arbeit dazu neige, andere zwar wahrzunehmen, aber gleichzeitig nicht. Aber das ist nicht beabsichtigt von mir und ich konzentriere mich dann bewusst auf meine Umgebung. Wenn ich dagegen mehr im paranoiden Modus bin, passiert mir das nie. Im zwanghaften Modus auch nicht, meine ich.

Ein schlechtes Gesichtergedächtnis habe ich auch. Wobei ich den Eindruck habe, dass ich mir dafür anderes leichter merke als andere. Z.B. dann mehr, was die Person getan hat und was gesagt wurde + wie es gesagt worden ist. Plus (vermutete) Motive/Absichten der Person. Dafür könnte ich das Gesicht nicht beschreiben. ^^

Ich möchte sogar noch weiter gehen. Ich habe eine Bekannte die ab und zu beim saubermachen der Wohnung hilft. Alleine kann ich mich schwer aufraffen. Im schizioden Modus ist es ehr ein Drama, kraftlos. Da stoppt es manchmal schon nach dem Müll rausbringen. Gemeinsam wundere ich mich immer wieder wie gut wir das zusammen machen. Ich habe da keine Probleme was zu machen. Es kostet klar körperliche Kraft. Das ist aber normal. Das andere ist, dass es dann plötzlich klappt bei mir. Das geht dann relativ normal und ich hänge nicht im introvertierten. Für mich hier immer wieder eine positive Erfahrung die für einen Partner spricht. Das ist wiederholbar. Je nach meinen Biorhytmus aber habe ich Tage mit viel Kraft und Ausdauer oder mit wenig Energie. Das bleibt so, ob man sich beim Arbeiten ehr quählt oder die Kraft hat.

Hm das habe ich von vielen verschiedenen Menschen gehört, dass sie sich durch andere besser motivieren können zu "unliebsamen" Aufgaben/Aufgaben, die ihnen alleine schwer fallen. Dem antisozialen Menschen geht das z.B. auch so. Nur sorgt der letztlich dafür, dass der andere im Grunde die Hauptarbeit macht. Bei mir funktioniert das nicht, ich habe mir im Kontakt mit der Person angewöhnt, mich nicht für sowas einspannen zu lassen und werde Menschen, die sich von ihren Partnern u.a. dabei ausbeuten lassen nie verstehen.

Ein bisschen kenne ich das auch von mir, dass mir im schizoiden Zustand solche Tätigkeiten leichter fallen mit einer anderen Person zusammen, wenn deren "Arbeitsstil" gut zu meinem passt. Sonst ist es eher Zusatzstress, weil der andere praktisch mitbestimmt, was wann und wie zu erledigen ist und das mit meinen Ansichten nicht vereinbar ist. Ich bin bei sowas am liebsten mein eigener Herr und mache das alleine (ohne Person, die kritisiert oder dabei über mich zu bestimmen versucht).

Bei dir klingt es durchaus so, dass eine Partnerschaft eine Bereicherung für dein Leben sein könnte.

E[hemalciger NJutzer :(#590071x)


@ ABC01

Bei mir mit dem Biorythmus (bestimmte anfälligere Tage). Man kann sich dann für keine Tätigkeit die man als nächstes tun soll begeistern und bleibt in diesem Modus wo sich alles im Kopf umwälzt. Insgesamt ein kraftloser Tag meistens.

Ich überlege beim schizoiden Modus und dem "Energieproblem", ob das nicht zu ändern wäre, wenn man wie im Buch vorgeschlagen wird, sein Denken mit dem Verhalten integriert (S. 84). Es wird dort ausdrücklich gesagt, dass der Schizoide dadurch "lebendig und erregt" wird.

Das Denken alleine ist ja die Falltür, weil es nicht ins Handeln integriert wird bzw. sich der Schizoide im Denken nur weiter von der Umwelt abschottet und sich darin ein bischen verliert.

Ich für mich will wirklich mal wieder etwas mit einer Frau machen. Je nachdem, mehr oder weniger, wie es sich ergibt. Also länger oder kürzer. Mit Bekannten die ich kenne könnte ich generell auch mehr machen. Das reizt mich aber im Moment nicht vorrangig. .

Ok da habe ich mehr Glück, weil ich zur jüngeren Generation gehöre. Eine Idee wäre evtl. online oder lokal nach gemsichtgeschlechtlichen Freizeitgruppen mit deinen Interessen zu suchen oder auf "Partnerbörsen"/Kontaktbörsen ausdrücklich nach Leuten für gemeinsame Aktivitäten zu suchen. Ich könnte mir vorstellen, dass es schon interesant sein kann, dort einfach mal verschiedene Menschen (Frauen) zu treffen und sei es nur für ein Kaffeetrinken und ein nettes Gespräch. Das kann man sicher genießen als Abwechslung, wenn man nicht einzig auf die Suche nach eine Partnerin fixiert ist.

Du schreibst das selbst am Ende deines Beitrags und das erscheint mir eine gute Einstellung dabei:

Mein Gedanke ist wirklich diesmal mehr Bekanntschaften zu machen und vielleicht eine passende vom Typ/Art zu finden.

