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große schuld

h~ello Odarkxness hat die Diskussion gestartet


wie geht ihr mit schuld um?

ich rede nicht davon, mal mist zu bauen. das passiert uns allen mal. aber etwas schlimmes getan und große schuld auf sich geladen zu haben, wie kommt man drüber weg? kommt man drüber weg?

wenn hier jemand aus eigener erfahrung sprechen kann: hast du noch selbstachtung übrig? und was ist mit vergebung? gibt es das überhaupt?

ein bisschen konfus, sorry.

zu mir: ich habe etwas unverzeihliches gemacht und komme damit nicht klar. überhaupt nicht, ehrlich gesagt. vielleicht schreibe ich später mehr dazu, aber grade finde ich es ganz gut, das thema eher allgemein zu halten.

Antworten
d?jerxmo


Ich glaube, das Ganze hängt vom persönlichen Gewissen ab, wie groß es ist.

Manche Leute haben große Schuldgefühle, wenn sie im Supermarkt einfach einen Apfel unbezahlt essen würden und manche morden und kommen drüber weg, weil sie meinten, es stünde ihnen zu, da derjenige ihnen was getan hat.

Das nur mal so als Beispiel. Es hängt also wirklich von Deinem Gewissen und auch Deiner Tat ab.

Wenn das schlechte Gewissen dann halt arge Schwierigkeiten bereitet, hilft es nur, sich mit der Sache auseinanderzusetzen, und ich vermute, mit der Zeit kommt man dann klar, gewöhnt sich dann auch etwas daran, etwas Schlimmes getan zu haben.

M%ilkyz_ex77


Ich glaube die Frage ist zu theoretisch, um Antworten zu bekommen, die dir weiterhelfen.

Wieso hast du diese Schuld auf dich geladen?

War es "böse Absicht" und die Schuldgefühle sind erst danach gekommen?

Oder war es ein "Unfall", und du kannst nichts dafür?

Hast du vor der Tat gewusst, dass es unangenehme Konsequenzen haben kann/wird, oder war es unabsichtlich?

M5yDecjetmber


Ich glaube auch, dass es was mit dem Gewissen zu tun hat. Das ist von Mensch zu Mensch leider unterschiedlich, wie djermo das bereits erklärt hat. Es gibt ja auch Fälle, in denen man sich für jemand anderen verantwortlich fühlt und dessen Schuld auf sich lädt.

und was ist mit vergebung? gibt es das überhaupt?

Ich denke schon, dass es Vergebung gibt, aber oft können schwerwiegende Dinge einfach nie wieder vergessen werden. Meiner Meinung nach ist ein Schuldeingeständnis von Vorteil. Aber das muss jeder für sich ausmachen.

Wenn du magst, kannst du dein Problem gern hier schildern. Milky_e77 hat dafür ja schon die passenden Fragen gestellt. Vielleicht können wir deiner Konfusion entgegenwirken.

oonodQisep


Hey - schon 3 Beiträge, die mit "ich glaube" anfangen. Hallo! Wie man mit einer schweren Schuld umgeht ist wohl von Person zu Person unterschiedlich. Nehmen wir mal Gregory House, der in seiner Fersehserie seine Fehler damit "rechtfertigt", dass er mehr Menschenleben gerettet hat, als falsch diagnostiziert hat. So kann man auch etwas nicht mehr gut zu machendes in gewisser Weise kompensieren und sein Gewissen beruhigen. Ansonsten dürfte die Aussprache der richtige Weg zum Ziel sein.

rRalfl(indxen


Es kommt meines erachtens auch drauf an, wem gegenüber man diese "Schuld" zu haben scheint.

Ist es der (Ehe)Partner, der Gesellschaft im allgemeinen, dem Vorgesetzten, "Gott" (also Religöse Schuld) oder sonst jemanden oder einer Einrichtung.

Vielleicht magst du da etwas genauer werden können, damit die Antworten dann auch besser passen. Denn je nachdem wem du gegenüber die Schuld zu haben scheinst, könnte ich was dazu sagen

h<elVlo da2rknexss


vorab schonmal danke für eure antworten, aber: hm.

ich habe meinen hintergrund absichtlich außen vor gelassen. es geht mir nämlich nicht um die bewertung und gewichtung meiner ganz persönlichen schuld. ich meine das so: wenn ich hier schreibe, es geht um (achtung, beispiel!) fahrerflucht, wäre das dreh- und angelpunkt der antworten. die schreiber würden mir sagen, wie abscheulich oder nicht abscheulich sie das, was ich getan habe, finden und wie berechtigt oder nicht berechtigt meine schuldgefühle ihrer ureigenen ansicht nach sind.

darum geht es für mich aber nicht. dass ich mich schuldig fühle, ist fakt und mein schuldgefühl erstmal die konstante in diesem thread.

die fragen, die ich mir und jetzt auch hier stelle, sind eher so: wie geht man damit um, ein schlechter mensch zu sein? bleibt die schuld für immer? arbeitet die zeit ein bisschen zu meinen gunsten? wiegen viele gute taten bzw. gute jahre, eine wirklich schlechte tat irgendwann ein wenig auf? wie kriegt man das selbstbild mit dem bild, das andere von einem haben, gut zusammen ohne verrückt zu werden? wie kann man gut mit selbstekel leben? wie viel einfluss haben die schuldgefühle auf das, was man aus dem rest seines lebens noch so macht? darf man sich das leben trotzdem schön machen? etc.pp.

rgalHfli_ndxen


So einfach kannst du dir das leider nicht machen. Wenn du "allgemein" und nur "als Beispiel" anführst, dann werden dir hier die Leute nicht so helfen können, wie du es dir wünschst.

"Schuld" - vermittelt den Gedanken, dass ein Ungleichgewicht entstanden ist. Jetzt ist es Fakt, dass man schon benennt, wie "gewichtig" das Ungleichgewicht ist.

Wenn ich 10€ Schulden bei einem Freund habe, ist das auch eine Schuld. Und wenn ich jemand bin, der kein Geld übrig hat, dann mag das eine "schwere" Schuld, sein, weil ich es nicht zurückzahlen kann. Habe ich aber 1.000 € auf dem Konto, dann wiegt die Schuld nicht so schwer - ich betrachte es als geliehen und er Freund weiß, das er bekommt.

Bei Sachwerten ist das einfacher - aber sobald Menschenleben oder sogar Vertrauen und Enttäuschungen dazukommen, dann wird es viel komplexer. Sachwerte kann man ersetzen - notfalls die Versicherung anrufen. Aber das andere ist schon schwieriger

Wir könnten jetzt "raten", was du getan hast - ob du es uns dann auch sagen würdest? Wahrscheinlich nicht.

Darum nochmal die Bitte (sofern möglich): Wem gegenüber hast du deine Schuld?

NFordix84


Auch wenn du anderer Meinung bist: Doch, die ganz konkreten Umstände spielen eine riesen Rolle bei der Beantwortung deiner Fragen. Hat man ausversehen (sprich bei nem Unfall o.ä.) Mist gebaut ist die ganze Ausgangslage ne andere als wenn man bewusst etwas getan hat. Oder hat man Schuldgefühle weil man an irgend ner Stelle weggeschaut hat und im nachhinein erfahren hat das etwas schlimmes passiert ist ? Gibt tausend Ursachen für solche Gefühle, nicht alle sind rational. Und je nach Ursache lassen sich deine Fragen anders beantworten.

Beispiel: Hat man ausversehen Mist gebaut darf man natürlich sein Leben noch genießen, bei Vorsatz sieht das für mich anders aus.

kRarstexn;jörxg


Unverzeihlich können nur Verbrechen gegen Leib und Leben anderer Menschen sein.Diese Taten kann man nur sühnen!Wenn Du damit was zu tun hast vertraue Dich der Polizei an und erleichtere Dein Gewissen !Wenn Deine Tat aber finanzieller oder materieller gar verleumderischer Art war stelle Dich der Tat und bitte den oder die Geschädigten um Wiedergutmachung und Verzeihung.Ich hoffe Du hast nichts mit er erstgenannten Möglichkeit etwas zu tun!Solange wie Du Deine Tat mit Dir alleine herumträgst wirst Du keine Ruhe finden also öffne Dich und vertraue Dich einer Dir nahestehenden Person an.Das könnte ein guter Freund oder Familieangehörige sein.Dann bist Du nicht mehr allein und hast Hilfe bei der Suche nach einem positiven Ausweg.

Ich wünsche Dir die Kraft Dein Unrecht wieder gut zu machen.

dTjeFr2mo


Das ist alles zu hypothetisch, und die Antworten auf Deine Fragen wurden im Groben ja schon gegeben. Es hängt von deinem Gewissen ab. Und wir wissen ja konkret nicht, was du getan hast, dann ist es noch schwerer, konkreter zu antworten.

a:.fixsh


Wenn du "allgemein" und nur "als Beispiel" anführst, dann werden dir hier die Leute nicht so helfen können, wie du es dir wünschst.

