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Ein Faden für die "Sensibelchen" unter uns

NYurarYihyon


Ich liege schon im Bett und gehe da morgen nochmal detailliert drauf ein. Gute Nacht derweil. zzz

aC.fixsh


@ Regenpfeifer

Damit war das Problem dann auch gleich nicht mehr so groß, weil ich etwas greifbares hatte und endlich verstanden habe, warum ich in bestimmten Situationen auf eine bestimmte Weise reagiere.

Hast Du denn dadurch andere Wege gefunden, bestimmte Dinge zu bewältigen oder lebst Du quasi einfach nur besser damit, weil Du eine Erklärung dafür hast?

Ich hab auch ne Reihe von Therapien hinter mir - ADS, Depressionen, soziale Ängste, so die üblichen Verdächtigen, aber ich habe sie definitiv als hilfreich empfunden, wenn auch keine das Zaubermittel war, das alle Probleme gelöst hat. Aber ich habe dort Bewältigungsstrategien gelernt und war auch "gezwungen" sie anzuwenden, das hat mich schon weiter gebracht. Was man am Ende wirklich "hat" oder was man ist - ist das so wichtig? Ich habe mich von dem Gedanken mehr oder weniger verabschiedet (irgendwann hatte ich genug Epiphanien, weil ich nun ENDLICH die richtige, endgültige, alles erklärende Diagnose, die mir endlich sagt, was und wer ich bin, gefunden hatte ... bis zur nächsten ;-D ).


"schwingungsfreudig" ist ein tolles Wort, das nehme ich gleich mal mit. Diese Reality-Checks wurden mir in den Therapien auch empfohlen und ich kann auch nur bestätigen, dass das hilft, auch wenn es mal awkward ist, so scheinbare Selbstverständlichkeiten nachzufragen. Man wird aber auch besser mit der Zeit, ich zumindest, darin sich und andere auseinanderzuklamüsern. Bei Wünschen, Erwartungen etc. kriege ich zumindest die Reflektion inzwischen ganz gut hin. Schwierig finde ich es bei Gefühlen - also, ob etwas jetzt wirklich "mein" Gefühl, "meine" Stimmung ist oder ob ich gerade zu großen Anteilen spiegele, was mein Gegenüber fühlt.

Wenn ich so darüber nachdenke, ist Hochsensibilität vielleicht nur ein anderes Wort für schizoide und hysterionische Persönlichkeitsakzente, die - wie gesagt - völlig in der normalen Bandbreite liegen.

Ja, ich denke eben auch, die möglichen Persönlichkeitsstrukturen des Menschen haben eine große Bandbreite.

@ S. wallisii

Wenn's dazu führt ist das natürlich nett, aber ich fürchte fast die Diagnose richtet da ebensoviel Schaden an wie dass sie hilft. Wegen oben genanntem Versteckpotential und der Ablenkung von wesentlichen Dingen und weil sie das Muster "ich brauch eine Rechtfertigung/Erklärung/Entschuldigung um sein zu dürfen wie ich bin" doch irgendwie fortsetzt.

Du bist aber auch immer streng. ;-D Son Schlenker über "Ich darf so sein, weil hier mein Passierschein" ist, glaube ich, für wirklich viele Menschen nötig, um irgendwann bei der Selbstakzeptanz anzukommen. Ja, ich finde auch, dass die Foren dieser Seiten einen sehr, mh, elitären Grundton haben. Wäre mal interessant zu gucken, wie viele Nutzer*innen in diesen Foren wirklich bleiben und für wie viele das eine Zwischenstation (für ein paar Wochen, Monate oder auch Jahre, so Selbsterkenntnisse und sowas haben ja gerne mal das nervenzerfetzende Tempo von Kontinentalplattenbewegungen, seufz) ist. Ich tippe darauf, dass letztere einen signifikanten Anteil ausmachen. Ich habe aber leider, äh, nicht die Zeit, das zu überprüfen, klar. ;-D Klar werden auch welche "hängen bleiben" und sich darauf versteifen. (Das sind dann die, die auf Wikipedia-Diskussionsseiten über ein Eintrag zur Hochsensibilität streiten, weil der nicht hochsensibel genug geschrieben ist.) Und natürlich gibt es die üblichen Figuren, die mit solchen (ich sag mal) New Age Diagnosen ihr Geld verdienen und nicht viel Interesse daran haben, dass ihren Kund*innen irgendwann aufgeht, dass es sich auch ohne Schild ganz gut lebt und man trotz aller Besonderheiten doch irgendwo am besten auf dieser Welt zurechtkommen lernt. (Eine ähnliche, wenn auch krassere, eindeutig esoterische und - in meinen Augen - auch ganz eindeutig schädliche Idee ist diese Geschichte von den Indigo- oder Kristallkindern.)

