» »

Weiblicher Narzissmus

plinkRn{icox75


Den Teil mit dem Mitgefühl sehe ich bei mir so, dass ich das fast zuviel habe. Sobald jemand etwas hat oder leidet, dann beschäftigt mich das gleich total und ich überlege, wie ich helfen kann. Allerdings schleicht sich da auch immer wieder gleich meine Frage ein: Möchte ich da nun helfen, weil es mir um den Menschen geht oder hoffe ich so, dass ich Aufmerksamkeit und Anerkennung von ihm und den anderen bekomme.

Da sagst Du was. Ich kenne dieses Gefühl auch. Bei mir ploppt dieses Mitgefühl auch auf. Ich möchte dann unbedingt was tun. Ich lese und schreibe viel. Schreibe Briefe und habe ganz klar starkes Mitgefühl in dem Moment. Dann beschäftigt mich aber bald auch Deine Frage "Tu ich das nur, um Anerkennung und Aufmerksamkeit zu erhalten?" Fakt ist, ich lese mich oft fast bis zum Umfallen in eine bestimmte Materie ein, versuche diese dem Hilfesuchenden überzustülpen und fühle mich toll, dass ich soviel weiß....

Hier bin ich dann eher wie Dein Vater?? Ich find das schlimm....

Weil ich weiß, bald ebbt mein Mitgefühl und Interesse wieder ab. Es ist immer unverhältnismäßig...

Das sehe ich heute... da muss ich dran bleiben und was dran ändern.

Oft tausche ich mich mit anderen Betroffenen aus und immerhin sehe ich da, dass ich nicht alleine so bin. Die Erkenntnis über sich selbst ist ein großer Schritt in die richtige Richtung.

Was mich noch interessiert:

Wie geht denn Dein Vater mit den Enkeln und dem Schwiegersohn um? Bleiben seine Attacken auf Dich beschränkt oder zieht er auch Deine Familie mit in seinen giftigen Bann?

Wie verhältst Du Dich dann Deinem Vater gegenüber, hast Du Schuldgefühle, fühlst Du Dich schlecht oder wehrst Du Dich??

p*inkunicox75


Ich schaffe es nicht, ihn hinzunehmen wie er ist. Ich fühle mich immer wieder verletzt. Und wenn ich ihm sage, dass ich es gerade nicht schön finde, wie er mich behandelt, dann wird er patzig und sagt, dass er das ja nur macht, weil ich ihm die Vorlagen dazu liefere. Danach fühle ich mich wieder schuldig. Daher denke ich, dass ein Kontaktabbruch das beste wäre. Aber das schaffe ich nicht. Denn es gab natürlich auch viele schöne Erlebnisse mit meinem Vater. Und irgendwo sehne ich mich noch nach seiner Liebe und Aufmerksamkeit.

Das ist auch verdammt schwer, denn man gibt ihm erst einmal das Gefühl, er befände sich mit all seinen Wertungen im Recht.

Wichtig ist aber: Dass wir seine verletzenden Worte nicht auf uns persönlich beziehen, er kann eben nicht anders, er hat keine anderen Taktiken auf Lager. Er lebt davon, alles unter Kontrolle zu haben.

Wir können eine so gefertigte Persönlichkeit nicht mehr ändern. Wir können nur lernen anders damit umzugehen und unsere Nerven zu schonen. Lernen auf Durchzug zu stellen. Denn damit können Sie nicht wirklich umgehen, wir nehmen ihnen die Plattform, entziehen ihnen nach und nach die Kontrolle über uns.

Der absolute Kontaktabbruch schafft das auch, den Kontrollentzug. Damit müssen aber auch wir klarkommen. Wir müssen alles hinter uns lassen, auch die schönen Zeiten.

Und genau das ist es, was mich daran auch hindert, es gab sie, die schönen Zeiten. Damals, als Papa noch der Größte für mich war und er mich dafür wie seine Prinzessin behandelte.