Ich weiß aber nicht, ob reine Partnerbörsen dafür geeignet sind, weil dort sicher viele rumlaufen, die umbedingt dringend einen Partner haben wollen und dann ein Treffen (wenn es überhaupt so weit kommt) unter "taugt der andere als Partner" abarbeiten. Und das Treffen ist dort als Date eingekleidet von vorneherein. ... Für mich habe ich Leute, die ich online einfach so kennengelernt habe, teilweise getroffen und das war jedes Mal sehr nett - auch wenn es oft einmalige Treffen waren. Das waren keine Dates, sondern ausdrücklich, um sich mal live zu sehen.

Dann ist da noch mein Vater der alleine lebt. Da muss ich mich auch etwas kümmern. Meist am Wochenende. Allzu lange wird er nicht mehr leben. Er ist jetzt 83 und wird immer unbeweglicher. Die letzen Jahre hat es schon abgebaut

Habt ihr eigentlich ein gutes Verhältnis? Pardon, wenn dir die Frage zu privat sein sollte.

Du bist der Einzige, der sich um deinen Vater kümmert, oder hat er noch andere Kontakte/Unterstützung?

Evtl. wäre ein 24h-Pflegedienst aus Polen eine Idee, dich etwas zu entlasten. Meine Großeltern hatten das und das lief sehr gut. Der Vorteil ist, dass gerade die alten Leute dann auch Gesellschaft im Haus haben und weniger alleine (einsam) sind.

Es ist nur so dass mir schon etwas fehlt und das sehe ich im Bereich einer Beziehung zur Zeit. Vielleicht kann man es so sagen, bei mir ist es jetzt an der Zeit mich menschlich weiterzuentwickeln und nicht mehr beruflich.

Das ist gut, dass du das bemerkst, dass und was dir noch fehlt. ... Mir ist derzeit das berufliche Ankommen wichtiger, wobei ich kein Karriereist bin und dazu neige mich selbst zu sabotieren. Diesbzgl. sollte ich mich wohl mal mit den Lebensfallen beschäftigen.

Ich halte es so: Wo es genau sein muss, weiche ich nicht ab und nehme das sehr ernst. Wo es nicht wichtig ist lasse ich schnell mal fünf gerade sein. Wenn aber jemand kommt, lasse ich auch alles liegen so gut es geht und unternehme etwas gemeinsam. Da kenne ich andere Leute, die ihren Tag geplant haben und sich nicht umstimmen lassen wenn man anruft. Dagegen bin ich recht locker.

Das ist bei mir sehr ähnlich bis auf das mit dem "Die Tagesplanung umschmeißen". Bei dem Punkt bin ich meistens locker, aber nicht immer. Früher war ich mehr und stark auf selbsterstellte Tagespläne fixiert - an die ich mich dann eh nicht gehalten habe. Tagespläne mache ich mir zwar immer noch gerne, aber nicht mehr so starr und durchgeplant. Ist mehr ein "könnte" statt ein "du musst".

Inneren Frieden finde ich auch sehr gut normalerweise. Das ist mir auch sehr wichtig. Es hat mich deshalb auch alarmiert schlecht zu schlafen wegen der Firmenverhältnisse. So etwas will ich nicht hinnehmen. Das stört meinen inneren Frieden und da bin ich empfindlich. So etwas, nervendes setzt mich dann in Bewegung etwas dagegen zu tun.

Das ist sehr gut, dass dich das motiviert, etwas dagegen zu tun (aktiv). ... War das bei dir immer schon so oder war auch mal der schizoide Modus vorherrschend (passiv; "erduldend")?

Für mich sehe ich das als gesundes Zeichen, dass ich bei sowas nunmehr auch selbst aktiv werde (und dazu motiviert bin). Früher war das anders und der passiv-zurückgezogene Modus war sehr dominant. Zumal dazu ungünstige Einschärfungen gekommen sind wie "stell dich nicht so an/sei nicht so empfindlich - und ertrag das".

Geht mir auch so. Was wirklich wichtig ist bedeutet bei mir aber auch nicht dass ich es unbedingt mache. So gut funktioniere ich nicht. Ich mache lieber das was mich gerade mehr interessiert. Nennen wir es den Luxus den ich mir da einfach leiste. Ich setze mich mit Pflichten nicht unbedingt so stark unter Druck wenn es geht. Obwohl ich schon den Wunsch habe das Wichtige auch zu machen. Der Vernunft steht schon an erster Stelle. Der Wille nur leider nicht immer :-)

Das kenne ich auch sehr gut von mir selbst. Dadurch neige ich z.B. teilweise zum Aufschieben von Aufgaben. Wobei ich wichtige Aufgaben pünktlich fertigstelle - im Zweifel dann in Nachtschicht. Wenn es geht, versuche ich es aber nicht so weit kommen zu lassen und pünktlich anzufangen. Da spielt dieses ganz-oder-gar-nicht-Empfinden leider eine starke Rolle. Ist insoweit ungüsntiger Perfektionismus. Insgesamt bin ich zum Glück ausreichend pragmatisch eingestellt, um die Nachteile eines zwanghaften Stils mit seinem oft hinderlichen Perfektionismus auszugleichen.