Fall's jemandem die definitive Diagnose oder auch nur die Selbsteinordnung als hilfreich erscheint ist das trotzdem gut oder kann gut sein, aber achtet bitte v.a. darauf erstens in kein Opferdenken abzudriften. Z.B. "das treibt mich alles in den Wahnsinn, ich kann dies und das nicht und warum nimmt denn keiner Rücksicht ich bin doch eben halt mal so empfindlich". Zweitens darauf keine Selbstwertmängel durch Selbstüberhöhung pseudozukompensieren. Z.B. "Ein Normalo kann von meinem Gespür nur träumen/ich merke alles/keiner kann mir was vormachen" usw.

:)z

Aber auch hier muss ich sagen, dass es mir insofern geholfen hat, mich überhaupt mal mit dem Phänomen "Unterschiedliche Sensibilität" zu befassen, weil ich bei anderen Menschen problemlos akzeptieren und einordnen konnte und kann, dass sie unterschiedlich belastbar sind, unterschiedlichen Wahrnehmungen unterliegen etc., und man Rücksicht nehmen muss, ich bei mir da aber nur ein Wort für kannte, nämlich schwach. Oder zwei: übermepfindlich. Oder anderes in dieser Richtung. Da mal überhaupt die Idee angereicht zu bekommen, dass sowas auch sowas wie eine Stärke sein kann, das ging nach anfänglichen Schluckbeschwerden schon sehr gut runter. ;-D Und hat auch gut getan. Auch meinem Verhältnis zu anderen sensiblen/empfindlichen Menschen, denke ich, denn Rücksicht nehmen hat ja auch gerne mal sowas Runtergucken und es ist nicht immer nur nett, wenn man auf jemanden Rücksicht nimmt, man kann denjenigen damit in seinen Gedanken auch kleiner machen. Ich denke, das mache ich weniger und ich bemühe mich weiterhin, Menschen so differenziert wie nur möglich wahrzunehmen.

__Surrferixn


Diagnostik ist eigentlich Sache eines Arztes...

Die unzähligen Male, bei denen der Arzt völligen Bullshit diagnostiziert hat, kann man gar nicht mehr aufzählen.

Wenn man Dr. Google richtig einsetzt, dann kann er sehr hilfreich sein.

Cninn^aemon4


Guten Morgen, Nurarihyon ;-D !

@ Surferin

"schwingungsfreudig" ist ein tolles Wort, das nehme ich gleich mal mit.

Ja, ich finde auch immer, dass es das echt gut beschreibt ;-D !

Diese Reality-Checks wurden mir in den Therapien auch empfohlen und ich kann auch nur bestätigen, dass das hilft, auch wenn es mal awkward ist, so scheinbare Selbstverständlichkeiten nachzufragen.

Ja, das stimmt schon. Aber meine Erfahrung ist auch, dass man da wieder denselben Fehler macht - man denkt sich: "Oh Gott, der andere findet das jetzt voll komisch!" Normalerweise ist das gar nicht so, das ist einfach nur eine Randnotiz, von wenig Bedeutung. Es ist ja auch nicht schlimm, ein bisschen unsicher zu sein. Jeder Mensch hat so seine Eigenarten und die darf man auch ruhig zeigen ;-) ! Nur so kann man ja auch sehen, wie kompatibel man mit seinem Gegenüber ist.

Man wird aber auch besser mit der Zeit, ich zumindest, darin sich und andere auseinanderzuklamüsern.

Vielleicht reden wir von demselben und nennen es anders, aber ich finde gerade, dass ich mitterlweile weniger klamüsere - und das ist gut so für mich. Ich kann durch Erfahrungen und Realitätsüberprüfung mittlerweile viel besser einschätzen, was andere wahrscheinlich über mich denken, und lebe dadurch beruhigter und grüble weniger.