Alles ist gut, so lange man sein Spiel mitspielt, sich vorzeigen lässt. Darüber lachen kann, wenn er einen vor allen Leuten bloßstellt und einen als Witz verkauft. Ihm nichts krumm nimmt, wenn er einen benutzt, um sich selbst zu erhöhen. Als Kind scheint das normal. Aber wir sind keine Kinder mehr..... wir durchschauen das Spiel und würden gerne das Karussell verlassen.

Dann wird es unschön. Vor allem, wenn wir die Bremse ziehen müssen, weil man merkt, man behandelt Schwächere ebenso, wie er es uns beigebracht hat.

Später bekam ich den Spiegel immer öfters vorgehalten. Wenn mein Vater mich gekränkt hat und mich spüren ließ, dass ich ein Wurm bin...dann hat er mich so behandelt, wie ich es 1:1 auch an andere weitergegeben habe. Gegen ihn selbst konnte ich mich nie wehren.

Das ist nicht ok. Und ich alleine muss diese Spirale durchbrechen.

Wenn ich dann einmal das Thema aufgreife, kann ich nicht mehr aufhören zu schreiben, sorry :-D

Hoffe, es ist nicht zu viel davon... und Du kannst meinen Gedanken noch folgen...

Alias 736247


Und genau das ist es, was mich daran auch hindert, es gab sie, die schönen Zeiten. Damals, als Papa noch der Größte für mich war und er mich dafür wie seine Prinzessin behandelte.

Das macht er auch heute noch ab und an, dass er mich wie eine Prinzessin behandelt oder die Kinder. Aber eben zu seinen Bedingungen. Und ganz bewusst: er grenzt immer meinen Mann dabei aus. Und das finde ich so verletzend und habe ihm das auch schon gesagt. Aber er ist natürlich nicht der Meinung, dass er das tut.

Du darfst dich da übrigens sehr gerne ausführlich darüber auslassen. Ich lese deine Beiträge sehr gerne. Ich finde mich darin komplett wieder. Und es tut gut zu wissen, dass man damit nicht alleine ist.

Ich werde auf jeden Fall weiter an mir arbeiten, dass ich mich von ihm löse.

Fühle mich ihm gegenüber auch immer, als wäre ich ihm noch etwas schuldig. Aber auch da habe ich den ersten Schritt getan.

pfinkn:ico7x5


Hey,

Das macht er auch heute noch ab und an, dass er mich wie eine Prinzessin behandelt oder die Kinder. Aber eben zu seinen Bedingungen. Und ganz bewusst: er grenzt immer meinen Mann dabei aus. Und das finde ich so verletzend und habe ihm das auch schon gesagt. Aber er ist natürlich nicht der Meinung, dass er das tut.

Das kommt mir sehr bekannt vor. Der einzige Unterschied ist, dass er uns schon lange nicht mehr als seine Prinzessinnen behandelt. Es gab nur immer abwechselnd das goldene Kind und das schwarze Schaf.

Eigentlich immer hetzt er gegen meine Schwester oder meine Mutter, wenn ich bei ihm bin. Wenn ich nicht da bin, hetzt er meine Schwester oder meine Mutter gegen mich auf.

Sehr auffällig ist auch, dass er meinen Schwager sehr schlecht macht. Auf ihn projiziert er alles, was schief läuft. Mein Schwager ist für ihn der absolute Versager. Er äußert sich unglaublich verächtlich und böse über ihn. Ich denke, weil er an meine Schwester nicht mehr herankommt, sie blockt ihn seit langem ab. Seitdem er aber von Jahr zu Jahr böser gegen ihre Familie inkl. Enkel wurde, hat sie den Kontakt abgebrochen und ihm klar gesagt, dass sie es ihm verbietet so über ihre Familie zu sprechen und sie dafür jeglichen Kontakt zu ihm abbricht.

Meine Schwester hat meinen Vater in seiner akuten Krankheitspflege (5 Wochen Intensivstation) jeden Tag besucht und sich um alles gekümmert. Mein Vater meint, er könne sich daran nicht erinnern. Wohl aber an alle anderen die ihn besucht haben... Er blendet sie extra aus. Sie zählt überhaupt nichts. Sie sei sogar schuld an seinem Gesundheitszustand..... Damit muss man auch erst einmal klarkommen.

