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Problem mit Menschenkontakt?

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Jetzt versuche ich noch den zweiten Teil zu beantworten.

Ich überlege beim schizoiden Modus und dem "Energieproblem", ob das nicht zu ändern wäre, wenn man wie im Buch vorgeschlagen wird, sein Denken mit dem Verhalten integriert (S. 84). Es wird dort ausdrücklich gesagt, dass der Schizoide dadurch "lebendig und erregt" wird.

Das Denken alleine ist ja die Falltür, weil es nicht ins Handeln integriert wird bzw. sich der Schizoide im Denken nur weiter von der Umwelt abschottet und sich darin ein bischen verliert.

Das wäre sicher gut hier weiterzukommen. Denken mit dem Verhalten integriert Gemeint ist hier wohl nach seinem Denken handeln oder?

Wenn Du eine Idee hast.

S159 und S 160 oben beschreibt es bei Schizoiden genauer: Die Klienten werden Probleme lösen statt sich zurückziehen. -> Lebendigkeit und Begeisterung

Bei mir ist es ehr so dass ich in den schizoiden Modus abdrifte oder wenn ich kaputt bin da eintauche, oder das Denken da reindriftet. Als Bewältigungsstil oder Überlebensstil, wie in der Kindheit betrachte ich das nicht. Also psychologisch sehe ich da keinen Nutzen oder Sinn mehr für einen schizoiden Modus. Es passiert halt. Das beste wäre den Stil vermeiden zu können. Für eine Beziehung passt er nicht gut. Alleine ist das vielleicht eine Heimat in sich selber.

Es gibt noch mehrere Stellen im Buch , wie die Verbesserungen stattfinden können. Seite 194 benennt das Bindungsthema und lernen Grenzen zu setzen. Seite 164- bis 167 sagt es für die Kombination von zwei Stilen: Seite 163 unten für schizoid und zwanghaft: Nach den Verbesserungen - solche Menschen müssen sich nicht mehr zurückziehen um ihre Bedürfnisse zu befriedigen.

Seite 158 oben beschreibt: Neuentscheidung für zwanghaft ist einfach ...

Übrigens habe ich auch den zweiten teil des Buches: Therapeutische Arbeit mit Persönlichkeitsstilen.

Eine Idee wäre evtl. online oder lokal nach gemsichtgeschlechtlichen Freizeitgruppen mit deinen Interessen zu suchen oder auf "Partnerbörsen"/Kontaktbörsen ausdrücklich nach Leuten für gemeinsame Aktivitäten zu suchen. Ich könnte mir vorstellen, dass es schon interesant sein kann, dort einfach mal verschiedene Menschen (Frauen) zu treffen und sei es nur für ein Kaffeetrinken und ein nettes Gespräch. Das kann man sicher genießen als Abwechslung, wenn man nicht einzig auf die Suche nach eine Partnerin fixiert ist.

Für mich ganz wesentlich: Das Bild einer Partnerschaft müss sich verbessern das man im Kopf hat. Man klammert das ja aus solange man sich nichts positives verspricht davon. Das ist das Frauenbild das man als Mann im Kopf hat. Wenn man bei Freizeitaktivitäten erlebt wie ok Frauen sein können macht das einiges wieder gut im Bild. Der Wandel ist unbedingt notwendig. Sonst hat man nie den Wunsch.

ob reine Partnerbörsen dafür geeignet sind,

Als introvertierter wirst man da etwas schwer Punkten können. Mittlerweile bin ich emotionaler. Das ist meiner Meinung nach wichtig diesen Eindruck zu machen in einer Börse. Rein sachlich ist es schwierig.

Für mich habe ich Leute, die ich online einfach so kennengelernt habe, teilweise getroffen und das war jedes Mal sehr nett - auch wenn es oft einmalige Treffen waren. Das waren keine Dates, sondern ausdrücklich, um sich mal live zu sehen.

Ja, ist doch ok. Es geht doch darum ein positives Bild von anderen zu haben.

Habt ihr eigentlich ein gutes Verhältnis? Pardon, wenn dir die Frage zu privat sein sollte.

Ja haben wir. An meinem Vater ist es nicht gelegen. Meine war mein Problem. Sie ist vor 10 Jahren gestorben. Ich habe noch einen Bruder. Der kümmert sich auch etwas um meinen Vater. Momentan kann er noch alleine leben. Das kann sich aber schnell ändern. Lange geht das nicht mehr. Der Winter ist da immer eine Hürde, ob er es noch einmal packt. Pflege braucht er nicht. Zuwendung und Unterstützung unter der Woche wären ehr ein Thema.

Mir ist derzeit das berufliche Ankommen wichtiger, wobei ich kein Karriereist bin und dazu neige mich selbst zu sabotieren. Diesbzgl. sollte ich mich wohl mal mit den Lebensfallen beschäftigen.

Das Verhalten ist die Falltüre des Zwanghaften. Im Betrieb geht es nur über Verhalten an erster Stelle. Dann kommt die Arbeitsleistung. Das ist die Erfahrung die ich gemacht habe. Übrigens gehe ich zu den Leuten hin zum Gespräch im Betrieb. Andere würden sagen, der arbeitet uneffizient. Das ist doch nur ein kleiner Anruf. Mit diesen Kleinigkeiten habe ich einen Grund hinzugehen. Ich mache es ohne Termin. Widerspricht auch eine guten Selbstorganisation. Ich schaue wie ich die Leute treffe. Oft nicht ideal. Ich gebe mir sehr Mühe. Trage die Verhältnisse mit und hole mir Arbeit ab. Außerdem interessiere ich mich was bei den anderen so läuft. Man bekommt viele extra Informationen dadurch. Das schafft genau die guten Kontakte für ein Netzwerk im Betrieb. Man kennt sich. Obwohl ich es nie so planmäßig organisiert habe, bin ich dahinter gekommen, dass man aus dieser Strategie echt etwas machen kann. Nie für die Firma was durchsetzen gegen andere. Diese Drecksarbeit lass deinen Chef machen. Man macht sich am Besten keine Verhältnisse kaputt bei anderen für die Firma. Wenn al einer blöt kommt tuts auch ignorieren. Wenn man immer im voraus hart auftritt, dass der andere nicht frech wird funktioniert genau diese Philosophie bei den meisten Personen nicht mehr.

Tagespläne mache ich mir zwar immer noch gerne

Irgendwie sollte man sich organisieren, aber nicht unbedingt so unter Druck setzen, ist ungesund.

Das ist sehr gut, dass dich das motiviert, etwas dagegen zu tun (aktiv). ... War das bei dir immer schon so oder war auch mal der schizoide Modus vorherrschend (passiv; "erduldend")?

Nein, war nicht immer so. Manche Persönlichkeitesstile bleiben auch in negativen Situationen

Für mich sehe ich das als gesundes Zeichen, dass ich bei sowas nunmehr auch selbst aktiv werde (und dazu motiviert bin

Sehe ich auch so

Der zwanghafte Mensch würde sich laut Rainer Sachse dabei eher verstricken und nicht mehr rechtzeitig fertig werden, wenn er vom Chef die Aufgabe bekäme bis zum nächsten Tag eine wichtige Arbeit fertigzustellen, bei der es reicht, wenn"das Wichtigste" drinsteht. Ich weiß aber nicht, ob die Einordnung der Persönlichkeiten bei Sachse deckungsgleich ist zu der von Joines & Stewart. Rainer Sachse kann ich übrigens auch empfehlen.

Sachse kenne ich auch. Da habe ich auch ein Buch "Persönlichkeitsstörungen zu verstehen". Ich habe jede Menge Bücher. Lesen kann ich aber längst nicht alles. In dem Buch habe ich vor zwei Jahren aber schon mal gelesen. Direkt erinnern kann ich mich nicht mehr.

narzisstisch strukturierte Menschen

Den Stil habe ich mir auch angeschaut. Das sind schon extreme Selbstdarsteller mit geringem inneren Selbstwert. Da mein Kollege Narzist ist habe ich ein direktes Besipiel vor Augen. Ich würde das nie von jemanden Behaupten wenn er nicht alles andere so krass toppen würde in seiner Selbstdarstellung. Er ist übrigens nicht schlecht beruflich. Nur von der Art nicht akzeptabel. Das ist antisozial + paranoide. Der Stil wird als einer der ganz wenigen als echt krank bezeichnet im Buch.

