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große schuld

keolWtr&ast


dass du ein paar dinge aufgeschrieben hast, an die ich nie denken kann weil es sich zu blöd und ...schlimm anfühlt.

Mit fortschreitender Therapie wirst Du hoffentlich fähig werden, daran zu denken und das "Blöde" und "Schlimme" sagen können. Erst DANN weiss die Therapeutin, wo sie ansetzen muss - vorher kann/muss sie nur raten, weil sie das Gespräch im Fluss halten will.

was mich aber fast noch mehr stört ist, dass sie wohl keine blasse ahnung hat worüber wir beim letzten mal gesprochen haben und wer ich bin

Wahrscheinlich weiss sie es sehr wohl - wird sich Notizen machen nach der Stunde - und geht vielleicht davon aus, dass jedes mal "neu" anfangen es Dir erleichtert, zur Sache zu kommen.

es hat mich sehr durcheinander gebracht und viele gedanken ausgelöst, die ich nicht denken will. obwohl ja noch so gar nichts passiert ist und über das eigentliche thema nicht gesprochen wurde. aber auf der anderen seite will ich noch immer etwas "tun" in der ganzen sache weil es so wie es jetzt ist und die letzten paar jahre war, auch nicht weitergehen soll...

Die Therapeutin ist wohl nicht so schlecht, wie Du denkst... sie hat Dich zum Nachdenken gebracht - ohne das Thema zu kennen. Möglicherweise ahnt sie, wo es lang gehen könnte. Du "willst diese Gedanken nicht denken"; das verstehe ich, aber Du MUSST sich damit auseinandersetzen, damit Dein Leben nicht mehr so weitergeht, wie die letzten Jahre.

aber dann in der stunde war alles weg. wobei nee, nicht weg, aber es ging einfach nicht raus. das klingt wahrscheinlich ziemlich blöde, aber es war wirklich so. wie blockiert.

... und wenn Du ihr das SCHREIBST, was Du nicht zu sagen wagst?

k.o+ltrxast


...es geht mir besser. Danke der Nachfrage *:)

h/ellos darklness


schön dass es dir besser geht, koltrast! @:)

Mit fortschreitender Therapie wirst Du hoffentlich fähig werden, daran zu denken und das "Blöde" und "Schlimme" sagen können. Erst DANN weiss die Therapeutin, wo sie ansetzen muss - vorher kann/muss sie nur raten, weil sie das Gespräch im Fluss halten will.

das stimmt, ja.

Wahrscheinlich weiss sie es sehr wohl - wird sich Notizen machen nach der Stunde - und geht vielleicht davon aus, dass jedes mal "neu" anfangen es Dir erleichtert, zur Sache zu kommen.

ich weiß nicht... gehört dazu auch, dass sie jedes mal ganz gegensätzliche sachen sagt? einmal so, beim nächsten mal ganz anders? weil sie mich so "aus der reserve locken" will?

Die Therapeutin ist wohl nicht so schlecht, wie Du denkst... sie hat Dich zum Nachdenken gebracht - ohne das Thema zu kennen. Möglicherweise ahnt sie, wo es lang gehen könnte. Du "willst diese Gedanken nicht denken"; das verstehe ich, aber Du MUSST sich damit auseinandersetzen, damit Dein Leben nicht mehr so weitergeht, wie die letzten Jahre.

ich halte sie nicht grundsätzlich für schlecht. ich habe bloß kein gutes gefühl mit ihr, aber finde es auch schwer einzuordnen ob das gerechtfertigt ist oder nicht.

ja ich muss mich auseinandersetzen. koltrast, ich weiß das... ich weiß nur nicht wie. wo anfangen? und wie angst und den selbsthass für eine weile links liegen lassen, um sich stellen zu können... ich glaube es ist nicht nachvollziehbar, aber es ist mir oft zu viel und ich weiß nicht wie ich es schaffen soll. was sicher lächerlich klingt von außen betrachtet kann ich mir vorstellen.

k!oltrxast


gehört dazu auch, dass sie jedes mal ganz gegensätzliche sachen sagt? einmal so, beim nächsten mal ganz anders? weil sie mich so "aus der reserve locken" will?

