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Nachts Angst vor Einbrechern, und nun?

S5. waollisixi


Wenn** die Ängste aber zu wild werden, wäre es mit Sicherungswahn wahrscheinlich auch nicht getan.

seh ich auch so.

Was auch immer das zugrunde liegende Problem ist, es ist zumindest gut möglich dass es höchstens aufgeschoben wird und sich danach andere Ängste als Ventil sucht oder die jetzige muss immer weiter mit Sicherheit gefüttert werden.

Find raus worum's dabei eigentlich geht und versuch dann da dran zu drehen.

Ich lenke mich beim einschlafen immer mit dem Fernseher ab

kann man machen, kenn das und ähnliches auch selbst, aber das ist ganz generell keine besonders gesunde Verhaltensweise. Das sammelt und stapelt immens Ängste, Sorgen, Gedanken und Emotionen mit denen man sich eigentlich konfrontieren müsste, usw. Als Dauergewohnheit ist das eine Fluchtmethode die in ihrerer Destruktivität auf psychischer Ebene Drogenkonsum kaum nachsteht.

TAo8ko}n


Auch das Aufhebeln wird in der Wohnung deutlichen Krach machen.

Ohne Alarmanlage bringt auch die beste Sicherung nichts. Wenn sie das Fenster nicht aufgehebelt bekommen, schlagen sie das Fenster kurzerhand ein. Dass es einbruchsicheres Glas war, hat sie nicht aufgehalten. Nachbarn haben nix gehört.

In Süditalien gibt es den Ansatz gar nicht erst abzuschließen. Damit im Falle eines Einbruchs wenigstens die Wohnung heile bleibt.

AJntigxonee


Ängste können durch Sicherungen aber abgemildert werden.

Und Gelegenheitseinbrecher werden durch Maßnahmen, die einen Mehraufwand an Zeit benötigen, abgeschreckt.

Ich wohne ländlich am Ende einer Sackgasse und letztendlich war das der Grund, doch wieder einen Hund zu nehmen, obwohl ich das eigentlich nicht mehr wollte. Aber ich bin auch genug zu Hause für einen Hund.

Wenn ich allerdings MIT Hund weg bin (und Einbrecher kommen auch um 17 Uhr im Winter), helfen nur eine gut gesicherte Haustür und Fenster.

mYneUf


Ja, na klar, deshalb habe ich ja auch Sicherungen erwähnt.

Ich habe ja "wenn" geschrieben - und wenn es extrem schlimm ist, wird man sich im Hochsicherheitsheim noch vor Einbrechern fürchten und das sichern kann dann zu einer Art Zwang werden, ständig mehr zu sichern und sich rückzuversichern. Wie bei allem Angststörungen. Aber das war nur der Vollständigkeit halber, ich will es der TE nicht unterstellen.

mTnexf


Aufhebeln normaler Fenster geht nahezu geräuschlos, wenn das jemand schon mehr als einmal gemacht hat... Wenn man das Risiko vermindern will, muss man entsprechend Sicherungen einbauen, die es ziemlich schwer machen. An einem Fenster oder einer Tür, dass nicht relativ leicht und mit 'normalen' Einbrechermitteln zu knacken ist, wird sich kein Einbrecher die Zähne ausbeißen. Das lohnt nicht und da ist das Risiko, entdeckt zu werden, zu groß.

Eine Alarmanlage wirkt auf mich schon etwas überzogen für Privatwohnungen ohne weiteren Anlass... Aber wenn es einen entspannt, gut. Hier gibts diverse Infos: [[http://www.k-einbruch.de/]]

Allerdings sollte man sich auch klar sein, dass dann gut sein muss. Wenn es das ist - gut, dann muss man das nicht weiter psychologisieren. Wenn die Panik bleibt, muss dringend tiefer gegraben werden.

B-eautiQfuluDay89


Ich kenn das seeehr gut... Ich bin vor 4 Jahren ausgezogen und hab das erste Jahr nen Pfeil neben mir im Bett liegen gehabt ;-D ;-D (Ich bin Bogenschützin) Irgendwann hat sich das dann auch gelegt...

