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Im Zentrum des Konflikts

I$ngPriPdn31 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich erzähle einfach einmal, was bei mir so los ist. Vielleicht hat ja jemand aus der Außenperspektive einen Tipp für mich, was ich machen kann, damit es mir wieder gut geht.

Ich bin gerade dabei meinen Studienabschluss zu machen. Außerdem habe ich zwei stud. Hilfskraftstellen, im Rahmen derer ich Studierende unterrichte. Vor einem halben Jahr habe ich einen neuen Chef bekommen. Währenddessen habe ich im Rahmen meines Studiums nebenbei ein sechsmonatiges Praktikum gemacht.

In dieser zwei ist meine Oma an Demenz erkrankt, womit v.a. meine Mutter überfordert war. Als die Schwester meines Opas einen Unfall hatte und für einige Wochen im Krankenhaus war, lebte meine Oma bei meiner Familie, was für alle eine Belastung war. In dieser Zeit hat sich der Freund meiner einen Schwester auf ziemlich mies Art und Weise von ihr getrennt, so dass sie erst einmal psychisch sehr darunter gelitten hat. Sie ist daraufhin zurück zu uns gezogen und musste nebenbei die Probleme auf der Arbeit bewältigen.

Mit meinem neuen Chef hatte ich ziemliche Kommunikationsprobleme. Seine sture Art und die Tendenz, sich über Vorgaben hinwegzusetzen, hatten sich bis zu den Profs herumgesprochen, so dass ich von diesen darauf angesprochen und z.T. unter Druck gesetzt wurde, etwas über seine Arbeit zu erzählen. Vor kurzem hat mein neuer Chef dann vor den Studierenden, die ich unterrichte, ausgeplaudert, dass ich den Prüfungstext Korrektur gelesen habe. Daraufhin war ich bei einigen Verräter, weil ich natürlich keine Informationen weitergegeben habe. Mittlerweile stehen z.T. schwere Anschuldigungen im Raum, was meine Arbeit betrifft. Es ging sogar soweit, dass einige Studierende meine Absetzung beantragen wollen. Da ich mir nicht anders zu helfen wusste, habe ich den einen Prof im Vertrauen um Rat gefragt. Aufgrund der ernsten Situation riet er mir, mich noch einmal mit einer Mail und dem einen Prof im CC, der für unseren Lehrbereich zuständig ist, zu wenden. Daraufhin hat mir dann mein neuer Chef gedroht, mir zu kündigen. Außerdem fing er an, Mails mit Informationen, die ich ihm geschrieben hatte, zu leugnen.

In dieser Woche bin ich auf den Vorfall mit dem Prüfungstext dann am Institut, an dem ich auch studiere, angesprochen worden. Damit einhergehend habe ich nun erfahren, dass es zwischen den beiden Instituten, an denen ich arbeite, richtig Ärger gab. Dieser reicht soweit, dass nun teilweise bereits Studierenden die Teilnahme an Kursen am jeweils anderen Institut verwehrt wird.

Ich stehe nun zwischen den Stühlen. Sowohl in der Uni, als auch in der Familie.

In der Familie nehme ich mich immer mehr zurück, um nicht noch mehr Schaden zu verursachen. Außerdem möchte ich sie nicht mit meinen Problemen belasten, zumal ich für meine Eltern schon immer das Problemkind war. Nach der Geburt wäre ich fast gestorben und mittlerweile habe ich eine chronische Krankheit. Außerdem lebe ich derzeit auch ohne Partner nach einer sehr schmerzhaften Trennung. In meiner Familie denken alle, mir wäre meine Familie egal.

In der Uni bin ich, dadurch dass ich mit allen irgendwie versuche auszukommen und den Ball flach zu halten und mich bei Konflikten eher als Schlichterin versuche zu verhalten, mitten drin im Konflikt. Überlegt habe ich, ob ich künftig vielleicht gar nichts mehr sagen sollte, also mich einfach auch heraushalte. Allerdings habe ich dann die Befürchtung, dass es so wird wie bei meiner Familie. Und auch wie damals bei meinem Freund, als ich mich irgendwann, als ich die Konflikte zwischen ihm und seiner Mutter nicht mehr tragen konnte, herausgehalten habe. Wobei ich ihm zusicherte, ihn dahingehend zu unterstützen, dass ich halt im Stillen zu ihm halte und zudem ihn begleiten würde, wollte er sich Hilfe suchen. Für ihn in die Bresche springen konnte ich nicht mehr, zumal er mir vorher in den Rücken gefallen war.

Ich kann nicht mehr. Ich fühle mich hilflos und machtlos. Es fällt mir schwer, einen klaren Gedanken zu fassen.

Habt ihr eine Idee, wie ich mich künftig verhalten kann, damit ich nicht verrückt werde und meinen Abschluss machen kann?