...könnte schon sein! Ich weiss es nicht und Du hast auch kein Beispiel geschrieben.

ich halte sie nicht grundsätzlich für schlecht. ich habe bloß kein gutes gefühl mit ihr, aber finde es auch schwer einzuordnen ob das gerechtfertigt ist oder nicht.

Ja, da ist schwierig zu raten. Ist sie Dir unsympathisch? Erinnert sie Dich rein äusserlich an jemanden, den Du nicht magst? Oder rührt Dein ungutes Gefühl da her, dass Du Angst hast, dass sie Dich etwas fragt, worauf Du nicht antworten möchtest? Es könnte sein, dass sie in absehbarer Zeit etwas stärker "nachbohrt". Wisse in dem Fall, dass sie das nicht aus persönlicher Neugierde macht, oder um Dich zu werten - sondern nur deshalb, weil sie Dir helfen will, Dich zu öffnen. Nur dann kann das bearbeitet werden, was Dein Leben so sehr überschattet.

ich weiß nur nicht wie. wo anfangen?

Ich schreibe noch einmal, was ich schon riet: sag ihr, dass Du nicht zusammenhängend erzählen kannst und deshalb "Puzzleteile" erzählst, die irgend wann ein ganzes Bild ergeben. Sie wird es gewohnt sein, dass die Leute nicht druckreif ihre innersten Probleme schildern.

und wie angst und den selbsthass für eine weile links liegen lassen, um sich stellen zu können...

Sag ihr, dass Du Angst hast.

Was der Selbsthass damit zu tun hat, erschliesst sich mir nicht. Willst Du Dich selber hassen und "verbietest" Dir quasi, das Schlimme zu erzählen, damit Du leiden musst, weil du denkst/glaubst, dass du das Leiden "verdient" hast? Oder hasst du dich aus anderen Gründen selber? Weshalb wohl? Vielleicht beginnst Du Deine Geschichte mit diesem Punkt und sprichst den Selbsthass an.

ich glaube es ist nicht nachvollziehbar, aber es ist mir oft zu viel und ich weiß nicht wie ich es schaffen soll. was sicher lächerlich klingt von außen betrachtet kann ich mir vorstellen.

Nein, klingt für mich nicht lächerlich. Ich ahne, dass Du eine hohe und dicke Mauer um Dein Inneres gebaut hast und weisst (noch) nicht, WO Du den Durchbruch anfangen sollst.

:)* :)_

dAanJaex87


Ich finde das klingt alles ganz normal bei dir, was dein Empfinden angeht. Da sind halt wirklich sehr gut eintrainierte Muster und die zu durchbrechen ist sehr sehr unangenehm. So wie es auch unangenehm wäre, wenn man sich nackt auf einen Marktplatz stellen würde. Wir haben alle gelernt, dass man sowas nicht macht, dass es falsch ist sowas zu machen. Erziehung wäre sinnlos wenn diese Lektionen nicht nachhallen würde. ;-)

An deiner Stelle würde ich versuchen die Nachfragen nach ihrer Arbeit aufzuschreiben und ihr vorher zu mailen oder ihr zu geben. Es wäre schlicht wichtig zu wissen ob sie wirklich nicht weiß wer du genau bist oder ob das System hat. Beides ist möglich, genau wie bei den widersprüchlichen Aussagen.

h1ello darLknesxs


hallo koltrast und danae!

Ist sie Dir unsympathisch? Erinnert sie Dich rein äusserlich an jemanden, den Du nicht magst?

nein sie erinnert mich an niemanden, denke ich. hmm unsympathisch ist das falsche wort, es ist einfach ihr art und ihr verhalten. sie ist sehr fahrig und unruhig, während ich da sitze und erzähle, kramt sie auf ihrem schreibtisch herum, notiert mal hier und mal da, läuft zum fenster um es zu öffnen, nur um es kurze zeit wieder zu schließen. ja irgendwie ist es sicher auch schwer, es mir recht zu machen. einerseits macht es mich nervös, wenn sie sich dann irgendwann endlich hinsetzt und mich anguckt und andererseits macht es mich genauso nervös wenn sie rumläuft und rumräumt.

es ist aber auch egal, ich habe beschlossen mir weniger gedanken (am besten gar keine mehr!) darüber zu machen, was mich an IHR "stört" bzw. ich nicht gut finde, sondern mehr darüber wie ich es besser hinkriegen kann in der therapie. das muss mein fokus sein und eigentlich nur das.

