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Erwachsen bin ich, seit ....

CbomXrxan


Klar, wir arbeiten und staubsaugen hin und wieder, kochen auch mal gesundes Essen und machen die Steuererklärung wenn es sein muss, aber so richtig erwachsen fühlt weder er sich, noch ich mich.

Das ist eine immerhin sehr witzige Definition vom Erwachsensein :-D .

Meine persönliche Definition vom Erwachsensein würde ich daher zum aktuellen Zeitpunkt als: ”im richtigen Moment ernsthaft sein und Verantwortung übernehmen können” definieren.

So sehe ich das auch. :)z

Erwachsen-Sein bedeutet, Entscheidungen für sein Leben allein treffen zu können und sich dabei in dieser Verantwortung sicher zu fühlen. Das bedeutet nicht, mit 'nem langen Gesicht vor den gehäkelten Tischdecken zu sitzen und sich als Wochenend-Highlight "Wetten Dass..." bei Schnittchen reinzuziehen. Ich bin so ziemlich das Gegenteil des Lebensmodells meiner Eltern, fühle mich aber deswegen doch nicht weniger erwachsen.

Xwi:rain


Ich bin erwachsen....

...seit ich es mir recht machen will und nicht meinen eltern.

Und dieser absolute Zeitpunkt wo es so war kam bei mir erst mit 24/25.

Ich habe zwar allein gelebt...aber trotzdem nicht selbstbestimmt.

"Das macht man doch in dem alter nicht mehr", "musste das wirklich sein" oder "du solltest wirklich auf dein Konto achten " (wohlbemerkt ich war noch nie im minus. Nie. Habe keine unsinnigen Kredite für ne spielkonsole aufgenommen oder sonstwas...ich habe sogar jeden monat gespart, aber meine mutter rief mich immer an wenn ich unter 200euro fiel... bankangestellte halt... anstrengend) kam öfters von meinen eltern...

Als ich aufhörte zu rudern und es ihnen recht machen zu wollen...da wurde ich erwachsen.

aL.fisxh


Aber das Bild das man als Heranwachsende/r hat, der ernsthafte Mensch der in allen Lebenslagen weiß wie der Hase läuft und nie mal durchgedreht, das hoffe ich nie zu erreichen.

Wirklich nicht? Ich hoffe und warte da seit knapp 30 Jahren sehnsüchtig drauf. Das wäre doch eine große Erleichterung. Das war immer mein Bild vom Erwachsen sein: lebenskompetent sein, wissen, wie man sich zu (ver)halten hat, und, genau, "wissen, wie der Hase läuft". Das Leben einfach kapiert haben. Mir kommen "erwachsene Menschen" oft immer noch wie eine Art Geheimgesellschaft, die ihr exklusives Wissen in irgeneinem Kettenbuch horten und dadurch einfach Bescheid wissen. So, in allem. Jedenfalls mehr als ich, und mit jedem Wort und jeder Geste oute ich mich möglicherweise als Uneingeweihte.

In den letzten Jahren häufen sich ein bisschen die Aha-Erlebnisse, bei denen ich entweder selber etwas verstehe oder aber begreife, dass es bei einer Sache nicht viel zu verstehen gibt, kein Geheimwissen, sondern, dass viele, viele Menschen einfach so gut wie es ihnen eben möglich ist durch den Alltag navigieren, aber auch nicht viel mehr Rüstzeug dabei haben als ich.

Das definiere ich einfach mal als mein persönliches Erwachsen werden, vielleicht bin ich irgendwann damit fertig und fühle mich nicht mehr so oft vom scheinbaren Erwachsen sein anderer Menschen eingeschüchtert.

E6hemal_ige r Nutz/er (#59"007@1x)


Das war immer mein Bild vom Erwachsen sein: lebenskompetent sein, wissen, wie man sich zu (ver)halten hat, und, genau, "wissen, wie der Hase läuft". Das Leben einfach kapiert haben. Mir kommen "erwachsene Menschen" oft immer noch wie eine Art Geheimgesellschaft, die ihr exklusives Wissen in irgeneinem Kettenbuch horten und dadurch einfach Bescheid wissen. So, in allem. Jedenfalls mehr als ich, und mit jedem Wort und jeder Geste oute ich mich möglicherweise als Uneingeweihte.

