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Was kann ich gegen Pessimismus tun???

T-halixna


Ich kämpfe auch gegen meinen tiefliegenden Pessimismus an. Ich verstecke den so gut ich kann vor meiner Umgebung, aber innerlich.... Ich habe keinerlei wirklich positiven Erwartungn an die Zukunft.

Ich möchte da nicht zu sehr ins Detail gehen, es hilft nichts das auch noch aufzuschreiben.

Was ich zeitweise gemacht habe war, mir jeden Tag zu überlegen was an den Tag eventuell angenehm war. Und wenn es nur die Cola war die ich getrunken habe oder das ich neue schöne Socken gekauft habe. Irgendwelchem Quatsch also.Aber es war ganz gut

Was ich nicht schaffe ist diese negative Grund-Erwartungshaltung a la Wird ja sowieso schief gehen zu ändern.

Meine Neurologin/Psychologin meinte mal zu mir,ich sei. nicht depressiv,aber es sei einfach kein Wunder das es mir so geht auf Grund meiner Erfahrungen..

Was mir hilft ist, weniger an die Zukunft zu denken. Hier und Jetzt zu bleiben. Den Tag zu genießen versuchen.

Ich bin auch extrem anspruchsvoll was mich selbst angeht und meine härteste Kritiker in. Und ich kann gar nicht aufschreiben für was ich mich halte.

Manchmal bin ich dann erstaunt wenn mir jemand sein Bild von mir erzählt. Es entspricht gar nicht meinem Selbstbild, nie.

Aber es hilft manchmal wirklich, immer im Hier und Jettzt zu bleiben. Schon sich Träumen, aber nichts in Bezug auf Zukunftspläne. Da gibt's für mich nur einen: Mein Kind großkriegen. Alles Andere ist für mich zu unsicher. Ich habe keinen Bock mehr auf die Enttäuschung die auf gescheiterte Pläne folgt.

Aber ich genieße Spaziergänge, kann es genießen in der Natur zu sein, oder ein guter Buch zu lesen. Jetzt und hier. Nicht später. Nix Geplantes.

Xairxain


Was mir an richtig miesen pessimismus tagen hilft ist bewusst umzudenken.

Statt "das war ja klar dass ich so ne scheiss ausfgabe krieg" denk ich dann bewusst "das war eine herausforderung und ich habe es gemeistert"

Klar is das wie perlen vor die säue werfen an manchen tagen...

Aber manchmal hilft es einfach nichts negatives zu denken sondern neutrale aussagen zu fällen.

Wir haben in der reha mal son positiv tag gemacht... an dem tag waren keine negativen aussagen erlaubt (war unter freunden) und es war einer der schönsten und lustigsten tage meines lebens.

h+aven0't_wa5ited


Meine selbst erfahrene Antwort zu deiner Überschrifts-Frage (war von Haus aus ein Pessimist):

Anders denken lernen, die Sicht verändern, nach und nach. Meist ist das harte Arbeit, aber sie zahlt sich aus!

C7lovndxyke


@ Juliwuli

Du, meine Mutter war ihr ganzes Leben schon so, als Kind hab ich unter ihrer Art unglaublich gelitten....

Ein Beispiel nur von heute: Ich fahr sie im Rollstuhl ins Bad und sage (mehr zu mir: oh, das Klo muss ich unbedingt putzen). Sie: ICH war das nicht mit dem Dreck, ich hab keine Schuld! Ich: Mutti, wer redet denn von Schuld, ist doch kindisch... Da fängt sie ihr hysterisches Gekeife an und hockt jetzt beleidigt in ihrem Bett. Jeder Versuch auf sie zuzugehen scheitert. Sie grübelt, hat das (Pizza-) Mittagessen verweigert, fühlt sich in ihrer Ehre gekränkt.... oh man :-( :-/

W"ild1k<atOexr


Hallo Juliwuli,

Die Psychologie ist so ein weites Feld, es gibt Menschen denen es schlechter geht und die strahlen Lebensfreunde aus. Die Miesmacher mag man eher weniger.

