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Weiblicher Narzissmus

r8r20x17


@ ALias

Genau so mach ich es auch. Und wenn meine Mühe dann nicht wertgeschätzt wird, weil sich das Problem erledigt hat oder es nicht gewünscht ist, dann sitz ich da mit meiner Entäuschung.

Aber die Frage ist dann, wie Du damit umgehst. Ein echter Narzisst von Donald-Trump-Format wird dann aggressiv; der undankbare, dem man helfen wollte, ist dann der Böse, wird zum Feindbild und angegriffen und verfolgt.

Enttäuscht dazusitzen, aber auch zu erkennen warum (aufgrund welcher eigener Fehlprogrammierung) und damit konstruktiv umgehen (und NICHT den "undankbaren" verfolgen und beschimpfen) ist doch völlig ok.

Ich denke, da entscheidet sich dann, wer "narzisstisch angehaucht" ist und wer wirklich pathologischer N ist.

p inknixco75


Hallo zusammen,

schön, dass sich hier ein konstruktiver Austausch zum Thema Narzissmuns und dessen Auswirkungen zu entwickeln scheint. Sehr reflektiert (bis auf meine 1-2 recht emotionalen Beiträge, die es halt auch immer einmal wieder gibt, wenn man "getriggert" wird).

Danke an alle und Dir "Alias" für das Erstellen des Fadens :-D

So nun möchte ich wieder auf einige Beiträge näher eingehen:

@ Alias

Genau so mach ich es auch. Und wenn meine Mühe dann nicht wertgeschätzt wird, weil sich das Problem erledigt hat oder es nicht gewünscht ist, dann sitz ich da mit meiner Entäuschung.

Zum Thema aufrecht empfundene Empathie vs. Helfen wollen -

Ich kann gar nicht genau sagen, ob ich enttäuscht danach bin, wenn meine "Hilfsbemühungen" nicht als solche angenommen und wertgeschätzt werden. Ich denke es ist eine Mischung davon. Erst bin ich wohl enttäuscht mit einer Mischung von Empörung (weil ich ja soviel Zeit dafür investiert habe) und zunehmender Gereiztheit.... Nicht sehr schön, ich habe auch ein Problem mit der Verhältnismäßigkeit. Ich nehme es zu wichtig, wahrscheinlich war mir die Anerkennung doch sehr wichtig, die Anerkennung, dass ich mir Gedanken um das Wohlbefinden des "Problemhabenden" mache. Denn genau, das wünsche ich mir ja für mich. Meine eigenen Erwartungen sind zu hoch, ich kann eigentlich nur enttäuscht werden. Das ist mein Problem, ich habe von zuhause aus wenig bis gar kein Feedback erhalten. Es gab Kritik oder Ignoration... mehr eigentlich nicht. Oft hatten meine Eltern auch einfach keine Zeit für mich, um sich länger mit mir auseinander zu setzten. Das macht mich heute in vielen Situationen selbst ungeduldig und wütend...

@ rr2017

Rr2017

Das mit dem "Helfen" ist ein interessanter Aspekt, in dem beide Seiten der Medaille vereint sind.

Es gibt eigentlich zwei Motivationen: ich MUSS helfen, es ist meine Aufgabe, wenn ich nicht für den anderen Verantwortung übernehme, wenn ich es nicht tue habe ich ein schlechtes Gewissen.

Die zweite ist, wie hier beschrieben, die glanzvolle Anerkennung dafür, toll geholfen zu haben.

Bei unsereins sind beide Aspekte gegeben, oder? Man befindet sich weit im minus-Bereich, in der "Helf-Schuld", es ist unsere Aufgabe, wir verspüren da eine gewisse Verantwortung, und wenns klappt, werden wir vom Minus weit in den Plus-Bereich getragen und sind dann also die tollen Helfer. Es wird eine weite Spanne des Befindens überbrückt.

Aber genau das ist es doch auch, was die Eltern mit uns gemacht haben, oder? Schlechtes Gewissen bei "versagen" und der permanenten Last, so zu sein, dass wir sie glücklich machen, und wenns denn dann mal klappt, in den Himmel gelobt werden und glanzvoll dastehen.

Aber die Frage ist dann, wie Du damit umgehst. Ein echter Narzisst von Donald-Trump-Format wird dann aggressiv; der undankbare, dem man helfen wollte, ist dann der Böse, wird zum Feindbild und angegriffen und verfolgt.