Ohja, für mich war Erwachsensein auch immer mit so einem Bild assoziiert.

q!ua\cksalWberei


Das war immer mein Bild vom Erwachsen sein: lebenskompetent sein, wissen, wie man sich zu (ver)halten hat, und, genau, "wissen, wie der Hase läuft". Das Leben einfach kapiert haben. Mir kommen "erwachsene Menschen" oft immer noch wie eine Art Geheimgesellschaft, die ihr exklusives Wissen in irgeneinem Kettenbuch horten und dadurch einfach Bescheid wissen.

Interessant, den Gedanken hatte ich, glaube ich, noch nie. In meiner Kindheit und Jugend dachte ich ziemlich eindeutig, dass alle "Erwachsenen" hinter der mehr oder weniger dichten Fassade ganz mächtig einen Knall haben und sich halt irgendwie und nach meinen Vorstellungen eher schlecht bis beschissen durchs Leben hangeln. ;-D Liegt sehr wahrscheinlich daran, dass die Erwachsenen, zu denen ich damals näheren Kontakt hatte, überwiegend sehr selbst- und fremdzerstörerisch drauf waren und auch Verantwortung sehr gerne abschoben, ich glaube, wenn ich mich damals in der Kategorie "Erwachsensein" verglichen hätte, hätte ich mich deutlich "erwachsener" gefühlt.

Interessanterweise hatte ich kurz vor dem Eintritt ins "echte Berufsleben" aber eine Phase, in der ich sehr zweifelte, ob ich überhaupt "erwachsen" genug dafür bin. Da kamen Fragen, wie: Ist mein Verhalten, meine Art zu sprechen, meine Neigung zum Rumalbern überhaupt adäquat? Bin ich ausreichend ernsthaft? Kann ich mit wildfremden Kunden eine gute Beziehungsebene herstellen, die weder zu nah noch zu distanziert ist? Kann ich richtig Verantwortung übernehmen? Mein Umfeld hat mich damals liebevoll-milde angelächelt, weil sie mir das alles komplett zutrauten. Und eigentlich wusste ich auch, dass ich in entsprechenden Situationen sehr ernst sein kann und bin, und ein stark ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein hatte ich auch, aber dennoch zweifelte ich sehr - außerdem hatte ich keine große Lust, mich zu verstellen, um "erwachsener" zu wirken. Zum Glück hat sich das alles sehr schnell geregelt, ich muss mich tatsächlich nicht großartig "verstellen", und es gibt zwar beruflich (und auch privat) Situationen, in denen ich mich nicht bombensicher "erwachsen" fühle, aber gelegentliche leise oder auch lautere Zweifel, die zum Nachdenken anregen, dürfen gerne bleiben.

R)e!beluLtioxn


Wow, seit langem mal wieder ein Thema, zu dem ich mich äußern möchte :-)

Ich bin erwachsen seit ich 11 bin, da ich zu der Zeit bereits selbstständig mit der S-Bahn in die große Stadt gefahren bin, um einzukaufen oder ins Museum zu gehen.

Ich bin erwachsen seit ich 16 bin, da ich damals anfing auf Partys zu gehen, meinen Freundeskreis zu erschließen und viel Zeit mit älteren Jugendlichen zu verbringen, von denen ich viel lernen konnte.

Ich bin erwachsen seit ich 18 bin, da ich damals mein erstes Vergehen im Straßenverkehr hatte (mit dem Fahrrad; aus Fehlern lernt man bekanntlich am besten).

Ich bin erwachsen seit ich 21 bin, da ich damals zu Hause ausgezogen und mit meiner damaligen Freundin zusammen in eine Wohnung gezogen bin.

Ich bin erwachsen seit ich 23 bin, da ich damals, nach dem Ende meiner zweiten längeren Beziehung, sowas wie eine sexuelle Befreiung oder Erfahrungsphase hatte.

Ich bin erwachsen seit ich 25 bin, da ich endlich finanziell unabhängig von meinen Eltern sein konnte.

Ich bin erwachsen seit ich 27 bin, da ich mich nach 3 Jahren im Beruf nochmal entschlossen habe, ein Vollzeitstudium zu beginnen.

Ich bin auch mit 29 immer noch nicht erwachsen, weil wir alle individuelle Entwicklungsschritte durchmachen, mit denen wir uns mehr oder weniger emanzipieren und bestimmt noch vieles auf mich wartet. Wer sich selbstständig entscheidet und bereit ist, Konsequenzen selbst zu tragen, hat die notwendige Grundlage, erwachsen zu sein oder es werden zu können.

