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Freund in Klinik kaum Kontakt

Brella18802 hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr,

Mein Freund ist seit etwa 4 Wochen in einer psychiatrischen Klinik. Die ersten 2-3 Wochen war der Kontakt regelmäßig da und er konnte mich sogar über den 3 Oktober über Nacht besuchen. Dann hatte er seine 2 einzel Sitzung bei seinem Therapeuten und der Kontakt brach fast komplett weg. Wir sind seit 3 Jahren zusammen und haben schon einiges durch gemacht. Ich wusste auch von Anfang an um seine Depression ( er hatte keine schöne Kindheit Mutter hat sich nicht gekümmert und Vater hat ihn in jungen Jahren verlassen.) Er kam schon sehr früh mit Drogen und Alkohol in Kontakt und nahm auch bis kurz vor Eintritt in die Klinik Marihuana.

Ich mache mir sehr oft Vorwürfe das ich vll mehr hätte tun können. Mehr für ihn da sein ihn besser verstehen. Hinzu kommt noch das ich die letzten Monate viel um die Ohren hatte stand vor meiner Abschlussprüfung war unzufrieden mit der ganzen Situation zu hause. Habe es leider oft an ihm ausgelassen indem ich einfach keine Nähe mehr zulassen konnte oder meine Sorgen nicht angesprochen habe. Das war natürlich falsch. Ich habe mich für das Verhalten der letzten Monate oft entschuldigt. In August sind wir dann für 2 Wochen in den Urlaub gefahren er hatte auch da wieder seine Phasen wo es ihm schlecht ging konnte sich aber auch selbst darauf wieder befreien. Was ich sehr toll fand.

Das war jetzt ein kleiner Einblick in die letzten Wochen aus unseren leben. Ich hab jetzt einfach die Frage wie kann ich ihn unterstützen, ihm zeigen das ich an seiner Seite stehe ohne ihn zu nerven?

Ich hoffe das ihr mir ein wenig folgen konntet ;-)

lg Bella

Antworten
PBTschmbiesxt


Es gibt. Menschen mit Depressionen die es wunderbar hinbekommen ihre Umwelt über ihren wahren Zustand hin wrg zu täuschen. Vermutlich hat dein Freund momentan soviel um die Ohren, dass er etwas Abstand von der Außenwelt braucht.

T0his Tw;ili"ght Garxden


Mein Mann ist auch aktuell in einer Klinik, jetzt die 4 te Woche. Wir telefonieren so alle 3 Abende und ebenfalls alle 3 Spätnachmittag mit den Kindern. Die ersten Tage hat er noch jeden Abend angerufen, aber für mich ist das voll Okay. Und sehen tun wir uns die ganze Zeit gar nicht.

WAMy K201)4


Ich war selbst im letzen Jahr für mehrere Wochen wegen Depressionen in der Klinik. Von daher kann ich versuchen, dir mal aus meiner Sicht zu erklären, wie es sich bei mir verhielt mit dem Kontakt nach außen.

Ich kam in die Klinik mit starken Suizidgedanken, und weil ich Angst um mich selbst hatte, dass ich dies tatsächlich umsetzen würde.

Während der ersten 2-3 Wochen wurden durch die Einzel- und Gruppentherapien sooo viele Dinge in mir aufgewühlt; dieses ständige "über Dinge sprechen", über die man sich eigentlich nie wirklich einen Kopf gemacht hat, sondern einfach hingenommen hat, wie sie waren (Elternhaus, Beziehung zu Eltern und Geschwistern, eigene Wünsche und Bedürfnisse, etc. PP).

Das kostete mich so unheimlich viel Kraft. Und dieses "funktionieren müssen", es allen anderen Menschen recht zu machen. Denn - wie Plüschbiest bereits oben schrieb - auch ich habe über Monate hinweg meinen wahren Zustand sehr gut verbergen können. Man wird einfach perfekt darin, alles zu verheimlichen.

Und während der Zeit in der Klinik ist man so sehr mit sich selbst beschäftigt, denkt so viel über alle möglichen Dinge nach, und redet so viel mit Ärzten und Mitpatienten, dass man oft einfach komplett erledigt ist, und dann mal die Ruhe genießt, von der Außenwelt "abgeschnitten" zu sein.

Auf die Frage, wie du deinem Freund hilfst, kann ich dir folgendes sagen:

Sag ihm, du gibst ihm die Zeit für sich selbst. Sag ihm, du wartest auf ihn. Sag ihm, du bist jederzeit da, wenn er dich braucht. Sag ihm, dass du ihn liebst, und du hinter ihm stehst. Sag ihm, ihr schafft das gemeinsam.

Bedränge ihn nicht, über Inhalte der Therapie zu sprechen. Es dauert oftmals ein wenig Zeit, dass dein Freund selbst verschiedene Dinge verarbeiten und begreifen muss.

