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Depression-Verdacht wie vorgehen

Geru/ffxy hat die Diskussion gestartet


Hallo, mir ist die Situation etwas unangenehm und ich weiß auch nicht, ob hier der richtige Ort ist, aber ich schildere einfach mal mein Problem... Und zwar habe ich das Gefühl, dass ich schon seit längerer Zeit an Depressionen leide, was sich nun leider sehr negativ auf mein Studium auswirkt... Angefangen hat es ca vor 2-3 Jahren. In der Zeit habe ich in der Stadt in die ich für mein Studium gezogen bin alle Freunde verloren, da sie nicht mehr weiter studieren wollten oder konnten. Ich war also mehr oder weniger von heute auf morgen komplett alleine und konnte auch keine neuen Kontakte knüpfen. Aus diesem Grund war ich oft Zuhause bei meinen Eltern und alten Freunden, was vor allem in den Semesterferien bald zum Problem wurde, da mein Vater (alkoholabhängig) seine Sucht nicht mehr wie gewohnt und frei ausleben konnte. Das ihm das nicht passt hat er mir (ausschließlich verbal) sehr zu spüren gegeben... Ich war also über Jahre hin und her gerissen zwischen der Stadt die ich hasse und meinem Zuhause wo ich von meinem Vater nicht erwünscht war... Ich hab mich irgendwie nie wieder richtig fangen können, da zu dieser Zeit meine Leistungen stark abgebaut haben und ich immer nur daran denken konnte, dass ich nie was auf die Reihe bekommen werde. In dieser Zeit kam es dann auch zu meinem schlimmsten Absturz, der sich auch durch Selbstverletzung äußerte. Obwohl ich mittlerweile Kontakte knüpfen konnte und ich nicht mehr alleine bin, fällt es mir schwer mich auf mein Studium zu konzentrieren... Ich kann mich einfach zu nichts aufraffen und schlafe fast den ganzen Tag. Selbstverletzen tu ich mich nicht mehr, was aber eher daran liegt, dass ich es nicht verstecken könnte und mir das peinlich wäre. Ich habe schon immer das Gefühl, dass es sich hierbei nicht um Faulheit handelt, da ich ganz genau weiß was ich will... Aber der Gedanke es irgendwie nicht zu schaffen und der Gedanke an die letzten 3 Jahre in denen ich so angebaut habe machen mich richtig fertig... Obwohl ich nie richtig sagen konnte "jetzt bin ich über den Berg", habe ich immer versucht selbst damit klar zu kommen... Jetzt ist es aber soweit, das ich wegen meiner Antriebslosigkeit womöglich meinen Studienplatz verliere und mir nur noch ein Härtefallantrag helfen würde... Es ist jetzt soweit, dass ich glaube ohne Hilfe nie irgendwas fertig zu bringen. Aus diesem Grund würde ich gerne einen Arzt aufsuchen (ich habe vorerst an den Hausarzt gedacht). Ich habe allerdings keine Ahnung ob mein vorgehen richtig ist, ob es sich bei meinem Problem um Depressionen handelt oder nicht... Ich will schließlich auch niemandem die Zeit stehen... Es würde mich einfach freuen, wenn mir hier jemand einen Tipp und Ratschläge geben könnte.

Vielen Dank

Antworten
A,nka1x01


Ich würde mich an einen Psychiater wenden. Er ist in der Lage festzustellen, ob es sich wirklich um eine

Depression handelt. Und er kann Dich bezüglich einer Behandlung auch am besten beraten.

So wie Du Deine Probleme schilderst, würde ich auf eine Depression tippen. Antriebslosigkeit, Verlust der

Konzentration, das anhaltende Gefühl, nichts mehr auf die Reihe zu bekommen und dann noch eine

gewisse "Bettflucht" sprechen dafür. Bei Selbstverletzung wäre neben einer medikamentösen Behandlung

(Antidepressivum) auch eine Psychotherapie oder eine Psychoanalyse angezeigt.

Aber das muss natürlich der Psychiater entscheiden.

Geh zum Facharzt ! Nur wenige Hausärzte kennen sich bei psychischen Erkrankungen gut aus.

Und schiebe die Sache nicht vor Dir her !

Alles Gute !!!

Aplic6eimWoTnderxland


Ich will schließlich auch niemandem die Zeit stehen

Ärzte sind dazu da, dass man ihnen ein klein bisschen ihrer Zeit stiehlt... ;-)

Deine Idee, den Hausarzt anzusprechen, finde ich gut! :)^ Vielleicht schlägt er auch einen psychologischen Psychotherapeuten vor. Viel Erfolg und gute Besserung. @:) :)* :)_

PMCsochbiexst


Ein Psychiater wird dich auf jeden Fall Ernst nehmen und nicht denken dass du nichts hast und ihm die zeit stiehlst.

A'nktigoxne


Habt ihr an der Hochschule nicht eine psychosoziale / psychotherapeutische Ambulanz?

Ansonsten Hausarzt und Überweisung zum Psychiater - dauert aber eventuell lange. :-(

Ansonsten Selbstcoaching: WAS willst du erreichen?

To do-Liste für jeden Tag schreiben und den Hintern hochbekommen, solange sonst nichts passiert.

Ich kann dich sehr gut verstehen......leide unter CFS und habe trotzdem gerade ein berufsbegleitendes Studium neben Nachtdiensten und alleinerziehend mit Teenagern und Haustieren abgeschlossen. Es war nicht einfach und oft nur mit "Augen zu und durch" zu schaffen. Aber ich wollte dieses Studium gut beenden!

Gerne auch per PN weiter. @:)

W6M 2x014


Mein Weg war - erst Hausarzt; der hat den Kontakt mit einem Psychiater hergestellt. Das hat den Vorteil, dass die Wartezeit (hier in meinem Wohnort teilweise 8-12 Monate) bis zum ersten Termin bei einem ambulanten Therapeuten, komplett wegfiel.

Die genaue Diagnose gibt dir ohnehin nur ein Facharzt. Ich hoffe für dich, dass es sich "lediglich" um eine depressive Episode und nicht eine manifestierte Depression handelt.

Wünsch dir alles Gute. :)- @:)

o,no:disexp


Hallo! Mit Psychiatiern ist es wie mit Zahnärzten - die finden immer was. Weil ein Termin und die Behandlung dort recht lange dauern wird, ist es sinnvoll vorher Deine körperliche Situation mit einem großen Blutbild durch Deinen Hausarzt abklären zu lassen, nicht dass Du z.B. an der Schilddrüse leidest, was schnell und einfach zu behandeln wäre. Wenn der Hausarzt nichts findet, bleibt nur die Überweisung zum Psychologen (ist kein Arzt, kann also meist nichts verschreiben) oder Psychiater (ist Arzt und kann Medis verschreiben). Viel Erfolg und gute Besserung!

WPild0katxer


Hallo Gruffy ,

Zum Arzt würde ich auf alle Fälle gehen, nur selbst an sich arbeiten das bleibt uns allen nicht erspart !

Eine positive Lebenseinstellung ist immer gut.

MfG

tMsunaxmi_xe


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