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große schuld

h*ellHo daKrknesxs


@danae

Für sie weiter leiden? Drauf gehen und alles fangen, damit sie es weiter bequem hat?

nein natürlich nicht. das hätte niemanden geholfen und dir am wenigsten und dein leben ist genauso viel wert wie ihres. du hast etwas sehr mutiges und tapferes gemacht, ich hoffe das weißt du zumindest.

ich habe hinterher oft darüber nachgedacht was passiert wäre, wenn ich einfach nur abgehauen wäre. ich habe es im laufe der jahre ein paar mal probiert aber immer nur halb herzig und bin am ende doch jedes mal wieder zurück. ich konnte das nicht aushalten, zu wissen dass ich meinen kleinen bruder und meine kleine schwester dort zurücklasse, aber wer weiß, vielleicht wäre genau das der bessere weg gewesen damit sie das alles selbst begreifen. so wie du sagst: die schmerzgrenze war noch nicht erreicht. aber ich konnte es einfach nicht weil ich zu große angst um sie hatte und das risiko zu groß fand und habe dann diese entscheidungen getroffen die am ende alles zerstört haben oder viel mehr zerstört haben als wäre ich einfach nur abgehauen. ihr hattet dann zum glück noch die chance dass ihr es klärt und mit der zeit wieder lernt miteinander klar zu kommen. das ist sehr viel wert.

@koltrast

@:)

d{an/aex87


Vielleicht, man weiß nicht was wäre wenn. Eines aber ist sicher, du hast am Ende, in dem du Verantwortung übernommen hast, die gar nicht deine war, weder dir, noch auf den ersten Blick ihnen einen Gefallen getan. Du hast sie offenbar mit etwas überfahren, für das sie noch nicht bereit sind. Leider passiert einem das oft, wenn man für andere denkt und handelt ohne die Betroffenen zu fragen. Das ist doch etwas, woraus du lernen kannst. Du bist jemand der gerne hilft und bereit ist, Verantwortung für Andere zu übernehmen, die das noch nicht so können und das ist eine unglaublich positive Eigenschaft. Nur die Ausführung war nicht optimal, kann man dran feilen, aber man muss es nicht gleich ganz aufgeben. ;-)

hIell"o darikneGsxs


Verantwortung übernommen hast, die gar nicht deine war

aber man ist doch verantwortlich für seind familie. oder nicht? irgendjemabd musste doch etwas tun. (dass soll nichts enschuldigen, ich meine es unabhängig davon das ich alles falsch gemacht habe: man ist doch verantwortlich für seine familie)

dWan"ae87


Nicht man, die Eltern sind für die Kinder verantwortlich, niemals die Kinder dafür, dass Versagen ihrer Eltern auszugleichen. Auch eine Familie besteht aus eigenverantwortlichen Personen, dass gilt selbst für die Kinder, auch wenn die ihre Verantwortung für sich und ihr eigenes Handeln noch nicht in dem selben Maße wahrnehmen können wie die erwachsenen Mitglieder.

Ich versuche das gerade meiner Tochter beizubringen. Auch wenn sie erst sechs ist, liegt es doch in ihrer Verantwortung sich so zu benehmen, dass ein friedlichen Familienleben möglich ist. Kann sie es nicht, ist es meine Verantwortung ihre Schwester und mich zu schützen, sowie ihr zu helfen es zu lernen, aber versuchen muss sie das schon.

Ich weiß ja nicht was damals bei euch abgegangen ist, aber bei uns wäre deutlich meine Mutter in der Pflicht gewesen uns vor dem prügelnden Vater zu schützen und er hätte an sich arbeiten müssen. Ich war irgendwann in der Lage und damit auch in der Pflicht mich zu retten, meine Schwester aber hätte ich allenfalls an andere Erwachsene deligieren können und sollen, das war nicht meines und mir fehlte schlicht die Lebenserfahrung da gute Entscheidungen treffen zu können. Noch dazu war sie kein baby mehr und hatte eine eigene Meinung. Die einfach zu ignorieren und nicht zu respektieren war nicht weniger Übergriffig als das sonst in der Familie üblich war, auch wenn ich es lieb gemeint habe.

