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Totales Angstloch

A$drianjaApEucnkt hat die Diskussion gestartet


Ihr Lieben,

ich weiß gar nicht so genau, warum ich hier überhaupt schreibe. Ich glaube aus reiner Hilflosigkeit und Überforderung.

Ich habe seit 3 Jahren eine Angststörung. Genauer: Agoraphobie mit Panik.

Ich war vor 3 Jahren 4 Monate stationär deswegen. Es ging dann auch deutlich bergauf aber es gab immer wieder heftige Rückschläge wo mich die Angst wieder komplett eingeholt hat.

Es ist seitdem also ein ständiges auf und ab. Aber richtig gut ging es mir in der ganzen Zeit nicht mehr.

Ich habe nun den Therapeuten gewechselt, weil ich mir neues Input gewünscht habe. Ich habe gehofft, dass wir irgendwie an die Blockade kommen, die mich daran hindert, die Angst loszulassen.

Dort war ich nun 6 Mal. Es ist ein neuer Ansatz. Alles was ich vorher gemacht habe, war klassische Verhaltenstherapie. Ich weiß also eigentlich alles, was man bei Angststörungen tun sollte, kenne alle Modelle, alle Ansätze etc..

Der neue Therapeut sucht eher nach der Ursache, guckt warum ich die Angst aufrechterhalte, welche Funktion sie hat etc.

Und ich muss sagen, das ist die anstrengendste Therapie, die ich je gemacht habe. Ich hatte bereits jetzt unheimlich viele Aha-Erlebnisse und habe das Gefühl, dass sich was tut.

Und da ist der große Haken. Im Moment gehe ich durch die Hölle, da so viele Türen geöffnet werden. Meine Ängste sind auf einem absoluten Maximum. Aber ich habe auch das Gefühl, dass ich da jetzt durch muss, weil ich sonst nie vergangene Dinge bearbeiten kann und immer diese Angst behalten werde.

Das schlimme ist, über die 3 Jahre habe ich alle meine Freunde verloren. Ich sehe mich einfach nicht dazu im stande mich mit menschen zu treffen, da das für mich der maximale Paniktrigger ist. Natürlich gibt es oft Situationen, wo ich es trotzdem tue. Aber es ist immer eine Qual. Es ist ein Durchhalten. Da ist keinerlei Freude oder Genuss dabei. Deshalb habe ich irgendwann damit aufgehört und habe jetzt nur noch Kontakte, die ich gezwungenermaßen haben muss (Uni)

Ich habe einen Partner und meine Familie. Das sind die einzigen Menschen, die ich regelmäßig sehe.

Ich bin Studentin und da sehe ich natürlich auch Menschen, aber ich habe dort nur einen sehr losen Freundeskreis, der sich nicht außerhalb der Uni trifft (bzw. sehr selten mal). Die Freundschaften die sich dort gebildet haben, schließen mich nicht mit ein. Ich habe mich dazu nicht in der Lage gefühlt. Andere haben die losen Kontakte gefestigt, es sind Freundschaften entstanden. Ich konnte das nicht.

Aktuell sind Semesterferien und ich habe seit Wochen niemand mehr getroffen (außer Freund und Familie). Es geht mir so schlecht, dass ich es mir nicht zutraue und gleichzeitig merke ich, wie mich das immer weiter runterzieht. Im Moment liege ich den großteil des Tages im Bett.

Gestern war ich beim Gynäkologen und hatte dort solche Panik, dass ich fragen musste, ob ich mich irgendwo hinlegen kann, weil ich sonst kollabiert wäre. So schlimm ist es zur Zeit außerhalb meiner Wohnung. Einkaufen? Horror. Auto fahren? Horror. Öffentliche Verkehrsmittel? undenkbar.

Inzwischen somatisiere ich mir auch alles mögliche zusammen, mir ist ständig übel, ich habe oft durchfall und dauernd Kreislaufprobleme.

Alles was man so tun muss, tue ich trotz Angst (sprich einkaufen, Pflichten nachgehen, etc.) Aber das Thema soziale Kontakte existiert nicht mehr.

Ich fühle mich so einsam ohne Freunde aber ich weiß nicht wie ich da raus kommen soll, weil jeder Kontakt so schlimm für mich ist. Ich habe Angst dass das jetzt mein Leben ist. Dass ich da nicht mehr rauskomme. Dass es immer unangenehm sein wird, die einfachsten Dinge zu erledigen. Dass ich nie wieder in Urlaub fahren werde. Vor 3 Jahren hatte ich noch Hoffnung aber die ist inzwischen komplett weg.