Fühle mich ihm gegenüber auch immer, als wäre ich ihm noch etwas schuldig. Aber auch da habe ich den ersten Schritt getan.

Ich habe mich auch immer schuldig gefühlt. Er sagt uns auch, dass wir immer nur undankbar sind und er uns nichts schuldig sei. Wir wären nun in seiner Schuld, alles wieder in Ordnung zu bringen, denn nur wegen ihm wären wir ja auf der Welt. Er meint meine Mutter wollte uns gar nicht ....

Du siehst, wir müssen ihm sogar danken, dass wir leben.... :-(

Alles Käse.... nichts sind wir schuldig....

Ich wüsste nicht, was wir verbrochen haben sollten...

pCinknihcro7x5


Und jedes Mal, wenn wir ihm das sagen, dass wir ihm gar nichts schuldig sind dann droht er uns

"Dann seit ihr verdammt nochmal enterbt!!!"

Jo.... ;-) Das ist auch so eine alte Leier....

Von mir aus kann er jeden Cent mit in sein Grab nehmen oder es an sonst wen verteilen (was er nie machen würde) ]:D ]:D

Weißt Du, er hat ziemlich viel Geld (mehrere Autos und Häuser und war selbständig), hat sich aber immer geziert regelmäßig Unterhalt zu zahlen. Das Jugendamt war früher oft auf seiner Matte gestanden.

Wenn wir bei ihm waren hat er uns mit Geld überschüttet und meiner Mutter unterstellt, das Geld für sich auszugeben. Damit das nicht weiter passiert hat er zu uns gesagt, gehen wir heute mal so richtig Geld für Euch Kinder verprassen in der Stadt. (Heute weiß ich, dass er immer gelogen hat Es gibt Bescheide die das Schwarz auf Weiß belegen, dass er jedes Mal ermahnt wurde den Unterhalt zu zahlen). Er streitet das heute noch ab. Alles nur erfunden. Wir müssen ihm heute noch ernsthaft für gezahlte Landschulheimaufenthalte danken. Dinge die mittlerweile 30 Jahre her sind.

Ähnliche Spielchen hat er auch versucht mit seinen Enkeln durchzuziehen. Seine Enkel sehen ihren Opa aber nicht so gerne, da der ziemlich launisch ist, vor allem weil diese eher zu ihren Eltern halten und diese selbstverständlich verteidigen.

Vor unser allen Ohren (auch vor weiter entfernten Verwandten) betitelt er ernsthaft 5- und 8-jährige Kinder, hintertriebene, falsche Gören zu sein, die in ihrem Leben nichts erreichen werden. Genau wie der Vater, der heute ja noch nicht mal anständig deutsch spricht...... usw. (Gift und Galle)....

Das alles ist sooo grotesk und fast schon bemitleidenswert.

Ich hoffe, liebe TE, Du siehst, wie wichtig es ist, früh genug die Reihen gegen solche kranke Personen zu schließen. Lass so etwas nie mit Euch machen. Lass Dich nicht verwirren, wenn Du auch noch so oft zweifeln magst, ob nicht auch ein Kern Wahres daran ist. Es ist nichts Wahres dran. Alles nur Manipulation und oft auch sehr subtile...

r<r20d17


Man merkt wohl oft jahrelang, jahrzehntelang gar nicht, in was man da eigentlich drin steckt. Erkenntnis ist dann erstmal gut und ein wenig schmerzhaft.

Die Ursache für derartigen Narzissmus sind gewaltige Schäden im Selbstwertgefühl und im allgemeinen Vertrauen, und genau das ist es, was ein entsprechendes Elternteil (oder auch zwei) bei einem bewirkt/bewirken. Insofern ist es in der Tat eine häufige und naheliegende Variante, selber so zu werden.

Die andere Alternative (anstatt zum "Täter" zu werden) ist, ein emotional schwacher, abhängiger Mensch zu bleiben (also weiterhin "Opfer"), der es nie schafft, sich aus den Schuldgefühlen zu befreien und sich lebenslang wie einen Fußabtreter behanden lässt.

