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Verlieben

FNaontHiK3


In Deinem anderen Thread sagtest Du "Mir fällt es halt schwer richtige Kontakte zu knüpfen."

Daran lässt sich "arbeiten".

Ich hoffe wirklich, dass es nur daran liegt. Ich habe schon mehrmals für Frauen geschwärmt, aber es beruhte nie auf Gegenseitigkeit. Vielleicht verliebe ich mich erst, wenn mich eine Frau auch toll findet. Bisher fand mich erst eine Frau eindeutig toll. Da war ich 15 und sie hat MIR leider nicht gefallen.

Mit Small Talk lassen sich lockere Gespräche gut führen. Einige Leuten macht das richtig Spaß während sich andere schwer damit tun.

Auf Deine Frage an mich in diesem Thread, da habe ich mich leider ein wenig unbestimmt ausgedrückt. Vielleicht kann ich es mit dem folgenden Zitat aus Deinem anderen Faden ein wenig besser verdeutlichen.

Leider denk ich aber meistens das Gegenteil, dass ich kein vollwertiger Mensch bin. Alle können sich verlieben und beschreiben es als das schönste Gefühl das es gibt. Ich bin dazu womöglich garnicht fähig.

Das könnte ein Hinweis auf das Selbstwertgefühl sein. Ich meinte einen Unterschied, ob Du z.B. Liebesgefühle soweit angemessen zulassen "kannst", in dem Sinne, dass Du Dich nicht selber "kontrollierst" und aus dieser (Selbst-) Kontrolle dann weiterführende Gefühle wieder unterdrückt werden, bevor sie sich entwickeln dürfen.

Es ging von einem Tag auf den anderen. Ich habe mich zum ersten mal mit ihr über persönliche Dinge unterhalten. Und am Tag darauf war ich plötzlich wie unter irgendwelchen Drogen. Ich habe permanent an sie gedacht. Ich weiß nicht mehr genau was ich gefühlt habe, aber es war irgendwie cool. Ich dachte, ich bin das erste mal richtig verliebt. Ca. eine Woche danach fing ich leider an etwas psychotisch zu werden.

Das klingt ein wenig nach Unsicherheit. Vielleicht braucht es nur ein wenig mehr Mut und Selbstvertrauen.

Wie du siehst, hat sie mir schon signalisiert, dass sie mich mag und ich habe abgeblockt. Warum ich das getan hab? Nun es gab sozusagen einen Nebenbuhler zu der Zeit. Sie sagte zwar mal, sie verstehe sich besser mit mir aber ich hatte da Zweifel dran. Er war auch nur so kumpelhaft mit ihr befreundet. Ich habe ihr sogar gesagt: "dem kannst du doch mal eine Chance geben, der steht auf dich" Und dabei stand ich selbst auf sie. Hab ihr das aber verschwiegen. Ich dachte/denke, dass ich nicht der Richtige für sie bin.

(Beobachte vielleicht einmal nach dem Lesen des folgenden Absatzes für Dich selbst, welche Antwort in Deinen Gedanken auftaucht. Darin könnte ein Hinweis verborgen sein, was da noch mit hineinspielt):

Sie hat Dir signalisiert, dass sie Dich mag. Es gab damals eigentlich keinen richtigen Grund, sich zurückzuziehen. Was hat Dich denn dazu veranlasst, ihre Worte anzuzweifeln? In dieser Handlung ist eine starke Blockade erkennbar. Vielleicht hätte sich mit ein wenig mehr Mut zur Preisgabe Deiner Gefühle die Sachlage anders entwickelt. ;-)

Ein sehr mächtiges Element ist z.B. die Angst vor Ablehnung. Es fiel mir in der Vergangenheit manchmal sehr schwer und vermutlich fällt es auch vielen Menschen nicht immer leicht, den Gedanken daran zuzulassen, um dieses Gefühl nicht fühlen zu müssen. Ich denke, das hängt u.U. auch mit dem persönlichen Erfahrung/Selbstvertrauen zusammen.

CMhips'doxse


Hi Leute,

ich habe mittlerweile einen Testosteron-Test machen lassen. Was dabei herauskam, hat mich sehr gewundert. Laut Laborbefund habe ich einen Testosteronwert "im oberen Normbereich". Jetzt weiß ich zumindest, dass mein Nicht-Verlieben nicht von einem Hormonmangel kommt.

