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Ich habe keinen Grund zu existieren

P"hilEadelxphia84 hat die Diskussion gestartet


In letzter Zeit habe ich immer wieder Suizid-Gedanken. Ich denke da ganz nüchtern drüber, weil ich glaube nicht auf diese Welt zu passen. Allerdings kann ich das nicht tun, solange meine Eltern noch leben, das kann und werde ich nicht machen. Nun weiß ich nicht, wie es weitergehen soll.

Im Grunde habe ich alles verbockt. Wenn das Leben mir Chancen gab, verwarf ich sie. Oder das Leben nahm mir die Chance durch einen dummen Zufall selbst wieder weg. Noch nie ist etwas so gelaufen, wie ich es mir vorgestellt hatte, egal wie sehr ich mich bemüht habe. Im Grunde hatte ich noch nie wirkliche Freunde, höchstens flüchtige Bekanntschaften. Ich meine es kann doch nicht normal sein, dass sich wirkliche Freunde nie für einen interessieren? Kleines Beispiel: Ich war eine Woche im Krankenhaus und konnte mich bei niemandem melden, da kein Handy zur Hand war. Als ich nach Hause kam, hatte ich nicht eine einzige Nachricht. Oder wenn ich mal einen auffälligen, traurigen Spruch gepostet habe, kam keine Nachfrage. Ja, ich gebe es zu, ich habe später praktisch nach Aufmerksamkeit gebettelt, weil ich das Gefühl geliebt und gemocht zu werden spüren wollte. So ging das jahrelang, bis ich akzeptiert habe 'Okay, du hast halt keine Freunde'. Ich schiebe regelrechten Hass auf die Menschheit und es kotzt mich an morgens die Augen aufmachen zu müssen, um mich durch meinen Alltag zu schleppen, der sich wie Treibsand anfühlt. Damals dachte ich noch 'hey, nicht so pessimistisch, geh jedem mit einem Lächeln entgegen und sei' offen für Neues'. Das habe ich getan und alles was übrig blieb, sind meine Bekanntschaften. Ist das mittlerweile Gang und Gebe, dass man einander egal ist? Falls nicht, würde ich gerne mal erfahren ob das bei euch anders ist.

Jedenfalls war ich noch nie der unkomplizierteste Mensch, Depressionen, Ängste, Panikattacken, das volle Programm habe ich schon durch. Ich habe reihenweise die Therapeuten abgesägt, weil das meiner Meinung nach alles inkompetente Idioten waren, deren Gesicht ich bereits nach der ersten Sitzung mit einem Stuhl einschlagen wollte. Ich bin immer anderer Meinung, als die Meisten und habe damit schon oft angeeckt, besonders in der Schule. Die Folge waren jahrelanges Mobbing, also versuchte ich mich anzupassen und verstellte mich komplett. Das ging natürlich voll daneben und so legte ich eine reife Karierre an Schulwechsel hin, bis ich mal einen halbwegs vernünftigen Schulabschluss hatte. Aber das Theater ging weiter, Ausbildung angefangen, Ausbildung abgebrochen, Ausbildung angefangen, Ausbildung abgebrochen und immer so weiter. Im Endeffekt konnte ich nirgendwo ankommen, kam mit den Kollegen nicht klar, wurde von depressiven Episoden eingeholt und alles endete im Chaos. Aktuell bin ich mal wieder arbeitssuchend, also auch praktisch pleite.

Von Beziehungen und Liebe will ich mal gar nicht anfangen - kann ich auch gar nicht, da ich nie eine hatte. Ich war desöfteren verliebt, aber immer in Menschen, wo es mal komplett hoffnungslos war. Und ich kann mittlerweile schon vorab prophezeien, dass ich sobald ich Gefühle für eine Frau entwickel' (ja, zu allem Überfluss bin ich noch homo) sie entweder plötzlich wegzieht oder ich sie aus anderen Gründen nie mehr wiedersehe. Das war erst kürzlich der Fall und obwohl ich das erwartet habe, bin ich noch immer enttäuscht. Der Herzschmerz bleibt ja trotz Vorahnung leider nicht aus, woran ich öfter mal innerlich kaputt gehe. Verliebtsein ist etwas so tolles und eine willkommene Abwechslung in meinem Leben und sobald ich feststellen muss, dass ich mich schon wieder verabschieden kann von dem Gefühl folgt diese innere Leere. Ich frage mich dann nur 'Warum zum Teufel?' Eine Beziehung ist nicht einmal mehr notwendig für mich, ich wollte bloß den Kontakt zu den Menschen für eine Weile genießen.