Wahrscheinlich suche ich nur etwas Kontakt hier. Aber jetzt habe ich eigentlich nur mein Elend ausgekotzt. Vielleicht fühlt sich ja jemand angesprochen, irgendwas dazu zu sagen :)_

fühlt euch gedrückt

Antworten
C~ind#erellax68


Adriana,

ich drück dich mal :°_

mehr kann ich momentan nicht tun, weil ich gerade in meinem Morgentief hänge, aber ich werde später vielleicht noch was dazu schreiben.

Erst einmal einen Kraftstern für dich :)*

Aodrria?naApuFnxkt


Liebe Cinderella,

danke dir für deine liebe Antwort. Ich würde mich freuen, später noch mal von dir zu hören :)*

Hoffe, du hast dein Morgentief inzwischen überstanden

S]pringcChilxd


Hallo Adriana,

ich drück Dich auch mal. :)_ :)*

Es ist nun schon einige Zeit her, aber ich kenne die Hölle, die Du gerade durchmachst. Über Monate konnte ich mein Zimmer nicht verlassen, nicht einmal auf die Toilette gehen ohne Panik. Immer habe ich abgeschlossen und die Rolläden zugemacht, und mich bei niemandem gemeldet. Und auch ich hatte die Angst, dass es für immer so bleibt.

Heute kann ich das ehrlich gesagt gar nicht mehr nachvollziehen. Diese Angst ist für mich Geschichte, ich kann völlig ohne Probleme rausgehen und mein Zeug erledigen. Gut, manchmal habe ich dabei ein ungutes Gefühl, aber das ist auch alles. Bin lebensfroh, verheiratet, habe ein Kind.

Das schreibe ich, um Dir Hoffnung zu machen. Es KANN und es WIRD besser werden. Wenn ich das geschafft habe, kannst Du das auch.

AddriaonafApunkxt


Vielen Dank für die positive Rückmeldung! Sowas tut gut zu hören. Wie bist du da raus gekommen?

sbweetjhe4art_86


Da hilft wirklich nur Augen zu und durch, egal wie schwer es ist. Und ich weiß aus eigener Erfahrung, wie hart es ist, die Angst wieder los zu werden.

Eine Verhaltenstherapie ist sicher sinnvoll und außerdem ist es, glaube ich ratsam, den Grund für die Angst herauszufinden. Letzten Endes wird man sie nur los, wenn man eisern am Ball bleibt und, wie jeder Psychologe wahrscheinlich sagen würde : nicht vermeidet.

Es gibt nur zwei Optionen :

1. Du hältst es aus, egal wie hart es ist und schaffst es dadurch, irgendwann wieder ein normales, freies Leben zu führen oder

2. Bleibst eingeigelt Zuhause, verlierst deine sozialen Kontakte, die Freude an Hobbies etc und es manifestiert sich Monat um Monat und Jahr für Jahr

Letzteres war für mich nie eine Option.

Lass dir helfen, beiß die Zähne zusammen und los geht's! Das Leben ist so schön ohne eine Angststörung.

Ich wünsche dir viel Erfolg und alles Gute @:)

sDweethDeartP_8x6


P.s. ich bin im Nachhinein sozusagen (auch wenn es mich wahrscheinlich immer mehr oder weniger begleiten wird ) dankbar, dass es mich erwischt hat. ..seitdem habe ich vieles in meinem Leben erkannt und geändert

Foiz.zlyp!uzzlxy


Im Moment gehe ich durch die Hölle, da so viele Türen geöffnet werden. Meine Ängste sind auf einem absoluten Maximum. Aber ich habe auch das Gefühl, dass ich da jetzt durch muss, weil ich sonst nie vergangene Dinge bearbeiten kann und immer diese Angst behalten werde.

Hat dir schon mal jemand gesagt, dass Du unglaublich stark bist? Das Du deine Situation sehr gut erfasst hast?

Du wirst deinen Weg gehen, auch wenn dich im Moment die Panik eingeholt hat. Das ist ganz "normal". Überwiegend sind immer zwei verschiedene Therapien erforderlich. Und 25 - 50 Std. sind nichts. Ich spreche jetzt auch von mir und ich weiss genau, wie und was Du jetzt durchmachst. Das ist natürlich nicht messbar und individuell. Ich möchte dir damit sagen, dass Du jetzt die Chance hast, dir alle deine Ängste nochmal anzuschauen, durchleben kannst, um sie zu verändern. Wenn Du deine Ängste/Panik als Geschenk deiner Seele/Psyche annimmst, hast Du schon die Hälfte geschafft.