C$onanoDerZeIristärxer


"Gut ausgebildete Einbrecher hebeln ziemlich lautlos auf"

Wo gibt es den eine Einbrecher Ausbildung? ;-D

Also die Tür kann man mit einem Riegel absichern, was von innen gegen die Tür lehnen, ist sehr clever und billig. Beratung durch Polizei: Sehr gute Idee!

Ich denke du ordnest das selber schon im Eingangssatz ein: "Zurzeit habe ich mal wieder eine 'neue' Angst entwickelt." Warum hast du denn schon wieder eine neue Angst entwickelt?

Gibt es bei dir denn viel zu holen und läßt du das auch gerne raushängen? Was soll der Einbrecher dir denn stehlen? Der sucht sich irgendeine Firma mit Bargeldbestand oder Leute bei denen es sehr gediegen zugeht. Kann ja sein, dass das bei dir der Fall ist. Ansonsten muss man eher Angst vor Amateuern haben. Gibt es ein Treppenhaus, durch das der Einbrecher muss? Haben die Nachbarn Türspione?

Zwei Fenster mit nebeneinanderstehenden Griffen - da sollte man das eine Fenster nicht auf Kipp stellen.

Ein Einbrecher wird sich versichern, dass niemand zuhause ist, er will sicher nicht in erschrockene oder erboste Gesichter blicken...

Überleg dir eher mal Kampfsport zu erlernen, oder Verhandlungstaktik, Schlagfertigkeit, oder Umgang mit Waffen wie mit dem Stock oder Taser. Da hast du fünf mal mehr von, als dich in Ängste reinsteigern.

Also Vorsorge treffen und nachdenken ist klug - und es gibt viele sinnvolle Maßnahmen - aber unproduktive Angst kannst du grad vergessen. Nichtmal schlafen kannst du und was hast du davon?

Lass lieber einmal bei dir einen einbrechen und schlaf 5000 Nächte gut als keiner eingebrochen und 5000 Nächte schlecht geschlafen. Kannst ja auch einen Zettel hinter der Tür hinlegen mit zwei Kinderriegeln "liebe Einbrecher, geht bitte weg, ich will in Ruhe schlafen." Ich denke jeder halbwegs normale Einbrecher wird das akzeptieren und respektieren.

m:nexf


Naja, dass nur in Firmen und Bonzenhütten eingebrochen wird, ist jetzt aber auch ziemlich... Passiert auch normalen Menschen in gutbürgerlichen Haushalten, die nix groß raushängen lassen. N paar Scheine, bisschen teure Elektronik die man im vorbeigehen einstecken kann oder Schmuck findet man auch bei denen.

Das ist jetzt vielleicht nicht so schlau in einem Faden von jemandem mit Angst zu schreiben. Aber deshalb die Realität verklären und so tun, als würde bei "normalen" Leuten eh keiner reinwollen, ist ja nun auch keine Lösung.

B+enitxaB.


Ich bin erstaunt, wie naiv hier über Einbrecher gedacht wird. Klar haben diese Banden eine Ausbildung. Nö, keine staatliche, ist klar.

Aber da wird vorher beobachtet, da wird blitzschnell aufgehebelt, fachmännisch die Wohnung durchsucht, Einbrecher kennen jedes angeblich sichere Versteck, sie verwüsten bei der Suche die ganze Wohnung. Man rede mal mit Hamburger Polizisten....

Nicht umsonst werden da fachmännisch installierte Einbruchssicherungen empfohlen.

Und eine Kette ist kein Schutz, wenn man das Haus verlässt, liegt die ja nun wohl kaum vor ":/

C$lo3ndyxke


Da musste ich doch lachen:

Neulich wurde nachts bei meinem Friseur eingebrochen, darauf hat er ein Schild an der Tür angebracht mit der Aufschrift:

Einbruch zwecklos

und drunter stand mit Kugelschreiber:

---- weil Kasse leer! ;-D

_jSurfYerxin


Für dein Gefühl: vielleicht kannst du Glasflaschen oder andere Dinge, die umfallen und Krach machen würden, vor deine Tür stellen? Das hab ich in einer Wohnung, in der ich mich nicht sicher fühlte, mal für's gute Gefühl gemacht. Oder ein Windspiel aufhängen, das ebenfalls lärmt, wenn man die Tür öffnet. Ich glaube, es gibt mittlerweile aber auch schon günstige Alarmanlagen, die du selbst anbringen kannst.