Enttäuscht dazusitzen, aber auch zu erkennen warum (aufgrund welcher eigener Fehlprogrammierung) und damit konstruktiv umgehen (und NICHT den "undankbaren" verfolgen und beschimpfen) ist doch völlig ok.

p!inknipco7x5


uups zu früh losgeschickt, Fortsetzung folgt:

pdinkn!ico7x5


@ rr2017

Das mit dem "Helfen" ist ein interessanter Aspekt, in dem beide Seiten der Medaille vereint sind.

Es gibt eigentlich zwei Motivationen: ich MUSS helfen, es ist meine Aufgabe, wenn ich nicht für den anderen Verantwortung übernehme, wenn ich es nicht tue habe ich ein schlechtes Gewissen.

Die zweite ist, wie hier beschrieben, die glanzvolle Anerkennung dafür, toll geholfen zu haben.

Bei unsereins sind beide Aspekte gegeben, oder? Man befindet sich weit im minus-Bereich, in der "Helf-Schuld", es ist unsere Aufgabe, wir verspüren da eine gewisse Verantwortung, und wenns klappt, werden wir vom Minus weit in den Plus-Bereich getragen und sind dann also die tollen Helfer. Es wird eine weite Spanne des Befindens überbrückt.

Sehr interessant....

Ja, ich habe auch immer das Gefühl, ich muss helfen, das wird von mir verlangt. Ich setze mich dann auch manchmal so unter Druck, dass es mich überfordert, weil ich nicht weiß, wie ich das machen soll. Denn wenn ich das tu, kommt es oft nicht so an beim Empfänger und daraus resultiert wieder Resignation und die allgegenwärtige Wut oder auch Scham....

Deswegen tu ich auch oft gar nichts mehr... ich ignoriere das Problem des anderen und fühl mich dann besser....oft denke ich auch, dass ist doch gar kein Problem.... was weiß derjenige schon von Problemen.... ich stelle mich also über die Dinge...

Bei unsereins sind beide Aspekte gegeben, oder? Man befindet sich weit im minus-Bereich, in der "Helf-Schuld", es ist unsere Aufgabe, wir verspüren da eine gewisse Verantwortung, und wenns klappt, werden wir vom Minus weit in den Plus-Bereich getragen und sind dann also die tollen Helfer. Es wird eine weite Spanne des Befindens überbrückt.

:)z Auf jeden Fall, wenn es dann mal funktioniert hat. Dann freu ich mich so darüber, dass ich denke, ich hätte eine Auszeichnung des Dalai Lama erhalten....davon zehre ich schon lange... ;-)

Aber genau das ist es doch auch, was die Eltern mit uns gemacht haben, oder? Schlechtes Gewissen bei "versagen" und der permanenten Last, so zu sein, dass wir sie glücklich machen, und wenns denn dann mal klappt, in den Himmel gelobt werden und glanzvoll dastehen

Ja das stimmt....

Permanent sollte ich meine Eltern bloß nicht mit meinen Problemen belasten. Die waren kindlich und eh nicht ernst zu nehmen. Die Probleme der Eltern waren immer größer. Meist auch deswegen, weil wir die Probleme auch noch verstärkt haben mit unserem unangepassten Verhalten. Am besten wars wir waren gänzlich unauffällig. Dann lief es auch richtig friedlich. Jeder Ausbruch nach unten (natürlich Versagen) oder auch nach oben (dann wurde ja Aufmerksam gefordert) waren absolut lästig und unerwünscht und zu unterlassen.

Aber die Frage ist dann, wie Du damit umgehst. Ein echter Narzisst von Donald-Trump-Format wird dann aggressiv; der undankbare, dem man helfen wollte, ist dann der Böse, wird zum Feindbild und angegriffen und verfolgt.

Enttäuscht dazusitzen, aber auch zu erkennen warum (aufgrund welcher eigener Fehlprogrammierung) und damit konstruktiv umgehen (und NICHT den "undankbaren" verfolgen und beschimpfen) ist doch völlig ok.

