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Bewertung durch andere & die Suche nach Bestätigung

CRanisMa5jorisx93 hat die Diskussion gestartet


Seid gegrüßt Leute *:)

Ich hatte mich vor einigen Tagen hier angemeldet - ursprünglich um nach Tipps bzgl. eventuell bevorstehendem Haarverlust zu fragen.

In dem Faden ist mittlerweile eine ziemlich interessante Diskussion entstanden, die mit dem Problem im Zusammenhang steht und dennoch ein Thema für sich ist: Die Abhängigkeit von der Bewertung durch andere Menschen.

Der Punkt hat mich zum Nachdenken gebracht, denn ich ertappe mich tatsächlich immer wieder dabei, mir Sorgen zu machen, wie ich wohl auf andere Menschen wirke etc. pp. Dies betrifft nicht alle Bereiche. Es gibt "Macken", hinter denen ich vollkommen stehe; da ist es dann auch völlig wurscht, was andere sagen, aber es gibt halt wiederum auch gewisse Punkte, an denen man mich ziemlich stark treffen kann. Ein solcher Punkt ist - jetzt nur beispielsweise - das Äußere (um das es auch in meinem ersten Thread ging) - ich bin ziemlich eitel und es reicht eine negative Bemerkung, damit der Tag gelaufen ist. Gerade in solchen Problembereichen suche ich dann umso mehr nach Bestätigung, die ich quasi immer wieder brauche, um mich gut zu fühlen. Ob das jetzt in meinem konkreten Fall noch dem gesunden Maße entspricht, oder nicht, sei jetzt mal völlig dahingestellt.

Ich habe bspw. auch Angst vor peinlichen Situationen. Wenn mir etwas peinliches passiert, muss ich erstmal, je nach Ausmaß des Peinlichkeitsgrades ( ;-D ) i.d.R. mindestens ein paar Nächte schlafen, bis sich dieses unangenehme, mulmige Gefühl gelegt hat und ich wieder einen klaren Kopf habe.

Das Interessante & zugleich Dumme ist jedenfalls, dass sich manche Situationen, die normalerweise locker ablaufen sollten, durch solche Verhaltenszüge sehr unangenehm gestalten können und unter Umständen das Gegenteil dessen passiert, was man erreichen wollte bzw. die genau gegensätzliche Wirkung, weil man nicht mehr man selbst ist. ;-D Diese Angst, negativ bewertet zu werden, macht das Leben schon um einiges stressiger.

Wem geht es auch so? Wer scheut sich auch vor peinlichen Situationen oder hat Angst, negativ bewertet / wahrgenommen zu werden? Braucht ihr Bestätigung durch andere Menschen, damit es euch gut geht? Bin gespannt auf eure Antworten und eine hoffentlich spannende Diskussion. :-) :)D

Antworten
T&ara:nis


Eines meiner aktuellen Lieblingsthemas :-)

Also erstmal ist es natürlich und "angeboren" sich stark nach anderen zu richten und darauf achten, was die Umgebung von einem halten/denken könnte etc

Aber es ist falsch, man sollte sich davon freimachen.

Es ist doch egal was "Paul" oder "Ida" von einem denken oder wie sie dein Aussehen bewerten. Diese Leute sind einfach nicht relevant. Jeder muss seine Leben leben, und es nützt einfach nichts wenn eine andere Person das so oder so machen würde, oder wie sie es bewertet.

Es ist allerdings ein längerfristiger Prozess "sich von den Erwartungen seiner Umgebung freizumachen" bzw "von dem was man sich denkt, was die Erwartung der Umgebung ist (du weisst ja zb gar nicht was die "Anderen" wirklich von deiner Frisur denken, sondern es ist eigentlich mehr eine Vorstellung in deinem Kopf)

C4ani*sMna?jorfis9x3


Also erstmal ist es natürlich und "angeboren" sich stark nach anderen zu richten und darauf achten, was die Umgebung von einem halten/denken könnte etc

Interessant.

Wenn ich drüber nachdenke, fällt mir rückblickend auf, dass sich solche Verhaltensmuster bei mir erst nach vielen negativen Erfahrungen geformt haben. Sie waren nicht einfach so "da". In der Kindheit bin ich oft angeeckt, in der Pubertät habe ich mich dann immer mehr zurückgezogen und irgendwann (reichlich spät!) kam der Wunsch, sich zu ändern und anzupassen. Und jetzt stehe ich hier. Mittlerweile gehe ich bspw. nicht aus dem Haus, ohne, dass die Frisur perfekt sitzt. Wie ich bereits im anderen Faden erwähnt hatte - das Verhalten hat Gründe. Ich bin überzeugt davon, dass jeder, der davon in übermäßiger Dosis betroffen ist, nicht mit diesem Verhalten geboren wurde.

