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Ich habe keinen Grund zu existieren

h|a^ven'tq_$w1axited


Hätte schreiben müssen, auf diese Beiträge von mir wird nicht eingegangen, sorry. Weiter vorn wurde mir ja geantwortet. Ich finde es nur schade, wenn weiterführende Gedanken einfach nicht aufgegriffen werden.

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"Das Leben mit Würde ertragen", ich glaube, das muss ich noch weiter ausführen, so klingt es nur nach Entsagung und Leiden. Das meine ich aber natürlich nicht. Ich meine es mehr in Richtung Akzeptanz - dass man nicht ständig über die Enttäuschungen nachgrübelt und so selbst immer weiter herunterzieht.

Es liegt auch ein Sinn darin, Durststrecken auszuhalten und zu überstehen. Und selbst wenn das Leben eine einzige Durststrecke zu sein scheint, weiterzumachen und darin die Kraft und die Würde zu erkennen.

Dabei weniger auf sich und seinen Schmerz konzentrieren, wenn nötig, eine Zeitlang mit Hilfe von Medikamenten; dagegen spricht nichts. Man kann auch über ein bisschen Selbstvergessenheit ganz plötzlich feststellen, dass sich verschiedene Dinge wie von selbst verbessert haben, auch wenn es manchmal nur mehre Kleinigkeiten sind - es ändert die Lebensqualität.

Evvo{luzzzexr


Schau doch mal hier rein:

[[http://www.frnd.de/suizid/?gclid=CImMuuTQmM8CFYU_GwodrhgKlg]]

PnhilaNdxelphia84


Vielleicht möchte ich auch einfach nur den ganzen Bullshit loswerden, weil ich mich sonst mit niemandem darüber austauschen kann?

Akzeptanz.... und wie kann ich lernen etwas zu akzeptieren, was ich nie wollte? Geht das überhaupt? Oder sind dafür 173819362 Therapiestunden und eine angemessene Medikation nötig, um all' das zu verdrängen? Weil darin erkenne ich keine Kraft und Würde schon gar nicht. Vielleicht verstehe ich dich auch einfach falsch.

Pb(swcDh?bixest


Philadelphia84,

bei dir vor Ort gibt es doch sicher Selbsthilfegruppen, Treffpunkte etc. für psychisch Kranke Menschen.

Such dir doch dort Leute die ähnliches durchgemacht haben.

Die wissen, wie es dir geht und du musst dich nicht dauernd rechtfertigen.

Kannst du mit deinen Eltern denn nicht reden?

h}avlen':t_waitexd


Akzeptanz.... und wie kann ich lernen etwas zu akzeptieren, was ich nie wollte? Geht das überhaupt? Oder sind dafür 173819362 Therapiestunden und eine angemessene Medikation nötig, um all' das zu verdrängen? Weil darin erkenne ich keine Kraft und Würde schon gar nicht. Vielleicht verstehe ich dich auch einfach falsch.

Ich denke jetzt auch, dass wir uns auf dieser Ebene nicht treffen können. Wenn ich von Kraft und Würde rede, kommt das bei Dir wohl fast wie ein Angriff an, und so meine ich es ganz sicher nicht. Ich schaue vielmehr rückwärts auf mein eigenes Leben und mein eigenes Tief, das ich damals hatte, und versuche natürlich auch, mein eigenes Fazit dazu auszudrücken.

Das kann aber bei Dir gar nicht so ankommen, wie ich es meine, weil du dich in derselben Phase der Verzweiflung wie ich damals befindest, und damals habe ich auch nicht verstanden, wenn mir andere etwas erzählen wollten; die hatten leicht reden. Ich sehe ein und bedaure, dass ich dir nicht helfen kann, also sorry für den misslungenen Versuch.

Nur ein Letztes noch: Ich habe mir damals reale Hilfe geholt, allein hätte ich es auch nicht geschafft.

PChilade[lphiax84


Ich habe ebenfalls versucht mir Hilfe zu holen, als ich in einer Akutphase dachte, dass ich mich vor dem Tod meiner Eltern umbringen würde... ich habe mich dann letztendlich selbst zur Vernunft gebracht und die 'Therapeuten' haben einen Scheiß genützt. Ich konnte das nicht ertragen ihnen in die Augen zu sehen, während sie mir die tollsten Ratschläge vor den Kopf knallten, ohne auch nur (in meinen Augen) den Hauch einer Ahnung zu haben.

Ich glaube ich bin an einem Punkt, wo mir nicht mehr zu helfen ist. Ich merke selbst, dass jeder "Ratschlag" an mir abprallt und insgeheim habe ich glaub ich auf jemanden gehofft, der sagt "Es ist wirklich sinnlos, dass du weiterlebst", um mein Suizidvorhaben zu rechtfertigen. Ich danke trotzdem für eure Mühe und Antworten... es hat gut getan mal davon zu berichten.