Ich verstehe nicht recht, warum du eine "Teambeziehung" wie in einer Freundschaft als Vernunftsbeziehung einordnest, im Gegensatz zu einer Teambeziehung innerhalb einer Partnerschaft.

Da habe ich mir nicht allzu viele Gedanken gemacht. Vielleicht ist es auch eine Arbeitsbeziehung.

Ich denke kein Mensch würde eine Beziehung eingehen, wenn es gefühlsmäßig für ihn nicht passt.

Schwer zu sagen. Viele Beziehungen kippen mit der Zeit. außerdem gibt es noch den Faktor Hoffnung.

Ich kenne soweit mehr Frauen, die finanziell unabhängig sind und keinen Partner brauchen. Das stelle ich mir für eine Partnerschaft dann auch ideal vor: Dass man sich nicht braucht, aber gerne zusammen ist.

Wenn es funktioniert und man sich wohlfühlt. Ich denke im Prinzip auch dass es für den Anfang ideal ist nicht gleich zusammenzuziehen und schauen ob mehr daraus wird.

Meinst du, dass man auch Erwartungen an den anderen stellt? ... Das hätte ich für "selbstverständlich" gefunden. Ich weiß nur nicht, wie gut ich im aktiv einfordern bin; es mehr ein Kriterium, ob ich wieder weg bin.

Früher war mir das nicht so selbstverständlich. Aktiv einfordern: Die Partnerin sollte von der Art das selber ok sein. Das wäre das Beste.

Ohne Versuch und Irrtum geht es allerdings auch nicht im Leben.

Ja, sehe ich auch so.

Heute haben wir extrem viel geschrieben. zzz Und wie ich sehe ist schon wieder eine neue Antwort von Dir zum beantworten da. Ich überlege, vielleicht beim nächsten Mal etwas knapper zu antworten. Mir brennen jetzt schon die Finger vom Tippen. %:| Wichtig vielleicht, die Punkte die das ganze Thema voran bringen mehr in den Fokus nehmen.

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Jetzt versuche ich noch was zum dritten Teil zu schreiben. Mal sehen wie weit ich noch komme jetzt.

wie man einen guten Kontakt zum passiv-aggressiven herstellen kann.

Der Kollege ist in direkter Konkurrenz zu mir. Wie man den Kontakt aufbaut kann ich notfalls nachlesen. Ich will aber nicht. Man muss passiv agr. spielerisch ansprechen im Prinzip. Wie meinen antisozialen Chef auch.

Wurde bei dir eigentlich vorher ein Testosteronmangel festgestellt?

Nein, oder kaum. Nichts dramatisches zumindest. Es gibt da wohl auch recht weite Grenzen.

Mir hilft Koffein. Auch weil mein Puls und Blutdruck eher niedrig sind,

Blutdruck ist bei mir auch ehr niedrig. Kaffee trinke ich viel am morgen. Danach nur noch selten, obwohl ich im Büro beliebig kostenlos drinken könnte.

ich bin auch im Nachhinein immer froh gewesen, wenn ich mich an energielosen Tagen zum Sport aufgerafft habe (außer in der einen Zeit der SD-Unterfunktion). Gerade auch Gruppensport ist gut. (Auch wenn für mich die Hürde größer ist an energielosen Tagen dahin zu gehen als alleine Sport zu machen).

Ja, Bewegung im allgemeinen und rauskommen hilft schon. Gruppensport mache ich keinen. Meistens mit dem Rad fahren. Aber nicht so extrem. Früher gerne auch schwimmen. Seltenst mal Joggen. Eigentlich praktisch nie.

Ich nehme meine Umgebung/andere Menschen als potentiell gefährlich wahr. Mehr als das angebracht wäre objektiv betrachtet. Und ich fühle mich dann auch mal "verfolgt" obwohl der andere nur ein harmloses Interesse

Da bist schon sehr empfindlich. Wenn Du so schlechte Erfahrungen gemacht hast kann man es vielleicht verstehen.

Geht alles auf einschlägige Erfahrungen mit besagtem antisozialen Menschen in Kindheit und Jugend zurück

Ich habe die Art von Erfahrungen nicht gemacht und denke dass das paranoide bei mir kein Thema ist.

Ok, ich geh jetzt ins Bett. Zum Glück habe ich bis Mittwoch Urlaub da muss ich nicht aufstehen.

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Hallo zuschauer,

das Thema geht mit zur Zeit echt im Kopf um durch die intensive Beschäftigung im Forum. Im Prinzip finde ich das gut. Denn Erkenntnis ist ja schon die Änderung, besser Weiterentwicklung. Und es gibt nun mal schlecht eine Erkenntnis wenn man sich mit etwas nicht beschäftigt. Eine Änderung im Denken ist es genaugenommen, das ist die Weiterentwicklung. Wenn man es einmal aufschreibt, dann verinnerlicht man es auch besser. Zumindet geht es mir da so. Mir ist mittlerweile wieder so einiges klargeworden. Dazu möchte ich etwas schreiben. Den Rest von deinen Beiträgen gestern beantworte ich heute abend, oder später noch.

Gestern habe ich geschrieben, der schizoide Modus hat keinen so rechten Sinn mehr. Es wäre mehr ein entspannen. Heute früh kam mir dann in den Kopf es ist ein Überlebensstil ! Da wurde mir schlagartig klar, dass dies der Ersatz (gefühle) für ein echtes Zuhause, eine Heimat ist. Als Kind bin ich innerlich weggegangen von meiner Familie und habe dort (introvertiert, Schizo) eine neue innere Zuflucht gefunden. Wie auch immer geschrieben wird kann der introvertierte sehr gut mit sich alleine sein und ist dann innerlich zufrieden). Hier liegt die "Falle" des schizoiden. Man hat kein Bedürfnis mehr nach einer anderen Heimat. Der Anreiz fehlt. Hätte man die schizoide Zuflucht nicht, die einem Geborgenheit gibt. Man würde sich beschissen fühlen. Alleine und einsam. Das schizoide betäubt genau diese Wirklichkeit die schwer erträglich wäre und wehtun würde. Der Modus sichert somit das Überleben, dass man die Wirklichkeit emotional packt. Man könnte das auch in Anlehnung an den Film sehen. Das schitzoide ist die Matrix in der man gefangen ist und in der eine andere "Wirklichkeit" abläuft.

Heimat und zuhause fühlen, Geborgenheit: In einer Beziehung macht das der Partner. Die Bindung zwischen den Partnern. In der Kindheit die Bindung an die Familie oder Eltern. Es mag gut sein dass andere mit Persönlichkeitsproblemen, die nicht schizoide sind (das nie gelernt haben) sich deswegen oft so schlecht fühlen, weil sie diesen Geborgenheits-ersatz nicht haben und die Wirklichkeit oder Einsamkeit voll spüren. Früher hatte ich auch so Momente, wo man das spürt.

Was ich sagen will: In einer guten, funktionierenden Beziehung wechselt man dafür (Geborgenheit) in die Nähe eines Partners (Anderen nahe sein) Das ist der OK Quadrant. "anderen Nahe sein". Zumindest eine Achse davon.

Im Buch Seite 193 ist alles sehr schön dargestellt. Schizoide bedeutet "Sich selbst fern" und "anderen fern". Heute ist mir klargeworden. Mir geht es mittlerweile so, dass ich mit den Stilen unterhalb der waagrechten Achse (Anderen fern) nichts mehr Positives abgewinnen kann. Das schizoide sehe ich mittlerweile als Bremse, Zeit absitzen und verwirrend im Alltag sozial zu funktionieren. Passiv aggresiv schüttelt mich. Ich denke da immer an meinen Kollegen. Es ist ein höchst selbstschädigendes Muster ohne Nutzen (außerhalb der Kindheit). Paranoid finde ich übertrieben. Wenn andere ruhig schlafen und was nettes träumen liegt der Paranoide wach und passt auf das nichts passiert. Am nächsten Tag sind beide noch gleichermaßen am Leben. Nur der andere ist ausgeschlafen. So kommt mir das Paranoide mittlerweile etwas vor um mit einem Vergleich zu sprechen. Antisozial kann ich auch nichts abgewinnen. Heute weniger denn je als früher vielleicht. Mein Chef ist ein abschreckendes Beispiel. Alleine schon das Lügen würde mich stressen. Mein Chef lügt auch nach oben, in die höheren Hierarchien. Damit kommt mir in den Kopf, könnte man ihn kaltstellen. Seine Chefs akzeptieren das bestimmt nicht, wenn es ihnen klar wird ! Das sehe ich nun als weiteren Hebel bei meinem Chef !

