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Diagnose depressive Lebenskrise - wie geht es weiter?

N"ouvxer hat die Diskussion gestartet


Abend zusammen,

ich habe eben durch Google dieses Forum hier gefunden und mich dazu entschlossen euch gleich mein Problem ans Herz zu legen.

Es geht um mich und meiner o. g. Diagnose. Es ist alles leider nicht so einfach, es war nie einfach.. ich glaube auch es ist leider mehr als nur eine Lebenskrise.

Mein Psychologe und ich, wir hatten keine einfache Therapie. Ich war die ersten Sitzungen kaum bereit mich zu öffnen, es ging einfach nicht bzw. fühlte mich emotional überfordert. Auch habe ich oft seine Grundgedanken bzw. die Erläuterungen nicht verstanden, es wirkte so als ob wir aneinander vorbei reden.

Hier mal ein Auszug

Er: Du bist 26 Jahre jung, du hattest eine schlechte Vergangenheit, bist depressiv, ängstlich, hast aber einen guten Job, toller Bildungsweg, bist sehr attraktiv, jeder Mensch denkt mal an Suizid in seinem Leben.. schau nach vorne die Welt wartet auf dich.

Ich: Ich kann mich an meine Kindheit kaum erinnern, wer bin ich? wer will ich sein? Sie fragen wo ich mich in 5 Jahren sehe? Ich weiss noch nichtmal wo ich mich nächste Woche sehe... toller Job, toller Bildungsweg? Habe studiert, Millionen andere auch...

Er: Es wird alles gut, in einigen Monaten / Jahren, wirst du darüber lachen können

Ich: Lachen?! Ich hab Nervenzusammenbrüche, kann mich meinem Umfeld nicht öffnen, habe Angst vor Ablehnung. Andere finden mich seltsam, wahrscheinlich auch weil Sie nicht wissen dass es mir psychisch nicht gut geht. Habe Launen, bin mal sehr nett dann wieder sehr aggresiv.

Seine Feststellung: Keine Depressionen, nur eine Lebenskrise, oder wie er so schön sagte: Quarter-Life-Crisis mit depressiver Verstimmung. Er möge mir kein Antidepressivum verschreiben, das bräuchten nur Notfälle, da Antidepressiva abhängig macht.

Ich möge ihm Glauben, aber symptomreich bin ich allemal. Ich erspare euch mal meine Lebensgeschichte, das würde in einem Roman ausarten, aber es sind viele Knackpunkte darunter dabei, Gewalt in der Erziehung, Falsche Freunde / Mobbing, kein Kontakt zu Frauen.

Hier mal meine Auflistung:

- Kein Selbstbewusstsein

- Bindungsstörung, fühle mich einsam

- Angst vor neuem / ungewohnten

- Angst vor Ablehnung (sozial)

- Reizbar, aggresiv

- fühle mich schnell unterschlagen

- Depressiv, wiederkehrende Nervenzusammenbrüche, Weinkrämpfe teilweise grundlos

- emotionslos

- Konzentrationsschwächen, fühle mich schnell überfordert bei mehreren Aufgaben / mehreren Gesprächen

- Schwindelgefühle

Von einer Selbsthilfegruppe ratet er mir ab, Depressionen habe ich ja keine und die anderen würde mir nur schlechte Gedanken in den Kopf setzen.

Mir gehts aber nicht so gut, fühle mich nach der Diagnose kein bisschen besser. Im Gegenteil ich fühle mich jetzt alleine und hilflos, es gibt keine Gruppen für Lebenskrisen, nur für psychische Erkrankrungen.

Habe Angst, weiss nicht an wen ich mich wenden kann und soll. Mein Umfeld kommt mir meiner Diagnose genau so wenig klar, alle meinen die letzten Jahre haben mich physisch und seelisch so sehr verändert, ich wäre unberechenbar, unnahbar, zu kantenlos.

So empfinde ich das auch wenn ich mich jemand anvertraue, ich kriege viel Lob, viel Aufmunterung das prallt aber alles ab.

Ich brauch nicht nur ein offenes Ohr für eine Situation, für einen Moment, für einen Spaziergang oder für einen Abend, es tut gut zu reden aber es ändert sich nichts an meinem Chaos. Sie leben ihr vermeintlich glückliches Leben weiter, sicher auch mit ihren Problemchen (niemand ist fehlerfrei) aber ich bleibe doch immer in der Traurigkeit zurück, weil egal was ich unternehme mein Leben dreht sich - nur nicht in die richtige Richtung. Mir fällt es mittlerweile grundsätzlich schwer überhaupt Entscheidungen zu treffen, ich kann nicht mehr einschätzen was richtig oder falsch ist.

Hatte von euch schon jemand eine Lebenskrise, wie seit ihr damit umgegangen?

Ich befürchte die Krisen unterscheiden sich doch leider auch untereinander sehr, Quarter-Life-Crisis, Midlife-Crisis, Endlife-Crisis, weil die Ursachen und Konstellationen aus ganz anderen Generationen herausstehen. Probleme die für andere keine sind...

Mir ist schwindlig %:|

Antworten
Xzir}ain


Hmm ich hatte keine Quarter-Life-Crisis, aber eine mittelgradige "reaktive" Depression.

