» »

Keine feste Persönlichkeit

rJandoMm_dawxg hat die Diskussion gestartet


Es gibt ja viele Persönlichkeitsarten: eher dominantere Menschen, eher lustige Menschen, Menschen mit bestimmten Charakterzügen etc, und dann gibt es Leute wie mich. Ich habe irgendwie keine feste Persönlichkeit, weil zum einen die Auswahl an Verhaltensweisen so unglaublich groß ist und situationsabhängig ist und zum anderen ich nicht genügend Gefühle habe, die mich immer in eine Richtung lenken. Ich sehe mich als jemanden an, der keinen Charakter hat.

Geht es jemandem so ähnlich? Ich fühle mich sehr verloren, wenn ich z.B. Komplimente machen will, weil man Komplimente in der Regel immer in einer individuellen Art und Weise rüberbringt. Bei mir sind es einfach nur kalte Sätze und derjenige denkt dann oft, ich würde es böse oder sarkastisch meinen. Was kann ich denn in so einem Moment tun?

Ich bin generell ein sehr müder Mensch der allerdings viele Hobbies hat, viele Ziele, viele Dinge die mir gefallen, aber irgendwie habe ich trotz allem keine Persönlichkeit. Zumindest nicht, dass ich wüsste. Ich würde gerne Menschen wissen lassen, dass sie mir glauben, wenn ich ihnen sage dass sie gut in etwas sind. Ich will jemand sein, der nicht nur durch Sprachinhalt etwas vermitteln will. Ist es schon zu spät, mit 24 Jahren ein neuer Mensch zu werden?

Ich denke nicht, dass man Müdigkeit und häufige Introvertiertheit einen guten Charakter ausmacht. Ich bin völlig verzweifelt.

Würde mich sehr über ein paar Anregungen freuen :-/

Antworten
Mwaerxad


Als ich damals 24 war, dachte ich ähnlich und viele in dem Alter in meinem Freundes- und Familienumkreis sind auch so. Das liegt an der Suche nach sich selbst. In dem Alter tendiert man dazu sich permanent mit anderen zu vergleichen und meist stellt man andere auch noch fatalerweise auf einen Sockel, wo sie gar nicht hingehören.

Meinst Du der "lustige" Mensch ist immer lustig und weint nie? Meinst Du der extrovertierte ist immer laut und niemals in Gedanken verloren? Und wer will denn bestimmen, was ein "guter" Charakter ist?

Ich halte das für Geschmackssache. Mir persönlich sind überlaute und immerzu sich präsentierende Menschen ein Graus. Nichts nervt mich mehr. Interessant finde ich eher die Ruhigen, denn diese denken oftmals eher über etwas nach bevor sie es aussprechen und wirken oft reflektierter auf mich.

Ich war früher als Kinde bereits ruhig und introvertiert, meine Eltern drangsalierten mich damit, dass aus so einer nichts werden könne, dass ich "so nicht richtig" war, sie versuchten mich immer wieder zu verändern. Das tut bis heute weh und hat Nachwirkungen (und ich bin Ü 40 !). Heute weiß ich aber: DOCH ich bin richtig, und zwar so, wie ich bin. Ich bin kein lauter Mensch, ich bin nicht frech und vorwitzig, ich bin still und introvertiert, dennoch mag ich Geselligkeit. Ja das geht. Und ich bin so und basta. Es gibt kein richtig und kein falsch. Zumindest nicht in sowas.

Falsch wäre es Menschen zu verletzen, andere zu ärgern, jemanden zu hintergehen.

Solange man einfach nur ist wie man ist, ist alles in Ordnung und zeigt nur auf, dass die Welt eben bunt ist und es viele verschiedene Charaktere gibt. Du bist Du, also versuche nicht jemand anders zu sein, das wird Dir eh nicht gelingen. @:)

CNonanD'er1ZerstyäreWr


Hast du Ziel, die du nicht erreichst? Kannst du dich nicht durchsetzrn in Gesellschaft, deine Position nicht behaupten, deine Interessen nicht verfolgen?

Das sind doch alles Banalitäten, kein Grund deinen Charakter zu verbiegen.

Mach bestenfalls einen Rhetorik-, Schauspiel-, Kommunikations- oder Selbstbehauptungskurs.