Nun zu den beiden Quadranten "Anderen nahe" Das ist zwanghaft und histrionisch und natürlich auch gesund ! Um gesund zu sein ist das zwingend notwendig.

Mir geht es so, dass ich mich nun mit dem zwanghaften durchaus abfinden kann im Moment. Es lässt einen im extrovertierten Raum wenigstens besser funktionieren. Zwanghaftes Verhalten löst bei mir nun kein innerliches schütteln aus. Und das mir klar geworden ist. Auch das histrionische sehe nicht mehr als Problem. Meine Mutter war genau der Typ. Mit ihrer gefühlsgesteuerten Art eine unberechenbare Nervensäge. Die Ehe mit meinem Vater hat aber trotzdem recht gut funktioniert. Ich bin nicht richtig mit ihr klargekommen. Mittlerweile ist meine Überzeugung, dass man histrionische Menschen richtig nehmen können muss. Man darf ihr Handeln oft nicht wirklich ernst nehmen. Sie wechseln ihr Handeln oder Ansichten wie es die Gefühle gerade sagen. Wenn man Spaß hat an Gefühlen (geniesen können) kann man mit ihnen viel Spaß haben. Nur direkt abhängig, wie es ein Kind ist, darf man sich von ihnen nicht machen. Man darf sich auch von der unberechenbaren Art nicht erschrecken. Man sieht es einfach als ihre Art mit wechselnden Gefühlen mit anderen in intensivem Kontakt zu sein. Drama, als hochgesteigerte Gefühlwelt. Man kann das nicht sachlich verarbeiten, da würde man verrückt werden. Man muss das als emotionale Botschaften sehen um in anderen Gefühle zu erzeugen. Antwortet man dann mit den richtigen Gegengefühlen fühlt sich der histrionische verstanden. Man muss ihn bestätigen können. Sachlich geht das nicht. Da würde man ihn auf sein Verhalten ansprechen, dass er/sie unberechenbar ist. Das ist die Falltüre. Vielleicht so in der Art sehe ich das mittlerweile.

Um es noch weiter auf den Punkt zu bringen. Ich habe in der Vergangenheit viel an meinen inneren Emotionen und an der Einstellung "Anderen nahe" zu sein gearbeitet. Ich merke auch dass sich da innerlich viel verändert hat in den letzten paar Jahren. Blicke ich also auf das Diagramm auf S193 dann fällt mir das auf. Und noch was. Dass ich da an mir arbeite eine andere Sicht auf vieles zu entwickeln bedeutet die innere Einstellung "Ich bin nicht ok" die noch vorhanden ist. Das korrekt zu verarbeiten wäre dann der Sprung in den Quadranten "Gesund".

Noch ein Punkt: Wenn man die Fähigkeit zu mehr Nähe entwickelt. Daraufhin in eine Beziehung geht und die scheitert. Nach wie vor hat man dann sein schizoides inneres Zuhause als Rückzug. Ich denke dass dies nicht verloren geht. Man hat immer noch alle Möglichkeiten der Stile. Hier verstehe ich das Buch jetzt ein bisschen besser, dass alle Leute eigentlich alle Stile haben können. Das ist für mich Weiterentwicklung. Man verliert nichts durch diese Art von Veränderung, wenn man nicht will. Falsches zu verbessern ist kein Verlust. Man hat zusätzliche Möglichkeiten und eine bessere oder erweiterte Sicht.

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Zum paranoiden Vergleich fällt mir noch ein: Wenn man sich in sicherer Umgebung schlafen legt, kann man ruhig schlafen und muss dann nicht aufpassen. Als Erwachsener kann man sich das so einrichten. Als Kind hatte man diese Möglichkeit eventuell nicht. Als Erwachsener hat man andere Möglichkeiten die man erkennen muss und nutzen kann.

AcBC)01


Hallo zuschauer,

In der Zwischenzeit bin ich eine Runde Rad gefahren. Waren bestimmt 8-10KM.

Ich knüpfe jetzt noch etwas an Deinen Beitag von gestern Nacht an 00:38

Mich kann man auch überzeugen mit Argumenten. Manchmal entsteht mit anderen ein Missverständnis, weil ich feststelle, dass der andere recht hat und ich etwas falsch gemacht/nicht bedacht habe. Mich stört nicht dessen Hinweis, aber mich ärgert mein eigener Fehler. Und ich schaue dann wohl schlecht gelaunt + frage bei manchen Sachen nach, warum das so ist/gemacht wird, weil ich den Fehler zukünftig vermeiden möchte - der andere denkt dann, dass ich seinen Hinweis (die Kritik) persönlich nehmen und mich angegriffen fühlen würde. Das ist nicht falsch, aber anders, als es beim anderen ankommt. Das ist ungünstig und damit hadere ich nachträglich (mir ist das peinlich, dass der andere mich dadurch für kritikunfähig/-sensibel hält).

Ich finde es ganz gut wenn ich etwas dazulernen kann. Ich finde man muss anderen eine Möglichkeit geben etwas beitragen zu können. Wenn man immer den Anspruch hat alles schon zu wissen und vorausnimmt kommen sich andere blöt vor. Haben dann irgendwann vielleicht keine Lust mehr auf Kontakt.

Es gibt übrigens den Spruch: Die Frage ist, ob man rechthaben will, oder ob man gewinnen will. Ich persönlich muss nicht immer rechthaben. o:) Obwohl man da komischerweise schon einen gewissen Ehrgeiz hat. Das macht vielleicht auch unsympatisch wenn man da zu verbissen ist.

Zu Deinem Beitrag 13.09.16 00:55

Nur ist mir das da nicht bewusst, dass eine Beziehung nicht so was völlig anderes ist als das.

Sehr gut dass Du den Satz schreibst. Mir ging das früher auch so. In meinem Kopf war eine Beziehung ehr etwas wo man seine bestimmte Rolle spielt. Irgendwie perfekter als im normalen Umgang. Ich habe das immer als etwas anderes gesehen zum authentischen Verhalten. Genau dieses Bild muss man relativieren, damit man eine Beziehung interessanter findet. Niemand will ein Leben lang Energie in das spielen einer Rolle stecken. Da stecken alte Einschärfungen dahinter wie man sein muss. Was man im Grunde selber aber gar nicht sein will und im innersten nicht ist (Ich bin nicht ok weil ich die erwartete Rolle nicht verkörpere). Irgendwas in der Art.

Mich stört persönlich eher, dass früher lange auf mich eingeredet worden ist, dass ich mir doch eine Partnerin suchen solle und Desinteresse daran gleich als "gestört", "nicht normal" gewertet wird

Auf mich wurde auch eingeredet. Teilweise vor anderen herumerzählt, was einen blosstellt. Ich habe dann das Thema "Beziehungen"auch bleiben lassen. Ein peinlicher Beigeschmack wenn man weiss dass die Eltern da wieder die Finger reinstecken werden.

Okay, ich hatte nicht bedacht, wie sehr das jeweilige eigene Elternbild da prägen kann.

Ich habe schon vieles gelesen. Die Eltern sind die erste Orientierungsvorlage für Kinder, so in der Art

wird es immer beschrieben. Quelle zum nachlesen kann ich spontan keine nennen.

Ich finde es erfreulcih, dass du es mittlerweile so siehst, dass eine Beziehung daraus besteht bzw. auch so aussehen kann und nicht so sein muss, wie das negative Bild es vorgibt.

Ja, darin besteht der Fortschritt. Man muss einem Gedanken an eine Beziehung ewas abgewinnen können und dazu braucht es ein postives Bild.

Was das Schizoide bei mir angeht ist es so, dass ich als Kind schon so war. Es wurde gesagt, dass wäre eben mein "Temperament

Ich war ein absolut unruhiges Kind. Das was man heute oft als ADHS bezeichnet. Ganz, ganz früher, keine Spur von introvertiert.

Damit sollte nun der Rest von gestern beantwortet sein.

Was mich noch interessiert. Was unternimmst Du sonst noch um den Themenkreis aufzuarbeiten?

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@ all

Was mich mal interessieren würde, wer noch alles in den Faden hier mit reinschaut. Ich denke dass viele mit der sachlichen, denkerischen Art der Beiträge nicht allzu viel anfangen können.

