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Sehe die Menschen nicht an

PzAspxorts hat die Diskussion gestartet


Ich hätte mal gern einen Rat bzgl. folgender Sache

Seit einigen Jahren ist es bei mir so dass ich mit den Menschen mit denen ich interagiere kein Augenkontakt aufnehme bzw. sie gar nicht ansehe. Dabei gehts eigentlich um 95% der Menschen mit denen ich im Alltag konfrontiert bin.

Beispielsweise wenn ich an der Kasse bin und zahle, ich gucke die Kassiererin weder beim Sprechen an, noch beim Geldaustausch, noch beim Verabschieden.

Ebenso wenn ich irgendwo Sitze und was Bestelle oder wenn ich mich mit Menschen unterhalte. Es sei denn ich "Zwinge" mich dazu dem gegenüber aufmerksam in die Augen zu sehen.

Verbal hab ich keine Probleme damit mit den Menschen zu interagieren.

Die einzige Ausnahmen sind eig. "vertraute" Leute. Denen gucke ich bei der Kommunikation in die Augen oder schaue sie auch an wenn ich mit denen Unterwegs bin.

Ich kenn den Grund nicht warum das bei den anderen Menschen so ist, ich bin eigentlich ein Selbstbewusster Mensch. Lasse mir nicht die Butter von Brot nehmen und bin ein Konfrontationsfreudiger Mensch wenn es Probleme gibt.

Ich frag mich ob das ein psychologisches Problem ist oder ob da sonst etwas in Frage kommt, das ist vor ein paar Jahren (kann gar nicht sagen wann genau) einfach so umgesprungen.

Mir wurde heran getragen dass ich u.a deswegen Arrogant auf Menschen wirke die mich nicht kennen obwohl ich eigentlich gar kein arroganter Mensch bin.

Kennt das wer oder weiß jemand wo das Problem liegen könnte?

Antworten
CnonanDeKrZelrsxtärer


Ich finde es vollkommen normal, Augenkontakr genau dann aufzunehmen, wenn man das selber möchte.

Natürlich drückt das Verweigern von Augenkontakt Distanz aus. Ich zeige damit, dass mich der andere als Person aktuell nicht interessiert, ich bin nicht am Austausch von emotionalen Schwingungen, wie Mimik, interessiert. Ich bin nicht daran interessiert einen Gleichklang herzustellen.

Ich bin auch nicht am Austausch von Floskeln interessiert und aufgesetzten Höflichkeiten und Freundlichkeiten, ich bin auch nicht interssiert zu schauspielern oder mir eine Schauspielerei anzusehen.

Das bedeutet es exakt, wenn ich mich von Augenkontakt enthalte.

Ja, das wird als arrogant wahrgenommen, als emotionslos, als blankes Desinteresse. Und man entzieht den anderen auch die Möglichkeit, einen zu beeinflussen, indem sie ein Mitschwingen auf ihrem aktuellen emotionalen Level nicht mithilfe von Mimik,etc., anregen können.

Viele Menschen möchten angesehen werden, möchten wahrgenommen werden, möchten eine menschliche oder emotionale Interaktion.

Augenkontakt spielt dabei eine große Rolle.

Ich denke aber es ist meine eigene Entscheidung, ob ich gerade mit der Kassiererin flirten möchte oder ihr schöne Augen machen möchte. Wenn ich eben gerade hier einkaufen will, dann finde ich ein Hallo und Tschüss muss reichen. Offen gesagt finde ich das eigentlich schon diskutabel.

Mich strengt diese emotinale Interaktion mit Fremden bei irgendwelchen Banalitäten auch an, ich lege vor allem keinen Wert auf aufgesetzte Formalismen, was ich gar nicht abkann ist Schauspielerei, weder aktiv noch wenn ich es ansehen oder miterleben muss.

Deshalb meide ich mit irgendwelchen Fremden auch meist den Augenkontakt, er drückt für mich eine Nähe aus, die ich oft ganz klar nicht will.

C@onan(Der!Zerstxärer


Man kann es auch als nichtvorhandene Offenheit einordnen. Offenheit ist aber hoffentlich noch freiwillig, oder?