Wenn du mit Phlegma auftrittst oder von anderen als emotionslos aufgefasst wirst ist das soch kein Grund dich zu verbiegen.

Du hast Angst keinen "guten Charakter" zu haben? Nun, es ist ein freies Land. Wenn du willst kannst du diese Angst ja haben oder sogar kultivieren.

Nicht dass ich den geringsten Sinn darin sehen könnte. Für mich ist das wie eine Katze die schreckliche Angst hat, eine Katze zu sein.

Trotzdem kannst du vermutlich noch neue Seiten an dir kennenlernen und flexibler/beweglicher werden.

Am besten ausgehend davon, dich selber als tolles Individuum mit Stärken, Eigenheiten, Individualitöt und Schwächen wahrzunehmen.

C0ona-nDerZeLrsxtärer


Aber ich frage mich warum du immer müde bist.

Vielleicht sollte man dem mal auf den Grund gehen, vielleicht fehlt dir Schlaf, Eisen, Vitamine, Trinken, oder irgendwas anders stimmt körperlich nicht und hemmt dich.

CeonanDer.Zer_stärexr


Um eine Persönlichkeit zu entfalten brauchst du auf jeden Fall einen Spielplatz, nicht Leute die dich vbevormunden, bewerten, deine Bewegungen im Keim ersticken.

Ausserdem gibt es auch einfach feinere, hintergründiger, stille Charaktere.

Das man sich an der Arbeit als Selbstdarsteller, Selbstverkäufer und Plärrer durchsetzt ist ja nicht Neues. Für mich kein Grun das Spielchen mitzspielen.

LIewiaxn


random_dawg

Eines meiner Lieblingsbuecher heisst "Der Mann ohne Eigenschaften" von Musil; Ulrich, die Hauptperson, fragt sich auch, ob er Eigenschaften bzw. eine Persoenlichkeit hat. Er ist sich aber auch nicht sicher, ob ihm diese fehlen. Wenn man das Buch liest (ist allerdings sehr lang und nicht so ganz einfach; historisches Interesse an der Zeit, fruehes 20. Jahrhundert hilft), entsteht allerdings schon ein Profil von Ulrich, und ich wuerde ueberhaupt nicht sagen, dass er keine Persoenlichkeit hat.

Alle Menschen sind irgendwie, wollen irgendwas, haben Beduerfnisse, Wuensche; insofern glaube ich, dass jeder eine Persoenlichkeit hat. Allerdings glaube ich, dass man diese verbergen kann, auch unbewusst vor sich selber. Zum Beispiel, indem man versucht, irgendwie so zu werden, dass man anderen Leuten gefaellt, irgendwas darstellt (z.B. "cool", ueberlegen oder locker zu wirken), oder es ihnen immer recht zu machen versucht.

Keine Persoenlichkeit zu haben, die einfach beschreibbar ist (z.B. "lustig", "dominant"), heisst nicht, dass du keine hast. Auch dass du dir deiner Persoenlichkeit nicht sicher bist und sie nicht als "fest" empfindest, heisst nicht, dass du keine hast. Menschen aendern sich, und es gehoert zum Leben und, wenn man so will, zur Persoenlichkeit, dass man die eigenen Veraenderungen anerkennt, damit klarkommt, und sie ein bisschen selbst gestaltet. Ich glaube nicht, dass man sich eine Persoenlichkeit zulegen kann, oder dass man sie festhalten kann (oder sollte). Manche Menschen haben Probleme, weil sie Aenderungen nicht akzeptieren koennen, die von ihrem Selbstbild abweichen.

Ich denke, es ist fuer dich (und vielleicht alle Menschen) gut und gesund, dass du versuchst, herauszufinden, wer du bist und was in dir steckt. Das ist aus meiner Sicht der sinnvolle Kern deines Themas. "Wer bin ich?"

Dazu gibt's auch ein Buch:

[[https://www.amazon.co.uk/Wer-bin-Gerhard-Heik-Portele/dp/3897970228]]

der allerdings viele Hobbies hat, viele Ziele, viele Dinge die mir gefallen

Das ist doch schon mal ein guter Ansatzpunkt. Das ist etwas, was dich ausmacht.