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Hallo teeta1,

es ist eigentlich Dein Faden, der Antworten sucht.

Hat da jemand irgendwelche Erfahrungen gemacht? Hat man die Chance das irgendwie zu ändern, außer sich zu Sachen zu zwingen, da das anscheinend bei mir nicht funktioniert?

Unsere seitenlange Diskussion beschreibt das Verändern. Wie sieht Du das mittlerweile?

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Ich blättere gerade im Band 2 von "Persönlichkeitsstile" Therapeutische Arbeit mit Persönlichkeitsstilen.

Der zwanghafte: Lernen zu sein

Der zwanghafte sollte Denken mit dem Fühlen integrieren wobei sich sein Verhalten verändert. Wenn er sich in der Therapie verändert, wird ihm bewußt wie er im Hinblick auf Situationen und Beziehungen fühlt, statt alles nur rational zu verarbeiten.

Für gewöhnlich nimmt der zwanghafte Verhaltensänderungen vor ohne dass es ihm gewußt ist. Für ihn wird es so aussehen, als sei die Hauptveränderung die Art und Weise wie andere auf ihn reagieren. Statt das Gefühl ständig etwas tun zu müssen erlaubt er sich nun auf einer tieferen Ebene in der Welt zu sein.

Therapie: Lassen Sie den Klienten zustimmen dass er einen Spielraum für Fehler hat und sich weiterhin OK fühlt. Ansonsten das Problem, dass immer noch was erledigt werden muss und er sich deswegen nie gutfühlt (Perfektionismus). Da habe ich weniger ein Problem damit. Immer etwas tun müssen trifft schon zu.

Der Paranoide: sich sicher fühlen in der Welt.

Beim Paranoiden besteht der Fortschritt, dass er mehr und mehr bereit ist seinen Gefühlen Aufmerksamkeit schenkt statt zu versuchen jede Situation misstrauisch zu analysieren. Gefühle und Denken intergrieren -> Wahrnehmungen überprüfen statt einfach anzunehmen dass sie stimmen.

Paranoide müssen erleben das andere sie nicht verletzen werden und das sie andere nicht verletzen indem sie einfach da sind. Es ist möglich anderen Grenzen zu setzen ohne sie zu verletzen. Sie müssen außerdem lernen das Fühlen nicht bedeutet verrückt zu werden. Sie können Gefühle haben und trotzdem OK sein.

Der schizoide: Gefühle in Besitz nehmen

Es kommt zu Veränderungen wenn das Denken zur Problemlösung eingesetzt wird und die Klienten nicht länger in der Untätigkeit verharren. Die Integration von Denken und Verhalten gibt Energie zum Handeln und führt zu positiven Ergebnissen. So werden Gefühle freigesetzt und Klienten werden lebendiger und energievoller. Sich Wünsche und Bedürfnisse zugestehen und angemessene Handlungen vorzunehmen um diese zu befriedigen sind die zentralen Veränderungsthemen bei schizoiden.

So stets im Buch. Band 2

AFBxC01


Zu Band 2 noch ein paar Worte. Kombination von Stilen.

Jemand zwanghafter, der seine Bedürfnisse hinten anstellt und die anderer an erster Stelle sieht hat als Kombination schizoide (2. Stil)

Zwanghaft und sich unsicher fühlt, sich nicht erlaubt auch mal spielerisch oder kindlich zu sein hat als zweiten Stil paranoide.

zwanghaft und der sich manipulieren erlaubt um zu bekommen was er will, hat antisozial als zweiten Stil.

EFhemalkigerm Nutz5er (#5900x71)


Hallo ABC01,

wow, du hast viel geschrieben, das ich erstmal in Ruhe nachlesen werde. Von dem Buch habe ich leider nur Band 1 - "Wie frühe Anpassungen uns prägen".

Was mich mal interessieren würde, wer noch alles in den Faden hier mit reinschaut. Ich denke dass viele mit der sachlichen, denkerischen Art der Beiträge nicht allzu viel anfangen können.

Mich würde auch interessieren, ob sich jemand für das Thema interessiert und prinzipiell beteiligen möchte (und den wir vielleicht versehentlich "abgeschreckt" haben. ^^).

Deinen Vorschlag, dass wir uns auf die Änderungsmöglichkeiten des jeweiligen Stils und eigene Ansätze dafür konzentrieren, finde ich sehr sinnvoll. Vermutlich werde ich deshalb nicht auf alles eingehen, das du geschrieben hast (aber ich finde deine Beiträge sehr interessant) und versuchen, dass der Fokus auf den Entwicklungschancen bleibt.

E%hemalige8r Nutze8r (#D59007x1)


Sachse kenne ich auch. Da habe ich auch ein Buch "Persönlichkeitsstörungen zu verstehen".

Von dem habe ich "Persönlichkeitsstörungen" - Leitfaden für die Psychologische Psychotherapie". Die jeweiligen Beziehungsmotive, Images, "Spiele" und Selbstannahmen fand ich dort sehr übersichtlich dargestellt; insgesamt liegt der Fokus aber eindeutig auf den Persönlichkeitsstörungen, sodass ich mit jenen "Extrembeispielen" für Persönlichkeitsstile für meine eigenen Stile weniger etwas anfangen kann. Das, was dort als Entwicklungschance dargestellt wird, fängt unterhalb dessen an, was ich selbst schon kann/geht an meinen Baustellen vorbei. Zumal es abstrakte Ziele sind und mich mehr konkrete Tipps interessieren würden.

#schizoider Stil -> Entwicklungschancen

Denken mit dem Verhalten integriert** Gemeint ist hier wohl nach seinem Denken handeln oder?

Ja so habe ich das auch verstanden. Im Buch steht auf S. 159 näher dazu, dass Schizoide ihre Gedanken nach außen mitteilen, positive Reaktionen dafür bekommen (Strokes bekommen) und ihre Gedanken für das Lösen von Problemen einsetzen und in Handlungen umsetzen müssen. Man könnte auch sagen, dass sie ihre Energie nicht mehr in ihren Rückzug investieren, sondern aktiv an ihrer Umwelt teilnehmen und dort präsenter werden (dort handeln, um Probleme zu lösen, aber auch, um sich ihre Bedürfnisse zu erfüllen). ... Dadurch setzt eine positive Entwicklungsspirale ein und die Person wird lebendiger und "begeisterungsfähiger".

=> "Mit dabei sein statt nur daneben" als neues Motto.

Den schizoiden Stil finde ich nicht so sinnlos wie du es erlebst, weil ich es als sehr sinnstiftend empfinde gut in seiner eigenen Welt sein zu können und die Außenwelt dabei ausblenden zu können, aber ich finde ihn auch nicht mehr so erstrebenswert als überwiegenden Zustand/gut ausgeprägten Stil, weil man sich mit einem schizoiden Stil auch allzu leicht selbst behindern und z.B. unnötig von anderen und der Umwelt separieren kann und so (wichtige oder schöne) Erfahrungen verpasst.

Rainer Sachse sagt zur schizoiden Persönlichkeitsstörung, dass diese Klienten sich und andere darüber täuschen, dass sie angeblich kaum ein Bindungsinteresse und Kontaktinteresse zu anderen hätten und ihr Rückzug selbstbestimmt/autark wäre. Er bezeichnet das als falsches Image, das die Klienten aufmachen und sehr gut darin sind, dass anderen weiszumachen.

Die Weiterentwicklung wäre dort, sich das eigene Bindungsbedürfnis einzugestehen, ggf. sozial dazuzulernen (falls wichtige soziale Lernerfahrungen verpasst wurden durch den Rückzug von anderen) und Kontakte zu anderen aufzubauen und diese genießen zu lernen sowie im Kontakt erfolgreich ihre Grenzen zu vertreten anstatt ihre Grenzen durch Rückzug zu schützen.

Als Kind bin ich innerlich weggegangen von meiner Familie und habe dort (introvertiert, Schizo) eine neue innere Zuflucht gefunden. Wie auch immer geschrieben wird kann der introvertierte sehr gut mit sich alleine sein und ist dann innerlich zufrieden). Hier liegt die "Falle" des schizoiden. Man hat kein Bedürfnis mehr nach einer anderen Heimat. Der Anreiz fehlt.