Aufgaben zur Not in Nachtschicht fertigzustellen, soll angbelich ein narzisstischer "Stil" sein. Der zwanghafte Mensch würde sich laut Rainer Sachse dabei eher verstricken und nicht mehr rechtzeitig fertig werden, wenn er vom Chef die Aufgabe bekäme bis zum nächsten Tag eine wichtige Arbeit fertigzustellen, bei der es reicht, wenn"das Wichtigste" drinsteht. Ich weiß aber nicht, ob die Einordnung der Persönlichkeiten bei Sachse deckungsgleich ist zu der von Joines & Stewart. Rainer Sachse kann ich übrigens auch empfehlen.

Das immer gleich weiter von Erfolg zu Erfolg (zum nächsten Gipfel) ohne innezuhalten, haben auch narzisstisch strukturierte Menschen. Aber Zwanghafte auch.

#Freundschaft/Partnerschaft

Eine Teambeziehung ähnlich einer Partnerschaft kann man nämlich auch in einer Freundschaft haben, so empfinde ich es.

Eine Vernunftsbeziehung: Sicherlich auch eine Möglichkeit. Lass es mich so sagen. Solange sich nichts besseres ergibt oder machen lässt ist das vielleicht die beste Lösung. Trotzdem sollte man daran arbeiten das bestmöglich hinzukriegen. Ich kann auch nicht sagen wo bei mir die Reise hingeht und ob es irgendwann mehr wird. Ich habe da auch meine Probleme mich komplett einzulassen.

Ich verstehe nicht recht, warum du eine "Teambeziehung" wie in einer Freundschaft als Vernunftsbeziehung einordnest, im Gegensatz zu einer Teambeziehung innerhalb einer Partnerschaft.

Es ist nicht flirten an sich. Es ist einfach seine innere Gefühlswelt in Ordnung zu bringen. Im Buch ist das auch Teil der Weiterentwicklung beim schizoiden und zwanghaften. Ich denke, wenn man damit innerlich weiterkommt hat man kein Problem mit Flirten, oder nur gemeinsamen echtem inneren lachen. Bei einer gesunden Frau gehört das dazu. Sie würde wahrscheinlich gar nicht in eine Beziehung gehen wo das nicht passt, außer sie hat wirtschaftliche Gründe. Auf jeden Fall wäre die Beziehung dann unglücklich. Mit einer Frau eine stärkere Verbindung einzugehen, bei der die Gefühlwelt keine besondere Rolle spielt hat wahrscheinlich viele andere Macken von der Persönlichkeit her. Stell Dir vor sie kompensiert das durch Shopping von Deinem Geld und ist dan immer noch nicht zufrieden. Einen Vorteil haben Gefühle auf jeden Fall. Sie kosten kein Geld. Billiger kannst Du eine Frau nicht zufriedenstellen, als dass Du ihr ein gutes Gefühl gibst.

Ich denke kein Mensch würde eine Beziehung eingehen, wenn es gefühlsmäßig für ihn nicht passt. Außer man hat andere Gründe (wirtschaftliche oder "Egogründe" z.B.). Deshalb würde ich auch keine Partnerschaft eingehen, nur weil mein Gegenüber nett & sympathisch ist, ich aber nicht mehr als Freundschaft empfinde.

Vielleicht ist das ein Generationenunterschied; ich kenne soweit mehr Frauen, die finanziell unabhängig sind und keinen Partner brauchen. Das stelle ich mir für eine Partnerschaft dann auch ideal vor: Dass man sich nicht braucht, aber gerne zusammen ist.

Die Kunst ist wohl dass man die Beziehung nicht als Verpflichtung empfindet sondern positiv, vorteilhaft.

Auf jeden Fall.

Bei mir ist es auch so dass ich die Pflichten sehe. Ich möchte aber die Beziehung durchaus auch belasten. Die Frau ist auch in der Pflicht muss auch einiges bringen in der Beziehung. Das ist ein neues Denken bei mir. Das widerspricht der schizoiden Sicht und ist auch logisch. Ansonsten kann man sich auch wieder trennen.

Meinst du, dass man auch Erwartungen an den anderen stellt? ... Das hätte ich für "selbstverständlich" gefunden. Ich weiß nur nicht, wie gut ich im aktiv einfordern bin; es mehr ein Kriterium, ob ich wieder weg bin.

Kurz und schmerzlos ist immer noch besser als gar nicht erst versucht

Das sehe ich etwas anders. Ohne Versuch und Irrtum geht es allerdings auch nicht im Leben.

A0BCx01


Hallo Zuschauer,

Aber ich vermute, dass man bei der Arbeit primär seinen jeweiligen Leistungsstil nutzt

Kann gut sein. Den schizo Modus würde ich ehr als passiv bezeichen. Er ist gut um Zeit abzusitzen. Böse gesagt.