So dachte ich früher oft, Menschen mögen mich nicht, wenn ich irgendwo neu bin und sie kümmern sich nicht um mich. Dabei ist es ja in der Regel nur so, dass ich ihnen noch nicht aufgefallen bin. Und dann kommt halt auch das dazu, was ich schon meinte: Bei sich bleiben. Es ist ja eben nicht nur wichtig, ob der andere mich mag oder nicht, sondern von viel entscheidenderer Bedeutung ist doch, ob ich die Person überhaupt mag. Seit ich mich mehr darauf konzentriere, wen ich so smypathisch finde und daher auch ansprechen will, ist es viel einfacher geworden. Und - klar - erste Sympathie kann immer täuschen und es passt dann doch nicht. Dann passt es aber auch einfach nicht und man ist selbst nicht irgendwie schlecht oder so.

Aber, du merkst schon - emotional verinnerlicht habe ich das noch nicht ganz. Manchmal habe ich noch ziemlich viel Angst vor Ablehnung und Konfrontation und suche auch immer den Konsenz. Wenn jemand anderer Meinung ist als ich passiert es mir leider noch oft, dass ich mich und meine Meinung nicht mehr spüre - ich nehme mich nicht ernst und wichtig genug, den anderen und seine Meinung dafür umso mehr. Dabei ist man selbst ja der einzige Mensch, der einen von der Geburt bis zum Tod hin begleiten wird und eigentlich sollte man sich ja nur vor diesem Menschen rechtfertigen müssen, nur mit diesem im Reinen sein. Wie ich das schaffe, weiß ich leider noch nicht ;-D !

Bei Wünschen, Erwartungen etc. kriege ich zumindest die Reflektion inzwischen ganz gut hin. Schwierig finde ich es bei Gefühlen - also, ob etwas jetzt wirklich "mein" Gefühl, "meine" Stimmung ist oder ob ich gerade zu großen Anteilen spiegele, was mein Gegenüber fühlt.

Ja, das kann ich verstehen. Wie ich schon schrieb - das passiert mir leider auch noch viel zu oft. Z.B. bin ich eigentlich schon davon überzeugt, eine intensivere Wahrnehmung zu haben als der Durchschnitt. Allerdings habe ich jetzt auch ziemliche Selbstzweifel durch die Diskussion von gestern, weil ich es unterbewusst immer jedem Recht machen will. Wie man das wegkriegt, weiß ich leider nicht. Vielleicht sollte ich so Diskussion einfach meiden, aber ich finde es auch immer schwer abzusehen, wann mir etwas zusetzen wird und wann nicht.

Wenn ich so darüber nachdenke, ist Hochsensibilität vielleicht nur ein anderes Wort für schizoide und hysterionische Persönlichkeitsakzente, die - wie gesagt - völlig in der normalen Bandbreite liegen.

Ja, ich denke eben auch, die möglichen Persönlichkeitsstrukturen des Menschen haben eine große Bandbreite.

Ja - und diese Divergenz ist doch wundervoll :)z !

C%inRnamxon4


* Diskussionen, aus denen ich mich vielleicht raushalten sollte - das sollte im Plural stehen. Editier-Funktion :-x ?

Cuin7namo(nx4


Ah, mir ist gerade noch ein Argument eingefallen, warum ich es so wichtig finde, zu sich zu stehen und zu sagen: "Ich bin schwingungsfreudiger als der Durchschnitt!"

Denn wenn man das weiß, kann man andere Menschen viel besser einschätzen. Ich kann erst, seit ich das weiß, davon ausgehen, das mein Umfeld mir viel weniger krumm nimmt, als ich denke. Ich selbst beiße ich mich leider noch häufiger, als es mir gut tut, an Kleinigkeiten fest. Messe Gesten und kleinen Worten zu viel bei. Menschen, die weniger sensibel (oder was auch immer sind), lassen sich von Kleinigkeiten nicht so beeindrucken - sie halten sich nicht damit auf. Davon kann ich lernen, ja, profitieren, und gleichzeitig kann ich mich dadurch besser entspannen, dass ich weiß, dass nicht jeder sich so viele Gedanken macht, wie ich.

Ich glaube, mich hat das mit dem "Du stellst dich über andere und bist ungesund drauf, ich mache das viel besser als du!" doch ziemlich mitgenommen, menno ;-D !

C3innamxon4


Früher dachte ich auch immer, Menschen würden mich nicht mehr leiden können, wenn wir uns mal streiten. Heute weiß ich, dass das bei den meisten Menschen nicht so ist. Und so hatte ich die Gelegenheit, in diesem Punkt entspannter zu werden.

Auch habe ich gelernt, dass ich deutlicher sagen muss, wenn ich etwas will oder auch nicht will. Andeutungen können leicht mal untergehen. Die meisten Menschen haben den Fokus halt mehr auf sich selbst, was ja auch gut ist, und sind weniger nach außen orientiert. Das sollte ja auch so sein.