Da bin ich nun, tippe diesen Text und weiß eigentlich gar nicht, was ich will. In letzter Zeit denke ich oft darüber nach, wie es wäre nicht geboren worden zu sein. Ich befinde mich wohl derzeit wieder in einem Loch und das schon seit Monaten. Ich werde nie dieses Leben führen können, was ich mir als Kind immer ausgemalt hatte. Ich werde mir niemals ein Haus leisten können, heiraten sieht wohl auch eher schlecht aus (davon mal abgesehen, dass es da noch nie jemanden gab, ist das in Deutschland noch nicht mal legal) und eigene Kinder bekommen kann ich dann wohl auch nicht. Also wofür sollte ich morgens aufstehen? Es wäre den Menschen piepegal, ob ich da bin oder nicht, abgesehen von meinen Eltern, die zugebenermaßen wie oben genannt der einzige Grund sind, dass ich den Text überhaupt schreiben kann. Wofür sollte ich mich hübsch machen? Ich tue es zwar, aber keine Ahnung für wen oder was. Es gibt absolut keinen Grund, weshalb ich auf der Welt bin. Ich bin den Menschen eher eine Last, als alles andere und ich kann so nicht weiterleben. Mit der Zeit habe ich immer mehr abgebaut, ich lache nicht mehr über Dinge, die ich früher witzig fand... ich lache eh nur noch selten. Im Grunde bin ich wie hinter Glaskuppel, aus der ich allen anderen beim Leben zuschaue, nur ich selbst schaffe es nicht. Ich bin auch so müde und kraftlos, meine Muskeln tun weh und ich weiß nicht einmal wovon. Am schlimmsten sind de Mittage, die wollen einfach nie umgehen, die Zeit kriecht so dahin, bis es endlich wieder abends wird. Sobald es dunkel ist fühle ich mich besser, außerdem weiß ich, dass ich dann bald wieder schlafen gehen kann. Was kann man da tun? Weiter leben zu müssen fühlt sich fast wie ein Gefängnis an, doch ich möchte es meinen Eltern zuliebe und das mit hunderprozentiger Sicherheit...

Gibt es tatsächlich Menschen, die nicht für das Leben gemacht sind?

Antworten
X(irBaiPn


In letzter Zeit denke ich oft darüber nach, wie es wäre nicht geboren worden zu sein.

Damit bist du nicht allein, auch ich hatte eine Zeit lang solche Gedanken.

Mein Therapeut sagte da zu mir "Diese Gedanken sind Schwachsinn, denn so ist es ja nicht. Sie wurden geboren, jetzt müssen sie etwas draus machen."

Ich hab ihn gehasst für den Spruch...aber Recht hatte er.

In der weiterfolgenden Therapie habe ich viele Dinge über mich und die Menschheit an sich gelernt, die ich natürlich nicht 100% wieder geben kann.

Natürlich bist du auch nicht ich.

Aber zBsp die Situation mit dem Krankenhaus. Hör auf dich selbst zu bemitleiden, sondern mach das, was gesund wär. Sei sauer auf diese Personen. Du darfst ihnen auch ruhig sagen "Ich dachte du wärst ein Freund..." Aber schau vorher...wie oft ihr wirklich Kontakt habt...einmal die Woche? Dann fällt es vllt einfach nicht auf.

Ich hätte meinem Thera auch das ein oder andre mal gern gesagt "Scheren sie sich zum Teufel, was ist das denn für ne bescheuerte Aussage, was soll ich denn damit anfangen", aber er hat mir geholfen...auf lange Sicht...

Dafür bin ich ihm dankbar, und ich bin froh, dass ich nicht zu früh aufgegeben habe.

MnannG04x2


@ Philadelphia84

Gibt es tatsächlich Menschen, die nicht für das Leben gemacht sind?

Das glaube ich nicht. Jeder Mensch ist für das Leben gemacht. Aber es gibt sicherlich Menschen, die glauben nicht für das Leben gemacht zu sein. Das ist ein kleiner und feiner Unterschied.

Aber ich will dir mal gar nicht so sehr in dein Leben reinreden, sondern dich nur fragen, was glaubst du denn wie lange du dieses Leben noch "aushalten" mußt. Sprich wie lange werden deine Eltern aller Vorausicht nach noch leben?

Denn nach deiner Beschreibung nach geht es ja darum, dass du noch so und so viele Jahre hierbleiben mußt und für diesen Zeitraum eine sinnvolle Beschäftigung, bzw. Grund suchst.

Also generell finde ich es schon mal super, dass du deinen Eltern gegenüber so viel Rücksicht entgegen bringst zu warten bis sie tot sind. Mein Bruder hat sich vor 14 Jahren umgebracht und meine Mutter knabbert noch heute an seinem Tod.