Was Freunde, Bekannte und Verwandte betrifft, lass sie da wo sie sind. Auch wenn Du dich im Moment dadurch alleine fühlst. Mir erging es auch so, im nachhinein kann ich nur sagen das es so auch gut war. Dadurch kannst Du dich ganz mit deiner Problematik auseinandersetzen, und Du musst dir keine der oftmals sehr verletzenden oder oberflächlichen Bemerkungen anhören. Menschen die gut für dich sind, werden dann wieder an deiner Seite sein, wenn sich deine Angst/Panik verändert. Sie werden auf einmal da sein, und manchmal bemerkt man es anfangs nicht. Wenn Du magst, bin ich hier im Forum an deiner Seite :)_

h+oneyb0oo89


Hallo ihr lieben,

Ich leide auch an einer Angst und Panik Erkrankung ich kann bis heute nicht damit umgehen.

in einem normalen Zustand weiß ich was Zutun ist nur in einem Anfall fällt es mir schwer und ich komm in diesen Teufelskreis.

mit herzrasen ,mundtrockenheit, schwindel,Schweiß Ausbrüche, Atemnot.

Was macht ihr in so Situationen was hilft euch ?

Wäre dankbar für tipps

AedrianbaApunxkt


Vielen Dank für eure Antworten, das bedeutet mir wirklich viel!

1. Du hältst es aus, egal wie hart es ist und schaffst es dadurch, irgendwann wieder ein normales, freies Leben zu führen oder

2. Bleibst eingeigelt Zuhause, verlierst deine sozialen Kontakte, die Freude an Hobbies etc und es manifestiert sich Monat um Monat und Jahr für Jahr

Zweiteres war für mich auch nie eine Option. Ich habe während meiner Therapie viele Angstpatienten kennengelernt, die wirklich gar nicht mehr vor die Tür gehen. Das habe ich NIE gemacht. Ich mache alles, was der Alltag "von mir verlangt". Aber alles ist eben einfach so schwierig und dadurch geht jegliche Lebensfreude verloren. Egal was ich mache, egal wo ich bin, das einzige was immer nur meine Emotionen beherrscht, ist Angst. Dadurch genießt man natürlich gar nicht mehr die schönen Dinge des Lebens.

Hat dir schon mal jemand gesagt, dass Du unglaublich stark bist? Das Du deine Situation sehr gut erfasst hast?

Ab und zu habe ich das von Familie oder Partner gehört aber da kann ich das schlecht annehmen. Da denke ich mir halt, dass sie nicht wissen wovon sie reden und das nur sagen um mich aufzubauen. Ich kann das deutlich besser annehmen von Menschen, die selber betroffen sind/waren. Danke dafür @:)

Du wirst deinen Weg gehen, auch wenn dich im Moment die Panik eingeholt hat. Das ist ganz "normal". Überwiegend sind immer zwei verschiedene Therapien erforderlich. Und 25 - 50 Std. sind nichts. Ich spreche jetzt auch von mir und ich weiss genau, wie und was Du jetzt durchmachst. Das ist natürlich nicht messbar und individuell. Ich möchte dir damit sagen, dass Du jetzt die Chance hast, dir alle deine Ängste nochmal anzuschauen, durchleben kannst, um sie zu verändern. Wenn Du deine Ängste/Panik als Geschenk deiner Seele/Psyche annimmst, hast Du schon die Hälfte geschafft.

Inzwischen sind es nun ja schon 3 Jahre mit kontinuierlicher Therapie. Zuerst die klassische Verhaltenstherapie, die mir geholfen hat, überhaupt wieder lebensfähig zu sein. Meinen Alltag zu bewältigen. Jetzt die Therapie um in meiner Seele aufzuräumen. Aufzuarbeiten, was da falsch gelaufen ist. Inzwischen weiß ich, dass sich in sehr jungen Jahren eine Art Persönlichkeitsstörung (zumindest Züge davon) manifestiert hat und darauf meine Ängste aufgebaut sind. Das heißt mit der vorherigen Verhaltenstherapie habe ich wohl einfach nur die Symptome behandelt, anstatt die Ursache. Klar, kann das nicht komplett "heilen". Einfach nur Schmerzmittel schlucken, wenn man ein gebrochenes Bein hat, hilft ja auch nicht dauerhaft.

