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große schuld

hzell*o >da!rkBness


nein zuviel nicht aber irgendwie doch. eifnach schlimm zu lesen wie es deiner mutter ergangen ist

Mmallaxig


ich rede nicht davon mal etwas falsch zu machen sondern... alles an die wand zu fahren, total. menschen verletzen, menschen ruinieren. der druck ist einfach da weil ich mir bewusst bin was ich angerichtet habe

Ja, ist mir klar.

mich damit zu identifizieren

Ein Volltreffer, meine ich. Du identifizierst dich mit einer Handlung bzw. einigen deiner Handlungen und sagst sogar:

aber das bin nun mal ich

Das liest sich, als WÄREST du diese Handlung/Handlungen, und mir kommt es vor, als wehrtest du andere Sichtweisen indirekt ab. So scheint es fast, als wollest du oder ein Teil von dir - bewusst oder unbewusst - lieber nicht heraus aus dem Teufelskreis. Etwas scheint dich darin zu halten, das momentan noch mächtiger ist, als der Wunsch, davon loszukommen. Deine Schuld erscheint dir ausweglos, aber etwas in dir hängt gleichzeitig daran. Auch es nicht aussprechen zu können bzw. zu wollen, mag damit zu tun haben.

Dieser Konflikt in dir erscheint mir als der große Druck.

hiellxo da0rOknPesxs


hallo mallaig, ich kann gerade nichts dazu schreiben aber danke für deine antwort.

M>alalairg


Völlig okay, Darkness. Es ist auch nur als Gedankenanregung gedacht, also keine Rückäußerung nötig.

MBaul*laixg


Und sorry, falls es zu "hart" rüber kam. Ich meine das nie böse, aber ich weiß, dass ich manchmal sehr (zu?) direkt bin.

hjeYllo dar[knesxs


nein überhaupt nicht zu direkt oder hart, alles ok @:)

hoellfo darkKn6esJs


ich glaube es ist auch so schwierig darpber zu reden (reden, ganz konkret nicht nur so drumherum) weil ich so aufgewachsen bin. wir durften nie über bestimmte dinge reden, das war oberstes und allerheiligstes gesetz, gewisse sachen mussten wir verstecken und verschweigen, auch verleugnen. zweites und genauso heiliges gesetz war dass man die familie nicht verraten darf und treu zur familie stehen muss, das auch immer wieder beweisen.

das zum einen. zum anderen kommt noch ganz viel dazu: das ich mich schäme und angst habe verurteilt zu werden und noch ein paar andere dinge

identität, das ist sehr komisch. ich habe mich immer anders gefühlt und irgendwie falsch. schon zugehörig, grade zu meinen geschwistern und ihnen sicher auch irgendwie ähnlich. aber insgesamt so fehl am platz und so als würde ich nicht dazu gehören. ich kenne es auch so dass man "ist" was man "tut". wenn man etwas bestimmtes getan und ausgeführt hat, war man plötzlich mehr dazu gehörig und "gut" und wenn man es nicht getan hat oder falsch, dann das gegenteil und schlimmer.

und ich habe das falscheste gemacht was ich in miener situation hätte machen können. falscher dümmer schlechter ging nicht mehr.

ich will weg von der schuld oder es zumindest nicht mehr so schlimm emfinden, besser damit leben können aber realisiere gleichzeitig dass es nur bis zu einer gewissen grenze geht. der rest ist aussichtslos. weil mir am ende eigentlich nur wichtig ist dass ich mich bei ein paar ganz bestimmten personen entschuldigen kann und sie um verzeihen bitten darf. aber eigentlich könnte nicht einmal das etwas ändern. weil trotzdem alles zerstört bleibt und man es nicht rückgängig machen kann.

dqanfaee87


Ach, ich glaube meine Ma hat damit soweit ihren Frieden gemacht. Allerdings erst seit sie den Kontakt zu ihrem Vater abgebrochen hat. Ich glaube einige Personen akzeptieren einen nur in bestimmten Rollen oder gar nicht. Wenn man sich weigert diese Rolle auszuführen, dann führt das zum riesen Krach.

Familien sind wie Häuser, sie haben tragende Wände und Wände die dem Wohnraum zwar Struktur geben, aber die das Haus nicht halten. In einer einigermaßen funktionalen Familie haben die Eltern die Rolle der tragenden Wände inne. Sie geben damit die Form vor, die Kinder nehmen ihren Raum und strukturieren damit auf ihre Weise den Raum der Familie. Wenn sie gehen, dann hinterlässt das ein Loch, strukturiert den Raum grundlegend um, aber das Haus stürzt nicht ein.