Bleibt also der Mittelweg- mit Erkenntnis und evtl auch Therapie einigermaßen normal zu werden.

Elementar dabei ist ein "Selbstwert-Konzept", welches frei ist von der Gehirnwäsche aus der Vergangenheit.

Ich finde aber, alles in allem liest sich das hier eher wie jemand, der den Weg zum "normal-werden" findet.

puinkni_co7x5


Ich finde aber, alles in allem liest sich das hier eher wie jemand, der den Weg zum "normal-werden" findet.

Ja, so soll es sein. Sie macht sich Gedanken, sie ist in Therapie. Alles auf einem guten Weg @:)

Alias 736247


Ich antworte am Wochenende ausführlich. Bin heute den ganzen Tag unterwegs und über Handy ist es mir zu mühsam.

m*ond+stnernxe


ok.

Ich würde mich schon gern austauschen. Nicht nur Denkanstöße.

Es wäre mir nur hilfreicher wenn du mir schreiben würdest ob du Erfahrungen mit narzissmus hast oder wie du über das Thema denkst. Ich brauche irgendwas auf das ich eingehen kann....einen Faden zum weiterspinnen....

Wie ich über das Thema denke?

Ich halte Narzissmus für einen menschlicher Charakterzug, der mehr oder weniger zu jedem Menschen dazugehört. Wenn beispielsweise ein Schauspieler auf die Bühne geht, lebt er diesen Charakterzug aus. Daran gibt es nichts zu kritisieren.

Den Umgang mit Narzissmus in Beziehungen finde ich schwierig, weil ich den Eindruck habe, so ist keine Gleichberechtigung möglich. Wenn man zu allem Beifall klatschen soll, ist kaum noch Platz für eigene Meinung und ich fühle mich dann untergeordnet.

Auch der Umgang mit emotionalen Verletzungen ist in diesem Zusammenhang für mich ein Thema. Mir fällt es schwer, die eigene Verletztheit wichtig zu nehmen, damit umzugehen und sich zu schützen.

In dem Zusammenhang sehe ich auch das Thema Verzeihen.

Außerdem finde ich es frustrierend, niemals gut genug zu sein.

Kannst Du dem einen Faden zum weiterspinnen entnehmen?


Man merkt wohl oft jahrelang, jahrzehntelang gar nicht, in was man da eigentlich drin steckt. Erkenntnis ist dann erstmal gut und ein wenig schmerzhaft.
 (rr2017, [[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/736247/22822426/ 05:11]])

Ja, genau.

Meine Erkenntnis:

Es bringt nichts, sich über andere aufzuregen, weil es darum geht, sich selbst zu sehen. Das ist für mich (und alle anderen Betroffenen) gar nicht so einfach, weil das eigene Selbstbild beschädigt ist.

Was ist Deine Erkenntnis? Warum hältst Du sie für ein wenig schmerzhaft?

rTr201x7


Naja, die Erkenntnis beinhaltet ja auch "die Probleme sind viel größer als gedacht und die Situation ist viel desolater als gedacht". Lange Zeit denkt man ja, es wäre "etwas problematisch", aber halt nicht der super-gau, der es dann tatsächlich ist.

sich über andere aufzuregen bringt sehr wohl was, nämlich endlich mal all den Zorn und die Wut rauszulassen, anstatt immer gegen sich selber zu richten. Man darf (soll, muss) auch mal berechtigterweise stinksauer sein. Man darf danach nur nicht in der Opferrolle verharren.

eIstxa1


Man darf danach nur nicht in der Opferrolle verharren.

Vielleicht habe ich ja etwas falsch verstanden, aber echte Narzissten sind keine Opfer, also möglich das sie sich so sehen, aber meiner Erfahrung nach besitzen sie gar nicht genügend Empathie für das Gegenüber um Schuldgefühle zu entwickeln. (Weil hier so oft von Schuldgefühlen die Rede war.)

Das ist ja auch für die Narzissten selbst ein Vorteil, sie denken nicht, wie empfindet der andere. Daher findet man Narzissten auch oft in der Chefetage und nicht bei der eigentlichen Arbeit ;-) .

r'r2e017


gemeint war damit, man darf, als Opfer eines Narzissten, die Opfer-Phase zwar durchleben (oder man sollte sogar), aber nicht in dieser verbleiben.

Narzissten sind in ihrer Selbstwahrnehmung die allerärmsten Opfer - schuld sind immer die anderen und die böse gemeine Welt.

Alias 736247


Fakt ist, ich lese mich oft fast bis zum Umfallen in eine bestimmte Materie ein, versuche diese dem Hilfesuchenden überzustülpen und fühle mich toll, dass ich soviel weiß....

Genau so mach ich es auch. Und wenn meine Mühe dann nicht wertgeschätzt wird, weil sich das Problem erledigt hat oder es nicht gewünscht ist, dann sitz ich da mit meiner Entäuschung.

Wie geht denn Dein Vater mit den Enkeln und dem Schwiegersohn um? Bleiben seine Attacken auf Dich beschränkt oder zieht er auch Deine Familie mit in seinen giftigen Bann?

Meinen Mann kann er nur leiden, wenn er ihn für etwas braucht. Und wenn der dann nicht gleich springt, dann ist es eh doof. Wenn er aber springt, dann ist das recht schnell wieder vergessen. Bei den Kindern spielt er den liebenden Opa sobald andere dabei sind. Er kommt uns hier nicht gerne besuchen, weil wir dann ja nicht gesehen werden. Er möchte uns lieber irgendwo ausserhalb treffen, wo er dann aber eher mit anderen kommunziert und wir schmückendes Beiwerk sind.

Wie verhältst Du Dich dann Deinem Vater gegenüber, hast Du Schuldgefühle, fühlst Du Dich schlecht oder wehrst Du Dich??

Eigentlicht habe ich ständig Schuldgefühle. Wenn er mal nett war und uns vielleicht auch zu was eingeladen hat, dann fühle ich mich dafür ewig verpfichtet, glaube alles hinnehmen zu müssen. Und selbst wenn nicht, dann habe ich noch immer das Gefühl, wie er es mir ja auch immer sagt, dass er sich nur so verhält, weil ich das durch mein Verhalten notwendig mache. Weißt du was ich meine? Er ruft mich quasi nie an, weil ich ihn ja nie anrufe....so als kleines Beispiel mal gesehen. Ich habe jetzt angefangen zu sagen, wenn ich nicht kann und fühle mich seit dem Austausch hier auch nicht mehr so schlecht.

Meine Schwester hat meinen Vater in seiner akuten Krankheitspflege (5 Wochen Intensivstation) jeden Tag besucht und sich um alles gekümmert. Mein Vater meint, er könne sich daran nicht erinnern.

Mein Vater sagt oft bei Dingen, dass er sich nicht erinnert oder er etwas nicht gesagt oder getan hätte. Inzwischen habe ich es aber raus an seiner Mimik zu erkennen, wenn ich ihn ertappt habe. Und da kann ich dann schon auch mal sagen "Doch das war so und das weißt du nun auch ganz genau, aber ich reite nicht darauf rum, du musst damit umgehen zu lügen"

Weißt Du, er hat ziemlich viel Geld

;-D Ist hier genau so. Aber er weiß auch genau wie er es hortet. Und früher hat er das als Druckmittel eingesetzt. Ich wurde immer knapp gehalten. Dumm für ihn jetzt, dass ich sein Geld nicht brauche und er es nicht gegen mich verwenden kann.

@ RR2017:

Man merkt wohl oft jahrelang, jahrzehntelang gar nicht, in was man da eigentlich drin steckt. Erkenntnis ist dann erstmal gut und ein wenig schmerzhaft.

Mir geht es gerade eher so, dass mich die Erkenntnis nicht schmerzt, sondern dass sie mir unheimlich gut tut. Und es tut gut die Beiträge hier zu lesen. Weil ich nicht mehr das Gefühl habe, dass mit mir etwas nicht stimmt, sondern dass ich einfach so werden musste unter Anbetracht, wie ich groß wurde.

