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Gelassenheit

a2-ps<ycho hat die Diskussion gestartet


Hallo,

wie lernt man, nicht alles so nah an sich ran zu lassen ? Kann man Gelassenheit lernen ? Wo ?

Ich nehm mir alles zu Herzen (z.B. beruflich), reg mich dazu schnell auf, beziehe kleine Fehler gleich auf mich....

Antworten
S\pringachi|l2d


Oh das kenne ich gut. ;-D Klingt jetzt doof, aber mir hat die Hinwendung zum Buddhismus geholfen, sprich Meditation. Wenn es ganz schlimm ist sage ich mir ein Mantra auf oder stelle mir vor, dass ich wie ein Adler hoch oben in der Luft schwebe...

Inzwischen kann ein Kunde mich anbrüllen und ich schaffe es, cool zu bleiben (kommt zum Glück selten vor, weil ich so nett bin ]:D ). Man ruht einfach viel mehr in sich selbst.

W1illehs_nur_zver_stehen


Mach dir einen Tee, leg die Beine auf den Tisch und vergesse einfach alles.

Wenn es gar nicht geht, musst du die Emotionen rauslassen. Wut mit Sport, Angst indem man mit jemanden darüber redet, Traurigkeit geht meistens durch weinen weg. Einfach mal einen traurigen Film anschauen und alles rauslassen. Eiversucht wie Wut behandeln. Freude einfach mal rauslassen.

aJ-psy>cxho


Das ist ja alles gut und schön.... aber im Büro oder in einer Besprechung kann ich nicht die Beine hochlegen,

geschweige denn z.B. mit dem Nebenmann über meine Ängste sprechen....

Ein Mantra... ich weiss nicht...

kcabtia%fox


Ich kenne das auch sehr gut. Mir hat Achtsamkeits-Meditation sehr geholfen.

Mittlerweile kenne ich diese Dinge, wie du sie beschreibst eigentlich nur noch in extremen Stresssituationen, aber nicht mehr wenn der Alltag normal vor sich hinplätschert.

kGataiafoxx


Ein Mantra... ich weiss nicht...

Du musst hinter solchen Übungen ja nicht gleich das "große Ganze" und "abgefahrene Spiritualität" sehen. Ich bin da auch nicht so empfänglich für. Mir hilft es aber total, mich darauf einzulassen, weil ich weiß, dass es wissenschaftlich untersuchte und tatsächlich festgestellte psychologische Effekte gibt.

CIomraGn


Man kann viel darüber lesen, sich probieren, das Beste aus unterschiedlichen Strömungen bis hin zu Ideologien und Religionen für sich herausfiltern. Achtsamkeit wurde schon genannt. Ich habe die Selbsthypnose erlernt und mir hierfür auch einige Audios für passende Lebenssituationen in den letzten Jahren vorbereitet. Atemübungen, Yoga usw. usf.. Nicht jede Technik ist für jede Situation geeignet. Im Büro muss es z.B. etwas sein, was man auch sitzend auf dem Klo ausüben kann (der einzige Rückzugsort, wo das halbwegs funktioniert - und das meine ich nicht als Witz).

s:eveFnthreUe


mit Sport kann man Stress abbauen und wird gelassener

ap-psAyjcaho


Erzählt mir mal mehr von diesen Achtsamkeitsübungen.

Sport mache ich täglich..

Sjp2ri^ngchilxd


Ein Mantra... ich weiss nicht...

Natürlich nicht laut, nur in Gedanken. ;-D Das mache ich aber eher zum Einschlafen, wenn mir noch etwas durch den Kopf geht. Man muss ja auch nicht gleich das Gayatri-Mantra singen, sondern kann sich einfach sagen "Ich bin ruhig und gelassen", oder was ich gerne singe "Ich bin ein Gänseblümchen im Sonnenschein..." ;-D

Achtsamkeit kenne ich so, dass man seine Aufmerksamkeit vom inneren Monolog nach Außen lenkt. Was sehe ich, was höre ich etc. Unheimlich entspannend. :)^

FNan)tixK3


Hallo a-psycho

wie lernt man, nicht alles so nah an sich ran zu lassen ? Kann man Gelassenheit lernen ? Wo ?

Ich nehm mir alles zu Herzen (z.B. beruflich), reg mich dazu schnell auf, beziehe kleine Fehler gleich auf mich....

Man kann auch lernen, vieles so nah an sich ran zu lassen. Ist das z.B. "gelernt" worden, also etwa, indem vielleicht schon in der Familie oder so "man" für vieles (in Wirklichkeit unverschuldet) verantwortlich gemacht, beschuldigt oder gleich mit Vorwürfen überhäuft wurde, dass da Gewohnheit entstanden ist und noch immer wirkt.

Wurde dieses Verhalten eingelernt, kann es auch wieder ver-lernt werden. Ich finde, es kommt zuweilen darauf an, wie tief in einem solchen Szenario die "Muster" dann verankert sind. Die Aufregung springt automatisch an, je nachdem, wie sehr man sich damit identifiziert.

geschweige denn z.B. mit dem Nebenmann über meine Ängste sprechen....

Klingt jetzt banal, aber wie sieht es mit Kolleginnen und Kollegen aus? Auch die werden mit der selben oder ähnlichen Situation zu tun haben.

Für den wiederholten Moment ist Selbstdisziplin das Gebot der Stunde, das ist leicht geraten, dennoch kannst Du die Situation nicht ändern. Mache Dir bewusst, was da genau wirkt z.B. Stimmung, zukünftige mögliche negative Folgen, die Du in Gedanken durchspielst, ...ein Gefühl des Ausgeliefert seins, ...die Sache nur schwer oder nicht beeinflussen zu können etc.

Ohne genauere Angaben ist es schwer, einen passenden Ansatz zu finden.

Kgleio


Erzählt mir mal mehr von diesen Achtsamkeitsübungen.

[[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/267243/]]

F\antniKx3


@ Kleio

Danke für die Verlinkung @:)

JHessSl>ythexrin


Ich bin ein Gänseblümchen im Sonnenschein..." ;-D

;-D ;-D Das kennen meine Mitarbeiter auch schon auswendig ;-D ;-D

Ich guck immer, ob aufregen was bringt. Ob der Verkehr schneller fließt oder der PC weniger hängt wenn ich mich aufrege und fluche. Spoiler: Nein. Nützt nichts

Tief durchatmen. Und ich sag mir im Kopf das Gelassenheitgebet auf.

Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,

den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,

und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

R.ight5Now


Ich glaub ja dass man da erst Mal die Mechanismen hinter erkennen muss um zu verstehen warum man sich das zu Herzen nimmt.

Sind es Selbstzweifel? Hat das Gegenüber recht?

Ich persönlich merke auch dass es viel daran liegt wie man sich selber fühlt. Wenn ich schlecht geschlafen habe, mich der blöde Busfahrer auf dem Weg zur Arbeit genervt hat und dann noch von Arbeitskollegen ein blöder Spruch kommt, bin ich schneller angegriffen als an einem normalen Tag.

Ich bin aber charakterlich ein ruhiger Mensch. Ich gehe selten auf die Palme, aber wenn dann bleibe ich da auch eine ganze Weile wenn man mich nicht runter holt. Genauso habe ich eine große "Mir doch egal" Attitüde entwickelt wenn es um Dinge geht bei denen ich nichts ändern kann oder die mich nicht betreffen.

Was mir häufig hilft: Tief durchatmen, wahlweise bis 10 zählen und dann erst Mal weiter machen. Ich lasse meinen Frust dann beim Sport raus.

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