(Im Buch heißt es, dass manche in der Persönlichkeitsentwicklung so sehr mit dem Überleben beschäftigt waren, dass sie nie über ihre Überlebensstile/ihren Überlebensstil hinaus gekommen sind.)

Ja, habe ich auch gelesen.

Bei meinem passiv agressiven Kollegen sehe ich die Leistung nicht so toll die rauskommt, obwohl er sich mit Sicherheit innerlich unheimlich anstrengt. Der passiv Agressive lässt auch gerne was offen. Ein Fehler, der das Ganze nicht zum Abschluss bringt, oder das Ergebnis deutlich entwertet. Ich habe übrigens das Buch "Wenn Männer mauern" gelesen.

[[https://www.amazon.de/Warum-M%C3%A4nner-mauern-passiv-aggressiven-verstehen/dp/3442164745]]

Ein sehr gutes Buch wenn es um passiv - agressiv geht. Ich kenne außer diesem Kollegen niemand der so stark passiv aggressiv ist. Das Verhalten zeigt er nur dann wo er seine Grenzen verletzt sieht. Der passiv agressive verwechselt persönliche Beziehungen mit Machtkämpfen. Ich mag den Kollegen nicht er ist mir echt unsympatisch. immer wenn ich ihn sehe, denke ich mir, dass ich sein kleines Geheimnis kenne ... Übrigens der passiv agressive und antisoziale haben die gleiche ware Sequenz. Der Kollege und mein Chef verstehen sich auch gut.

Einen eigenen Biorhythmus kann ich bei mir nicht erkennen was meine "Grundenergie" angeht. Bei mir ist das nicht regelmäßig wechselnd wie z.B. ein Rhythmus von allen vier Wochen oder so.

Das dachte ich mir fast, dass das andere nicht in dem Maße haben. Mich beeinträchtigt das schon. Es ist nicht exakt regelmäßig, Die Parameter schwanken aber in Wochenrythmen. Wenn ich eine längere Arbeit mache und das Niveau hoch ist und der Biorythmus schlägt zu (Leistungsfähigkeit fährt runter) dann bin praktisch gezwungen das zu unterbrechen weil ich nicht mehr damit weiterkomme. Nach ein paar Wochen wieder einzusteigen ist übel. Ich warte dann wieder auf eine Phase wo ich wieder entsprechend fit bin. Da ich weiss, dass die Leistung wieder abflacht bemühe ich mich, wenn es gut läuft Dinge noch so weit fertig zu machen, dass diese in kniffligen Punkten über dem Berg sind wenn die Leistungsfähigkeit wieder nachlässt. So gut das halt immer geht.

Da ist die Grenze aber schmal, kann auch dazu führen, danach in ein Energieloch zurückzufallen

Meine Erfahrung, wenn man einen kraftlosen Tag hat und man presst sich Leistung raus. Ich meine dass man da eine Art "Notreserve" abruft. Dann ist man danach länger platt. Das kann Tage und länger so gehen. Bei mir mal der ganze Weihnachtsurlaub kaputt nur weil ich vorher mit Gewalt Kies geschaufelt hatte. Wenn man über dem toten Punkt ist kann man gut arbeiten. Danach aber länger Platt (fertig). Du schreibst was ähnliches gleich weiter unten. Früher war es bei mir teilweise ganz schlimm. Jetzt achte ich auf bessere Grundkondition, dass hilft etwas und ich habe mir wegen der Leistungsfähigkeit Testosteron Gel verschreiben lassen. Nicht wegen Libido. Die findet im Kopf statt. Testosteron ist nur der Botenstoff und hat da keinen Einfluss, wenn es nicht total fehlt. Da würde ja gar nichts mehr funktionieren.

Was akut gegen den schizoiden Modus helfen kann, ist Sport. Dauert dann aber ca. eine halbe Stunde bis der Körper kapiert hat, dass er Energie dafür bereitstellen sollte. (Bei der Schilddrüsen-unterfunktion hat Sport das Ganze gegen Ende verschlimmert; ich war dann nicht nur während des Trainings, sondern auch Tage danach platt und hatte zuletzt vor der Diagnose deshalb keinen Sport mehr gemacht.)

Sport: Ja. Auch wenn jemand kommt und man gemeinsam rausgeht kommt irgendwann die Umstellung. Danach ist man froh rausgekommen zu sein.

Bei der Schilddrüsen-unterfunktion hat Sport das Ganze gegen Ende verschlimmert; .... sondern auch Tage danach platt

Wie ich oberhalb schon schreibe. Kenne ich sehr gut, wenn der Körper nicht optimal auf die Leistung eingestellt ist und man ruft sie mit Gewalt ab.

Aber es kann sein, dass ich abends trotzdem versinke, wenn ich wieder Zuhause bin. Der schizoide Modus ist glaube ich mein Freizeit- & Entspannungsmodus.

Geht mir auch so.

Wenn ich dagegen mehr im paranoiden Modus bin, passiert mir das nie.

Gibt es das bei Dir? Einen eigenen paranoiden Modus. Würde mich interessieren wie der anderst ist oder sich unterscheidet? Ist das eine spezielle Wachsamkeit?