Also sie wurde letztendlich durch ein Erlebnis endgültig ausgelöst (Tod meiner Schwester) und ich habe eine Verhaltenstherapie gemacht, weil plötzlich mein Leben sinnlos war.

Arbeit sinnlos, Familie in Stücke zerbrochen, Freunde konnten es nach einem halben Jahr alle nicht mehr hören, ich hatte Spaß an nichts.

Was ich wichtig in der Therapie empfand war, den richtigen Therapeuten zu finden.

Bei der ersten wo ich war, konnte ich mich nicht öffnen...sie hat einfach die falschen Fragen gestellt für mich. So blieb ich sehr sehr oberflächlich, konnte nicht sagen, was wirklich meine Gedanken sind. Natürlich meinte die dann "Lesen sie ein Buch übers trauern, wenns nicht besser wird, kommen sie wieder."

Das riss mir den Boden unter den Füßen weg, ich wusste ich brauch Hilfe, bekam aber keine...

Das war in etwa 1-2 Monate nach dem Tod meiner Schwester.

Also litt ich weiter, bekam immer mehr Heulflashs und letztendlich auch Nervenzusammenbrüche, das Leben erschien mir sinnlos, ich war überfordert. Meine Eltern wollten, dass es mir gut geht, aber auch viel mehr Kontakt, den ich garnicht wollte, aber andererseits war ich nun die einzige Tochter und wollte sie doch glücklich machen.

Ich habe es nicht geschafft zu trauern, obwohl ich weinte...viel weinte.

Nach ca 6-7 monaten später, war es dann vorbei. Wieder Nervenzusammenbruch, ich hatte keine Kraft mehr. Ich wollte so nicht weiter machen. Also ging ich zu meinem Hausarzt und der schrieb mich krank und überwies mich weiter.

Diesmal ging ich zu einem psychosomatischen Mediziner und Psychotherapeuten (All in One Paket sozusagen) überwiesen mit einer "Anpassungsstörung".

Und bei ihm...ich weiß nicht was es war, ob ich einfach inzwischen so verzweifelt war, oder ob er mir als Mensch einfach mehr lag...ich weiß es nicht. Es war ein älterer Mann, schon graues Haar und das Therapiezimmer hatte 2 Sessel und war irgendwie anders... (die vorher war eine Kinder und Jugendpsychologin und wurde mir empfohlen obwohl ich 21 war. aber damit galt ich ja als "junge Erwachsene" naja..in deren Praxis war alles etwas kindlicher gestaltet und wir saßen an einem Tisch...war seltsam...) und ich wusste einfach, diesem Mann werd ich jetzt alles sagen, was in meinem verqueren Kopf vor sich geht.

Ich habe ihm sogar von meinen Suizidgedanken erzählt, er nahm mich ernst und fragte mich "haben sie vor sich tatsächlich etwas aktiv anzutun?" und ich antwortete "Nein ich will nur nicht mehr existieren, ich sehe keinen Sinn darin...aber antun werd ich mir nix."

Und was mir wirklich zeigte, er ist der richtige, war dass er mich nicht einweisen ließ, sondern mir in der nächsten Woche einen Kurztermin gab, mir auch Adressen gab, falls es doch schlimmer wird und meinte ich soll anrufen, wenn es schlimmer wird.

Ab da hab ich ihm die besten und schlimmsten Gedanken anvertraut...alles nahezu ungefiltert und so hat mir die Therapie auch geholfen.

Was will ich dir damit sagen...

Du schreibst, du kannst dich nicht öffnen...und vielleicht liegt das daran, dass er nicht der richtige für dich ist?

W#ateroli2


Ich finde diese Aussagen für einen Psychologen ehrlich gesagt komisch. Das kann dir eigentlich jeder sagen "das Leben liegt noch vor dir" und "alles wird gut". Also entweder übertreibst du wirklich mit den Symptomen oder du solltest dir nochmal jemand anderen suchen, der das auch wirklich ernst nimmt, denn nach ernst nehmen klingt das nicht. Sogar Laien aus dem Freundeskreis sagen dir ja, dass du irgendwie nicht gesund wirkst und da wird auch irgendwas dran sein, wenn du dich nunmal scheiße fühlst. Also ehrlich gesagt, ich find das komisch, dass ein Psychologe das mit "geht vorbei" abtut.

Außerdem gibt es Menschen, da hat man das Gefühl, die reden an einem vorbei und die versteht man absolut nicht. Das gibts überall, das kann der Chef sein, ein Professor oder Lehrer. Aber es gibt eben auch Leute, da weiß man ganz genau, wie die was meinen und was die einem sagen wollen und die denken so ähnlich wie man selbst. Ich finde, mit welchen, wo das nicht so ist, ist man ganz schlecht beraten, weil sie einem wirklich nicht helfen können und einen nicht weiterbringen. Ich hatte z.B. Ausbilder jetz, die einfach völlig andere Grundansichten haben als ich über das was lernbar ist und was nicht und denen konnte ich es nicht recht machen. Oder einer ist viel schlauer als ich/weiß viel mehr, da ist es auch manchmal schwierig, sich dann selbst durchzusetzen, wenn man etwas anders machen will als er. Da sollte man dann gucken, dass man sich möglichst an den Rat passenderer Leute hält und mit den nicht passenden irgendwie auskommt, aber das was die sagen auch mal ausblendet. Wenn man die nicht versteht, dann können die einem nicht wirklich helfen.