KQl>eixo


Philadelphia84

Sind meine Gedanken im Sinne von Logik falsch? Wäre der Suizid im Sinne von Logik falsch? Ich denke nicht.

Nach Deiner Logik nicht, nach meiner z. B. schon. Ich finde Suizid recht sinnlos, denn wie schon jemand geschrieben hat, so ist auf die Welt zu kommen, keine Frage des Willens. Wir werden geboren und dann liegt es an uns unser Leben zu gestalten, uns bewusst zu werden, uns zu entwickeln.

Akzeptanz.... und wie kann ich lernen etwas zu akzeptieren, was ich nie wollte?

Gar nichts, das ist schlichtweg die falsche Fragestellung. Akzeptanz hat nichts damit zu tun, was jemand will oder nicht will. Meiner Ansicht nach gibt es keine nicht-Akzeptanz. Erst durch diesen Versuch mache ich mich doch unglücklich und unzufrieden, wenn ich Dinge nicht wahrhaben will, die da sind. Ich muss sie weder gutheißten noch abwerten, sondern annehmen.

Ich konnte das nicht ertragen ihnen in die Augen zu sehen, während sie mir die tollsten Ratschläge vor den Kopf knallten, ohne auch nur (in meinen Augen) den Hauch einer Ahnung zu haben.

Der Patient muss schon den Willen haben seine Einstellung zu ändern, sonst nützt keine Therapie etwas. Es gibt nicht nur eine Logik und man kann seine Logik ändern, sofern man das will. Es kann sich nichts ändern, wenn man immer dasselbe tut. Dann kommt auch immer dasselbe Ergebnis heraus.

Ich glaube ich bin an einem Punkt, wo mir nicht mehr zu helfen ist. Ich merke selbst, dass jeder "Ratschlag" an mir abprallt und insgeheim habe ich glaub ich auf jemanden gehofft, der sagt "Es ist wirklich sinnlos, dass du weiterlebst", um mein Suizidvorhaben zu rechtfertigen. Ich danke trotzdem für eure Mühe und Antworten... es hat gut getan mal davon zu berichten.

Das ist klar. Du willst ja nichts ändern, sondern Deine Gedanken niederschreiben. Helfen kann ein Therapeut nur jemandem, der sich helfen lassen will und der auch die Therapie mitmacht und seine Einstellung ändert. Niemand hat leben "wollen", keiner von uns wurde gefragt. Jeder ist seines Glückes Schmied.

F>a#nCtiK3


@ Philadelphia

In der Tat hast Du immense Anstrengungen und wohl auch Entbehrungen hinnehmen müssen, um Dir in einer nahen oder ferneren Zukunft viele Träume zu erfüllen bzw. erfüllen zu können. Es schien, als wärest Du Deinen Zielen schon sehr nahe gekommen.

Am Ende musste ich einen großen Teil des Geldes meiner Familie zum überleben geben und mir selbst blieb nichts (was ich auch gerne tat keine Frage, aber dennoch).

Ich frage mich wirklich, ob es da um ein Überleben im Sinne physischer Existenz ging, denn in diesem Satz steckt so vieles, was nicht ausgedrückt ist, vielleicht geht die darin befindliche Komplexität über das hinaus, was an Gefühlen bewusst "gefühlt", an Wahrnehmung bewusst wahrgenommen werden darf?

Durch Deine Anstrengungen hast Du das "Überleben" Deiner Familie ermöglicht, das ist eine sehr große Tat, die nicht immer und nicht jeder oder jedem gelingt. Lese ich Dein wiederholtes Beharren auf die Richtigkeit Deiner Denkergebnisse, bekomme ich den Eindruck, es gehe da zu einem großen Teil auch darum, "Recht" zu behalten. Warum auch immer.

Wenn ich am Ende alt und grau bin, völlig allein und nur noch den Gedanken hege…

Diese Situation liegt in sehr sehr weiter Zukunft und bis dahin kann beinahe "alles" passieren und wird sich noch viel mehr ereignen, was jetzt und heute überhaupt nicht erkannt, vorausgedacht oder vorhergesagt werden kann. Und das im Positiven Verlauf, nicht wie hier überwiegend in der Fortführung negativ erlebter Erfahrungen.

Ich wollte eine heile Familie Zuhause, sowie eine heile Familie gründen, also ist beides gemeint. So schön meine Kindheit auch war, umso schlimmer wurde es danach.... ich habe mir geschworen es anders zu machen und konnte es kaum erwarten endlich mal irgendwo anzukommen. Nun habe ich nichts.