C_onan'DerSZerstdärer


Vielleicht ist es vielen einfach auch wichtig gesehen zu werden, nach dem Motto, ich stelle mich jeden morgen 20 Minuten vor den Spiegel, also sollte ich auch ein Recht darauf haben, dass mein Outfit wahrgenommen wird - quasi schlicht Eitelkeit.

P"la!naeten!wimnxd


Ich denke ein Teil ist da auch unsere Erziehung: "Schau die Leute an, wenn du mit ihnen sprichst!" Macht jemand das dann nicht, wird spekuliert: unfreundlich, schüchtern,....

Ich persönlich würde das so handhaben, wie ich mich wohl fühle. Klar ist das doof wenn man dann als arrogant angesehen wird, aber das Problem ist man dann in meinen Augen streng genommen nicht selbst sondern das Gegenüber, das falsches reininterpretiert. Die Frag ist in wie weit dich das nun stört. Ich hatte letztens Prüfung bei einem Professor, dabei ist mir in den paar Minuten vor der Prüfung mehrfach aufgefallen, dass er permanent meine Blick auswich. Während der Prüfung selbst hat er dann problemlos Blickkontakt gehalten. Keine Ahnung. ":/ Der Mann ist total nett. Manchmal denke ich echt man sollte nicht so viel reininterpretieren. Insbesondere wenn man den Menschen gar nicht kennt.

X>i\rain


Ich achte selbst nicht bewusst darauf, ob mir jemand völlig fremdes in die Augen schaut.

Mir wurde mal von jemanden gesagt, ich hätte kein Rückrad und solle doch mal den Leuten mehr in die Augen schauen.

(allerdings war das eine sehr manipulierende Persönlichkeit, die mich in meiner Jugend irgendwie...ka...sie tat mir als Person nicht gut, da sie mir zwar sagte, sie wolle mir helfen mehr rückrad zu entwickeln, mich aber effektiv dann runterputzte...da war ich so 16... ich denke ich wurde manipuliert...)

Allerdings hatte dieser Kontakt das gute, dass ich heute schon öfter Leuten in die Augen schaue bei konversationen. Oftmals sieht man dann unmittelbare Reaktionen der Person viel besser, als wenn man nur deren Worte hört.

Auch im kontakt mit Arbeitskollegin wirke ich so deutlich selbstbewusster, denke ich.

PlAsporots


Nach meinem Empfinden fühl ich mich eigentlich so wohl, ich denke meinem Gegenüber gibt es auch nicht viel mehr wenn ich sie bei den Vorgängen in die Augen sehe.

Ich finde Freundlichkeit da schon wichtiger, und das bin ich.

Nur haben mir halt einige Freunde schon gesagt dass ich wenn man mich nicht kennt ich sehr Arrogant rüberkomme, und das stört mich dann schon eher. Denn ich bin jemand der wirklich überhaupt nicht Arrogant ist und auch keinesfalls so wirken möchte.

Aber wenn die "Masse" das anders sieht denk ich mir dass dadurch auch einige Menschen abgeschreckt werden mit mir in Kommunikation zu treten die vielleicht das gemeinsame Leben aufwerten würden.

Ich hab zwar keine Probleme Kontakte zu knüpfen aber was nützt die Masse wenn wenige "besondere" Menschen abgeschreckt werden mit mir zu Kommunizieren weil ich arrogant rüberkomme?

Ich denke ein Teil ist da auch unsere Erziehung: "Schau die Leute an, wenn du mit ihnen sprichst!" Macht jemand das dann nicht, wird spekuliert: unfreundlich, schüchtern,....

Das trifft es ziemlich gut. :)^

Ich hatte letztens Prüfung bei einem Professor, dabei ist mir in den paar Minuten vor der Prüfung mehrfach aufgefallen, dass er permanent meine Blick auswich. Während der Prüfung selbst hat er dann problemlos Blickkontakt gehalten. Keine Ahnung. ":/ Der Mann ist total nett.

Sowas läßt immer total viel Raum für Spekulationen über die Beweggründe, leider ist es aber selten das man das einfach so hinnimmt, wir sind irgendwie eine Gesellschaft die ständig werten MUSS.

Mir wurde mal von jemanden gesagt, ich hätte kein Rückrad und solle doch mal den Leuten mehr in die Augen schauen.

Ich finde mit Rückrad hat das nichts zutun, ich wüsste nicht warum jemand der Leute direkt in die Augen sieht mehr Rückrad haben soll. Ist ja nicht so dass man von dem gegenüber zwingend Angst hat bzw. aufgefressen wird wenn sich die Blicke treffen.

Bei mir ist es so dass ich wirklich Selbstbewusst bin, wäre es nicht so würd ich selbst auf Sozialphobie oder so tippen. Aber ich fühle mich nicht unwohl unter Leuten oder beim Interagieren mit den Menschen. Wenn ich mich zwinge jemanden in die Augen zu sehen find ich das auch nicht unangenehm, es ist nur lästig dass ich mich dazu Zwingen muss weil mein Instinkt (oder was auch immer) sonst standardmäßig den Blickkontakt gar nicht erst aufnimmt.

Vertraute Leute oder die Leute die ich beobachte nachdem ich mich dazu durchgerrungen habe sie anzusehen gucke ich dabei sehr aufmerksam an.

Damit ist nicht starren gemeint oder so sondern mir fallen selbst kleinste Details auf.

Die Frage ist auch wieso sich das Verhalten da ruckartig geändert hat, vor paar Jahren war es noch nicht so.

Xcinrain


Wie gesagt bin ich mir sicher, dass ich massiv manipuliert worden bin zu der Zeit...

Ich verstehe nicht warum das arrogant sein sollte...weil ich aber auch nicht ständig drauf achte.

Für mich wäre eher die art der wortwahl ein kriterium für arroganz...oder wie man meinungen formuliert. ..also ob nun absolut oder eben auch andre meinungen zulässt.

Ich find es übrigens genauso seltsam wenn mir einer totaaaaal tief in die Augen schaut...das ist mir bei fremden unangenehm. Dieses...starren *grusel*

B)rotspin(ne*2003


Ist bei mir auch so! Leute die ich nicht kenne und die mir nicht wichtig sind, die gucke ich auch nicht wirklich an...also im Supermarkt usw. Bei Freunden ist das ganz anders. Ich denke auch manchmal so im nachhinein, die müssen mich ja unfreundlich/doof finden, aber so bin ich nunmal. Ist glaube ich sowas wie Selbstschutz. Ich würde mich zwar als sehr freundlichen und umgänglichen Menschen beschreiben, aber ich halt Fremde immer irgendwie auf Distanz, weils mir schon oft passiert ist, das mir Leute ungefragt zu nahe gekommen sind und das kann ich nicht haben.

Pglane>tenwUind


Sowas läßt immer total viel Raum für Spekulationen über die Beweggründe, leider ist es aber selten das man das einfach so hinnimmt, wir sind irgendwie eine Gesellschaft die ständig werten MUSS.

Ja das stimmt leider. Ich bin da selbst mit einer stark wertenden Mutter aufgewachsen. %-| Wer sich nicht 100% "normal" verhält, der ist unfreundlich. Normal heisst dann bei ihr: Blickkontakt, unbedingt grüßen (leben auf dem Dorf) und natürlich müssen die jüngeren zuerst, niemals lässt sie sich herab zuerst zu grüßen sonst und wers dann nicht tut, ist sehr unfreundlich, nichts zu auffälliges anziehen (wobei das sehr relativ ist bei ihr), nicht noch 15min vor Ladenschluss wagen was zu kaufen, reden(!!!) - wehe jemand ist wortkarg, der kriegt sofort Minuspunkte, nicht zu laut reden, nicht zu leise, wer keine angenehme Stimme hat, den mag sie eh nicht.... Manchmal frage ich mich was sie nicht stört. ":/

Bei mir hat ihre Erziehung das Gegenteil bewirkt: ich bin so genervt, dass ein Mensch mir gegenüber eigentlich machen kann was er will, sofern er nicht unfreundlich ist, gibts keine Minuspunkte. Ich grüße z.b. auch gar nicht gerne mir fremde Leute. Weil ich jahrelang zu hören bekommen habe, dass ich das tun MUSS.

