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Ein Faden für die "Sensibelchen" unter uns

MDi@ckfxlow


@ Fizzlypuzzly

Oder sollte sich besser sagen Fizzly-Grisu-Puzzly ;-)

Ich ziehe den Hut und verbeuge mich vor deiner Offenheit und dem Mut, das auszusprechen, was Du gesagt hast.

Du bist absolut verständlich rübergekommen, ich sag mal salopp, Du bist unter deinesgleichen. Ich denke, viele der HSPs kämpfen mit dem Phänomen, dass sie sich einerseits nicht verstanden fühlen und sich zurückziehen, und andererseits dann Gefahr laufen sich so weit zurückzuziehen, dass sie sich selbst verlieren. Und wenn du dann noch nie was von HS gehört hast, dann vermutest du den Feind in dir selbst. Es ging mir, weit weniger "grenzgängig" wie bei dir, ähnlich. Ich hab's rechtzeitig gemerkt, der Umstände und Ursachen zwar nicht bewusst, aber ich hab die Notbremse gezogen. Ansonsten wäre meine Ehe heute geschieden. Hätte ich nicht von HS erfahren, wahrscheinlich würde ich heute, einen Monat geschieden, in Selbstzweifel zerfressen in einer Bude hocken und über ungesunde Dinge nachgrübeln. Ich hab die Kurve gekriegt, auch wenn mein Therapeut mit HS, oder vielleicht auch eher am Ende mit mir speziell, nicht ganz klarkommt. Die Therapeutin meiner Frau hingegen kommt mit dem Thema hervorragend klar, und das obwohl sie selbst wohl eher nicht HS ist. Alleine das zu erleben war schon sehr interessant und aufschlussreich, wenn es darum geht, sich ganz offen als HSP zu verhalten, zu kommunizieren und zu diskutieren. Dabei hab ich gelernt einzuschätzen wie ich mit wem auf welche Art umgehen kann, quasi eine empfängerbezogene Kommunikation. Die Ursache für die Krise war dabei noch nicht mal HS als aktiver Part, sondern mein Verhalten, mich bis zur Unkenntlichkeit selbst zu versagen.

Aber in der Krise liegt die Energie, die es für einen wirklichen fundamentalen Neubeginn braucht, und die haben wir genutzt. Ich hab im letzten Jahr mehr gelernt über mich, das Leben als solches und Beziehungen, als in den letzten dreissig Jahren zuvor zusammen.

Heute finde ich wieder statt - als HSP - und das ist gut so.

Es gehört etwas Mut dazu, aber dann kann man auch als Drache Feuerwehrmann werden (oder Feuerwehrfrau).

MFi?ckfolow


Hat einer der HSler hier eigentlich bewussten Kontakt zu einem andren HSler im Real Life?

Rwegenp(feixfer


Ich hatte mal vor einigen Jahren eine Freundin, von der ich es jetzt im Nachhinein vermute. Wir haben uns in einer Klinik kennengelernt, in der ich wegen einer Angststörung und Depressionen behandelt wurde und sie wegen "zu intensiven Gefühlen", wie sie es ausdrückte.

Zu der Zeit, das ist bestimmt fast 20 Jahre her, wußte ich ja allerdings noch nicht, dass so etwas wie Hochsensibilität überhaupt existiert und auch sie hatte nie diesen Ausdruck benutzt.

Ich mochte sie gern, aber unsere Wege haben sich leider irgendwann getrennt, was ich schade finde, aber manchmal passt es im Leben außerhalb der Klinik dann doch nicht so gut.

Jetzt aktuell gibt es niemanden, von dem ich wüßte oder vermute, dass sie oder er hochsensibel ist.

Meine PN ist übrigens freigeschaltet jetzt.

@ fallen_angel_73

Schön, dass du noch etwas geschrieben hast vorgestern. Wie gehts dir heute?

FQizjzlyFpuzzlxy


Unter den noch verbliebenen sehr guten Bekannten/Freunden, die uns auch 3 -4 mal im Jahr besuchen, gibt es

eine Frau. Wenn wir uns treffen sind die Männer abgeschrieben ;-D . Mit keinem weiblichen Wesen hatte ich in diesen wenigen Stunden so viel Freude, dass ich davon noch eine ganze Weile zehren kann. Jede von uns legt los und der "Ball" wird hin und her geworfen. Faszinierend ist für mich, dass ich alles was mich ausmacht nie verstecken musste. Sie ist 20 Jahre jünger, wohnt 400 Km weit weg. Ich halte sie für eine HSP.

