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Etwas vermissen ohne es benennen zu können

EShemalLiger Nutz)er (#59#007v1) hat die Diskussion gestartet


Kennt das jemand, dass man manchmal merkt, dass man etwas vermisst und einem etwas fehlt, ohne das genau benennen zu können, was man vermisst?

Dieses Empfinden geht auch wieder relativ schnell vorbei, spätestens wenn ich bewusst etwas anderes mache. Ich weiß aber nicht, ob das nicht mehr eine Art Verdrängen ist. Es wundert mich auch, dass das überhaupt auftritt.

Es geht mir in diesem Thread auch nicht darum herauszufinden, was das sein könnte, das ich irgendwie zu vermissen scheine, mich würde aber wie gesagt interessieren, ob andere so ein komisches Empfinden von sich selbst kennen?

Antworten
m#inimxia


Ich weiß nicht, ob ich genau deinen Tenor treffe. Bei mir sind das Momente, in denen mich so eine schmerzhafte Sehnsucht packt. Dann überprüfe ich, ob das Gefühl weggehen würde, wenn ich das und das hätte (also die Sachen, die ich vermisse). Aber nichts davon scheint es zu treffen, dieses Gefühl lässt sich nicht zuordnen und ebbt dann von alleine relativ schnell wieder ab.

E[hemacliger N,utzker (#5x90071)


Ich weiß nicht, ob ich genau deinen Tenor treffe.

Hast du - und du hast dieses komische Empfinden sehr treffend beschrieben, danke.

ChoDmrxan


Ist es wirklich ein Vermissen von Dingen?

Ich fühle mich manchmal so, als ob irgendetwas nicht richtig wäre, aber ich kann es nicht benennen - ist wie ein trüber Schleier. Und manchmal nach Tagen komme ich darauf, welches Thema mir unbewusst auf der Seele lag und wenn ich das dann angehe, ist auch alles OK.

E-hemaNlbiger Nu;tzer H(#59_0071x)


Ist es wirklich ein Vermissen von Dingen?

Zumindest wirkt es so auf mich. Und ich komme anders als du auch später (im nachhinein) nicht darauf, was es war. Es geht mir da so wie minimia:

Dann überprüfe ich, ob das Gefühl weggehen würde, wenn ich das und das hätte (also die Sachen, die ich vermisse). Aber nichts davon scheint es zu treffen, dieses Gefühl lässt sich nicht zuordnen

Kclexio


Es geht mir in diesem Thread auch nicht darum herauszufinden, was das sein könnte, das ich irgendwie zu vermissen scheine, mich würde aber wie gesagt interessieren, ob andere so ein komisches Empfinden von sich selbst kennen?

Naja, vermissen kann ich nur etwas, dass ich mal hatte, ansonsten wäre es rein von der Definition für mich kein vermissen ":/ , sondern nur eine Leere und ob ich diese füllen will oder nicht, steht mir ja frei.

E2hemaligekr NutzIe@r (#5X90071)


Ok, vielleicht ist "fehlen" statt "vermissen" das treffendere Prädikat, aber als Leere würde ich das nicht beschreiben. (Innere) Leere hat für mich mehr mit einem Gefühl der Gefühllosigkeit zu tun, es ist praktisch alles gleich-grau und egal; das Empfinden, das ich meine ist definitiv anders. ... Nur komme ich nicht drauf, was es ist; die Sachen, die in Betracht gekommen wären, waren es nicht. Keine Ahnung, vielleicht ist das auch nur so ein komisches situatives Ungleichgewicht in der eigenen Befindlichkeit und ich sollte das einfach komplett ignorieren.

bUluem herxon


Ich kenne das Gefühl auch, leider extremer. Letztens hat mich jemand auf das Thema "verlorener Zwilling" gestossen. Ich weiß selbst noch nicht so recht, was ich davon halten soll, aber es würde einiges erklären. Google es mal, wenn es dich interessiert.

E(hemdaliger ~NutzerL (#59007x1)


Danke für den Tipp, allerdings trifft das Thema "Verlorener Zwilling" auf mich nicht zu. Klingt auch für mich etwas arg spirituell angehaucht, aber ok ich will das nicht beurteilen.

blluQe hCeroxn


Gerne. Ich hab mir ein Buch dazu ausgeliehen, da kam es wesentlich weniger esoterisch rüber als im Netz. Aber ich kann dich verstehen. Wie gesagt, ich weiß auch noch nicht so recht, was ich davon halte... :)

BSirSke?nzweig


ich habe in meiner ehe lange nicht beschreiben können, WAS mir fehlt. ich hatte auch immer eine sehnsucht..

irgendwann konnte ich es dann sehr genau benennen. vielleicht braucht ds einfach seine zeit, dahinter zu kommen

mMinkimia


Das Gefühl der Leere oder des Vermissens oder die Sehnsucht nach bisher Unerreichtem fühlt sich definitiv anders an. Wenn sich davon etwas bemerkbar macht, dann ist es eher so, wie @ Comran es beschrieben hat. Dieses Gefühl hier poppt ganz kurz auf, ist nicht angenehm und nicht wirklich den bekannten/vertrauten Gefühlslagen zuzuordnen.

Elhemaligegr NutzHer (F#5900x71)


@ Birkenzweig

Das klingt bei dir sehr ähnlich wie bei Comran - nur dass es bei dir deutlich länger als bei ihm gedauert zu haben scheint bis du greifen konntest, was es war.

Für mich schwanke ich etwas, ob dieses Empfinden (bei mir) wirklich anzeigt, dass ein Bedürfnis zu kurz kommt/unerfüllt ist ohne dass ich das momentan erkennen kann und es sich ggf. mit der Zeit klären wird, welches Bedürfnis das ist oder ob es einfach ein Zustand ist, "der kommt und geht". Ich kenne dieses Empfinden/dieses Gefühl sonst nicht und es tritt nur sehr selten immer wieder mal seit der Kindheit etc. auf, deshalb finde ich das schwierig zu beschreiben. Ursprgl. hatte ich überlegt, ob man das als melancholisch bezeichnen könnte, nur passt das für mich nur so halb/teilweise. ":/

AKnka10x1


Manchmal habe ich eine grosse quälende Sehnsucht nach etwas, was ich nicht benennen kann.

Ich weiss nur, dass es sich nicht auf Menschen oder materielle Werte richtet.

Vielleicht ist es mehr ein Fernweh. Dieses Gefühl hält oft für Stunden an, bis ich mich bewusst ablenke.

Aber manchmal kann ich die Sehnsucht auch definieren. Es ist ein Vermissen der unbeschwerten

Jugendzeit, als der Ernst des Lebens noch nicht zugeschlagen hatte. Als noch alles offen war und man noch

viele Wege gehen konnte. Aber dann muss man sich eben für einen Weg entscheiden. Von da an ist man

nicht mehr frei. Man müsste viele verschiedene Leben leben können.

K_leixo


_Zuschauer_

Ok, vielleicht ist "fehlen" statt "vermissen" das treffendere Prädikat, aber als Leere würde ich das nicht beschreiben. (Innere) Leere hat für mich mehr mit einem Gefühl der Gefühllosigkeit zu tun, es ist praktisch alles gleich-grau und egal; das Empfinden, das ich meine ist definitiv anders. ... Nur komme ich nicht drauf, was es ist; die Sachen, die in Betracht gekommen wären, waren es nicht. Keine Ahnung, vielleicht ist das auch nur so ein komisches situatives Ungleichgewicht in der eigenen Befindlichkeit und ich sollte das einfach komplett ignorieren.

Verstehe.

Leere löst in mir keinerlei Gefühle aus. Ein vermissen oder fehlen bezieht sich für mich auf etwas. Hätte ich den Gedanken, mir fehle etwas, ohne es festzumachen, würde ich den Gedanken als sinnlos verwerfen. Wozu ein Etwas erschaffen? Ich denke ein Etwas oder lasse es. Liegt ja an mir. Dann bräuchte ich es auch nicht zu bewerten, anstatt durch meine Bewertung dieses Fehlen von Etwas Gefühle in mir zu produzieren. Gefühle sind ja auch Gedanken, zumindest werden sie oft von ihnen ausgelöst.

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