Ich denke als echt wir könnten doch alle ganz entspannt miteinander umgehen, solange einem keiner was tut. Ob man jetzt grüßt, in die Augen sieht, einen "zu" kurzen Rock trägt,... %:|

AOnVtigxone


@ PAsports

Nur haben mir halt einige Freunde schon gesagt dass ich wenn man mich nicht kennt ich sehr Arrogant rüberkomme, und das stört mich dann schon eher. Denn ich bin jemand der wirklich überhaupt nicht Arrogant ist und auch keinesfalls so wirken möchte.

Dann änder das, indem du bewusst übst, anderen in die Augen zu sehen.

Cnon6anDerGZerst9ärexr


ch denke als echt wir könnten doch alle ganz entspannt miteinander umgehen, solange einem keiner was tut.

Deine Worte sind Balsam für meine Seele.

Dieses bei uns ständige zwanghafte Abwerten und Verurteilen von jedem, der nicht alles so macht wie unsereins.

Dieses den anderen in unsere eigenen angewühnten Verhaltensweisen (wie nutzlos, lästig, widersinnig sie auch sein sollten) mit allen Mitteln reinzwängen und reinmobben...

Für mich ist das eine Kultur der Gewalt.

BKrotspVinnEe2h003


Ohje,das leidige Thema "Grüssen" ...mach ich ja eigentlich schon, aber zb fahr ich auch 2 mal im Jahr nach Spanien auf den Campingplatz. Also wenn ich morgens halb 8 zum Klo trabe,grüsse ich sicher keinen...ebenso geht es mir furchtbar auf den Keks, JEDEN zu grüssen,das mir da so den lieben langen Tag begegnet (was die meisten machen). Dann sollen die mich eben doof und unfreundlich finden ;-) ]:D Hat mir auch schon von Freunden so Komentare eingebracht wie "was bist du heut unfreundlich!" Ne, bin ich nicht, nu genervt ]:D

Ich finde, da sollte man auf sein Bauchgefühl hören und es nicht nur deswegen tun, weil es erwartet wird!

B+ro!tspiEnnea200x3


Der Lieblingssatz meiner Mutter in meiner Kindheit: Was sollen denn die Nachbarn denken, wenn du..." Wahrscheinlich reagier ich deswegen heute so allergisch ]:D (spätestens mit 12 war mir eh egal was die Nachbarn dachten :-p )

Pmlaneftenxwind


Dieses bei uns ständige zwanghafte Abwerten und Verurteilen von jedem, der nicht alles so macht wie unsereins.

Jaaa Andersartigkeit wird immer negativ empfunden. :-| Stört mich auch gewaltig.

Dieses den anderen in unsere eigenen angewühnten Verhaltensweisen (wie nutzlos, lästig, widersinnig sie auch sein sollten) mit allen Mitteln reinzwängen und reinmobben...

Ja alle bitte Schema-F und wehe jemand tanzt aus der Reihe. %-| Und gleichzeitg sollen wir aber Bitteschön doch alle starke und selbstbewusste Individuen werden. Passt nur leider nicht zusammen. ]:D

Mein Lebensmotto ist seit vielen Jahren "Leben und leben lassen." Danach handle ich, das ist in meinen Augen das einzig vernünftige.

Ohje,das leidige Thema "Grüssen" ...

;-D Mich stört z.b. wenn ich im örtlichen Suppermarkt gefühlt alle paar Schritte jemanden grüßen soll. %-| Kunden und Mitarbeiter. Ich will in Ruhe einkaufen! Manchmal will man einfach ein wenig Ruhe, ist in Gedanken, rechnet den Preis zusammen,....

Der Lieblingssatz meiner Mutter in meiner Kindheit: Was sollen denn die Nachbarn denken, wenn du..."

Bei mir wars: "Was sollen denn die Leute denken?" Am besten nicht zu viel Blödsinn und nicht alles auf die Goldwaage legen.

Ürigens hatte das ganze bei mir aber auch eine blöden Effekt: Erst hieß es im Dorf ich sei unfreundlich, weil ich die Leute nicht anschaue und nicht grüße. Dann hat mich meine Mutter dazu gebracht sie anzusehen und zu grüßen und dabei (denn das ist ja wichtig) immer erhobenen Hauptes durch die Gegend zu laufen, dass man auch selbstbewusst wirkt. Habs umgesetzt: von da ab hieß es ich wirkte eingebildet und hochnäsig. :-o

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