Und ich finde Xirains Beitrag, insbesondere ihren Satz:

In der weiterfolgenden Therapie habe ich viele Dinge über mich und die Menschheit an sich gelernt, die ich natürlich nicht 100% wieder geben kann.

Das wäre etwas was man dir an die Hand geben kann. Was dir fehlt scheint ein Bedieunungsanleitung für's Leben zu sein. Du kommst mir vor wie ein Mensch der ein kompliziertes technisches Gerät bekommen hat, aber keine Bedienungsanleitung. Also drückt er erfolglos an allen möglichen Knöpfen herum und der gewünschte Erfolg stellt sich nicht ein. Folglich ist er frustriert und will das Gerät eigentlich wegschmeißen. Aus Rücksicht auf dem Schenker will er aber warten, bis der Schenker tot ist.

Ich bin allerdings sicher, dass es in deiner Nähe mindestens einen Menschen gibt, der dir helfen könnte, dir das Leben zu erklären und zu verstehen. Und das muß nicht unbedingt ein Therapeut sein.

Ich will mal noch auf dein Krankenhaus-Beispiel eingehen. Du beschreibst es so, "dass nicht ein Hahn nach dir gekräht hat" als du im Krankenhaus warst. Wenn ich jetzt mal deine ganze Beschreibung über dich betrachte, dann frage ich mich: Hattest du denn schon mal Zeit um dich um andere zu kümmern. Mir scheint es so, als wärst du doch schon so sehr mit dir selbst beschäftigt, als dass du auch noch die Kapazität hättest dich um andere zu kümmern.

War denn mal jemand von deinen Freund irgendwie im Krankenhaus oder sonst wie von der "Bildfläche" verschwunden und du hast dann gesagt: Au, der oder die fehlt, was ist denn mit dem/der los. Da kümmere ich mich drum.

Ein Mensch der meint im Leben zu kurz zu kommen ist für andere Menschen nicht besonders attraktiv. Man läßt den so mitlaufen, wenn er da ist, dann ist er da. Wenn er nicht da ist, dann ist er eben nicht. Ich meine generell sollte wir Menschen nicht so oberflächlich sein, sondern erkennen, dass ein Mensch wirklich Hilfe braucht, auch dann wenn er selber anderen keine Hilfe sein kann. Aber es sind nur wenige Menschen, die wirklich so selbstlos sind und solche Liebe geben können. Bis jetzt bist du halt noch keinen solchen Menschen geraten. Was ich dir wünsche ist, dass du jemanden findest, der dir ein echte Stütze und Hilfe ist und dir so viel über das Leben beibringt, dass es dir Spass macht.

X3iraixn


So eine Gebrauchsanweisung hätte ich mal gebraucht ;-D

Aber das Leben ist leider so kompliziert dass die wohl nichtmal in die grösste bibliothek der welt gepasst hätte.

Ich hab nur so grob gelernt:

-normal ist durchschnitt also eig bescheuert.... normal sein wollen ist ein bescheuertes ziel...sei besonders und mach was dir Spaß macht egal was andre davon halten

-lerne gefühle richtig zu erkennen. Zu einem bestimmten zeitpunkt konntr ich nurnoch trauer empfinden. Aber auch wut und enttäuschung etc haben ihren platz. Finde heraus WELCHES gefühl gerade wirklich in dir steckt.

-du kannst nicht beeinflussen was andre menschen tun und sagen. Du kannst nur deine eigenen handlungen beeinflussen...also wie du mit einer situation umgehst

-lerne konstruktiv streiten versuche dabei zwar dich in deinen gegenüber hinein zu versetzen. ..aber frag diesen auch was er wirklich fühlt. ..denn vielleicht ist er ganz anders als du. Wo du ein problem siehst ist für andre garkeins. Sprich konflikte oder dinge die dich irritieren gleich an anstatt sie den leuten 2 jahre später aufs brot zu schmieren

-lerne was dich glücklich macht. Achte dabei nicht darauf ob das andre komisch finden. Solange du es gut findest und du dabei niemand andren belästigst gesetzlich gesehen ist es super. Willst du sushi häkeln....dann häkel sushiröllchen.

- :)z du bist verantwortlich für dein leben. Punkt aus ende.

-lerne dich abzugrenzen von Erwartungen. Besonders derer deiner familie. Du bist erwachsen und kannst eigene entscheidungen treffen.

