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Ich habe keinen Grund zu existieren

h0euKte_thiXewr


@ FantiK3

Beim lesen deines Textes habe ich Gänsehaut bekommen.

Selbst weiss ich nicht, was ich philadephia als Tipps geben könnte. Der hier ist der beste: Sei für andere da, aber zuerst musst du wirklich wieder im Leben stehen, dass du anderen Menschen helfen kannst. Nach meiner Erfahrung ist das nicht so leicht zu trennen.

Vielleicht so als Beispiel: Mutter höchste Priorität, dann Vater und Geschwister, dann erst Freunde und Bekannte. Kannst du beliebig verändern :)z

Aber zwischendurch immer wieder für dich selbst sorgen. Du musst zu Kräften kommen.

Nachdem ich mich um eine schwierige OP bei meiner Mutter gekümmert habe, sind alle anderen Dinge in den Hintergrund verschwunden. Sie kamen erst nach und nach wieder zum Vorschein. Aber ich habe mich auch um mich selbst gekümmert, um das alles stemmen zu können. Familie/Freunde treffen, über diese Dinge sprechen und viel Sport.

Alles Gute Dir @:)

PUNscnhbiexst


Die Überschrift hier sagt doch schon alles aus.

Es gibt meiner Meinung nach nur einen Grund zu existieren.

Und der Grund ist man selbst. Man existiert nicht, weil andere einen brauchen,

oder um sich große Träume zu erfüllen.

hBeutze_h/ier


@ plüschbiest

Sind wir nicht soziale Wesen? Leben wir als Einzeller nebeneinander her?

Ein Mensch ist sich selber nicht genug.

Ich fand das sehr gut dargestellt im Film "cast away"

Allein auf einer Insel ... bisschen Tiere und Natur ... sehr sehr einsam.

Der Protagonist (brilliant: Tom Hanks) fängt Konversation mit einem Ball an.

Nein, der Grund zu existieren in nicht einfach die eigene Existenz. Das klingt als ob die Butter im Kühlregal auch dadurch eine Existenzberechtigung hätte. Hat sie aber nicht. Nach dem Ablaufdatum (haha) landet sie im Müll.

@ philadelphia

Du hast das schon sehr gut gemacht. Lass dir das nicht nehmen, dass du eine altruistische Ader hast. Es wird nicht immer sofort wertgeschätzt ... mit zeitlichem Abstand sehr wohl. Man kriegt nicht immer sofort einen Blumenstrauß, aber später eventuell sehr viel mehr als man erwartet hätte.

Bitte nicht verzagen @:)

h{ave n't_wXaitexd


Es gibt sogar hier und da Menschen, die finden, zumindest vorübergehend, auch einen Sinn im mit Würde ertragenen Leid. Dem steht natürlich das durchdringende Gefühl der Kränkung entgegen, wenn das Leben einem partout nicht erfüllen will, was man von ihm erwartet. Selbst hier ist u. U. der Standpunkt entscheidend.

hbaven't|_wOaitxed


Siehe u. a. Nic Vujicic. Ohne Arme und Beine zur Welt gekommen und doch inzwischen kein bisschen Groll mehr. Als Kind wollte er sich umbringen, und nun lebt er schon seit langem ein erfülltes und glückliches Leben. Ich weiß, dass diese Beispiele hinken, und dennoch - man kann darüber staunen, welches "Dennoch" möglich ist.

FHant|iK3


Hallo Philadelphia, ich schreibe Dir jetzt einen Gedanken, der beim Aufwachen aufgetaucht ist und der mir seitdem im Kopf umgeht.

Ich fühle mich null, als hätte ich Depressionen (zumindest derzeit nicht) - im Gegenteil, es geht mir nicht schlecht.

Sich selbst nicht zu fühlen, weil sich die Gedanken überstürzen und so viel auf einen hereinstürmt, dass man sich dem nicht mehr gewachsen zu fühlen glaubt?

Körperlich geht es Dir nicht schlecht, für die Grundbedürfnisse ist gesorgt, doch der zwischenmenschliche Bereich bedarf noch der Entwicklung. So verstehe ich Dich hier.