Wünsch dir viel Kraft und hoffe das Beste für euch. @:)

Bcella1a802


Ich hoffe sehr das wir das alles gemeinsam auch wenn natürlich er die meiste Arbeit hat es schaffen werden. Er kam halt auch schon so oft mit der Aussage das er ein schlechter Mensch ist und ich viel zu gut für ihn bin. In meinen Augen ist er das natürlich das habe ich ihn auch gesagt. Ich möchte nicht egoistisch klingen aber ich hatte zu Anfang das Gefühl vergessen zu werden einfach nicht mehr da zu sein für ihn. Ich habe jetzt verstanden das es um ihn geht das er das alles schaffen wird ich werde immer hinter ihm stehen und den weg mit ihm gehen.

BVellQa18x02


*in meinen Augen ist er das natürlich nicht

W:ilFdkat|er


Hallo Bella1802,

Mir fällt nur ein das du ihn beschuhen kannst. Telefonieren wäre auch gut, du musst aber erst mal sehen wie es ihm geht !!!

Liebe Grüße *:) @:) :)* :)^

BzenixtaB.


Du solltest erst einmal Deine eigenen Problme lösen. Dann bist Du gut. NIcht mit Gedanken, Du hättest mehr machen müssen.

Wenn Dein Freund Probleme hat mit

Er kam schon sehr früh mit Drogen und Alkohol in Kontakt und nahm auch bis kurz vor Eintritt in die Klinik Marihuana.

solltest du Dich ernsthaft damit beschäftigen, warum der Mann, der einem im Leben begleiten soll, mit so etwas behaftetet sein muß.

Ein Mensch mit gesundem Menschenverstand macht sich Vorstellungen. Partner: gütig, voller Achtung, soll einen auf Händen tragen, humorvoll, liebevoller Umgang und und und.

Und wenn diese Kriterien nicht vorhanden sind, ist die Wahl einfach im untersten Regal zu finden. Restposten, angeschlagen, aufgerissen, und und und.

Jeder ist erst mal für sich selbst im Leben verantwortlich. Je nachdem, was man sich vorstellt, man bekommt genau die Antwort. Deine Wahl war eben vopn Dir getroffen.

Hast schon viel mit ihm mitgemacht. Das ist selbst gemachtes Leben. Deine Wahl. Und mit so einer Entscheidung stehst Du jetzt weiterhin mit Problemen da. Das läßt sich weiter absehen, dass es so bleibt.

Und was gar nicht geht, sind Selbstvorwürfe. Schau Dir an, was Du für Dich Gutes tun kannst. Arbeiten am Selbstbewußtsein.

Du bist nicht sein Retter. Er muß das slebst hinkriegen. Für sich, nicht für Dich,

Und oft ist es so, dass nach erfolgreichen Therapien Trennungen stattfinden, weil der Patient neue Muster braucht. Und dazu passen Menschen, die sich selbst niedermachen, überhaupt nicht rein.

W M 2:014


Und oft ist es so, dass nach erfolgreichen Therapien Trennungen stattfinden, weil der Patient neue Muster braucht. Und dazu passen Menschen, die sich selbst niedermachen, überhaupt nicht rein.

Ersetze "oft" durch "es kommt vor", bitte.

Die Diskussion bzgl. "Eine Therapie fördert Trennungen" hatten wir hier schon und ist blanker Unsinn.

Kein vernünftiger Arzt rät zu Trennungen bzw. drängt in diese Richtung.

B>enitxaB.


Ich schrieb nirgends, dass Therapeuten zu Trennungen raten. Das wäre ja auch Quatsch. Aber ich war in meinem Leben mehrere Jahre in Kliniken und es durfte lang und breit beobachtet werden, dass viele eben neue Pläne für ihr Leben haben, wo Menschen mit unveränderten Meinungen aus dem Familienkreis nicht mehr guttun und man sich deshalb trennt,.

Btella 1802


Ich bin auch dabei mich mit meinen Problemen auseinander zu setzten die sind aber sehr gering. Ich bin keine die ihr Leben nicht ändern will oder kann und wenn ich mein Leben mit meinem Freund zusammen ändere tue ich das weil ich mit diesem Mann zusammen bleiben. Wir werden abwarten müssen was die Zeit bringt werde ihn in der schweren zeit nicht alleine lassen und hinter ihm stehen. Auch wenn es des öfteren an den Kräften zerrt

BbeDlla18x02


WM2014 danke für deine Worte die helfen mir sehr :-)

WqM =2014


Hab dir eine PN geschrieben...

Gerne.

M"is(sPMarixe


Dein Beitrag berührt mich gerade sehr.

Es ist bei uns ans Tageslicht gekommen, das mein Mann lang schon Teile seines Lebens verdrängt.

Nun sind sie hochgekommen, leider nicht im guten.

Ich überlege ständig wie ich ihn unterstützen kann, trotz alledem was er mir angetan hat.

Er will leider nicht in eine Kllinik oder zum Psychologen daher bin ich relativ ratlos was ich machen soll.

Reden mit mir will er nicht, weil es ihm zu weh tut. Aber passieren muss was, sonst geht unser ganzen Leben den Bach runter :(

Ich kann dir zwar nicht wirklich weiterhelfen, aber fühl dich gedrückt! Alles hat einen Grund im Leben!

Darauf vertraue ich ganz stark...

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