Das unterscheidet uns dann wirklich von der Diagnose NPS, oder?? Ich denke uns triggert und belastet die Vergangenheit in unserer Gegenwart. Aber daran lässt sich arbeiten. Mit viel Energie, Geduld und evtl. auch einer Therapie. Vielleicht wage ich auch mal eine zu machen (ich denke aber immer, das kann ich nicht machen, meine Probleme sind nicht ernst genug, das krieg ich schon hin.... ich kann das). Ich merke immer mal wieder, dass mich meine Außenwelt nicht versteht..... wie denn auch, ich versteh mich oft selbst nicht.... Trotz aller Reflektion.

pKinkni/co`75


@ Alias

Zur Analyse des Vaters:

Meinen Mann kann er nur leiden, wenn er ihn für etwas braucht. Und wenn der dann nicht gleich springt, dann ist es eh doof. Wenn er aber springt, dann ist das recht schnell wieder vergessen.

Mein Vater hat immer ähnlich wie Dein Vater gehandelt. Ich erkenne ihn in Deinen Aussagen nur zu gut.

Auch mein Vater (führte viele Jahre eine Pension) wollte unbedingt, dass mein Schwager seine Arbeit einmal übernimmt. Dafür musste er jahrelang vorher quasi die Schuhe meines Vaters lecken, um dieses Amtes würdig zu werden (er wurde dem nie würdig).

Mein Schwager musste zu jeder Tages- und Nachtzeit Dinge für meinen Vater erledigen, ob er nun Zeit hatte oder nicht. Dafür war er gut, mein Schwager hat auch anfangs ALLES gemacht was mein Vater wollte. Er wurde dafür aber immer nur leicht spöttisch behandelt, ein Lob gab es nie. Besser machen hätte er es natürlich gekonnt.... er hätte hellseherisch erahnen sollen, was er als nächstes machen soll. Eine Schande, dass er das nicht konnte.

Heute haben sich meine Schwester und mein Schwager (auf Drängen meiner Schwester) aus dem Dunstkreis meines Vaters entzogen. Seitdem ist mein Schwager der Dämon auf Erden..... absolute Abwertung. Meiner Schwester hat er beim Tag des Umzuges aus der Wohnung meines Vaters gesagt, dass Sie damit für ihn gestorben ist.

Wirklich gelebte Selbständigkeit der Kinder (also uns) war ihm immer der größte Dorn im Auge. Vor allem eine eigene Meinung (die auch nur 1mm der Meinung meines Vaters abweicht) ist der Super Gau... Es folgen Entwertung, Hasskommentare bis hin zu Drohungen)....Es ist wirklich wie im schlechten Film. Egal, ob da Freunde dabei waren oder auch Gäste...alle durften das immer live miterleben...

Er möchte uns lieber irgendwo ausserhalb treffen, wo er dann aber eher mit anderen kommunziert und wir schmückendes Beiwerk sind.

Bei uns war das ebenso.

1. Hatte mein Vater, wie auch Dein Vater, dort Publikum vor dem er glänzen konnte

2. Waren unsere Bleiben für ihn eine Zumutung...

Eigentlicht habe ich ständig Schuldgefühle. Wenn er mal nett war und uns vielleicht auch zu was eingeladen hat, dann fühle ich mich dafür ewig verpfichtet, glaube alles hinnehmen zu müssen. Und selbst wenn nicht, dann habe ich noch immer das Gefühl, wie er es mir ja auch immer sagt, dass er sich nur so verhält, weil ich das durch mein Verhalten notwendig mache. Weißt du was ich meine?

Oh ja, die Schuldgefühle....

Über das sind wir mittlerweile hinaus aber ich kann Dir sehr nachempfinden und weiß noch, wie es auch bei mir war.

Immer dieser permanente Zwiespalt zwischen Dankbarkeit und Verpflichtungsgefühl. Er hat uns auch immer eingeladen, wenn andere es sehen konnten. Zuhause gab es nichts, ich musste als Angestellte bei ihm nach Taschengeld betteln.... Das habe ich aber nur 1 Saison (mit 22 Jahren) gemacht, danach hab ich es gelassen und mir wieder nen eigenen Job gesucht, ich war noch nicht mal krankenversichert. Dafür hatte ich SkiFahr-Verbot u. ä. (war ja klar wieso ;-)

Ich dachte auch immer ich müsste mehr Dankbarkeit zeigen. Viele Freunde und Bekannte sagten immer, was wir für ein Glück hätten so einen Vater zu haben. Er sorgt dafür, dass wir uns in der Zukunft nie Gedanken machen müssten, kein Geld oder ohne Job dazustehen. Andere Kinder könnten davon nur träumen.

