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Fehlende Geborgenheit

Faadxen hat die Diskussion gestartet


Hallo :)

Mich lässt ein Traum der letzten Nacht nicht in ruhe. Ich muss euch davon erzählen weil es mich so sehr traurig macht

Kurz zur Vorgeschichte:

Meine damals alleinerziehende Mutter ist Alkoholabhängig, seit ich auf der Welt bin (oder noch länger) und hat mir einige Traumata beschert.

Ich bin mit 14 von zu hause abgehauen und hab bei Freunden gewohnt.

Liebe gab es bei mir und meinen beiden Schwetsern nicht.

Nun zum Traum- Kurzfassung:

Ich bin dort noch ein Kind und das Jugendamt steckt mich in eine Pflegefamilie. Ich freue mich. Ich fühle mich dort aufgehoben und geliebt. Ich provoziere dort Situationen, um Umarmungen oder so zu bekommen. Ich bin dort sehr glücklich und erlebe ein Gefühl von Geborgenheit.

Ich wache auf und bin total verwirrt. Geborgenheit. Nie erlebt. Jedenfalls nicht von meiner Familie. Ich will wieder einschlafen, das Gefühl für immer festhalten.

Dann tiefe Traurigkeit. Es war nur ein Traum, das Gefühl verschwindet. Ich liege da und kämpfe mit aller Macht gegen die Tränen an, will nur noch schlafen...

Bin tief enttäuscht....

Jetzt ist es so, ich bin nur noch traurig. Ich kämpfe aber dagegen an, weil ich nicht in ein Loch fallen möchte.

Ich weiß nicht, was ich hiermit erreichen will. Vielleicht wollte ich es nur niederschreiben... Ich hab erst nächste Woche wieder Therapie.....

Antworten
W^ildkaAtxer


Hallo Faden ,

:°( ja das Leben ist kein Ponyhof, jedenfalls nicht für alle. Du musst versuchen aus deinem Leben das Beste zu machen.

Vielleicht auch professionelle Hilfe suchen, hört sich schlimmer an wie es ist. Nur Termine gibt es schlecht !!!

Mir hilft oft auch nur Druck den ich mir selber mache, es besteht ein Unterschied zur Arbeit (das muss und wird gemacht) und das was aufschieben kann.

Zu meinen Enkelkindern bin ich nett und die mögen den alten Kautz.

Ohne Familie hätte ich es schwer !!!

MfG *:) :)* :)^

F`adexn


Hey

Ich mache schon Therapie. Leider nur alle 3-4 Wochen, bis die KK mehr bewilligt.

W>ild#katxer


Hallo Faden,

Das ist schon ein schwieriges Feld, so wie früher 10 Stunden arbeiten gehen und dann noch 5 Stunden am Haus werkeln.

Alles Vergangenheit !!!

Wünsch dir was *:) :)* @:) :)^

BWonWnie: Benn~etxt


Versuche doch aus deinem Traum folgendes Positives zu ziehen:

Du bist jetzt erwachsen und kannst dem Kind, deinem inneren Kind, die Geborgenheit geben, die es sich so sehr erseht (hat).

Du hast es doch im Traum ganz klar gespürt nicht wahr? :)

Du bist jetzt die Familie im Traum!

Du warst so lange alleine und traurig, hast so viele Tränen geweint. Verbünde dich mit deinem inneren Kind, nimm es in den Arm, nimm es an die Hand.

Was mochtest du gerne als Kind?

Was hättest du gerne von deinen Eltern gehabt?

Manchmal wenn es mir nicht gut geht, kuschel ich mich warm auf der Couch ein mit Kaba und schau mir Pumuckl an und kümmer mich um mein inneres Kind ;-)

Googel mal nach den Blogs von Ronald Engert, die haben mir auch sehr geholfen!

Alles Liebe!

F'adEen


Hey :)

Ich versuche mich seit längerem mit der Thematik auseinader zu setzen. Ich habe mir auch diesbezügl. ein Buch gekauft. Jedoch merke ich, wie ich dieses Thema gerne meiden würde. ":/

Ich denke, ich fühle mich damit einfach überfordert. :-(

Wobei: Jeden Abend höre ich Pumuckl zum einschlafen. x:) :-D

X5iraixn


Warum auch nicht?

Ich höre auch Hörbücher zum Einschlafen :)

Ne Zeit lang auch solche Sachen wie Pumuckel.

Es gab mir Geborgenheit und das Gefühl wieder sicher zu sein wie als kleines Kind.

Wenn es dir hilft, warum nicht?

FxadPen


Es gibt mir etwas Sicherheit, ja. Ich schrecke trotzdem jede Nacht 1-2 Mal hoch. Selbst wenn mein Freund dabei ist....

Aber Pumuckl ist ein Muss :)

SK. wayllisii


hey also ich würde das an deiner Stelle positiv sehen. Klar ist's natürlich schmerzhaft in dem Momant aber das ist gut und heilsam. Dass du überhaupt zu der Trauer diese Geborgenheit nie gehabt zu haben solchen Zugang hast zeigt eindeutig dass du schon nimmer ganz am Anfang der Verarbeitung stehst.

Jetzt ist es so, ich bin nur noch traurig. Ich kämpfe aber dagegen an, weil ich nicht in ein Loch fallen möchte.

nimm's wie's kommt würd ich sagen, aber wenn du meinst du musst es wegschieben kannst du das schon auch machen, grad im Hinblick darauf dass man ja funktionieren muss um den Alltag hinzukriegen bleibt einem manchmal gar nichts anderes. Aber gib der Trauer schon auch ihren Raum wenn's geht, sie ist ok und natürlich und wird dich auch nicht ewig begleiten. Und wie's schon geschrieben wurde, versuch dir diese Sehnsucht nach Geborgenheit immer mehr selbst zu stillen, da wirst du jetzt immer mehr dazu in der Lage sein.

Verbünde dich mit deinem inneren Kind, nimm es in den Arm, nimm es an die Hand.

Bei solchen Vorstellungen hab ich auch schon Rotz und Wasser geheult^^ Ob man's auf die Art mit dem inneren Kind macht oder sich anders Geborgenheit vermittelt.. muss jeder für sich rausfinden was genau den Nerv trifft und wirkt. Anfangs ist's halt ziemliche Überwindung überhaupt auch nur zu versuchen sich selbst Geborgenheit zu geben weil ein früher erlebter Mangel wohl vermutlich auch leider immer den Glaubensatz installiert dass man es auch gar nicht verdient hat, aber das geht weg indem man es einerseits einfach trotzdem tut und andererseits sich um seinen lädierten Selbstwert kümmert.

C0onanDxerZecrstärexr


Ist doch schön, dass du deine Bedürfnisse so wahrnimmst.

Vielleicht kannst du ja mal jemandem Geborgenheit geben. Du wirst dazu in der Lage sein, weil du dir genau vorstellen kannst warum man es braucht, und was es ist.

Den Mangel und die Kälte und Härte spürt jeder irgendwann, in der Familie, in der Schule, an der Arbeit, in der Natur, beim Tod.

Das sind Realitäten, auch wenn wir uns auf den Kopf stellen. Und das Millionen Erwachsene/Eltern selber Bedprftig oder Verstümmelt sind ist auch nichts neues und wird auch immer so sein.

S!imaone86x3


Liebe Faden, ich stimme meinen Vorrednern zu: weiter so! Zusätzlich möchte ich dir empfehlen, zu Selbsthilfegruppen zu gehen. Schau mal bei hier: [[http://www.coda-deutschland.de/]]. In solchen Gruppen kann man Geborgenheit finden. Und der Austausch mit anderen Betroffenen hilft auch sehr. Alles Gute dir, Simone

Rxye


Ein Teil vom Fädchen ist noch ein Kind. Das Pumuckel liebt und Geborgenheit sucht. Oh, das kenne ich so gut! Alles was hier geschrieben wurde, ist gut und kann helfen. Vor allem finde ich aber auch die Idee der Selbsthilfegruppe sehr bedenkenswert. Hast du in der Therapie noch keine empfohlen bekommen?

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