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Beziehung mit unsicherem und labilem Menschen?

EehemRaligenr Nutzoer (#*59007x1)


ohne das etwas Schlimmes passiert

Er steuert ja keinen Airbus oder arbeitet als Scharfschütze oder sowas in der Art.

X^i4rain


Zu dem schlafproblem...

Wenn es passiert und er so vor dir hockt um 23.04

Versucht etwas...such bei youtube nach "autogenes training traumreise" such am besten vorher schon ein gutes heraus...da gibts gute und schlechte...umso länger umso besseram anfang...

Schlag ihm vot ihr macht das jetzt.

Das hilft ihm vielleicht ruhiger zuwerden....wenn er mitmacht konzentriert er sich auf seinen körper statt auf seine zwanghaften gedanken.... vielleicht schläft er sogar dabei ein....ich schlaf immer dabei ein...

Mein freund ist nicht psychisch vorbelastet...er denkt nur manchmal unheimlich viel und kann dann nicht schlafen...als es mir mal so mies ging und ich das anmachte....schliefen wir beide sehr ruhig und er gab am nächsten tag zu dass das garnich mal so schlecht war und ihm half zu entspannen

kjat?i|afoxx


Wie ist es denn bei euch weiter gegangen? @:)

PJhenolp{htalein


So meine Lieben,

ich wollte euch mal ein Update bieten, nachdem ihr mir hier ja so zahlreich sehr geholfen habt.

Vorweg: Wir sind noch ein Paar :-)

Im Jänner habe ich ihm mehr oder weniger die Pistole auf die Brust gesetzt, dass es so für mich einfach nicht weitergeht, solange er nicht bereit ist sich professionelle Hilfe zu holen. Zu meiner Verwunderung zeigte er diesmal Einsicht und war bereit sich einen Psychologen zu suchen. Dann gerieten wir erstmal in die langsamen Mühlen der Kassenärzte. Wir haben ewig auf einen Termin gewartet und er hat sich mit dem Psychologen dann auch nicht wohl gefühlt, was wir aber beide als ausschlaggebend für den Therapieerfolg empfanden. Seine Motivation, dass ganze anzugehen wurde damit auch zunehmend weniger. Es folgten viele Diskussionen, da ich der Meinung war er soll zu einem Privatarzt. Er war aber nicht bereit 90-120 Euro pro Sitzung zu bezahlen, wenn er vom Erfolg nicht überzeugt ist. Es war zum Haare raufen. Auch wenn ich schon bemerkte, dass er sich nun viel Mühe gab sich oft zurückzunehmen. Sozial ist er sehr aus sich heraus gekommen und hat sich bewusst Stresssituationen ausgesetzt. Er hat sich in einem Verein angemeldet und er hat auch selbst gesagt, wie sehr im dieser soziale Kontakt in den letzten Jahren eigentlich gefehlt hat. Auch seine Panikattacken wurden mit jedem mal geringer bis sie fast komplett weg waren. Total cool und lässig war er natürlich immer noch nicht, wenn was anstand, aber es war viel besser als vorher. Geredet haben wir immer sehr viel und Dinge klar angesprochen. Wir hatten endlich mal eine etwas ruhigere harmonische Zeit, die wir beide sehr genossen haben. Ich dachte zeitweise wirklich, dass es so eine Zukunft hat. Anfang des Sommers kippte die Situation allerdings extrem. Von heute auf morgen beschloss er in meine Stadt zu ziehen (ich habs eh schon hier geschrieben, aber nochmal zur Info: Wir hatten bisher eine Fernbeziehung und damals im Nov, konnte er nur kurzzeitig länger bei mir wohnen, weil er es sich mit der Arbeit so einteilen konnte). Die neue Situation bedeutete für ihn wohl zusätzlich Stress, denn sein Schlafproblem wurde nun leider wirklich extrem. Er machte mehrere Nächte nacheinander durch, war komplett fertig. An Unternehmungen war nicht zu denken und sein ganzes Verhalten war nur noch Zwangs- und Ritual gesteuert. Es war sehr schlimm. Von seiner Arbeitsleistung will ich nicht reden. Mir hats dann endgültig gereicht mir das mit anzusehen und hab ihn quasi wortwörtlich zum Arzt geschleppt. Er hatte da wohl auch endlich den Punkt erreicht, wo er einsehen musste, er kann so nicht weitermachen. Auch Selbstmorddrohungen hatte er mehrmals ausgesprochen. Es folgten schließlich zahllose Untersuchungen, um organische Ursachen auszuschließen. Auch wenn mir zu dem Zeitpunkt schon mehr als klar war, dass hier ein psychisches Problem vorliegt.

