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große schuld

kKol0traxst


ich glaube es fällt mir leichter mit dem therapeuten über das ganze thema erstmal nur theoretisch zu sprechen.

Das kann ein guter Anfang sein. Der Therapeut - er ist ja ein guter - wird bald merken, "woher der Wind weht" und dann kann er Dir Fragen stellen, die Dir den Einstieg in Deine grosse seelische Plage erleichtern.

feiert ihr alle morgen eigentlich muttertag (wenn ihr kinder oder eine mutter habt)?

Mutter habe ich keine. Ich selber bin Mutter von zwei erwachsenen Söhnen und mehrfache Oma. Muttertag "brauche" ich keinen, wenn schon müsste er "Elterntag" heissen, denn jedes Kind hat ja ZWEI Elternteile. Ich für meinen Teil will keine Festivitäten oder Blumensträusse und zwar aus dem Grund, weil meine Söhne uns Eltern das ganze Jahr wertschätzen und mit ihrer Hilfe verwöhnen. Wir bekommen alle schweren Lebensmittel gebracht, wenn ich "den Kindern" einen Einkaufszettel maile, sie kommen alle Reparaturen machen, die anfallen und auch Computersupport habe ich immer, wenn was klemmt. Die "Kinder" besuchen uns oft und die Enkel sehen wir auch oft. Was will man mehr!

hWello dajrknexss


ja koltrast, das klingt wirklich sehr schön bei euch

duana,ex87


aber ist das nicht sehr theoretisch? oder anders: gibt es nicht bewertungen die mehr oder weniger feststehen und andere, die flexibler sind? es gibt dinge (taten) die sind einfach falsch oder nicht?

Mh, wenig. Hab bisher nichts gefunden, sag mir bescheid wenn du etwas gefunden hast.

Familie... natürlich ergibt das was du schreibst Sinn. Es ist halt ein Unterschied ob man etwas weiß oder ob man etwas so richtig tief drinnen in seinem Herzen begriffen hat. Meiner Erfahrung nach dauert es sehr viel länger dem Herz neue Dinge beizubringen als dem Kopf und wenn der Kopf seinen Job oft zumindest in Teilen alleine macht, wenn da Distanz zur Familie kommt, so braucht das Herz meist einfach Hilfe.

Ihc hab Toffifee zum Muttertag bekommen. Die nehm ich zu jedem Anlass. ;-D ;-D Meine Ma hatte schon in der Woche Muttertag, die hat Frühstück ans Bett bekommen. Alle Anwärter auf den Titel "Vater" sind bei mir eher reinfälle, deswegen ist Muttertag hier schon richtig. ;-D ;-D

M)allLaixg


Das ist nur zu verständlich, du bist konditioniert wie wir alle; durch die Kindheit, die Erziehung, sogar die Gene. Du bist praktisch gefordert, dein Wertesystem (mir fällt gerade kein besserer Ausdruck ein) ganz neu auszurichten bzw. einzustellen. Genau dabei kann dir ein Therapeut helfen.

M,a-ll[aig


Und falls dir in dem Zusammenhang die Frage nach Selbstrug durch den Kopf gehen sollte: Die eine "Wahrheit" kann so "betrügen" wie die andere. Das ist mehr ein philosophisches Problem als ein faktisches.

h!ellFo da#rknnesxs


@danae

Es ist halt ein Unterschied ob man etwas weiß oder ob man etwas so richtig tief drinnen in seinem Herzen begriffen hat. Meiner Erfahrung nach dauert es sehr viel länger dem Herz neue Dinge beizubringen als dem Kopf und wenn der Kopf seinen Job oft zumindest in Teilen alleine macht, wenn da Distanz zur Familie kommt, so braucht das Herz meist einfach Hilfe.

aber wie macht man das dem herzen klar und wie bringt man ihm das bei? ich habe oft in einer situation ein gefühl, ziemlich deutlich und stark und groß und erst viel später, meistens lange danach kapiere ich dass mein gefühl wahrscheinlich nicht richtig war. ich denke hinterher darüber nach und ich komme (mit dem kopf) zu einem anderen, eigentlich besser passenderen, richtigem "gefühl" oder eher fazit. aber das was ich dazu emfinde ändert sich trotzdem nicht. hilfe, ich kann es nicht gut erklären. vielleicht ein beispiel: wenn ich in einer situation angst habe und später wenn ich nochmal darüber nachdenke, 100 gründe finde warum angst eigentlich überhaupt nicht nötig ist, lässt das die angst trotzdem nicht verschwinden. oder wut. ich bin oft sehr wütend auf mich selbst, manchmal wegen kleinigkeiten. mein kopf weiß das und ich ärgere mich sogar darüber dass ich wütend bin, weil es bescheuert ist oder aus anderen gründen. trotzdem kriege ich die wut nicht weg.