Genial! :)^

Den Tip merke ich mir, wenn es bei mir mal soweit ist. Man kommt immer nicht auf das Einfachste... 8-)

b{ell=agiga


Hallo, du hast nun schon viele Tipps zur Sicherung bekommen.

Da du aber einfach nur schlafen möchtest, würde ich folgende Taktik anwenden:

Ich würde dafür sorgen, dass potentielle Einbrecher auf jeden Fall Lärm verursachen (Möglichkeiten wurden sehr viele genannt), so dass du sie frühzeitig hörst.

Neben das Bett ein Telefon, am besten Festnetz wegen der Strahlung.

Sobald du entsprechende Geräusche hörst, rufst du die Familie unter dir und die Polizei an. Die Familie unter dir wird schneller zu Stelle sein, als die Polizei. Außerdem wären sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die ersten Opfer der Einbrecher.

Ich würde genau mein Verhalten vorplanen.

Nicht das Schlafzimmer verlassen, sie zu ertappen kann gefährlicher sein als abzuwarten. Mit etwas Glück verschwinden sie mit ihrer Beute einfach und du hast nur den materiellen Schaden.

Du kannst die Gefahr, dass jemand einbrechen könnte zwar verkleinern aber nicht abstellen.

Wenn es passiert, dann passiert es, unabhängig davon, wie viel Angst du davor hattest.

Also versuch dich auf den Fall des Falles vorzubereiten, das gibt Sicherheit und du wirst wieder schlafen können.

A4pfelku&chen0x07


Ich hatte mal eine sehr interessante Begegnung mit einer Seniorin, welche mir anvertraute, dass bei ihr bereits zwei Mal nachts eingebrochen worden ist als sie längere Zeit für eine Kur weg war . Sie wohnt im EG und ist nach diesen Einbrüchen in derselben Wohnung wohnen geblieben. Ich war erstmal sehr überrascht, dass sie immer noch dort wohnt und fragte sie, ob sie denn keine Angst hätte. Sie meinte, nein, hätte sie nicht, denn sterben müssten wir doch alle. Und auf welche Weise das geschieht, spiele keine so große Rolle. Man könnte ja jederzeit auf der Straße überfahren oder einen Herzinfarkt kriegen...und sterben und Einbrecher würden Einem sicher einen schnellen Tod bereiten. Hat sie so wortwörtlich gesagt und da musste ich erstmal herzhaft lachen. Mit ihren Aussagen hat sie doch recht. :)= :)= :)=

Sollte es sich um Angststörungen handeln, wäre eine Vorsprache beim Arzt vielleicht empfehlswert.

Tjoko"n


Diebe sind nicht mit Meuchelmördern gleichzusetzen. Weil sie niemanden antreffen wollen, Kundschaften sie ihre Ziele vorher aus. Wie du selbst schreibst, war die Seniorin nie zu Hause, wenn eingebrochen wurde.

m[a"ripo?sxa


Beim LIDL gibt es gerade eine Kameraatrappe - wäre was im Einverständnis mit dem Eigentümer und schreckt Gelegenheitseinbrecher ab.

Das bringt gar nichts, daher würde ich das Geld einsparen. Die Beratungsstelle der Polizei rät auch von diesem Schnickschnack ab; besser sind Schutzmaßnahmen wie eine vernünftige Tür, nachts die Fenster nicht offen lassen (auch nicht auf Kipp!), ein Telefon am Bett. Von klappernden Windspielen und aufgereihten Flaschen ist da allerdings nicht die Rede, aber Du hast ja schon genügend sinnvolle und einfach umzusetzende Vorschläge bekommen. Da Du in der ersten Etage wohnst und nicht alleine im Haus bist, solltest Du Dir nicht solche Ängste bereiten.

Du hast vermutlich das Gefühl, mit dem Einschlafen die Kontrolle aufzugeben, und damit kann man sich ganz schön verrückt machen. Bitte nicht noch weiter hineinsteigern, um der eigenen Gesundheit willen.

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