Es ist doch egal was "Paul" oder "Ida" von einem denken oder wie sie dein Aussehen bewerten. Diese Leute sind einfach nicht relevant.

Logisch betrachtet ist das natürlich auch so, aber die Ursachen machen's im Nachhinein schwieriger, sich dies klarzumachen, als es eigentlich sollte.

TLara:nis


Wenn ich drüber nachdenke, fällt mir rückblickend auf, dass sich solche Verhaltensmuster bei mir erst nach vielen negativen Erfahrungen geformt haben. Sie waren nicht einfach so "da".

Stimmt auch wieder ;-D Eigentlich sind "normale" Kinder noch ziemlich offen und fröhlich und rennen überall herum und kümmern sich wenig um irgendwelche "vorgeschriebenen Verhaltensweisen". Wahrscheinlich habe ich von mir auf andere geschlossen, weil ich auch so ein "verkrampfter" Typ war bzw teilweise noch bin, der immer gedacht hat: "Was denken die von mir? Wie komme ich an? Diese Frisurprobleme hatte ich eine Zeitlang sogar auch.

Was helfen kann ist z.B ein regelmässiger Yoga-Kurs oder ein Schauspielkurs in einer größeren Gruppe wo man selber unter Beobachtung und auch die anderen Teilnehmer standardmässig "merkwürdige Dinge" macht. Irgendwann verliert sich dann das Gefühl für "kleinerer Peinlichkeiten"

AHBC0x1


Eine Frage des Persönlichkeitsstils.

Im anderen Faden schreibe ich etwas dazu: Der Zwanghafte sucht bei anderen nach Bestätigung. Extreme Gefühlsmenschen schauen ob andere mit ihnen zufrieden sind.

[[http://www.med1.de/Forum/Beziehungen/729546/?p=3]]

So ist es im Buch "Persönlichkeitsstile" von Joines und Stewart beschrieben.

ABBC201


Ich möchte noch sagen:

Wenn ich drüber nachdenke, fällt mir rückblickend auf, dass sich solche Verhaltensmuster bei mir erst nach vielen negativen Erfahrungen geformt haben. Sie waren nicht einfach so "da". In der Kindheit bin ich oft angeeckt, in der Pubertät habe ich mich dann immer mehr zurückgezogen und irgendwann (reichlich spät!) kam der Wunsch, sich zu ändern und anzupassen. Und jetzt stehe ich hier.

Exakt das, ist die Entwicklung des Persönlichkeitsstils.

Csoc7akdxa


Generell zu sagen, man solle sich von den Erwartungen und Bewertungen anderer frei machen, ist natürlich Blödsinn. Das kannst du höchstens dann machen, wenn du nicht von diesen anderen abhängig bist. Es gibt ja auch heute noch in vielen Ländern z. B. Hexenverfolgungen. Nun stell dir mal vor, du wärst in so einem Land und würdest dich dort verdächtig verhalten, weil dir ja die Bewertungen anderer egal sind. Wäre wahrscheinlich nicht gut für deine Gesundheit ]:D . Oder z. B. tief religiöse Geselleschaften.

Trar}anis


Es gibt ja auch heute noch in vielen Ländern z. B. Hexenverfolgungen. Nun stell dir mal vor, du wärst in so einem Land und würdest dich dort verdächtig verhalten, weil dir ja die Bewertungen anderer egal sind. Wäre wahrscheinlich nicht gut für deine Gesundheit

Genau liebe Frauen, besonders die Rothaarigen ]:D , gebt fein acht wie ihr euch verhaltet, sonst werdet ihr als Hexe verbrannt

CDanis#Major8is=93


[...] weil ich auch so ein "verkrampfter" Typ war bzw teilweise noch bin, der immer gedacht hat: "Was denken die von mir? Wie komme ich an?

Ja, genau davon kann ich ein Lied singen... :=o

ein Schauspielkurs in einer größeren Gruppe wo man selber unter Beobachtung und auch die anderen Teilnehmer standardmässig "merkwürdige Dinge" macht.

