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Wenn Psychopharmaka nicht helfen

t)winsxtar hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich habe bereits an anderer Stelle geschrieben, dass ich an chronischer Erschöpfung und anderen depressionstypischen Symptomen leide (Vergesslichkeit etc).

Ein psychischer Grund ist höchstwahrscheinlich, da körperlich nichts gefunden werden konnte. (Ja, ich habe die unüblichen Erkrankungen ebenfalls kontrollieren lassen und mich nicht auf die Aussage eines einzelnen Arztes verlassen).

Ich habe nun ein paar Medikamente vom Psychiater durch (SSRI, SSRNI, trizyklisches Antidepressivum, Neuroleptikum) (ich kenne die genauen Unterschiede nicht) und keines hat eine Wirkung gezeigt. Sie wurden jeweils längerfristig in unterschiedlichen Dosierungen getestet.

Mich interessiert nun, ob man daraus irgendeine Schlussfolgerung auf die Art meiner Erkrankung ziehen kann. Bedeutet das, dass meine Symptome komplett eingebildet sind (weil im Kopf ja anscheinend rein chemisch gesehen alles bestens ist)?

Antworten
STilber&mon5dauge


Wie sind deine Schilddrüsenwerte ?

SLilVber`mocndauge


Wie sind deine Schilddrüsenwerte ?

ttwinqstar


Habe ich jetzt grad nicht zur Hand. Ich habe sie mir früher aber immer mitgeben lassen und ich bin so eingestellt, dass der TSH ungefähr bei 1 liegt und T3 und T4 passen. Da ich gehört habe, dass sich manch einer erst bei TSH Werten unter 1,0 besser fühlt habe ich auch schon eine höhere Dosis des L-Thyroxins genommen, ohne dass sich mein Befinden geändert hat. Ich kann mir also kaum vorstellen, dass es von der Schildddrüse kommt.

Pe,sch?biesxt


Geht mir genauso, wie dir.

Psychopharmaka wirken bei mir leider nicht.

Blutwerte sind alle okay, oder eben an der Grenze.

tmwinsxtar


Geht mir genauso, wie dir.

Psychopharmaka wirken bei mir leider nicht.

Blutwerte sind alle okay, oder eben an der Grenze.

Ich kann einfach nicht verstehen, warum uns niemand helfen kann. Ok klar, die Psychotherapie kommt noch. Aber nach so vielen Fehlschlägen bin ich auch da skeptisch. Eingebildete Müdigkeit . . . so ein bescheuertes Leiden :(v

FCrau EyrdWmän nchexn


Wurde auch der Schlaf untersucht, speziell, ob es nächtliche Atemaussetzer gibt? Könnte vielleicht eine Ursache der Erschöpfung und Müdigkeit sein.

tLwinsdtar


Wurde auch der Schlaf untersucht, speziell, ob es nächtliche Atemaussetzer gibt? Könnte vielleicht eine Ursache der Erschöpfung und Müdigkeit sein.

Ja, mehrfach sogar. Mein Schlaf ist in vielerlei Hinsicht zwar nicht optimal, aber er kann laut mehrerer Fachärzte als Ursache ausgeschlossen werden.

dre7vnixc


Wurde ADHS getestet bzw ausgeschlossen?

Ich selber habe ADHS und bei mir wirken Psychopharmaka auch nicht (bzw paradox)

Möglicherweise wäre das ein Ansatz....

Alles Gute @:)

fuooty


Ich kenne mich jetzt nicht perfekt aus, aber bei den AD's die du aufgezählt hast fehlt glaube ich eine Wirkstoffklasse die bei Dir noch nicht versucht worden ist und zwar Dopamin-Wideraufnahmehemmer. Bei mir hat es fast 10 Jahre gedauert, bis man das Medikament gefunden hat, was wirklich "klick" macht und wirkt, es heißt Elontril und wird in Deutschland recht wenig verschrieben (wohl teuer) ist aber in den USA das verbreiteste AD. Der tolle Nebeneffekt ist, dass es auch keine Nebenwirkungen im sexuellen Bereich hat, mit den anderen AD's war ich quasi impotent und fast nicht mehr in der Lage einen Orgasmus zu erreichen. Das drückte zusätzlich aufs Gemüt (neben der ausbleibenden, erwünschten Wirkung).

tjwi3nYsatar


Wurde ADHS getestet bzw ausgeschlossen?

Ich selber habe ADHS und bei mir wirken Psychopharmaka auch nicht (bzw paradox)

Möglicherweise wäre das ein Ansatz....

Alles Gute @:)

Danke

Getestet wurde es zwar nicht, aber von den Symptomen her passt es wohl nicht. Auch war ich nicht verhaltensaufällig als Kind.