Ja, das ist das "Dilemma". Man bemerkt seine Kosten nicht in diesem Modus. Vgl. auch:

Im Buch Seite 193 ist alles sehr schön dargestellt. Schizoide bedeutet "Sich selbst fern" und "anderen fern". Heute ist mir klargeworden. **

Dass man darin - zumindest in gewisser Hinsicht - auch sich selbst fern ist, bemerke ich bewusst fast nie in diesem Modus. Aber es kommt schon hin.

Seite 194 benennt das Bindungsthema und lernen Grenzen zu setzen. Seite 164- bis 167 sagt es für die Kombination von zwei Stilen: Seite 163 unten für schizoid und zwanghaft: Nach den Verbesserungen - **solche Menschen müssen sich nicht mehr zurückziehen um ihre Bedürfnisse zu befriedigen.

Die Stelle habe ich nachgelesen, tue ich mich aber schwer mit dem dort gezogenen und hier zitierten Fazit. Etwas salopp gesagt: Wenn man Ruhe braucht, um sich zu erholen, wird man sich wohl an Lärm gewöhnen können, sich aber nicht so gut in einer lauten Umgebung erholen können. ... Aber möglich, dass ich den im Buch skizzierten Änderungsprozess unterschätze und missverstehe.

#zwanghafter Stil -> Entwicklungschancen

Seite 158 oben beschreibt: Neuentscheidung für zwanghaft ist einfach ..

Joa, sobald sie offen für die Erkenntnis sind, dass sie auch ihre eigenen Bedürfnisse ernstzunehmen sind und gleichwertig zu den Bedürfnissen anderer. Am Schluss: Sobald sie verinnerlicht haben, dass sie liebenswert sind ohne etwas dafür tun zu müssen.

Im Buch klingt es für mich so, dass ein konstruktiver Kontakt, der ihnen mit dieser Haltung begegnet und ihre Bedürfnisse ernstnimmt und sie darin unterstützt, diese auch einzufordern, ein äußerer Faktor ist, der da viel bewirken kann. Aber am besten ist, wenn der Zwanghafte selbst änderungsbereit ist und auf Dauer nicht abhängig von so einer "hilfreichen Person" bleibt als korrigierender Spiegel.

Oder, dass man sich als Zwanghafter zumindest nicht mit Menschen umgibt (freiwillig), die darauf pochen, dass ihre Bedürfnisse vorrangig sind vor denen des Zwanghaften etc.. Bzgl. einer Partnerin - wie du schreibst: Dass diese selbst ok ist.

Das Verhalten ist die Falltüre des Zwanghaften. Im Betrieb geht es nur über Verhalten an erster Stelle. Dann kommt die Arbeitsleistung. Das ist die Erfahrung die ich gemacht habe.

Du meinst den Socializing-Kram. ;-)

Übrigens gehe ich zu den Leuten hin zum Gespräch im Betrieb. Andere würden sagen, der arbeitet uneffizient. Das ist doch nur ein kleiner Anruf. Mit diesen Kleinigkeiten habe ich einen Grund hinzugehen. Ich mache es ohne Termin. Widerspricht auch eine guten Selbstorganisation. Ich schaue wie ich die Leute treffe. Oft nicht ideal. Ich gebe mir sehr Mühe. Trage die Verhältnisse mit und hole mir Arbeit ab. Außerdem interessiere ich mich was bei den anderen so läuft. Man bekommt viele extra Informationen dadurch. Das schafft genau die guten Kontakte für ein Netzwerk im Betrieb. Man kennt sich. [...]

Sehr anschaulich und ich weiß, was du damit meinst. Das ist etwas, womit ich mich schwer tue und was ich umbedingt ausbauen muss, weil ich dazu neige, zwar freundlich zu sein zu den anderen, aber mich unterschwellig immer separiere und den Schwerpunkt auf meiner eigenen Arbeit habe statt darauf, soziale Netzwerke zu knüpfen.

# andere Stile

Der Kollege ist in direkter Konkurrenz zu mir. Wie man den Kontakt aufbaut kann ich notfalls nachlesen. Ich will aber nicht. Man muss passiv agr. spielerisch ansprechen im Prinzip. Wie meinen antisozialen Chef auch.

Ohja, spielerisch ansprechen klappt gut bei denen. Das kann ich aber nur mit dieser einen antisozialen Person und auch nur, wenn ich selbst in der passenden Stimmung dafür bin. Mir liegt das nicht wirklich auf diese Weise Kontakt aufzunehmen, deshalb habe ich das lange nicht mehr getan.

Passiv aggresiv schüttelt mich. Ich denke da immer an meinen Kollegen. Es ist ein höchst selbstschädigendes Muster ohne Nutzen (außerhalb der Kindheit).

Dem passsiv-aggressiven Stil kann ich auch nichts Konstruktives abgewinnen. Man schadet sich und anderen damit.

Beim Antisozialen überwiegt in "mittleren" bis schwereren Ausprägungen für mich das Negative eindeutig. Darunter sehe ich die Vorteile, die im Buch beschrieben sind. Aber nur, wenn der Antisoziale Stil durch den Zwanghaften Stil gebremst wird, sodass er nicht rücksichtslos gegenüber Mitmenschen wird. Extremsportler wären ein positives Beispiel in meinen Augen für einen sozialverträglichen antisozialen Stil.

Zum paranoiden Vergleich fällt mir noch ein: Wenn man sich in sicherer Umgebung schlafen legt, kann man ruhig schlafen und muss dann nicht aufpassen. Als Erwachsener kann man sich das so einrichten. Als Kind hatte man diese Möglichkeit eventuell nicht. Als Erwachsener hat man andere Möglichkeiten die man erkennen muss und nutzen kann.

Ja, die Ausgangssituation ist ungleich günstiger und sicherer. Wobei man auch als Erwachsener anderen nur vor den Kopf schauen kann. Wer weiß, wer vor einem steht (was der für Motive hat)... . Aber mir hilft manchmal Selbstironie und Humor dabei, mich daraus zu lösen. Eben die eigenen Befürchtungen/Unterstellungen gegenüber dem anderen gnadenlos überzeichnen, sodass sie sich selbst konterkarieren und an Bedrohlichkeit verlieren. ... Wenn ich tatsächlich wütend auf jemanden bin, bleibt es aber bei der "du bist nicht ok"-Einstellung. Aber ich greife den nicht zuerst an, agiere das nicht real aus und falls der mich angreift gilt das aus dem 2. Absatz:

In ernsten Situationen, in denen es nicht nur übersteigertes Misstrauen ist, sondern die Situation tatsächlich nicht ok ist/sein könnte: Sich vernünftige, realistische Handlungsalternativen überlegen, die auf Konfliktvermeidung zielen, aber gleichwohl die eigenen Grenzen wahren (der zwanghafte Modus hilft dabei).

=> Teil 2 siehe nächster Beitrag

EQhemkali\ger Nutzaer (#U59007x1)


*allgemeine Weiterentwicklungsansätze**

Eine Änderung im Denken ist es genaugenommen, das ist die Weiterentwicklung. Wenn man es einmal aufschreibt, dann verinnerlicht man es auch besser. Zumindet geht es mir da so.

Ja, aufschreiben oder am besten (bei mir): Neue, andere Erfahrungen machen und die verinnerlichen und ins Verhaltensrepertoire aufnehmen. Davor steht aber das geänderte Denken, das zu geändertem Verhalten führt.

Noch ein Punkt: Wenn man die Fähigkeit zu mehr Nähe entwickelt. Daraufhin in eine Beziehung geht und die scheitert. Nach wie vor hat man dann sein schizoides inneres Zuhause als Rückzug. Ich denke dass dies nicht verloren geht. Man hat immer noch alle Möglichkeiten der Stile. Hier verstehe ich das Buch jetzt ein bisschen besser, dass alle Leute eigentlich alle Stile haben können. Das ist für mich Weiterentwicklung. Man verliert nichts durch diese Art von Veränderung, wenn man nicht will. Falsches zu verbessern ist kein Verlust. Man hat zusätzliche Möglichkeiten und eine bessere oder erweiterte Sicht.

Alles in allem ist das wohl so, nur können negative Erfahrungen die schlechten Seiten am eigenen Stil und der eigenen Sicht verfestigen, denke ich. Ich schwanke da etwas, ob man nicht doch tiefer als auf den vorherigen Stand zurückfallen kann.