Pylüs=ch8biexst


Ein Psychologe, der gleich mal raushaut Antidepressiva machen abhängig hätte sich bei mir gleich mal disqualifiziert. Du solltest noch einmal einen Versuch starten.

mMini%mxia


der gleich mal raushaut Antidepressiva machen abhängig hätte sich bei mir gleich mal disqualifiziert.

Sehe ich genauso. Denn sie machen eben nicht abhängig. Suche dir unbedingt einen neuen Therapeuten, bei dem du dich verstanden fühlst. Und, duzt der dich wirklich? Habt ihr das so vereinbart? Ich frage so blöd, weil sowas habe ich noch nie, wo und bei wem auch immer, erlebt.

S]. waltliosixi


Gut möglich dass da Medikamente hilfreich wären. Ich vermute allerdings auch ne gewisse Sehnsucht nach: Diagnose Depression -> Medikament -> alles ok und weiter nicht drum kümmern müssen. Ich würd insofern dazu raten wenn ADs dann nur mit begleitender Verhaltenstherapie. Sich auf der medikamentös bedingten Besserung auszuruhen und z.B. frustrierende Lebensumstände, Sinnkrise und/oder das eigene Verhalten das die Psyche belastet nicht anzugehen würde dich auf lange Sicht nur tiefer in die Sackgasse treiben.

Nmurar4ihyoxn


WTF?! Sätze, wie sie dein Psychologe auf dich loslässt, erwarte ich maximal von entfernten Bekannten. Und das auch nur einmal, weil sie dann gleich noch ein wenig weiter entfernt werden. Das sind so scheußliche Standartsätze, die wie man sie an jeder Ecke um die Ohren gehauen bekommt.

Ob du nun klinisch depressiv bist, oder "bloß" depressiv verstimmt, kann ich natürlich nicht beurteilen. Eine Diagnose ist zwar wichtig, um den weiteren Therapieverlauf individuell abstimmen zu können, aber darauf versteifen und dich selbst damit brandmarken solltest du dennoch nicht.

Mir klingt das so, als habe es mit dem Psychologen von Anfang an nicht gut gepasst. Man braucht manchmal ein paar Anläufe, bis man sich bei einem gut aufgehoben fühlt.

Xeiraxin


Grundsätzlich können schon mal so Sätze fallen, aber ein Gespräch, das rein "Alles wird gut" mäßig ist, würde mich in einer Therapie nicht weiter bringen.

Man sollte einfach tiefer forschen und nachfragen, also so lief es bei mir ab.

zBsp zu deiner ersten Aussage

Ich:** Ich kann mich an meine Kindheit kaum erinnern, wer bin ich? wer will ich sein? Sie fragen wo ich mich in 5 Jahren sehe? Ich weiss noch nichtmal wo ich mich nächste Woche sehe... toller Job, toller Bildungsweg? Habe studiert, Millionen andere auch...

Hätte mein Therapeut wohl gefragt:

"Warum haben sie denn studiert, was haben sie sich davon erhofft?"

Mit der Antwort hätte er dann weiter erforscht, warum ich keine Perspektive sehe in allein einer Woche.

"Fühlen sie sich auf der Arbeit wohl und ausgefüllt? Macht es ihnen spaß, das zu tun, was sie tun? Wie verstehen sie sich mit ihren Kollegen und ihrem Chef? Was war die letzte Woche auf Arbeit los, ist etwas negatives passiert, was sie zweifeln lässt?"

Bei:

Ich:** Lachen?! Ich hab Nervenzusammenbrüche, kann mich meinem Umfeld nicht öffnen, habe Angst vor Ablehnung. Andere finden mich seltsam, wahrscheinlich auch weil Sie nicht wissen dass es mir psychisch nicht gut geht. Habe Launen, bin mal sehr nett dann wieder sehr aggresiv."

Hätte er wohl gefragt, sowas wie...:

"Warum haben sie Angst vor Ablehnung? Sagen ihre Arbeitskollegen/Freunde etwas negatives über sie?"

"Wann genau kommt es zu Nervenzusammenbrüchen? Gibt es da bestimmte Auslösersituationen für?"

uswusf.

Kommen solche Aussagen?

Ein Therapeut dient normalerweise nicht als "Alles wird gut"-Sager sondern als jemand, der einem einen Spiegel oder eine Leinwand vorhält. Man untersucht so sein eigenes Verhalten und lernt, welche Situationen einen belasten, wie man mit ihnen umgehen lernt.

So war es zumindest bei mir...

S0alxdo


Für mich klingt das auch wie der falsche Therapeut für dich. Hier stimmt die Chemie nicht, mach einen neuen Versuch. Und warum nicht mal etwas außerhalb der Reihe, wie eine Familienaufstellung oder ein Wochenendseminar?

m9usmicusx_65


Er möchte mir kein Antidepressivum verschreiben

Falls er kein Arzt ist, sondern "nur" Psychologe, dann kann er Dir gar kein Antidepressivum verschreiben (jedenfalls kein rezeptpflichtiges, und rezeptpflichtig sind die allermeisten dieser Medikamente). Wenn es um medikamentöse Hilfe bei psychischen Problemen geht, wäre ein Neurologe oder Psychiater der richtige Ansprechpartner; ggfs. auch erst mal der Hausarzt.

