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Zum Therapeuten gehen,..

LciberDatioxn hat die Diskussion gestartet


Ich leide seit nun über einem halben Jahr an "mittelschweren" Depressionen. Ich hatte eine Therapie nach der Diagnose abgelehnt, weil ich dachte das ich das selber irgendwie schaffen kann und mit mir selber nicht klar kommen würde, wenn ich eine Therapie machen würde. Als es immer schlimmer wurde hatte ich mir Antidepressiva erschlichen, die mir anfangs geholfen hatten, aber halt irgendwann auch wieder leer waren. Jetzt weiß ich, das ich um Hilfe nicht rumkomme aber es fällt mir extrem schwer welche zu suchen.

Ersteres Problem ist, das ich absolut keine Ahnung habe was ein Psychologe machen soll bzw. wie er mir helfen soll, da er die Ursachen nicht ändern kann. Das zweite größere Problem ist, das ich mit dem Psychologen über meine Probleme reden muss, ich kann aber überhaupt nicht über meine Gefühle reden, nichtmal wenn ich sternhagel voll wäre und mein besten Kumpel bei mir hätte, auch nicht mit meinen Brüdern, denen ich sehr nahe stehe. Ich weiß überhaupt nicht wie ich dann mit irgendeinem wildfremden Psychologen der wahrscheinlich doppel so alt ist wie ich über meine Probleme reden soll.

Ausserdem ist es ganz wichtig für mich das meine Eltern nichts davon erfahren. Ich bin zwar 19, aber ich weiß nicht ob die Krankenkasse irgendwann mal Briefe oder ähnliches nach Hause schickt. Hat da jemand Info's?

Antworten
PXlanet2enwNind


Meine Mutter hatte eine schwere Depression mit Antidepressiva, erst stationärem Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik und danach weiterhin Therapie. Sie sagt das einzige was ihr geholfen hat, war das Antidepressiva, alles andere nicht. Ich will damit nicht sagen, dass du keine Therapie machen sollst, aber wenn du sagst, dass du nicht reden kannst, vielleicht hilft dir auch Antidepressiva alleine schon. Rede einfach mal unverbindlich mit deinem Hausarzt. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube der kann das auch verschreiben. Wenn nicht dann mache dir einen Termin beim Psychiater. Da gibts unter Umständen eh Wartezeiten, lieber gleich einen Termin vereinbaren. Beim Psychologen ists ähnlich, das kann Monate dauern, bis du einen Termin hast. Einfach mal mit dem Hausarzt alles in Ruhe besprechen. Den kannst du auch fragen bzgl. einem Schreiben oder so von der Krankenkasse. Vielleicht kannst du dich einem Psychologen auch mit der Zeit öffnen. Ehrlich hingehen und sagen, dass du dich nicht öffnen kannst. Einfach sagen. Vielleicht schafft er es irgendwie dass du dich doch öffnen kannst.

Alles Gute. :)_ :)*

W.ildkaxter


Hallo Liberation,

Es ist wichtig sich beim Psychologen zu öffnen, sicher tut es allein schon gut über seine Probleme zu sprechen.


Aber was wichtig ist die Depression muss weg. Habe viel gelesen, meistens sagt man da kommt man ohne Hilfe nicht raus.


MfG *:) :)* :)^

PMlüschZbiexst


Antidepressiva muss man sich nicht erschleichen.

Wer depressiv ist, bekommt es vom Psychiater verschrieben.

G}ryaHuam?sel


Es fällt einem oft leichter, sich einer fremden Person gegenüber zu öffnen, als mit Freunden/Familie über sein Privatestes zu sprechen. Wenn die Chemie zwischen Psychiater und Patient stimmt, kann eine Therapie eine Wohltat sein. Natürlich kann der Psychiater Deine Grundprobleme nicht beseitigen - aber er kann Dir einen anderen Umgang damit lehren und Wege aufzeigen, sie zu bewältigen. Das geht nicht von heute auf morgen - aber die Probleme hast Du ja auch nicht erst seit gestern.

Plüschbiest hat recht: der Psychiater ist Arzt und verschreibt die Antidepressiva. Der Psychologe darf keine Medikamente verschreiben.

LAiber%aktioxn


Danke für die Antworten,

ich weiß nicht,.. ich bin so lethargisch das es für mich "anstrengend" ist ein Termin zu machen und wenn ich dann wieder bedenke das ein Termin Monate dauert und ich wahrscheinlich lange brauche bis ich den richtigen finde.. urgh,.. auch wenn ich bedenke wenn ich jetzt, keine Ahnung, ein,zwei Jahre mit der Therapie mich beschäftige und es am Ende nicht hilft macht mich schon kirre

Einer meiner größten Probleme ist halt das Thema Liebe. Sie hat die Depression zwar nicht verursacht, aber halt gewaltig verschlimmert. Und darüber zu reden fällt mir am schwersten. Es ist mir peinlich darüber zu reden, nicht im Sinne von das ich Rot werde wenn ich über Sex o.ä rede, das is kein Problem. Aber irgendwie über Triebe zu reden, in einer Zeit wo wir von Industrialisierung umgeben sind und uns immer mehr von Tieren abgehoben haben, erscheint es mir als sehr primitiv,.. also wenn ich über meine Liebessituation spreche. Ist schwer zu beschreiben was ich meine,..

Gibt es nicht Therapeuten wo man vielleicht auch annonym chatten kann? Oder ist das weniger effizient?

PjlanGeAtexnwind


ich weiß nicht,.. ich bin so lethargisch das es für mich "anstrengend" ist ein Termin zu machen

Gerade das ist typisch für eine Depression. Alles fühlt sich schwer und anstrengend an. Ich denke echt gehe einfach mal zum Hausarzt und berede mit dem deine Optionen. Du musst dem ja nichts von den Gründen und so sagen. Aber dein Hausarzt kann dir erklären wie es weitergehen kann und was du tun kannst.

Es ist mir peinlich darüber zu reden, nicht im Sinne von das ich Rot werde wenn ich über Sex o.ä rede, das is kein Problem. Aber irgendwie über Triebe zu reden, in einer Zeit wo wir von Industrialisierung umgeben sind und uns immer mehr von Tieren abgehoben haben, erscheint es mir als sehr primitiv,.. also wenn ich über meine Liebessituation spreche. Ist schwer zu beschreiben was ich meine,..

Psychologen sind aber genau für sowas geschult worden. Und wir haben uns nicht von Tieren abgehoben, wir sind selbst Tiere. Halt hochentwickelt würde ich sagen. :)_ Dennoch haben wir auch Triebe und Instinkte, die sind ganz natürlich. :)z

Gibt es nicht Therapeuten wo man vielleicht auch annonym chatten kann? Oder ist das weniger effizient?

Weisst du ein Therapeut ist ja nicht irgendein Bekannter oder ein Freund. Ihr seid auf eine gewisse Art anynom euch gegenüber. Und er muss alles vertraulich behandeln. Und glaub mir, die haben schon einiges gehört und kennen die Abgründe der menschlichen Seele sehr gut. ;-)

Aber wenn du magst kannst du auch hier ein wenig über das schreiben was dich belastet. Vielleicht gewöhnst du dich auf die Art ein wenig dran darüber zu reden.

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