Hm das habe ich von vielen verschiedenen Menschen gehört, dass sie sich durch andere besser motivieren können zu "unliebsamen" Aufgaben/Aufgaben, die ihnen alleine schwer fallen.

Ich möchte das sogar als normale gemeinsame Hausarbeit bezeichen. Energie und Denken sind im Einklang mit dem was man gerade tut. Wie es eigentlich sein soll. Wir kommen gut miteinander aus bei der gemeinsamen Hausarbeit. Wie man es sich eigentlich wünscht. So etwas verbessert das Bild von einer Beziehung eigentlich echt zum positiven, obwohl wir ja nicht zusammen sind und sonst auch nichts miteinander haben.

Dem antisozialen Menschen geht das z.B. auch so. Nur sorgt der letztlich dafür, dass der andere im Grunde die Hauptarbeit macht.

Ja, genau. Da haben antisoziale ein Talent wenn sie in der Position sind. Mein Chef macht nichts in der Firma was ihm persönlich nicht auch einen Nutzen bringt. Privat hat er noch eine Firma. Er klärt Themen bei uns auf Firmenkosten die auch für seine eigene kleine Firma benötigt werden. Außerdem investiert er viel Zeit in seine eigene Weiterbildung auf Firmenkosten usw.. Ein roter Faden, wie er die Firma ausnützt.

Sonst ist es eher Zusatzstress, weil der andere praktisch mitbestimmt, was wann und wie zu erledigen ist und das mit meinen Ansichten nicht vereinbar ist. Ich bin bei sowas am liebsten mein eigener Herr und mache das alleine (ohne Person, die kritisiert oder dabei über mich zu bestimmen versucht).

Ich auch. Und da ich immer vorher nachdenke sind meine Überlegungen meistens auch ok. Funktioniert zumindest in der Regel. Wenn dann jemand anderer schnell mal dazwischenredet wird das nicht unbedingt besser. Echte Argumente überzeugen mich aber immer, so ist das nicht. Nur, da bin ich mittlerweile soweit, das eine brauchbare Frau die Ideen seines Partners unterstützt, mitträgt, vertraut und sich auch am Partner orientiert. Am gleichen Strang ziehen nennt man das. Ich meine niemand der ein absoluter Ja- sager ist. Das Ganze muss natürlich ausgewogen sein und ich würde der Frau auch Ihren Willen lassen und auch Ihre Anliegen unterstützen wo es geht. In einer Situation geht das eben nicht das beide bestimmen. Aber eine gute Beziehung kriegt das hin dass es da nicht zu Konflikten kommt, oder es zu genereller Rechhaberei gegen den anderen kommt. Dazu müssen beide die passende Mentalität haben.

Bei dir klingt es durchaus so, dass eine Partnerschaft eine Bereicherung für dein Leben sein könnte.

Die Frage ist einfach zu beantworten. Wenn man es nicht schafft mit einer Partnerin, dass es so ist, dann lasse man das wieder sausen. Eigentlich sollte das so sein. Andere kriegen das auch hin. Manche investieren dabei erstaunlich wenig Energie in ihre Beziehung, wie viele Paare nebeneinader herleben. Ohne geeignete Partnerin geht es nicht, das ist schon Grundvoraussetzung. Eine Nervensäge darf es nicht sein. Man muss dem Ganzen aber was abgewinnen können und das sind meine ich eben die Gefühle. Mein Bild im Kopf von einer Beziehung hat sich da etwas gewendet im Vergleich zu früher. Da war das ein reines belastendes Bild. Jetzt beziehe ich mit ein, dass die Frau eine angenehme Art haben muss und auch ihren Teil beiträgt. Das grundlegende Bild aus der Kindheit kommt immer von der Elternbeziehung (Ehe Eltern). Obwohl die Ehe meiner Eltern recht gut funktioniert hat ist das Frauenbild innerhalb einer Beziehung bei mir immer negativ gewesen. Meine Mutter war für mich eine Nervensäge. Rate mal woher das schizoide innerliche weggehen kommt ...

Was mich noch interessieren würde. Wie hältst Du es mit Fernsehen? Ich kann damit nicht mehr viel anfangen und habe nicht mal mehr eine SAT Schüssel auf dem Dach. Auch Filme langweilt mich das zuschauen mitunter nach einiger Zeit und ich drifte dann ehr weg ...

D5usk23Dxawn


@ teeta1

Hast du dich schon einmal mit dem Thema Hochsensibiltät (HSP, high sensitive person) befasst?

Die von dir geschilderten Probleme könnten auch einfach daher stammen, dass du hochsensibel bist. Im Internet findest du reichlich Material zum Thema.

E@hemalioger N%utzler (#x590071)


Hallo ABC01,

den schizo Modus würde ich ehr als passiv bezeichen. Er ist gut um Zeit abzusitzen. Böse gesagt.

ohja. ;-D ... Das erschreckt mich auch manchmal.