und so auch mit der familie. ich weiß sehr gut dass... ich kann es nicht aufschreiben, nicht mit worten. ich weiß jedenfalls sehr gut was in meiner familie schief gelaufen ist und was nicht gut war. ich wollte doch immer einfach nur weg. aber trotzdem fehlt mir das alles und ich will permanent die zeit zurückdrehen um wieder teil davon zu sein. obwohl es das letzte ist was mein verstand will. das ist doch verrückt und ziemlich dumm.

hlelloD dar~knexss


sorry...alles ein bisschen wirr geschrieben. :(v

@danae

Ihc hab Toffifee zum Muttertag bekommen. Die nehm ich zu jedem Anlass. ;-D ;-D Meine Ma hatte schon in der Woche Muttertag, die hat Frühstück ans Bett bekommen. Alle Anwärter auf den Titel "Vater" sind bei mir eher reinfälle, deswegen ist Muttertag hier schon richtig. ;-D ;-D

oh süßigkeiten, wie lieb von deinem kind/deinen kindern (?). und wie lieb von dir, frühstück ans bett ist cool.

einen vater habe ich auch nicht bzw. weiß ich gar nicht wer das ist. muttertag und andere tage wie weihnachten finde ich immer ein bisschen einsam... aber der tag ist ja schon fast rum.

@mallaig

Das ist nur zu verständlich, du bist konditioniert wie wir alle; durch die Kindheit, die Erziehung, sogar die Gene. Du bist praktisch gefordert, dein Wertesystem (mir fällt gerade kein besserer Ausdruck ein) ganz neu auszurichten bzw. einzustellen. Genau dabei kann dir ein Therapeut helfen.

ich finde das gruselig weil ich überhaupt nicht weiß, wo ich anfangen soll. und ich kenne mich doch überhaupt nicht mit werten aus. der therapeut kann helfen, aber ich weiß gar nicht was ich ihm sagen soll.

Und falls dir in dem Zusammenhang die Frage nach Selbstrug durch den Kopf gehen sollte: Die eine "Wahrheit" kann so "betrügen" wie die andere. Das ist mehr ein philosophisches Problem als ein faktisches.

willst du damit sagen dass es nicht die eine "richtige wahrheit" gibt? aber es muss doch eine geben... du (aber nicht nur du) hast einmal gesagt es gibt kein richtig und kein falsch, aber irgendetwas muss es doch geben.

d"anaex87


willst du damit sagen dass es nicht die eine "richtige wahrheit" gibt? aber es muss doch eine geben... du (aber nicht nur du) hast einmal gesagt es gibt kein richtig und kein falsch, aber irgendetwas muss es doch geben.

Wenn es sie gibt hat die Menschheit sie bisher nicht gefunden. Ist ja quasi der Kern aller Glaubensvorstellungen.

Wie man sein Herz erzieht? Mh, also ich musste durch die ganzen alten Gefühle durch, sie richtig fühlen, niht ausweichen, nicht wegdrücken, nicht wegarbeiten sondern richtig durch. Danach erst erfuhr all das in mir eine neue Bewertung und ich konnte weitergehen. Ich habe es mir so erklärt, dass mein Herz den vollen Schmerz dieses Lebensentwurfs fühlen musste um zu er-fahren das es murks ist.

M)al!laiBg


Du kennst doch den Satz: "Alles ist relativ".

Wenn ich also sage, es gibt kein Richtig und Falsch, dann sage ich damit, dass es höchstens ein jeweils individuelles und temporäres Richtig und Falsch geben kann.

Was für dich richtig ist, kann für einen anderen genau falsch sein - weil es für dich gerade passt und für ihn gerade nicht, und umgekehrt ... oder weil es seine Erziehung vorgibt, oder, oder, oder.