Dann gibt es einen Mann, den ich kennenlernte als 18 jährigen Sohn meiner damaligen Freundin. Er ist auch 20 Jahre jünger, wohnt 300 Km entfernt. Die Verbindung zu seiner Mutter endete irgendwann, weil sie eifersüchtig auf unsere wunderbare Freundschaft wurde. Zu dieser Freundschaft gehört für ihn, und seiner inzwischen eigenen Patchwork Familie, auch mein Mann. Besuche sind seltener - was auch verständlich ist. Telefonate zwischen uns finden fast regelmäßig statt. Niemand empfindet es als Verpflichtung. Wenn wir telefonieren beleuchten wir oftmals die derzeitige Problematik. Die Gespräche dauern dann mindstens 1 Stunde, Lösungen gibt es immer. Er ist HS. Diese Verbindung hat eine ganz eigene Tiefe, die, wie mit den jeweiligen Partnern, geprägt ist von Respekt und Ur-vertrauen. Für mich sind das die wahren Geschenke.

Foizz%lyp]uzzxly


@ Regenpfeifer

Ich würde mich gern mit anderen Betroffenen austauschen. Wie gestaltet ihr euren Alltag? Wo habt ihr Schwierigkeiten? Welche positiven Eigenschaften hat die Hochsensibilität? usw.

Dir möchte ich jetzt wirklich mal Danke sagen für diesen Faden @:) . Ich hatte nicht die Absicht hier jemals zu antworten, bin aber jetzt froh es doch getan zu haben. Für die Formulierungen brauche ich immer viel Zeit, wenn der Text doch etwas länger wird. Danach brauche ich unbeding eine :)D . Ausserdem gehöre ich zu denen, die lieber antworten als Fragen zu stellen. Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn hier ein weiterer Austausch statt findet. Auch über PN.

R:egenJpfeZife:r


Freut mich, Fizzlypuzzly, dass dir der Faden gefällt und danke, dass du dich beteiligst! @:) Das gilt natürlich auch für alle anderen Leser und Schreiber hier! @:)

Ich habe gar nicht damit gerechnet, dass sich hier großartig etwas tut, als ich letzte Woche den Faden eröffnet habe. Besonders nach den ersten Reaktionen, die ja doch eher skeptisch waren. Aber ich nehme die Kritik nicht persönlich (sie war ja auch bestimmt nicht an mich als Person gerichtet), sondern als Anlass, bestimmte Dinge nochmal zu überdenken und zu hinterfragen!

Jedenfalls freue ich mich, dass sich hier doch einige Betroffene und Interessierte eingefunden haben und von sich berichten!

Mir geht es im Übrigen ähnlich mit dem Verfassen der Beiträge, ich denke lange nach, bevor ich etwas schreibe, dann ändere ich noch mal um, dann habe ich noch was vergessen und muss noch etwas dazu schreiben. Und dann möchte ich natürlich auch alles so formulieren, dass es freundlich, verständnisvoll und ehrlich bei den Lesern ankommt. Das fällt mir wesentlich schwerer, als ein Gespräch mit jemandem zu führen, der mir gegenüber sitzt. Aufgrund der fehlenden Mimik und Gestik können ja Äußerungen, die irgendwo salopp und im normalen Umgangston geschrieben werden, beim Leser ganz anders ankommen.

Ich vermute, das geht einigen von uns so, deshalb bin ich auch nicht enttäuscht oder ungeduldig, wenn mal eine Weile kein neuer Beitrag kommt. Mir fällt es ziemlich schwer, mal eben zwischen Tür und Angel einen Betrag zu verfassen, deswegen kann es auch mal sein, dass ich nicht immer gleich antworte, wenn ich "viel um die Ohren" hab.

Solche Freundschaften, wie du sie beschreibst, sind Gold wert. Ich habe einige liebe Menschen um mich herum, mit denen ich auch gute Gespräche führen kann. Jemand, der "ähnlich tickt" wie ich, ist aber nicht dabei. Ich glaube, viele HSP sind zeitlebens auf der Suche nach einem "Seelenverwandten", der einen ohne Worte versteht.

M(ick6flxow


Vorne weg, ich schließe mich dem Dank von Fizzlypuzzly ausdrücklich an. Ich lesen in diesem Forum schon länger mit und geb auch an der einen oder anderen Stelle meinen Senf dazu, aber dieser Faden hat definitiv noch gefehlt, was eigentlich schon erstaunlich ist bei einem ca.-Anteil von 15-20% an der Gesamtpopulation. Aber was lange wärt, wird durch Regenpfeifer endlich gut. :)=

