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Hilfe ich kann privat und Beruf nicht trennen!

Jbuliwxulxi hat die Diskussion gestartet


Wenn ich einen Streit mit meinem Freund oder etwas derartiges privates habe, kann ich nicht Arbeiten oder in die Berufschule gehen. Ich hab dann keine Energie und Kraft dazu. Ich kann nicht abschalten. Aber ich kann nicht jedes mal in Krankenstand gehen?! 😣😢

Antworten
aHug2x33


Nach den drei Zeilen die Fragen: Streit scheint im bisherigen Leben selten vorgekommen zu sein und nie gelernt, wie man damit umgeht? Und die Berufsausbildung einschließlich Berufsschule rangieren hinter dem Freund und der Beziehung zu ihm?

JhulNiw*uli


Aug233: naja es hat nix mit rangieren zu tun. Ich kann einfach nicht. Egal wie sehr ich will. Und solche Sachen sind schon oft in meinem Leben passiert und nie konnte ich damit umgehen :(v

X/iraxin


Keine Energie und Kraft ist für mich kein Argument.

Sorry, aber da musst du dich am Riemen reißen.

Eventuell wäre es gut, wenn du dich mal beraten lässt in so einer Situation und Wege findest, dich trotzdem aufzuraffen und den Streit objektiv zu beurteilen und dir dann zu sagen "Das kläre ich heute Abend."

Streits legen sich immer wieder...du kannst dich nicht dein Leben lang 10 Mal im Jahr krank schreiben lassen...

a3ug2'33


Xirain hat es auf den Punkt gebracht. Wenn es heute nicht geht, dann ist es höchste Zeit dies zu lernen: sortieren und ein Streit mit dem Freund darf nicht die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen. Ein Streit mit ihm wird entweder noch vor dem nächsten Arbeitstag beendet und beigelegt oder es besteht die Übereinkunft, dass beim nächsten Treffen darüber gesprochen wird.

Dazwischen muss der Kopf frei sein und bleiben für die Arbeitswelt.

J-uliwxuli


Ja ist mir klar dass das nicht sein darf, deshalb frage ich ja.. aber ich hab keine Ahnung wie ich das machen soll.. ich bin dann depressiv und könnte alla minuten aufs klo weinen gehen

XLirapin


[[http://www.zeitblueten.com/news/richtig-streiten/]]

Das sind Punkte die helfen "richtig zu streiten".

Das mit dem Abgrenzen ist so eine Sache, das muss man lernen und es ist garnicht so einfach.

Ich habe meine Gefühle dazu aufgeschrieben und mir gesagt, ich schreib mir jetzt den GANZEN MIST von der Seele und dann ist gut. Dann denke ich nicht mehr darüber nach.

Das hat mir geholfen ruhig schlaf zu finden.

Am Morgen sah die Welt dann oft schon ganz anders aus.

Gibt es außer diesem "Nicht können" dann noch andre Probleme? Hast du generell öfter so Phasen, wo du denkst die Welt ist am untergehen und du kannst so nicht weiter machen? Legt sich das dann aber auch wieder?

Bei mir war es eine Zeit so, mein Therapeut meinte ich hätte "emotional instabile" und "abhängige" Persönlichkeitsanteile.

Aber wie ich damit umgehe, das hab ich in der Therapie gelernt.

Wenn du merkst, das versaut dir dein Leben (und das kann gut sein, denn nicht jeder Arbeitgeber wird das lange mitmachen.), vielleicht wäre dann mal ein Weg mit wem Professionellen darüber zu sprechen.

Warum das so ist, sind da Verlustängste dahinter?

Es kann im Leben nicht immer nur Friede Freude Eierkuchen sein, aber man muss lernen richtig damit umzugehen.

Ich weiß es ist alles nicht so einfach, aber ich hab zBsp auch ein halbes Jahr heulend auf der Arbeit gehockt, aber da war eine nahe Verwandte gestorben. Trotzdem habe ich mich aufgerafft und es hat mir auch irgendwo geholfen mich von der Situation abzulenken statt sie totzugrübeln. Trotzdem bin ich dann in Therapie gegangen.

Vor der Therapie haben mich Streits sehr stark belastet und im Leben eingeschränkt.

Heute sehe ich sie als "notwendiges Übel" um einen Kompromiss zu finden.

Xyiprain


Die Frage ist natürlich auch, warum weinst du dann...bist du dann traurig?

frag dich dann mal selbst, bist du zurecht traurig, oder bist du einfach wütend oder enttäuscht von der Person und ihrem Handeln.

Das kann einen großen Unterschied machen.