Lange Rede kurzer Sinn, er befindet sich nun bereits seit 6 Wochen in einer therapeutischen Einrichtung und macht dort eine stationäre Therapie. Ich habe ihn seitdem ein Wochenende gesehen und wir hatten auch eine Paarsitzung. In zwei Wochen kann er nach Hause.

Der Abstand hat mir wirklich gut getan, um auch selber aus der Distanz das ganze reflektierter zu betrachten. Ich liebe diesen Mann sehr und auch wenn es wirklich nicht so rüber kommt, gibt er mir unheimlich viel. Wir sind uns sehr nahe und wir führen eine sehr aufrichtige Beziehung. Sowas kannte ich bisher gar nicht. Er zeigt mir jeden Tag aufs neue wie sehr er mich liebt und um mich bemüht ist. Im waren die Dinge, die schief liefen ja immer bewusst, nur leider war er nicht dazu in der Lage es anders zu machen. Er schläft mittlerweile die Nächte durch :)z , hat sein Essensverhalten in den Griff bekommen, aber was viel viel wichtiger ist, ihm ist endlich bewusst geworden, dass viele seiner Verhaltensweisen keine Charakterzüge sind, sondern krankhaft. Viele seiner Zwänge konnte er bereits abbauen. Auch seine extreme Eitelkeit zeigt sich nicht mehr so krass. Ich bin so wahnsinnig stolz was er die letzten Wochen geschafft hat, er wirkt so anders. Er strahlt richtig. In der Einrichtung fühlt er sich sehr wohl, er hat eine wirklich tolle Therapeutin und durch den täglichen Kontakt mit sehr depressiven Menschen wird ihm auch jeden Tag bewusster wie schön sein eigenes Leben eigentlich ist. Er schätzt nun Dinge sehr viel mehr, sieht nicht mehr nur das Negative. Ich bin selbst beeindruckt, was in 6 Wochen alles passieren kann. Ich hab ehrlich gesagt nicht so ganz damit gerechnet, dass das ganze so einen positiven Weg nimmt.

Ich tu mich zur Zeit aber noch unheimlich schwer mich auf seine Worte einzulassen. Er hat mir nun vieles versprochen, was nun anders wird. Er hat verstanden was für ein Ungleichgewicht wir in unserer Beziehung hatten. Natürlich gebe ich ihm nun die Chance und die Zeit mir zu zeigen, dass einiges anders wird. Ich habe ihm aber auch klar gesagt, dass mir die Kraft fehlt,nochmal das Drama des letzten Jahres mitzumachen. Ich kann das nicht mehr und ich will auch nicht mehr, auch wenn mir klar ist ihn mit diesen Worten unter Druck zu setzen. Mir ist klar, dass jetzt nicht ein komplett neuer Mensch aus der Therapie rauskommt. Einige Zwänge werden nach wie vor da sein und dass er generell immer sehr kontrolliert und geplant vorgeht, wird auch weiterhin so bleiben.

Wir werden beide versuchen uns nun neu aufeinander einzulassen. Auch das Paargespräch mit der Therapeutin hat mir sehr gut getan. Ich soll nicht mehr so viel auf ihn eingehen und sofort stop sagen, wenn es mir zu viel wird. Ich soll seine Probleme nicht mehr zu meinen machen. Es wird bestimmt schwer bestimmte Muster zu durchbrechen, aber wir werden es versuchen. Ich bin jedenfalls froh, dass ich noch durchgehalten habe, wenn ich sehe wie weit wir jetzt gekommen sind :-)

Nochmals danke an alle, die mir damals geschrieben haben, ihr habt mir damals wirklich sehr mit euren Worten geholfen! Manchmal tut es einfach gut mal einen Blick von Außenstehenden zu bekommen.

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