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Erste Schritte und generelle Tipps für eine Therapie

t0e6eta1 hat die Diskussion gestartet


Seid gegrüßt,

ich habe vor einigen Wochen mal ein Thread über mein Problem in puncto Menschenkontakt geschrieben. Dort habe ich beschrieben, dass mir Menschenkontakt generell unangenehm und für mich auch stressig ist.

Nachdem ich dort viele Antworten erhalten habe (besonderen Dank an ABC01 und _Zuschauer_ ) und ich mich doch entschließen möchte eine Therapie zu machen, wollte ich fragen, welche die ersten Schritte sind, die man dafür einleiten sollte oder ob jemand evtl. Tipps geben kann.

Falls es helfen sollte: Ich vermute eine schizoide Persönlichkeitsstörung bzw. eine paranoide Persönlichkeitsstörung zu haben.

Antworten
WSilkdkatxer


Hallo teeta1,

Mit dem HA sprechen persönlich zum Psychologen gehen !

So einfach und vorfallen schnell einen Termin zu bekommen wird schwer.

MfG *:) :)*

a7.fixsh


1. Tipp: versteif Dich nicht auf eine Diagnose. Das hilft gar nichts und ist im schlimmsten Fall hinderlich, weil Du evtl. bewusst oder unbewusst darauf "hinarbeitest" mit irgendetwas bestimmten diagnostiziert zu werden.

Die ersten Schritte, um an eine Therapie zu kommen, können unterschiedlich aussehen. Du kannst zu Deiner Hausarztpraxis gehen, Deine Probleme dort schildern und um eine Überweisung bitten, evtl. haben sie dort auch schon Adressen/Kontakte für Dich. Du kannst auch Deine Krankenkasse kontaktieren und dort um eine Liste von Therapeuten bitten, die in Deiner Umgebung eine Kassenzulassung haben. Oder aber Du suchst Dir selber Therapeuten raus, viele haben eine Webpräsenz und schreiben dort auch, ob Therapien dort von der Kasse übernommen werden.

In jedem Fall wirst Du irgendwann idealerweise mehrere Therapeuten kontaktieren und um einen Platz dort bitten müssen. Die Wartezeiten variieren, rechne am besten nicht damit, sofort in den nächsten Wochen einen Platz zu bekommen, dann bist Du nicht enttäuscht. Manche Therapeuten bieten eine Warteliste an, andere nicht, das muss man einfach erfragen. Und dann heißt es warten. :-)

Ich würde den Weg über die Krankenkasse empfehlen, zumindest bei meiner hat man sich da Zeit genommen und mir im Telephonat auch so einiges grundsätzliches erklärt.

mLini\mixa


Ich vermute eine schizoide Persönlichkeitsstörung bzw. eine paranoide Persönlichkeitsstörung zu haben.

Nimm das mal komplett raus und überlasse die Diagnosefindung dem Therapeuten. Oftmals werden Eigenschaften, Verhaltensweisen etc. von einem Laien (trotz oder gerade wegen Internet und Sachbüchern) völlig verkehrt interpretiert/zugeordnet. Und dann stellt sich plötzlich heraus, dass das völlig normale menschliche Züge sind. :-)

Achte auch darauf, dass du wenigstens eine Grundsympathie für den Therapeuten empfindest. Das ist überaus wichtig für eine erfolgreiche Therapie. Also bitte nicht den nehmen, der zwar vielleicht ganz bequem um die Ecke seine Praxis hat, den du ihn aber nicht wirklich angenehm und nett findest.

X>ir#axin


1. Schritt: Zum Hausarzt!

2. Schritt: Telefonieren telefonieren telefonieren (Versuche es bei Psychotherapeuten, wenn du Medikamente nicht ausschließt auch bei Psychiatern. Ich habe meinen Therapeuten gefunden, der auch medikamente aufschrieb. Er war Psychosomatischer Mediziner und Psychotherapeut. Auch nach solchen kannst du Ausschau halten.)

3. Schritt: Lass dich auf jeden Fall immer auf die Liste setzen, wenn du niemanden findest, bist du immerhin schonmal auf der Liste.

4. Schritt: Wenn kein Therapeut innerhalb der nächsten 4 Wochen einen Termin hat für dich, ruf deine Krankenkasse an und lass dir einen termin vermitteln. Da kannst du dir leider den Therapeuten nicht aussuchen, aber es wäre halt ein Anfang.

5. Schritt: Du gehst zu deinem Termin. Vielleicht mit Zettelchen, was dein Leben so unerträglich macht (bitte keine Diagnose) meist resultiert daraus dass du in Redefluss gerätst und er Fragen stellt. Du wirst sehr vermutlich nicht beim 1. Termin eine vollständige Diagnose bekommen, da das viel zu komplex wäre.

6. Schritt: Du hast 5 Probestunden um zu entscheiden ob du mit diesem Therapeuten arbeiten kannst oder willst. Wenn er dir total unsympathisch ist...lass es und frag nochmal die Wartelistenärzte/theras ab, ob sich was getan hat.

7. Schritt: Wenn du einen Therapeuten hast, mit dem du deine Probleme angehen willst, dann wird er zuerst einmal eine Kurzzeittherapie über 20Stunden bei deiner Krankenkasse beantragen. Diese wird meist ohne weitere Probleme genehmigt.

8. Schritt: Arbeite mit. Du kannst auch nach den 20 Stunden eine Verlängerung beantragen, wenn ihr der Meinung seid, es brauch noch etwas.

m-iniMmixa


@ Louis

Du hast 5 Probestunden um zu entscheiden ob du mit diesem Therapeuten arbeiten kannst oder willst.

Diese 5 (probatorischen) "Schnupper"-Sitzungen stehen dir bei jedem Therapeuten zu, und die werden auch von der Kasse bezahlt, und dafür ist auch kein Antrag auf Therapie nötig. Bist du dir diesbezüglich unsicher, dann frage bei deiner Krankenkasse nach. (Alles natürlich vorausgesetzt, dass du in Deutschland lebst, und nicht wie manche User hier in der Schweiz oder Österreich.)

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