Oder rührt Dein ungutes Gefühl da her, dass Du Angst hast, dass sie Dich etwas fragt, worauf Du nicht antworten möchtest?

ja natürlich habe ich davor auch angst. allein beim gedanken daran kriege ich so viele gefühle gleichzeitig dass mir der kopf fast platzt. ich weiß auch nicht was mit mir los ist, ich wäre gerne anders.

Sag ihr, dass Du Angst hast.

Was der Selbsthass damit zu tun hat, erschliesst sich mir nicht. Willst Du Dich selber hassen und "verbietest" Dir quasi, das Schlimme zu erzählen, damit Du leiden musst, weil du denkst/glaubst, dass du das Leiden "verdient" hast?

nein ich wünschte ich müsste mich nicht hassen.

ich denke zwar schon dass ich das alles genau so verdient habe, also dass ich wegziehen musste, keinen kontakt mehr zur familie habe usw, aber in dem zusammenhang meine ich es anders:

ich war in den letzten beiden stunden ein paar mal an einem punkt, an dem ich gerne etwas bestimmtes angesprochen hätte. hatte es mir vorgenommen, formulierungen zurecht gelegt und zur sicherheit notiert. gut, den zettel habe ich schon im bus vor aufregung nass geschwitzt und klein gerissen, aber egal. ich hätte die bestimmte sache wirklich gerne erzählt, es war nicht einmal etwas "krasses". dann ist der moment gekommen, ich fühle mich auch bereit und dann kommen plötzlich neben der angst auch gedanken wie: "himmel das kannst du nicht sagen. das kannst du niemanden sagen. niemandem. was bist du nur für eine? du bist furchtbar. du bist böse. du bist widerlich..." und dann denke ich, dass sich die therapeutin bestimmt nicht anmerken lässt, wenn sie mich furchtbar und böse und widerlich findet, aber dass sie es trotzdem von mir denkt, weil es einfach tatsache ist. und dann hakt sie mich wahrscheinlich ab. sie ist ein profi, aber sie hakt mich ab. sie macht die 20 therapiestunden zu ende, weil sie muss, aber sie ist froh, wenn sie mich wieder los ist. diese gedanken spirale läuft dann los und ich kann am ende einfach nicht mehr sagen, was ich sagen wollte.

Ich finde das klingt alles ganz normal bei dir, was dein Empfinden angeht. Da sind halt wirklich sehr gut eintrainierte Muster und die zu durchbrechen ist sehr sehr unangenehm.

ja und schwierig. ich glaube das ich zumindest einige dieser muster an mir erkenne. ich nehme mir dann vor, dass nächste mal anders zu machen und es zu schaffen. ja, aber beim nächsten mal wieder genau derselbe film und ich entwickle noch mehr negative gefühle gegen mich, weil ich zu schwach und zu dumm bin um es hinzukriegen. so schwer ist das doch nicht oder?

An deiner Stelle würde ich versuchen die Nachfragen nach ihrer Arbeit aufzuschreiben und ihr vorher zu mailen oder ihr zu geben. Es wäre schlicht wichtig zu wissen ob sie wirklich nicht weiß wer du genau bist oder ob das System hat. Beides ist möglich, genau wie bei den widersprüchlichen Aussagen.

ja das werde ich wohl so machen, das ist eine gute idee.

im moment wackeln meine nächsten termine blöderweise. den heute musste ich schon mal absagen, weil ich mir leider den fuß gebrochen habe. seit gestern bin ich wieder zu hause aber ich weiß noch nicht wie ich es die nächsten wochen schaffe da hinzukommen. mal sehen

kYoltlrast


hallo darkness

im moment wackeln meine nächsten termine blöderweise. den heute musste ich schon mal absagen, weil ich mir leider den fuß gebrochen habe. seit gestern bin ich wieder zu hause aber ich weiß noch nicht wie ich es die nächsten wochen schaffe da hinzukommen. mal sehen

War auch nicht hier und lese jetzt mit Bestürzung von Deinem Unfall. Bist wohl operiert worden und hast jetzt ein Gipsbein und Schmerzen. Ich wünsche Dir von Herzen gute Besserung und dass der Fuss wieder heil wird. Auf die Arbeit kannst Du jetzt wohl auch nicht und bist krank geschrieben.