Sie hat den Kontakt zum Vater gehalten, wenig bis nicht mehr mit mir gesprochen, ist auf die Nase geflogen und danach konnten wir uns wieder annähern. Doch bis heute ist ihr Weg für sie passend und sie bereut es nicht, es versucht zu haben.

kWoltrausLt


Wir haben Osterferien und das Häuschen voller Besuche... Ich guckte nur schnell rein hier.

An dieser "Geschwister-Tragik" und "-Thematik" habe ich als (ältere) Schwester auch "gerochen". Gottseidank nicht so dramatisch wie bei danae und (vermutlich) Darkness. Trotzdem hat mich das über fast 15 Jahre Erfahrene, Erlittene und Erduldete für mein Leben geprägt. Ich bin sensibler geworden und den "schönen Schein" einer Familie hinterfrage ich...

Danae hat das Ganze in ihr Leben einordnen und bewältigen können und aus einem anderen Faden weiss ich, dass sie eine eigene Familie hat.

Ich hoffe, Darkness, dass Du auch diesen Weg gehen wirst und dereinst ein neues Leben haben wirst, vielleicht sogar Familie.

hSelRlo dar#kness


@danae

Nicht man, die Eltern sind für die Kinder verantwortlich, niemals die Kinder dafür, dass Versagen ihrer Eltern auszugleichen.

ja, eigentlich ist das so oder sollte im besten fall so sein. bei uns waren die großen trotzdem immer verantwortlich für die jüngeren. das war so als ich die kleinste in der familie war und später habe ich genauso versucht verantwortung zu übernehmen, als dann noch die zwei kleinen nachrückten. ich fühle mich noch immer sehr verantwortlich (aus der ferne). es ist schwer zu beschreiben. ich musste die tage viel über genau dieses thema nachdenken und ich glaube, es geht gar nicht so sehr um eltern rolle und kinder rolle sondern eher um die gegenseitige verantwortung. meine geschwister haben mich früher immer beschützt und sich gekümmert. also habe ich mich umgekehrt gekümmert. es war nichts einseitiges verstehst du? den anderen in der familie war es einfach total egal. wir einander nicht.

deswegen fühle ich mich zum beispiel auch für meine oma verantwortlich, die sehr krank ist. als ich klein war hat sie oft auf uns kinder aufgepasst und versucht ein bisschen gut zu machen, wenn es zu hause sehr schief gelaufen ist. ich bin ihr sehr dankbar dafür. später wollte sie den kontakt zu mir auch nicht mehr. es ist ok, ich verstehe sie und nehme es ihr nicht übel. ich habe noch immer das verantwortungsgefühl ihr gegenüber und einen weg gefunden sie auch ohne kontakt mit ihr zu haben ein bisschen zu unterstützen. mir ist es sehr wichtig, richtig erklären kann ich es nicht. vielleicht ist die erklärung, die am meisten sinn macht: für den, den ich liebe, fühle ich mich verantwortlich und will schlechtes ausgleichen. egal, ob es von der eigentlichen rolle her passend ist oder nicht so.

Ich war irgendwann in der Lage und damit auch in der Pflicht mich zu retten, meine Schwester aber hätte ich allenfalls an andere Erwachsene deligieren können und sollen, das war nicht meines und mir fehlte schlicht die Lebenserfahrung da gute Entscheidungen treffen zu können. Noch dazu war sie kein baby mehr und hatte eine eigene Meinung. Die einfach zu ignorieren und nicht zu respektieren war nicht weniger Übergriffig als das sonst in der Familie üblich war, auch wenn ich es lieb gemeint habe.

ja und so hast du am ende alles richtig gemacht. du hast einfach erkannt das gute absichten nicht immer zu guten taten führen und hattest genug feingefühl abzuschätzen, was du realistisch machen kannst. du hast erkannt, was du für deine schwester tun könntest, gesehen dass es nicht gut umzusetzen ist und ihre eigene meinung respektiert. das sind alles punkte, die ich auf ganzer linie vermasselt habe. dich deswegen selbst zu "opfern" und einfach in dieser lage zu bleiben, hätte niemanden geholfen. du hast mut bewiesen und eine gute entscheidung getroffen. und wie gut dass ihr am ende wieder zueinander finden konntet.

hWelBlo d{arkxness


@koltrast

Wir haben Osterferien und das Häuschen voller Besuche...

oh wie toll :-) frohe ostern und viel spaß mit eurem besuch! ich habe vergessen mir einen schoko hasen oder osterei zu kaufen, aber ist nicht so schlimm.