Die Unterscheidung zwischen "Depression" und "Lebenskrise mit depr. Verstimmung" kommt mir etwas spitzfindig vor. Ich glaube eher nicht, daß Dir das viel nützt...

Am Rande bemerkt: Mitunter bessert sich eine Depression, wenn man Vitaminmängel behebt. In der Bevölkerung verbreitet ist insbesondere der Mangel an Vitamin D, der vor allem von unserer "sonnenarmen" Lebensweise kommt. [[www.vitamind.net/mangel/depression Link zum Thema]]

(Vor einer höher dosierten Einnahme von Vitamin D sollte zuerst der Blutspiegel bestimmt werden. Bei der Dosierung ist auch das Körpergewicht zu berücksichtigen. Und: Erfolgsberichte sollten nicht dazu verleiten, Vitamine als "Allheilmittel" zu betrachten.)

NHouvkexr


Guten Mittag liebe Lesenden,

zuerst einmal: Hatte bei weitem nicht mit soviel Resonanz gerechnet zu meinem Problem.

Vielen lieben Dank an jeden von euch @:)

Ich fange dann mal von oben nach unten an

@ Xirain @ Waterli2 @ minimia @ Saldo

Du schreibst, du kannst dich nicht öffnen...und vielleicht liegt das daran, dass er nicht der richtige für dich ist?

Wenn man die nicht versteht, dann können die einem nicht wirklich helfen

Suche dir unbedingt einen neuen Therapeuten, bei dem du dich verstanden fühlst

Für mich klingt das auch wie der falsche Therapeut für dich. Hier stimmt die Chemie nicht, mach einen neuen Versuch.

Ihr habt Recht, das Gefühl hatte ich quasi ab der Halbzeit der 25-Stunden-Therapie. Habe auch meinem Therapeuten meine Bedenken mitgeteilt, der verstand aber eher nicht wo das Problem lag, er meinte ich mache mir zuviele Gedanken. Habe dann für mich selber auch beschlossen die Therapie zu Ende zu bringen. 1,5 Jahre ging insgesamt die Therapie, ob sie mir was gebracht hat kann ich gar nicht so wirklich einordnen. Ich weiss zumindestens jetzt das ich nicht glücklich bin so wie mein Leben aktuell aussieht und das ich ein Stück weit zu einem schwachen Menschen geworden bin weil ich als Kind / Jugendlicher keine andere Verhaltensmuster habe lernen können. Er hat mir aber keinen Weg aufgezeigt wie ich es schaffe diese Störungen / negative Verhaltensmuster abzulegen, also eigentlich stehe ich genau so vor meinen Blockaden, nur ich weiss jetzt ein wenig warum sie überhaupt da sind..

@ Nurarihyon

Mir klingt das so, als habe es mit dem Psychologen von Anfang an nicht gut gepasst. Man braucht manchmal ein paar Anläufe, bis man sich bei einem gut aufgehoben fühlt.

Als ich damals mich entschlossen habe professionelle Hilfe zu suchen da hatte ich gar keine Vorahnung wie ich das am besten angehe. Ich hab vom Hausarzt eine sehr lange ortsansäßige Therapeuthenliste erhalten und die telefonisch abgeklappert.

Hatte dann auch viele Vorstellungstermine, aber die meisten waren zu den bekannten Wartefristen von mindestens 6 Monaten ausgebucht. Weil es mir in der Zeit ganz furchtbar ging (Ärger im Studium / Jobfindung) war ich einfach froh das ich kurzfristig einen Therapeuten gefunden hatte... Natürlich hinterher wird man auch schlauer, hätte wohl doch lieber die Wartefrist lang die Zähne zusammengebissen und mir / den Therapeuten die Zeit geben sollen uns zu finden..

@ S. wallisii

Gut möglich dass da Medikamente hilfreich wären. Ich vermute allerdings auch ne gewisse Sehnsucht nach: Diagnose Depression -> Medikament -> alles ok und weiter nicht drum kümmern müssen.

Will ich selber nicht wirklich beurteilen ob mir Medikamente zu stehen oder nicht, ich wäre froh ich müsste sie nicht nehmen.

Diese beschriebene Sehnsucht war tatsächlich ein Bestandteil während der Therapie, damit hätte ich gehofft endlich diesem Teufelskreis ein Bild oder Namen geben zu können. Vielleicht auch mit der Hoffnung nach Außenhin sagen zu können: Liebe Mitmenschen ich bin psychisch krank, nehmt nicht jedes Detail / jede Handlung von mir ernst oder legt mein Gedankengut auf eine goldene Waage - ich kann nichts dafür, ich bin einer von 4 Mio. deutschen Depressionserkrankten..

@ Xirain

Ein Therapeut dient normalerweise nicht als "Alles wird gut"-Sager sondern als jemand, der einem einen Spiegel oder eine Leinwand vorhält.