Dran arbeiten verdrängen, aber alles leichter gesagt wie getan.

MfG *:) @:) :)* :)^ :)^

A=BC0j1


Hallo zusammen,

man muss an seinen Problemen arbeiten. Die Nerven nicht verlieren. Schauen dass man sich stabilisiert oder stabil bleibt. Ich bin nun nicht mehr so jung und kann im Rückblick sagen, dass es von selber nicht besser wird. Man verplempert nur Zeit. Man lebt nicht ewig. Das Leben verläuft nicht gut, solange man es nicht schafft etwas zu verbessern. Es lohnt sich also absolut sich weiterzuentwickeln.

Trhalinxa


Das Komische bei mir ist, dass ich nach außen hin durchaus fröhlich bin, mit meinem Kind Quatsch machen, eben den Moment genießen.. Aber meine Grundhaltung ist nicht optimistisch. Ich glaube nicht das etwas schon gut laufen wird. Mich überrascht immer nur das, was gut läuft.

Natürlich lasse ich mich gegenüber meinem Kind nicht so gehen wie im Forum oder so. Ich habe irgendwie nur keine positive Erwartungshaltung gegenüber dem was kommen könnte.

J@uliqwulxi


Also mal Danke für die vielen Antworten! Thalina: die Probleme aufschreiben bringt sogar sehr viel!!

Clondyke: das Beispiel mit deiner mama bin voll ich!! Ich glaube auch dass ich an allem Schuld hab

Jnuvliwjuli


Z.b. bin ich in einem blöden auffangkurs für Jugendliche seit 2 Jahren, ich denk mir, wie dumm und schlecht muss ich eigentlich sein dass ich nicht mal einen normalen Job oder Lehrplatz bekomme?? Ich hab soooooo viele Bewerbungen verschickt und bin maximal von Firmen für ein Praktikum benützt worden.. hatte schon so viele Gespräche... wie schlecht muss ich sein dass ich nirgens genommen werde aber jeder andere Depp hat es nach kurzer Zeit geschafft? ! Ich denk mir in solchen Momenten hoffendlich lebe ich nur damit ich irgendwann sterbe... :-|

h<aven'rt_w aixted


Weder dumm noch schlecht noch ein Depp noch blöd. Du bestrafst dich auch noch selbst, indem du dich für so etwas beschimpfst, Schlecht sind solche Gedanken, sie bringen dich nur immer tiefer in diesen Kreislauf um "Ich tauge zu nichts" und wie eine Spirale abwärts.

m#ond+s?terne


Z.b. bin ich in einem blöden auffangkurs für Jugendliche seit 2 Jahren, ich denk mir, wie dumm und schlecht muss ich eigentlich sein dass ich nicht mal einen normalen Job oder Lehrplatz bekomme??

Ja, das kann ich verstehen, weil ich manchmal ähnliche Gedanken habe...

J,uliw`uli


Ja hab eh Probleme damit mich überhaupt für irgendwas zu interessieren... interessier mich für fast nix.. aber ehrlich.. Wer kann mir erklären warum ich im Berufsleben dann nirgends erwünscht bin? ! Das ist nervenraubend

hLaven'&t_xwaited


Ohne dch zu kennen - wie sollte man dir das erklären können? Was sagem die Menschen deiner Umgebung, Familie, Freunde dazu?

hmavenn't_wwaited


Denke gerade: Wenn du dich "für nix" interessierst, vielleicht strahlst du das ja auch auf dein Umfeld aus? Chef bzw. Personalchefs wollen interessierte Mitarbeiter, keine Null-Bock-Mentalität.

J3uliwouli


Naja ich will ja arbeiten. Insofern interessier ich mich eh. Nur in meiner Freizeit taugt mir oft nichts.. auch nicht wirklich hobbies.. meine eltern oder Freunde sagen da nicht viel dazu.. die finden es halt komisch dass ich für nichts lange einen Biss hab...

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