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Erwachsen bin ich, seit ....

PSlan]etenxwixnd


Ich fühle mich erwachsen seit ich 21 bin. Damals hatte ich zum ersten mal das Gefühl, dass ich von mir selbst aus gerne ausziehen würde und mir mein eigenes Leben zutrauen würde.

N+abnni277


Puh ja wann ist man erwachsen? Keine Ahnung. ;-D

Vernünftig sein, Verantwortung übernehmen musste ich gezwungenermaßen so ab 14,15 und hab sowas wie die Mutterrolle für meine Schwester übernommen.

Richtig erwachsen geworden im Sinne von, Verantwortung für mich übernehmen, meine Bedürfnisse zu stillen etc ungefähr seit 6 Jahren.

Erwachsen sein was manche andere dafür halten, hab ich kein Bock drauf. Ich leb mein Leben wie es mir passt. ;-D

Ich bin fast 40,also fürchte ich das wir in diesem Leben nix mehr, ist mir aber auch wurscht. ;-D

p<elztixer86


Das hängt davon ab, wie man Erwachsensein definiert.

Wenn man darunter versteht, dass man, wenn nötig, Disziplin und Durchhaltevermögen aufbringen kann, Verantwortung für sich und sein Leben übernimmt ohne selbstzentriert zu sein, und sich darüber halbwegs im Klaren ist, wer man ist, und was man will, sowie weiß oder gar selbst erfahren hat, dass das Leben kein Ponyhof ist - dann bin (und musste ich) ich schon sehr früh erwachsen geworden.

Nach einem anderen Verständnis, das sich nach äußerlich sichtbaren Faktoren und/oder einem Lebenslauf mit den typischen Entwicklungsschritten im Leben (partnerschaftliche Beziehungen, Auszug aus dem Elternhaus, Ausbildung, finanzielle Unabhängigkeit, Selbstständigkeit, Emanzipierung von den Eltern etc pp) richtet, bin ich selbst mit 30 nicht erwachsen, und werde es aufgrund meiner durch schwere körperliche Erkrankungen aufgezwungenen Lebenssituation auch nie sein können.

NManni+77


Nachtrag, ich bin natürlich nicht erst seit 6 Jahren für mich allein verantwortlich. Vielmehr hat mich meine Krankheit (endlich) dazu gezwungen nach mir zu schauen. Mich nicht ständig für andere Verantwortlich fühlen usw. Seitdem schau ich nach Möglichkeit eben nur noch nach mir und vergesse mich nicht. :-)

S~ho3jo


Ich empfinde es als wesentlichen Schritt, sich selbst als Hauptverantwortlichen für sein Leben und seine eigenen Entscheidungen zu begreifen. Nicht mit empörtem "Aber ich bin so, weil der und der, ich kann da nix für!" die Verantwortung durch alle Generationen weiterreichen bis zu Adam und Eva oder der Ursuppe, der wir einst entkrochen sind, sondern zu sagen: "Okay, jetzt ist jetzt, ich habe diese und jene Möglichkeiten, und was immer gestern war: Hier und heute obliegt meiner eigenen Verantwortung, was ich draus mache."

In diesem Sinne kenne ich eine ganze Menge erwachsener Leute, die furchtbar albern, herrlich chaotisch und auch oft sympathisch desolat sind, aber sie sind es in Eigenverantwortung. Hingegen kenne ich andererseits auch etliche Leute, die sehr ernsthaft und streng sind und dem Anarchismus in jedweder Erscheinungsform aufs Entschiedenste abgeneigt - und sobald was schiefläuft, fahren sie den Zeigefinger aus und zeigen auf irgendwas oder irgendwen.
Auch wenn ich selbst gern mit dem "Nichterwachsensein" kokettiere - so definiert (und eine Definitionsfrage ists ja immer) finde ich erwachsene Erwachsene grundsätzlich sehr viel angenehmer als unerwachsene Erwachsene. Nach anderen Definitionen ists dann natürlich wieder ganz anders.

R*egecnpfeYifexr


Zitat von StatusQuoVadis

Ich für meinen Teil glaube, dass ich erst wirklich erwachsen sein werde, wenn meine Eltern sterben.

Genau so sagt das meine Mutter gelegentlich, wenn das Gespräch mal darauf kommt.

Ich hoffe natürlich, dass es dann noch ganz lange dauert, bis ich tatsächlich erwachsen bin.

Ich denke, Erwachsensein hat einfach etwas mit Verantwortung für sich selbst und ggfs. auch für Kinder oder andere Personen zu tun.

Wie schon andere hier schrieben, dass man sich über die Konsequenzen des eigenen Handelns bewusst ist.

Sicher macht eine gewisse Lebenserfahrung auch erwachsen.

Ich sehe meinen lieben Opa, der leider schon seit 20 Jahren nicht mehr lebt, als gutes Beispiel fürs "Erwachsensein", wie ich es mir auch für mich wünschen würde.

