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"Gute Depressionen" ? - wem geht es ähnlich?

S{HDavxis hat die Diskussion gestartet


Guten Abend / Morgen zusammen! *:)

Ich denke das hier kann ich wirklich kurz halten. Mir geht es oft so, dass ich mich bewusst in einen "Zustand" versetze, der mich eigentlich traurig macht. Teilweise tut das ganze aber sehr gut - bin ich melancholisch?

Zum Beispiel bin ich ein leidenschaftlicher Wasserpfeifenraucher (seltsames Wort). Abends, wenn dann alle offline sind, oder mein Besuch weg ist, mache ich mir eine gute Shisha und höre laut Musik und denke einfach nur nach. Sehr oft auch an traurige Sachen, den kürzlich vergangenen Tod meines Vaters, mein Liebesleben, meine Gefühlswelt. Solche Dinge. Oft kommen mir dabei auch mal die Tränen und obwohl es mir dabei total mies gehen müsste, genieß ich es eher.

Ja, das wollte ich mir nur mal von der Seele schreiben. Geht es wem ähnlich?

Davis

Antworten
_)Su~rlferxin


Sowas nennt man glaube ich, in Selbstmitleid suhlen.

Mit Depression hat das gar nichts, aber auch rein GAR nichts zu tun.

BCeaut`ifKulFDayx89


Das ist weder ne Depression noch hat das was mit Selbstmitleid (wieso zur Hölle Selbstmitleid? ":/) zu tun... Man befasst sich einfach mit seinen Gefühlen und Emotionen...

WNildkaktexr


Hallo SHDavis,

Das ist ein so weites Feld, was ist noch normal und was nicht ? Einen auf den richtigen Weg bringen, wird auch nicht einfach sein.

Weil die Lebensumstände ändern sich wenn überhaupt langsam.

:)_ *:) :)* :)^

_fSuXrfe9rixn


Das ist weder ne Depression noch hat das was mit Selbstmitleid (wieso zur Hölle Selbstmitleid? ":/) zu tun... Man befasst sich einfach mit seinen Gefühlen und Emotionen...

Das ist Quatsch, was du schreibst.

Wer sein elend genießt, so wie der TE schreibt, der leider nicht, der suhlt sich...

_\Surfe^rin


elend = Elend

leider = leidet

Tastatur wollen nicht so, wie ich will

BgeautifnulDaGy8x9


Jemand der an den Tod seines Vaters zurückdenkt suhlt sich im Selbstmitleid? Ich glaub bei dir hackt es irgendwie ":/ :|N

XGira=ixn


Ich denke nicht dass es depressiv ist.

Du denkst nach und trauerst. Das ist sogar sehr gesund nach lebensändernden Ereignissen.

Du hast dafür ein ritual....aber es beschäftigt und beeinträchtigt dich nicht in deinem leben.

Wenn du danach friedlich schlafen kannst, ist alles in ordnung.

Tzhalixna


Wenn Dein Vater erst vor kurzem gestorben ist, trauerst Du wahrscheinlich ganz normal. Depression ist eine Krankheit,'Trauer ist es nicht. (auch wenn ein Trauernder depressiv werden kann wird nicht jeder Trauernde gleich depressiv)

Du empfindest das als angenehm, und ich denke das bedeutet dass das einfach im Augenblick dran ist. Erst wenn Du merkst dass es Dich belastet solltest Du was unternehmen.

B'eauPtifulmDay8x9


@ Xirain

:)^

T&haMlinxa


Ach ja: Und sich im Selbstmitleid suhlen ist so negativ besetzt, das passt einfach nicht wenn es um Trauer um einen Menschen geht. Und ja, da ist es auch logisch das man auch über andere Dinge so nachdenkt und insgesamt trauriger ist.

Ich habe im Moment eher den Eindruck das jemand der intensiv trauert schnell als nicht leistungsfähig angesehen wird. Und mangelnde Leistungsfähigkeit als Krankheit. Dabei ist Trauer gesund ,und die kann über Jahre dauern!

XDira?ixn


Es gibt gesundes und ungesundes trauern.... wobei auch ungesundes trauern in einem bestimmten zeitraum noch normal ist.

Jeder geht anders mit seiner trauer um.

Wenn ungesundes trauern aber dauerzustand wird. ..dann endet es meist in einer depression....

Ich rede aus erfahrung.

Ich hab mir gewünscht an der stelle der person gestorben zu sein.... hätte das 2 wochen angehalten, wäre es trauer gewesen.