Nimm' - wenn es geht - den nächsten Psychologentermin wahr. Unterbruch ist nicht gut, jetzt, wo Du langsam den Mut findest, Dich zu öffnen.

es ist einfach ihr art und ihr verhalten. sie ist sehr fahrig und unruhig, während ich da sitze und erzähle, kramt sie auf ihrem schreibtisch herum, notiert mal hier und mal da, läuft zum fenster um es zu öffnen, nur um es kurze zeit wieder zu schließen.

Das geht GAR NICHT! Die würde mich auch nerven. Mein Psychiater ist GANZ für mich da die Stunde, es gibt für ihn nichts Wichtigeres als mich. In DIESER Athmosphäre kann ich ihm ALLES sagen. Würde er sich verhalten wie Deine Therapeutin, würde ich mich nicht ernst genommen fühlen.

sondern mehr darüber wie ich es besser hinkriegen kann in der therapie. das muss mein fokus sein und eigentlich nur das.

Das heisst, dass Du ein sehr gutes Nervenkostüm anziehen musst ;-D und wenn Du das kannst :)=

ich war in den letzten beiden stunden ein paar mal an einem punkt, an dem ich gerne etwas bestimmtes angesprochen hätte. hatte es mir vorgenommen, formulierungen zurecht gelegt und zur sicherheit notiert. gut, den zettel habe ich schon im bus vor aufregung nass geschwitzt und klein gerissen, aber egal. ich hätte die bestimmte sache wirklich gerne erzählt, es war nicht einmal etwas "krasses". dann ist der moment gekommen, ich fühle mich auch bereit und dann kommen plötzlich neben der angst auch gedanken wie: "himmel das kannst du nicht sagen. das kannst du niemanden sagen. niemandem. was bist du nur für eine? du bist furchtbar. du bist böse. du bist widerlich..." und dann denke ich, dass sich die therapeutin bestimmt nicht anmerken lässt, wenn sie mich furchtbar und böse und widerlich findet, aber dass sie es trotzdem von mir denkt, weil es einfach tatsache ist. und dann hakt sie mich wahrscheinlich ab. sie ist ein profi, aber sie hakt mich ab. sie macht die 20 therapiestunden zu ende, weil sie muss, aber sie ist froh, wenn sie mich wieder los ist. diese gedanken spirale läuft dann los und ich kann am ende einfach nicht mehr sagen, was ich sagen wollte.

Du beschreibst Deine Überwindung sehr gut und Dein Gedankenkreiseln auch. Gib' der Therapeutin das, was du uns hier geschrieben hast, ausgedruckt, wenn Du es nicht sagen kannst. Sie wird beim Lesen merken, wie empfindsam Du bist und deshalb falsche Rücksichten nimmst - und wie gross Dein Selbsthass ist.

DEN müsste man zuerst angehen in der Behandlung und dann den Rest, finde ich. Vielleicht legst Du Dir eine Art Mantra zu: -Ich will mich nicht mehr hassen, denn ich habe genug gehasst. Es ist Schluss mit dem Hass. Jetzt. ... oder halt so ähnlich.

ja, aber beim nächsten mal wieder genau derselbe film und ich entwickle noch mehr negative gefühle gegen mich, weil ich zu schwach und zu dumm bin um es hinzukriegen. so schwer ist das doch nicht oder

... Die Therapeutin müsste Dir helfen, einen anderen Film zu machen = das Verhaltensmuster aufzuweichen und langsam zu ändern.

Zitat

An deiner Stelle würde ich versuchen die Nachfragen nach ihrer Arbeit aufzuschreiben und ihr vorher zu mailen oder ihr zu geben. Es wäre schlicht wichtig zu wissen ob sie wirklich nicht weiß wer du genau bist oder ob das System hat. Beides ist möglich, genau wie bei den widersprüchlichen Aussagen.

ja das werde ich wohl so machen, das ist eine gute idee.

