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Das Leben zieht an mir vorbei

a;-p9syxcho hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich habe hier schon viele Threads gestartet, in vielen geantwortet, und bin immer noch nicht weiter.

Bei mir wurde vor Jahren eine Angst - und Panikstörung diagnostiziert, nachdem alle anderen Untersuchungen ergebnislos waren.

Lange habe ich mich gegen AD's gesträubt, doch seit ca. 6 Jahren nehme ich Citalopram 20mg. Irgendwann kam dann die Schilddrüse dazu, dafür gibts L-Thyroxin 100. Für den leicht erhöhten Blutdruck gibts jetzt Candesartan 8mg.

2 Therapien habe ich auch schon hinter mir, wobei die letzte eigentlich schon etwas geholfen hat. Aber das ist jetzt auch schon wieder fast 3 Jahre her.

Immer diese Angst (vor fast allem), innere Unruhe, der morgendliche Schweissausbruch, Schwindel, Derealisation, etc.

Andere gehen in die Oper, Kino, auf Feste, einkaufen.

Wenn ich mich zu sowas hinreissen lasse, stehe ich total unter Spannung, immer auf Ausschau wo der nächste Fluchtweg ist. Ich habe am liebsten meine Ruhe, könnte tagelang nur rumliegen.

So geht es nun Tag für Tag, Jahr für Jahr.

Ich mag nicht mehr !

Soll das so weitergehen ? Wie lange noch ? Ich bin der Meinung, dass es die letzten beiden Jahre wieder schlimmer wurde. Nächste Woche habe ich wieder ein Erstgespräch für eine weitere Therapie... Mal schauen, was die sagen.

So, das musste jetzt mal raus

Antworten
a%-psyxcho


Hat niemand was dazu zu sagen ???

Xjirai!n


Hast du es schonmal mit einem stationären Aufenthalt probiert? Jetzt nicht gleich Psychoklinik ohne Ausgang, sondern eine Tagesklinik oder eine psychosomatische Reha?

a^-psxycho


schon.... aber das wird schlecht gehen mit meinem Job

CNonanDer#Zerstxärxer


Setz mal einen Reiz für irgendeine Veränderung, vielleicht ist es nicht so wichtig wie.

Also die Wohnung umräumen, einen Sport anfangen, Einen Kochkurs machen. Nur noch mit dem Fahrrad zur Arbeit fahrn, jeden Tag eine schwere Aufgabe stellen, z.B. Smalltalk mit einer alten Oma halten.

Man muss ja nicht gleich sein Leben auf den Kopf stellen, aber es gibt viel zu viele Sachen die man im Leben ausprobieren kann, wenn es einen anödet.

Erzähl doch mal was von deinen Hobbies, Träumen und Leidenschaften.

Auch mit Einschränkung kann man etwas sensationelles erleben und aufbauen im Leben.

F:lowerpaowe}r_9x2


Hallo a-psycho,

ich habe/hatte auch Angst-und Panikstörung seit ca. 5 Jahren und bei mir kommt und geht die Phase...mit der Therapie wird es besser und ist dann so gut wie ganz weg, aber sobald eine Veränderung in meinem Leben stattfindet, reagiere ich psychisch sofort drauf und fühle mich wie in einer unrealistischen Welt...hast du schon mal eine Kur gemacht?...ich hätte da auch Interesse dran, aber ich kann es mir im Moment nicht leisten eine Pause in meinem "Berufsleben" einzulegen...Die Frage ist aber auch, ob es einen bestimmten Auslöser für diese Störung gefunden wurde?!...eig sollte da angesetzt werden ":/

a)-ipsxycho


Hi Flowerpower,

nein - bisher war ich nicht in Kur. Grund dafür ist auch mein Beruf. Auslöser ? Ich glaube, es war damals der berufliche Stress in Verbindung mit Alkohol. Aber obs das war.... keine Ahnung.

@ Conan

ja, deine Vorschläge sind nicht schlecht - nur, wenn man aber Angst beim Radfahren hat... es gab mal eine Zeit, da bin ich in den Wald zum fotografieren.

Sonstige Hobbies gibts keine... Sport mache ich täglich, gerade wegen meinem Beruf. (sitzende Tätigkeit)

Den Jakobweg würde ich gerne laufen..

_gSur>ferXin


Ich leide auch an solchen Ängsten und Einschränkungen.

Aber andererseits...Leben verpassen...was heißt schon Leben? Hochgenuß ist auch für viele gesunde Menschen nur die Ausnahme. Und nur weil viele in die Oper gehen und ständig Feste feiern, muß es ihnen bei diesen Unternehmungen nicht immer gut gehen.

Lieber gut gelaunt hinterm Rechner sitzen, als genervt in der Oper. Nur mal so zum Beispiel.

Alles, was du tust ist Leben. Auch wenn du nur so dasitzt.

Und im Grunde verpasst du nichts, du machst nur was anderes. Man kann auch dem ständigen Operngänger und Festefeierer vorhalten, dass er, wenn er so weitermacht, das Internet, wandern und Meditieren verpasst. ;-D

Irgendwas verpassst man immer. *:)

saunsh?inex83


Vor ein paar Jahren dachte ich genauso. Wegen Ängsten hatte ich kaum Leute mit denen ich was unternehmen konnte und dachte mein ganzes Leben ist im Grunde verschwendet.

Geholfen hat mir eine Therapie. Erst stationär, nun bin ich noch in ambulanter Behandlung. Es ist ein langer schwieriger Weg aber es ist nichts unmöglich.

Ich habe es geschafft, unter Leute zu kommen und unternehme viel. Ich hole quasi alles nach. Es ist nie zu spät sich zu verändern. Also mach etwas .

a`-p}sgycho


Hab ich ja vor. Morgen hab ich ein Erstgespräch wegen einer weiteren Therapie.

F+loweArpowexr_92


Also was ich persönlich gelernt habe oder eher gesagt lernen musste, ist zu verstehen, dass die Gesundheit IMMER vorgeht...heißt also, wenn du eine Auszeit vom Arbeiten brauchst für ne Kur oder keine Ahnung, was man noch zur Erholung tun kann, dann nimm dir die Zeit um wieder fit zu werden und um eine positive Veränderung zuzulassen :)*

Wie war das Erstgespräch? :-)

at-pDsycpho


@ Flowerpower

ja, du hast schon Recht... Das Erstgespräch ? Nun, dazu muss man wissen, dass ich mittlerweile 50 jahre alt bin, und als ich meinen "Therapeuten" sah, dachte ich, das könnte mein Sohn sein.....

Er ist höchstens 30 Jahre alt - aus welchem Erfahrungsschatz soll er schöpfen ? Da gehts doch nur nach Schema "F" vom Studium, oder ?

Naja, ich warte jetzt mal die nächsten 4 Sitzungen ab, dann sehe ich weiter.

GrürWteltiexr32


@ a-psycho

Aber arbeitsfähig bist Du ja scheinbar. Suchst Du bei der Arbeit auch nach Fluchtwegen? Da sind doch auch viele Menschen.

Geht es also um das Ungewohnte? Die Arbeit wird zur Routine. Ein Opernbesuch ist etwas außerhalb der Routine. Man müsste zur innerlichen Überzeugung gelangen, dass die Oper auch nur ein Arbeitsplatz ist. Für die Operndarsteller ist die Oper Routine. In der Oper könnten also auch Menschen mit Angststörung arbeiten weil sie jeden Tag hingehen um zu proben.

Im Grunde ist jeder Ort, an den man geht, ein Arbeitsplatz, auch Restaurants und Open Air Konzerte. Weil immer irgendwo jemand sein täglich Brot damit verdient und es eine altgewohnte, beherrschbare Umgebung ist. Was für den Restaurantkoch und den Open Air Gitarristen gilt, gilt automatisch auch für Dich.

Ich bin absoluter psychologischer und medizinischer Laie und persönlich auch gegen Medikamente eingestellt, wo es doch um seelische Heilung geht. Daher versuche ich, von der Seele her einen Vorschlag zu machen weil künstliche Ruhigsteller doch eigentlich keine echte Lösung sind.

Es ist auch gut, dass Dein Arbeitsplatz, der womöglich in Verbindung mit Alkohol Auslöser für Deine Angststörung ist, offenbar von dieser Störung verschont ist. Du bist ja arbeitsfähig. Die Sicherheit die Du bei der Arbeit hast, hast Du überall sonst auch. Es ist überall das gleiche Risiko. Wer zur Arbeit gehen kann, der kommt auch heile in ein Restaurant und wieder zurück, denn es ist dieselbe Wachsamkeit wie bei der Arbeit, die einen schützt und dieselbe Schlampigkeit, wegen der man dann halt Fehler macht. Du hast es offenbar drauf. Dann sei einfach überall so wie bei der Arbeit.

aY-psdycho


Wenn hier im Büro eine Besprechung stattfindet, oder ein Aussentermin ansteht, ists ja genauso mit der Angst und Panik.

Wobei, auf so einem Konzert sind ja meistens mehr als nur 10 Personen, da wirds eng, laut, etc.

Ja, ich such mir meist einen Platz um schnell aus der Situation raus zu können.

Die Arbeit ist aber auch wichtig, sonst hätte ich die letzten Jahre nicht meine Familie ernähren können

Gkürtelt%ier32


@ a-psycho

Naja dann guck doch mal bei Tageslicht Deine Erfolgsquote an. Du schaffst es doch. Du bist immer noch dort angestellt. Wie oft hat sich denn herausgestellt dass Deine Angst gerechtfertigt war? Eben. Irgendwas musst Du also können. Und genauso kannst Du aufs Konzert wie Hunderttausende andere auch.

Ich würde nicht gegen die Angst kämpfen. Angst ist ein guter Ratgeber und normal. Das hat die Natur mit gutem Grund erfunden. Nur wenn die Angst nicht mehr zur Lage passt, nicht mehr angemessen ist, dann wird es ungesund.

Die Erkenntnis Deiner eigenen Einflussmöglichkeit auf die Umwelt muss Dir klar werden. Deine Gestaltungsmacht, Unglück abzuwenden oder darauf richtig reagieren zu können.

Du solltest Dir ein Hobby suchen wo Du etwas erschaffst, was ohne Deine Einwirkung niemals auf der Welt vorhanden wäre. Zum Beispiel ein Baumarkt-Projekt, etwas renovieren, ein altes Auto flott machen, eine Webseite selber bauen, irgendeinen Rekord anpeilen, z.B. als Sportschütze.

Da beweist Du dir dann nicht nr bei der Arbeit, dass nicht Du der Spielball Deiner Umgebung bist, sondern dass Deine Umgebung auch DEIN Spielball ist, die DU formst und beeinflusst, also keine Angst haben musst, bzw. Angst in einem normalen gesunden Maß.

Keine Angst haben ist genauso gefährlich wie zuviel Angst haben. Es ist normal dass einem mal die Muffe geht. Aber keine Dauerpanik wegen Kleinigkeiten.

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