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Seit Jahren psychische Probleme und keine Zukunft in Sicht??!!

Fjlow2e}rpoweLr_92 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen :)

Erstmal vorweg sorry für den langen Text.

Seit ich 8 bin leide ich an einer Phobie und war mit 14 in einer Psychiatrie, weil ich nicht mehr gegessen habe und laut Arzt kurz vorm "Tschüss" sagen war...leider wurde ich dort falsch behandelt, weil die mir und meinen Eltern nicht glaubten und wurde dann nach 9 Wochen Aufenthalt von meinen Eltern wieder rausgeholt und hatte ein Jahr später ambulante Therapie.

Auf dem Wirtschaftsgymnasium angekommen, ging es mir wieder psychisch schlecht wegen meiner Phobie und hatte nun auch Angstzustände und Panikattacken...habe wieder extrem abgenommen und musste ein Jahr aussetzen, da es mir gesundheitlich sehr schlecht ging...hatte dann wieder Therapie und nach einer Weile ging es mir wieder besser und ich konnte wieder zur Schule...habe mein Abitur geschafft und habe dann eine Ausbildung angefangen und musste eine Zeit lang bei meiner Cousine wohnen, da ich keine Wohnung bekommen habe...3 Monate später fing es wieder an, dass ich schlecht essen konnte und nur Übelkeit hatte, Angst- und Panikattacken, sodass ich mich nur noch krankschreiben lassen habe für über nen halbes Jahr und somit folgte dann auch ein Aufhebungsvertrag...habe dann ein Studium angefangen und bin wieder umgezogen...endlich war ich da angekommen, wo ich immer sein wollte...ich wollte immer studieren und wie sollte es anders kommen...man reißt sich den Arsch auf und kriegt nur Arschtritte und leider ging das so weit, dass ich mein Studium nach 2 Semestern leider abgebrochen habe, weil mir der Boden unter den Füßen weggerissen wurde...habe natürlich vor der Exmatrikulation eine Zusage für ne Ausbildung bekommen und jetzt bin ich mittendrin und fast 23 und habe nichts und bin wieder total depressiv und unzufrieden mit meinem Betrieb und überhaupt mit allem...ich bereue es, mein Studium abgebrochen zu haben (obwohl es zu dem Zeitpunkt nicht anders ging) und würde am liebsten wieder zurück zu meinem Studium...ich habe im Moment auch Therapie, aber die Zeit reicht im Moment nicht aus, um alles zu besprechen, weil es mir von Tag zu Tag nur schlechter geht und ich nicht mehr weiß, was ich noch machen soll...meine Therapeutin meinte, ich hätte mich nicht gleich wieder in eine Ausbildung stürzen sollen, sondern mal ne Pause einlegen sollen...jedoch brauche ich ja irgendwie Geld und den Beruf, den ich lerne, ist eigentlich gut bezahlt, aber ich krieg fast die Hälfte weniger, die ich während meines Studium (Studienkredit) zur Verfügung hatte...von dem Geld, was ich jetzt verdiene, kann ich mir noch nicht mal meine Wohnung finanzieren...ein Glück zahlen meine Eltern mir diese, aber ich wollte in meiner Karriere immer viel erreichen und jetzt steh ich da mit fast 23 und habe nichts...kein Geld und BAB werde ich auch fast nichts kommen, wenn überhaupt und der Betrieb, wo ich gerade bin, bildet mich voll scheiße aus...da ich schon mal in einer Ausbildung war und ich vergleichen kann (fast der selbe Bereich), kann ich sehen, dass der Betrieb kein Plan hat...ich mag morgens nicht mehr aufstehen und könnte nur heulen...habe mich schon bei nem anderen Betrieb beworben und dennoch mag ich einfach nicht mehr und habe eh schon meine berufliche Karriere versaut...

und mit meinen Eltern möchte ich nicht so sehr über meine Depressionen reden, weil ich sie nicht schon wieder enttäuschen will...würde am liebsten kündigen und mein leben irgendwie genießen...ich habe das Gefühl, dass ich nur lebe um zu arbeiten und da ich eine Fernbeziehung führe und ich meinen Freund nur alle 2-4 Monate sehen kann, bleibt nie Zeit die Zeit mit ihm zu genießen, weil ich nur arbeiten muss und der Tag dann eh rum ist...mein ganzes Leben bestand bis jetzt nur aus lernen und abbrechen und wieder lernen und wieder abbrechen und zwischendurch Therapie...ich kann mein Leben nicht genießen und fühle mich einfach nur schlecht...