Aber auch deine negativen Gefuehle - was dir Angst macht, was dich abstoesst, was dich langweilt...

Bei mir sind es einfach nur kalte Sätze und derjenige denkt dann oft, ich würde es böse oder sarkastisch meinen. Was kann ich denn in so einem Moment tun?

Inwiefern sind deine Komplimente "kalt"? Weil du selber nicht fuehlst, was du sagst? Dann mache doch diese Komplimente nicht. Das ist ein wichtiger Punkt des Erkennens von sich selber, von der eigenen Persoenlichkeit, dass du merkst, ob du hinter dem stehst, was du sagst, ob dein Herz dahinter steht, oder ob du es nur sagst, um jemandem zu gefallen. Wenn du ehrlich sagst, was du denkst und fuehlst, dann bist du bei dir und deiner Persoenlichkeit. Wenn das, was du sagst, nicht "aus dir persoenlich" kommt, und du sozusagen nicht bei dir bist, sondern ein Kompliment machst, weil du gefallen willst oder denkst, du "muesstest" jetzt ein Kompliment machen, dann bist du entfernt von dir. Und wenn du nichts zu sagen hast, hinter dem du stehst und das du fuehlst, dann sage halt nichts. Das zu erkennen bringt dich dir naeher.

L{ewixan


Sorry, deutscher Link zum Buch:

[[https://www.amazon.de/Wer-Gedanken-Selbst-Nicht-Selbst-Humanistische/dp/3897970228/ref=sr_1_10?ie=UTF8&qid=1476894961&sr=8-10&keywords=Portele]]

rVandom$_dawg


@ Lewian

"Kalt" sowohl dann, wenn ich einem wirklich ein Kompliment aus meinem Herzen heraus machen will und auch dann, wenn ich finde, ich muss einem ein Kompliment machen, damit er sich besser fühlt (wenn er z.B. Selbstzweifel hat).

Mir geht es einfach momentan sehr stark in der Arbeit so. Viele Menschen kommen besser mit ihrem Stress klar und verlieren selbst dann nicht ihre Persönlichkeit. Wenn ich auch nur über ein paar Wochen gestresst bin, dann bekomme ich ein Burnout und werde innerlich gefühlslos bzw. einfach nur demotiviert. In so einem Fall bleibt einem (besonders in der Arbeit, wo man keinen schlechten Eindruck machen darf) nichts anderes übrig, als eine scheinbare Persönlichkeit zu besitzen und damit in diesem Ambiente klarzukommen. Aber für mich ist das nun mal sehr oberflächlich und unehrlich, vielleicht fällt es mir darum auch sehr schwer. Es gibt nun mal eine "gesellschaftliche" Persönlichkeit und eine familiäre, natürliche. Man schlüpft eben in Rollen, die nicht immer unbedingt abhängig von der inneren Gefühlslage sind.

Danke für deine Meinung dazu. Ich werde mir die Bücher auf jeden Fall angucken!

@ ConanDerZerstärer

Ja, also das mit der Müdigkeit geht schon seit bestimmt einem Jahrzehnt so. Ich habe eine Schilddrüsenunterfunktion, aber selbst die Medikamente helfen nicht. Kein Arzt hat eine Erklärung außer "Psyche"... die übliche Diagnose eben wenn man keine Antwort hat. Naja, einen Therapeuten besuche ich ja seit ein paar Terminen.

Du hast Angst keinen "guten Charakter" zu haben? Nun, es ist ein freies Land. Wenn du willst kannst du diese Angst ja haben oder sogar kultivieren.

Freies Land ja, aber Menschen in einem Arbeits-Umfeld haben nun mal Erwartungen an dich. Du musst kompetent sein, so und so sein. Das ist leicht gesagt. Wenn es nach meinen Gefühlen ginge, würde ich am liebsten den ganzen Tag rumheulen darüber, wie anstrengend alles ist. Oder am besten gar nicht reden, weil ich immer verdammt müde bin. Das ganze beißt sich damit, dass ich anderen Menschen immer das beste wünsche und sie damit nicht verärgern will. Ich bin in solchen Fällen freundlich zu meinen Mitmenschen aber gleichzeitig ungewollt abneigend, weil ich einfach alles für sehr anstrengend halte. Das ist ein richtiger Teufelskreis.