Oh ja mein Vater hat uns in seiner Phantasie soviel geschenkt und vererbt uns zu Millionären gemacht....

im nächsten Moment hat er uns einfach wieder enterbt und für unwürdig erklärt. Alles würde er verschenken an Bedürftige, die das alles mehr wertschätzen können.

Mittlerweile sagen wir immer.... BITTE TU DAS ....

Einen kurzen Moment fühlen wir und damit besser.... Weil wir seine Waffe auf ihn selbst richten.

rKr260x17


Was das Helfen-wollen, Anerkennung etc angeht.. gegen diese ganzen Fehlprägungen kann man nichts machen, das ist so in uns. Aber was wir können, ist, reflektiert und selbstkritisch damit umzugehen, und unser Verhalten entsprechend zu steuern. Genau das dürfte in der Tat der entscheidende Unterschied sein. Ein Vollblut-Narzisst empfindet sich dermaßen als Opfer, dass ihm gar nicht in den Sinn kommt, es könne ja doch mal irgendwas sein Fehler sein, und nicht der seiner Mitmenschen.

Man muss sich klarmachen dass ein narzisstischen Verhalten vermutlich immer aus einer massiven Opferhaltung heraus entsteht. Der verletzte Mensch empfindet die Welt an sich in Schieflage und in einer ARt Bringschuld, nun erstmal die eigenen Verletzungen zu heilen. Die Mitmenschen empfinden diese Schieflage aber keineswegs so, und daher resultieren dann die Konflikte.

Schlimm wirds, wenn sich dann Narzisst und Co finden, und der Co den Narzissten auch noch immer schön in dieser ROlle bestärkt und ständig um dessen Wehwehchen kreist (wie bei meinen Eltern). Dann dürfte eine Reflektion und Erkenntnis quasi unmöglich sein.

Vermutlich ist aber bei der "echten, vollausgeprägten Störung" das reflektierte Denken komplett blockiert, fast psychose-artig. Anders lässt sich einigs ja nicht erklären. was wir hier schreiben befindet sich ja immer noch irgendwie im Normalbereich. Man muss sich wohl vorstellen dass bei einem echten NPSler bei ausbleiben der narzisstischen Zuwendung ein Schalter umgelegt wird und irgendwas im Hirn total aussetzt. Bei meiner Mutter ist das zumindest so und bei Donald Trump offenbar auch.

Für uns gilt - akzeptieren dass die Prägungen und die daraus resultierenden emotionalen Impulse vorhanden und nicht so einfach änderbar sind, aber wir uns keineswegs willenlos da reinfallen lassen müssen, sondern vom Verstand her gegensteuern können. Um sowas dreht sichs letztlich ja auch in einer Therapie.

Ausserdem ändern sich die emotionalen Dinge dann auch nach und nach.

Aber was ist denn bloß mit dem Schwager los? Klingt ja völlig durchgeknallt.

pHin,knisco7x5


@ Alias

weiter geht's ;-)

Er ruft mich quasi nie an, weil ich ihn ja nie anrufe....so als kleines Beispiel mal gesehen.

Ja ja, ich weiß, bei uns war das auch so.

Seine Kommentare dazu:

1. Wenn man nichts voneinander hört ist eh alles ok.

2. Die Jüngeren müssen die Eltern anrufen immer... das hat mit Respekt vor dem Älteren zu tun

Vor allem heute ist das so, wo er krank und älter wird und keine Pension (alles verkauft) mehr hat.

Wir müssen uns jetzt bei ihm melden, weil wir ihm das schuldig sind. Nach alldem was er für uns getan hat. Nun sei er dran.

In ganz bösen Zeiten, wenn er sich dann doch mal dazu herablässt anzurufen (da ich nur an Weihnachten und zum Geburtstag und sonst noch alle 2-3 Monate für 5 Min anrufe) schimpft er, dass wir uns nicht öfters melden, das könne er doch als Vater verlangen. Ja dann, wenn ich ganz bös drauf bin sage ich

Punkt 1 zu ihm: Wenn man nichts voneinander hört ist eh alles ok....

Mein Vater sagt oft bei Dingen, dass er sich nicht erinnert oder er etwas nicht gesagt oder getan hätte. Inzwischen habe ich es aber raus an seiner Mimik zu erkennen, wenn ich ihn ertappt habe.

Ich wurde immer knapp gehalten. Dumm für ihn jetzt, dass ich sein Geld nicht brauche und er es nicht gegen mich verwenden kann.