Es ist richtig, nicht zu töten. Aber wenn wir tödlich bedroht werden, ist es fraglich, ob es nicht falsch wäre, uns nicht zu wehren, auch auf die Geführ hin, selbst zu töten. Es ist falsch, seinen Partner zu verlassen. Aber wenn dieser wiederholt seine Frau schlägt, kann das eigentlich Falsche - nämlich zu gehen - richtig sein. Es ist falsch, mit 150 über die Landstraße zu rasen - sogar nach dem Gesetz - aber wenn im Auto gerade eine Geburt stattfindet, kann es richtig sein, wenn es für Frau und Baby jede Minute um Tod und Leben geht. Und da gibt es Beispiele ohne Ende, ich könnte damit 20 Seiten füllen, wo die Entscheidung "falsch und richtig" nicht mehr eindeutig zu treffen ist.

Also ist die Einteilung subjektiv.

Natürlich stellt diese Denkweise eine Welt, die bisher klar aus "richtig und falsch" bestand, auf den Kopf. Wobei du dein ureigenstes Richtig und Falsch ja ruhig solange behalten kannst, wie es dir keine größeren Probleme bereitet. Da du aber offenbar dein ganzes Leben auf Bewertungen gründest, die dich zutiefst unglücklich und fast lebensunfähig machen, ist bei dir eine Umbewertung, Umorientierung, Neu-Einteilung notwendig.

hlel>lo kdarknexss


@danae

Wie man sein Herz erzieht? Mh, also ich musste durch die ganzen alten Gefühle durch, sie richtig fühlen, niht ausweichen, nicht wegdrücken, nicht wegarbeiten sondern richtig durch. Danach erst erfuhr all das in mir eine neue Bewertung und ich konnte weitergehen. Ich habe es mir so erklärt, dass mein Herz den vollen Schmerz dieses Lebensentwurfs fühlen musste um zu er-fahren das es murks ist.

wie hast du das ausgehalten? ich glaube ich kann das nicht.

@mallaig

Was für dich richtig ist, kann für einen anderen genau falsch sein - weil es für dich gerade passt und für ihn gerade nicht, und umgekehrt ... oder weil es seine Erziehung vorgibt, oder, oder, oder.

deine beispiele sind interessant und ich verstehe worauf du hinaus willst. alles ist relativ, klar kenne ich den satz nur habe ich ihn wahrscheinlich erst jetzt bewusst verstanden. ja und gleichzeitig verstehe ich nichts. oder es ist mir einfach zu viel, ich weiß es nicht. alles ist relativ, wenn das stimmt wäre auch das was ich getan habe relativ. aber damit auch die gründe warum ich mich dazu entschieden habe. und dann lande ich wieder an dem punkt dass ich einfach alles hätte anders machen müssen.

Natürlich stellt diese Denkweise eine Welt, die bisher klar aus "richtig und falsch" bestand, auf den Kopf. Wobei du dein ureigenstes Richtig und Falsch ja ruhig solange behalten kannst, wie es dir keine größeren Probleme bereitet. Da du aber offenbar dein ganzes Leben auf Bewertungen gründest, die dich zutiefst unglücklich und fast lebensunfähig machen, ist bei dir eine Umbewertung, Umorientierung, Neu-Einteilung notwendig.

unglücklich stimmt aber ich habe es mir ganz alleine eingebrockt, deswegen ist das schon okay so. aber wieso sagst du lebensunfähig?

k@olt"rasrt


Ich bin auch da - habe im Moment nichts zu sagen und bin ganz bei Euch.

dDanCaxe87


Ich war nicht umsonst in der Klinik damit andere dabei auf mich aufpassen. ;-)

M`al=laxig


wieso sagst du lebensunfähig?

Ich meine damit nicht, dass du dich nicht selbst über Wasser halten kannst. War wahrscheinlich das falsche Wort, sorry. Aber für mich klingst du sehr - an Dir, am Leben wie es jetzt für dich ist - verzweilt und entmutigt, und das hintert dich doch am vollen Leben. Oder nicht?

ich habe es mir ganz alleine eingebrockt, deswegen ist das schon okay so.

<irgendwie sträubt sich mein Inneres, das zu lesen. Ich finde einfach nicht, dass du dir "das alleine eingebrockt" hast! Es gab doch viele Umstände, die dazu beigetragen und eine krasse Reaktion erst möglich gemacht haben.