Ich kenne außer diesem Kollegen niemand der so stark passiv aggressiv ist. Das Verhalten zeigt er nur dann wo er seine Grenzen verletzt sieht. Der passiv agressive verwechselt persönliche Beziehungen mit Machtkämpfen. Ich mag den Kollegen nicht er ist mir echt unsympatisch. immer wenn ich ihn sehe, denke ich mir, dass ich sein kleines Geheimnis kenne ... Übrigens der passiv agressive und antisoziale haben die gleiche ware Sequenz. Der Kollege und mein Chef verstehen sich auch gut.

Das Problem beim Passiv-Aggressiven ist leider auch, dass er seine Grenzen sehr schnell verletzt sieht, wenn andere normale berufliche Anforderungen an ihn stellen. ... Irgendwo im Buch stand, wie man einen guten Kontakt zum passiv-aggressiven herstellen kann. Wäre evtl. etwas für einen Feldversuch bei deinem Kollegen. ... Aber hinterher mag er dich noch, während du ihn weiterhin unsympathisch findest. Das wäre auch schlecht. ;-D

Mich beeinträchtigt das schon. [...] Ich warte dann wieder auf eine Phase wo ich wieder entsprechend fit bin. Da ich weiss, dass die Leistung wieder abflacht bemühe ich mich, wenn es gut läuft Dinge noch so weit fertig zu machen, dass diese in kniffligen Punkten über dem Berg sind wenn die Leistungsfähigkeit wieder nachlässt. So gut das halt immer geht.

Glaube ich dir sofort, dass dich das deutlich spürbar beeinträchtigt, auch wenn du dich daran so gut es geht anzupassen versuchst.

Auf seine Notreserven zurückgreifen geht ausnahmsweise zwar auch, aber danach ist man wie gesagt so tiefenentleert. Mir ist das früher öfter passiert, weil ich da zu wenig meine eigenen Grenzen und Bedürfnisse wahrgenommen und "verteidigt" habe. Das kostet auf Dauer echte Lebensenergie. Heutzutage achte ich mehr darauf, meine Reserven nicht anzutasten oder plane deren Aufladung gleich mitein. ... Du hast ja auch geschrieben, dass das Thema Grenzen etwas ist, an dem du "arbeiten musst". Schön, dass du mittlerweile mehr auf dich achtest.

Früher war es bei mir teilweise ganz schlimm. Jetzt achte ich auf bessere Grundkondition, dass hilft etwas und ich habe mir wegen der Leistungsfähigkeit Testosteron Gel verschreiben lassen. Nicht wegen Libido. Die findet im Kopf statt. Testosteron ist nur der Botenstoff und hat da keinen Einfluss, wenn es nicht total fehlt. Da würde ja gar nichts mehr funktionieren

Wurde bei dir eigentlich vorher ein Testosteronmangel festgestellt? ... Aber egal, hauptsache dir hilft das Gel.

(Mir hilft Koffein. Auch weil mein Puls und Blutdruck eher niedrig sind, Beschwerden habe ich dadurch aber selten und wenn ich sportlich fit bin, praktisch gar nicht. Nur trinke ich nicht mehr so viel Kaffee wie früher. ... Und beim Aspirin mit seinem pseudoephedrin-irgendwas hatte ich mal den Eindruck, dass man sich damit gesund gut "dopen" kann. Könnte aber auch bloß Einbildung gewesen sein.)

Sport: Ja. Auch wenn jemand kommt und man gemeinsam rausgeht kommt irgendwann die Umstellung. Danach ist man froh rausgekommen zu sein.

Ja, ich bin auch im Nachhinein immer froh gewesen, wenn ich mich an energielosen Tagen zum Sport aufgerafft habe (außer in der einen Zeit der SD-Unterfunktion). Gerade auch Gruppensport ist gut. (Auch wenn für mich die Hürde größer ist an energielosen Tagen dahin zu gehen als alleine Sport zu machen).

#paranoider Modus

Gibt es das bei Dir? Einen eigenen paranoiden Modus. Würde mich interessieren wie der anderst ist oder sich unterscheidet? Ist das eine spezielle Wachsamkeit?

Ja, spezielle Wachsamkeit passt. Es ist eine Art "überwacher Zustand" und ich nehme meine Umgebung/andere Menschen als potentiell gefährlich wahr. Mehr als das angebracht wäre objektiv betrachtet. Und ich fühle mich dann auch mal "verfolgt" obwohl der andere nur ein harmloses Interesse an mir gehabt haben dürfte und "nichts gemacht hat" was so ein Empfinden rechtfertigen würde. Das Gefühl, verfolgt zu werden ist aber nicht so wie das bei Leuten mit Psychosen/Wahnzuständen ist. Ich weiß schon, dass ich eher nicht verfolgt werde und es bezieht sich auf konkrete Mitmenschen, die mir vorher aufgefallen sind oder mit denen es eine Vorgeschichte gab. "Verfolgt zu werden" lässt sich damit übersetzen, dass ich "weiß", dass der andere mir Böses will/es auf mich abgesehen hat in irgendeiner Weise.