In dysfunktionalen Familien zwingen die Eltern oftmals alle oder einzelne Kinder in die Rolle der tragenden Wände. Sie überfordern sie damit, denn eine äußere Struktur können Kinder dem Haus "Familie" noch nicht von sich aus geben, weil sie ja noch gar nicht über die Lebenserfahrung führen, sie können also nur die Werte und Vorstellungen ihrer Eltern übernehmen. Zugleich sind sie in ihrer Entwicklung stark eingeschränkt weil sie sich eben nicht im Raum ihren Platz suchen und nehmen können, sondern weil sie voll auf damit beschäftigt sind, eine Last zu tragen für die sie noch nicht stark genug sind. Gerade diesen Kindern fällt aber das gehen oft sehr schwer, weil sie genau wissen, dass hinter ihnen das Haus zusammen stürzt und wer dabei was abbekommt, dass weiß man ja dann nicht so. Zudem haben diese Kinder ja keine eigene Form finden können, dass macht das verlassen der Postion die man immerhin kennt, wenn sie einen auch langsam kaputt macht, noch schwerer.

Ich glaube man kann so eine Situation nicht so verlassen, dass das Haus stehen bleibt. Das hat meine Ma versucht und sie hat zwar Abstand geschaffen, aber in sich drinne, ist sie immer in der Position des Kindes geblieben, bis sie nun endlich meinen Opa angebrüllt und rausgeworfen hat. Macht Familienfeste zwar unmöglich, aber sie ist endlich frei!

Du scheinst mir noch sehr in deiner Position zu hängen, im Kopf, obwohl du damals offenbar alles getan hast, um endgültig frei zu sein. Aber im Kopf nimmst du noch immer die Rolle der tragenden Wand, der Verantwortlichen ein. Und bewertest die Situation auch aus dem Blickwinkel, Haus steht nicht mehr, also hab ich versagt. Aber das Haus war kaputt oder? Ihr wart darin nicht warm, sicher und beschützt oder? Wieso sollte so ein Haus stehen bleiben?

kXoltraxst


Schön, Danae, dieser Vergleich mit dem Haus!

h:ell7o d$arkness


@koltrast

Ging mir ähnlich! Manchmal konnte ich mich auch fast nicht an die Gesichter erinnern - und manchmal sah ich sie richtig vor mir. So ein Einschnitt ins Leben kann "lang her" und "erst vor Kurzem passiert" sein - und das fast gleichzeitig. Es ist auch DAS, was einen seelisch so fertig macht.

wie konntest du das aushalten so viele jahre lang? die traurigkeit und einsamkeit, das vermissen und all das?

@ danae

Du scheinst mir noch sehr in deiner Position zu hängen, im Kopf, obwohl du damals offenbar alles getan hast, um endgültig frei zu sein.

dazu geht mir so vieles durch den kopf aber ich kann es nicht formulieren. ich wollte frei sein, aber nicht so und nicht allein und es ist auch keine freiheit, nämlich überhaupt nicht. das war es früher auch nicht aber ich weiß nicht was besser ist.

Und bewertest die Situation auch aus dem Blickwinkel, Haus steht nicht mehr, also hab ich versagt.

aber das habe ich. weil es meinetwegen nicht mehr steht.

Aber das Haus war kaputt oder? Ihr wart darin nicht warm, sicher und beschützt oder? Wieso sollte so ein Haus stehen bleiben?

ich weiß es nicht. vielleicht weil die alternativen zu dem haus für manche nichtbesser sondern schlechter sind?

d(ana|e867


Die Alternativen sind sehr sehr vielfältig und hängend davon ab wie die Anderen sich entscheiden und was sie tun. Es liegt schlicht nicht in deiner Macht und tat es nie. Du bist ja auch nur ein Mensch, wie wir alle, wir können es nicht für alle gut machen, geht nicht. So schwer das auch auszuhalten sein kann.

h0elqlo dNarknesxs


es fühlt sich für mich ganz anders an danae. (ja vielleicht nicht zurecht oder wie man das sagen soll). aber das problem ist doch, dass die anderen sich nicht entschieden haben. ich habe mich dazu entschieden etwas zu tun, es war falsch und es hatte dann zu folge, dass zb meine kleinste schwester wo untergebracht wurde, wo es anders schlecht war und für meinen kleinen bruder wurde es sowieso richtig beschissen und getrennt wurden alle auch. haben die nicht entschieden, ist passiert durch meine tat.

huell5o darxkness


montag ist wieder therapie und ich bin wieder so unruhig, sehr nervös, kann nicht schlafen und habe viele komische gefühle und zweifel. obwohl ich viel geübt habe und sehr positiv mit dem therapeuten war. das ist doch bescheuert, ich verstehe mich nicht...

t)if:fvy00x7


.....eigentlich die Antwort auf alle Fragen hier. ..professionelle Hilfe suchen über manche Dinge kommt man nicht selbst hinweg

hye9ll+o dMarknexss


@tiffy07

ich habe erst vor kurzem einen neuen therapeuten gefunden.

aber deiner meinung nach ist es also sinnlos hier zu schreiben und sich auszutauschen weil einzig therapie mich weiterbringen kann und die "antwort auf alle fragen" ist?

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

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