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große schuld

dWa1nae8x7


Lass dir zeit, du bist ja jung. :-)

h'elilo d9arkn]esxs


ich will einfach nicht ich sein, verstehst du. aber das bleibt für immer so, ich bin nun einmal so und ich wollte das nie und trotzdem ist es soweitgekommen.

dCanaje87


Du bist nicht so, du bist ein komplexes lebendes Wesen das unter dem Einfluß zahlreicher gegebenehiten Entscheidungen egtroffen hat. in anderen Situationen sind andere Entscheidungen möglich.

h]elloA {dark^nwes8s


ich wollte das nicht und es tut mir so, so leid aber ich kann es nie wieder zurücknehmen. das macht mich so unglücklich, aber unglücklich ist nicht das richtige wort. es macht mich so fehl am platz überall.

dtan{ae8H7


Du bist ja auch gerade nirgendwo ganz oder? In gedanken bist du damals und bei deinen Geschwistern und bei deiner Großmutter, körperlich bist du jetzt und in deinem zu Hause.

hBello %darknxess


ja.

dlanaxe87


welch Wunder da du dich überall deplaziert fühlst.

h9eIllo darBknesxs


und gerade das nachdenken über meine geschwister und was ich ihnen gerne sagen würde, wenn ich das manchmal in meinem kopf durchgehe, ist am ende einfach nur total sinnlos weil ich gar nichts mehr über sie weiß. mein kleiner bruder ist inzwischen so gut wie erwachsen, meine kleine schwester auch schon richtig groß und ich weiß nichtmal was für ein leben die jetzt haben. es ist zu spät. so ist es einfach. aber ich komme nicht so richtig gut damit klar

d0anaxe87


Genau, du weißt es nicht und darin liegt eine große Chance. Denn vielleicht ist es gut geworden.

M$all%aixg


mein therapeut hat gesagt dass ich nicht schuld bin und mir geht es seitdem nicht gut. ich habe nicht geheult oder so, aber hinterher und jetzt wieder viele komische gefühle. ich glaube am meisten überforderung und das ich jetzt "schlechte gefühle" gegenüber den therapeuten entwickle obwohl ich weiß dass er ein guter therapeut ist. bitte helft mir damit

Ich finde, das hat auch hier seinen Niederschlag: Je mehr wir Dir versicherten, dass Deine Schuld "normal" (also etwas Menschliches, was schon anderen passiert sein dürfte) sein könnte und uns das Ganze wahrscheinlich nicht mal bei genauem Wissen dermaßen ungeheuerlich erscheinen würde wie dir, desto mehr hast du eine ablehnende, teilweise fast misstrauisch erscheinende Haltung eingenommen: Man darf dich praktisch nicht von der Schuld lossprechen. Also kann dir auch niemand wirklich verzeihen. Das ist zu deiner Rechtfertigung geworden. Schon verständlich irgendwo, denn es würde dein Leben praktisch wortwörtlich auf den Kopf stellen - du hättest, wie selbst mal von dir geäußert, ja dann die feste Einordnung der letzten Jahre nicht mehr und dich die ganze Zeit "umsonst" selbst klein-, nieder- und verrücktgemacht.

Unter dem Gesichtspunkt passt auch: Würde die Oma dir mit offenem Herzen entgegenkommen, käme dein "böses, hassenswertes" Selbstbild augenblicklich ins Wanken, und du würdest vielleicht sogar die Oma ablehnen. Kann das sein? Dass du in Wahrheit deshalb den Kontakt scheust? Weil du Angst hast,mit dieser Riesenschuldüberzeugung eine Lebenslüge mit dir selbst gelebt zu haben?

Was ich noch wichtig finde: Bist du - oder wärest du damals bei Aufdeckung - durch deine Handlungen mit dem Gesetz in Konflikt gekommen oder war es "nur" eine moralische Fehlhandlung? Falls du dazu schon mal etwas geschrieben hattest, habe ich es nicht mehr in Erinnerung, sorry. Vielleicht steckt ja an der Stelle noch etwas zu Bewältigendes drin ... ? (Selbstanzeige, der Justiz stellen z. B.? Ich glaube es aber nicht.)

Eines kann ich dir mit Sicherheit sagen: Dein Therapeut tut das, was ihm sein gesunder Menschenverstand und seine Ausbildung eingibt: das absolut Richtige. Aber dein Ich ist inzwischen so fest verbunden mit deiner empfundenen Schuld, dass du innerlich vorzuziehen scheinst, zu kapitulieren.

Das fände ich sehr traurig, aber wie Danae so treffend sagt: du bist jung, da kann sich noch alles in dir ändern, vielleicht ist der Zeitpunkt einfach noch der falsche. Andererseits könnte sich durch weiteres Hinausschieben die Last des Gefühls der vergeudeten Jahre in dir noch häufen. Es wäre so gesehen und weil es dich ja auch quält, notwendig, jetzt am Ball zu bleiben. Irgendwo muss ein Zugang zu dir verborgen liegen. Nur - wo ist der Schlüssel? Mir fällt da nichts mehr ein, ehrlich gestanden.

h-e*lloY dar&knesxs


hallo mallaig

Mir fällt da nichts mehr ein, ehrlich gestanden.

ja, das verstehe ich. mir nämlich auch nicht und es (sorry) kotzt mich selbst so sehr an dass ich mich die ganze zeit eigentlich nur im kreis drehe und das wahrscheinlich zum tausensten mal. gedanklich bin ich vielleicht schon ein bisschen weiter gekommen, damit meine ich das ich zumindest ein paar antworten oder erklärungen die vielleicht passen könnten, gefunden habe. aber es hilft mir bei den wesentlichen dingen nicht, ich stecke so tief in meinem "tunnel blick" und komme nicht raus. ich weiß ich habe es schon oft gesagt: ich will raus, ich wil es wirklich ändern, ich will mich nicht mehr schuldig fühlen. aber wahrscheinlich lüge ich mir damit wirklich selbst in die tasche, keine ahnung. ich kann es überhaupt nicht mehr einschätzen.

Je mehr wir Dir versicherten, dass Deine Schuld "normal" (also etwas Menschliches, was schon anderen passiert sein dürfte) sein könnte und uns das Ganze wahrscheinlich nicht mal bei genauem Wissen dermaßen ungeheuerlich erscheinen würde wie dir, desto mehr hast du eine ablehnende, teilweise fast misstrauisch erscheinende Haltung eingenommen: Man darf dich praktisch nicht von der Schuld lossprechen. Also kann dir auch niemand wirklich verzeihen.

ich verstehe das selbst nicht an mir. ich wünsche mir nichts mehr als nicht schuldig zu sein und ich habe mir so oft ausgemalt wie es wäre wenn jemand sagt: "hey, du hast das richtige gemacht. du bist nicht schuld." und ich habe es mir immer wie das schönste gefühl auf der welt vorgestellt, wie eine ganz große erlösung. ja, aber real? der therapeut, ich halte so große stücke von ihm weil ich denke dass er sehr klug ist und vieles versteht und außerdem auch sehr viel menschenkenntnis hat. dass er gesagt hat das ich nicht schuld bin, warum kann ich das nicht glauben? ich würde so gerne. ich weiß nicht was mit mir los ist, im moment komme ich überhaupt nicht mit mir klar. zu allem anderen schreibe ich später noch, jetzt kann ich nicht mehr

M|alFlaixg


Ja, ich verstehe, dass dich das von mir jetzt fordert, es ist teilweise sicher schon hart zu lesen. Ich glaube dennoch, dass es wichtig ist, sich den Fragen zu stellen, und das tust du ja ganz tapfer. Lass dir auch mit den Antworten Zeit.

h!ellof darknexss


Würde die Oma dir mit offenem Herzen entgegenkommen, käme dein "böses, hassenswertes" Selbstbild augenblicklich ins Wanken, und du würdest vielleicht sogar die Oma ablehnen. Kann das sein? Dass du in Wahrheit deshalb den Kontakt scheust? Weil du Angst hast,mit dieser Riesenschuldüberzeugung eine Lebenslüge mit dir selbst gelebt zu haben?

nein meine oma könnte ich nie im ganzen leben ablehnen. wenn es mit meiner oma wieder gut wäre, dann wäre mir alles andere so egal. ich habe nur angst dass sie nochmal sagt, das ich nicht mehr zu ihr kommen soll und sie das nicht mehr will. davor habe ich angst. ich weiß nicht wie ich das aushalten könnte.

Was ich noch wichtig finde: Bist du - oder wärest du damals bei Aufdeckung - durch deine Handlungen mit dem Gesetz in Konflikt gekommen oder war es "nur" eine moralische Fehlhandlung?

alles was ich gemacht habe ist allgemein bekannt (mein familiäres umfeld, polizei usw), da ist nichts was ich geheim gehalten habe oder noch nicht geklärt wurde. ja manches war auch gegen das gesetz. es ist aber sehr kompliziert weil ich eigentlich nicht gegen dsas gesetzt sondern für das gesetz handeln wollte. aber ich habe so viel falsch gemacht und es ist alles aus dem ruder gelaufen. das wollte ich nicht

MTallxaig


Dann danke für deine ehrlichen Zeilen.