Ich habe das schnell bei Menschen, die tatsächlich versucht haben meine Grenzen zu übertreten und mich ungut manipulieren wollten. V.a., wenn der Kontaktabbruch (privat) mit einem Knall geendet ist (der andere ausgetickt ist) und mit der Sache noch nicht abgeschlossen hat. ... Sowas ist sehr selten, zum Glück. Aber der paranoide Modus ist in dem Fall sofort da. Man könnte auch sagen, dass ich dabei Gespenster sehe und die unguten Motive des anderen und seinen Ärger auf mich verzerrt und bedrohlicher wahrnehme, als sie faktisch sind. Die meisten Menschen ticken nicht so krass und sind nicht derart gestört bzw. trauen sich eh nicht. ... Ich denke dann z.B., dass der andere bestimmt auf Rache aus ist und mich angreifen wird. Das ist aber nicht mal bei dem passiert, der versucht hat mich zu bedrohen, narzisstisch gestört war und wußte, wo ich wohne. ... Das Paradoxe ist, dass trotz (eigentlich wegen) des Gefühls bedroht zu sein, sehr stur und ignorant handel und meinerseits derjenige bin, der tatsächlich im "Bedrohungs- und Kampfmodus" unterwegs ist innerlich und drauf und dran ist, den anderen anzugreifen. Eben stärker attackieren zu wollen, als das objektiv angemessen wäre und ihn auch menschlich kälter zu behandeln, als für sein "Vergehen" angebracht wäre. Für mich ist das dann gleich ein Verbrechen, wo andere ein Vergehen sehen. Den eigenen Imuls den anderen anzugreifen (sollte er mich angreifen -> quasi ihm zuvorzukommen) habe ich auch, obwohl mir der andere z.B. körperlich überlegen ist oder nicht; für mich ist es in dem Modus so, dass es auch für den anderen gefährlich ist, mir zu nahe zu kommen/mich seinerseits anzugreifen*. ... Es hat was Animalisches: Jäger und Gejagter, wobei die Rollen verschwimmen.

(*= ob das wirklich so wäre, wenn es zu einem Kampf kommen sollte, weiß ich aber nicht. Nur ist diese Erkenntnis im paranoiden Modus "weggewischt" (wird wohl verdrängt).)

Geht alles auf einschlägige Erfahrungen mit besagtem antisozialen Menschen in Kindheit und Jugend zurück. Wir haben damals ja unter einem Dach gelebt. Man kann nicht 24/7 mit Übergriffen rechnen und trotz größter Aufmerksamkeit alles vorhersehen. Schon gar nicht, wenn der andere so gänzlich anders tickt als man selbst.... So stark wie hier beschrieben komme ich aber meistens nicht in den paranoiden Modus. Im Alltag kommt der allenfalls als latentes Misstrauen (und dadurch ausgelöste erhöhte Wachsamkeit gegenüber meiner Umwelt) vor. ... Vereinzelt habe ich das, wenn jemand sich so verhält, dass mich das sehr ungut an bestimmte Stile (oder störungen der Persönlichkeit) erinnert, z.B. dieses oberflächlich Charmante, bei dem man sich auf komische Weise nicht wirklich gemeint fühlt. Und oft ist es später so, dass ich feststelle, dass meine Einschätzung des anderen richtig war (auch wenn ich die zwischendurch beiseite wische). Ich mag auch diese Idealisierung nicht, die Narzissten betreiben. Das ist der Anfang vom Ende. Man kann da nur fallen.

Da haben antisoziale ein Talent wenn sie in der Position sind. Mein Chef macht nichts in der Firma was ihm persönlich nicht auch einen Nutzen bringt. Privat hat er noch eine Firma. Er klärt Themen bei uns auf Firmenkosten die auch für seine eigene kleine Firma benötigt werden. Außerdem investiert er viel Zeit in seine eigene Weiterbildung auf Firmenkosten usw.. Ein roter Faden, wie er die Firma ausnützt.

Hört sich an, als wäre dein Chef dort in seinem Element.

Ich auch. Und da ich immer vorher nachdenke sind meine Überlegungen meistens auch ok. Funktioniert zumindest in der Regel. Wenn dann jemand anderer schnell mal dazwischenredet wird das nicht unbedingt besser. Echte Argumente überzeugen mich aber immer, so ist das nicht.

Mich kann man auch überzeugen mit Argumenten. Manchmal entsteht mit anderen ein Missverständnis, weil ich feststelle, dass der andere recht hat und ich etwas falsch gemacht/nicht bedacht habe. Mich stört nicht dessen Hinweis, aber mich ärgert mein eigener Fehler. Und ich schaue dann wohl schlecht gelaunt + frage bei manchen Sachen nach, warum das so ist/gemacht wird, weil ich den Fehler zukünftig vermeiden möchte - der andere denkt dann, dass ich seinen Hinweis (die Kritik) persönlich nehmen und mich angegriffen fühlen würde. Das ist nicht falsch, aber anders, als es beim anderen ankommt. Das ist ungünstig und damit hadere ich nachträglich (mir ist das peinlich, dass der andere mich dadurch für kritikunfähig/-sensibel hält).

Den Beziehungsteil mache ich in einem 2. Teil. Die Zeichenbegrenzung ... .