Trotzdem bin ich froh, so gut zu hören, so gut zu sehen, so intensiv zu fühlen, wie ich es tue.

Ich denke, seit ich das Alles eben weiß, geht es mir viel besser im Leben.

Und da ich vorhin wieder nur Andeutungen gemacht habe: Ich merke, dass mir das Alles ein bisschen zu viel wird. Es tut mir also Leid, falls ich kommende Antworten schuldig bleiben sollte. Es muss sich hier auch niemand verpflichtet fühlen, meinen Standpunkt zu teilen. Ich kann nur sagen und empfehlen:

Sucht vielleicht doch mal den Vergleich mit anderen - nicht nach der Wertigkeit suchend, sondern nach Orientierung. Ich denke, ohne Orientierung wird es schwierig. Und wenn dabei dann doch mal rauskommt, dass man irgendwas besser kann als der Durchschnitt - genießt es ;-) ! Ich versuche, mich dem jetzt auch wieder zu widmen.

C8inn=amonx4


* so intensiv zu fühlen - das bezog sich aufs Mitgefühl, aber auch auf die eigenen Gefühle.

So... jetzt bin ich aber wirklich weg ^^. Denke ich ;-D !

aw.f ish


Du könntest noch korrigieren, dass ich nicht Suferin bin, aber macht nix. ;-D

Eghemaligerk Nutzer= (#x590071)


Fühlt ihr besonders stark mit mit anderen und könnt euch schlecht abgrenzen emotional oder wie meint ihr das mit dem "besonders schwingungsfähig"? ... Meine Folgefrage wäre, ob das wirklich Mitfühlen ist dann oder schon Mitleiden.

R.egTenpf<eixfer


@ a.fish

Hast Du denn dadurch andere Wege gefunden, bestimmte Dinge zu bewältigen oder lebst Du quasi einfach nur besser damit, weil Du eine Erklärung dafür hast?

Erst einmal war es natürlich sehr hilfreich für mich, zu erfahren, dass da tatsächlich was ist, was eine Bezeichnung hat. Ich habe mich ja immer schon gefragt, ob das eigentlich normal ist, wie ich denke und empfinde. Ich fand mich ja selber immer etwas schräg und habe mir oft Gedanken darüber gemacht, wie die Welt eigentlich funktionieren kann, wenn alle so "ticken", wie ich.

Und als ich dann von der HS gelesen habe, habe ich zum ersten Mal erfahren, dass die Mehrheit der Menschen doch zumindest etwas anders denkt und empfindet, dass sich die meisten Menschen von anderen abgrenzen können und auch belastende Gedanken abstellen können. Mein Mann hat mich mal in einem Gespräch ganz entgeistert gefragt, ob ich denn tatsächlich immer ununterbrochen an irgendetwas denke und nie wirklich abschalten kann (ständiges Denken und Hinterfragen ist auch ein "Symptom" der HS). Ich habe ihm gesagt, dass ich das nur selten schaffe und gefragt, ob er das denn kann. Er antwortete mir, ja klar, man kann doch die Gedanken abschalten, wenn man an etwas nicht mehr denken will oder genug gedacht hat.

Das war für uns beide völlig unverständlich, wieso der jeweils andere da total entgegengesetzt reagiert.

Also war es schon hilfreich, diese Erklärung gefunden zu haben.

Und dadurch, dass ich jetzt mich selber und auch andere Menschen viel besser verstehen kann, bin ich in meinem Denken nicht mehr so festgefahren.

Ich denke z.B., wenn ich mir Sorgen über etwas mache, dass es in Wirklichkeit ja gar nicht so schlimm ist, wie ich es gerade empfinde, weil ja meine Wahrnehmung viel stärker ist.

Also versuche ich, mich abzulenken und die Gedanken auf was anderes zu lenken. Was mir auch hilft, ist, kurz aufzuschreiben, woran ich gerade denke. Dann ist es erst mal aus dem Kopf raus und bei Bedarf kann ich mich ja daran erinnern.

Ja, ich finde auch, dass die Foren dieser Seiten einen sehr, mh, elitären Grundton haben.

Das ist mir auch aufgefallen.

Ich bin nichts besonderes, bloss weil ich anders empfinde oder mehr hinterfrage als andere, weil ich andere Hobbies habe oder weil ich mit Mode, Discomusik und TV wenig anfangen kann.