Um es noch weiter auf den Punkt zu bringen.** Ich habe in der Vergangenheit viel an meinen inneren Emotionen und an der Einstellung "Anderen nahe" zu sein gearbeitet. Ich merke auch dass sich da innerlich viel verändert hat in den letzten paar Jahren. Blicke ich also auf das Diagramm auf S193 dann fällt mir das auf.

Ich habe für mich nicht bewusst an mir gearbeitet; nur habe ich neue, sehr gute Erfahrungen mit anderen gemacht später und bin da über meinen Schatten gesprungen. Und ich habe inner-familiär wichtige Grenzen für mich gezogen, destruktive Personen sind verstorben, was die Gesamtlage für alle entspannt hat, und kurz gesagt sind dort einige wichtige Bausteine wieder geradegerückt. Das hat viel geheilt, denke ich. Sich von der Familie abgrenzen ist auch ein sehr wichtiges Thema. ... Ich weiß nicht, ob es auch schon "Nähe-Training" sein kann, wenn man Tieren nahe sein kann (Haustieren). Für die Gefühlswelt scheint mir das sehr sinnvoll. Um sich Mitgefühl zu bewahren und eine gewisse Bindungsfähigkeit. Tiere sind da "einsteigerfreundlicher" als Menschen.

Dass ich da an mir arbeite eine andere Sicht auf vieles zu entwickeln bedeutet die innere Einstellung "Ich bin nicht ok" die noch vorhanden ist. Das korrekt zu verarbeiten wäre dann der Sprung in den Quadranten "Gesund".

Bestimmt. ... Bei mir ändert sich bei den OK-Einstellungen viel über tatsächliche Erfahrungen und das Hinterfragen verinnerlichter Überzeugungen, aber die tatsächlichen (konstruktiven) Erfahrungen sind wichtiger. Bewusst "an meinen Emotionen arbeiten" wäre dagegen eine Sackgasse für mich.

Ich finde es ganz gut wenn ich etwas dazulernen kann. Ich finde man muss anderen eine Möglichkeit geben etwas beitragen zu können. Wenn man immer den Anspruch hat alles schon zu wissen und vorausnimmt kommen sich andere blöt vor. Haben dann irgendwann vielleicht keine Lust mehr auf Kontakt.

Es gibt übrigens den Spruch: Die Frage ist, ob man rechthaben will, oder ob man gewinnen will. Ich persönlich muss nicht immer rechthaben. o:) Obwohl man da komischerweise schon einen gewissen Ehrgeiz hat. Das macht vielleicht auch unsympatisch wenn man da zu verbissen ist.

An sich lerne ich auch gerne dazu, nur lasse ich mich nicht gerne korrigieren/liege ungern daneben, wenn das ein empfindlicher Punkt ist. Vielleicht kommt es auch darauf an, in welchem Modus/Stil ich gerade unterwegs bin. Der paranoide ist kritikempfindlicher. Wenn es mir wichtig war, alles richtig zu machen, reagiere cih im zwanghaften Stil eher damit, dass ich mich selbst tadele oder das sachlich-neutral sehe und mir die richtige Lösung merke; im paranoiden Stil fühle ich mich eher unangenehm berührt und missverstanden & ich bin innerlich eigentlich unsicher dabei. ... Da sollte ich entspannter werden, weil das alles entschärfen würde.

Was unternimmst Du sonst noch um den Themenkreis aufzuarbeiten?

Eine Zeit lang habe ich viel Bücher und andere Fundstellen gelesen, für mich alleine. Das war ein guter Grundstock, um überhaupt Fragen beantwortet zu bekommen, die ich u.a. seit der Kindheit hatte. Etwa parallel dazu habe ich durch Zufall, aber auch durch eigene Initative sympathische Menschen kennengelernt. Daraus ist eine gute Freundschaft entstanden (und gute Bekanntschaften). Ich habe diese Kontakte gepflegt bzw. pflege sie weiterhin. Außerdem habe ich mich online mit anderen ausgetauscht, so wie wir beide es z.B. hier tun. Ich finde es interessant, wie andere ähnliche Probleme/Schwierigkeiten lösen und damit umgegangen sind. Außerdem bin ich letztes Jahr gesundheitliche Sachen angegangen, die ich vorher vermieden hatte, teils auch nicht erkannt hatte.

Aktuell habe ich kein konkretes "Arbeitsziel" im sozialen Bereich. Ich achte darauf, mehr soziale Kontakte zu pflegen als früher und offener zu sein, neue potentielle Kontakte zu erkennen und mich auf ersten Kontakt einzulassen, wenn mir der andere nicht direkt unsympathisch ist; mich eben nicht sozial abzukapseln. Auf der anderen Seite versuche ich, rechtzeitig zu erkennen, mit wem es nicht passt. Das sind Kontakte, in denen die Energiebilanz für mich nicht stimmt; jedenfalls nicht für einen engeren Kontakt miteinander. Das finde ich manchmal schwierig einzuschätzen beim Kennenlernen anderer. Erst recht, wenn die auf mich zukommen und größeres Interesse an dem Kontakt haben während ich noch dabei war, mich in der (neuen) Gruppe zu orientieren und in meinem Tempo zu erkennen, mit wem es für mich passt. Was ich abbauen möchte, ist meine Neigung zum Aufschieben & Vermeiden. Das übe ich praktisch im Alltag immer wieder mal (eben wenn etwas anliegt, das ich gerne vermeiden würde). Ich "zwinge" mich, mich dem letztlich zu stellen. Da könnte nur das Tempo höher sein, ein bisschen schiebe ich die Beschäftigung/das Angehen solcher Aufgaben immer hinaus. Da merke ich die größte Veränderung, wenn ich wenig vermeide. Das motiviert sehr. (Aber kostet auch Energie).

#Beziehungen

Sehr gut dass Du den Satz schreibst. Mir ging das früher auch so. In meinem Kopf war eine Beziehung ehr etwas wo man seine bestimmte Rolle spielt. Irgendwie perfekter als im normalen Umgang. Ich habe das immer als etwas anderes gesehen zum authentischen Verhalten. Genau dieses Bild muss man relativieren, damit man eine Beziehung interessanter findet. Niemand will ein Leben lang Energie in das spielen einer Rolle stecken. Da stecken alte Einschärfungen dahinter wie man sein muss. Was man im Grunde selber aber gar nicht sein will und im innersten nicht ist (Ich bin nicht ok weil ich die erwartete Rolle nicht verkörpere). Irgendwas in der Art.

Du hast das sehr treffend zusammengefasst, was mir gar nicht so bewusst war, dass mein Bild von einer Partnerschaft in diese Richtung wie beschrieben getrübt ist.

Auf mich wurde auch eingeredet. Teilweise vor anderen herumerzählt, was einen blosstellt. Ich habe dann das Thema "Beziehungen"auch bleiben lassen. Ein peinlicher Beigeschmack wenn man weiss dass die Eltern da wieder die Finger reinstecken werden.

Sowas ist leider sehr negativ prägend. ... Da könnte ich jetzt das aufgreifen, was du zum paranoiden Stil geschrieben hast (übrigens ein sehr treffendes Bild mit dem Schlafen ;-D ). Heutzutage hat man als Erwachsener eher die Möglichkeiten eine (potentielle) Partnerin erstmal in Ruhe für sich alleine kennenzulernen ohne dass die eigene Familie "mitschaut" und das unerwünscht begleitet und kommentiert. Wie gut das auf Dauer ist, steht auf einem anderen Blatt. Nur hat man bis dahin die Bindung zur Partnerin (hoffentlich) ausreichend gefestigt, sodass die Familie da nicht zwischenfunken kann.

Diesbzgl. kann eine ausreichende örtliche Distanz enorm hilfreich sein.

Ich hoffe ich habe nichts Wichtiges übersehen - sonst melde dich einfach und ich schreibe dann später was dazu. Außerdem brauche ich etwas Schreibpause. Mal sehen wie lange; also nicht wundern. Den Austausch mit dir mag ich aber und würde ihn gerne fortsetzen.

Gute Nacht.

toeetxa1


Unsere seitenlange Diskussion beschreibt das Verändern. Wie sieht Du das mittlerweile?

Da sich hier das Meiste nicht direkt an mich richtet, überfliege ich viel. Und das was ich mitbekomme ist, dass man es akzeptieren soll, dass man das nicht kann bzw. nur in geringen Mengen. Nur ist es genau das was ich nicht akzeptieren will.