Dto. und dto. ;-)

Ich kann auch alles voraussagen was mein Vater als nächstes sagt oder an seiner Mimik erkennen was er denkt.... er ist komplett durchschaubar.

Er ist ein Narzisst ohne verbale Impulskontrolle (körperlich gewalttätig war er nie). Er empfindet nur Impulse und diese sehr intensiv. Er schreit dann wie ein Kind, verhaspelt sich, fuchtelt mit den Fingern, weint und bemitleidet sich selbst am meisten.

Ich kann ihn mittlerweile so durchschauen und ich sehe auch wie sehr er unter sich selbst leidet. Für ihn sind alle Emotionen echt. Nur kann er sich loslösen davon. Er ist sehr bedürftig heute.

Er hat zwar viel viel Geld aber keine Bewunderer mehr. Ich denke er hat auch keine echten Freunde. Er hat Angst alleine zu sterben. Er klammert sich mittlerweile wie ein Kleinkind an uns aber er kann kein einziges freundliches Wort sagen.

Er verspricht uns mittlerweile dafür Geld, wenn wir kommen und enterbt uns wenn wir keine Zeit haben. Er hält uns für unsagbar böse....

Ich fühl mich ehrlicherweise hilflos.... ich halte noch Kontakt weil es mir das Herz bräche, ihn alleine zu lassen. Meine Schwester ist da viel härter.

Mir geht es gerade eher so, dass mich die Erkenntnis nicht schmerzt, sondern dass sie mir unheimlich gut tut. Und es tut gut die Beiträge hier zu lesen. Weil ich nicht mehr das Gefühl habe, dass mit mir etwas nicht stimmt, sondern dass ich einfach so werden musste unter Anbetracht, wie ich groß wurde.

Nun muss ich für mich einen Weg suchen, wie ich damit umgehe. Ich denke ich bin schon auf einem guten Weg. Hatte diese Woche den ein oder andren Kontakt mit meinem Vater. Und obwohl er mich versucht hat zu vereinnahmen habe ich stop gesagt und nach mir geschaut.

Liebe "Alias", ich wünsche Dir von Herzen, dass Du einen Weg für Dich findest mit Deinem Vater "klarzukommen" ohne, dass es Dich zu sehr verletzt. Viele Dinge sind in ihm wohl auch ganz tief verwurzelt. Er wird nie der Wunschvater sein - aber auch ich denke, dass wir mit genug Geduld und Selbstachtsamkeit einen Weg finden können, den Vater nicht ganz fallen zu lassen, ohne uns damit selbst in den dunklen Abgrund ziehen zu lassen.

Schön, dass Du in Therapie bist, bitte erzähl mir weiterhin, wie das für Dich ist und ob Dir das was bringt.

Ich wünsche Dir das von Herzen, denn es ist wichtig, dass wir uns von den vergifteten Wurzeln befreien ohne dabei selbst zu verbittern. Deine Familie (Mann und Kinder) ist jetzt wichtiger und Dein Halt. Alles andere findet sich irgendwann.

Auch ich hoffe, ich finde einen versöhnlichen Weg ... dass ich mich von meinem Vater verabschieden kann und ich hoffe auch wirklich, er spürt, dass ich ihn mag.... auch wenn er das wohl nie fühlen kann...dass es jemand wirklich so meint und dass nicht alle ihm nur Böses wollen.

Denn weil ihm alles Böses wollen so sagt er, ist er 3mal böser zu allen anderen.....

Das ist so traurig, ihn dabei zu sehen....absolut selbstzerstörerisch :°(

@:)

p@in>knicxo75


Schlimm wirds, wenn sich dann Narzisst und Co finden, und der Co den Narzissten auch noch immer schön in dieser ROlle bestärkt und ständig um dessen Wehwehchen kreist (wie bei meinen Eltern). Dann dürfte eine Reflektion und Erkenntnis quasi unmöglich sein.

Ja mein Vater lebt seitdem ich 8 bin in seiner 2. Partnerschaft mit einem Co NE.

Von dieser Seite wird immer geraten

"Lass sie doch links liegen.... die sind es doch eh nicht Wert".