Vor allem ist aus meiner Sicht die subjektive Perspektive gar nicht so relevant, da ich mich bereits recht früh recht erwachsen gefühlt habe. Wichtig ist aber auch, ob man von anderen als erwachsen wahrgenommen wird. Selbst mit Mitte 20 und der sonstigen Reife in diversen Lebensbereichen wird dir das Erwachsensein von Kollegen quasi noch abgesprochen, wenn man Berufseinsteiger ist, zumindest in fachlicher Hinsicht. Wer keine Angst davor oder vor neuen Anfängen hat, hat eine wichtige Fähigkeit, gleichzeitig erwachsen zu sein und jung zu bleiben.

EThemali2ger Nurtzer (#590`071x)


... Als Erwachsener ist man außerdem immer ernst, super-vernünftig, verantwortungsvoll und hat - wie a.fish schon schrieb - sein Leben vorbildlich im Griff.

Alles darunter ist noch nicht (?) richtig erwachsen.

S4hoxjo


... Als Erwachsener ist man außerdem immer ernst, super-vernünftig, verantwortungsvoll und hat - wie a.fish schon schrieb - sein Leben vorbildlich im Griff.

Alles darunter ist noch nicht (?) richtig erwachsen.

Du meinst, alle Menschen sterben wenn schon nicht im Kindesalter, dann doch im mentalen Zustand eines Kindes?

aU.qfBish


Haben wir nicht immer schon geahnt, dass die Erde von mental Fünfjährigen bevölkert ist? ;-D

Ernsthaftigkeit oder Vernunft spielt in meinem Ewachsenenbild keine so große Rolle. Ich kenne unvernünftige Menschen, die ich dennoch nach meiner Definiton als erwachsen einstufen würde (und glücklicherweise auch viele alberne), die sind halt nur ... unvernünftig. Das ist eine andere Kategorie für mich.

Ich hab mich allerdings doch mal schlagartig sehr erwachsen gefühlt: als mein Vater gestorben ist, tat sich mit einem Mal gefühlt eine große Kluft zwischen mir und meinen gleichaltrigen Freunden und Freundinnen auf und ich fand sie sehr kindlich und kindisch. Da habe ich eine Weile gelaubt, nun hätte ich aber begriffen, wie's läuft, das Gefühl verwandelte sich allerdings relativ schnell in ein noch größeres, teilweise bis heute anhaltendes, Wirrwarr aus Zweifeln, Unsicherheiten und immer mal wieder neuen vermeintlichen Geistesblitzen. ;-D

T.h"alxina


Ich hatte als mein Vater starb ein sehr ähnliches Gefühl, hatte aber ein paar Freunde denen es sehr ähnlich ging (wenn der Vater plötzlich geistig auf dem Stand eines Zweijährigen ist und dazu noch nicht mehr sprechen kann ist das einem Sterben sehr ähnlich)

Wir waren 13 und ehrlich gesagt denke ich heute,dadurch, dass ich mich nur mit Trauer und schweren, tiefsinnigen Grübeleien beschäftigt habe, ist mir ein großes Stück Teenagerzeit entgangen - ich war ehrlich nur genervt vom Gebalze der Jungs, den ewigen "Wer schminkt sich wie, wie sehen diese Klamotten an mir aus, wer geht mit wem..."

Erwachsensein kann man das nicht nennen, aber irgendwie wurde einem der Ernst des Lebens wirklich etwas früher klar, denke ich. Nachteil war, dass ich dann zum Gegenteil überging und diese ganze "Oberflächlickeit" zutiefst verachtete. Dabei wäre dass das normale gewesen,ich war außerhalb der normalen Bahnen. Nur kapierte ich das nicht

LlewAian


"Erwachsen" ist ein Wort, und wie viele Worte legt es irgendwie nahe, dass es auf irgendwas wirklich Existierendes zeigt, also dass man quasi entweder erwachsen ist oder nicht. Man wird ja auch offiziell erwachsen mit 18, aber das Wort verweist anscheinend auf irgendwas, was man fuehlen oder sein soll, eine Art "Reife", die offenbar nicht einfach dadurch entsteht, dass man einen bestimmten Geburtstag feiert. Aber wie entsteht sie, entsteht sie ueberhaupt, ist man irgendwann echt total erwachsen? Das einzige, was man wissen kann, ist, dass es zu spaet ist, wenn man noch nicht erwachsen geworden ist, wenn man stirbt.

