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Weiblicher Narzissmus

PKauligna66


Hallo, ich hab das grade überflogen. Meine Mutter ist voll Narzisstin. Sie ist überzeugt von sich. Zu 100 %. Sie ist schön und gescheit und die anderen machen alles falsch. Voller Kritik. Nur wenn sie komplett über die Stränge geschlagen hat, ist sie einsichtig. Aber nicht lange. Ich bin die einigzige Tochter und nach einer längeren Therapie geht es mir am A..vorbei. Einiges von deiner Beschreibung passt, aber nicht alles. Eine Vollblut Narzisstin würde nicht hier nachschauen, denn die hat sowas nicht nötig.

Alias 736247


@ paulina:

Konntest du bei dir selbst auch narzistische Züge entdecken infolge der Erziehung?

Hast du verhaltenstherapie gemacht?

rrr2*017


ich hab schon öfter die Erfahrung gemacht dass solche Fäden ein "Herz ausschütten" werden (bzw etwas sachlicher bezeichnet, ein Erfahrungsaustausch), was wohl daran liegen dürfte, dass bei den Betroffenen ein riesiger Stausee an schmerzhaften Erfahrungen aufgestaut ist.

Ich denke, sehr viele Kinder aus solchen Systemen, tragen entsprechende Züge in sich, sind aber nicht ubedingt "voll geschädigt". Darüber nachzudenken ist an sich schonmal ein gutes Zeichenm ja.

Ich glaube, häufig wird man selber zum "Vollnarzissten", wenn man an einen Partner gerät, wo es symbiotisch komplementär zugeht und man sich schön gegenseitig in der Opferrolle verstärkt. Dann hat man typischerweise wohl einen "männlichen" und einen "weiblichen" Narzissten (wobei die Geschlechter auch getauscht sein können - wie bei meinen Eltern), einen aggressiv-sadistisch-dominanten, und einen unterwürfig-abhängigen. Dann gibts wohl kaum noch Hoffnung.

mQond4+st>erxne


Ja, man kann nachdenken, reflektieren und analysieren, so wie Du es in Deinem letzten Absatz gemacht hast.

Das halte ich schon mal für etwas erfolgversprechender als wenn man nur seinem Unmut freien Lauf lässt. Aber auch das gehört dazu, wie wir beide schon vor einiger Zeit einvernehmlich feststellten.

Unter einem Erfahrungsaustausch stelle ich mir dann noch etwas anderes vor. Dort geht es um so Fragen wie: Was sind wir für Menschen? Was haben wir für Verletzungen? Wie gehen wir damit um?

...

rpr20K1x7


Was die Verletzungen angeht, habe ich primär die Erfahrung, dass da im Alltag was getriggert wird, und man eine unangemessen negative Gefühlsreaktion auf an sich relativ harmlose Ereignisse hat.

Die Frage ist, wie geht man damit dann um.

Wer drauf und dran ist, selber narzisst zu werden, empfindet diese Gefühle als angemessen, sieht sich als Opfer, die anderen sind schuld und er schlägt ggf. aggressiv zurück.

Reflektierter ist es, sich zu sagen, "ich spüre diese Gefühle aber ich weiss dass sie nicht angemessen sind" und einen konstruktiveren Umgang damit zu wählen.

EBhema(ligerZ Nutzer ((#56.8697)


Ich blicke nun einfach mal kurz auf meine Kinder. Die sind im Wesen ganz unterschiedlich. Das große Kind geht grundsätzlich sehr offen durch die Welt, möchte auch ständig neue Dinge ausprobieren, zweifelt aber auch ständig auf der ganzen Linie an sich. Ständig spreche ich ihr Mut zu, wie toll sie etwas gemacht hat. Sagt einmal jemand was negatives zu ihr, dann zweifelt sie wieder total an sich und ich sitze da und sage ihr, wie toll sie eigentlich ist und dass sie auf so etwas nicht hören soll.

Sorry wenn ich das kurz mal rausgreife ...