Antworten
AXBC0x1


Mit meinem neuen Chef hatte ich ziemliche Kommunikationsprobleme. Seine sture Art und die Tendenz, sich über Vorgaben hinwegzusetzen,

Unbedingt prüfen ob der neue Chef ein Psychopat ist. Psychopaten brechen Regeln, ignorieren Vorgaben und haben Freude zu schickanieren. Was er sich vornimmt wird stur durchgesetzt.

Pschopaten sind sehr schwer zu erkennen. Sie verstecken sich hinter einer Maske von Normalität,Sind oft sehr sympatisch. Sind redegewandt. Darum kann man sich nicht vorstellen oder glauben dass jemand so eine dunkle Seite haben kann. Sie lügen auch extrem. Sind hintenrum niederträchtig.

Vor kurzem hat mein neuer Chef dann vor den Studierenden, die ich unterrichte, ausgeplaudert, dass ich den Prüfungstext Korrektur gelesen habe. Daraufhin war ich bei einigen Verräter,

Psychopaten machen einem die Verhältnisse kaputt und stellen das Team von den Interessen gegen einen. Das ist ganz typisch, das ausplaudern von vertraulichem. Der Chef macht sich bei der Gruppe beliebt. Später wird dann die Gruppe über sein Ofer als Zeugen vorgebracht über negatives Verhalten. Der Chef lässt die Kollegen in seinem Sinne aussagen.

Wenn man rausfinden will was los ist muss man es abklären: Es ist also extrem wichtig ganz sicher zu wissen ob man es mit einem psychopatischen Chef zu tun hat. Die Videos beschreiben es sehr gut. Man muss sich die Zeit nehmen und gründlich anschauen und verstehen.

[[https://www.youtube.com/watch?v=tpUB3LvM4Jo]]

[[https://www.youtube.com/watch?v=ujEeZSG1ngg&t=973s]]

B^ir4kenzw8eixg


ersetze psychopat durch narzistisch

aber selbst wenn der chef ne diagnose hat, hilft das der TE nicht weiter

ich kann aber auch keinen tipp geben, weil ich irgendwie.. nur teile begriffen habe. es scheint mir sehr wirr irgendwie

AUBC0x1


ersetze psychopat durch narzistisch

Beide Typen muss man abklären. Narzisten haben einen kleinen Selbstwert und ein großes Ego. Fühlen sich extrem schnell gekränkt wenn man sie kritisiert oder nicht anhuldigt. Das nehmen die einem Böse übel. Machen andere gerne runter. Sind absolutäre Ansager. Sind das Maß der Dinge. Die Besten in Allem sozusagen.

Psychopaten haben Spaß am schickanieren (quälen) von anderen. Brauchen den Kick. Sie schaffen wirre Verhältnisse und Störungen um einen herum. Machen einem die Verhältnisse kaputt. Spucken einem sozusagen in die Suppe ohne dass man es so einfach erkennt.

In der Regel sind erfolgreiche Psychopathen nicht ständig destruktiv. Können dann zwischendurch natürlich auch wieder vernünftig sein. Man erkennt die Psychopathen an ihren extremen Taten, oder auch eben antisozialen Ansichten. Schweinische oder derbe Witze mit größten Spaß oder Sauerreien. Sozusagen Spaß am Unglück anderer. Aber Vorsicht. Psychopaten können sich perfekt tarnen hinter einer Maske der Normalität und die Korrektheit in Person. Gleichzeitig machen sie einem hintenherum auf niederträchtigste Weise die Verhältnisse kaputt. Sie haben keine Hemmungen über dich zu lügen zu anderen hin, selbst wenn du daneben sitzt und am Gespräch beteiligt bist. Niederträchtig, dass sich einem die Haare sträuben. Sie haben nicht die Gefühle die andere bremsen (Gewissen). Sind da wie Maschinen. Man kann nicht mit ihnen reden (überzeugen).

AUB}C01


Noch ein paar Worte.

Ich kann aber auch keinen tipp geben, weil ich irgendwie.. nur teile begriffen habe. es scheint mir sehr wirr irgendwie

Genau das wirre ist auch mein Eindruck. Das deutet mir auf einen Psychopathen hin. Jemand der hinterherum beliebig Störungen erzeugt. Das Opfer steht zum Schluss so da als wäre es verwirrt, psychisch krank. Nicht normal erklärbar das Ganze. Immer aber vorausgesetzt dass die TE wirklich einigermaßen ok ist und das Umfeld ihr tatsächlich in die Suppe spuckt.

LMewi:aUn


Als Laie kann man nicht zuverlaessig diagnostizieren, ob die Leute Psychopathen oder Narzissten sind. Was soll die FE machen, den Chef mit vorgehaltener Pistole zum Psychiater zwingen? (Und selbst wenn sie es wuesste, waere immer noch voellig offen, wie sie ihre Position verbessern koennte.)