Mein Therapeut hat schon einiges nachgefragt, also es war nicht nur oberflächlich, es gab auch mal die ein oder andere Sitzung wo ich mich verstanden fühlte. Gerade das mit dem Studium fing er auf und fragte halt so drumherum, wie ich dazu kam, was ich machen will usw.

Da waren aber auch viele Fragen worauf ich selber keine Antwort weiss. Er fragt welchen Vorteil ich aus dem Studium für mich und mein Berufsleben sehe und wohin ich die nächsten Jahre gehe. Ich habe keine Antwort darauf, habe einfach so studiert, wollte halt noch was akademisches machen. Das hat ihn natürlich verwundert, er meinte, junge Menschen die studieren wollen doch auch Karierre machen. Aber das kommt sehr stark wieder in den Bekanntemodus, in unserem Konzern kauen die Vorgesetzten, Personaler, Manager auch uns jüngeren öfters die Ohren voll das man ja unbedingt weiter machen muss.

Es spricht eigentlich nichts dagegen, ich lerne gerne, weiss allerdings nicht was.

Habe nach der Berufslehre stinknormales BWL studiert, nichts wichtiges...

Es lauft bei mir auch beruflich momentan ganz okay, das ist so einer der wenigen Lebensbereiche wo ich momentan einen grünen Haken dahinter machen kann. Es sind einfach die alltäglichen Dinge wo meine Störungen da sind, die mich gefangen halten.

Mein Therapeut hat mir aber auch nie wirklich widersprochen, für ihn mache ich mir nur zuviele Gedanken und ich soll raus in die Welt es kommt dann alles von alleine...

Das ich aber schon etliche Dinge selbständig versucht und probiert habe, Angstpräventation, und bisher fast keinen Erfolg habe das scheint er nicht zu begreifen.

Angst vor Ablehnung habe ich leider auf ganz natürlicher Basis, Arbeitskollegen machen sich die ganze Zeit Sorgen um mich, ich sei essgestört, nicht belastbar. Mein Chef ist mit meiner Leistung weiterhin zufrieden also weiss nicht wie damit umgehen.

Mir fällt es schwer unbefangen zu sein, strahle eine unnahbare Aura aus obwohl ich gerne Menschen und Freunde um mich habe.

Weiss nicht wann und wem ich mich öffnen kann mit meiner psychischer Last, will niemanden zuviel anmuten.

Die Nervenzusammenbrüche ergeben sich teilweise grundlos, ich wache morgens auf und bin einfach traurig, leer, schlecht gelaunt.

Meist wenn ich irgendwo alleine reisen muss, dann muss ich öfters kämpfen nicht in Tränen auszubrechen.

Fühle mich leer, einsam, funktionierend aber nicht lebend. :-|

Seit einiger Zeit erkenne ich mich selber auch nicht mehr, wie soll ich dann anderen erklären was mit mir passiert / passiert ist.

Besonders weil ich nicht mehr abschätzen was ist richtig - falsch, gut - schlecht... :(v

Schönen Samstag euch schonmal

SF.) wal[l isixi


Will ich selber nicht wirklich beurteilen ob mir Medikamente zu stehen oder nicht

interessante Formulierung

Liebe Mitmenschen ich bin psychisch krank, nehmt nicht jedes Detail / jede Handlung von mir ernst oder legt mein Gedankengut auf eine goldene Waage

Ja, ich schätze das ist zumindest ein Teilproblem, du bist im Zusammenspiel mit deinen Mitmenschen nicht du selbst und das tut der Psyche außerordentlich ungut. Von der Depressionsdiagnose erhoffst du dir vielleicht ein Schild zu haben auf dem steht "verzeiht mir dass ich bin wie ich bin" und dass es dir diesbezüglich hilft einfach du zu sein aber ich denke dass diese Hoffnung sich eher nicht erfüllen würde. Das würde an der Größe der Überwindungen die Blockaden zu durchstoßen wahrscheinlich nichts ändern, auch nicht daran dass das (Überwinden) letztendlich das wäre was dir wirklich und nachhaltig hilft.

Wenn du in der jetztigen Therapie gelernt hast warum du nicht du selbst bist ist das in meinen Augen definitiv was wert. Du kannst jetzt praktisch aktiv werden und das ergänzt sich dann fein, meiner Vermutung nach ist das bloße erlernen gesünderer Verhaltensweise potentiell rückfallgefährdend wenn man nicht weiß warum man seine jeweiligen Probleme hat. Oft reicht es vllt aber oft suchen sich die Destruktivitäten dann nach einiger Zeit nur andere Verhaltensweisen.

Ich projezier da ein wenig von mir selbst und vermute bunt durch die Gegend, also wenn du damit nichts anfangen kannst kein Problem, aber mir ging(/geht immer noch etwas) es ebenfalls so dass ich mich nicht traute ich selbst zu sein und ich halte das inzwischen für einen der größeren Faktoren für meine Depries vor einigen Jahren. Die sind zwar weg weil ich mein Leben völlig über den Haufen geschmissen hab was ziemlich gut tat, aber es ist eine Art Wettlauf, ich muss noch weit mehr schaffen ich selbst zu sein sein und für mich einzustehen sonst holt es mich vermutlich wieder ein (u.a.).