Sowas in der Richtung hab ich sogar mal gemacht, vor ca. 3 Jahren. War aber wirklich der absolute Horror. Nie wieder. ;-D

Genau liebe Frauen, besonders die Rothaarigen ]:D , gebt fein acht wie ihr euch verhaltet, sonst werdet ihr als Hexe verbrannt

;-D ]:D

@ Cocada:

Klar, dass es in bestimmten Situationen oder Gesellschaften Sinn macht, sich vollkomen anzupassen. Die Beispiele, die du nennst, sind aber wiederum Extremfälle, von denen wir jetzt mal im Normalfall u. in einer modernen Gesellschaft nicht ausgehen. ;-)

f)a'llen_panxgel_73


schon komisch, wie unterschiedlich Menschen bzgl der Meinung anderer über sich ticken.

Also mir ist es einfach schnurzpiep egal, ob mein Style anderen gefällt oder nicht.

Weil ich wohl so "strange" aussehe (allein durch meinen bevorzugten "Schlabberlook" usw- eben immer "Wohlfühl-klamotten") und das tue, was ich gerade brauche: tanzen oder weinen oder lachen- eben auch auf der Straße, nach Lust und Laune.

Wenn mir im Supermarkt gerade ein trauriger Gedanke durch den Kopf schießt, setze ich mich dort auf den Boden und weine, bis mir jemand evtl ein Taschentuch reicht, die meisten ignorieren es aber oder sind verdutzt. ???

Niemals würde ich z.B. unbequeme Sachen anziehen, weil es z.B. einem Mann besser gefallen würde oder es der Anlass vorgibt.

Was mich in sensiblen Phasen schon stört, sind die negativ- abwertenden aggressiven Energiefelder meiner Mitmenschen. Aber damit kann ich auch mitlerweile leben.

2-3 gute Freunde reichen mir. Und die haben mein wahres Wesen erkannt......

Vermute, dass wenn der Fokus auf die Bewertung durch andere bzw. deren Wertschätzung gestellt ist, eine arge Selbstwertproblematik vorliegen muß.

Es würde mir theoretisch auch reichen, wenn nur ich mich mögen würde. Und evlt noch ein Tierchen.

Wenn man für sich selbst "sein bester Freund" ist, fallen solch komische Überlegungen einfach weg, bzw. werden total irrelevant. *wunder* {:(

C.anis&MajLoris9x3


schon komisch, wie unterschiedlich Menschen bzgl der Meinung anderer über sich ticken.

Finde auch manchmal erstaunlich, was es so alles gibt. Aber so ist es halt - jeder trägt seine eigenen Päckchen im Leben.

Vermute, dass wenn der Fokus auf die Bewertung durch andere bzw. deren Wertschätzung gestellt ist, eine arge Selbstwertproblematik vorliegen muß.

So wird es höchstwahrscheinlich auch sein. In meinem Fall kann ich das abermals bestätigen (lässt sich irgendwo ja auch aus meinen Posts ableiten, denke ich).

Es bedarf sicherlich eines hohen Selbstbewusstseins, um einfach immer seinen Gefühlen freien lauf zu lassen und dabei auf die Reaktionen anderer zu pfeifen, oder auch zu sagen: Ach, mir doch egal, was die Frau/der Mann von mir denkt, ich laufe halt in 'nem bequemen Look rum und sie/er hat mich gefälligst so zu akzeptieren, wie ich bin. Ich könnte das mittlerweile gar nicht mehr. Egal, ob auf einem Date oder unterwegs, um Brötchen einzukaufen, ich mache da fast keinen Unterschied mehr: Es muss alles tiptop sein. ;-D

Es würde mir theoretisch auch reichen, wenn nur ich mich mögen würde. Und evlt noch ein Tierchen.

Wenn man für sich selbst "sein bester Freund" ist, fallen solch komische Überlegungen einfach weg, bzw. werden total irrelevant. *wunder* {:(

Das hier beschreibt ungefähr mein Verhalten in der Kindheit. So ungefähr war ich vor etwa 13-14 Jahren und noch bis in die Pubertät hinein. Immer gute Noten in der Schule und alles andere inkl. meines Umfelds war mir scheißegal. Und das habe ich extrem ausgestrahlt, wenn auch nie bewusst herausposaunt. Wirklich gefallen hat das Verhalten jedenfalls niemandem. :=o

fFall!en_2angel_7x3


Hey Canis Maroris!

