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Wann wieder Therapie möglich?

Tmea[rsA}ndRzaixn hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich würde gern wissen wollen, wie schnell man zwischen den Therapierichtungen wechseln kann. Ich befinde mich gerade in der zweiten Verhaltenstherapie. Ich konnte mir bisher eigentlich auch nie was Tiefenpsychologisches vorstellen, weil ich da bisher nur abgefahrene Therapeuten kennengelernt habe. Ich hoffe natürlich, dass es da auch noch andere gibt. Ich bin ein ziemlicher Kopfmensch und die Konzepte sollten für mich schon irgendwie beweisbar bzw. nachweisbar sein. Von irgendwelchem Hokus Pokus in der Therapie halte ich gar nichts. Und so habe ich die meisten Tiefenpsychologen bisher wahrgenommen. Einer wollte mir gleich nach einem Erstkontakt eine Borderline-PS und eine ängstlich-vermeidende PS zusprechen, das war mir schon sehr suspekt.

So, um jetzt mal zum Punkt zu kommen...Ich komme mit meinem Therapeuten sehr gut zurecht, er hat mir auch schon gut weiter geholfen, jedoch vermute ich, dass ich die Dinge noch mal etwas tiefgründiger bearbeiten muss, um das Grundproblem zu lösen. Deshalb möchte ich nach Abschluss der VT gern was Tiefenpsychologisches in Anspruch nehmen. Jetzt möchte ich gern wissen, wie schnell das geht. Hat man da auch die zwei Jahre Therapiesperre?

Danke euch!

Antworten
TqearsgA$ndRaain


Kann mir die Frage niemand beantworten?

dOabna?ex87


Soweit ich weiß ist die Therapiesperre unabhängig von der Therapieform. An deiner Stelle würde ich da die KRankenkasse anrufen und fragen.

B`rombee0rküchrleixn


Hat man da auch die zwei Jahre Therapiesperre?

Ja man hat eine zweijährige Sperre Aber ;-D

Wenn man den Umweg über eine Klinik macht - also dort stationär ist und eine andere Therapieform anfängt, dann hat man auf empfehlung der Klinik das recht diese ambulant zu ende zu bringen.

q^uack$salbexrei


Hier mal eine andere Meinung. ;-)

Die 2-Jahres-Frist ist in der Form, dass innerhalb von zwei Jahren nach Beendigung einer Psychotherapie keine neue Therapie beantragt werden kann, ein herumspukendes Gerücht. Meines Wissens bezieht sich die "2-Jahres-Frist" rein auf die Gutachterpflicht.
Grundsätzlich ist es so, dass Therapeuten, die bereits eine gewisse Anzahl Therapieanträge im Gutachterverfahren durchgeführt haben, von der Gutachterpflicht bei Kurzzeittherapien befreit werden können, das heißt, sie müssen dann (beim Kurzzeittherapie-Antrag) keinen ausführlichen Bericht mehr schreiben. Allerdings gibt es hier die Einschränkung, dass sie beim Antrag auf eine Kurzzeittherapie für einen Patienten, der vor weniger als zwei Jahren eine Therapie beendet hat, eben doch gutachterpflichtig sind, also einen Bericht anfertigen müssen. Darauf bezieht sich die 2-Jahres-Frist.

Heißt also, dass ein Antrag auch innerhalb der zwei Jahre möglich ist, aber in jedem Fall der Gutachterpflicht unterliegt. Ob die Therapie dann genehmigt wird, ist wieder eine andere Frage und hängt vermutlich auch sehr vom Bericht des Therapeuten ab, wobei gerade eine gut begründete andere Therapieform ein gutes Argument sein dürfte.

(Keine hundertprozentige Garantie für das Geschriebene, aber ich bin mir ziemlich sicher.)

mFinimxia


Kann mir die Frage niemand beantworten?

Nicht wirklich, weil zu viele unterschiedliche Komponenten mit reinspielen können. Also, Hörer in die Hand und Krankenkasse anrufen und ggfls. die Beihilfe (falls du Beamtin bist).

T:ea~rsA!ndRxain


Vielen Dank für eure Antworten :-) Klinik kommt auf gar keinen Fall in Betracht, dafür reicht auch die Schwere der Symptome bei Weitem nicht aus.

@ quacksalberei:

Das habe ich so auch schon gehört. Dass es theoretisch gar keine Therapiesperre gibt. Aber auch alle Therapeuten fragen sofort nach, wann die letzte Therapie beendet wurde und wollen erst nach Ablauf der Frist einen neuen Antrag stellen. So ist zumindest hier die gängige Praxis, die ich da erlebt habe. Aber deine Begründung könnte da ja auch zutreffend sein, weil es dann ja ein erheblicher Mehraufwand wäre.

Hmm, das ist jetzt natürlich nicht so schön, vllt. krieg ich aber durch die VT doch noch eine Besserung hin. Da hab ich jetzt 13 Stunden weg.

dWanae$87


(Keine hundertprozentige Garantie für das Geschriebene, aber ich bin mir ziemlich sicher.)

Kommt halt drauf an ob man mit einer Kurzzeittherapie überhaupt gut bedient wäre, gerade tiefenpsychologisch und ob der Therapeut mit dem man kann, denn schon genug von diesen Anträgen verfasst hat um überhaupt unter die Regelung zu fallen oder?

Wenn man das so macht, dann gibt es nämlich dann hier und da ander Fallstricke bei Verlängerungen und so. Bei mir wurde das deshalb gleich gestrichen und ich hab mich mit dem Therapeuten zusammen mittels dieser ominösen Sitzungen zum Kennenlernen durchgehangelt. Also, davon darf er ja jedes Quartal so und soviele abrechnen, ohne besonder Angabe wer da sitzt, und ein paar davon hat er immer für mich genutzt, bis ich die Wartezeit abgesessen habe.