Dir würden größere Veränderungen sicher auch gut tun, sowas vitalisiert automatisch, und Medikamentierung wär ne andere Möglichkeit der kompensativen Hilfe, beides sind in dem Zusammenhang aber nur vorrübergehend hilfreiche Krücken (es ist aber natürlich nicht verwerflich auf Krücken zu gehen). Du selbst zu sein wär die echte Heilung.

Fühle mich leer, einsam, funktionierend aber nicht lebend. :-|

Seit einiger Zeit erkenne ich mich selber auch nicht mehr, wie soll ich dann anderen erklären was mit mir passiert / passiert ist.

Besonders weil ich nicht mehr abschätzen was ist richtig - falsch, gut - schlecht... :(v

Ich nehm an wenn man durchgehend nicht man selbst ist entfremdet man sich von sich selbst, quasi eine selbstangetane Gehirnwäsche. Manche glauben irgendwann selbst ihr Bild wie sie sich geben und vllt werden sie sozusagen wirklich so, bei anderen rebelliert die Psyche. Ist manchmal vllt auch besser so, wenn jemand unsicher ist und den selbstbewussten spielt mag's nicht so schlimm sein (k.A.), aber wenn man z.B. gesellig ist und den unnahbaren gibt macht das u.U. halt einsam. Oder wenn man Redebedarf hat aber nichts erzählt... usw.

N&ouvxer


Hallo S. wallisii,

danke, du hast mit deinen Aussagen mir aus der Seele gesprochen.

Es ist leider wirklich so wie du es vermutest, ich bin selten ich selbst. Ich sage selten Dinge die ich mir insgeheim denke, aus Angst vor Ablehnung, vor Kritik / Streit etc.

Viele Arbeitskollegen oder Bekanntschaften sagen mir immer wieder ich wäre so nett und so hilfsbereit, gut erzogen und vernünftig.

Aber da ist nunmal auch viel Schein dahinter, ich kann gar nicht zählen wie oft ich ein Lächeln aufsetze obwohl mir manche Aussagen auf den Sack gehen. Wie oft ich danke sage wenn Leute eigentlich was ganz selbstverständliches machen (Beruf, o.a.), das kann ich alles gar nicht benennen.

Dir würden größere Veränderungen sicher auch gut tun, sowas vitalisiert automatisch, und Medikamentierung wär ne andere Möglichkeit der kompensativen Hilfe, beides sind in dem Zusammenhang aber nur vorrübergehend hilfreiche Krücken (es ist aber natürlich nicht verwerflich auf Krücken zu gehen). Du selbst zu sein wär die echte Heilung.

Ich denke die Wurzel meines Unglückes liegt genau darin das ich Angst davor habe aus mir herauszukommen.

Wenn ich die Tage hernehme, in denen es mir einfach schlecht geht, dann grübel ich viel... zu viel !! Und überlege mir oft stundenlang warum habe ich kaum soziale Anschlüsse, warum habe ich keine potentielle Beziehungen zu Mädels.

Dann weiss ich innerlich das der Grund bei mir selber liegt, weil ich mich zurückziehe, weil ich kalt bin zu Menschen allgemein.

Weil ich doch rausgehe und verkrampfe, versteife, wortkarg werde. Die Unsicherheit überstrahlt alles und selbst wenn ich mir komplett in den Allerwertesten Beisse, dann kommen im nachhinein Zweifel auf.

(Du verlässt die Schutz- / Komfortzone, was machst du?!)

Ich würde gerne ein bisschen rustikaler sein, direkter, klarer. Aber alles was ich versuche endet im nichts.

Wenn ich neue Leute kennen lerne, dann auch meist nur für diese Aktivitäten (Sprachkurse, Sport, etc.) aber nichts festes darüber hinaus. Fühle mich unwohl anderen hinterherzurennen, das ist bestimmt auch nicht die Rätsels Lösung, aber wenn ich anderen nicht klar mache das sie mir was bedeuten, wie kann ich andere Menschen für mich gewinnen?

Immer wieder merke ich im Nachhinein das mir in der Art Fehler unterlaufen... bei aller Liebe, ich bin psychisch gestört, aber nicht blöd, ich weiss es gibt kein Patentrezept fürs Leben. (ala "Sei so und du bekommst das").

Aber wenn ich mal direkt werde und anderen auch mal widerspreche oder Kritik übe, dann passiert eigentlich in diesem Moment nichts schlimmes (Kein Weltuntergang von dem sich doch so oft fürchtet / hineinsteigert). Es ist dann doch oft so das ich mir dennoch Gedanken mache, was denkt nun die andere Person von mir? Habe ich was falsch gemacht, habe ich hier eine Beziehung verbaut? Niemand will nur Ja-Sager, Frauen ganz besonders, ich fühle wenn ich direkt werde oder kontra gebe dann muss das auch so passieren das ich dazu stehe und mir nicht im nächsten Moment Gefühle des Versagens aufkomme lasse - das strahlt widerrum aus und bringt mich in eine unwohle Situation - aber wie trainiere ich sowas?

Sich auch für Menschen / Partner aufzugeben / zu verändern nur um Sie zu erreichen ist auch nicht der richtige Weg.