Als mein Vater nach seinem Schlaganfall wieder zuhause war, wollte die Partnerin meines Vaters zeitweise nicht, dass wir Kontakt mit meinem Vater haben, weil wir ihm zu anstrengend sind. Wir haben das nach 2-3 maligen Nachfragen so hingenommen, da mein Vater psychisch wirklich nicht gut drauf war (und nach wie vor sehr depressiv ist) und wir ihn nicht noch mehr belästigen wollten. Mein Vater steht auch zu 100% zu seiner Partnerin. Er sagt auch, erst kommt sie und dann kommt lange gar nichts mehr)....

Heute heißt es, wir hätten uns nicht gekümmert. Obwohl wir während des 6 wöchigen Krankenhausaufenthaltes oft bis ständig (meine Schwester wie gesagt jeden Tag 2x Mal) bei ihm am Bett standen.

Ach ja, total verfahren halt :-|

Ich weiß nicht, wo es da einen Weg gibt... um zurück auf die Spur zu finden.

Ich habe sehr große Angst mich unendlich schuldig zu fühlen, wenn er stirbt. Mit dem Gewissen zu leben, das man es zeitlebens nicht geschafft hat, ordentlich miteinander zu kommunizieren....

Aber es soll ja hier nicht nur um mich gehen, ich freu mich von Euch weiterhin zu hören

:)_

rXr201x7


Es gibt keinen Weg, um wieder auf die Spur zu kommen.

Die Wahl, die solche Leute einem lassen, ist:

Reib Dich bis zur Erschöpfung für mich auf, oder lebe mit einem arg schlechten Gewissen.

Der einzige Weg ist, zu erkennen, dass das schlechte Gewissen Folge von Gehirnwäsche und nicht angemessen ist, und es soweit wie möglich loszuwerden.

ER müsste ein schlechtes Gewissen haben, dass er derartige emotionale Erpressungen mit seinen Kindern betreibt. Hat er das? nein. Hat er schön Dir übergestülpt, und bisher folgst Du dem auch noch sehr schön.

Ehrlich, das ist der Dreh- und Angelpunkt bei der Befreiung. Erkennen wie sehr das alles nur Lüge und Manipulation ist und sich endlich das Recht auf eigene Abgrenzung zu verschaffen.

Man wird nie (nie nie nie nie) einen guten Weg finden. Es bleibt letztlich nur Aufopferung oder der radikale Bruch.

rBr20`1b7


Kennt ihr das auch, dass man sich den Kopf darüber zerbricht, "WIE kann ich es nur so formulieren dass ich ihn endlich erreiche"?

Und dann irgendwann was schreibt, wo man denkt, das ist so stimmig und unwiderlegbar und logisch klar und eindeutig dass er wirklich nicht mehr dagegen argumentieren kann

Und dann kommt als Antwort doch eine Widerlegung, mit Argumenten, die so dermaßen von dieser Welt sind, dass es nur wie ein einziger Faustschlag ins Gesicht ist und man sitzt da nur und denkt.. hääääh?

p6inknifcox75


Aber ich hab ihn lieb ....

und leider wünsche ich es mir, dass er mich auch lieb hat....(vielleicht hat er das ja auch irgendwo tief in sich die Liebe).

Auf der Intensivstation hat er sich bei uns entschuldigt....und gesagt wir seien ihm wichtig....

Aber er war wohl im Delir hat es bei den Ärzten geheißen.

Ich wünschte (auch meine Schwester) er wäre so geblieben....

Aber das ist er nicht, er ist der alte und das noch konzentrierter wie vorher.

Man wird nie (nie nie nie nie) einen guten Weg finden. Es bleibt letztlich nur Aufopferung oder der radikale Bruch.

Ich weiß es ja.... es ist aber so schwer.

Wie hast Du das gemacht? Oder hast Du noch Kontakt (sporadisch?) zur Mutter.

Wenn nicht, wie lange schon nicht mehr?

Liebe Grüße

pcinknZicox75


Kennt ihr das auch, dass man sich den Kopf darüber zerbricht, "WIE kann ich es nur so formulieren dass ich ihn endlich erreiche"?

Und dann irgendwann was schreibt, wo man denkt, das ist so stimmig und unwiderlegbar und logisch klar und eindeutig dass er wirklich nicht mehr dagegen argumentieren kann

Und dann kommt als Antwort doch eine Widerlegung, mit Argumenten, die so dermaßen von dieser Welt sind, dass es nur wie ein einziger Faustschlag ins Gesicht ist und man sitzt da nur und denkt.. hääääh?

Absolut, es ist zum verzweifeln.