Ich finde erwachsen an mir, dass ich bestimmte Unsicherheiten abgelegt habe. Ich bin mir einer Reihe von Vorstellungen sicher, die ich habe. Was mein Selbstbild betrifft, was eine gewisse Grundeinstellung zum Leben betrifft. Ich war frueher fundamentaler unsicher. Heute gibt es immer noch viele Dinge, die ich mich frage und ueber die ich keine klare, festgefasste Meinung habe, aber dieses steht auf einer ganz anderen Basis. Ich diskutiere weniger und tausche mich weniger aus ueber ganz grundlegende persoenliche Fragen, Fragen des Lebens und der Gesellschaft, auch politischen Fragen, weil ich nicht mehr so viel dadurch erfahre, was mir noch etwas gibt, das mir neu und wertvoll vorkommt. Solche Sachen gibt's immer noch, aber ich muss besser danach suchen.

Ich finde erwachsen an mir, dass ich eine Gruppe leiten kann und mir meiner Sache als Leiter sicher bin. Also nicht, dass ich alles richtig mache, sondern dass das grundsaetzlich geht, dass ich nicht dabei denke, dass ich fehl am Platz bin, sondern dass ich die Autoritaet habe, Entscheidungen zu treffen, wenn noetig.

Ich finde auch erwachsen an mir, dass ich zu wenig Zeit zum Spielen habe (Brettspiele, Computerspiele, sonstiger Quatsch) und dass ich weniger freifliegende kreative Energie und Phantasie habe, als als ich juenger war. Das gefaellt mir nicht. Ich waere gerne kindischer.

Nicht erwachsen an mir finde ich, dass mich die Idee, ein Kind grosszuziehen, immer noch schreckt.

Gibt noch ein paar andere Sachen... so ganz erwachsen bin ich nicht, obwohl ich auf die 50 zugehe.

Ich habe keine Ahnung, wann ich erwachsen wurde. Manchmal merke ich, dass sich was getan hat, irgendwie ueber die letzten x Jahre... ich merke, dass eine Veraenderung vollzogen ist, lange nachdem das eigentlich angefangen hat.

S{üntjxe


ich fühlte mich mit dem ersten Kind ein Stück weit erwachsen, und noch mehr als dann mein Vater starb. Wo die Generation vor mir jetzt so wegstirbt, bald kein Puffer mehr zwischen mir und der Endlichkeit ist, da werde ich gefühlt erwachsen.

Jetzt, wo mein starker Papa nicht mehr da ist und meine Mutter gebrechlicher wird und bei mir Rat und Hilfe sucht, da bin ich dann doch angekommen und fühle mich erwachsen.

Was nicht heißt, dass man nicht mehr mal albern und ausgelassen sein kann

C}leo Ed?ward,s 5v. "DavoWnpooxrt


Nach der allgemeinen Definition was Kinder so machen bin ich wohl mit 29 nicht wirklich erwachsener als mit 12.

Ich hab erst letztens, also in den Ferien, wieder mit meinen Kindern Sailor Moon und Digimon geschaut (und geheult), spiele seit 17 Jahren Pokemon, koche in den Ferien ab und zu um elf Uhr nachts, bin ne kleine Leberwurst beim Spielen, hab hier Merchandising rum flattern, träume zu Disney-Musik mit Ohrstöpseln und bewege mich und hüpfe wie ein Kind durch die Wohnung. Alles Dinge die man mir mit zwölf versucht hat auszutreiben und mir sagte, das sei kindisch (hauptsächlich von außen).

Ach ist mir egal, ich hab damals prophezeit dass mir das in zehn Jahren noch gefallen wird. Und in zwanzig Jahren. Und in fünfzig.

Meine Mama ist da genauso. Stört uns nicht.

Ich gebe Rückmeldung wenn ich mal erwachsen bin. Meine Befürchtung ist, dass mir mit 70 meine Knochen und Gehör nicht mehr mitmachen, macht nichts, habe ich es halt nur im Kopf.

aT.efish


Ich habe mit einer Kollegin über das Thema gesprochen und sie hat sehr entschieden gesagt, erwachsen sei man, wenn einem die Schnürsenkel unterwegs nicht mehr aufgehen. Das ist doch mal eine klare Definition. ;-D

hja$g-tyAsja


erwachsen sei man, wenn einem die Schnürsenkel unterwegs nicht mehr aufgehen.

bin ich halt doch noch nicht erwachsen....püh! ;-D

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