@ Maerad

Es ist schön zu hören, dass es auch andere Menschen gibt, die sich ähnlich fühlen/gefühlt haben.

Ich bin schon seit vielen Jahren "auf der Suche nach mir selbst". Zum Teil hatte ich gewisse Persönlichkeiten, aber immer abhängig von der Situation kann ich diese nicht mehr gebrauchen, weil auch mein Freundeskreis / Umfeld sich ändert.

So bescheuert das auch klingt, ich beneide manchmal Leute mit unangenehmen aber festen Persönlichkeiten, weil sie sich bestimmt wohl in ihrer Haut fühlen. Das ist aber nicht meine Art.

Danke für deinen Kommentar!

CRonan@DePrZerstärser


Mit den Erwartungen des Umfelds hast dz Recht. Diese sind normalerweise auch sehr fordernd und die Situationen heikel.

Hier wird deutlich, dass die Persönlichkeit eine Fassade ist, die man aufrechterhält um in der Gruppe zu überleben.

Das ist eine interesseante wie erschreckende Erkenntnis. Ich finde das wenig überraschend. Im Idealfall hat man eine Arbeit die einem entspricht, mit einer Art der sozialen Einbindung, das man gut man selber sein kann. So, das waren die Wünsche, aber leider ist die Realität anders, anstrengender und gefährlicher.

C{oJnanXD3erZ'erstäxrer


Also es gibt mehrere Definitionen von "Persönlichkeit".

CvonanDlerZ#erstäcrwer


Was du beschreibst ist für mich ein Problem eines Umfelds / einer Arbeitssituation dass dir nicht so entgegenkommt.

Ich sehe da noch kein Problem deiner Persönlichkeit mit sich selbst.

Lgewixan


random_dawg

Es gibt nun mal eine "gesellschaftliche" Persönlichkeit und eine familiäre, natürliche. Man schlüpft eben in Rollen, die nicht immer unbedingt abhängig von der inneren Gefühlslage sind.

Ich wuerde solche Rollen nicht als "Persoenlichkeit" bezeichnen. Die Persoenlichkeit ist, was du bist, fuer dich, was in dir ist.

Eine "Rolle" uebernimmt man, man schluepft in sie, wie du sagst, und man kann sie wieder ablegen. Mit Persoenlichkeit hat das meiner Meinung nach nicht viel zu tun. Allerdings kann es sein, du denkst, du muesstest eine Rolle wirklich als Persoenlichkeit empfinden, du muesstest sie sozusagen leben. Vielleicht koennte es dir helfen, dich von Rollen, die du meinst, spielen zu muessen (ohne jetzt mal eine Meinung darueber abzugeben, ob du das wirklich musst oder nicht), innerlich besser zu distanzieren.

ich beneide manchmal Leute mit unangenehmen aber festen Persönlichkeiten, weil sie sich bestimmt wohl in ihrer Haut fühlen.

Vielleicht spielen die auch nur Rollen und fuehlen das gar nicht; vielleicht sind sie auch unzufrieden, oder sie sind zufriedener, weil sie in der Lage sind, ihre Rolle und ihre eigenen Gefuehle, ihre "Persoenlichkeit", besser auseinanderzuhalten.

Das ist aber nicht meine Art.

Das spricht fuer deine Persoenlichkeit, aus meiner Sicht.

Also nach meinem Verstaendnis, um das nochmal zu betonen, ist eine Persoenlichkeit nichts, was man sich aufzieht, um besser und glatter mit anderen klarzukommen; dass der Kontakt mit anderen oefter mal schwierig ist, spricht ueberhaupt nicht gegen eine Persoenlichkeit. Wenn unterschiedliche Persoenlichkeiten aufeinandertreffen, laeuft halt nicht immer alles glatt.

Mir geht es einfach momentan sehr stark in der Arbeit so. Viele Menschen kommen besser mit ihrem Stress klar und verlieren selbst dann nicht ihre Persönlichkeit. Wenn ich auch nur über ein paar Wochen gestresst bin, dann bekomme ich ein Burnout und werde innerlich gefühlslos bzw. einfach nur demotiviert. In so einem Fall bleibt einem (besonders in der Arbeit, wo man keinen schlechten Eindruck machen darf) nichts anderes übrig, als eine scheinbare Persönlichkeit zu besitzen und damit in diesem Ambiente klarzukommen.