Was ich hier - für mich in anderem Zusammenhang - wertvoll finde ist ab und zu darauf zu achten "wie" diese Ermutigungskommunikation oder das Lob erfolgt - dasselbe übrigens für Kritik. Ich glaube, dass das einen zentralen Unterschied macht. Benutzt Du viel Formulierungen wie "Du bist" (z.b. "toll")?

mSonrdU+ste#rnxe


Was die Verletzungen angeht, habe ich primär die Erfahrung, dass da im Alltag was getriggert wird, und man eine unangemessen negative Gefühlsreaktion auf an sich relativ harmlose Ereignisse hat.

Die Frage ist, wie geht man damit dann um.

Wer drauf und dran ist, selber narzisst zu werden, empfindet diese Gefühle als angemessen, sieht sich als Opfer, die anderen sind schuld und er schlägt ggf. aggressiv zurück.

Reflektierter ist es, sich zu sagen, "ich spüre diese Gefühle aber ich weiss dass sie nicht angemessen sind" und einen konstruktiveren Umgang damit zu wählen.
(rr2017)

Ja, genau.

Deshalb sind Ich-Botschaften für mich ein Thema.

Bzw., so wie Du es formuliert hast, steckt schon die Einsicht darin, dass Ich-Botschaften nicht verstanden werden. Deshalb spricht man sie lieber gar nicht erst aus, sondern sagt sie sich selbst.

Außerdem geht es um den Umgang mit offenen Wunden. Ich zumindest sehe offene Wunden als Ursache für Empfindlichkeiten, die leicht unangemessene Gefühlsreaktionen auslösen können.

Was sind Deine offenen Wunden? Was sind meine offenen Wunden?

Ich beantworte solche Fragen nicht im Forum, weil man immer damit rechnen muss, dass ein Arschloch daherkommt und Salz in offene Wunden streut.

Deshalb hielte ich es für dumm, öffentlich darüber zu reden. Das ist eine von vielen Antworten auf die Frage, wie ich mit meinen offenen Wunden umgehe.

rer20t17


Ich weiss gar nicht. Man kann auch die Strategie anwenden, hier (und sonst im real life) bewusst offen damit umzugehen, und wenn besagte Arschlöcher kommen, zu üben, sich davon nicht triggern und runterziehen zu lassen.

pAink#nicox75


Man kann auch die Strategie anwenden, hier (und sonst im real life) bewusst offen damit umzugehen, und wenn besagte Arschlöcher kommen, zu üben, sich davon nicht triggern und runterziehen zu lassen.

Ganz genau :)z :)^

Ich beantworte solche Fragen nicht im Forum, weil man immer damit rechnen muss, dass ein Arschloch daherkommt und Salz in offene Wunden streut.

Deshalb hielte ich es für dumm, öffentlich darüber zu reden.

Dann weiß ich wirklich nicht, was Du Dir hiervon versprichst. Willst Du damit sagen, alle die von ihren Erfahrungen sprechen sind empfindlich und dumm?

Die TE hat eindeutig das Bedürfnis sich hier zu öffnen und das ist auch ok. Ohne sich ein wenig zu öffnen ist dieses Thema m. E. auch nicht zu diskutieren.

mQon=d+s,texrne


Ich würde es gut finden, wenn sich jemand öffnete.

Ich kann es genauso verstehen, wenn andere da ebenso vorsichtig sind wie ich.

rxr2,017


das muss wohl jeder für sich entscheiden

@ mond+sterne

allerdings macht es auch nicht den eindruck, dass DU mit Deiner Vorsicht besonders weit gekommen wärst bisher?

m1onNd+skternxe


@ rr2017

Das stimmt.

Ich sehe da allerdings keinen wesentlichen Unterschied zwischen Dir und mir.

Du nutzt das Forum vielleicht etwas mehr, um Deine negativen Gefühle auszuleben. Aber sonst?

r>r2E0x17


Therapeutische Prozesse finden bei mir nicht im Forum statt!

muond+estewrnxe


Wenn sie erfolgreich sind, kann man es im Forum vom Ergebnis her bemerken.

m5ond+asteJr(nxe


Davon abgesehen hast Du mir weder zugestimmt noch widersprochen.

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