An dieser "Geschwister-Tragik" und "-Thematik" habe ich als (ältere) Schwester auch "gerochen".

es ist ein komisches und kompliziertes thema, nicht wahr? für mich ist so seltsam dass ich mit vielen problemen und schwierigkeiten (zum beispiel enttäuschungen) die ich mit anderen personen aus der familie hatte irgendwie ganz anders umgehen kann. das blende ich viel leichter aus und kann deswegen besser abschließen.

aber ich finde alles was zwischen meinen geschwistern und mir passiert ist viel komplizierter und "gewichtiger". das kann ich nicht so einfach loslassen. auch meine schuld mienen geschwistern gegenüber ist für mich am aller schlimmsten. obwohl es familienmitgliedern gibt, denen ich sicher schlimmeres angetan habe. ich weiß nicht warum das so ist.

tiiff=y0x07


"Selbsterkenntnis ist der Beste Weg zur Besserung " .....so sagt man.....ich finde zumindest schon mal ein erster Schritt. ..finde ich.

Hast du mit den Betroffenen selbst auch schon mal geredet. EGAL! Ich würde mir um das zu verarbeiten einen Psychologen suchen. Er ist unabhängig und kann dir helfen das auf jeden Fall zu verarbeiten .

kYoltr2axst


@ tiffy007

Du hast Dich HEUTE registriert und trampelst wie eine Herde Kamele in diesen sensiblen Faden rein. LIES die ganzen nunmehr 17 Seiten durch - und dann lies noch einmal DEINEN Beitrag... :(v

@ Darkness

"Der Herrgott hat verschiedene Kostgänger", ist ein Sprichwort aus meiner Heimat - auch solche wie tiffy.

Solche Beiträge musst Du überlesen.

Zu Deinem Faden:

es ist ein komisches und kompliziertes thema, nicht wahr?

JA! Und auch darüber habe ich immer wieder nachgedacht. Ich bin zum Schluss gekommen, dass Geschwister eine Art Schicksalsgemeinschaft bilden und einander genetisch auch näher sind, als mit den Elternteilen. Mit den Geschwistern teilt man eine weite Wegstrecke seiner Biographie und ist sich deshalb auf andere Weise sehr verbunden, als das mit Freunden ist.

Und DA liegt für mich auch eine Hoffnung für Deine Geschichte: Geschwister, die ja aus demselben Nest kommen und vieles "wissen", was sie vielleicht nur gefühlsmässig (mangels Lebenserfahrung) mitbekommen haben - können wunderbar verzeihen!

alles was zwischen meinen geschwistern und mir passiert ist viel komplizierter und "gewichtiger". das kann ich nicht so einfach loslassen. auch meine schuld mienen geschwistern gegenüber ist für mich am aller schlimmsten.

Das glaube ich Dir; vielleicht scheint es Dir auch wie "Verrat" an der Geschwister-Gemeinschaft. Mit Deinem Therapeuten würde ich in der nächsten Stunde genau DA ansetzen - erzähle ihm den "Geschwister-Mosaikstein". Möglicherweise erspürt der Therapeut gleich noch weitere Mosaiksteinchen, die sich dereinst zum ganzen Bild fügen werden.