E hemaligTer NuVtzer (#59x0071)


Ich möchte das sogar als normale gemeinsame Hausarbeit bezeichen. Energie und Denken sind im Einklang mit dem was man gerade tut. Wie es eigentlich sein soll. Wir kommen gut miteinander aus bei der gemeinsamen Hausarbeit. Wie man es sich eigentlich wünscht. So etwas verbessert das Bild von einer Beziehung eigentlich echt zum positiven, obwohl wir ja nicht zusammen sind und sonst auch nichts miteinander haben.

Mir geht das in privaten engeren Kontakten auch so, dass wir da eigentlich Sachen zusammen machen und das angenehm ist, die man auch in einer Beziehung tun würde. Nur ist mir das da nicht bewusst, dass eine Beziehung nicht so was völlig anderes ist als das.

Kann sein, dass mein Bild von einer Beziehung auch etwas negativ verzerrt ist. Meine Eltern haben aber eine Beziehung gehabt, wie ich sie eigentlich fast ideal fände, wäre ich ein Beziehungsmensch. ... Mich stört persönlich eher, dass früher lange auf mich eingeredet worden ist, dass ich mir doch eine Partnerin suchen solle und Desinteresse daran gleich als "gestört", "nicht normal" gewertet wird. Aber es ist nicht nur eine Art "Trotz"/innerer Widerstand gegen diese gesellschaftliche Erwartung bei mir, die mich von einer Beziehung abhält.

Meine Eltern sind beide sehr sachlich-humorvolle, eigenständige Menschen. Obwohl sie eher streng erzogen worden und eine belastete Eltern-Kind-Beziehung ihrerseits gehabt haben (Nachkriegsgeneration). Keiner der beiden ist überemotional, aber sie sind alles andere als gefühlskalt und können ihrerseits verspielt sein (mein Vater weniger,d er ist eher schnell davon gestört, wenn man "kindisch" ist). Sie sind seit Ewigkeiten verheiratet und mögen sich sehr, was man auch merkt in ihrem Umgang miteinander. Meine Mutter ist besser darin, Grenzen gegenüber anderen zu setzen und diese in ihre Schranken zu verweisen, wenn das nötig ist, als mein Vater. Braucht sie auch beruflich. Ich schätze, die sind beide mindestens eine Mischung aus zwanghaft-schizoid ihrerseits.

Mein Bild im Kopf von einer Beziehung hat sich da etwas gewendet im Vergleich zu früher. Da war das ein reines belastendes Bild.

Am gleichen Strang ziehen nennt man das. [...] Jetzt beziehe ich mit ein, dass die Frau eine angenehme Art haben muss und auch ihren Teil beiträgt.

Okay, ich hatte nicht bedacht, wie sehr das jeweilige eigene Elternbild da prägen kann. Die Punkte, die du aufzählst als neue Erkenntnis sind das, wie meine Eltern immer schon zusammen gelebt haben. Deshalb waren sie für mich selbstverständlich. Ich finde es erfreulcih, dass du es mittlerweile so siehst, dass eine Beziehung daraus besteht bzw. auch so aussehen kann und nicht so sein muss, wie das negative Bild es vorgibt.

Obwohl die Ehe meiner Eltern recht gut funktioniert hat ist das Frauenbild innerhalb einer Beziehung bei mir immer negativ gewesen. Meine Mutter war für mich eine Nervensäge. Rate mal woher das schizoide innerliche weggehen kommt ...

Puh, so eine Mutter wie du sie beschrieben hast (sehr überemotional) hätte ich auch sehr stressig gefunden und mich auf Abstand gebracht. ... Was das Schizoide bei mir angeht ist es so, dass ich als Kind schon so war. Es wurde gesagt, dass wäre eben mein "Temperament", teils wurde es als "autistisch" oder schlicht "verträumt" bezeichnet.

Ebhemalilger {Nutze-r (#590x071)


Was mich noch interessieren würde. Wie hältst Du es mit Fernsehen? Ich kann damit nicht mehr viel anfangen und habe nicht mal mehr eine SAT Schüssel auf dem Dach. Auch Filme langweilt mich das zuschauen mitunter nach einiger Zeit und ich drifte dann ehr weg ...

Zwischendurch habe ich überhaupt nicht mehr ferngesehen und war schnell genervt bis angeödet vom Fernsehprogramm. Aktuell schaue ich mir gerne Krimis oder bestimmte Serien an, die ich mir aber gezielt im Fernsehen oder am liebsten online anschaue. Das Fernsehprogramm finde ich nach wie vor meistens öde.

Grundsätzlich mag ich Filme sehr (wenn sie mich ansprechen). ... Es gibt aber Phasen, in denen ich schlecht "ansprechbar" bin diesbzgl.. Bei Büchern war es lange so, dass ich gefühlt jeden Krimi so oder so ähnlich schon mal gelesen hatte und deshalb sehr lange gar kein Buch mehr gelesen habe. Ab und zu lese ich mittlerweile auch das ein oder andere Buch wieder so gerne, wie früher. Bei Filmen ist es im Prinzip sehr ähnlich. Gleiches bei PC-Spielen.

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