Trotzdem ist das unheimlich anstrengend da jetzt so an die Substanz zu gehen. Ich habe immer gesagt, ich hatte eine wunderbare Kindheit, mir ist nie irgendwas schlimmes passiert und es gibt keine Ursachen dafür. Ich bin einfach nur etwas empfindlicher als andere Menschen. Jetzt weiß ich, dass das nicht stimmt. Dass sich in früher Kindheit ein Trauma manifestiert hat, was von außen betrachtet nicht als dramatisch bewertet werden würde aber was eine Kinderseele ganz anders verarbeitet als wir es heute im erwachsenenalter mit rationalem Verstand tun würden. Und wenn wir diese Dinge bearbeiten, dann fühle ich mich teilweise tagelang wie mein 5 jähriges hilfloses Ich. Das ist alles sehr schmerzhaft und triggert meine Ängste enorm. Und da sich meine gesamte Persönlichkeit darauf aufgebaut hat, habe ich manchmal Angst, dass ich das nie aufgeräumt bekomme. Dass es jetzt einfach zu tief verankert ist. Denn alles was ich heute bin, scheint nur aus diesem einen Ereignis entwickelt zu haben.

Wenn Du magst, bin ich hier im Forum an deiner Seite :)_

Das fänd ich wirklich sehr schön :-)

Hallo ihr lieben,

Ich leide auch an einer Angst und Panik Erkrankung ich kann bis heute nicht damit umgehen.

in einem normalen Zustand weiß ich was Zutun ist nur in einem Anfall fällt es mir schwer und ich komm in diesen Teufelskreis.

mit herzrasen ,mundtrockenheit, schwindel,Schweiß Ausbrüche, Atemnot.

Was macht ihr in so Situationen was hilft euch ?

Wäre dankbar für tipps

Was ist das denn genau für eine Angst bei dir? Wann bekommst du die Panik? Worum drehen sich dann deine Angstgedanken? Wovor hast du Angst?

Fgizzmlypuzz:ly


Denn alles was ich heute bin, scheint nur aus diesem einen Ereignis entwickelt zu haben.

Und genau das ist es, was die Angst, die Panik so groß werden lässt. Als 5 jährige war es für dich wichtig, um deine Seele zu schützen. Als Erwachsene brauchst Du diesen Schutz von damals nicht mehr. Das ist es was dich daran hindert, dein Leben in Freude zu gestalten. Das ist dein totales Angstloch, weil Du ohne diesen gelebten Teil in ein Loch fällst. Im realen Leben krabbeln wir wieder von alleine raus, wenn möglich. Dann werden evtl. Wunden versorgt, vllt bleiben Narben, aber es heilt.

Die Psyche hat gelernt damit zu leben. Deine Handlungen und Meinungen begründen sich auch immer auf dein Muster. Es ist der rote Faden, der dich hindert Entscheidungen in einer direkten realen Situation zu treffen. Sie werden immer aufgrund der damals entstandenen Muster gefällt.

Vllt hilft dir eine Übung, die zu den Meditationen gehört. Stelle dir eine Schale vor, in der alle deine Muster sind. Die Schale ist voll und nichts kannst Du mehr hineinlegen. Was kannst Du tun? Schaue dir die Muster an und nimm einen kleinen Teil heraus. Du musst hier diesen Teil nicht unbedingt benennen oder erkennen. Dein Unterbewusstsein registriert diese Veränderung. Dann legst Du den Teil hinein, der jetzt für dich wichtig ist (Freude, Selbstbewusstsein usw). Ich möchte dir nicht zuviel vorgeben, weil ich es für wichtiger halte erst einmal anzufangen. Nach vllt anfänglichem Holper, Stolper entwickelt sich das für jeden individuell.

Wenn es dich tröstet, 3 Jahre Therapie sind mitunter ein Tropfen auf dem heissen Stein. Meine Therapie hat mit Unterbrechungen 15 Jahre gedauert.

A[driana6Apuxnkt


Wenn es dich tröstet, 3 Jahre Therapie sind mitunter ein Tropfen auf dem heissen Stein. Meine Therapie hat mit Unterbrechungen 15 Jahre gedauert.

Wenn man es genau nimmt, sind es bei mir auch schon 10 Jahre. damals hatte ich eine Zwangsstörung. Die bin ich komplett losgeworden um dann etwas neues, die Angst, zu entwickeln. Aber ich war in all den Jahren immer in Kontakt ( wenn auch zeitweise nur sporadisch) mit dem Therapeut.

Die Angststörung hält sich jetzt seit 3 Jahren.

Ich stürze praktisch immer ab, wenn es eine neue wichtige Veränderung in meinem Leben gibt, ich etwas loslassen muss oder etwas neues anfangen muss. Die Zwänge habe ich damals kurz nach dem Abi entwickelt. Dann habe ich mich wieder gefangen, eine Ausbildung gemacht, in dem Beruf gearbeitet und dann vor 3 Jahren gekündigt und ein Studium begonnen. Zack: es bricht wieder alles zusammen.