Die Empfindung fühlt sich ähnlich an wie Depressionen, führt vielleicht noch dazu, kann derzeit nur unzureichend deutlich empfunden werden, um sie ausreichend zu formulieren, in deren Folge ist sie auch ungenügend bzw. ungeeignet, damit zugehen zu können. ":/

Du schreibst weiterhin, Du möchtest auch jemand für ernstere Themen, damit meinst Du wohl Themen, die außerhalb der Familie mit den Eltern besprochen werden und da ihren Platz haben dürfen.

Ich wollte immer eine heile Familie haben.

Das kann ich sehr gut verstehen. Eine heile Familie, in der man sich aufgehoben fühlt, die das Zentrum der eigenen Welt darstellt, oder in der ich Halt finde, wenn es "draußen" stürmt. In diesem Zusammenhang gibt es wiederum eine Unterscheidung: zum einen die Familie, in der ich aufgewachsen bin, oder dann wenn ich eine eigene Familie gründe - oder ist beides damit gemeint? Das verstehe ich jetzt nicht so ganz wie Du es meinst oder selber zum Ausdruck bringen wolltest.

Es wäre den Menschen piepegal, ob ich da bin oder nicht, abgesehen von meinen Eltern,...

Aufschluss könnte geben, wie Du die Beziehung zu Deinen Eltern siehst, denn da Du schreibst, "meine Familie erwartet auch nichts von mir", und doch glaube ich, dass da ein besonderes Verhältnis zu Deiner Familie besteht. Denn diese Gedanken an Deine Familie, die etwas von Dir erwarten könnte, es aber nicht tut, ist auch irgendwie eine Erwartung, oder?

Es kann auch eine Norm sein, von Dir etwas zu erwarten, was dann in Richtung einer Handlung geht, die erwartet wird. Das ist es, was mir bei Deiner Beschreibung auffällt, ich kann mich da natürlich auch täuschen, jedoch ist da etwas, das nicht ausgesprochen ist, aber irgendwie unsichtbar mit im "Raum" schwebt.

Wie weiter vorne im Thread geschrieben wurde, besteht die Möglichkeit, sich selbst vorübergehend in eine Klinik einweisen zu lassen, da kann man sich auch wieder selbst "entlassen", wenn eine bestehende Gefährdung vorüber ist.

Am Ende musste ich einen großen Teil des Geldes meiner Familie zum überleben geben und mir selbst blieb nichts (was ich auch gerne tat keine Frage, aber dennoch).

Ja, Du musstest, es war offensichtlich eine Ausnahmesituation - nur sagt das sehr wenig darüber aus, wie Deine Familie sich da verhalten hatte: etwa fordernd, erwartungsvoll, oder eher bittend, klagend(passiv), anklagend (aktiv), selbstverständlich etc. (dazu musst Du nicht antworten)

Ebenso könnte diese Notlage von außerhalb gekommen sein, aber auch, dass ein Familienmitglied mit seinem Handeln erst dafür sorgte. ":/

P,hilacdelpbhita804


Sind meine Gedanken im Sinne von Logik falsch? Wäre der Suizid im Sinne von Logik falsch? Ich denke nicht.

Im Grunde würde ich es nicht gerne tun, ich weiß nicht, was mich zu einem erneuten Versuch dem Leben eine Chance zu geben bewegen könnte... und wenn doch wäre es eher eine Verzweiflungstat, auf den zweifelsohne Schuldzuweisung folgt.

Früher habe ich mir desöfteren Grenzen gesetzt und Leute abgewiesen, die meine Hilfe verlangten. Das führte dazu, dass ich in die Einsamkeit rutschte und ich nach wie vor nichts gewonnen hatte, außer noch weniger Kontakt zu anderen Menschen. Wie ist man für sich selber da? Was habe ich von der Erkenntnis selbst Hilfe zu brauchen, wenn da ohnehin niemand ist, der sie mir geben möchte?