Wie Recht du hast! Find deinen Tonfall auch nett, weil er nicht abwertend oder so rüberkommt. @:)

Ich bin wohl wirklich irgendwo in einem "Kinder-statium" hängengeblieben, ;-) d.h. mein kurzweiliger Versuch, mich anzupassen oder so, ging schief. Einfach zu anstrengend.

Aber ich find auch, solange man jetzt nicht müffelt oder randaliert oder sonstwer durch meine Person beeinträchtigt wird, kann ich ja einfach "authentisch" sein. Und authentisch war lange, nur "schwarze Klamotten" zu tragen- hab jetzt auch seit ein paar Jahren "Erdtöne" integriert. Hab eben mal in meinen Schrank geguckt. Nichts mit Farbe- nullo. Es würde auch nicht mit meiner Seelen-verfassung korrespondieren....

Also gut schon mal, die Fragestellung des Threads ist ja schon einfach richtungsgebend, was deine persönliche Baustelle betrifft. ":/

Aber evtl bin ich auch schon ganz schön "cränk" irgendwo..... das will ich nicht abstreiten.

Mein Ziel ist es eigentlich, dass es mir irgendwann komplett egal wird, ob man mich liebt oder hasst, also dass ich so unabhängig von der Meinung anderer über mich werde, dass mich Lob und Liebe nicht in emotionale Highs versetzen und Angriffe (auch virtueller Art) mich überhaupt nicht verletzen.

Denn (um ehrlich zu sein) sooo autonom wie gestern dargestellt, fühl ich mich doch nicht immer. Ich merke, dass meine Gefühlszustände durch andere Menschen doch noch ein wenig beeinflussbar sind..... ???

Aber ich könnte mich weder manisch-verpeilt verlieben (das ist einfach ne Art süße "Psychose" für mich, aber schön für die, die das können) noch abgrundtief hassen (weil ich mich bei Angriffen auf meine polarisierende Persönlichkeit immer zuerst frage, WARUM hat der Mensch gerade mit mir ein Problem? was wirret ihm?)....

Also es ist schon so, dass ich mich selbst selten in Frage stelle, im großen und ganzen. Ich bin das, was das Leben aus mir gemacht hat und bin mit mir einverstanden, bzw. ich mag mich einfach. Keine Ahnung, warum das so ist, und warum andere (gerade in Psychiatrien) an dem Punkt "festhängen"......(ist nur ne Beobachtung)...

Liebe Grüße! :)D

haaven'7t_waVitxed


Meiner Ansicht nach sind Menschen, die übermäßig viel Wert auf ihre Außenwirkung legen,

a) wackelig in ihrem Selbstwertgefühl und fühlen sich klein

b) andererseits nehmen sie sich zu wichtig, denn

c) andere denken viel weniger über uns nach als wir selbst. ;-)

Das ist nicht abwertend gemeint, zumal es mir früher selbst so ging.

Dass man sympathisch (gutaussehend sein, klug oder was auch immer) wirken möchte, weil man sich unbewusst Vorteile davon erhofft, ist zum Teil verständlich. Ich-Stärke findet aber dazu Distanz und horcht mehr auf sich selbst.

Meine eigene Erfahrung ist, dass ich, je älter ich werde, desto weniger auf ein positives Echo angewiesen bin. Man kriegt mit im Laufe der Zeit, wie unzuverlässig die Aussagen anderer sind, manchmal auch zweckbezogen, und gibt weniger drauf. Heute sind mir nur noch die Rückmeldungen meiner engsten Mitmenschen wirklich wichtig, aber nicht mal das muss heißen, dass ich mich danach richte.

fPall3ent_angnel_x73


Guter Beitrag, haven t waited! :)=

Tatsache ist eben auch, dass Menschen im Grunde ziemlich opportun und egoman sind.

Und gerade als Frau ist es so, dass es mich in den Jahren (als ich mich noch nicht in der Eremitage vergraben habe,) geradezu ekelig fand, wenn ich merkte, dass der Gute sich verrenkt und in Komplimenten an mich fast selbst übertrifft,

wenn dahinter nur der Gedanke steht, mich ins Bett zu kriegen, (was eh bei mir ein sehr belastetes Thema ist).....