A?BC0x1


Hallo Chipsdose,

Testosteron ist nur der Botenstoff. Libido und Interesse spielt sich im Gehirn ab. Die Augen, Ohren nehmen die Situation auf. Das Gehirn verarbeitet das. Nun kommt es darauf an wofür man den "Blick" hat. Das ist meiner Meinung nach weitgehend erlernt. Man kann das trainieren. Erkennt das Gehirn eine Situation die als erotisch eingestuft wird, dann erst wird der Botenstoff ausgeschüttet. Umstände und Situationen sind mit dem ausschütten von Botenstoffen verknüpft. Bei einem Hobby z.B. löst die Sitution Interesse aus. Das ist auch ein inneres Gefühl, wenn man sein Lieblingsthema irgendwo entdeckt. Z.B die Modelleisenbahn auf dem Flohmarkt. Da bleibt man dann stehen und muss hinschauen. Man hat Interesse. Und Hobbies sind erlernt! Man wird nicht als Modelleisenbahner geboren. Bei Libido ist es meiner Meinung nach ähnlich. Man kann so etwas auch unterdrücken. Dann schaltet sich der Reiz ab. Die Situation führt nicht mehr zu einem Gefühl. Es gibt wohl eine Menge Leute denen einzelne Gefühle fehlen. Ich kann mich innerlich kaum ärgeren oder Wut empfinden. Bei anderen ist es z.B. Freude empfinden. Sich echt freuen können. Oder ein Lachen anderer empfinden können und zurückspiegeln (echt empfinden, nicht imitieren).

f9all&en_anJgel_7x3


ich antworte nur auf die Thread-Frage, hab sonst nix gelesen. Sorry, bin gerade nicht "rezeptiv".

Also: "Verliebt-sein" kenne ich auch nicht und ich bin jetzt seit über 43 Jahren hier, in dieser Form.

Für mich ist es niedlich, oder, sagen wir "manisch-verpeilt"- aber es gibt scheinbar echt Menschen, die sich für einen anderen Menschen schier "entflammen" können. Warumauchimmer?

Das liegt evtl daran, dass ich kein Interesse an Sex hab.

Aber generell ist es auch so, dass ich denke, potentiell haben schon viele Menschen Eigenschaften, die ich "sympathisch, anziehend, liebenswert" finde, aber das ginge nie so weit, dass ich sagen könnte, mit DIR will ich eine "langfristig Verbindung" eingehen, oder so.... ":/

Es ist eher eine Frage des Zufalls, auf Menschen zu treffen, die ähnlich ticken.

Manche leben ja auch in einem sehr engen Radius, und treffen dann eben nur wenige Menschen, und in einen von den wenigen von den zig Milliarden, projizieren sie dann ihren Wunsch des "Liebens und Geliebtwerden" hinein- unabhängig davon, wieviele Neurosen und "unbearbeitete seelische Baustellen" sie im Rucksack tragen. :-/

Find das ganz dubios. Diesen Drang, sich zu "paaren"- ich steh da eben vor einem Rätsel, weil ich komplett "aus dem Raster falle" evtl. ???

Egal jetzt. Schau mir das Spektakel auf diesem Planten generell lieber aus der "Vogelperspektive", also "von oben" an....

Bin gerade auch wieder nachdenklich, melancholisch irgendwie. (oder doch depressiv?).

Lieben Gruß in die Runde! {:(

L ewixan


fallen_angel

Hast du ein Problem mit deiner Einstellung, oder kannst du gut damit leben?

Ich frage dies wegen...

Bin gerade auch wieder nachdenklich, melancholisch irgendwie. (oder doch depressiv?). (...) {:(

Der Drang sich zu paaren ist ja eigentlich biologisch in uns angelegt. Oder in den meisten... (in mir ist er auch nicht in dem Masse vorhanden, in dem das wohl "normal" ist).

fzall>en_angxel_73


Ach, my, k. A. -

klar, ist es scheinbar "normal" zu lieben und geliebt zu werden- also ich sehe schon, dass sich Frau und Mann zusammentun und oft vermehren- aber für mich bleibt das "rätselhaft"-

Glücklich bin ich nicht, aber ich nehme mein "Anderes-sein" einfach an.

Alles andere wäre nur leidvermehrend....

Hormontechnisch wäre ich ein Zwitter, weil Androstendion und Testosteron (früher), jetzt durch Dexamethason und anderes "eingedämmt"- sehr dominieren, während ich kaum weibl. Hormone bilde.

Angeblich habe ich ein heterozygotes AGS. Ich glaube nicht dran und ein Gen-test konnte das Fehlen des Enzyms nicht eindeutig bestätigen. Echt schlimm, diese Reise von Endokrinologe zu Endokrinologe durch ganz Deutschland, ohne eine klare Antwort zu bekommen...

Also bin ich quasi Mann und Frau in einem. Ich fühle mich nicht weiblich. Neutral eben. Mensch.

