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Komme nicht über Geburt hinweg - Wochenbettdepression?

D_ina9x0


an alle

Ich hoffe ihr seid gut ins neue Jahr gestartet

Wettkämpfe unter Eltern

Danae, ja ich sollte wohl wirklich keine Facebook Kommentare lesen. Da zerfleischen sich die Mütter ja teilweise. Männer sind da aber auch nicht besser. Ein befreundetes Paar hat seine Tochter einen Tag vor uns bekommen. Da ging es schon in der Schwangerschaft drum, welches Baby größer, schwerer, sonst was ist. Und jetzt behauptet der Mann manchmal meinem Mann gegenüber, seine Tochter würde ja so wenig schreien. Dabei weiß ich von der Mutter dass genau das Gegenteil der Fall ist.

Sternenkinder

Ich möchte mich an der Stelle entschuldigen. Wenn ich mir meinen Beitrag oben durchlese, klingt er auch etwas abwertend. Genauso wie sich keiner wegen einem Kaiserschnitt, Fläschchen etc. Schämen muss, sollte ich nicht über Plazenta Globulis urteilen @:)

me

Ich bin immer noch am überlegen ob ich meine Hebamme nochmal anrufen soll oder nicht. Es gibt wirklich gute Momente wo ich alles positiv seh. Und dann sitz ich im Auto auf der Strecke Richtung Krankenhaus und spüre wieder dieses unglaubliche Enttäuschung. Will das Krankenhaus auch gar nicht sehen, weil da noch zu viel Angst mitschwingt.

Am Neujahrstag war ich fest entschlossen das Thema mit Hilfe meiner Hebamme anzugehen. Dann denke ich mir wieder, das schaff ich doch locker alleine, gibt ja keinen Grund zu übertreiben.

Mal schauen, ich werd es mir einfach noch überlegen.

W#ater?lix2


Wow. Das war nicht ohne. "Du hast ein gesundes Kind, stell dich nicht so an" ist in so einer Situation leicht gesagt, wird der Lage aber in keinster Weise gerecht.

Hmm, aber im Grunde ist das ja die "vernünftige" Ansicht.

Ich denke mal, du hast da eine Art Trauma erlitten, so eine Geburt ist ja nunmal objektiv betrachtet kein "schönes Erlebnis", sondern schon eine körperliche Ausnahmesituation mit Schmerzen und ggf. auch Angst und bei dir klafft da eben die Erwartung und die Realität extrem auseinander, weshalb du die Realität nicht so leicht verarbeitest. Dafür solltest du dir schnell professionelle Hilfe suchen, damit du das verarbeiten kannst und die Realität, dass jetzt alles gut ist, wieder sehen kannst. Dann gehts dir auch wieder besser. Was ich nicht machen würde, ist alles verdrängen und wegschieben, das kann garantiert nicht gesund sein.

D;iVna9[0


Waterli, ja das stimmt schon irgendwie. Schmerzen habe ich erwartet, diese extreme Angst um das Leben meines Kindes allerdings nicht.

dvanaeM8x7


Waterli

Klar, aber dadurch verschwindet ein trauma ja nicht. Und das so ein Trauma Zeit braucht ist total normal, so ein Jahr, sagt man, etwa.

Dina

Gucke. Du hast es im Blick und das ist das Wichtigste. Wenn es dir doch zuviel wird kannst du jemanden anrufen, aber wie gesagt, bis zu ein Jahr sind nach einem Trauma normal.

_sSter7nenki|nxd_


Guten Morgen an euch alle,

liebe Dina, ich habe mich nicht abgewertet gefühlt, falls Du das gemeint hast @:) .

Besprich Dich doch einfach mit Deiner Hebamme, das wird Dir sicher helfen.

Vertraust Du ihr?

Ich war früher immer der Meinung, das alleine hinzubekommen und dachte oft, ich übertreibe mit meinen Gefühlen.