Zum Glück bin ich nie im Service-bereich oder so tätig gewesen, wo man immer ein freundliches Grinsen und nette Worte für die zahlenden Gäste bereithalten muß, auch wenn man innerlich fix und foxi ist. (evtl auch wg "Trinkgeldern"usw)..... ":/

Inkongruenzen von äußerem Verhalten und innerer Verfassung springen mich immer förmlich an.

Ich würde daran kaputtgehen.

Aber jeder tickt halt anders und jedes Menschenkind hat eben andere Belastungsgrenzen, bzw. viele sind mittlerweile auch schon ganz gute Schauspieler geworden- blöd ist einfach, dass ich mit diesem Infrarot-blick ausgestattet bin.... der macht mich langsam fast schon misanthrop! {:(

Lieben Gruß!

Ceani7smMa3joris9x3


@ fallen_angel_73:

Aber ich find auch, solange man jetzt nicht müffelt oder randaliert oder sonstwer durch meine Person beeinträchtigt wird, kann ich ja einfach "authentisch" sein.

Selbstverständlich. :)z

Solange man niemandem schadet, sollte man sich das Leben nach seinen Vorstellungen gestalten können, ohne, dass da jemand reinredet. Auch ich habe heute noch, wie bereits im Eingangspost erwähnt, Bereiche, bei denen mir die Meinung anderer völlig wurst ist. Aber ich hatte eben auch problematische Seiten, die auf derart negatives Feedback gestoßen sind, dass ich irgendwann gesagt habe: Jetzt ist damit Schluss, ich passe mich an.

Ich denke, sowas ist immer abhängig davon, in welchem Umfeld man sich befindet und wie "wertend" dieses Umfeld agiert (mein früheres Umfeld empfand ich z.B. als extrem abwertend gegenüber allem, was auf irgendeine Weise anders ist - vom Klamottenstil bis zum Musikgeschmack). Die Reaktion auf die Wertung wiederum ist dann von der Persönlichkeit abhängig. Ich kenne z.B. einige, denen es ähnlich erging, allerdings war die Reaktion dann die genau gegensätzliche: Aus Protest haben sie versucht, sich noch weiter abzugrenzen.

Mein Ziel ist es eigentlich, dass es mir irgendwann komplett egal wird, ob man mich liebt oder hasst, also dass ich so unabhängig von der Meinung anderer über mich werde, dass mich Lob und Liebe nicht in emotionale Highs versetzen und Angriffe (auch virtueller Art) mich überhaupt nicht verletzen.

Gibt es spezielle Ursachen für dieses Bestreben? @:)

Ich glaube, kaum einem Menschen ist es egal, ob man ihn liebt, oder hasst. Wir sprechen hier von 2 Extremen.

Allerdings kann ich mir sehr gut vorstellen (obwohl ich ein Gefühlsmensch bin), wie frei man sich fühlen muss, wenn man tatsächlich so einen "Egal"-Zustand erreicht.

Also es ist schon so, dass ich mich selbst selten in Frage stelle, im großen und ganzen. Ich bin das, was das Leben aus mir gemacht hat und bin mit mir einverstanden, bzw. ich mag mich einfach.

:)^ :)=

Zum Glück bin ich nie im Service-bereich oder so tätig gewesen, wo man immer ein freundliches Grinsen und nette Worte für die zahlenden Gäste bereithalten muß, auch wenn man innerlich fix und foxi ist. (evtl auch wg "Trinkgeldern"usw)..... ":/

Das könnte ich auch nicht. Trotz (oder gerade wegen?) meiner extremen Eitelkeit und meinem Bestreben nach Anpassung würde das nicht funktionieren. Da ist man ja ständig der Wertung durch andere ausgesetzt.

@ haven't_waited:

Dass man sympathisch (gutaussehend sein, klug oder was auch immer) wirken möchte, weil man sich unbewusst Vorteile davon erhofft, ist zum Teil verständlich.

Es muss nichtmal unbedingt die Suche nach Vorteilen sein, es reicht dafür auch schon die Angst, in irgendeiner Form auf die Schnauze zu fliegen.

Meine eigene Erfahrung ist, dass ich, je älter ich werde, desto weniger auf ein positives Echo angewiesen bin.

Ein Freund, der auch schon älter ist, sagte mir mal, als wir das Thema hatten: "Suche dein Glück nicht in der Bestätigung durch andere Menschen, sondern in dem, was du tust." Eigentlich eine Super-Einstellung. :-)

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