Opa wurde 1916 geboren, hat im 2. Weltkrieg gekämpft, hat sich danach einen kleinen Handwerksbetrieb aufgebaut und eine große Familie versorgt.

Er hatte also jede Menge Lebenserfahrung und Verantwortung. Er wurde von Kunden und Kollegen sehr geschätzt und ernst genommen. Er hatte eine gute Menschenkenntnis und große Kompetenz in seinem Beruf. In der Beziehung war er erwachsen.

Er hat aber, auch in schweren Zeiten, nie den Humor verloren. Er hatte immer den Schalk im Nacken und ist im Herzen Kind geblieben. Mit ihm konnte man den allergrößten Blödsinn anstellen, manchmal sehr zum Ärger meiner lieben Oma, die das nie verstand, wie ein erwachsener Mann noch so viele Flausen im Kopf haben konnte. ;-D

Ich selber fühle mich auch noch nicht wirklich erwachsen. Die Balance zwischen "Akzeptanz durch andere Erwachsene" und "sich selber nicht zu ernst nehmen" ist noch nicht ganz ausgewogen. Aber ich arbeite dran und nehme meinen Opa als Vorbild!

M\onsuti


"Erwachsen sein" gibt es für mich nicht, sondern nur ein kontinuierlich "erwachsener werden".

Ich bin mit 19 in eine eigene Wohnung gezogen und gestaltete mein Leben fortan weitgehend (auch finanziell) eigenständig. Damit war ich aber noch lange nicht erwachsen.

hdatscxhipu


Erwachsen sein" gibt es für mich nicht, sondern nur ein kontinuierlich "erwachsener werden".

Sehe ich auch so. Erwachsen klingt so endgültig, dabei wächst man doch sein ganzen leben. Man wächst an Erfahrungen.

MnarrdyPopp_ins


So ein bisschen erwachsener geworden bin ich als ich mein erstes Kind bekommen habe. Richtig Erwachsen bin ich geworden als ich mit 26 Jahren und 2 kleinen Kindern Witwe geworden bin.

EGlafRe+micJh03815


Erwachsen bin ich, seit...

...ich nicht nur alles darf (ab 18) sondern auch alles "kann".

...ich mir das erste mal so richtig über meine Sterblichkeit klar wurde und wirklich begriffen habe was das bedeutet.

Das sind die beiden Dinge die mir spontan dazu eingefallen sind. Wobei ich im Grunde gar nicht erwachsen werden will (mit fast 38). Ich bin froh mir ein wenig meiner kindlichen "Naivität" und "Begeisterungsfähigkeit" bewahrt zu haben. Erwachsen sein heißt auch Verantwortung zu tragen. Gegenüber sich selber und gegenüber einer anonymen Gesellschaft (dafür zu sorgen das die Spezies nicht ausstirbt oder dahingerafft wird). Nur habe ich mir so eine Verantwortung nie gewünscht.

Ich bin froh das mich ein Film der Kategorie "NoBrainer" noch begeistern kann, dass mich eine neue Grafikkarte für meinen Computer noch begeistern kann, dass mich neue Felgen für mein Auto noch begeistern können, dass ich mich in den Welten von Büchern verlieren kann, selbst wenn es "Trivialliteratur" ist im Stile von Harry Potter usw. Das mich ein Schluck teurer Whisky begeistern kann oder einfach nur der gewohnte und geliebte Ausblick aus meinem Fenster der nicht in finstere Häuserschluchten führt.

Andere die rastlos ständig an "später" denken und von Morgens bis abends nur über die Steuern, die Renten und den Strompreis fluchen, die verlernt oder vergessen haben wie es ist im Morgengrauen bei Nieselregen barfuß über eine Wiese zu spazieren und das Leben und die Natur zu spüren, die sich nicht vom gnadenlosen Takt der Uhrzeit von Termin zu Termin hetzen lässt und am ende gar nicht weiß warum man all die Dinge macht die man im Grunde seines Herzens hasst.

Ich bin froh und glücklich und dankbar das ich das Leben leben kann das ich lebe. Es gäbe einiges daran zu verbessern aber eine erdrückende Last die mir erspart bleibt, die ich dafür bei viele anderen spüre.

T:hajlinxa


Es gibt mehrere Punkte an denen ich irgendwie erwachsen sein musste, teilweise schon als mein Vater starb als ich 13 war und meine Mutter mir keinen Halt geben konnte.

Ein entscheidender Punkt war definitiv der, als ich mit nur einem Koffer und Baby im Bauch umzog.

Ich glaube, man lernt nie aus. Ist man je wirklich erwachsen? Ich hoffe ich werde es nie :-)

bblacUkhea(rtZedquxeen


Mein Freund und ich haben erst am Wochenende über das Thema geredet. Er mit 37 und ich mit 28 fühlen uns nicht so richtig erwachsen. Nicht so, wie wir in unserer Kindheit unsere Eltern gesehen haben :-)

Klar, wir arbeiten und staubsaugen hin und wieder, kochen auch mal gesundes Essen und machen die Steuererklärung wenn es sein muss, aber so richtig erwachsen fühlt weder er sich, noch ich mich.