Da es aber ein halbes jahr so blieb, ich immer wieder heulattacken und nervenzusammenbrüche hatte... begann ich eine therapie und wurde mittelgradig depressiv diagnostiziert.

Ich wollte nicht mehr leben...

Der auslöser war der tod der person....aber die Ursachen waren schon sehr viel älter und in meinem denken und meinen verhaltensweisen verankert.

X)iraxin


Es gibt gesundes und ungesundes trauern.... wobei auch ungesundes trauern in einem bestimmten zeitraum noch normal ist.

Jeder geht anders mit seiner trauer um.

Wenn ungesundes trauern aber dauerzustand wird. ..dann endet es meist in einer depression....

Ich rede aus erfahrung.

Ich hab mir gewünscht an der stelle der person gestorben zu sein.... hätte das 2 wochen angehalten, wäre es trauer gewesen.

Da es aber ein halbes jahr so blieb, ich immer wieder heulattacken und nervenzusammenbrüche hatte... begann ich eine therapie und wurde mittelgradig depressiv diagnostiziert.

Ich wollte nicht mehr leben...

Der auslöser war der tod der person....aber die Ursachen waren schon sehr viel älter und in meinem denken und meinen verhaltensweisen verankert.

T/hal'inxa


@ Xirain

Was Du beschreibst habe ich auch miterlebt bei meiner Mutter. Aber was die TE beschreibt sieht mir anders aus, klingt für mich (Vorsicht Laie!) gesund, zumal sie es selbst ja nicht als wirklich schrecklich empfindet. Das ist für mich ausschlaggebend.

SV. @walxlisii


Dass es den Begriff "süßer Schmerz" überhaupt gibt zeigt doch dass Empfinden in der Richtung zumindest nicht die totale Seltenheit darstellt.

Ich kenn das von früher und naja, ich bin auch heute noch ab und an sogar ganz gern melancholisch aber diese extreme hineinfallende/sichselbstreinschubsende Art praktizier ich eher nicht mehr. Denke da fand damals u.a.(*) ordentlich Kompensation statt, wohl aufgrund ner gewissen emotionalen Unfähigkeit auf realerer Ebene. Es ist nicht ganz echt, künstlich und von einer Art Hohlheit wie auch die Emotionen die man z.B. beim Fernsehglotzen haben kann. War halt ein Ventil das natürlich ziemlich unzureichend war und aus gehöriger Verdrängung von Gefühlen resultierte.

(* = emotionale Unfähigkeit/Verdrängung sind sozusagen das Mehl des Brots, da haben sicher noch andere Dinge mit reingespielt die waren aber das Salz, nicht der entscheidende Grund dafür aber sie machen vermutlich den interessanten Geschmack aus)

Das will ich aber nicht als "tu's nicht" übersetzt wissen, ne, ich denke dass da konkreter Bedarf besteht damit sich das als Angewohnheit überhaupt etablieren konnte. Der Bedarf könnte womöglich gesünder ausgelebt werden aber wenn das erstmal nicht geht ist das vllt besser als gar nix, weiß aber nicht genau - und ich weiß natürlich auch eh nicht ob das bei dir nicht vllt was ganz anderes ist als es bei mir war.

Ich hatte jedenfalls bei mir selbst damals schon das Gefühl von Grenzwertigkeit, dass es evtl generell nicht gut sein könnte und dass es ganz sicher nicht gut wär da noch tiefer oder öfter rein zu gehen. Möglicherweise hat dich ein ähnliches Gefühl zu dem Faden bewogen, das wäre nicht schlimm und hieße auch nicht dass du es instant sein lassen solltest. Das würde vllt auch gar keinen Sinn machen, weil wenn das destruktive Züge tragen sollte dann wär's nur die oberste Schicht an Destruktivität die nur eine Reaktion auf mehrere darunterliegenden Destruktivitäten darstellt, quasi auf merkwürdige Weise als fast sinnvoll betrachtet werden könnte. Ich würd allerdings bedenken dass die weitere Nutzung so ist als würdest du als Erwachsener dein 28-Zoll Fahrrad nur mit Stützrädern durch die Gegend fahren. Es einfach sein zu lassen aber keinen anderen Weg zu finden wäre wie auf fahrradfahren gänzlich zu verzichten. Fahrradfahren lernen ist natürlich mühseelig aber halt schon sinnvoll.

Falls die Angewohnheit übrigens öfter mit Rausch zusammenfällt als mit Nüchternheit wäre das Ganze nur die zaghaft schmelzende Spitze eines großen und unbeeindruckt unterirdisch wachsenden Eisbergs.

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