Das weißt Du doch gar nicht. Die Fragen, die hello darkness stellt, drehen sich darum wie Du (oder jemand anderes) mit Schuld umgeht, was spielt es da für eine Rolle, worum es bei ihr geht? Ob Deine Antworten für sie hilfreich sind oder nicht, wirst Du ihr schon selber überlassen müssen. Wenn Du Dich außer Stande siehst, hier zu antworten, dann lass es doch einfach.

hello darkness, sorry *:) Mich nervt dieses Nachbohren in solchen Situationen immer ziemlich. Zum Thema muss ich noch nachdenken, ob und was ich Dir schreiben kann, das Thema spielt(e) in meinem Leben immer eine recht große Rolle.

syeve^nthreCe


Bewertung und Gewichtung hängt aber immer mit der Tat zusammen, man kann dies nicht trennen und eine allgemeingültige Strategie daraus ableiten.

h_ell3o9 daSrknSexss


a.fish hat mich verstanden, danke dafür.

So einfach kannst du dir das leider nicht machen. Wenn du "allgemein" und nur "als Beispiel" anführst, dann werden dir hier die Leute nicht so helfen können, wie du es dir wünschst.

aber wieso kann ich das nicht? genau so wünsche ich es mir doch: allgemein und ohne bezug zu meiner konkreten ausgangslage. persönliche erfahrungen anderer, aus denen ich vielleicht für mich etwas rausziehen kann oder auch nicht, das kann man vorher nunmal nicht so genau wissen.

Wir könnten jetzt "raten", was du getan hast - ob du es uns dann auch sagen würdest? Wahrscheinlich nicht.

keine ahnung, will ich nicht ausschließen, aber ich sehe eben die notwendigkeit so überhaupt nicht.

Doch, die ganz konkreten Umstände spielen eine riesen Rolle bei der Beantwortung deiner Fragen.

wieso?

uff, ich fühle mich so missverstanden. ich kann natürlich niemanden davon abhalten, zu raten, aber versteht ihr nicht: das ist gar nicht das thema für mich.

aus erfahrung weiß ich nämlich bereits sehr gut, dass mir das nicht hilft, wenn jemand das ganze drumherum beurteilt. mir können x menschen sagen, dass ich widerwärtig bin und hoffentlich bald vom blitz getroffen werde und mir können x+1 menschen sagen, dass es ihrer meinung nach halb so schlimm ist und ich kein schlechtes gewissen haben muss. nützt gar nichts, weder so, noch so. es ändert nichts an meinem schuldgefühl, was andere darüber denken.

Beispiel: Hat man ausversehen Mist gebaut darf man natürlich sein Leben noch genießen, bei Vorsatz sieht das für mich anders aus.

damit kann ich etwas anfangen.

!Wenn Du damit was zu tun hast vertraue Dich der Polizei an

das ist vielleicht nicht unwesentlich: das ganze ist schon ein paar jahre her und wurde auch offiziell geklärt. um mich herum, wissen also alle bescheid, mit denen ich zu dem zeitpunkt zu tun hatte. ich habe mich dazu bekannt.

Das ist alles zu hypothetisch, und die Antworten auf Deine Fragen wurden im Groben ja schon gegeben.

okay, da hatte ich wohl zu viel erwartet.

Bewertung und Gewichtung hängt aber immer mit der Tat zusammen, man kann dies nicht trennen und eine allgemeingültige Strategie daraus ableiten.

aber um die tat geht es doch nicht. sondern das was davon bleibt: die schuld und der umgang damit. dass es keine allgemeingültige strategie gibt, ist klar. wann gibt es die schon? aber erfahrungswerte von anderen können schon hilfreich sein, auch wenn die hintergründe verschieden sind.

Zum Thema muss ich noch nachdenken, ob und was ich Dir schreiben kann, das Thema spielt(e) in meinem Leben immer eine recht große Rolle.

nochmal danke, a.fish, du hast es kapiert und wenn du dazu nichts sagen kannst, ist es auch in ordnung. ist ja auch schwierig. aber bei mir spielt das ganze eben auch eine große rolle, schon lange unverändert groß und daher auch der wunsch nach austausch.

d1jermxo


Trotzdem, man kommt sich auch ein bisschen verarscht vor, wenn man die Situation nicht genannt bekommt, aber trotzdem "geben soll", also helfen soll.

Wir haben bereits alles gesagt, was man sagen kann, so allgemein, ohne was zu wissen.

Ich bin dann jetzt hier raus. *:)

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