Weisst du was ich damit im Grunde sagen möchte ist, ich bin zu nett, zu kantenlos, zu zielstrebig. Diese ausstrahlende Unnahrbarkeit aufgrund mangeldem Selbstbewusstseins, lässt wahrscheinlich viele Menschen in Zweifel ob ich was "ernstes" Suche.

Vielleicht denken auch alle, der bedient sich seinen Dingen, der steht im Leben - braucht der überhaupt jemanden?

Ich möchte mich schon verändern liebe/r wallisii, ich muss sogar, denn ich werde von Jahr zu Jahr ohne Erfolge unglücklicher und früher oder später trifft mich dann doch noch die Depression.

Ich will die Krankheit gar nicht, deswegen hoffe ich ganz fest das ich bald jemanden finde der mir in den A**** tritt, mir die Augen öffnet und Mut macht mit Fokus auf das was ich will.

Es wäre unabdingbar das ich bei dem Prozess auch Erfolge habe, denn die größte Angst in mir ist zu versagen. Ich würde gerne soviele Dinge ausprobieren, wildfremde Mädels anflirten, auf größere Menschengruppen zuzu gehen. Aber mein Kopf denkt sich jetzt schon warum die Komfortzone verlassen? Warum Risiko eingehen verletzt, enttäuscht oder gedemütigt zu werden.

Ich hatte schon diverese Sachen gestartet, Bekanntschaften geschlossen aber nichts verbindliches.

Freut mich das es hier einigen ähnlich geht / ging, mein Leben - die Baustelle. :-/

Schönen Sonntag Abend euch noch.

Schreibt mir @:)

S}. w2apllixsii


ich kann gar nicht zählen wie oft ich ein Lächeln aufsetze obwohl mir manche Aussagen auf den Sack gehen.

sowas ist natürlich Gift für die Psyche, passiert mir ab und an leider auch noch wenn ich mich in unangenehmen Situationen befinden, sozusagen reflexhaft. Aber das ist nicht soo schlimm, hauptsache sowas wird aus dem Katalog willentlicher Reaktionen gestrichen und wenn's mich so reflexhaft überrumpelt schau ich mir an warum ich so regaiere und i.R. geht's in Richtung Angst. Ich denk es ist hierbei wie sonst auch: Es ist wichtig sich zu verstehen, Verständnis für sich zu haben und sich zu verzeihen.

Wie oft ich danke sage wenn Leute eigentlich was ganz selbstverständliches machen (Beruf, o.a.), das kann ich alles gar nicht benennen.

Das kann man umwandeln. Die Motivation sich z.B. ständig für Selbstverständlichkeiten zu bedanken ist da natürlich erstmal nicht so toll weil's natürlich absolut nicht um Dankbarkeit geht sondern darum den anderen positiv einem gegenüber zu stimmen und vllt ist's ne gute Übung sich das mal zu verkneifen aber so im Grunde ist bedanken ja was nettes. Die Motivation ist änderbar, die alte geht nicht per Entschluss sofort weg aber man kann ne bessere dazuschalten die dann automatisch mit der Zeit an Kraft gewinnt.

Weil ich doch rausgehe und verkrampfe, versteife, wortkarg werde. Die Unsicherheit überstrahlt alles und selbst wenn ich mir komplett in den Allerwertesten Beisse, dann kommen im nachhinein Zweifel auf.

(Du verlässt die Schutz- / Komfortzone, was machst du?!)

Ich würde gerne ein bisschen rustikaler sein, direkter, klarer.

Versteh ich nur zu gut. Da kann ich nur raten es trotzdem zu tun, trotz der Zweifel, aber in Maßen. Du denkst vllt du müsstest am besten jetzt sofort durchgehend, unbeirrt und beständig konfrontativ sein, aber das musst du weder, noch ist das überhaupt realistisch. Es geht hierbei auch darum zu akzeptieren dass man halt eben nicht der superkonfrontativste Mensch ist. Und da wären dann noch die eigenen und leider eben nicht unendlichen Ressourcen. Setz vielleicht Prioritäten, fang an bei Dingen die dir wichtig sind oder dir nicht so schwer fallen. Ersteren ist gut gegen die Selbstentfremdung und zweiteres halt Übung. Oder mach's rein nach Bauchgefühl. Du musst nicht jede Möglichkeit der Überwindung nutzen. Setz dich nicht unter Druck, die verfügbare Anzahl an Gelegenheit ist unerschöpflich.