-Manchmal trennen sich wege von menschen weil sie sich in andere richtungen bewegen....das ist nichts schlechtes....sondern natürlich

-unterbreche deine gedankenkreise. Ich habe das getan indem ich sie aufschrieb und fann konsequent sagte " ich hab das jetzt aufgeschrieben die sache ist JETZT erstmal gegessen."

- gedanken sind frei. Wenn du etwas schlechtes denkst,ist das IN ORDNUNG. Jeder denkt schlecht über sich oder andre menschen...aber man sieht es nicht denn es spielt sich nur im Kopf ab. Man findet es an sich selbst nur so unerträglich weil man es halt 24/7 im Kopf hat. Man wirdwird sich selbst also kritischer betrachten in dingen die man andren durchgehen lassen würde....denn man kennt all seine eigenen dunklen seiten.... aber die haben andre auch...man sieht sie nur nicht.

-mach deine eigene wertigkeit nicht davon abhängig wie oft sich andre melden...denn das kannst du nicht beeinflussen...andre brauchen eher lockere kontakte

Das sind natürlich nur die dinge die mir das leben schwer gemacht haben und ich hab fast 2 jahre therapie für diese Erkenntnisse gebraucht...um sie zu verinnerlichen...und sie sind halt echt auf mich zugeschnitten.

Ich hab gemerkt ich brauch nicht viele freunde...ich bin gern allein auch wenn das nicht der allgemeinen normalität entspricht.

Achja und geholfen hat mir auch mich von facebook etc zurück zu ziehen... man sieht nur glückliche menschen...aber....auch die sind nicht immer nur glücklich. Es ist eine fassade.

Mhann0x42


@ Xirain,

super Beitrag! :)^ :)=

P<lüs)chbxiest


:)= :)^ Finde ich auch.

PklüsDchbyixest


Du solltest aufstehen, weil es DIR Spaß macht.

Unabhängig davon, ob dich was oder wer erwartet.

Du machst dich zu sehr von anderen abhängig.

So Gedanken wie, :" Mich wird sowieso keiner vermissen, wenn ich nicht mehr da bin, also kann ich ruhig von der Bildfläche verschwinden", solltest du von dir wegschieben.

J7anuarMblusme


Wir sind alle fürs Leben gemacht, aber wir müssen auch dafür arbeiten. Du kannst di Welt nicht verändern , nur dich selbst.

Fang heute damit an. Ich mag so viel Anerkennung von anderen Menschen gar nicht. Bin da anders gestrickt. ich liege im KH und informiere niemanden darüber. Gut, vielleicht meine engsten Freunde. Aber, ich mag nicht diesen Smalltalk oder bemitleidet zu werden.

Jeder Mensch braucht Liebe und Anerkennung, nur, du darfst deine Meßlatte nicht zu hoch setzen. Lieber weniger erhoffen, und dann mehr bekommen.

Ein Beispiel, meine Freunde haben alle ihr Geburtsdatum bei Facebook eingegeben. Dann kommen ja immer die vielen Glückwünsche. Ich mag das nicht, deshalb hab ich mein Geburtsdatum raus genommen.

Ich denke, so ein Mittelding zwischen uns beiden wäre richtig ;-)

Du mußt dir jeden Tag kleine Glücksmomente verschaffen. Kauf dir was Süßes, nim ein heißes Bad, triff dich auch mit den vermeintlich "nur Bekannten" auf einen Kaffee. Vielleicht entwickelt sich ja doch noch eine stärkere, feste Freundschaft daraus.

Wegen deiner Ängste und Panikattacken, gibt es in vielen großen Städten Selbsthilfegruppen. Wichtig ist, dass du dich mit Gleichgesinnten austauschen kannst.

Dann gibt es bei Youtube Traum und Phantasiereisen. Einfach, um mal runter zu kommen.

Und, du bist was wert. Sogar ganz, ganz viel

Egv"oluZzzer


Wozu brauchst du einen "Grund" um zu existieren?

Die Frage hat sich übrigens schon längst selbst beantwortet, du bist nämlich schon hier. Jetzt könntest du dich höchstens fragen: Gibt es einen Grund nicht zu existieren? Nach diesem Grund zu suchen klingt irgendwie "komisch".

Versuche dich selbst lieben zu lernen, du hast dich, das ist das Höchste. Sei dir selbst genug. Alles andere und alle anderen brauchst du erst danach, wenn überhaupt.

oHnodis,ep


Oh, die Frage und Antworten sind ja schon philosophisch und genau durchdacht. Da ist es schwer, sich einzuklinken. Deshalb nur eine Geschichte von einem Verwandten: Er war Bauer und der ewige Junggeselle. Nichts hätten sich seine Eltern mehr gewünscht, als eine Bäuerin auf dem Hof. Kaum waren seine Eltern gestorben, war er in weniger als einem Jahr verheiratet und mit seiner Frau glücklich und zufrieden. Beide verkauften ihren Hof an die Bundesautobahngesellschaft und zogen in die Stadt. Wo jetzt die Raststätte "Bayrischer Wald" ist, stand ihr Stall.