In vielen Beiträgen, die ich gelesen habe, klingt es so, dass man mit diesem "Schicksal" leben müsste, dass alles so schlimm ist und die Mitmenschen doch bitte Rücksicht nehmen sollen.

So sehe ich das nicht. Man kann immer an sich arbeiten, wenn man nicht zufrieden ist und Rücksicht nehmen muss jeder, egal ob hochsensibel oder normalsensibel.

@ Cinnamon4

Denn wenn man das weiß, kann man andere Menschen viel besser einschätzen. Ich kann erst, seit ich das weiß, davon ausgehen, das mein Umfeld mir viel weniger krumm nimmt, als ich denke. Ich selbst beiße ich mich leider noch häufiger, als es mir gut tut, an Kleinigkeiten fest. Messe Gesten und kleinen Worten zu viel bei. Menschen, die weniger sensibel (oder was auch immer sind), lassen sich von Kleinigkeiten nicht so beeindrucken - sie halten sich nicht damit auf. Davon kann ich lernen, ja, profitieren, und gleichzeitig kann ich mich dadurch besser entspannen, dass ich weiß, dass nicht jeder sich so viele Gedanken macht, wie ich.

Das hast du toll beschrieben, dieser Gedanke, dass die meisten Menschen gar nicht so auf jede Kleinigkeit achten, macht es mir auch leichter, mit meinen Fehlern (die zumindest ich selber als solche empfinde) zu leben und etwas nachsichtiger mit mir zu sein.

RDegenrpfei)fer


@ _Zuschauer_

Meine Folgefrage wäre, ob das wirklich Mitfühlen ist dann oder schon Mitleiden.

Leider ist bei mir oft das zweite der Fall. Mitfühlen finde ich völlig in Ordnung, das macht doch den Menschen aus, ohne die Fähigkeit mitzufühlen wäre die Welt ein ganzes Stück kälter und egoistischer.

Mitleiden ist dann aber zu viel des Guten. Viele HSP machen dann die Probleme und Gefühle ihrer Mitmenschen zu ihren eigenen.

Mir passiert das ab und an, dass ich mich dann verantwortlich fühle und dafür sorgen muss, dass es der betreffenden Person wieder gut geht.

Dass das völliger Quark ist, dämmert mir so langsam. Ich arbeite dran, weniger Verantwortung auf mich selber zu laden und z.B. die Jungs in der Schule mal auflaufen zu lassen, wenn sie die Hausaufgaben nicht haben oder zu spät dran sind. Die sind ja schließlich alt genug. Das sollte eigentlich nicht mein Problem sein, wenn es dann Nachsitzen oder Strafarbeit aufgibt.

Ist nicht so einfach, wenn man selber so erzogen worden ist, dass man immer die Erwartungen anderer erfüllen muss und selber nur wenig Freiheiten hatte und nicht gelernt hat, für sich selbst zu sorgen und Grenzen zu setzen. Ich glaube, dass zumindest bei den übermäßigen Gefühlen die Erziehung eine große Rolle mitspielt.

S5. walAlisiEi


Du bist aber auch immer streng. ;-D

öhm :-D jetzt wo du's sagst, streng.. *draufrumkau* (schmeckt ja reichlich uncool ;-D ), ja, ich bin bei sowas wohl ein ziemlicher Prinzipienreiter^^ ...und... *auf's Steckenpferd schwing*:

Es ist gut zu sehen dass andere anders empfinden und nicht automatisch wie man selbst, aber welche Erleichterung ihr daraus zieht kommt mir definitiv zu einfaktorig vor. Ne, falsch ausgedrückt, die Erleichterung ist natürlich schon ok und gut, ich meine das dass es unmöglich alleiniger (und als beteiligter nicht mal sonderlich großanteiliger) Grund für die Selbstzerfleischerrei sein kann. Da müsste man doch die Themen innerere Kritiker und die Selbstwert- und aktzeptanzgeschichten bemühen. Will sagen die nervige Projektion der eigenen Kopfzerbrechrei mag mit reinspielen, aber der viel machtvollere Grund sind doch die anderen Dinge die mit "hochsensibel" schlicht und einfach gar nichts tun haben.

S/. wal(lxisii


Ist nicht so einfach, wenn man selber so erzogen worden ist, dass man immer die Erwartungen anderer erfüllen muss und selber nur wenig Freiheiten hatte und nicht gelernt hat, für sich selbst zu sorgen und Grenzen zu setzen. Ich glaube, dass zumindest bei den übermäßigen Gefühlen die Erziehung eine große Rolle mitspielt.