Aber gerade Hebammen können einem hier gut weiter helfen da sie solche Fälle doch immer wieder haben. Meine hat auch schon die eine oder andere Frau in die Psychiatrie geschickt. Klar sind das Härtefälle und es kommt nicht oft vor. Was ich aber damit sagen will, ist, das sie dadurch viel Erfahrung haben, wenn eben nicht die große Glückseeligkeit einschlägt nach einer Geburt.

Also trau Dich ruhig @:)

DkiGnax90


Hier mal ein Update: am Freitag kommt nochmal meine Hebamme. Hab ihr geschrieben und sie meinte sie kommt gern nochmal vorbei. Hab allerdings seit heute Nacht ein ganz schlechtes Gewissen. Habe von einer stillen Geburt in der 38. Ssw gelesen. Mir tut das so unglaublich leid für die Familie und ich kann nur bewundern wie stark sie das meistern. Sie haben eine wunderschöne Karte mit einem Foto und Fußabdrücke Ihres Sohnes gemacht. Damit ist mir aber nochmal klar geworden, was für ein riesiges Glück ich hatte. Klar hab ich immer gewusst dass ich über mein gesundes Kind glücklich sein kann. Aber als ich das Foto gesehen hab, hat das Schicksal ein Gesicht bekommen. Klar, ich hätte mir einiges anders vorgestellt. Aber das ist doch wirklich ein Luxus Problem wenn ich lese was andere Familien durchmachen.

Ich weiß nicht wie sich meine Gefühle in der nächsten Zeit entwickelt, aber grad bin ich wahnsinnig bestürzt, wie schlimm das Schicksal zuschlagen kann und welches Glück ich dagegen hatte.

E\hemahliger Nut\zer. (#282877x)


Es gibt immer jemanden dem es schlechter geht. Das heißt aber nicht das die eigenen Gefühle und Probleme keine Daseinsberechtigung haben.

Swunfl:owere_73


Schließe mich Aleonor an... Nur weil es bei anderen noch schlimmer lief, verschwinden Deine Probleme und Erfahrungen und deren Folgen nicht...

Blende dieses schlechte Gewissen, weil es Dir schlecht geht und Du um Hilfe bittest, mal aus - und handele dann. Soll heißen: Auf Hilfe zurückgreifen!

Dzina920


Aleonor und Sunflower, danke, ihr habt ja recht!

Heute war meine Hebamme da. Sie hat mir zwei Kontaktadressen gegeben an die ich mich wenden kann. Außerdem habe ich gerade den Geburtsbericht aus der Klinik angefordert.

Meine Befürchtung ist auch, die Angst in eine neue Schwangerschaft mitzunehmen.

Einerseits will ich mal eine natürliche Geburt erleben, mit der ganzen tollen Aufregung drum herum und dem vermeintlich schöneren Geburtserlebnis. Andererseits könnte ich mir nicht vorstellen nochmal so lange auf das Baby zu warten und eine brenzlige Situation zu riskieren. Deswegen denke ich schon an einen geplanten Kaiserschnitt.

Das liegt zwar alles noch in weiter Entfernung, geht mir aber trotzdem durch den Kopf. Ich möchte nicht, dass ich jetzt in der Verarbeitung etwas verpasse und dadurch eine spätere Schwangerschaft belastet wird.

Squnflozwe;r_7x3


Die Erfahrungen werden sie nicht unbedingt belasten... aber ein Einfluss wird letztlich immer da sein, wiel es eine prägende Erfahrung war. Die Frage wird dann sein: Hast Du diesen Einfluss im Griff - oder bestimmt er über Dich? Und genau deswegen ist es wichtig, bereits jetzt zu handeln. Das muss keine lange Therapie sein; das können vielleicht auch nur einige wenige Gespräche sein. Aber best. Gedanken sollten bearbeitet werden... Alles Gute - und toll, dass Du ggü. der Hebamme offen sein konntest!

_]St]erWnenckindx_


Hallo liebe Dina,

schön, das Du Dich noch mit Deiner Hebamme darüber unterhalten hast :-) .

Hat Dir das Gespräch mit ihr geholfen?