S_unflVower_x73


Stop! Von der Gutachterpflicht befreit hat NICHTS mit Therapiebewilligung zu tun! Das ist eine Vereinfachung zu Therapeuten, aber auch der gutachtenfreie Antrag bezieht sich auf genehmigungspflichtige Abrechnungsziffern und somit greift IMMER diese Fristenregelung!

Ansonsten:

Bei einem Verfahrenswechsel kann JEDERZEIT bei entsprechender Indikation eine neue Therapie beantragt werden; allerdings NUR mit Guachtenpflicht. D.h. Kurzzeitantrag ohne Gutachten geht nicht, auch nicht, wenn der Therapeut die Befreiiung hat.

Dein Therapeut sollte Dir schriftlich geben, dass auch er den Verfahrenswechsel empfiehlt. Er sollte zudem dokumentieren, wie viele Sitzungen von wie vielen bewilligten in Anspruch genommen wurden und dass eine Beendigung der jetzigen Therapie vor Ausschöpfung der bewilligten Sitzungen daraus resutiert (damit es Dir nicht als Abbruch ausgelegt wird). Du solltest daher OFFEN mit der Krankenkasse sprechen1

Und: Es könnte sinnvoll sein, jetzt nicht mehr alle Sitzungen zu verbrauchen, sondern schnell zu wechseln bzw. zu pausieren. Manche Kassen sehen es nicht so gerne, wenn man noch alles ausschöpft, wenn eigentlich klar ist, dass es nicht mehr zielführend ist. Wobei letztlich immer der Gutachter die Entscheidung trifft, nicht die Krankenkasse selber!

Ein weiterer Ansatzpunkt, um die 2 Jahre Pause im selbern Verfahren/beim selben Therapeuten zu umgehen: Neue Diagnose, die deutlich von der bisherigen abweicht...

S\unflolwerx_73


Bei mir wurde das deshalb gleich gestrichen und ich hab mich mit dem Therapeuten zusammen mittels dieser ominösen Sitzungen zum Kennenlernen durchgehangelt. Also, davon darf er ja jedes Quartal so und soviele abrechnen, ohne besonder Angabe wer da sitzt, und ein paar davon hat er immer für mich genutzt, bis ich die Wartezeit abgesessen habe.

Die ominösen Sitzungen zum Kennenlernen (EBM Nr. 35150) dürfen nicht unendlich und vom selben Therapeuten beim selben Patienten jedes Quartal aufs Neue abgerechnet werden! Es gibt aber die sog. Gesprächsziffern( 23220), wovon pro Quartal 15 Einheiten à 10 Minuten abgrechnet werden dürfen und die nicht genehmigungspflichtig sind. Macht letztlich eine 50 Min.-Sitzung pro Monat. Lassen sich leider nicht alle Therapeuten drauf ein, da diese deutlich schlechter entlohnt werden als reguläre, genehmigungspflichtige Therapiesitzungen.

Suunf<loQwer_73


Hmm, das ist jetzt natürlich nicht so schön, vllt. krieg ich aber durch die VT doch noch eine Besserung hin. Da hab ich jetzt 13 Stunden weg.

13 insgesamt? Da bei VT maximal 80 möglich sind, bist Du mit 13 Sitzungen noch sehr am Anfang und es kann sich so einiges tun. 13 Sitzungen plus Probatorik, das ist fast noch Kennenlernphase.

d|anPae87


Macht letztlich eine 50 Min.-Sitzung pro Monat.

Jup und hin und wieder hat er faktisch für lau gearbeitet, weil meine Kasse so einen Aufstand gemacht hat. Schlagendes Argument, wenn ich noch so im Therpaie streiten könne, könne es it der Suizidalität nicht so wild sein. :=o :=o

TxeartsAnddRaixn


@ Sunflower:

Danke für die Erklärung. Oje, ich hatte mir das etwas leichter vorgestellt. Bin jetzt ziemlich am Zweifeln, was ich machen soll. Ich komme mit meinem Therapeuten sehr gut zurecht, nur gelingt es mir nicht wirklich, meine Denkweise zu ändern, weil sie so sehr verankert ist. Ich hätte schon Bedenken, keinen mir angenehmen Therapeuten zu finden und will jetzt grad nicht so sehr in der Luft hängen und mir wieder einen suchen müssen.

Ich hatte vor zwei Jahren schon mal 25 Stunden VT, jetzt habe ich insgesamt 13 Stunden hinter mir, 25 sind beantragt. Kenne den Therapeuten, hatte die anderen Stunden schon bei ihm.

d?an@ae87


Wie versuchst du denn deine Denkweise zu ändern ud in Bezug auf was??

T1earslAndRqain


Also, ich hab ein ziemliches Selbstwertproblem. Ich habe immer Angst, dass andere mich negativ beurteilen könnten und vor allem halte ich mich für menschlich unterlegen den anderen gegenüber. Wenn irgendwas in der Kommunikation nicht so gut verläuft, ist das sofort die Bestätigung für mich, dass ich es eben nicht kann. Dadurch fühle ich mich oft ziemlich schlecht, grübel lange über die Situationen nach, finde kaum ein Ende. Und dann gibt es auch noch destruktive Verhaltensweisen wie Selbstverletzung und teilweise nichts mehr essen. Langfristig Nähe zuzulassen finde ich ziemlich schwierig, weil ich zu viel Angst habe.

Wie ich versuche das zu ändern...Habe schon EMDR versucht, Autogenes Training, Atemmeditation und einige Sachen angewandt, die ein realistischeres Selbstbild erzeugen sollen. Aber ich komme nicht weiter.

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