Hat einer einen Rat?...ich habe erst wieder in 2 Wochen Therapie und weiß im Moment einfach nicht, was ich tun kann :°(

Antworten
N7ouvexr


Hallo FlowerPower,

ich denke du hast dir deine "Karierre" noch nicht versaut, da sie im Prinzip auch nie anfing.

Klar du hast einige Sachen abgebrochen aber nicht aus Blödheit oder Naivität sondern aus Verzweiflung und psychischen Problemen, das sind einfach zwei paar Schuhe. Ich kenne deine Sorge davor, das es weite Kreise ziehen könnte wenn du beruflich angibst du bist / warst psychisch labil... auch ich scheue mich davor in meinem Beruf offen dazu zu stehen eben weil ich fürchte das käme zum Verhängnis.

In deinem Falle aber würde ich aber ehrlich bleiben und dazu offen stehen das du Probleme hattest.

Wichtiger aber finde ich das deine aktuelle psychische Lage wieder unter Kontrolle bekommst, wenn du jetzt dabei bleibst dich beruflich zusätzlich schlecht zu machen und zu belasten dann wird das eher nach hinten los gehen.

ein Glück zahlen meine Eltern mir diese, aber ich wollte in meiner Karriere immer viel erreichen und jetzt steh ich da mit fast 23 und habe nichts...

Du hast nichts? Du bist erst / fast 23, du bist frisch aus dem pubertärem Alter raus, du hast noch ganz ganz viel vor dir.

Du hast Abitur und bereits diverese Erfahrungen (Ausbildung, Studium) die dir zu gute Kommen.

Auch wenn es dir nicht leicht fallen wird, nehme dir das beste aus der Vergangenheit mit wenn du dein Leben neu aufrollen magst.

Mal davon abgesehen leben die meisten jungen Menschen von uns im Schnitt heutzutage bis zum 24. Lebensjahr zu Hause bei Mama und Papa. Da fallst du dann mit deinen fast 23 kaum aus dem Raster. Vielleicht wäre es gut das du eher anfangst Hilfe anzunehmen Du bekommst das Geld weil du dich aktuell selbst nicht versorgen kannst, und nicht weil dir deine Eltern alles recht machen wollen.

Und Karriere macht man heute wenn die Faktoren stimmen, dazu brauchts aber eine gefestige Persönlichkeit, die du momentan durch deine Psyche nicht hast, dazu braucht es wissen / Kompetenz die du dir mangels Willenskraft und Psyche nicht aneignen kannst, dazu braucht es auch den klaren Fokus in die Zukunft, den du wegen deinem psychischem Chaos derzeit nicht hast.

***

Mal abgesehen davon find ich ist dein Text etwas wirr erfasst, erst sagst du hast eine Phobie (Wenn ja welche ist das?) und am Ende meinst du du hast Depressionen. Das sind aber 2 ganz ordentliche paar Schuhe...

Wer weiß aus deinem Umfeld von deiner psychischen Lage? Es scheint so als ob du vorallem eine Person nicht enttäuschen willst und das bist DU

Ist dir im klaren das du Hilfe brauchst? Kannst du zu deiner Krankheit überhaupt stehen?

Liebe Grüße Nouver

H$ambuRrg19x93


Mach dir das Leben nicht schwer, denk daran wie es denen geht die kein Recht auf Bildung oder Arbeit haben. Du bist 23, die Welt steht dir für alles offen! Studieren kannst du auch mit 30 und Geld ist nicht alles. Mach das was du liebst und folge deinem Herzen. Denn Leben tut man nur einmal! @:)

Ftlowerp\ower_9x2


Danke für eure Antworten :)

Nun ja also es weiß jeder von meinen Problemen und ich habe Emetophobie und dadurch hat sich dann auch die depression entwickelt...in meinem leben gibt es so viele sachen, wo ich mir dann auf einmal nicht mehr sicher bin, ob ich dies oder jenes noch machen will, obwohl ich mir vorher zu 100% sicher war...ich habe angst, dass ich irgendwann da stehe mit nichts und ich bin eig ein mensch, der immer alles geben will um das zu erreichen, was ich möchte und wenn ich mir den arsch aufreiße, krieg ich immer nur arschtritte...da meine eltern mir schon oft geholfen haben und auch schon viel mit mir mitmachen mussten, möchte ich ihnen nicht schon wieder sorgen bereiten, da sie selber ein leben haben und ich ihnen nicht noch mehr zur last fallen möchte...