Ich hab meine Frage oben nicht ohne Hintergedanken gestellt. Ich selbst hab keinen Kontakt in der realen Welt zu jemandem, von dem ich annehmen kann, dass er HS ist, meine Tochter (12 1/2) ausgenommen. In Netz hab ich schon versucht, einen Gesprächskreis zu finden, leider gibt es hier in der Nähe (Radius 50km) nichts. Als ich dann diesen Faden gefunden hab und die ersten Kontakte und Austausche stattgefunden haben, da hab ich mir überlegt, ob ich es denn tatsächlich möchte, ich meine die direkte Begegnung mit anderen HSlern. Ich muss zugeben, dass mich das alles gerade doch etwas berührt, da wird eine tieferliegende Resonanz ausgelöst (ich kann's in der Kürze hier nicht besser umschreiben), und ich bin mir nicht sicher, ob ich das in der realität noch intensiver und deutlicher erleben möchte. In meiner Realität hab ich mich daran gewöhnt, dass meine Antennen feine Signale aufnehmen. Ich hab mich an meine inneren Reaktionen gewöhnt, wenn mir dabei der eine oder andere auf die Nerven geht, ich vom einen oder anderen "Schicksal" (an selbiges glaube ich allerdings nicht) berührt werde. Insbesondere hab ich mich daran gewöhnt, dass ich nur bedingt verstanden werde. Irgendwie hab ich die letzten Tage den Eindruck gewonnen, dass, sollte da eine etwas grössere Runde zusammenkommen, diese Antennen womöglich zu glühen beginnen und eine sehr deutliche Resonanz ausgelöst wird. Ich hab da die Vorstellung von einer deutlich tieferen Nähe und Berührung, und ich weiss nicht, ob ich mich dem wirklich aussetzen will. Andererseits, man kann natürlich auch eine sehr grosse Chance verpassen.

Wie seht ihr das? Wie geht es euch im Umgang mit Unsergleichen?

FDiEzzly|puzzly


@ Mickflow

Ich selbst hab keinen Kontakt in der realen Welt zu jemandem,


Glaubst Du mir wenn ich sage, dass ich das schon durch deine Frage vom 9.10. wusste?


Ich muss zugeben, dass mich das alles gerade doch etwas berührt, da wird eine tieferliegende Resonanz ausgelöst (ich kann's in der Kürze hier nicht besser umschreiben), und ich bin mir nicht sicher, ob ich das in der realität noch intensiver und deutlicher erleben möchte.


Ich habe durch diesen Faden für mich bemerkt, dass mir in der Realität der sofort "verstandene" Austausch im Gespräch fehlt. Ich fühle und sehe mein Manko gerade als ein riesiges, schwarzes Loch. Das kann ich für mich mit einigen Übungen aber farblich füllen.


Ich hab da die Vorstellung von einer deutlich tieferen Nähe und Berührung, und ich weiss nicht, ob ich mich dem wirklich aussetzen will. Andererseits, man kann natürlich auch eine sehr grosse Chance verpassen.


Neue Erfahrungen machen zu können war immer schon mein Ding, weil mich nach einiger Zeit vieles schrecklich langweilte. Das Thema HS zu erforschen, sich darüber auszutauschen unter HSlern, halte ich für sehr schwierig. Einige könnten sich dann zeitweise sehr erschöpft fühlen oder können sich aufgrund der eigenen Ängste, Unsicherheiten usw. nicht wirklich einbringen. Ich gehöre je nach Situation auch dazu. Mein Glück ist, dass ich über meine eigene Arbeit (Therapie) gelernt habe, mich jeder Situation zu stellen und auch irgendwie meister (ich erinnere hier auch an meine "Geschenke"). Wenn man Ja sagt, dann würde das m. E. nur funktionieren, wenn man jeden Beteiligten/Betroffenen so nimmt wie er/sie ist. Dazu gehört mMn auch eine gehörige Portion Vertrauensvorschuss. Als Bereicherung würde ich es für mich allemal empfinden.

:)D

Ich habe keine Ahnung, warum hier die Funktion - Zitate - nicht angezeigt wird. Deshalb ---

Mvic~kflocw


@ Fizzlyputtzy

Etwas schwer, deine Frage zu beantworten, wenn ich nicht sehen kann, was Du schon vorher gewusst hast (da wurde die Zitatefunktion ihrem Namen nicht gerecht). Aber es ist auch nicht wirklich überraschend, ich hab mir das schon gedacht, als ich diese Formulierung gewählt hatte, dachte kurz eine andere zu verwenden, aber ich wollte es konventionell halten. Und klar, die ursprüngliche Frage war ein sprichwörtlicher Stein ins Wasser geworfen. Das ist für mich Neuland und ich wollte sehen, was die Frage auslöst ohne dabei jemandem auf die Zehen zu treten.

R@egenpfIeifxer


Die Zitate-Funktion ist diese hier: > > < <

Gibts bei euch was neues zu berichten? Bei mir eigentlich nicht, alles beim alten. Ich merke aber schon, dass ich im Kontakt mit anderen Menschen auf Dinge achte, die eventuell auf eine Hochsensibilität hinweisen könnten. Das finde ich aber eigentlich nicht negativ.

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