Mein Gedanke dazu: wenn ich eine "heile" Familie habe, dann ist mein Wunsch, eine heile Familie zu haben kleiner als wenn es umgekehrt ist, dass ich in einer kaum oder nicht funktionierenden, also in einer (eher) "dysfunktionalen" Familie lebe. Die Konfliktbereitschaft der einzelnen Familienmitglieder entscheidet mit, wie Konflikte und Meinungsverschiedenheiten ausgetragen werden.

Was Du beschreibst, klingt nach einer Flucht aus dieser Familie, in der Du nach Deinen eigenen Worten eine so schöne Kindheit verbracht hast.

Habe ich den Wunsch, "irgendwo" anzukommen, so ist die Zieldefinition zu vage, um sich mit mehr oder minder großem Dazutun konkretisieren zu können. Es "anders" zu machen belässt einen in der gleichen Dynamik, da sich der Bezug auf das richtet, was man zu verlassen oder hinter sich zu lassen gedenkt. Kein Wunder, dass dieses Ergebnis in negativer Form aufgetaucht ist.

Vielleicht möchte ich auch einfach nur den ganzen Bullshit loswerden, weil ich mich sonst mit niemandem darüber austauschen kann?

Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es sehr gut tut, das was mich beschäftigt, ausdrücken zu können, um es nicht mehr im Innen hin und her zu wälzen, sondern auch eine Möglichkeit der Bearbeitung im Außen bearbeiten zu erhalten. Ein sehr wichtiges Element dabei ist, geeignete (Projektions-) Flächen, Menschen oder Orte zu finden, an denen es mir möglich wird und ist, das zu bewerkstelligen.

Ich wollte immer eine heile Familie haben. Ich wollte morgens neben der Person, die ich über alles liebe aufwachen und das in einer eigenen Wohnung. Ich wollte einen Job haben, der mich gänzlich oder zumindest halbwegs erfüllt mit netten Kollegen und halbwegs angemessener Bezahlung. Ich wollte einen kleinen Freundeskreis, auf den ich mich immer verlassen kann und mit dem man ab und an schöne Abende verbringt, vielleicht an Weihnachten oder Geburtstagen oder auch an heißen Sommertagen. Ich wollte auch all' die Höhen und Tiefen, die 'normale' Menschen durchmachen erleben und einfach fühlen, dass ich da bin. Das ich im Leben bin.

Behalte diese Ziele bei. Der bereits zurückgelegt Weg liegt definitiv hinter Dir, wenngleich Du bereits viel investiert hast, ist die bisher gesammelte (wenn auch negativ erlebte) Erfahrung schlicht gesagt da, als für die zu einem (wünschenswerten) Guten Verlauf notwendigen Abschnitte, eine/die gesamte "Strecke" zu wiederholen.

Was habe ich von der Erkenntnis selbst Hilfe zu brauchen, wenn da ohnehin niemand ist, der sie mir geben möchte?

Ich habe einige Erfolgsgeschichten gelesen, die in ihrem biografischen Verlauf vor dem Aus, vor dem Nichts standen. Wichtig nach einem Sturz oder einem Hinfall ist, die Verletzungen angemessen zu versorgen und wenn nötig, (auch in verschiedenen Bereichen) sich professionelle Hilfe zu suchen, um den eigenen Weg fortsetzen zu können.

Akzeptanz.... und wie kann ich lernen etwas zu akzeptieren, was ich nie wollte? Geht das überhaupt? Oder sind dafür 173819362 Therapiestunden und eine angemessene Medikation nötig, um all' das zu verdrängen? Weil darin erkenne ich keine Kraft und Würde schon gar nicht.

Warum wieder gleich so ins Extrem verfallen? Wie weiter oben beschrieben steckst Du noch immer in diesem Denken, das nur aus Schwarz und Weiß zu bestehen scheint. Waren die besuchten Therapeutinnen oder Therapeuten für Deine persönliche Problematik ungeeignet oder die Therapiemethode unpassend, weil vielleicht die Intervention durch diese Theras oder die methodische Vorgehensweise zu schnell passierte, und in Wirklichkeit Du nicht dort "abgeholt" wurdest, wo Du eben gerade rational und insbesondere emotional "standest". ":/

Wenn ich die Auffassung von (Psycho-) Therapie wie hier betrachte, im Vergleich, mir ein Arzneimittel bei einem Arzt verschreiben zu lassen, dann vergleiche ich Äpfel mit Birnen. Es dauert mehr oder weniger, je nachdem, was da alles unter der Oberfläche brodelt und von der Psyche geschützt wird, weil das alles wohl eben in seiner Fülle und Komplexität, die Gesamtheit des persönlich-menschlichen Fühlens, Empfindens und Denkens das persönliche Fassungsvermögen überfordern würde.

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