Es kommt immer anders als man denkt und irgendwo tut sich immer eine Tür auf!

EJvolukzzexr


Nichts hätten sich seine Eltern mehr gewünscht, als eine Bäuerin auf dem Hof.

Dies beschreibt auf wunderbare Weise einen der Kardinalfehler im Denken. Man ist nämlich nicht auf der Welt, um es jemand anderen recht oder jemand anderen glücklich zu machen. Das funktioniert allein schon deshalb nicht, weil man nicht wissen kann, wie sich ein anderer Mensch glücklich fühlt. Glücklich fühlen kann man sich nur selber und dies beginnt damit, dass man Dinge tut, die einem dieses Gefühl geben. Wenn man dann noch Menschen findet, die einem dieses Gefühl geben, umso besser. Aber dafür muss man "hier bleiben".

P-hiuladelphlia84


Es macht mir aber keinen Spaß aufzustehen. Ich habe mein Leben damit verbracht Menschen und Dinge zu finden, die mich glücklich machen. Ich wollte offen sein und alles auf mich zu kommen lassen, doch mit den Jahren wurde ich immer müder, weil ich absolut nichts fand' was mich gänzlich erfüllte. Und natürlich sollte man nicht für andere leben, doch was ist ein Leben ohne einen Menschen, der einen liebt und begehrt?

Meine Familie erwartet auch nichts von mir, ich möchte mir einfach nur nicht das Leben nehmen, während sie noch da sind. Ich habe das sehr oft durchdacht und muss nun die Zeit überbrücken. Ich habe eigentlich auch nichts, was ich noch vor meinem Suizid machen möchte, dafür fehlt das Geld.

Xirain hat total Recht, dass ich für mein Leben verantwortlich bin, doch was ist, wenn ich das nicht will? Wenn ich komplett überfordert bin mit praktisch allem und gar nicht existieren möchte? Ich habe mir nicht ausgesucht hier zu sein und auch wenn das jetzt undankbar klingt, aber ich kann mit dem Geschenk 'Leben' nichts anfangen. Eigentlich schäme ich mich nicht einmal mehr dafür, es ist wie es ist.

Andere sind gerne alleine? Das ist toll, aber ich bin es nicht und oberflächliche Kontakte will ich auch nicht mehr. Und es ist mir nicht möglich meine Messlatte runter zu legen, was das anbelangt. Wieso sollte ich auch, ich erwarte keinen Massenansturm von Besorgnis oder so, aber mal eine Nachfrage, ob es mir denn besser gehe wäre doch ganz schön. Oder auch mal jemandem zum reden für ernstere Themen.

Es wird immer schwerer mir selbst kleine Glücksmomente zu verschaffen, nahezu unmöglich, weil ich auf nichts mehr Lust habe. Bei jeder Aktion frage ich mich nun "Wofür eigentlich?" und eigentlich müsste die Antwort "Na für dich selbst" lauten, doch ich will für mich selbst gar nichts tun. Ich bin mir total egal, weil ich wie gesagt keine Lust auf auf mich habe.

Und zum Schluss der Satz "Du wurdest geboren und jetzt musst du etwas daraus machen".... Ich MUSS etwas daraus machen? Nein, ich KANN, wenn ich es denn möchte. Mir bleibt nämlich ein Ausweg und so stelle ich mir noch immer die Frage, ob manche nicht für das Leben gemacht sind.

P lüs&chbi^exst


Offen sein und alles auf einen zukommen lassen, hat für mich immer so den Touch des sich vom Leben einfach treiben zu lassen.

Anstatt auffällige traurige Posts zu bringen, wäre es besser den Leuten mal direkt zu sagen was Sache ist.

Nicht jeder versteht subtile Andeutungen.

EvvoluNzzxer


Da fasse ich mal mein Laienwissen zusammen und vermute du hast eine Depression. Dafür gibt es entsprechende Fachärzte. Hingehen musst du natürlich selber.

W7ilwdYkatexr


Hallo Philadelphia84,

So ein Tunnelblick ist nicht gut, das Leben hat auch viele kleine Sachen die Spaß machen.

Wichtig sind auch Menschen mit denen man reden kann.

Holle dir einen Termin beim Psychologen !!!

MfG

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