DAS hast Du schon ein paarmal gewollt - aber es noch nicht geschafft. Vielleicht schaffst Du es jetzt, wo Du krank geschrieben bist und "genug" Zeit hast. Ich drücke Dir die Daumen.

h3ell+ot daKrknesxs


danke koltrast @:)

es ist nicht so schlimm und wird bestimmt wieder, aber ein bisschen fällt mir die decke auf den kopf. nicht ohne schwierigkeiten raus zu können, finde ich schwer. ich bin am liebsten draußen, auch in der arbeit den ganzen tag und das geht jetzt für eine ganze weile nicht. aber das geht auch wieder vorbei und es gibt schlimmeres. alles gut.

Nimm' - wenn es geht - den nächsten Psychologentermin wahr. Unterbruch ist nicht gut, jetzt, wo Du langsam den Mut findest, Dich zu öffnen.

das habe ich fest vor. bis zum nächsten donnerstag ist auch noch ein bisschen hin, ich denke das werde ich dann bestimmt hinkriegen.

Du beschreibst Deine Überwindung sehr gut und Dein Gedankenkreiseln auch. Gib' der Therapeutin das, was du uns hier geschrieben hast, ausgedruckt, wenn Du es nicht sagen kannst. Sie wird beim Lesen merken, wie empfindsam Du bist und deshalb falsche Rücksichten nimmst - und wie gross Dein Selbsthass ist

puh, meinst du wirklich ich soll ihr das so aufschreiben? es ist so furchtbar dämlich aber mein erster gedanke dazu war: "hilfe nein, dann weiß sie doch bescheid was alles in mir abgeht. viel zu persönlich, viel zu intim." ich WEIß dass sie wissen muss, was in mir vorgeht damit sie mir weiterhelfen kann und ärgere mich so über meine angst, scham, blöde verschlossenheit. etwas aufzuschreiben und ihr zu geben ist immerhin einfacher als auszusprechen... zumindest sollte es einfacher sein.

ach koltrast du schreibst ja selbst:

DAS hast Du schon ein paarmal gewollt - aber es noch nicht geschafft.

und das stimmt. es fühlt sich nicht gut an, dieses herum winden ohne das ÜBER winden zu schaffen. ich muss wahrscheinlich strenger mit mir sein und mir mehr abverlangen damit es nicht beim wollen bleibt und am ende doch wieder ein zögern wird. immerhin habe ich jetzt viel zeit, in diesen punkten klarer und aktiver zu werden.

Vielleicht legst Du Dir eine Art Mantra zu: -Ich will mich nicht mehr hassen, denn ich habe genug gehasst. Es ist Schluss mit dem Hass. Jetzt. ... oder halt so ähnlich.

oh das geht tief grade... ja, ich will nicht mehr, ich will den hass wirklich nicht mehr. es ist so ein starkes gefühl dass alles andere auslöscht in dem moment. aber genug? ich weiß nicht, ob es damit überhaupt genug sein kann irgendwann.

hfello rdarzknexss


ok...nägel mit köpfen, ich maile der therapeutin. dafür habe ich versucht diese "blockade" oder was auch immer es ist, was mich abhält bestimmte dinge anzusprechen, ein bisschen neutraler zu beschreiben als hier. so:

Mein Problem ist, sobald ich etwas ausprechen will, auch schon die richtigen sätze dafür parat habe und eigentlich weiß wie ich anfangen will, passiert das:

- ich bekomme Angst dass ich es nicht richtig erkläre, nicht vollständig, nicht zum wichtigen punkt komme und es dann am ende nicht das ist worauf ich hinaus wollte und ein ganz anderes und vor allem falsches Bild entsteht.

- dazu Angst dass ich es genau so erkläre, wie es richtig ist und genau dadurch bestätigt wird was ich selbst von mir weiß: ich bin ein böser Mensch.

- Angst dass Sie Angst, hass und ekel vor mir bekommen und nicht weiter machen wollen mit der Therapie.

- Angst dass man bösen Menschen nicht helfen kann, weil das alles einfach nichts bringt.

