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Hab oft schlimme Bilder im Kopf

yke~ssesvneexe hat die Diskussion gestartet


Ich weiß nicht ob das so normal ist, aber es belastet mich.

Nur zur kurzen Vorgeschichte.

Ich bin sehr schreckhaft. Wenn mich zB im Cafe ein bekannter von hinten auf die Schulter tippt bin ich zu Tode erschrocken. Sogar zu Hause passiert das. Ich weiß, meine Freundin ist zu Hause und ich koche. Sie kommt bei laufender Abluft in die Küche. Das reicht schon das ich kurz vorm Herzkasper bin.

Das ganze hatte ich schon mal in einem Faden und weiß glaube auch woher das kommt. Kindheit etc. Aber kein Missbrauch.

So, nun ist es so das ich gerne Dokus schaue. Und da kann es vorkommen das da schon mal grausame Bilder zu sehen. Horrorfilme schaue ich übrigens ganz bewusst nie.

Jedenfalls, ich werde oft Nachts wach. Ohne Grund. Entweder isses zu warm oder ich bin zu früh ins Bett....Vor 23:00 werde ich meist gegen 04:00 wach. Dann kommen oft so schreckliche Bilder in den Sinn. Ich mag die gar nicht beschreiben weil ich diese Bilder keinem einpflanzen will. Und ich fühle dabei immer die Angst der Menschen....Zu viele Spiegelneuronen, wenn es so einen Zustand überhaupt gibt. Und das lässt mich dann nicht schlafen. Nur was kann man dagegen tun?

Antworten
B+ezniNtaxB.


Wenn Du bewußt meinst, Spiegelneuronen zu empfangen, dann stell den Sender auf das Empfinden glücklicher Menschen.

Den grausamen Bildern Tschüss sagen und sofort auf anderen Kanal umschalten. Du befiehlst den Gedanken.

y_essGesneexe


Das habe ich schon probiert. Stelle mir bewusst schöne Dinge vor. Aber die Bilder sind manchmal so stark, dass sie wie in einem Film immer wieder reinspringen. Manchmal gruselt es mich dabei ganz übel.

a[n_rxe


Wie wäre es mit Schafe zählen? Wird in vielen Büchern jedenfalls erwähnt.

yBekssyes|neexe


Die sind ja harmlos. Ausserdem, was ist wenn ich mich verzähle ??? ??

Nein im ernst. Manchmal bekomme ich davon leichte Angstzustände.

aE.fixsh


Meiner Erfahrung nach gibt es da nur zwei Wege: Vermeidung oder Verarbeitung. Oder einen Mittelweg dazwischen oder beide mischen.

Vermeidung: sich sowas einfach nicht mehr anschauen. Muss man ja nicht, zumal nicht, wenn es einem nicht gut tut.

Verarbeitung: anstatt zu versuchen, diese Gedanken und Bilder loszuwerden, kann man versuchen, sich auf sie einzulassen. Nachzufühlen, was daran schlimm ist, mitzufühlen und die Gefühle zu ertragen, ganz gewollt und bewusst. Der Weg hindurch ist der Weg hinaus. Real kann einem nichts passieren, sich das deutlich bewusst zu machen, kann auch schon helfen.

A3nk%a1f0x1


Ich kann mich gut in Dich reinfühlen. Ich habe vor vielen Jahren als Kind bei einem Horror-Motorradunfall

ein Trauma erlitten und bin die schlimmen Bilder eigentlich nie so ganz losgeworden. Das heisst,

unter Tags denke ich in der Regel nicht dran, aber ich träume selbst nach den vielen Jahren noch davon.

Tendenz abnehmend.

Auch so verfolgen mich manchmal schreckliche Bilder. Wenn ich von einem Unfall lese, der etwas genauer

beschrieben wird, sehe ich sofort das Bild vor dem geistigen Auge. Habe leider sehr viel Vorstellungskraft und Fantasie.

Wichtig ist, dass man sich aktuell ablenkt. Es darf nicht zum Zwang ausarten.

Solltest Du das Gefühl haben, dass Du praktisch gezwungen bist, Dich an die Bilder zu erinnern,

dann kannst Du eine Therapie bei einem Psychotherapeut machen oder Du nimmst für eine gewisse

Zeit ein Antidepressivum ein, das auch gegen Zwänge ist. Ansonsten solltest Du Dir im Fernseher nur

Filme anschauen, die eben keine schrecklichen Bilder zeigen.

ymesses(nEeee


@ anka

Genau so geht es mit. Aber die Bilder überfallen mich in den unmöglichsten Momenten....ich will ja nicht dran denken. Meine Fantasie ist unglaublich und mein Vorstellungsvermögen leider auch. Ich habe das Gefühl körperlich anwesend zu sein. Das macht es noch schlimmer weil ich das körperlich mitmache.