Das sind echte Knackpunkte :)^ (Und das Dogma von Hochsensibilität propagiert doch eben eher das Gegenteil)

Nburarixhyon


@ Cinnamon

Mit der Frage trittst du mir nicht zu nahe. Nur schade, dass du gleich weiter schreibst, ohne meine Antwort abzuwarten. Würdest du mir glauben, wenn ich dir sage, dass ich das aus sicherer Quelle habe?

Ich würde dir glauben, dass du sie für sicher hältst. Ich glaube prinzipiell nicht, dass jemand das beurteilen kann, selbst wenn es ein Psychologe sein sollte. Auch die können ihren Patienten nur vor den Kopf schauen, und nicht hinein.

Mir ist die Beantwortung der Frage im Detail zu persönlich.

Gut, das respektiere ich.

Ja, aus dem Alter bin ich raus ^^. Ich kenne meine Stärken und Schwächen sehr gut. Ich finde es immer schade, dass man sich für Stärken so rechtfertigen muss. Jeder hat halt andere Stärken.

Du musst dich nicht angegriffen fühlen und schon zweimal nicht rechtfertigen. Wenn du aber offen verkündest, dass du so viel tiefer und intensiver als der vermeintliche Schnitt empfindest, musst du mit offen angebrachten Zweifeln rechnen. Es mag ja sogar so sein. Ich kann dir nichtmal vor den Kopf schauen, sondern nur vor den... ähhh... du weißt schon. Internet und so. ;-D

Nö. Bzw. sehe ich das nicht. Da du aber so absolut formulierst fällt es mir schwer, mich differenziert auszudrücken. Deswegen: Nö ;-D !

Mir kommt die ganze Geschichte ziemlich romantisch verklärt vor. Jeder möchte doch von sich behaupten, er wäre tiefgründig, vielschichtig, zu starken Emotionen befähigt.

Wenn ich sage, dass ich besonders "schwingungsfreudig" bin ist das doch dasselbe? Ist das nicht ein bisschen Wortklauberei ;-) ? Und was nun gesünder ist oder was nicht überlasse ich lieber meinem gesunden Menschenverstand, sofern ich keinen Grund habe, an ihm zu zweifeln. Und wenn ich doch einen Grund dazu habe, wende ich mich an den Arzt/Psychologen meines Vertrauens.

Du sagst, du würdest tiefer empfinden als der Durchschnitt. Ich sage, du kannst nicht wissen, wer wie stark oder auch nicht empfindet.

Ah, da lese ich es gerade. Ja, ich empfinde es schon als zu detailversessen. Hm... ich denke, Vergleiche sind irgendwo normal. Genauso normal ist es, dass man bei diesen Vergleichen manchmal schlechter, manchmal besser wegkommt als der oder die, mit dem/denen man sich vergleicht. Was dabei eine Rolle spielt ist die Wertigkeit. Mein Leben ist nicht mehr oder weniger wert, weil ich eine intensivere Wahrnehmung habe als der Durchschnitt. Es ist einfach erwiesen, dass es da Unterschiede zwischen den Menschen gibt. Vergleiche ermöglichen einem doch erst den Kontakt zu anderen Menschen und - letztendlich - auch zu sich selbst. Ohne Vergleiche wäre doch auch so ein Forum nicht möglich. Wir vergleichen unsere Erfahrungen und Lösungsstrategien, unsere Voraussetzungen im Leben, und schauen, wie wir uns gegenseitig helfen können. So unterschiedlich kann man das sehen.

Zumindest bist du extrem empfindlich, was das Thema anbelangt. Ich habe nicht das Gefühl, da offen mit dir diskutieren zu können, ohne dass du dich in eine Rechtfertigungsposition gedrängt fühlst. Schade!

Vermutlich taugt dieser Thread eher als Faden für Gleichgesinnte als für eine kritische Diskussion und Auseinandersetzung. Meine Erfahrungen und Empfindungen zu dem Thema unterscheiden sich offenbar zu sehr.

Cinnamon4

06.10.16 02:39

Ach ja... das hätte ich ja fast überlesen:

Ich sehe wirklich nicht, wo es nicht nur gesünder, sondern auch noch besser wäre, "besonders" zu verwenden anstatt "überdurchschnittlich". Erstens halte ich vergleichen für gesund und normal - ob es für den Einzelnen gut/besser ist oder nicht muss er/sie selbst entscheiden. Außerdem erfordert es auch einen Vergleich, wenn ich sage, ich kann etwas besonders gut.

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