Ich kenne mich jetzt nicht perfekt aus, aber bei den AD's die du aufgezählt hast fehlt glaube ich eine Wirkstoffklasse die bei Dir noch nicht versucht worden ist und zwar Dopamin-Wideraufnahmehemmer. Bei mir hat es fast 10 Jahre gedauert, bis man das Medikament gefunden hat, was wirklich "klick" macht und wirkt, es heißt Elontril und wird in Deutschland recht wenig verschrieben (wohl teuer) ist aber in den USA das verbreiteste AD. Der tolle Nebeneffekt ist, dass es auch keine Nebenwirkungen im sexuellen Bereich hat, mit den anderen AD's war ich quasi impotent und fast nicht mehr in der Lage einen Orgasmus zu erreichen. Das drückte zusätzlich aufs Gemüt (neben der ausbleibenden, erwünschten Wirkung).

Okay danke dir. Ich werde meinen Psychiater mal darauf ansprechen

dYe>vnixc


von den Symptomen her passt es wohl nicht. Auch war ich nicht verhaltensaufällig als Kind.

Ich auch nicht ;-) es wurde bei mir erst im Erwachsenenalter diagnostiziert, nachdem ich wegen vermeintlichen Depressionen mit diversen Antidepressiva behandelt wurde, welche jedoch nicht wirkten.

Der Dopaminstoffwechsel ist übrigens bei Menschen mit ADHS (unter Anderem) auch nicht in Ordnung.

Dies aber nur zur Info, denn ich möchte dir nichts "einreden"....

Alles Gute @:)

CLonanDeriZerstxärer


Wie kommst du zu so einem Schluss, dass in deinem Kopf garantiert rein chemisch alles OK sein soll, weil die Ärzte nichts finden.

Erstensmal sind das nur irgendwelche normalen Ärzte, die haben begrenzte Mittel, und wenn es ein Team von fünf von den besten Leute ihres Fachs wäre, dann gäbe es sicher noch tausende Störungen die man nach jetzigem Wissensstand nicht erkennen oder behandeln könnte.

Also ich fürchte du musst die Sache weiterverfolgen, dich selber bilden in der Sache, vielleicht kommt irgendwann nochmal ein Indiz auf, dass dich oder einen Arzt in die richtige Richtung führt.

Es gibt auch viele Störungen, wo es aktuell keine helfenden Medikamente dagegen gibt, und es gibt sicher viele Störungen wo niemals ein Medikament oder eine Therapie existieren wird... Das muss uns ja wohl klar sein.

Aber es kann ja gut sein, dass man bei dir noch weiterkommt.

tuwinsxtar


Ich auch nicht ;-) es wurde bei mir erst im Erwachsenenalter diagnostiziert, nachdem ich wegen vermeintlichen Depressionen mit diversen Antidepressiva behandelt wurde, welche jedoch nicht wirkten.

Der Dopaminstoffwechsel ist übrigens bei Menschen mit ADHS (unter Anderem) auch nicht in Ordnung.

Dies aber nur zur Info, denn ich möchte dir nichts "einreden"....

Alles Gute @:)

Nein, keine Sorge was das einreden betrifft. Und das ADHS hat sich bei dir durch depressionstypische Symptome geäußert?

Wie diagnostiziert man sowas dann?

Wie kommst du zu so einem Schluss, dass in deinem Kopf garantiert rein chemisch alles OK sein soll, weil die Ärzte nichts finden.

Erstensmal sind das nur irgendwelche normalen Ärzte, die haben begrenzte Mittel, und wenn es ein Team von fünf von den besten Leute ihres Fachs wäre, dann gäbe es sicher noch tausende Störungen die man nach jetzigem Wissensstand nicht erkennen oder behandeln könnte.

Also ich fürchte du musst die Sache weiterverfolgen, dich selber bilden in der Sache, vielleicht kommt irgendwann nochmal ein Indiz auf, dass dich oder einen Arzt in die richtige Richtung führt.

Es gibt auch viele Störungen, wo es aktuell keine helfenden Medikamente dagegen gibt, und es gibt sicher viele Störungen wo niemals ein Medikament oder eine Therapie existieren wird... Das muss uns ja wohl klar sein.

Aber es kann ja gut sein, dass man bei dir noch weiterkommt.

Also wenn zig Ärzte=Experten nichts finden wie soll ich mich dann in einer Weise bilden, dass ich etwas finden kann? Die Ärzte werden es wohl immer besser wissen. Und klar, es kann natürlich eine Erkrankung sein, die wir noch nicht kennen. Aber was soll ich dann tun? Mich auf diese Idee zu konzentrieren bringt mich ja auch nicht weiter.

mWinismia


Aber was soll ich dann tun?

Erstmal gar nichts. Warte auf deine Therapie und mache dich nicht verrückt, ob du irgendwas Unbekanntes hast. Es ist erstaunlich, wie viele körperliche Beschwerden es gibt, die allein durch eine seelische Schieflage verursacht werden. Es ist genauso gut möglich, dass dir nichts an chemischen Botenstoffen fehlt, die ein AD ausgleichen müsste. Mir ist es so ergangen, und die Therapie hat letztendlich die Besserung gebracht. :-)

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