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Berufsunfähigkeit bei Psychosomatik

tuwins,txar hat die Diskussion gestartet


Wie lässt man sich ärztlich attestieren, dass physisch wie auch geistig nicht in der Lage ist einer Arbeit nachzugehen?

Bevor mich nun wieder alle als faule Sau bezeichnen: Ich schaffe es nicht. Ich komme kaum durch den Alltag, bin endlos müde und erschöpft, geistig kaum anwesend und körperlich sowieso kaum belastbar. (wobei ich auch ohne psychosomatische Beschwerden kein Bauarbeiter wäre).

Nun ist es so, dass ich, wie bei psychosomatischen Beschwerden üblich, keine handfeste Diagnose habe. Ich war in den letzten paar Jahren bei über einem Dutzend Ärzten (16 fallen mir spontan ein), aber es wurde entweder gar keine mögliche Ursache gefunden, oder aufgrund von Indizien die Symptome zu behandeln (erfolglos).

Zuletzt war ich bei einem Psychiater, der mir mit Medikamenten nicht helfen konnte und dauraufhin meinte ich müsse mit meiner Erschöpfung leben, er wisse nicht was dahinterstecken könnte. Meine letzte Hoffnung ist eine Psychotherapie, die mir ein Therapeut, bei dem ich nur kurz war empfohlen hat. Er hat mir Therapeuten und Kliniken empfohlen, die besser geeignet wären mir zu helfen als er. Aber auch durch ihn gab es, weil es eben nur ein kurzes Gespräch war, keine handfeste Diagnose, sondern nur die Aussage "es ist sicherlich psychisch".

Daran glaube ich auch. Aber wie lässt sich das überhaupt beweisen? Einen (afgezwungenen) Job könnte ich in meiner jetzigen Lage nie bewältigen. Geschweigedenn produktiv und halbwegs fehlerfrei sein. Und ja, ich habe mich lange Zeit zu Aktivität gezwungen, es ging irgendwann nicht mehr. Aktivität hat mir definitiv nicht gefehlt. Auch jetzt versuche ich so gut es geht einen Tagesrhythmus beizubehalten und an die frische Luft zu gehen. Es hilft zwar nicht aktiv, wirkt aber hoffentlich präventiv, dass es nicht noch schlimmer wird.

Antworten
Lbucxi32


Erwerbsunfähigkeit wird durch die Deutsche Rentenversicherung geregelt. Da muss du einen Antrag ausfüllen (kriegst du auf die Webseite) und ärztliche Befunde abgeben. Alternativ werden die dort angegebene Ärzte um Information gebeten.

Diagnose ist wohl somatoforme Störung.

Ob das klappt, ist was anders. Am besten ist es den Antrag durch ein Rehazentrum oder Krankenhaus zu stellen, wo eine Einschätzung besser möglich ist.

t[wiEnEsitar


und ärztliche Befunde abgeben. Alternativ werden die dort angegebene Ärzte um Information gebeten.

Das Problem, das ich sehe ist ja, dass die Ärzte nur mitteilen können, was es nicht ist. Was bringen denn da die Befunde?

Dankeschön für den Ratschlag :)z

s-terdnen*stauxb79


Bevor ich mir Gedanken um evtl Erwerbsunfähigkeit machen würde, wäre es vielleicht sinnvoll, wenn du dich in Behandlung begibst. Wenn der Verdacht da ist, dass es psychisch bedingt ist, wäre es doch eine Möglichkeit in eine Psychosomatische Klinik zu gehen, um überhaupt mal zu schauen, was es ist und wie dir geholfen werden kann.

tkwinNstaxr


Bevor ich mir Gedanken um evtl Erwerbsunfähigkeit machen würde, wäre es vielleicht sinnvoll, wenn du dich in Behandlung begibst. Wenn der Verdacht da ist, dass es psychisch bedingt ist, wäre es doch eine Möglichkeit in eine Psychosomatische Klinik zu gehen, um überhaupt mal zu schauen, was es ist und wie dir geholfen werden kann.

Ja natürlich, das ist auch der Sinn der Sache. Es geht mir ja nicht darum eine dauerhafte Erwerbsunfähigkeit bescheinigt zu bekommen, ich muss aber für den Zeitraum der Behandlung, beziehungsweise bis es mir besser geht, irgendwo abgesichert sein.

PslüsOchbiexst


Dass heißt du bist zur Zeit Arbeit suchend?

Dann sprich mit dem Amtsarzt. Der kann dich für ein halbes Jahr für arbeitsunfähig erklären.

W7ild_katexr


Hallo twinstar,

Du musst es geschickt anstellen, wie schon geschrieben eine Beurteilung von einem Krankenhaus oder der Reha sind schon was wert.

Ohne Hilfe der Ärzte kannst du es vergessen !!!

MfG *:) :)* :)^ :)^

W/ildk.at"er


Beinahe vergessen schließe eine Rechtschutzversicherung die bezahlen notfalls ein Gegengutachten. Da bei gibt es aber Wartefristen.

Bxernit_aB.


Ein Arzt wird immer erst den Versuch starten (müssen) durch einen Klinikaufenthalt in z.Bsp. einer psychosomatischen Klinik eine Arbeitsfähigkeit herzustellen.

Wenn das nach einigen Versuchen scheitert, wird automatisch die Rente empfohlen.

tSwinstRair


Dass heißt du bist zur Zeit Arbeit suchend?

Dann sprich mit dem Amtsarzt. Der kann dich für ein halbes Jahr für arbeitsunfähig erklären.

Ja genau darum geht es. Aber ohne Grundlage, das heißt durch Fakten objektiv bewertbare Basis, wird er das wohl kaum tun. Das ist das Problem!

Hallo twinstar,

Du musst es geschickt anstellen, wie schon geschrieben eine Beurteilung von einem Krankenhaus oder der Reha sind schon was wert.

Ohne Hilfe der Ärzte kannst du es vergessen !!!

Okay, danke!

Ein Arzt wird immer erst den Versuch starten (müssen) durch einen Klinikaufenthalt in z.Bsp. einer psychosomatischen Klinik eine Arbeitsfähigkeit herzustellen.

Das wäre optimal, weil ich sowieso einen Platz suche.

Szunflo"we$rx_73


Die Frage ist auch: Wie alt bist Du; wie lange hast Du gearbeitet - und hast Du überhaupt mit einer Rentenhöhe zu rechne, von der Du leben kannst?

Ansonsten kann ich Dir nur sagen, dass es mit diffusen Symptomen, ohne Diagnose und ohne umfassende Behandlungsansätze quasi unmöglich ist, Rente zu bekommen. Die Dt. Rentenversicherung erwartet da einiges an konsequenten Vorbehandlungen und schickt Dich ggf. auch mehrfach in eigene Kliniken. Du kannst Dich auf ein eher jahrelanges Verfahren einstellen...

tpwi)nsxtar


Es geht doch aber um eine temporäre Unfähigkeit. Das ist ja nichts Endgültiges, sondern nur solange bis ich die Beschwerden im Griff habe.

Lquc+i32


Dann reicht eine ganz normalen ärztlichen Attest bzw. Gutachten.

Lfuci3x2


Arbeitsamt bezahlt weiter.

SJunflUowerx_73


Dann reicht eine entsprechende Krankschreibung vom behandelnden Arzt bzw. ggf. durch den medizinischen Dienst der Arbeitsagentur.

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