Evtl entgeht mir auch so einiges,- ich hatte auch innige Freundschaften zu Männern (vor zig Jahren, oder Jahrzehnten....) aber das Sexuelle war einfach drittrangig. (also spirit und soul sind für mich wichtiger)...

Egal jetzt, es gab eben frühkindl. Missbrauch, und diese dubiose Hormonstörung hat auch noch ihren Anteil geleistet.

Immer noch kein Grund sich umzubringen. Obwohl ich zugeben muß, dass ich seit einigen Tagen echt sehr schwermütig unterwegs bin,- hoffe das wird irgendwann besser.

Ich hab auch aufgehört, mich zu "vergleichen"- das hilft.

Ich bin eben so, wie ich bin. Und einige wenige mögen mich, viele finden mich primär "verstörend", glaub ich manchmal... ":/

Lieben Gruß! @:)

Lnewiaxn


Die Fadenfrage an sich hat aus meiner Sicht gar nicht so viel mit Sexualitaet zu tun (auch wenn das Sexualitaetsthema erwaehnt wurde). Man kann sich auch verlieben, und lieben, ohne Sexualitaet. In Maenner, in Frauen. Es gibt Leute, die bezeichnen sich als asexuell und verlieben sich. Ein schwuler Freund von mir hat sich oft in Frauen verliebt, bloss Sex wollte er nur mit Maennern etc.

Wobei das natuerlich nicht fuer jeden gehen muss....

Ich hab auch aufgehört, mich zu "vergleichen"- das hilft.

...vermutlich, ja.

Weisst du, du machst nebenbei so Bemerkungen...

Immer noch kein Grund sich umzubringen. Obwohl ich zugeben muß, dass ich seit einigen Tagen echt sehr schwermütig unterwegs bin,- hoffe das wird irgendwann besser.

...bei diesem Thema; das legt schon irgendwie nahe, aus meiner Sicht, dass du da doch ein Problem fuehlst und es nicht "einfach so annimmst"... letztlich ist das natuerlich an dir selber, das zu entscheiden. Hast du mal was Therapeutisches ausprobiert? Deine Missbrauchserfahrung ist ja keine Kleinigkeit, denke ich mal.

f?allenX_angel_x73


lewian, -

stimmt, - bei mir ist da auch so - mein bester Freund (und Seelenverwandte) ist homo,- also er ist zwar in einer Art Beziehung mit einem Mann,- "liebt" mich aber vom Wesen her mehr als ihn oder sonstwen.

Das ist schon dubios.

Ach, gebe doch zu, geliebt zu werden, sei es von einem Menschen,( der kein Interesse an meinem body hat) oder von einer Schmusekatze, ist schon Grund genug, am leben zu bleiben.

Diese Art von Liebe ist auch nicht so manisch-sexuell und vergänglich, sondern hat eine ganz instinktive echte und tragende Basis.

Egal jetzt.

Therapiert bin ich bis zum geht-nicht-mehr. Ich nenne es "aus-therapiert"-

ca 13 stationäre Aufenthalte in psycho-somatsischen Kliniken oder Psychiatrien (grusel!) liegen hinter mir.

Jetzt brassel ich mit nicht ganz so vernünftiger Eigenmedikation herum und lebe erstmal weiter in der Hoffnung auf das große "Wunder" oder so.... @:)

Lqewioan


Ich moechte dir jetzt nicht irgendwas aufschwatzen, aber es gibt ja auch Sachen, die nichts mit Medikamenten zu tun haben, z.B. mein Favorit, mit dem ich selber sehr gute Erfahrungen gemacht habe und noch mache, Gestalt-Therapie. Da geht's darum, sich selber zu entdecken, sich selber zu erforschen, offen zu sein fuer Veraenderung, bewusster zu leben...

Das Ding ist, das "grosse Wunder" waere vielleicht gar nicht so ein geheimnisvolles Wunder, sondern etwas, fuer das man selber ganz gut die Grundlage schaffen kann. Andererseits, ich persoenlich finde das, was ich da gelernt habe, auch schon an sich sehr spannend, ganz abgesehen davon, wie sehr es mir dabei hilft, mein leben zu verbessern.

Es gibt ein paar gute Buecher, die da einen Einblick geben, "Gestalttherapie Praxis" von Perls, Hefferline, Goodman, "Gras unter meinen Fuessen" von de Roeck; sowas ist vielleicht noch mal eine ganz andere Erfahrung als das, was du schon kennst. (Aber was weiss denn ich?)

Ich habe noch niemanden von sich sagen gehoert, er sei von solchen Sachen "austherapiert".

Ich komme mir ein bisschen komisch vor, dir das zu schreiben, denn du hast ja nicht um Hilfe gebeten; aber das denke ich einfach zu deinem letzten Posting. @:)

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