Das mit der Oma wirst du nur klären, indem du dir ein Herz fasst und es angehst. Sonst wird sie vermutlich eines Tages als erste die Welt verlassen und du hast nie erfahren, ob sie dir nicht längst vergeben hat. Das fände ich wirklich bitter: Irgendwann könnte es zu spät sein, und ohne den Sprung über den Graben wirst du es nie wissen. Denk an die Last, die es von dir heben könnte und dann tu alles, um den Mut zu finden, denn du hättest nur zu gewinnen, nichts zu verlieren unter den gegebenen Umständen. So sehe ich es jedenfalls.

Gut, mit dem Gesetz die Sache ist geklärt. Nähere Erklärungen braucht es nicht, denn worum es geht, ist deine Privatsache und tut auch nichts zur Sache an sich.

ich habe so viel falsch gemacht und es ist alles aus dem ruder gelaufen. das wollte ich nicht

Für mich sitzt nach wie vor hier der Knackpunkt. Du bist wie wir alle, nicht schlechter und nicht besser, aber solange du das nicht anerkennst, wirst du dir nicht vergeben können. Leider machen wir alle ganz viel falsch im Leben - das tun Menschen, denn sie sind nicht allwissend wie Gott, nur dann wäre es uns möglich, uns jederzeit "richtig" zu verhalten. Aber du siehst dich hier in einer Sonderstellung und neigst dazu, dir eher selbst lebenslänglich zu verordnen, als Verständnis für dich und deine Handlungen aufzubringen. Du urteilst also über dich härter als vermutlich über jeden anderen Menschen. Diese Unversöhnlichkeit mit dir selbst wirst du aufbrechen müssen. Dazu gibts keine Alternative.

Zweitens machen wir von einer anderen Ebene aus gesehen NICHTS falsch im Leben, sondern tun immer folgerichtig das, wozu wir zu dem jeweiligen Zeitpunkt fähig sind. Wir pflegen gern die Illusion, wir hätten uns ja anders entscheiden können, aber wir sehen das erst NACH dem falschen und sogar DURCH das falsche Handeln. Für mich kam diese Erkenntnis in einem Aha-Moment und hat mir die Unversöhnlichkeit mit mir selbst nehmen können. Du musst nun deinen Zugang finden. Vermutlich ist das deine Lebensaufgabe.

m?auxma


ich habe jetzt nur den Eigangspost und die ersten Antworten gelesen

ich glaube ich weiss was du meinst

mit sich selbst ins reine kommen, darum geht es wohl

die Frage nach Schuld, ich finde die persöhnlich immer etwas schwierig, Schuld haben, an was warum , wieso muss es überhaupt immer einen schuldigen geben

Gut im Strrafrecht okay

aber im ganzen zwischenmenschlichen hat die Frage nach Schuld meines erachtens nichts zu suchen

weil alles fast alles was man tut eine interaktion ein reagieren, aggieren ist, aus situationen heraus

und dann ist die Frage was ist zuerst da das huhn oder das ei

die fragen, die ich mir und jetzt auch hier stelle, sind eher so: wie geht man damit um, ein schlechter mensch zu sein

Auf diese frage möchte ich gerne eingehen

jemand der sich diese Frage stellt, kann meiner meinung nach kein schlechter mensch sein

du reflektierst dich, hinterfragst dich

so wie gehe ich jetzt mit schuldgefühlen um, ich nehme sie an, respektiere das xy passiert ist, ich nehme hin das ich geschehenes nicht mehr rückgängig machen kann

vileicht kann ich ein wenig wieder gut machen, wenn ich anderen dadurch schaden zugefügt habe, es zumindest versuchen

ich muss aber auch hiinnehmen das es evntl nicht geht

was ich aktiv tun kann zu lernen, den gleichen fehler nicht noch einmal zu begehen, vileicht sogar anderen mit meiner erkenntnis helfen

besser machen in Zukunft, sich bewusst entscheiden, ich will dieses oder jenes jetzt tun

in allem was der weiter weg sein wird erkennen, das menschen eben nicht perfekt sind, das sie manchmal dinge tun die ihnen selbst und anderen schhaden, weh tun

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