Ich kann mich selbst fühlen... sogar besser als je zuvor. Während mich früher alle Gedanken und Eindrücke ausgepeitscht haben, so kann ich jetzt klar und deutlich benennen, was ich möchte und wie ich empfinde.

Ich wollte eine heile Familie Zuhause, sowie eine heile Familie gründen, also ist beides gemeint. So schön meine Kindheit auch war, umso schlimmer wurde es danach.... ich habe mir geschworen es anders zu machen und konnte es kaum erwarten endlich mal irgendwo anzukommen. Nun habe ich nichts.

Auch habe ich die 'Liebe' nie erzwungen, lediglich versucht ihr etwas auf die Sprünge zu helfen, um auch mal wenigstens ein wenig Erfahrung zu sammeln... als das nicht klappte ließ ich alles auf mich zukommen, Fehlanzeige.

Ftant>iK_3


@ heute_hier

Vielleicht so als Beispiel: Mutter höchste Priorität, dann Vater und Geschwister, dann erst Freunde und Bekannte. Kannst du beliebig verändern :)z

Die folgende Antwort stellt nur meine Meinung dar und steht für keine allgemeine Gültigkeit. Wenn ich als Erwachsener eigenverantwortlich handeln möchte, komme ich nicht umhin, in meiner Prioritätenliste mich selbst vorndran zu setzen.

Befinde ich mich noch in Abhängigkeit zu meinen Erziehungs- oder Bezugspersonen, dann kommt diejenige für mich als verantwortlich stehende Person in Frage. Deinen Rat "sei für andere da" kann ich so allgemein und dauerhaft für mich nicht übernehmen. Geht es um eine vorübergehende Fürsorge dann ist es noch immer meine Entscheidung, im Rahmen meiner Möglichkeiten Hilfe zu geben. Da aber von einer allgemein verbindlichen Forderung auszugehen stellt mich vor ein Problem.

Wird innerhalb der Familie Generationen übergreifend als soziales Modell gehandhabt, dass Eltern mit den Kindern eng im eigenen Haushalt integriert sind, und später auch von diesen gepflegt werden ist das für mich etwas anderes als wenn z.B. ein Elternteil vorübergehend Unterstützung und Pflege benötigt oder noch anders Vater bzw. Mutter immer noch mit zu reden gedenken, ihre Kinder längst erwachsen sind und diesen somit die Chance genommen wird oder werden soll, sich von ihrem Elternhaus zu lösen.

Stelle ich altruistisch meine vordringlichen Bedürfnisse stets/zumeist hinter die aller anderen Menschen oder wie z.B. die genannten, dann stimme ich Dir zu, ist das beliebig veränderbar.

Nachdem ich mich um eine schwierige OP bei meiner Mutter gekümmert habe, sind alle anderen Dinge in den Hintergrund verschwunden. Sie kamen erst nach und nach wieder zum Vorschein. Aber ich habe mich auch um mich selbst gekümmert, um das alles stemmen zu können.

Ja, das ist offensichtlich vorübergehend und da ist auch nichts gegen zu sagen, wenn sich alle damit gut fühlen und es für sich gebacken bekommen. Setze ich mich in der Rangfolge meiner persönlichen Prioritäten an oberste Stelle, schließt das nicht aus, auch für andere da sein zu wollen und zu können.

Natürlich beruht das Maß an Qualität, die ich für andere geben oder leisten kann, von meinem persönlichen Leistungs- und materiellem Vermögen, meiner Einsatzbereitschaft und meines verfügbaren Zeitpensums-/kontingents usw.

Besteht aber an mich die Forderung, stets zur Verfügung zu stehen, Aufgaben zu erledigen, die gesunde Erwachse selbst erledigen könn(t)en, so es ihnen zugemutet werden darf und dennoch die Anspruchshaltung besteht, ureigentliche Aufgaben zu übernehmen, dann kann ich nicht mehr pauschal davon ausgehen, das alles auch zu schaffen.

Die beschriebene Sachlage ist in diesem Zusammenhang für mich hier nicht erkennbar.

Familie/Freunde treffen, über diese Dinge sprechen und viel Sport.

Es gibt Themen, die konnte ich früher und kann ich auch heute mit mit meinen Eltern einfach nicht besprechen, sei es nun das dazu nötige Verständnis, eine persönliche Einsicht oder eine (vor)eingenommene persönliche Haltung. Da kann ich "nur" akzeptieren, mich damit arrangieren, es annehmen wie es ist. Selbst wenn ich immer wieder mit bestimmten Haltungen, Eigenheiten konfrontiert werde.

bspw kenne ich eine Familie, die aufgestellt ist, wie ich es aus der Beschreibung von Clans kenne: die Familie ist "alles", das Individuum ist Teil der Familie und stellt (teils ungefragt) die eigenen Ansprüche und Bedürfnisse für dieses Kollektiv zurück. Braucht dazu auch ein Oberhaupt, um "die Interessen und Bedürfnisse" der "Familie" zu artikulieren und festzulegen.

Was innerhalb dieses "Systems" beinahe reibungslos funktioniert, stellt andererseits die einzelnen Mitglieder vor Probleme, wenn sie außerhalb ihrer gewohnten Abläufe mit bisher unbekannten Verhaltensnormen konfrontiert werden oder in Kontakt treten. Es kam bisher bei allen Mitgliedern zu Missverständnissen oder Konflikten, selbst wenn beide Parteien es eigentlich "gut meinten".

Ich hoffe, ich bin nicht zu sehr OT.

Ezv<oluzz`er


@ Philadelphia84

Kannst du meine Frage nicht beantworten, oder möchtest du sie nicht beantworten?

PQhilVadpelphiax84


Ich glaube ich kann es nicht.

h9eute7_hkier


@ FantiK3

Deine Gedankengänge finde sehr interessant. Eine Nacht möchte ich darüber noch schlafen. Aus dem Stegreif fällt mir auf, dass doch sehr an Gefühl mangelt. Da gibt es dieses Herz ... ]:D

Aanonymx877


Lass dich vom Kapitalismus nicht unterbuttern. Das Leben besteht nicht aus der beste zu sein.

Elvoqluzzxer


@ Philadelphia84

Ich glaube ich kann es nicht.

Für mein Gefühl ist das eine sehr "schwache" Antwort. Du schreibst hier sehr präzise und wortreich, aber findest keine Erklärung dafür, welchen Zweck dieser Faden für dich erfüllt und/oder hat?

Ich bin der Überzeugung das alles, was jemand tut, auf ein Bedürfnis zurückzuführen ist. Manchmal sind diese Bedürfnisse nicht einfach zu erkennen, aber vorhanden sind sie trotzdem und sei es auf einer unterbewussten Ebene.

Vielleicht gefällt es deinem rationalen Denken nicht, nachzusehen, was da für Bedürfnisse in dir stecken.

s%inxa54


@ Philadelphia84

Nach dem ich alles gelesen habe kam mir so in den sinn, dass dir ein Sinn im Leben fehlt. Etwas das dich wertschätzt, wo du für dich etwas herausholen kannst. Überlege doch einmal ob du dich nicht für etwas sinnvolles einsetzen willst. Zu etwas wo du stehen kannst. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es dir dann besser geht!

Dem Leben einen Sinn geben!

Denk mal drüber nach!

ganz lieben Gruss Sina :)z

hyave[n'Zt_waixted


Eine Sinngebung erscheint leider gerade für depressive Menschen fast unerreichbar. Hier handelt es sich ja vorwiegend um eine tiefe Enttäuschung und Bitterkeit darüber, dass das Leben dem TE etwas schuldig geblieben ist. Und dann umzuschwenken darauf, vielleicht Sinn darin zu finden, für andere oder für Tiere oder die Umwelt etwas zu tun - schwierig. Deshalb schrieb ich weiter vorn schon, der Sinn könnte darin bestehen, das Leben mit Würde zu ertragen. Aber auf meine Beiträge wird mit keiner Silbe eingegangen. ":/ *:)

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