Aber geht es Dir nicht auch so, dass sie Dich niemals richtig aussprechen lässt, Dir immer sofort ins Wort fällt und Dir gar nicht zuzuhören scheint??

Man mag sie manchmal schütteln, es macht mich unfassbar wütend.

Und mit der Wut, kann ich es dann auch ignorieren mein Gefühl des Nichtgehörtwerdens.

Leider übertrag ich das manchmal auf andere Mitmenschen, die nichts dafür können und es nur gut mit mir meinen. Dann fühl ich mich so richtig wütend und scheiße.... %:|

p=inknixco75


Aber ich hab ihn lieb ....

Ich hör mich an wie ein Kleinkind, nicht wie eine über 40-jährige Frau.... |-o

rer201 7


Aber geht es Dir nicht auch so, dass sie Dich niemals richtig aussprechen lässt, Dir immer sofort ins Wort fällt und Dir gar nicht zuzuhören scheint??

ja, der monologe rede-Wasserfall ist typisch. Hört/liest man oft. Fühlt sich natürlich dumm an, man wird überhäuft mit Vorwürfen aber kann überhaupt nicht kontern. Irgendwann sollte man merken "Bringt nix". Ich hab dann am Telefon einfach aufgelegt irgendwann.

Wie hast Du das gemacht? Oder hast Du noch Kontakt (sporadisch?) zur Mutter.

Wenn nicht, wie lange schon nicht mehr?

Ich hab einmalig in einer Situation, die typisch war (Mutter wird aggressiv/beieldigend, Vater stellt es so dar dass ich schuld sei, sie wäre ja ganz friedlich aber ich nur wieder ohne Grund jähzornig) beschlossen dass ich aufhöre, mich zu unterwerfen und zu verbiegen und offen gekontert und klar gesagt was ich dachte. Das hat zu einer eruptiven Eskalation mit viel Geschrei innerhalb von wenigen Sekunden geführt und der Besuch wurde beendet.

Seitdem ist meine Linie "schluss mit Lügen und Beleidigungen, wenn ihr aufrichtig einsichtig seid, könnt ihr wieder ankommen". Das war vor ca 3 Jahren.

Da Narzissten aber keine Grenzen und zurückweisungen akzeptieren (bzw überhaupt auch nur ertragen können) haben sie danach so richtig aufgedreht und Dinge getan, die klar nicht hinnehmbare Grenzüberschreitungen sind und die man als Stalking bezeichnen muss (Bestechungsversuche beim Vermieter um meine neue Adresse herauszubekommen, ANrufe beim ex-Arbeitgeber und sowas).

Dann haben sie sich als allgemein hilfreiches rundum-KO-Argument überlegt, ich hätte eine Psychose, das sogar per Eerndiagnose von einem Psychiater "diagnostizieren" lassen. Dann war in Hamburg mal ein Fall, wo eine Psychotikerin in einem Wahn-Anfall ihren Sohn tödlich vor die U-Bahn gestoßen hat. Meine Mutter hat dann bei meiner Partnerin angerufen um sie vor mir "zu warnen", es könne ja sein, dass ich auch sie in einem meiner psychotischen Schübe würde umbringen wollen.

Solche Sachen machen mir das "entlieben" ziemlich einfach, muss ich sagen. Da ist der Ofen wirklich aus.

p>ink}nicxo75


Für uns gilt - akzeptieren dass die Prägungen und die daraus resultierenden emotionalen Impulse vorhanden und nicht so einfach änderbar sind, aber wir uns keineswegs willenlos da reinfallen lassen müssen, sondern vom Verstand her gegensteuern können. Um sowas dreht sichs letztlich ja auch in einer Therapie.

Ich weiß das und das ist vom Verstand her auch alles total richtig, ich bin nur schlecht darin eigene Emotionen und Gefühle vom Verstand abzuspalten...

Ich kann ihn mittlerweile so durchschauen und ich sehe auch wie sehr er unter sich selbst leidet. Für ihn sind alle Emotionen echt. Nur kann er sich loslösen davon.

Das ist wie ein Schauspielen, erst weint er wie ein Kind, weil er von allen so gehasst und alleine gelassen wird und ein paar Sekunden später ist er beherrscht und glasklar völlig raus aus der Emotion und sagt "ich brauche Euch nicht, ich hatte euch nie und heute könnt ihr mir gestohlen bleiben, ich geh und nimm alles mit...".

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