Simpler Vergleich, aber dennoch treffend, scheint mir<. Wenn jemand draußen im Regen stehen muss und nass wird: ist er dann "alleine schuld"? Er war beteiligt, aber vielleicht fand er keinen Schirm, konnte sich nicht unterstellen, aber er konnte auch nicht weg, weil er auf den Bus warten musste.

Es gibt für jedes Verhalten Ursachen. Und die lässt du bei dir selbst nicht als "mildernde Umstände" gelten, nicht mal ansatzweise.

h1ello [daOrkDness


Ich meine damit nicht, dass du dich nicht selbst über Wasser halten kannst. War wahrscheinlich das falsche Wort, sorry. Aber für mich klingst du sehr - an Dir, am Leben wie es jetzt für dich ist - verzweilt und entmutigt, und das hintert dich doch am vollen Leben. Oder nicht?

ich bin verzweifelt, das stimmt... aber das betrifft dinge die ich nicht ändern kann: die vergangenheit, meine fehler, all das. ich weiß das es nichts ändert und nichts bringt aber ich kann nicht damit aufhören traurig darüber zu sein.

das leben jetzt ist schon okay. ich will einfach keinen mist mehr bauen, niemanden mehr verletzten und so gut es geht über die runden kommen. mehr will ich gar nicht und das reicht mir auch. ich glaube mehr ist auch gar nicht drin aber das geht schon in ordnung.

<irgendwie sträubt sich mein Inneres, das zu lesen. Ich finde einfach nicht, dass du dir "das alleine eingebrockt" hast! Es gab doch viele Umstände, die dazu beigetragen und eine krasse Reaktion erst möglich gemacht haben.

Simpler Vergleich, aber dennoch treffend, scheint mir<. Wenn jemand draußen im Regen stehen muss und nass wird: ist er dann "alleine schuld"? Er war beteiligt, aber vielleicht fand er keinen Schirm, konnte sich nicht unterstellen, aber er konnte auch nicht weg, weil er auf den Bus warten musste.

Es gibt für jedes Verhalten Ursachen. Und die lässt du bei dir selbst nicht als "mildernde Umstände" gelten, nicht mal ansatzweise.

nein dsa kann ich auch nicht gelten lassen. ursachen, umstände.

es gibt so unendlich viele menschen die schwere umstände haben im leben. allein hier, koltrast, danae,... das ist sehr schlimm und sehr unfair, aber die beiden haben nicht ansatzweise böses getan wie ich. obwohl sie es bei gott nicht leicht hatten. aber ich, ich bin anders. ich habe sachen gemacht, wenn ich die hier erzählen würde, würdet ihr nicht mehr schreiben.

dabei ist es total egal welche ursachen das hatte und welche gründe mich erst dazu gebracht haben. andere haben auch gründe aber würden nie so wie ich handeln. weil sie im herzen wissen was richtig und was falsch ist (ja wieder diese begriffe, ich weiß nicht wie ich es anders sagen kann. sorry). ich nicht. ich habe einfach getan was ich getan habe und andere müssen jetzt die konsequenzen tragen. ich hasse mich so sehr dafür. ich kann nicht mal sagen wie sehr. ja mich macht das auch sehr sehr traurig und wünschte es wäre anders. ganz alleine weine ich auch manchmal weil es ein trauriges und einsames leben ist für mich aber am ende weiß ich dass es einfach nur die folgen von meinem eigenen handeln sind mit denen ich jetzt klarkommen muss. und das versuche ich so gut es geht ohne zu jammern (manchmal leider doch) weil ich es mir eben selbst eingebrockt habe.

M+allaixg


Ich hatte dir gerade lange geschrieben, der Beitrag verschwand. Ich nehme das mal als Zeichen und antworte dir nun etwas anders.

Wie du oben schreibst: Du hasst dich weiterhin, in deiner Vorstellung bleibt deine die schrecklichste aller Taten, und nicht nur meinem wiederholten Eindruck nach willst nichts anderes glauben. Ich akzeptiere das.

Ich bin allerdings ziemlich sicher, wir würden dir auch weiterhin schreiben, wüssten wir, um was es sich handelt. Und ich könnte mir sogar vorstellen, dass wir die Einzelheiten weder so ungewöhnlich noch so schrecklich finden würden, wie du denkst.

Mir fällt nichts mehr ein, was hier nicht schon anklang, und nichts konnte den Blick auf deine Tat auch nur in geringsten verändern. Mir tut das sehr Leid für Dich, aber dann ist es, wie es ist.

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