- Zweifel ob ich manche gedanken so überhaupt denken darf, ob sie berechtigung haben und richtig sind und es mir in meiner situation zusteht obwohl ich schlecht bin.

es ist vielleicht noch nicht ganz vollständig. ich muss noch nachdenken. wenn ihr tipps für änderungen habt, nehme ich die gerne an. was ich auf gar keinen fall möchte: es soll nicht selbst mitleidig klingen oder wie gejammere, weil ich will wirklich nicht jammern dass ich das einfach nicht hinbekommen habe bis jetzt. ich will es wirklich hinbekommen und daran arbeiten ohne rumzujammern.

und es soll nicht so rüber kommen im sinne von "ich schreibe dass ich mich als bösen menschen sehe, damit sie mir sagt, dass ich kein böser mensch bin." 1. kann sie das gar nicht beurteilen, noch nicht und 2. geht es für mich nicht darum, sondern um diese gedanken filme, die mich so sehr einbremsen.

dhana2e8x7


ja und schwierig. ich glaube das ich zumindest einige dieser muster an mir erkenne. ich nehme mir dann vor, dass nächste mal anders zu machen und es zu schaffen. ja, aber beim nächsten mal wieder genau derselbe film und ich entwickle noch mehr negative gefühle gegen mich, weil ich zu schwach und zu dumm bin um es hinzukriegen. so schwer ist das doch nicht oder?

Doch, sowas ist richtig schwer. Genauso schwer wie "einfach mal" jemandem Fremdes übers Gesicht zu lecken oder anzupinkeln oder so. Es geht gegen alles was man gelernt hat, rüttelt das Selbstbild total durch und ist negativ aufgeladen.

Deine Mail finde ich gut, schreib das letzte einfach dazu und dann auch noch gleich wie dich die anderen Sachen an ihr irritieren, dass nicht wissen wer du bist, das Gehampel und soweiter. Dann hast du es mit einem Mal raus.

Was wäre eigentlich schlimmer: wenn du es ihr erzählst und sie fände dich danach ganz schrecklich oder wenn du es ihr erzählst und sie fände dich gar nicht so grauenhaft?

hGellXo dark]ness


und dann auch noch gleich wie dich die anderen Sachen an ihr irritieren, dass nicht wissen wer du bist, das Gehampel und soweiter. Dann hast du es mit einem Mal raus.

puh, meinst du wirklich? nicht besser erstmal "meine dinge" ansprechen und abwarten, wie sie damit umgeht?

Was wäre eigentlich schlimmer: wenn du es ihr erzählst und sie fände dich danach ganz schrecklich oder wenn du es ihr erzählst und sie fände dich gar nicht so grauenhaft?

es wäre definitiv schlimmer, wenn sie mich furchtbar findet. nicht weil ich ausgrechnet auf ihre meinung so viel wert lege und es mir großartig viel bedeutet was sie persönlich denkt, aber dieses gefühl ist einfach jedes mal so... ich weiß auch nicht. es ist kein gutes gefühl. egal um wen es geht. es hält mir alles wieder vor augen, wie sehr ich alles vermasselt habe, dadurch in meiner familie vieles kaputt gegangen ist und auch mein leben zu einem großen teil ruiniert wurde. naja, und das es zu spät ist und sich nicht mehr ändern lässt. dass es bleibt.

aber umgekehrt würde es mir sehr schwer fallen zu glauben, wenn sie sagt, dass sie es gar nicht so schlimm findet und mich trotzallem nicht ganz so schlecht. ich glaube, ich könnte es gar nicht glauben

dhana'e87


puh, meinst du wirklich? nicht besser erstmal "meine dinge" ansprechen und abwarten, wie sie damit umgeht?

Wie du dich damit wohl fühlst, würde ich sagen. Ich bin ungeduldig, mich würde es irr machen mich hinterher zu fragen ob sie anders reagiert hätte, hätte ich meine Kritik vorher angebracht.

k?olt(rxast


hallo Darkness

so viele Beiträge! Danae hat Vieles geschrieben, was ich auch hätte schreiben wollen.

es fühlt sich nicht gut an, dieses herum winden ohne das ÜBER winden zu schaffen. ich muss wahrscheinlich strenger mit mir sein und mir mehr abverlangen damit es nicht beim wollen bleibt und am ende doch wieder ein zögern wird. immerhin habe ich jetzt viel zeit, in diesen punkten klarer und aktiver zu werden.

JA! Wieder ein schöner Beschrieb: herumwinden, statt überwinden. Nimm' die viele Zeit, die Dir Dein Gipsfuss verschafft hat, zum Reflektieren und Aufschreiben.

In Deinem Mail an die Therapeutin würde ich nichts ändern.