Ich habe den Ernst des Lebens nach wie vor nicht begriffen, was auch immer das sein mag, und lebe oft eher in den Tag hinein. Ich mag mein Leben und bin gespannt, was es mir noch so bieten wird. Ich bin noch nicht fertig, es tut sich noch was. Ich glaube, so lange ich mich selbst als ein sich entwickelndes Wesen wahrnehme, werde ich mich nicht so richtig richtig erwachsen fühlen. Ich mag es sehr zu Staunen!

Der Zeitpunkt, an dem ich mich jemals und überhaupt am erwachsensten gefühlt habe, war als ich 17 war ;-D Mensch, ich hatte kaum Verantwortung, ich war fast volljährig, hatte fast das Abi in der Tasche und war jugendlich und unglaublich trinkfest. Und, ich wiederhole mich, fast volljährig. Voll erwachsen, quasi! ;-D ;-D

Dann kam das Leben und ich habe irgendwann realisiert, dass das Leben nicht aus einzelnen voneinander abgesetzten Etappen besteht, sondern eher aus fließenden Übergängen.

Wenn ich irgendwann mal Kinder haben sollte, werden die mich aber womöglich auch für unglaublich erwachsen halten. Weil ich aufbleiben kann solange ich will. Und weil ich Versicherungsbeiträge zahle und hin und wieder staubsauge :-)

j\ustt_lpookeing?


blackheartedqueen hat mir soeben einige Worte die ich eigentlich schreiben wollte aus dem Mund genommen.

Auch ich hatte mal mit meinem Ex, zu den Zeitpunkt ich 30 er 42, irgendwann nach stundenlangem herumblödeln im Bett das Thema des Erwachsenseins.

Der Konsens war dass wir wohl von außen betrachtet erwachsen wirken. Um mal leicht abgewandelt zu zitieren: wir beide besaßen Staubsauger und wussten wo die waren. Wir beide verdienten genug Geld um nicht zu verhungern, er hatte eine Tochter die sich im Moment wohl extrem erwachsen fühlte.

Und gleichzeitig hatten wir keine Stunde zuvor gekichert wie Schulmädchen als wir uns gegenseitig die Haare geflochten hatten. Statt mich zu küssen hatte er mir über die Nase geschleckt (brr) und ich wollte ihn dafür mit den Füßen aus dem Bett schieben, was jetzt ja nicht unbedingt für Definition von erwachsenem Verhalten spricht.

Meine persönliche Definition vom Erwachsensein würde ich daher zum aktuellen Zeitpunkt als: ”im richtigen Moment ernsthaft sein und Verantwortung übernehmen können” definieren.

Aber das Bild das man als Heranwachsende/r hat, der ernsthafte Mensch der in allen Lebenslagen weiß wie der Hase läuft und nie mal durchgedreht, das hoffe ich nie zu erreichen. Ich liebe es das in meinem Kasten viele Socken sind auf denen halbe Bauernhöfe zu sehen sind. Ich liebe es mal an einem Sonntag im Halbschlaf Kinderserien zu gucken. Ich könnte und möchte nicht 24/7 die Verpflichtungen spüren die man der Außenwelt gegenüber hat.

Wenn ich es mir aussuchen könnte wäre ich gerne irgendwann eine alte Frau die mit ihren Nachbarinnen aus dem Altenheim Rollstuhlrennen macht und der Verliererin dann das Apfelkompott Weg isst.

jEust1_lookxing?


Rechtschreibfehler haben die Uhrzeit und der Schlafmangel platziert und waren voll geplant.

TVhalixna


Das mit den Rollstuhlrennen will ich auch! Und abends dann mit den flotten Nachbarn aus der Alten-WG flirten und mich freuen das ich mangels Zähnen ruhig abends im Bett noch Schokolade essen darf ;-)

Ich finde genau das trifft es: Erwachsensein ist, wenn man weiß wann man "auf vernünftig schalten" muss und wann man ruhig das Innere Kind rauslassen kann.

Und: für mich bedeutet Erwachsensein auch, dass ich im Ernstfall auch wenn ich selbst schon krank bin, noch so lange durchhalte bis mein Kind versorgt ist. Selbst wenn ich ohne Kind bestimmt gesagt hätte "jetzt kann ich gar nicht mehr" -doch, ich bin selbst erstaunt gewesen was noch ging und Nein, ich bin dann nicht zusammengebrochen, auch wenn ich mich mies gefühlt habe.

Aber Erwachsensein kann auch bedeuten: Sich eingestehen wann man Hilfe annehmen sollte und das auch dann tun wenn es sehr schwer fällt.

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