@ Mond&Sterne:

Auch der Umgang mit emotionalen Verletzungen ist in diesem Zusammenhang für mich ein Thema. Mir fällt es schwer, die eigene Verletztheit wichtig zu nehmen, damit umzugehen und sich zu schützen.

Ich habe noch nicht so richtig rausgelesen, in wiefern du betroffen bist. War dein Vater auch ein Narzisst? Oder hast du selbst bei dir solche Züge festgestellt?

Ich bin oft sehr verletzt und kann damit nicht richtig umgehen. Und vorallem kann mich mein Vater auch ganz leicht verletzen. Durch wen hast du die Verletzungen erfahren?

Es bringt nichts, sich über andere aufzuregen, weil es darum geht, sich selbst zu sehen. Das ist für mich (und alle anderen Betroffenen) gar nicht so einfach, weil das eigene Selbstbild beschädigt ist.

Wie sahen deine Verletzungen aus? Wie wurde dein Selbstbild zuerstört?

@ Esta:

aber echte Narzissten sind keine Opfer,

Ich glaube wir sind hier inzwischen eher so in dem Thema, wie man sich fühlt wenn man mit Narzissten groß wurde und was das für Folgen hatte. Ich bin für mich inzwischen von dem Gedanken abgekommen, dass ich ein weiblicher Narzisst bin. Aber ich habe durch die vielen Beiträge hier gesehen, dass die Art, wie ich bin, ganz einfach die Folge von dem ist, wie ich groß wurde.

Nun muss ich für mich einen Weg suchen, wie ich damit umgehe. Ich denke ich bin schon auf einem guten Weg. Hatte diese Woche den ein oder andren Kontakt mit meinem Vater. Und obwohl er mich versucht hat zu vereinnahmen habe ich stop gesagt und nach mir geschaut. Das habe ich zwar vorher auch so manches Mal, aber ich fühlte mich immer dabei schlecht, wenn ich ihne quasi entäuscht habe und nicht gemacht habe, was er wollte. Diesmal hat mir das nichts ausgemacht. Und das fühlte sich gut an.

ePstax1


Ich bin für mich inzwischen von dem Gedanken abgekommen, dass ich ein weiblicher Narzisst bin. Aber ich habe durch die vielen Beiträge hier gesehen, dass die Art, wie ich bin, ganz einfach die Folge von dem ist, wie ich groß wurde.

So würde ich Dich von außen betrachtet, auf Grund Deiner Beiträge auch eher sehen.

rFr20p1x7


Das mit dem "Helfen" ist ein interessanter Aspekt, in dem beide Seiten der Medaille vereint sind.

Es gibt eigentlich zwei Motivationen: ich MUSS helfen, es ist meine Aufgabe, wenn ich nicht für den anderen Verantwortung übernehme, wenn ich es nicht tue habe ich ein schlechtes Gewissen.

Die zweite ist, wie hier beschrieben, die glanzvolle Anerkennung dafür, toll geholfen zu haben.

Bei unsereins sind beide Aspekte gegeben, oder? Man befindet sich weit im minus-Bereich, in der "Helf-Schuld", es ist unsere Aufgabe, wir verspüren da eine gewisse Verantwortung, und wenns klappt, werden wir vom Minus weit in den Plus-Bereich getragen und sind dann also die tollen Helfer. Es wird eine weite Spanne des Befindens überbrückt.

Aber genau das ist es doch auch, was die Eltern mit uns gemacht haben, oder? Schlechtes Gewissen bei "versagen" und der permanenten Last, so zu sein, dass wir sie glücklich machen, und wenns denn dann mal klappt, in den Himmel gelobt werden und glanzvoll dastehen.

So ein Forum wie das hier ist aber ein prima bereich, das zu üben. Helfen wollen aus aufrichtigen Motiven und gut damit klarkommen, wenn jemand die Hilfe nicht umsetzt/annimmt. Da kann man sich sehr gut hinterfragen und üben.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH