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Zuspruch bei Problemen?

NBouivexr hat die Diskussion gestartet


Ich lese viel in den Foren mit, insbesondere im psychologischem Bereich.

Kommt das nur mir so vor das hauptsächlich psychologisch gesunde und gefestigte Menschen zusprechen?

Wenn sich ex Betroffene melden oder andere psychisch labile Menschen die an sich arbeiten, dann höre ich aber solche zuversichtliche Zusprüche so gut wie gar nicht.

Sagt ihr das um den Betroffenen nur was nettes zu sagen?

Antworten
W|ildgk!ater


Hallo Nouver ,

Denke mal bei der Psychologie spielt das Zuhören eine große Rolle, vertrauen schaffen und Anregungen geben. Habe gelesen das man das 80 Stunden so macht und es unter Umständen noch 50 Stunden dazu gibt.

Die Frage ist wie schwer die Depression ist, gleich kluge Sprüche, na ja.

Aber es ist auch schwer einen Termin zu bekommen !!!

Hier kann halt jeder schreiben.

MfG

Cronan)DerZer+stärexr


Es kann auch sein, dass kranke und labile Menschen antworten, und sich so anhören als ob sie gesund sind, wenn sie Zuspruch geben wollen.

Wenn jemand sagt "Ei-ei, das wird schon wieder, nicht die Hoffnung aufgeben", dann nehme ich das persönlich nicht so ernst, weil sich der Eindruck aufdrängt, dass derjeneige einfach keine Ahnung hat wovon geredet wird.

Naja, wer weiß schon, vielleicht komme ich ja auchso rüber, dass es einen depressiven in Wirklichkeit nicht erreicht.

Abgesehen davon fällt es mir schwer zu verstehen was du sagen willst, und was du willst.

PQlüscShbiesxt


Lest euch seinen zuerst verfassten Thread durch, dann dürfte euch klar werden was er meint.

mBin%imixa


Sagt ihr das um den Betroffenen nur was nettes zu sagen?

Nein. Ich schreibe nur das, von dem ich auch überzeugt bin.

Zuspruch finde ich wichtig, gerade weil der/die Betroffene aufgrund der akuten Gefühlslage oft nicht mehr in der Lage ist, die durchaus guten Seiten und Fähigkeiten an sich selbst wahrzunehmen bzw. werden dann positive Eigenschaften ins Gegenteil verkehrt. Die häufigste Begleiterscheinung ist, sich selbst komplett nieder zu machen, sich "wertlos" zu fühlen. Was aber definitiv nicht der Realität entspricht.

Zuspruch kann auch bedeuten zu versuchen, dem Betroffenen aufzuzeigen, dass er mit seiner Problematik nicht allein ist. Für Viele ist das ein Trost und entschärft die Negativ-Gedanken und dieses Isolations-Gefühl.

Und ja, es kommt vor, dass jemand Zuspruch geben will, aber das Problem nicht wirklich durchblickt. Da mögen die gut gemeinten Sätze eher wie vom Kalenderblatt abgelesen wirken.

Ich sehe in dir jedenfalls keinen gestörten Sonderling, dem ich weichgespülte Phrasen anbieten muss, weil bei dir einfach Hopfen und Malz verloren wäre.

das hauptsächlich psychologisch gesunde und gefestigte Menschen zusprechen?

Natürlich werden seelisch stabile Menschen antworten, aber auch solche, die z. B. den Therapieprozess mit allem, was da dran hängt, für sich erfolgreich abgeschlossen haben. Und jene, die zwar selber noch wacklig durch ihr Leben gehen, trotzdem aber einen klaren Blick auf andere haben. Vermutlich strolcht auch mal ein Mitleids-User umher.

dann höre ich aber solche zuversichtliche Zusprüche so gut wie gar nicht.

Was schreiben die denn so?

Nsomuvexr


Ich meine Freds wie u. a. diesem hier:

[[http://www.med1.de/Forum/Beziehungen/715977/]]

Hier schreiben hauptsächlich User positives zu seinen Problemen, die aber größtenteils im Leben stehen.

Zu jedem unselbstbewussten Menschen fallt täglich der Spruch, mach dir kein Kopf was die anderen denken du bist gut wie du bist.

In dem Falle das jemand keine soziale Bindung hat schreiben die Leute immer: Wenn die anderen dich nicht so akzeptieren dann sind die es auch nicht wert deine Freunde zu sein.

Es tut sicher gut Verständnis und Zuspruch zu bekommen, aber ich frage mich in letzter Zeit häufig ob diesselben Personen das immernoch sagen würden wenn sie in der selben Schei**e stecken würden, wenn sie beispielsweise im o. g. Thread keinen stabilen Freundeskreis um sich hätten.

Ob Sie dann immernoch überzeugt wären es gäbe keine Schuld an sich, wenn man sich verstoßen und einsam fühlt.

C@onanD[ewrZerdstätr(er


Es ist das eine wenn man sich an so Gemeinplätzen stört, ich nehme sowas auch wahr und es nervt mich gelegentlich. Ich denke mir gelegentlich wenn jemand sagt:"Du musst dir keine Sorgen machen" - "Doch, 'du hast allen Grund dir Sorgen zu machen, denn du steckst tief drinne, und evtl. gehst du auch dran kaputt".

Ich finde mich aber auch selber dabei Gemeinplätze auszustoßen. Wenn ich Rat erteile über eine hoffnungsvolle Zukunft, ann weil ich das schonmal erlebt hab. Mir ist aber klar, dass jemand in einer Krise evtl. absolut nichts damit anfangen kann, dass es ihm in fünf Jahren evtl. viel, viel besser gehen "könnte". Das liegt aber nicht unbedingt daran, dass ein Gemeinplatz nicht wahr ist. Problem kann die Perspektive sein, die ser Leidende hat. Und er muss eben auch vieles durchleiden. Das ist unumgänglich.

Es wird nicht alles auf einmal rosa. Aber es ist auch nicht rabenschwarze Nacht, die nie mehr aufhellt. Jedenfalls meistens nicht!

mWinimxia


die aber größtenteils im Leben stehen.

Davon gehst du aus, aber du weißt es eben nicht sicher.

mach dir kein Kopf was die anderen denken du bist gut wie du bist.

Im Kern entspricht diese Aussage ja der Wahrheit. Würde sich jeder stets und ständig einen Kopf machen, was andere von einem denken, dann wäre das Chaos perfekt. Aber ja, bezogen auf die tiefergehende Problematik des Users ist diese Aussage ohne weiterreichende Erklärung zwar gut gemeint, aber zu kurz gedacht.

aber ich frage mich in letzter Zeit häufig ob diesselben Personen das immernoch sagen würden

Vermutlich nicht, weil der Blickwinkel ein anderer wäre. Aber das finde ich völlig normal. Sobald man in einer neuen unguten Situation steckt, kommen eben auch Gefühle dazu, die es zuvor so nicht gab. Jemand, der nie eine Grippe hatte, weiß eben nicht, wie scheiße man sich da fühlen kann. Spätens, wenn er selber mal daran erkrankt, wird er wirklich nachfühlen können, wie das ist. Und statt beim nächsten Kranken ein nassforsches "das geht vorüber" dazulassen, besinnt er sich eher auf Ratschläge, die Erleichterung bringen könnten.

Hinzu kommt, nicht jeder hat therapeutische/psychologische Erfahrung oder ein gutes Maß an Menschenkenntnis/Lebenserfahrung, um eine Problematik aus allen Ecken zu beleuchten. Dennoch kann es demjenigen eine Herzensangelegenheit sein, zu versuchen, den Betroffenen mit seinen Möglichkeiten aufzubauen.

Selbst jemand, der versucht, in die Analyse eines Problems zu gehen, kann mit seinen Bemühungen auflaufen, einfach weil der Betroffene in seiner Wahrnehmung sein eigenes Problem nicht ausreichend berücksichtigt sieht. Das ist eine Sache der Erwartungshaltung, des Selbstmitleids und ggfls. übertragener Angriffslust.

Es gibt noch einige Möglichkeiten, warum einer schreibt, was er schreibt. Und was für den einen vielleicht eine Platitüde, ist für den anderen genau der Satz, den er braucht. Freue dich über die Anteilnahme und/oder überlese, womit du nichts anfangen kannst.

Warum beschäftigt dich das? Fühlst du dich oder deine Problematik dadurch abgewertet?

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