Ich glaube nicht, dass dein Problem ist, dass du deine Persoenlichkeit verlierst. Es sieht mir eher danach aus, dass deine Arbeitssituation in solchen Faellen mit deiner Persoenlichkeit zu kollidieren scheint (was darauf hindeutet, dass du eine Persoenlichkeit hast, die sich nicht alles gefallen laesst). Vielleicht sind andere Leute besser beim Rollen spielen und sich anpassen; sie haben nicht das Gefuehl, ihre Persoenlichkeit zu verlieren, weil sie schon gar nicht so viel von ihrer Persoenlichkeit da hereingesteckt haben.

"Kalt" sowohl dann, wenn ich einem wirklich ein Kompliment aus meinem Herzen heraus machen will

Das finde ich seltsam. Wie kommst du darauf, dass das dann kalt ist?

r:ando,m_dxawg


@ Lewian

Das finde ich seltsam. Wie kommst du darauf, dass das dann kalt ist?

Hmm, oft liegt das daran dass ich (in Stresssituationen) wenn ich Menschen ins Gesicht sehe nicht besonders klar nachdenken kann. Innerlich habe ich in einem Moment quasi entschieden, ich will ein Kompliment machen, aber sobald ich es ausspreche wird es zu einer Qual, weil manchmal eine gewisse Angst besteht. Das aber nur in Stresssituationen. In dem Moment wirkt es dann eben sehr kalt und emotionslos, manchmal auch böse und häufig sarkastisch.

@ ConanDerZerstärer

@ Lewian

Es ist einfach sehr schwierig. Ich glaube schon, dass es mit Persönlichkeit zusammenhängt und nicht nur den Rollen, in die ich schlüpfe (beide Dinge hängen aber auch in einer gewissen Art und Weise voneinander ab). Als Kind war ich ein sehr liebvoller Mensch, der es den anderen immer Recht machen wollte (ich habe lange Zeit im Ausland gelebt, in dem diese Art sehr üblich ist). Gleichzeitig war ich ein riesen Klassenclown, der immer Aufmerksamkeit brauchte. Als ich wieder nach Deutschland kam, kam ich in eine Depression und ich wurde sehr introvertiert über einige Jahre und ich konnte mich nicht mit meinen Mitmenschen identifizieren, da der Umgang in Deutschland sehr anders ist. Ich glaube seitdem her kann ich mich nicht mehr für eine Persönlichkeit "entscheiden". Irgendwann wurde ich dann mehr selbstzentrierter, weil es eine Art Abwehrmechanismus wurde. Jetzt fällt es mir irgendwie schwer überhaupt zu wissen, was ich will. Ich hatte früher Sarkasmus gehasst, mittlerweile ist er gängig. Ich bin gefühlsmäßig einfach sehr durcheinander, weil das Land in dem ich einst lebte wirklich ziemlich anders zu Deutschland ist, und mich das ein wenig zwiespaltet. Vielleicht ist das für euch nicht sehr nachvollziehbar, aber es ist wirklich sehr merkwürdig und schwierig. Ich habe schon ein wenig damit zu kämpfen, was ich überhaupt fühle in manchen Situationen und nicht nur, in welche Rolle ich dann schlüpfen sollte.

CwoSnanDerZersxtärer


Du machst die Spannung gut deutlich.

Ich glaube nicht dass wir in Deutschland im Zwischenmenschlichen eine freundliche oder herzliche, offene oder authentische, oder kooperative Kultur haben!

An der Arbeit im Büro noch viel weniger.

Ich könnte noch mehr schreiben, aber ich glaube das wäre weder produktiv noch schön zu lesen.

L[ewixan


random_dawg

Das leuchtet mir ein, was du schreibst. Ich finde auch nicht immer einfach, zu wissen, was ich will. Aber die Antwort liegt letztlich in dir bzw. mir selber, nicht in den mitmenschen und was sie erwarten, oder in welche "Rolle" man schluepfen "sollte". Es geht nicht darum, sich eine Persoenlichkeit auszusuchen oder sich fuer eine zu entscheiden; eher geht es darum, etwas zu finden, was eigentlich schon da ist, in uns.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH