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Weiblicher Narzissmus

pqinknNico75


@ rr2017

Danke Dir für Deine Offenheit und, dass auch Du hier so offen darüber redest.

Ich hab einmalig in einer Situation, die typisch war (Mutter wird aggressiv/beieldigend, Vater stellt es so dar dass ich schuld sei, sie wäre ja ganz friedlich aber ich nur wieder ohne Grund jähzornig) beschlossen dass ich aufhöre, mich zu unterwerfen und zu verbiegen und offen gekontert und klar gesagt was ich dachte. Das hat zu einer eruptiven Eskalation mit viel Geschrei innerhalb von wenigen Sekunden geführt und der Besuch wurde beendet.

Ja, dieses Erlebnis hatte ich auch schon 1x vor 3 Jahren. Alles ist eskaliert, mein Vater hat mich sogar vor meinem Partner als Lügnerin dastehen lassen (übelste Lügen, die schon an Rufmord grenzen) und hat mich am Ende sogar permanent bespuckt..... Dann hat mich mein Mann aus der Schusslinie gezogen. Ich hatte daraufhin einen Nervenzusammenbruch.

Dann war ca. 2 Jahre Sendepause....

Danach hatte er seinen Schlaganfall und ich bin sofort hin und sah ihn an all den Kabeln und es hat mir das Herz zerrissen, ich habe Gott gebeten, uns nochmals eine Chance zu geben, ein bisschen mehr Zeit, dass wir das nochmals hinbekommen. Erst sah es ja danach aus...

Aber jetzt ist alles so schlimm wie vorher, nur dass ich jetzt ein bisschen mehr in der Goldenen Kind Position bin und das Schwarze Schaf wieder meine Schwester ist.

Er klemmt sich extrem an mich aber er beschimpft mich nach wie vor. Ich bin wieder aufs Karussell gestiegen sagt mein Mann.... {:(

Da Narzissten aber keine Grenzen und zurückweisungen akzeptieren (bzw überhaupt auch nur ertragen können) haben sie danach so richtig aufgedreht und Dinge getan, die klar nicht hinnehmbare Grenzüberschreitungen sind und die man als Stalking bezeichnen muss (Bestechungsversuche beim Vermieter um meine neue Adresse herauszubekommen, ANrufe beim ex-Arbeitgeber und sowas).

Dann haben sie sich als allgemein hilfreiches rundum-KO-Argument überlegt, ich hätte eine Psychose, das sogar per Eerndiagnose von einem Psychiater "diagnostizieren" lassen. Dann war in Hamburg mal ein Fall, wo eine Psychotikerin in einem Wahn-Anfall ihren Sohn tödlich vor die U-Bahn gestoßen hat. Meine Mutter hat dann bei meiner Partnerin angerufen um sie vor mir "zu warnen", es könne ja sein, dass ich auch sie in einem meiner psychotischen Schübe würde umbringen wollen.

Solche Sachen machen mir das "entlieben" ziemlich einfach, muss ich sagen. Da ist der Ofen wirklich aus.

Oh mein Gott, Du musst da ja auch Psycho Terror ertragen. Mir wird ganz anders, das zu lesen. Zu was diese Menschen, die doch unsere Eltern sind, in der Lage sind zu tun. Schlimm....

Das ist echt nicht normal.

Ich kann das ganz schwer ertragen, dass uns diese Menschen, die uns doch so nah sein sollten, zerstören würden, wenn es um ihr Bedürfnis geht, Aufmerksamkeit zu erlangen.

Sie scheuen sich nicht davor zu ganz niedrigen Mitteln zu greifen, um uns zu zerstören oder uns ja das Gefühl zu geben, nicht richtig zu sein.

Auch ich bin wie Du diejenige in der Familie, die psychisch die Labile ist. Durch meine Geltungsbedürftigkeit und mein verzerrtes Weltbild hätte ich diese Familie zerstört und wäre mit an der Krankheit meines Vaters schuld. Ich gehöre zum Psychater und zu meinem Mann hat er gemeint: "Überleg Dir gut, was für eine Du Dir da angelacht hast, die hat sie manchmal nicht mehr alle".

rbr2C017


Ja, das ist alles genauso übel wie Du da beschreibst.. solche Sätze kenne ich auch.

dass uns diese Menschen, die uns doch so nah sein sollten, zerstören würden, wenn es um ihr Bedürfnis geht, Aufmerksamkeit zu erlangen.

Sie scheuen sich nicht davor zu ganz niedrigen Mitteln zu greifen, um uns zu zerstören oder uns ja das Gefühl zu geben, nicht richtig zu sein.

und nun die Frage - wARUM willst Du weiterhin Kontakt zu so jemandem oder fühlst Dich gar schuldig ???

p{inknieco7x5


und nun die Frage - wARUM willst Du weiterhin Kontakt zu so jemandem oder fühlst Dich gar schuldig ???

Ich habe Angst nach seinem Tod nicht mit der Schuld leben zu können, Frieden mit ihm geschlossen zu haben... :-X

rOr20017


Wie willst Du denn Frieden schließen mit jemandem der das gar nicht will?

wäre es nicht sinnvoller, daran zu arbeiten, dass Du Dein schlechtes Gewisse, wenn Du etwas tust, was lediglich "Dich nicht mehr wie scheisse behanden zu lassen" ist, los wirst?

Und wenn ja, "aber geht nicht, fühl mich so schuldig" - was dann tun? Verharren? Resignieren?

Akzeptieren, dass es sich am Anfang nunmal so anfühlt, aber der ENTSCHLUSS der erste Schritt auf dem Weg ist?

Mir hat mal ein Psychoanalytiker gesagt, ich solle mich von der Idee verabschieden, dass es einen "einfachen, schmerzarmen Weg" gibt. Stimmt. Es gibt einen Weg, aber der tut anfangs nunmal auch weh.

rlr201x7


übrigens - wenn Du wegen des schlechten Gewissens weiterbin brav in Gefangenschaft verbleibt, tust Du genau das, was er Dir ins Gehirn gepflanzt hat.

Natürlich muss man erstmal massiv gegen schlechte Gefühle und innere Widerstände an. DAS und nichts anderes ist doch das Problem. Genau das haben sie ja bezweck mit der Gehirnwäsche..

p&in knicxo75


"Bringt nix". Ich hab dann am Telefon einfach aufgelegt irgendwann.

Ich habe das auch schon einmal gewagt. Er ruft dann permanent an, schickt whats ap ununterbrochen. Stundenlang. Seine Partnerin schreibt dann, ich hätte mich gefälligst zu melden, wenn mir der Gesundheitszustand meines Vaters noch irgendetwas bedeutet.

Ich soll mal raus aus meiner Psychoanalyse und einmal im Leben was richtig machen.

Soviel dazu, das einfach beenden zu wollen.

Auch hat er mich zur Zeit sehr an der Krawatte, um seine Misere und den Kontaktabbruch mit meiner Schwester zu analysieren. Es geht ihm sooo schlecht.

Ja, meiner Schwester auch. Sie hatte bereits 3 Nervenzusammenbrüche, 1x einen Kollapps, der sie ins Krankenhaus brachte.

Ich weiß das ja auch alles, wie toxisch das ist. Aber diese Flashbacks in die schönen Zeiten....als er noch ein Minimum an Freundlichkeit hatte. Er war soooo lustig und ich habe ihn regelrecht angebetet.

Ich spinne, ich weiß >:(

Ich brauche für mich so sehr das Gefühl, alles richtig gemacht zu haben. Ich weiß, dass ich so wenig Kontakt wie möglich zulassen darf, aber auch so viel wie notwendig, um mich damit abfinden zu können langsam loslassen zu können.

Dieser Kontaktabbruch von 2 Jahren hat mich ganz schön mitgenommen auch wenn sich zwischenmenschlich zu anderen einiges beruhigt hat. Meine Mutter ist mir eine riesige Hilfe heute. Ich muss ihr hoch anrechnen, dass sie mich immer ernst genommen hat. Nur war ja auch sie ein Opfer und immer zwischen den Stühlen.

Das Verhältnis zwischen meiner Schwester und mir ist nicht mehr ganz unbeschwert. Wir misstrauen uns manchmal. Zuviel Lügen, man weiß nie was stimmt und was nicht. Immer das Absichern, was man gesagt hat und was nicht.....

Übel.

Hast du auch Geschwister, rr2017?

Wenn ja, wie ist das Verhältnis zwischen Euch?

Wie geht Deine Frau damit um, kann Sie sich in Dich hinein versetzen, was Du da durchmachen musst(est)? Sagt sie, dass sie es richtig findet, dass Du keinen Kontakt mehr mit den Eltern hast oder motiviert sie Dich (an Weihnachten oder so), Dich bei der Familie zu melden?

So viel Redebedarf.......

r4r2{017


Nein, hab keine Geschwister. Ich weiss auch nicht ob das mit oder ohne einfacher ist. Ich denke, mit ist einfacher (weil man dann nicht mehr das alleinige Zielobjekt ist), andererseits scheint es den Betroffenen, die Geschwister haben, tendenziell eher schlechter zu gehen (weil da wohl noch eine weitere Dynamik mehr ins Spiel kommt).

Freundin ist da emotional nicht so involviert, steht aber hinter mir und nachdem sie selber auch zum Angriffsziel wurde, ist sie auch nicht mehr motiviert, mit denen weiterhin zu reden.

(erst hat meine Mutter versucht, sie gegen mich aufzubringen mit der Psychose-Geschichte, als das nicht geklappt hat hat meine Mutter sich an ihre Mutter gewandt und versucht, sich zwischen die beiden zu stellen.. dann wurds allen zu bunt. Zum Glück fällt da keiner drauf rein).

All die aufbrausenden Gefühle in Dir, der "Redebedarf", die Trauer, die Flashbacks an die guten Zeiten, und und und, das kenne ich auch alles (und wohl auch sonst fast jeder), aber ES HILFT ALLES NIX.

Es gibt keinen "guten" Weg. Entscheiden, Deckel zu auf das Thema und durch. Solange Du so weitermachst wie jetzt erhälst Du das Leiden wirklich aufrecht. Die Trauer verheilt ja nie.

Und Du spinnst auch nicht, das ist alles völlig normal. Nur, was soll man da raten..

es gibt irgendwo eine Webseite über einen "5 Schritte Therapieplan" bei sowas. Einer der SChritte ist die Trauerphase.

Ich würde sagen

1. Schritt - Erkenntnis (da bist Du in etwa)

2. Schritt - WUT

3. Schritt - ERkenntnis, dass da nix zu gewinnen ist, die "Liebe Familie" die man sich herbeisehnt, eine Illusion ist und niemals realität werden wird.

Das kann man dann betrauern. In der Tat, es ist eine Trauerphase, durch die man da durch muss.

Danach steht aber im Mittelpunkt, die Dinge dann langsam auf sich ruhen zu lassen und sich eher wieder der Gegenwart und der Zukunft zuzuwenden. Man hat ja noch mehr Lebensinhalte als nur die Vergangenheit und die bösen Eltern ;-).

Ich schaue kaum noch zurück. Im Fokus sind Parnterschaft, Job etc. Was gewesen ist, ist gewesen; so langsam hab ich mich genug drüber geärgert.

rQr2b017


(dass du in etwa erst beim ersten schritt bist sollte nicht herabwürdigend sein, falls das so rüberkam. ist halt einfach mein eindruck - erstmal fällt der groschen, was überhaupt los ist).

p9inknOicxo75


Danach steht aber im Mittelpunkt, die Dinge dann langsam auf sich ruhen zu lassen und sich eher wieder der Gegenwart und der Zukunft zuzuwenden. Man hat ja noch mehr Lebensinhalte als nur die Vergangenheit und die bösen Eltern ;-).

Ich schaue kaum noch zurück. Im Fokus sind Parnterschaft, Job etc. Was gewesen ist, ist gewesen; so langsam hab ich mich genug drüber geärgert.

Ich sehne den Zeitpunkt herbei, an dem ich das auch so sehe und nicht nur vom Verstand her, da war ich ja schon - aber ohne den Bauch (hoffe das ist verständlich) ;-D

Ich schäme mich, mich wie ein hilfloses bettelndes Kind aufzuführen, das so bedürftig ist. Zum Glück bin ich das auch nicht rund um die Uhr. Sonst wäre ich schon längst in Therapie.

Aber wenn ich mich in dieses Loch fallen lasse (dass halt da ist), falle ich extrem rein und könnte weinen wie ein kleines Kind. Echte Sturzbäche, ich schüttele mich dann regelrecht vor Heulen und bin extrem erschöpft (aber auch wieder erleichtert).

erst hat meine Mutter versucht, sie gegen mich aufzubringen mit der Psychose-Geschichte, als das nicht geklappt hat hat meine Mutter sich an ihre Mutter gewandt und versucht, sich zwischen die beiden zu stellen.. dann wurds allen zu bunt. Zum Glück fällt da keiner drauf rein).

Schön, dass Du die Familie Deiner Partnerin auf Deiner Seite hast und die erkennen, dass nicht Du der "Spinner" bist. Das tut soo gut.

Das ist bei mir auch zu 100% so, mein Partner steht auch komplett zu mir, er versteht mich auch aber er kann halt auch nicht gut damit umgehen, wenn ich mal wieder in dieses Loch falle. Wahrscheinlich habe ich da auch leichte depressive Schübe...

Ich habe solche Angst, dass mein Vater sich das Leben nimmt...das ist irrational, denn ich glaube dafür hält er sich dann doch für zu wichtig.

Aber meinen Cousinen und Cousins ist das vor kurzem passiert, mein Onkel hat sich das Leben genommen, genau wie angekündigt.... Was eine Katastrophe für alle Hinterbliebenen....

ich hab eine Scheißangst, dass das auch noch kommt.... :°(

r.r201-7


Hm, aber Du solltest Dir das Opfer-sein durchaus auch zugestehen. Es ist völlig verständlich dass da so ein Loch ist und auch das Heulen muss als Phase mal sein (und in der Tat wäre Therapie nicht verkehrt).

Das Spielchen auf Leben und Tod kenne ich auch - Vater lag mal mit koronarer Herzkrankheit, beinahe-Infarkt, zur bypass-OP im Krankenhaus, Mutter hat da meinen Beistand eingefordert und ich habs vor Spannungen gar nicht mehr ertragen, ich hab als Ventil dann sturzbesoffen einen Kasten leerer Bierflaschen, jede Flasche einzeln, aufm Balkon zerdeppert, bis die Nachbarn gefragt haben, ob sie einen Rettungwagen rufen sollen. Blutige Angelegenheit ;-).

Mutter hat auch damit gedroht - "Du weisst von seinem kranken Herz, Du kannst Dir ja überlegen was ich mit ihm machen werde, wenn Du nicht nach meiner Pfeife tanzt" (ergo - Morddrohung. Sei so wie ich will oder ich terrorisier ihn so lange bis er tot umkippt).

Das ist ziemlich grauenhaft, aber ehrlich gesagt - er ist selber dafür verantwortlich, was er mit sich machen lässt. Wenn man sich abhängig an eine Frau kettet die einen ständig demütigt und beleidigt ist man irgendwo auch selber schuld.

Ist ziemlich hart, aber ist halt so.

Nichts von alledem ist Deine Schuld oder gar Verantwortung. Lass ihn gehen, wenn er will..

Alias 736247


Boah jetzt könnte ich weinen. Hab einen total langen Beitrag geschrieben und und bin auf sämtliche Beiträge eingegangen und nun ist er nicht da....Hatte ihn aber abgeschickt. War zwischendurch weg und nun ist nix mehr da.....Heul

Ihr seid so fleissig am Schreiben und es tut so gut zu lesen, was ihr schreibt. Ich finde mich in so vielem wieder. Leider hab ich jetzt keine Zeit nochmal alles neu zu verfassen. Habe heute noch einen Termin und bin morgen früh wieder am Arbeiten....

Ich melde mich aber wieder.....Danke für eure Offenheit und die Denkanstöße.

r)rp201x7


puh, freut mich ja wenns dir auch weiterhilft, fühlte sich schon wie thread-kapern an ;-). aber dann ist ja ok.

Alias 736247


Ich finde nicht, dass ihr meinen Thread kapert. Ich lese am Handy total eifrig mit, finde es da aber zu umständlich zu antworten. Und jetzt ist es gerade schwer, weil es auf mehrere Seiten verteilt ist....muss mal sehen, wie ich das nun hin bekomme.

Aber geht es Dir nicht auch so, dass sie Dich niemals richtig aussprechen lässt, Dir immer sofort ins Wort fällt und Dir gar nicht zuzuhören scheint??

Mein Vater lässt mich immer ausreden. Aber dann übernimmt er das Thema, passt es nach seiner Meinung an und lässt sich ausgiebig darüber aus. Nebenbei interpretiert er dann, wie ich mich fühle und irgendwann weiß ich garnicht mehr, wie wir überhaupt darauf gekommen sind. Aber ich weiß, dass es nicht so ist, wie er es hinstellt. Das will er natürlich dann nicht hören.

Hier möchte ich noch kurz ergänzen, dass ich festgestellt habe, dass meine Freundschaften alle ähnlich dem Schema meines Vaters aufgebaut sind. Und alle funktionieren, solange ich funktioniere. Meine Therapeutin meinte gestern, sobald ich den Leuten unbequem werde, weil ich eine eigene Meinung habe, geht die Freundschaft flöten. Und das wird mit allen Freundschaften so lange passieren, bis ich mich selbst ändere und weiß, wie ich wahrgenommen werden will. Ganz schön schwierige Frage finde ich. Denn ich habe das Gefühl nicht mal selbst zu wissen, wer ich eigentlich bin.

Das ist wie ein Schauspielen, erst weint er wie ein Kind, weil er von allen so gehasst und alleine gelassen wird und ein paar Sekunden später ist er beherrscht und glasklar völlig raus aus der Emotion und sagt "ich brauche Euch nicht, ich hatte euch nie und heute könnt ihr mir gestohlen bleiben, ich geh und nimm alles mit...".

Oh das kenne ich auf. Mein Vater ist toll im Heulen bei jeder Gelegenheit. Aber dann kann er wieder sehr dominant und herrisch auftreten und mir mitteilen, dass er niemanden braucht. Aber im Grunde denke ich, dass er abends ziemlich allein ist und das auch spürt.

Alias 736247


Ja, dieses Erlebnis hatte ich auch schon 1x vor 3 Jahren. Alles ist eskaliert, mein Vater hat mich sogar vor meinem Partner als Lügnerin dastehen lassen (übelste Lügen, die schon an Rufmord grenzen) und hat mich am Ende sogar permanent bespuckt..... Dann hat mich mein Mann aus der Schusslinie gezogen. Ich hatte daraufhin einen Nervenzusammenbruch.

Mein Vater ist an meinem Geburtstag mal so aufgetreten. Irgendwann bin ich heulend in der Küche zusammen gebrochen. Die restliche Familie stand im Wohnzimmer und mein Mann hat mich erstmal wieder aufpäppeln müssen. Aber was ich auch schlimm fand: jeder hat in dem Moment gehört, wie böse mein Vater war und KEINER hat mir zu verstehen gegeben, dass er das nicht okay fand. Ich habe mich total alleine gefühlt (außer mein Mann...der half mir). Auch danach hat keiner etwas gesagt. Das hat mein Schuldgefühl noch viel mehr verstärkt, dass er in dem Moment ja nur so geschrien hat, weil ich es verdient habe.

Dann haben sie sich als allgemein hilfreiches rundum-KO-Argument überlegt, ich hätte eine Psychose, das sogar per Eerndiagnose von einem Psychiater "diagnostizieren" lassen. Dann war in Hamburg mal ein Fall, wo eine Psychotikerin in einem Wahn-Anfall ihren Sohn tödlich vor die U-Bahn gestoßen hat. Meine Mutter hat dann bei meiner Partnerin angerufen um sie vor mir "zu warnen", es könne ja sein, dass ich auch sie in einem meiner psychotischen Schübe würde umbringen wollen.

:-o :-o :-o

Ich hab dann am Telefon einfach aufgelegt irgendwann.

Ich hab oft aufgelegt bei Telefonaten. Manchmal sogar danach das Telefon an die Wand geworfen vor Zorn. Aber das Ergebnis war, dass ich mich schlecht gefühlt habe, weil einfach auflegen feige und unhöflich ist. Man diskutiert etwas aus und bringt es zu Ende. Klar, sagt der Verstand, dass es mit ihm in dem Moment einfach nicht ging. Aber das Gefühl sagt, dass ich ein schlechter Mensch bin, weil ich aufgelegt habe.

"5 Schritte Therapieplan"

Ich bin für mich gerade froh überhaupt mal bei SChritt 1 angekommen zu sein. Und der Austausch mit euch bringt mir gerade mehr als die Therapiegespräche. Ich finde es einfach wichtig zu sehen, dass ich nicht falsch bin. Dass es auch anderen so geht. Und diese Erkenntnis tut mir unheimlich gut.

Jetzt find ich den Beitrag gerade nicht mehr, aber irgendwo schrieb PinkNico

Ich hab ihn doch lieb

Ja, so geht es mir auch immer. Ich erinnere mich an die schönen Zeiten, wo ich seine Prinzessin war, was wir alles unternommen haben. Und irgendwo tief im Herzen habe ich ihn lieb. Aber dann fällt mir der Tyrann wieder ein, wie ich mich eingeschlossen habe, weil er so gebrüllt hat. Es fällt mir schwer meinen Vater zu berühren. Seine Umarmungen sind mir unangenehm.

Ab und an unternehmen wir etwas zusammen. Das ist dann immer, wenn er mal wieder hier ankommt und tut, als wäre er der tolle Opa. Meist ist es aber so, dass ich danach ziemlich gestresst bin. Er ist dann zwar bei uns dabei, aber seine Aufmerksamkeit liegt auf anderen. Wir sind zum Beispiel zusammen im Park, setzen uns irgendwo hin und die Kinder spielen. Dann unterhält er sich nicht mit mir, dann steht er nach ein paar Minuten auf, geht zu der Bank nebenan, schleicht um die Leute kurz herum und eröffnet dann das Gespräch. Dort unterhält er sich eine Weile und dann kommt er wieder zu mir und erzählt mir, was er erfahren hat. Dabei kenne ich die Leute garnicht und es ist mir ehrlich gesagt auch egal. Aber er hat in dem Moment von denen Aufmerksamkeit bekommen. Die haben sich für ihn interessiert. So geht dann der restliche Mittag auch von Statten. So waren wir zwar zusammen unterwegs, aber doch irgendwie nicht gemeinsam.

Und dann gibt es noch diese Momente, wo ich etwas mache und in dem Moment schon dran denke: wie denken die Leute darüber. Finden die das toll? Oder finden die das schlecht? Ich habe ständig im Hinterkopf, was andere über das denken, was ich mache. Dabei ist das eigentlich völlig egal....ich muß mich doch wohl fühlen und wenn ich nicht gerade ein Verbrechen begehe, dann ist es doch okay, oder?

Gleichzeitig ist es mir dann aber unangenehm, wenn ich etwas gutes gemacht habe und ich werde vor anderen dafür gelobt. Da könnte ich im Erdboden versinken.

Was ist das ? Woran liegt das?

Alias 736247


Aber wenn ich mich in dieses Loch fallen lasse (dass halt da ist), falle ich extrem rein und könnte weinen wie ein kleines Kind. Echte Sturzbäche, ich schüttele mich dann regelrecht vor Heulen und bin extrem erschöpft (aber auch wieder erleichtert).

Ich habe bei mir das Gefühl, dass ich keine Tränen mehr habe. Ich sitze dann hier im Haus mit einer unendlichen Traurigkeit in mir. Ich fühle mich total einsam und kann doch nicht weinen. Das ist ein schreckliches Gefühl.

Ich hatte vorhin von Freundschaften gesprochen. Ich bin nicht mehr in der Lage Menschen an mich ran zu lassen, weil ich eben nicht weiß, wer ich eigentlich bin. Und dann passe ich mich den Leuten an. So lernen sie mich kennen. Irgendwann kommt dann aber der Punkt, wo ich nicht mehr die Maske halten kann und dann mal meine Meinung sage oder etwas anders machen möchte. Nicht mehr angepasst sein. Und dann geht es mit der Freundschaft abwärts. Allerdings ist die Konsequenz, dass ich mich eben einsam fühle. Boah, so ein Dilemma.

Eigentlich möchte ich bleiben wie ich bin. Ich möchte ehrlich meine Meinung sagen und mich nicht verstellen. Aber das schaffe ich nicht.....

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