Ich werd wahrscheinlich mal ne Therapie anfangen in der Hoffnung, dass sich mal was ändern könnte. Vielleicht kann da ja mal jemand seine Erfahrungen mit mir teilen?

AUBCi0x1


Hallo Zuschauer,

"Persönlichkeitsstörungen" - Leitfaden für die Psychologische Psychotherapie". Die jeweiligen Beziehungsmotive, Images, "Spiele" und Selbstannahmen fand ich dort sehr übersichtlich dargestellt;

Ich schaue gerade noch in das andere Buch von Sachse: Persönlichkeitsstörungen verstehen. Parallel dazu bei Amazon das andere Buch:

[[https://www.amazon.de/dp/3801725421/ref=olp_product_details?_encoding=UTF8&me=]]

Der Leitfaden von Sachse hat ein recht hohes Niveau. Ich habe das Buch bestellt. Direkt lesen werde ich es sicher nicht. Vielleicht hilft es in ein paar Punkten mein Verständnis zu verbessern. Es erklärt auch die Zusammenhänge. Mir ist immer wichtig, immer wieder Informationen zu finden die einen wirklich weiterbringen.

#schizoider Stil -> Entwicklungschancen

=> "Mit dabei sein statt nur daneben" als neues Motto.

Energie nicht mehr in ihren Rückzug investieren, sondern aktiv an ihrer Umwelt teilnehmen

Gut, das ist ja der Grundgedanke. Dazu muss man "gesund" sein, sonst quält man sich und schränkt das ein auf die nötigsten Teilnahmen. Dann ist man genau da, wo man heute schon ist.

Zum teilnehmen am (sozialen) Leben: Das läuft über die Gefühle. Und wenn es nur Interesse ist. Das ist das Gefühl etwas machen zu wollen. Das ist dann so stark dass es einen in Bewegung setzt. Grundsätzlich muss man dem was abgewinnen können, was man immer wieder gerne machen will.

Dauerndes Interesse mit dauernder Aktivität verbessert dann die Kondition und zusammen mit der Übung die man bekommt fällt es letztendlich leichter teilzunehmen. Es wird selbstverständlich.

In dem Maß wo man gesünder wird und es immer besser läuft wird man sicher auch lebendiger und interessierter. Das schizoide löst sich dann zunehmend in Luft auf, wenn es seinen Sinn verliert.

Dann sind da noch Lebenspläne, Skripte und verschiedene andere Bremsen was einen hindert.

Mein Gedanke ist, dass die Teilnahmen automatisch zunehmen, wenn die fundamentalen Voraussetzungen besser werden. Oder anderst herum gesagt, man kann an dem was man zunehmend macht erkennen wie man sich weiterentwickelt hat.

Rainer Sachse sagt zur schizoiden Persönlichkeitsstörung, dass diese Klienten sich und andere darüber täuschen, dass sie angeblich kaum ein Bindungsinteresse und Kontaktinteresse zu anderen hätten und ihr Rückzug selbstbestimmt/autark wäre. Er bezeichnet das als falsches Image, das die Klienten aufmachen und sehr gut darin sind, dass anderen weiszumachen.

Mittlerweile auch meine Meinung. Das schizoide ist ein falscher Ersatz für ein Zuhause. Es stecken tiefere Ursachen dahinter. Wenn diese sich verändern löst sich das schizoide in Luft auf. Vermute ich jetzt mal stark. Beim Überwinden überlegen sich die Leute alles mögliche. An der richtigen Schraube drehen sie aber nicht. Muss so sein. Sonst würden das alle mit ein bisschen gutem Willen und den üblichen Tips abschütteln.

Die Weiterentwicklung wäre dort, sich das eigene Bindungsbedürfnis einzugestehen, ggf. sozial dazuzulernen

Ja, das eigene Bindungsdefizit sich einzugestehen und daran zu arbeiten es zu verbessern

Bedürfnis: Mit einem guten Gefühl verknüpft das man vorausschauend hat. Der Wunsch nach etwas das einen interessiert oder befriedigt. Keine Pflicht die man ungern wahrnimmt, weil das einen nichts positives gibt. Und das sind meiner Meinung nach Gefühle und natürlich auch dass man eine stabile Lebenssituation hat.

(falls wichtige soziale Lernerfahrungen verpasst wurden durch den Rückzug von anderen) und Kontakte zu anderen aufzubauen und diese genießen zu lernen sowie im Kontakt erfolgreich ihre Grenzen zu vertreten anstatt ihre Grenzen durch Rückzug zu schützen.

Ja, sehe ich auch so. Es sind mehrere Defizite zu überwinden (außer gesund sein/werden) Das sich Rückstände in der sozialen Erfahrung (Lernerfahrungen) und Kontakte (ein positives Umfeld) aufzubauen. Die Grenzen vertreten (gesund handeln). Aus altem herauskommen um Raum für Neues zu haben. Manches widerspricht sich. Positive Soz. Erfahrungen macht der Gesunde vor allem. Um aber gesund zu werden braucht es das auch. Ein Deadlock bis zu einem gewissen Grad. Das erschwert es. Normalerweise macht ein Kind diese Erfahrungen in der Familile. Später wäre auch eine Selbsthilfegruppe vielleicht eine Idee.

innerlich weggegangen von meiner Familie: Ja, das ist das "Dilemma". Man bemerkt seine Kosten nicht in diesem Modus.

Genau, das hat seinen Preis. Es war ein Überlebensstil. Wenn deine Wohnung brennt gehst Du notgedrungen auch bei schlechtem Wetter in Unterhosen raus.

Dass man darin - zumindest in gewisser Hinsicht - auch sich selbst fern ist, bemerke ich bewusst fast nie in diesem Modus.

Du blendest alles um Dich herum aus. Selbst Dein eigener Körper kommt Dir taub vor. Du bist komplett in Gedanken. Eingewickelt in Gedanken, wenn es tief genug ist.

Ein Beispiel für sich selber fern ist auch, wenn man auf Kosten seiner eigenen Gesundheit lebt, oder ohne jede Rücksicht auf die Gesundheit. Der workoholic bis zum Herzinfarkt sich mit Pillen über Wasser hält. Der schizoide auf seine Kosten weggeht. Wenn er sich selber keine Bedürfnisse zugesteht und ehr andere unterstützt als sich selber.

Paranoid und antisozial (ich bin ok, sich nahe) passen besser auf sich auf. Der paranoide ist Wachsam dass ihm nichts passiert. Der antisoziale benutzt andere damit es ihm gut geht.

Aber möglich, dass ich den im Buch skizzierten Änderungsprozess unterschätze und missverstehe.

Ich erlebe jetzt einige Veränderungen und kann einiges nachvollziehen.

Wenn Du sagst, beim paranoiden hat sich schon einiges verbessert und gleichzeitig sagst dass Du mehrere Stile hast, wie auch zwanghaft. Dann ist es eventuell die Wandlung im Bild andere in Richtung mehr ok zu sehen. Du entwickelst Dich von paranoide mehr in Richtung zwanghaft, da der Stil vermutlich andere nicht mehr so extrem kritisch sieht (meine Meinung aus unserem Informationsaustausch). Du bewegst Dich im Diagramm.

#zwanghafter Stil -> Entwicklungschancen

Meine Meinung gleich vorab: Wenn man zwanghaft überwindet, verliert man eventuell die Fähigkeit härter arbeiten zu können. Da sehe ich ein bisschen, das einem da etwas verloren gehen kann wo einem beruflich hilft. Bei mir ist es jetzt nicht so extrem dass es in einen burnout reingeht. Weniger sollte es aber auch nicht sein. Das bedeutet dass man das Interesse am Arbeiten zu Schluss verliert. Vielleicht auch ein Denkfehler nach Sachse. Im beruflichen zählt aber schon Leistung. Zwanghaft ist da kein Hindernis.

Du meinst den Socializing-Kram. ;-)

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PS: Falls Du das Buch noch nicht hast. Kauf Dir das und lass Dich überraschen . Gebraucht kostet es fast nichts: [[https://www.amazon.de/Wahnsinnskarriere-Wolfgang-Schur/dp/3453180976]]

weil ich dazu neige, zwar freundlich zu sein zu den anderen, aber mich unterschwellig immer separiere und den Schwerpunkt auf meiner eigenen Arbeit habe statt darauf, soziale Netzwerke zu knüpfen.