Weil Du lediglich von den Kontaktadressen etwas geschrieben hast, was natürlich auch super ist :-)

In der letzten Schwangerschaft habe ich aus meinen Ängsten heraus bei Pro Familia angerufen und so dermaßen ins Telefon geheult, das die Beraterin mitgeheult hat erstmal. Dann hat sie mir sehr gute Tipps gegeben und die Adresse von Schatten und Licht.

Der Armen Frau passiert so ein Drama wohl auch eher selten :-| .

Ich weiss nicht, wenn ich mich zu sehr an den Schicksalen von anderen aufhänge, dann ist das für mich das Zeichen schlechthin, das mit mir/bei mir, derzeit etwas nicht stimmtstimmtich weiss, vom welchem Schicksal Du redest und es ist wirklich schlimm

Und dann fange ich an genau zu reflektieren und darüber nachzudenken.

Mittlerweile erkenne ich ganz gut, wenn ich anfange abzutriften und habe inzwischen gute Strategien entwickelt, um dem entgegen zu wirken.

Dabei könnte Dir zb auch eine Gesprächsttherapie helfen.

Das Du Ängste hast in Bezug auf die nächste Schwangerschaft, das kann ich gut verstehen.

Aber vllt schaffst Du es ja, diese Ängste in den Griff zu bekommen.

Liebe Grüße

Drinxa90


Ich hoffe dass mir der Geburtsbericht etwas hilft. Seit ich von diesem schlimmen Schicksal gelesen habe, habe ich noch mehr Angst als vorher und denke mir oft, wie knapp es war Ich habe mir auch noch die Karte angesehen die sie für ihren Sohn gemacht haben. Ein wunderschönes fertiges Baby

Sternenkind, an Pro Familia hab ich noch gar nicht gedacht. Vielleicht wäre das auch mal eine Überlegung. Meine Hebamme hat mir einen Kontakt zur "emotionalen ersten Hilfe" gegeben.

e\nrietxta


schau mal: [[http://www.buecher.de/shop/gesundheit--medizin/kaiserschnitt-und-kaiserschnittmuetter/meissner-brigitte-r-/products_products/detail/prod_id/11863048/]]

D+iIna9x0


Enrietta, danke für den Link. Das Buch klingt gut.

Habe heute den Bericht aus der Klinik bekommen. Hätte nicht gedacht dass das so unkompliziert geht. Bin mir grad noch nicht sicher ob ich mir damit einen Gefallen getan hab. Habe mir den Bericht mehrmals durchgelesen, dabei sind viele Tränen geflossen. War noch intensiver in der Situation als sowieso schon immer. Habe den Bericht auch an meine Hebamme weitergeleitet damit sie mir Einschätzung gibt. Das was ich mir leise erhofft habe was leider nicht so. Der Bericht war keinesfalls harmloser als ich es in Erinnerung habe. Aber vielleicht kann da meine Hebamme "Entwarnung" geben.

D>inar9x0


Hier noch ein abschließendes Update. Vielleicht kommt ja jemand mal durch die Suchfunktion auf den Thread.

Ich hatte mir ja den Bericht aus der Klinik schicken lassen. Die ersten Tage waren echt heftig, habe mir den Bericht immer wieder durch gelesen. Aber das war das erste Mal, wo ich alles richtig rauslassen konnte.

Habe den Bericht meiner Hebamme weiter geleitet und sie hat meine Einschätzung bestätigt. Es war brenzlig und der Kaiserschnitt die beste Entscheidung. Ich habe die Situation nicht "übertrieben" eingeschätzt sondern so wie sie war. Aber ich kann jetzt endlich das wichtigste sehen: dass ich ein gesundes Kind habe und der Weg dahin im Nachhinein egal ist.

Das vergangene Wochenende Sonntag/Montag war dann sogar das erste, an dem ich kein schlechtes Gefühl hatte und die Nacht nicht wieder und wieder mit Ängsten durchlebt habe.

Also, auch wenn der Bericht im ersten Moment heftig war für mich. Er hat geholfen besser abzuschließen.

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