und während meiner depressionen ist mir immer alles egal :-( ...mir wäre es jetzt auch egal, wenn mein freund zb. schluss machen würde und ich fühl mich damit voll schlecht...

ich fühle mich so als hätte ich kein leben mehr...nur arbeiten und abends hab ich nie zeit für mich, weil ich auch noch eine fernbeziehung habe und wir nur schreiben können, wenn ich nicht arbeite...dann würde ich auch gerne noch lernen, was ich nicht kann, da ich nach arbeit so tot bin und ich ja mit meinem freund schreiben muss...im moment fällt so die decke auf den kopf ":/

s|c^hneckRe198x5


Depressionen sind kacke :(v :°_

Und ich weiß, wie schwer für den Betroffenen der Balanceakt in der akuten Situation fällt... "Bin ich nur faul, oder bin ich krank und kann nicht anders??" Fragen, die zerfleischen...

Mir persönlich hat eine Auszeit, ein radikaler Bruch mit dem Alltag (wo ich immer dachte: "Das kann ich doch nicht tun, da führt doch kein anderer Weg dran vorbei") geholfen. Sozusagen das Loslassen des Ichs, ein radikaler Schnitt mit dem alten Ich. Habe mein Studium abgebrochen, alle alten Ziele losgelassen und gemerkt: "Hui, die Menschen mögen mich trotzdem noch, obwohl ich ein Loser bin!"

Will heißen: Gerade in der Depression kann man nichts erzwingen. Je länger ich gegen Mauern gerannt bin, desto weniger gab der Widerstand nach, desto weniger kam ich voran.

Das ist nur meine ganz persönliche Taktik (!): Bei mir führte der Ausstieg aus der Depression über einen Mix aus "nachgeben" und Herausforderung. Ich persönlich konnte gegen Glasmauern gewaltsam und gewollt so lange anrennen, wie man es sich nur vorstellen kann - es brachte keine Erfolge. Erst mit dem Prozess des Loslassens, des Abstand-Nehmens haben sich viele Probleme plötzlich von alleine gelöst.

Was ich wichtig finde: Nicht alleine in dieser Situation zu sein. Das kann über ärztliche / psychologische Begleitung sein, über den Austausch im Internet, über Hobbies und und und.

Natürlich hat auch meine Verhaltenstherapie und die richtige Medikation bei diesem Ausstieg geholfen, sowie meine große Liebe, die mir die Zeit zum Spinnen und Wachsen gab.

Will heißen: Der Weg aus der Depression, aus den Problemen ist mitunter mit ganz großen Brüchen im Lebenslauf und im Hier und Jetzt verbunden. Auch mit der Aufgabe von Selbst-Bildern und den Erwartungen des Aussens. Das ist scheißschwer, es tut unendlich weh, aber dieses Vakuum füllt sich so unerwartet schnell wieder....

Nimm dir eine Auszeit, brich aus, kümmere dich um dich (und nur um dich alleine), finde dich neu, nimm alle Therapien mit, die dir sinnvoll erscheinen. Du bist noch so jung und hast noch so viel Lebenszeit vor dir. :)* :)_ Es findet sich immer ein Weg - auch unabhängig vom Mainstream-Lebensentwurf - die Hauptsache ist, dass du klar kommst, dass es dir gut geht - langfristig, auf viele Lebensjahrzehnte. Alles wird sich finden. :)* :)_ :)z

t5sunbamix_xe


2 OT Beiträge und einmal Bezug darauf gelöscht.

FIlozwerpoywer_x92


@ schnecke

für mich ist es schwierig, dass mein freund immer meine launen sozusagen abkriegt und er auch "mitleidet"...ich explodiere in sekunden unf er kriegt alles ab, was mich beschäftigt und dann könnte ich wieder nur heuln und das nervt einfach so...ich habe das gefühl, dass mein ganzes leben eingeschränkt ist und ich nie glücklich sein kann :-(

dazu kommt, dass ich so viele pläne und wünsche habe, die ich einfach nicht umsetzen kann, weil bestimmte voraussetzungen nicht gegeben sind und das belastet mich sehr...leider hat das jetzt ewig gedauert bis ich endlich meine therapie anfangen konnte wegen der krankenkasse und ich habe der therapeutin so viel zu erzählen und die zeit reicht irgendwie nie aus :(v

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