Ich stellte Beispiel diese Woche bei mir fest, dass ich gegenüber meinem "kleinen Bruder" (62Jahre alt...) in den "Grosse-Schwester-Modus" verfallen bin. Wir lachten eine Runde und dann sagte er: -Ich hätte auch gar nichts anderes erwartet, einer MUSS mich doch in Schutz nehmen und wer, wenn nicht DU?? (Die Geschichte schreibe ich jetzt nicht, war eine läppische und die ganze Besuchsrunde hat herzlich gelacht.) Du siehst: der Geschwister-Zusammenhalt (wie Pech und Schwefel) funktioniert auch noch im Pensionsalter.

k:oyltra\st


Ach ja... zur Abrundung: Bruder und ich hatten eine SEHR problematische Jugend. Wir waren (unerwünschte) Kinder einer Ehe, die für Vater die Hölle auf Erden war - der er nichts entgegenzusetzen hatte. Er konnte uns auch nicht schützen vor der gewalttätigen, psychisch kranken Mutter. Wahrscheinlich auch deshalb sind sich der Bruder und ich auch als Erwachsene noch so nahe - obwohl wir uns selten sehen und nur ab und zu mailen oder telefonieren. Der "innere Draht" ist nie abgerissen.... und das hätten wir auch nie zugelassen.

kbolYtrasxt


Es lässt mir keine Ruhe... ich habe Tiffy's "Beitrag" der Moderation gemeldet. Das Vertrauen, was Darkness zu uns aufbauen konnte, soll nicht durch solche Hereinplatzer zerstört werden.

Darkness :)* @:) Wir sind alle immer für Dich da!

hDelloq da*rknxess


Geschwister, die ja aus demselben Nest kommen und vieles "wissen", was sie vielleicht nur gefühlsmässig (mangels Lebenserfahrung) mitbekommen haben - können wunderbar verzeihen!

meinst du das ehrlich, koltrast?

kNoCltr(asxt


Jaaaaaa, Darkness, denn Blut ist dicker als Wasser! (Das sagt der Volksmund und er hat recht.)

Ich war manchmal richtig garstig zu meinem kleinen Bruder (7 Jahre jünger). Jetzt, als Erwachsene weiss ich, dass ich überfordert war. Einer 9-Jährigen sollte man nicht die Verantwortung für einen 2-Jährigen aufbürden. Jeden Tag. Jahrelang.

DU hast mehrere Geschwister, also hattest Du wohl auch mehr Stress mit der Verantwortung, die Du so noch nicht tragen konntest (vermute ich mal) und hast Dich "daneben benommen". Wer wollte Dir das verübeln?

Bei meinem Bruder und mir ist NICHTS zurückgeblieben - nur die Geschwisterliebe, die immer da war. Er wirft mir meine Garstigkeit und Übergriffigkeit nicht vor - und ich habe ihm sowieso nichts vorzuwerfen, denn er war ja sooo klein und hilflos. Ausser mir hatte er niemanden, deshalb war er mir ja Klotz am Bein. Mit 9 Jahren sah ich das natürlich nicht, sondern nur den "hässlichen kleinen Zwerg", den ich rundumversorgen musste...

h)el9lo jdarknexss


weißt du, sie fehlen mir so

k@oltr<axst


Oh ja, DAS kann ich nachfühlen! Die unglaublich verschlungene und verzwickte Familiensituation meiner Kindheit brachte es mit sich, dass ich fast 20 Jahre keinen Kontakt mit Vater und Bruder hatte. Wie oft habe ich geweint deswegen und wie oft, "glaubte" ich, Vater oder Bruder in der Stadt zu sehen... es war nie der Fall. Der Wunsch war einfach so stark. Auch Vater erzählte mir Ähnliches - und Bruder auch. Aber zum Zeitpunkt des grossen Schweigens wohnte Bruder nicht mehr zuhause und hatte (durfte) auch keinen Kontakt zu Vater haben. Das tönt jetzt für Dich vielleicht alles wirr. Das Ganze war eine unbeschreibliche Intrige, in die viele Menschen (Verwandte und Fremde) hineingezogen wurden.

Ich habe es verarbeitet (=Therapie) und konnte leichtfüssig meinen Lebensweg weitergehen. DAS wünsche ich auch Dir. Von Herzen.

Ich weiss, dass Du "nicht weinen kannst" - und es Dir auch nicht "erlaubst". Lass' das grosse Weinen um Deine Geschwister zu, wenn es sich das nächste mal meldet. Unterdrücke Deine Trauer und Deinen Kummer nicht mehr länger. Weinen kann so sehr erleichtern und befreien.

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