Obwohl ich schon lange in Therapeutischer Behandlung bin, bin ich noch nie mit jemand so an den Ursprung all dieser Probleme gekommen. Das ist mit dem neuen Therapeut jetzt tatsächlich das erste Mal, dass wir so tief an die Wurzel des Problems gehen. Weil es eben vorher immer so schien, als wäre nie etwas passiert. Als gäbe es keinen Auslöser. Ich habe schon oft über die Situation von damals als Kind gesprochen aber es hat mich nie berührt. Es hat sich nie bedrohlich oder wie ein Problem angefühlt. Jetzt tut es das plötzlich. Jetzt weiß ich, wie mich dieses Ereignis als kompletten Mensch geprägt hat und ich heute als fast 30 Jährige immer noch an einem Punkt von vor 25 Jahren hänge. Dass all meine Muster eben darauf aufbauen.

Vllt hilft dir eine Übung, die zu den Meditationen gehört.

Die Übung gefällt mir sehr, danke für die Anregung!

Die Psyche hat gelernt damit zu leben. Deine Handlungen und Meinungen begründen sich auch immer auf dein Muster. Es ist der rote Faden, der dich hindert Entscheidungen in einer direkten realen Situation zu treffen. Sie werden immer aufgrund der damals entstandenen Muster gefällt.

Genau das ist es, was mir heute solche Angst macht. Denn ich fühle mich nicht als Mensch, ich fühle mich nicht wie eine Persönlichkeit. Ich habe kein "ich" Gefühl mehr. Meine Identität fühlt sich auf einmal an wie ein Konstrukt aus Diagnose, maladaptiven Prozessen, pathologischen Mustern. Alles was ich jetzt bin scheint nur ein riesiges Netzwerk von Prozessen zu sein, die sich aufgrund von dem Erlebnis als Kind verfestigt haben. Über 25 Jahre.

Ich weiß nicht mehr wer ich bin. Alles was ich denke oder tue fühlt sich jetzt an wie Dinge, die ich nur aus Kompensation tue oder denke, um irgendwie zu überleben und um den Schmerz von damals nicht mehr fühlen zu müssen, versteht du? Das fällt mir sehr schwer, es treffend zu beschreiben.

Es fühlt sich nicht an als hätte ich einen roten Faden aufgrund von damals entwickelt, der mich begleitet und beeinflusst, sondern als BIN ich der rote Faden. Es gibt kein ICH, keine Persönlichkeit. Nur diesen roten Faden.

Ich danke dir wirklich von Herzen, dass du mir hier antwortest. Das tut mir wirklich sehr gut @:)

FCizz}lypXuzxzly


Ich weiß nicht mehr wer ich bin. Alles was ich denke oder tue fühlt sich jetzt an wie Dinge, die ich nur aus Kompensation tue oder denke, um irgendwie zu überleben und um den Schmerz von damals nicht mehr fühlen zu müssen

Die Veränderungen, denen wir tagtäglich begegnen und meistern, sind eine Sache. Kopf und die vorhandenen Muster haben es bisher irgendwie geschafft. Nur deine Seele ist gefangen in deinem Schmerz, den Du als 5 jährige für dich erlebt hast. Deshalb erlebst Du dich so wie Du es geschrieben hast:

Denn ich fühle mich nicht als Mensch, ich fühle mich nicht wie eine Persönlichkeit. Ich habe kein "ich" Gefühl mehr. Meine Identität fühlt sich auf einmal an wie ein Konstrukt aus Diagnose, maladaptiven Prozessen, pathologischen Mustern. Alles was ich jetzt bin scheint nur ein riesiges Netzwerk von Prozessen zu sein

Was Du vorher nicht deutlich wahr genommen hast, spürst Du jetzt mehr als dir lieb ist. Warum? Weil deine Seele/Psyche die letzten 25 Jahre nicht mitgegangen ist. Ein wesentlicher Teil deines Wesens durfte oder konnte bisher nicht teilnehmen, und sich deshalb nicht entwickeln.

Stelle dir mal vor, dass in der Realität ein Kind "gefangen" gehalten wird - 25 Jahre lang. Durch irgend etwas "erkennt" es plötzlich. Trotz Schmerz und Angst will es wissen, fühlen. Es will dazu gehören. In deinem Fall sehnt es sich nach der Einheit Körper, Geist und Seele.

Vllt hilft dir auch dieses Beispiel als Übung. Du als Erwachsene begegnest diesem Kind (Du als 5 jährige) in der Realität. Was würdest Du tun? Es in den Arm nehmen und trösten, oder alleine lassen?

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