Deine Mail finde ich gut, schreib das letzte einfach dazu und dann auch noch gleich wie dich die anderen Sachen an ihr irritieren, dass nicht wissen wer du bist, das Gehampel und soweiter. Dann hast du es mit einem Mal raus.

Ja, das würde ich auch empfehlen. Dann war Grossreinemachen und es ist sauberer Tisch.

Ja, diese Ambivalenz: Du hast so Angst, dass die Therapeutin Dich "ein schlechter Mensch" findet - aber falls dem NICHT so ist, könntest Du es "gar nicht glauben".

Ich persönlich glaube nicht, dass es Menschen gibt, die NUR schlecht sind. Oft fällt es schwer, das Gute zu entdecken oder zu sehen.

DU bist ganz gewiss kein schlechter Mensch, aber Du hast etwas Schlechtes getan. Du bereust und gäbst alles darum, diesen Moment oder diese Sache ungeschehen zu machen. Schlechte Menschen kennen keine Reue!

Selbst in Deiner verzweifelten Lage willst Du noch "Rücksicht" auf die Therapeutin nehmen, entschuldigst ihr Verhalten... Sag' bloss nicht, dass Du keine Empathie hast!

Während der Therapiestunden bist DU die Hauptperson und die Therapeutin hat Rücksicht auf DICH zu nehmen. Sie soll ein Klima des Vertrauens schaffen, dass Du ENDLICH sagen kannst, was war und Deine Seele erleichtern.

hiello! da:rknexss


hallo danae und koltast!

ich hab's gemacht, die email ist raus. puh.

aber: ich habe leider nicht dazu geschrieben, was mich an ihrem verhalten verunsichert und gestört hat. ja, vielleicht ist das blöd von mir und ich hätte das auch ansprechen sollen, aber ich hatte zu viel schiss und möchte erst mal abwarten welche reaktion von ihr kommt und ob wir an den problemen, die ich ihr jetzt beschrieben habe, arbeiten können.

DANKE dass ihr mich so sehr unterstützt die ganze zeit und mir in dieser ganzen sache sozusagen "beisteht"! ich bin euch wirklich sehr dankbar dafür.

Ich persönlich glaube nicht, dass es Menschen gibt, die NUR schlecht sind. Oft fällt es schwer, das Gute zu entdecken oder zu sehen.

DU bist ganz gewiss kein schlechter Mensch, aber Du hast etwas Schlechtes getan. Du bereust und gäbst alles darum, diesen Moment oder diese Sache ungeschehen zu machen. Schlechte Menschen kennen keine Reue!

koltrast ich habe einen kloß im hals und kriege ihn nicht runtergeschluckt. ja weißt du, ich bin einfach so unendlich enttäuscht von mir und wünschte einfach ich könnte zurück zu diesen entscheidungen und wende punkten. in meinem alten leben war längst nicht alles gut und einiges sogar ziemlich schlecht, aber trotzdem... ich vermisse es. dass ich das so sehr an die wand gefahren habe, vertrauen missbraucht und menschen verletzt, ich kann mir das nicht verzeihen und ich kann nichts gutes mehr an mir sehen. es ist einfach nichts gutes übrig geblieben.

d,anGaex87


Gratulation zur Mail. @:)

Mh, aber du weißt ja gar nicht wie es alles gekommen wäre, hättest du dich anders verhalten. Vielleicht wäre alles anders, aber noch viel schlimmer geworden.

Du bist enttäuscht weil du etwas an dir gesehen hast, woran man so im Alltag lieber vorbei guckt. Jeder Mensch hat das in sich, davon bin ich fest überzeugt, aber viele haben das Glück nie so in die Ecke gedrängt zu werden, dass sie sich von der hässlichen Seite kennenlernen müssen. Die gucken weiter vorbei und beschönigen sich die vielen kleinen Hässlichkeiten mit der sie ihre Umwelt regelmäßig beglücken.

Mag sein das du einmal so richtig Prozellan zerschlagen hast. Was solls. Dafür hast du diese Seite von dir nun im Blick und die Chance das du damit dann bewusster umgehst und deshalb im normalen Alltagsgeschehen weit weniger ekeligkeiten verbreitest als andere, ist ziemlich hoch. Du kannst immerhin damit arbeiten.

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