Das Thema "Netzwerke" konnte ich früher auch nie greifen. Es war irgendwie abstrakter. In dem Maße wo ich andere Anforderungen (Druck der Konkurrenten, Kollegen) habe sind Fürsprecher, Unterstützer wichtiger denn je. Das Thema Netzwerk bekommt eine Bedeutung. Man beginnt es zu schätzen. In dem Maße wo ich positive Erfahrungen mache, bekommt es auch eine neue Qualität. In dem Maß wo sich mein Menschenbild verbessert wird das Thema greifbarer. Meine Meinung: Überall ist Konkurrenz. Derjenige besteht am Markt, der eine Zusatzidee hat (Wettbewerbsvorteil). Wenn Du Karriere machen willst dann ist dieses Netzwerk Dein Wettbewerbsvorteil. Wer soziale Probleme hat hat einen Wettbewerbsnachteil -> Anreiz gesund zu werden !!! Nur wer gesund ist wird alt !! :-)

Was ich aber zu meinem Beitrag von gestern vormittag sagen möchte ist, dass sich bei mir schon einiges verändert hat. Ich merke bei mir schon eine Bewegung in Richtung gesünder. Ein Zeichen, dass ich an Schrauben drehe, die positive Veränderungen bringen.

allgemeine Weiterentwicklungsansätze

Ich habe für mich nicht bewusst an mir gearbeitet; nur habe ich neue, sehr gute Erfahrungen mit anderen gemacht später und bin da über meinen Schatten gesprungen. Und ich habe inner-familiär wichtige Grenzen für mich gezogen, destruktive Personen sind verstorben, was die Gesamtlage für alle entspannt hat, und kurz gesagt sind dort einige wichtige Bausteine wieder geradegerückt. Das hat viel geheilt, denke ich. Sich von der Familie abgrenzen ist auch ein sehr wichtiges Thema. ... Ich weiß nicht, ob es auch schon "Nähe-Training" sein kann, wenn man Tieren nahe sein kann (Haustieren). Für die Gefühlswelt scheint mir das sehr sinnvoll. Um sich Mitgefühl zu bewahren und eine gewisse Bindungsfähigkeit. Tiere sind da "einsteigerfreundlicher" als Menschen.

Du hast Dich bestimmt auch schon ein gutes Stück weiterentwickelt. Ich meine Deine Bewegung vom paranoiden hin zum zwanghaften ist einer Verbesserung deines Menschenbildes zu verdanken. ich vermute dass es bei Dir früher starker paranoide war und es sich zunehmend in Richtung zwanghaft verändern wird. Das paranoide verblasst idealerweise. Du benützt zunehmende andere Möglichkeiten um mit anderen Menschen umzugehen.

Bestimmt. ... Bei mir ändert sich bei den OK-Einstellungen viel über tatsächliche Erfahrungen und das Hinterfragen verinnerlichter Überzeugungen, aber die tatsächlichen (konstruktiven) Erfahrungen sind wichtiger.

Hier schreibst Du es auch so im Prinzip, dass Du schon deutlich weitergekommen bist.

Weiter in Teil 2 (Maske ist voll)

AkBC01


Bewusst "an meinen Emotionen arbeiten" wäre dagegen eine Sackgasse für mich.

Falltüre ....

Für mich ehr der Sprung nach vorne. Auch hier gilt wieder !!! Früher wäre das Thema für mich nicht greifbar gewesen daran zu arbeiten. Ich habe nun einen Weg gefunden etwas zu verbessen und bin davon nun überzeugt.

Das Leben verläuft emotional. Alles ist mit Gefühlen hinterlegt beim Menschen. Wer sich mit Software auskennt ( Ich bin kein Softwareler) Es gibt einem Debugmodus. Das ist wenn Du andere anstarrst und analysierst. Und es gibt einen Betriebsmodus (runtime): Am Leben teilnehmen. Da analysiert dein Gehirn automatisch die Daten deiner Sensoren (Augen, Ohren usw.... ) und sucht sie nach gelernten Mustern ab. Wird eine echte Mimik erkannt (Lachen oder Trauer) wird das gleiche Gefühl in Dir erzeugt wie beim Gegenüber (Spiegelneurone, mitfühlen sagt man) Wenn man das nicht erkennen kann, weil der neuronale Filter nicht trainiert ist oder die Verknüpfung des Filters mit der Gefühlserzeugung unterdrückt ist (Gefühl verdrängt) empfindet man nichts und kann nicht vollwertig am Leben teilnehmen. Man fühlt sich dann im schizoiden Modus besser und hat keinen Grund diesen zu verlassen. Soviel ist mir mittlersweile klar geworden. an dem Punkt bin ich bereits.

Um indirekt Rainer Sachse zu zitieren. Das kommt Dir bestimmt bekannt vor:

Rainer Sachse sagt zur schizoiden Persönlichkeitsstörung, dass diese Klienten sich und andere darüber täuschen, dass sie angeblich kaum ein Bindungsinteresse und Kontaktinteresse zu anderen hätten und ihr Rückzug selbstbestimmt/autark wäre. Er bezeichnet das als falsches Image, das die Klienten aufmachen und sehr gut darin sind, dass anderen weiszumachen.

Die Weiterentwicklung wäre dort, sich das eigene Bindungsbedürfnis einzugestehen, ggf. sozial dazuzulernen (falls wichtige soziale Lernerfahrungen verpasst wurden durch den Rückzug von anderen) und Kontakte zu anderen aufzubauen und diese genießen zu lernen sowie im Kontakt erfolgreich ihre Grenzen zu vertreten anstatt ihre Grenzen durch Rückzug zu schützen.

Ja, es sind mehrere Themen zum weiterentwicken. Das Thema "Grenzen" das Dir sehr wichtig ist zeigt mir aber, dass Du in Richtung: Schlechte Menschen besser abgrenzen gehst. Es geht um ein Bild von anderen, dass diese viel freundlicher sieht. Wenn Du auf andere entsprechend zugehst wirst Du merken das es gar nicht so schlimm ist mit Grenzen. Wenn Du harten Umgang mit anderen pflegst dann musst Du auch bei den Grenzen aufpassen. Wenn Du jemand vorsorglich schon mal klarmachst wie bissig Du sein kannst und er zurückbellt. Dann must Du ihm leider sagen - halt das ist eine Grenze. Du kannst mich nicht so anbellen. Wärst Du anders auf ihn zugegangen, hätte es vielleicht gar keine Grenzendiskussion gegeben. (Selbsterfüllende Prophezeihung). Einen Hund den man scharf macht muss man an die Kette legen. Das Bild erhalten: Andere sind nicht ok und müssen abgegrenzt (anderen fern) werden. Damit wird man nicht gesund. Die Statistik sagt, dass etwas mehr als 50% der deutschen Bevölkerung mit der "gesund" Einstellung leben kann und diese nicht von antisozialen ermordet wurden bisher um es extrem auszudrücken. Du weist was ich meine.

Der paranoide ist kritikempfindlicher. Wenn es mir wichtig war, alles richtig zu machen, reagiere cih im zwanghaften Stil eher damit, dass ich mich selbst tadele oder das sachlich-neutral sehe und mir die richtige Lösung merke; im paranoiden Stil fühle ich mich eher unangenehm berührt und missverstanden & ich bin innerlich eigentlich unsicher dabei. ... Da sollte ich entspannter werden, weil das alles entschärfen würde.

Die Falltüren ... usw. Wenn man sich weiterentwickelt veblassen die Stile hoffentlich. Übrigens das Thema Gefühle wäre für mich früher ehr auch eine Falltüre gewesen. Mit dem Ansprechen an mich heran: "Wie geht es Dir" also nach Gefühl befragt, habe ich mich immer blöt gefühlt. Damit konnte ich nie so richtig was anfangen. Das ist jetzt anders.

Den Rest lese ich mir später noch in Ruhe durch. Ein Problem wird es langsam so viel zu schreiben.

Ich meine dass sehr viel schon gesagt ist. Die Schreiberei ist ehr Überzeugungsarbeit. Um vollwertig am Leben teilzunehmen muss man im "Gesund" quadrant ankommen und benötigt alle Möglichkeitem. Das emotionale sind wahrscheinlich beinahe 50% davon. Man kann es nicht ausklammern. Die Gefühle motivieren einen zu Aktivitäten, die man sonst nicht macht.

Nun lege ich mich wieder etwas hin. ich bin um 3:00 leider wachgeworden. Meine übliche Zeit ist das nicht um am PC zu sitzen.

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