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"Gute Depressionen" ? - wem geht es ähnlich?

N`ouxver


Wie die anderen schon geschrieben haben ist das keine Depression, es ist nur ein Trauerzustand, wie wenn du einen Film schaust der dich emotional sehr berührt und du "mittrauerst".

Depressionen hingegen ist eine krankhafte Veränderung des Denkvermögens in der menschlichen Psyche / Hirn.

Du fühlst nicht mehr emotional schlüssig sondern ungleichmäßig nahezu rational-logisch

Ergo die Krankheit blockiert dein Wesen, dein Fühlen, dein Denken. Wie eine antriebslose, leblose Puppe, orientierungslos an seidenen Fäden...

Nicht umsonst wird Depressionen auch die Krankheit mit den 1000 Gesichtern genannt.

Lieber TE, wenn du eines Tages mal aufwachst dir alles egal ist, du keinen Antrieb mehr spürst, wunderschöne Dinge dir keine echte Freude mehr bereiten, du steif, monoton und abwesend wirst... dann würde ich anfangen mir Sorgen zu machen.

Lieben Gruß

sNchnecjke1x985


Selbst-Triggern kenne ich in erster Linie von Borderlinern. Es gibt also durchaus noch anderer Erklärungen als normale Trauer bzw. Selbstmitleid.

Disclaimer: Ich möchte hier keine Diagnose stellen, sondern einfach einen zusätzlichen Aspekt in die Diskussion einbringen.

k~isixr


Wer sein elend genießt, so wie der TE schreibt, der leider nicht, der suhlt sich...

Das ist so ein Käse.

Auch Leute, die Selbstmitleid haben, "genießen" in ihrer Wahrnehmung ihr Leid nicht! Es ist nur nach Ansicht anderer Leute selbst gewähltes Leid, um Aufmerksamkeit zu bekommen oder Langeweile zu begegnen.

Diesen Begriff "sich im Selbstmitleid suhlen" verwenden eigentlich nur Leute, die höhere Erwartungen an ihr Gegenüber haben und ignorant gegenüber dessen Leid sind.

Es gibt auf der Welt nicht nur Depressionen.

EUhemaaligeyr Nu;tzer (#5q92547x)


Sowas nennt man glaube ich, in Selbstmitleid suhlen.

Mit Depression hat das gar nichts, aber auch rein GAR nichts zu tun.

Was hast du denn für n' Problem? Lass anderen bitte ihre Gedanken und Gefühle, danke.

Du hast natürlich Recht, dass das nichts mit Depression zu tun hat, was der TE beschreibt. Sein Tun aber so "abzuwerten" als "Selbstmitleid", klingt unfassbar verbittert.

S.. waOllixsii


Trauer... so von der Formulierung her geh ich davon aus dass sich die Trauer zur schon bestehenden Gewohnheit dazugesellt hat.

Selbstmitleid und suhlen... Ich finde schon dass man das suhlen kritisch betrachten kann und sollte. Aber halt möglichst wertfrei, v.a. für sich selbst ist das äußerst wichtig. Wer sich das verzeiht und die Hintergründe versucht rauszufinden anstatt sich zu verurteilen, tut sich einen größeren Gefallen als der der das Problem durch bloße Disziplin zu bewältigen sucht. Wie andere als der Jeweilige das sehen ist außerordentlich unwichtig. Manche Betroffenen mögen sogar zu dem Schluss kommen dass das Ganze für sie ok so ist und das ist dann gänzlich deren Sache solange sie einen nicht persönlich involvieren. Und selbst in dem Fall dass man doch involviert wird oder von vornherein ist, wär man gut beraten ganz bei sich selbst zu bleiben und notfalls entsprechende Konsequenzen zu ziehen anstatt sich in Vorwürfigkeit zu ergehen. Nicht weil das politisch korrekt wäre oder sowas sondern weil es für einen selbst das Beste ist.

Wer sich über das Selbstmitleid eines nicht näherstehenden Menschen aufregt und abwertet hat meiner Meinung nach entweder selbst ein uneingestandenes Problem damit oder hat diesbezügliche Machtlosigkeit durch einen selbstmitleidpraktizierenden Näherstehenden erleben müssen und bisher nicht verarbeitet, und das kann natürlich durchaus an die Substanz gehen Selbstmitleidsuhlungen machtlos ansehn zu müssen (es gibt hier bisher aber nun wirklich keinerlei Hinweise darauf dass das Suhlen überhaupt auch nur im geringsten nach außenhin kommuniziert wird. Daneben dass solche Projektionen nicht weniger ergründenswert als Suhlungen sind wär es hier also nicht mal ne sonderlich passende Projektionsfläche).

Und wer sich über ein diesbezügliches Aufregen aufregt oder über die bloße Erwähnung von "suhlen" und "Selbstmitleid", hat möglicherweise auch das Problem sich vergangene oder fortläufige Selbstmitleide oder auch nur das Bedürfnis danach nicht richtig vergeben zu können und sieht im Verurteiler die eigene unterbewusste Verurteilung. Möglicherweise. Nur eine Idee völlig ohne Anspruch auf generelle Richtigkeit. Eine andere etwas abgefahrene Idee wäre z.B. dass Leute so verteidigend reagieren könnte die sozusagen der Co-Abhängige einer Suhlers sind, dürfte öfter mal vorkommen. Auch nur eine Idee! *nochmal beton wegen ziemlichen Gefühl von Glatteis*^^

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