Wenn man wütend auf jemanden ist, geht man vielleicht mit der Einstellung einher "Jetzt erst recht, ich lass mir doch von sowas nicht den Tag versauen"

Oft ist man nach einem Streit garnicht traurig, sondern wütend oder aufgebracht....

geh das nächste mal in dich hinein und gucke, was für ein gefühl jetzt ANGEBRACHT ist.

Meist ist es garnicht das traurig sein (weinen)

C in(naxmon4


Hm... ich hatte das auch mal. Bei mir war es so, dass ich von dem Streit nicht abschalten konnte, weil ich tierische Verlustangst hatte. Ich dachte, das könnte das Ende der Beziehung sein und konnte mich auf nichts anderes konzentrieren, bis wieder Harmonie herrschte. Heute weiß ich, dass Beziehungen nicht über Harmonie zusammen gehalten werden, sondern über Zuneigung. Nicht alle Konflikte kann man lösen und das muss man auch gar nicht - Zuneigung schafft da Brücken. Solange dein Freund und du also nicht über grundlegende Dinge wie Treue oder Gewalt oder Ähnliches streitet, ist das nichts Gefährliches sondern etwas ganz Normales.

Solltet ihr euch allerdings sehr häufig streiten, also mehrmals wöchentlich, und das beide als belastend empfinden, wäre halt die Frage, warum ihr so viel streitet. Wenn es eigentlich Schwachsinn ist, dann könntet ihr an eurer Kommunikation arbeiten - vielleicht versteht ihr euch oft miss oder werdet zu schnell ausfallend? Wenn ihr euch streitet, weil ihr zu unterschiedliche Vorstellungen von eurer/einer Beziehung habt, wäre es an der Zeit, die Beziehung an sich zu überdenken.

Das habe ich übrigens auch gelernt: Ich bin wichtig und die Art, wie ich mein Leben leben will, sollte ich verfolgen. Niemand sonst darf da über mich bestimmen. Wenn einem dann jemand über den Weg läuft, der dieses Leben nicht mittragen kann, weil er für sich selbst ein anderes will, tun beide besser daran, getrennte Wege zu gehen. Das ist vielleicht kurzfristig schmerzvoll, aber langfristig viel, viel besser als sich selbst aufzugeben. Manchmal denkt man, man könnte ohne den anderen nicht leben - das stimmt aber nicht. Nur ohne sich selbst kann man nicht (glücklich) leben und deswegen sollte man sich nie selbst aufgeben - so viel sollte man sich selbst immer wert sein!

Ich glaube, aus diesem Grund sagt man auch: "Nur, wer sich selbst liebt, kann auch jemand anderen lieben." Denn wenn man sich selbst nicht liebt, gibt man sich auf und bleibt bei jemandem, zu dem man nicht passt. Von diesem Menschen erwartet man dann also auch, dass er sich selbst aufgibt, und das kann keine Liebe sein. Wenn ich zu jemanden nicht passe, passt er nämlich auch nicht zu mir.

:-)

J'uliwuxli


Danke für die Antworten! :) also ja es sind oft Verlustängste da und meine emotionale Seite wirkt oft instabil und ich oft depressiv und pessimistisch. Und nein wir streiten nicht so oft aber wenn und es ist nicht geklärt fühlt sich der Arbeitsalltag mies an. Ich war oft bei Therapeuten schon mein Leben lang und es gab immer eine kleine Besserung. Ich bin in so Streitigkeiten meist nicht auf andere böse sondern auf mich selbst auch wenn ich nicht Schuld bin und würde in solchen Momenten sehr gerne weg vom Fenster sein....leider... meine frustgränze liegt bei Null.

CYinnaPmonx4


Wenn Therapien bei dir nicht anschlagen und du allgemein zu Depressionen und Grübeln neigst, das dich von deinem Leben abhält - willst du es vielleicht mal medikamentös probieren? Muss ja auch erstmal nix "Hartes" sein. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Homöopathie gemacht. Das hilft zwar nicht bei jedem, aber die Nebenwirkungen halt sich auch in Grenzen und es ist sehr günstig - einen Versuch ist es definitiv wert.

Auch eine Variante ist Johanniskraut aus der Pflanzenheilkunde. Der einzige Nachteil ist, dass Johanniskraut die Haut empfindlicher macht - man kann leichter mal Ausschlag kriegen und sollte außerdem nicht in die Sonne gehen bzw. wenn, dann nur kurz und mit Sonnencreme 30 oder 50+. Auch verträgt sich Johanniskraut nicht mit der Pille. Das sind aber relativ geringe Nebenwirkungen für ein Antidepressivum.

Jguliw!uxli


Cinnamon4: Danke für deine Empfehlung :) also da ich die Pille nehme kann ich kein johanniskraut nehmen. Aber wäre vl nicht schlecht mal etwas pflanzliches zu probieren.

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