Was dann die Zweifel betrifft: sie können Ausdruck der Selbstunsicherheit, Selbstwertmangel und/oder dem Wunsch nach ner Rückkehr in die alte Kantenlosigkeit sein, da ist's gewissermaßen bequem und sicher. Wenn du "Komfortzone" schreibst ist dir das ja klar. Es ist nicht verwerflich und ja durchaus zu verstehen dass ein Teil sich das wünscht. Sich vorzustellen wie konfrontativ man eigentlich sein müsste lässt diesen Teil natürlich noch mehr in Panik ausbrechen. Insofern ist's sinnvoll alle Überwindungen auf freiem Willen basieren zu lassen. Überwinden per Entscheidung, nicht durch Zwang und Müssen. Wenn dann nachher Zweifel kommen: aushalten. Muss man nicht gleich wegschieben/verdrängen, aber sollte man auch nicht befeuern in dem man sich zweiflerischem Gedankenkreiseln hingibt. Einfach versuchen nicht so ernst zu nehmen, notfalls auch mal sagen "stopp, mach dich nicht irre" und vielleicht bewusst machen warum genau man grad so abgeht. Ist natürlich nicht leicht von dem Tripp dann überhaupt erstmal soweit runterzukommen um das ganze nüchtern zu betrachten. Ich kann das auch toll mir da irgendwelchen total katastrophalen Schmarrn vorzustellen ;-) und i.d.R. ist's natürlich auch wirklich Schmarrn.

ich fühle wenn ich direkt werde oder kontra gebe dann muss das auch so passieren das ich dazu stehe und mir nicht im nächsten Moment Gefühle des Versagens aufkomme lasse - das strahlt widerrum aus und bringt mich in eine unwohle Situation

Ja mag sein dass der ein oder andere einem anmerkt dass es der eigene Rückhalt auf wackligen Beinen steht, aber egal, das ist doch gar nicht so wichtig wie man dann rüber kommt, was wichtig ist hat man in diesem Moment doch schon hinter sich, nämlich zu sich selbst gestanden zu haben.

deswegen hoffe ich ganz fest das ich bald jemanden finde der mir in den A**** tritt

Naja, sinnvoller wär's du fändest in dir selbst den Willen, und am besten gewaltlos :-)

Es wäre unabdingbar das ich bei dem Prozess auch Erfolge habe, denn die größte Angst in mir ist zu versagen.

Erfolg und Misserfolg sind da garantiert, ersteres ist logischerweise wichtig und insofern gut dass es ganz sicher dazu kommt, bei Zweiterem... ja, tja, ich schätze das ist wohl auch gut^^ Versagensangst ist ja ne Destruktivität die man ganz bestimmt nicht in den Griff kriegt indem man ausschließlich erfolgreich ist oder indem man Misserfolg dadurch aus dem Weg geht in dem man von vornherein vermeidet (sag ich mal so als Vermeidungsvollprofi ;-D ).

Wenn ich neue Leute kennen lerne, dann auch meist nur für diese Aktivitäten (Sprachkurse, Sport, etc.) aber nichts festes darüber hinaus. Fühle mich unwohl anderen hinterherzurennen, das ist bestimmt auch nicht die Rätsels Lösung, aber wenn ich anderen nicht klar mache das sie mir was bedeuten, wie kann ich andere Menschen für mich gewinnen?

Braucht ein wenig Loslassen der Angst verletzt zu werden, denn das kann natürlich passieren und da soll dann auch keine Katastrophe draus werden. Sich selbst, die Angst vor Verletzung blind übertrampelnd, quasi zur Öffnung zu zwingen und alle Barrikaden einzureißen würde wahrscheinlich entweder schnell in verschreckter Rückkehr in die Verschlossenheit oder evtl in Beziehungen mit starken Abhängigkeiten enden. Ich find's ok und vllt sogar sinnvoll wenn man da eher zaghaft vorgeht. Also ich mein gar nicht im Einzelfall bei dieser oder jener Anfreundung sondern dabei sich generell für nähere Beziehungen zu öffnen.

Ich würde gerne soviele Dinge ausprobieren, wildfremde Mädels anflirten, auf größere Menschengruppen zuzu gehen. Aber mein Kopf denkt sich jetzt schon warum die Komfortzone verlassen? Warum Risiko eingehen verletzt, enttäuscht oder gedemütigt zu werden.

Den inneren Zweifler kannst du ruhig ein wenig seperat betrachten, du und dieser Teil müssen nicht einer Meinung sein. Der Zweifelteil macht da natürlich gern auf blöd und fragt "warum?" und "will ich das überhaupt?", aber du weißt absolut warum und dass du es willst.

Ich hatte schon diverese Sachen gestartet, Bekanntschaften geschlossen aber nichts verbindliches.

Angst vor Verletzung ist ein Hemmgrund und Verbindlichkeitscheue ein anderer, hast du Probleme mit Verbindlichkeit? Ich kann da bisher leider noch nicht so viel dazu sagen weil ich nämlich definitiv ein ein Problem mit Verbindlichkeit hab^^

S8. w[allxisii


aber du weißt absolut warum und dass du es willst.

was natürlich nicht heißen soll dass du jetzt der große selbstsichere Entertainer werden musst oder so, find raus was dir liegt, was geht und was du willst. Die Vorstellung wie man gerne wär oder wie man denkt dass man eigentlich sein müsste muss net unbedingt passend sein. Vllt, wahrscheinlich sogar, machst du irgendwann wirklich Dinge die du dir jetzt kaum vorstellen kannst, vllt stellst du aber auch mal fest diese oder jene Vorstellung passen gar nicht so. Finde es raus aber setz dich nicht unter Druck - das hab ich jetzt wohl mehrmals gesagt^^ entweder weil ich so den Eindruck hab du erstellst dir da zusätzlich lähmende Horrorszenarios von müssen und sollen oder weil Drucklosigkeit für mich selbst sehr wichtig ist.

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