E1hem[alisger Nutzner (#59x0071)


Hast du mal versucht in diesen grausamen Szenen selbst die Regie zu übernehmen, sodass du die Kontrolle darüber zurückbekommst?

yXesses0neexe


Ich Stelle mir sogar vor was ich mit den Subjekten machen würde die den Menschen in den Bildern diese schrecklichen Dinge antun. Hilft leider nicht. Manchmal ,selten, träume ich auch so einen Mist. Dann werde ich leider nicht wach. Meistens. Wenn ja,muss ich aufstehen und mich ablenken. Dann kann ich vielleicht nach einer Stunde wieder schlafen. Mir ist in letzter Zeit aufgefallen das es scheinbar öfters vorkommt wenn ich mal ne kleine reiberei in der Beziehung hatte. Nicht mal ein Streit. Verlustangst? Keine Ahnung....

m5inimxia


@ Yesses

Ich habe mir eben deinen anderen erwähnten Faden durchgelesen...

Ich Stelle mir sogar vor was ich mit den Subjekten machen würde die den Menschen in den Bildern diese schrecklichen Dinge antun.

... und es würde mich nicht wundern, wenn diese/deine Vorstellung eine Stellvertreterfunktion für deine Hilflodsgkeit im Elternhaus hätte.

yFe5ssBesnexee


Also mit den Vorstellungen was ich mit den Tätern machen würde macht vielleicht 10% aus. Das ist eher selten. Es ist nur eben das diese Bilder immer wieder hochkommen wenn ich Ruhe habe. Weniger Tagsüber, sondern meist Nachts.

Diese Bilder kommen aber erst in den letzten 10 Jahren. Das Erschrecken hatte ich schon immer glaube ich.

aTn_rxe


Wenn das so ist wie du erzählst, würde ich mich behandeln lassen. Dazu gibt es div. Möglichkeiten. Die erste Wahl wäre ein Psychologe. Anderseits wäre auch eine Rückführungstherapie für dich gut. Das letztere hat vor langer Zeit ein Kollege von mir durchgeführt. War noch spannend zu hören, was er alles so erlebt hat dabei. Und ja, es hat bei ihm geholfen.

C*ara#malxa 2


Ich sehe es auch so. Es gibt nur zwei Wege. Entweder meiden und die andere Seite wählen oder sich bewusst damit auseinandersetzen.

Für die erste Variante könnte ich das Buch von Klaus Renn empfehlen. Es heißt Fokusing. Da lernt man über den Körper die Gefühle/Seele wahrzunehmen und auch mit negativen Gefühlen umzugehen. Gerade das, was du beschreibst, dass du fühlen kannst, was in den evt. leidenden Menschen vorgeht, wird ganz gut erklärt. Das Buch ist nicht abgehoben, orientiert sich eher an einem Computer. Seelische Zustände und ein Computer und dessen Programme, haben viele Gemeinsamkeiten.

Will man die Hintergründe für die negativen Gefühle kennenlernen, da wird es schon schwieriger mit der Literatur.

Den meisten reicht es, damit umgehen zu können.

m&inEimxia


Du hast eine gewalttätige und unberechenbare Kindheit erleben müssen, die du offenbar nicht verarbeitet hast. So etwas bleibt nicht ohne Folgen.

Schreckhaftigkeit ist mMn nichts, was in diesem Ausmaß angeboren ist, sondern eher ein Indikator für ein ständiges "auf der Hut" sein müssen, und das ist erlernt. Es ist eine Sache, sich mal zu erschrecken oder eine entsprechende Phase zu haben, aber etwas anderes, wenn quasi gefühlt jedes Mal der Tod droht ( zu Tode erschrocken, Herzkasper = Herzstillstand = Tod).

Auch diese schlimmen Bilder, in denen anderen etwas angetan wird, können dafür stehen, was dir angetan wurde.

Es kommt überaus häufig vor, dass Erwachsene ihre Kindheitserlebnisse als gegeben hinnehmen, sogar irrationale Gewalt banalisieren, dabei aber übersehen, wie sehr sie von dieser Zeit ungut geprägt wurden, und dass selbst ihr heutiges Leben von all diesen Erlebnissen durchzogen ist. (Manche Menschen haben als Kinder bestimmte Ereignisse sogar als so bedrohlich empfunden, dass sie abgespaltet/komplett verdrängt wurden und erst Jahrzehnte später mit Wucht ins Bewusstsein zurück kehrten).

Also ich finde, es liegt nahe, dass deine heutigen Probleme - Angst, Schreckhaftigkeit, Ausgeliefertsein, Hilflosigkeit, sich wehren wollen, nächtliche Unruhe - im direkten Zusammenhang mit deiner Kindheit und dem dort Erlebten stehen.

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