Ingrid

Ich blicke bei deiner Uni-Situation nicht so ganz durch. Ich habe den Eindruck, dass du dir fuer dich selber keinen klaren Standpunkt definiert hast, den du verteidigen kannst. Ich denke, das waere hilfreich.

Wie weit willst/musst du deinem Chef gegenueber loyal sein, was sind deine Verpflichtungen gegenueber den Professoren und Studenten?

Vor kurzem hat mein neuer Chef dann vor den Studierenden, die ich unterrichte, ausgeplaudert, dass ich den Prüfungstext Korrektur gelesen habe. Daraufhin war ich bei einigen Verräter, weil ich natürlich keine Informationen weitergegeben habe.

Klingt so, als wenn du dich voellig normal und korrekt verhalten hast. Studenten haben da manchmal seltsame Vorstellungen, aber ich denke, hier solltest du zu deinem Handeln stehen und es robust verteidigen.

Seine sture Art und die Tendenz, sich über Vorgaben hinwegzusetzen, hatten sich bis zu den Profs herumgesprochen, so dass ich von diesen darauf angesprochen und z.T. unter Druck gesetzt wurde, etwas über seine Arbeit zu erzählen.

Du entscheidest, was du erzaehlst und nicht erzaehlst. Ich weiss nicht, auf welche Weise Druck ausgeuebt wurde, aber jedenfalls solltest du fuer dich klar entscheiden, inwiefern du es richtig findest, Sachen weiterzugeben oder fuer dich zu behalten, und das dann auch so tun und vertreten.

Mittlerweile stehen z.T. schwere Anschuldigungen im Raum, was meine Arbeit betrifft.

Du erzaehlst nicht, wessen du beschuldigt wirst, daher laesst sich das nicht beurteilen. Wie dem auch sei, ich habe den Eindruck, du hast irgendwie versucht, es allen Recht zu machen, aber anscheinend hast du manchmal, waehrend du was fuer eine Person (z.B. Prof) getan hast, die Interessen und Rechte einer anderen Person (z.B. Chef) vergessen. (Moeglich dass ich mich irre, weil es mir ja letztlich nicht so ganz klar ist.)

Von daher mein Eindruck, du braeuchtest einen eigenen Standpunkt, von dem aus du handelst, eigene Klarheit, wem gegenueber du wie weit loyal sein willst, und diesen Standpunkt kannst du, wenn er sinnvoll und einleuchtend ist, dann allen gegenueber vertreten.

AzBCx01


Außerdem fing er an, Mails mit Informationen, die ich ihm geschrieben hatte, zu leugnen.

Das wäre absolut auch typisch psychopathisch. Übelstes lügen selbst wenn es schriftlich geschrieben steht.

P7l'üsch8bieust


Es ist egal, ob der Chef ein Narzisst oder Psychopath ist.

Die TE braucht konkrete Tipps, wie sie die Probleme in den Griff bekommt.

Vielleicht ist es möglich Mails die verschickt wurden auszudrucken, um im Zweifel einen Beweis zu haben? Und generell nicht mehr alleine mit ihm zu sprechen?

mPusicu%s_6x5


In der Familie nehme ich mich immer mehr zurück, um nicht noch mehr Schaden zu verursachen.

So weit ich es Deinem Text entnehmen kann, hast Du doch gar keinen familiären Schaden verursacht? Es gibt zwar Probleme, die aber (ganz überwiegend) nicht von Dir ausgehen.

In meiner Familie denken alle, mir wäre meine Familie egal.

Denken das wirklich ALLE?

Jedenfalls würde es bedeuten, daß von Dir nicht besonders viel erwartet wird. In der momentanen Situation hat das, mal pragmatisch betrachtet, für Dich den positiven Aspekt, daß Du dich mehr auf die Uni konzentrieren kannst. Ich meine, der Abschluss des Studiums sollte jetzt Priorität haben.

Anscheinend lebst Du noch bei den Eltern. Das kann Vor-, aber auch Nachteile haben. Vielleicht wäre eine eigene Wohnung, mindestens einige km vom Haus der Eltern entfernt, mittelfristig ganz gut für Dich.

mcu=sicu|s_65


Die Videos beschreiben es sehr gut. Man muss sich die Zeit nehmen und gründlich anschauen und verstehen.

[[https://www.youtube.com/watch?v=tpUB3LvM4Jo]]

Das erste verlinkte Video habe ich mir auszugsweise angeschaut. Das weitschweifige und selbstgefällige Gerede dieser Frau kann man sich wohl eher sparen. Ich sehe nicht, wie das der TE groß weiterhelfen sollte.

ACBC501


Das weitschweifige und selbstgefällige Gerede dieser Frau kann man sich wohl eher sparen.

Auf den ersten Blick denkt man das. Der Vortrag ist im Stil einer Show. Ich habe mir quer dazu die anderen Grieger Langer Videos angeschaut und auch andere Quellen im Internet zum Thema gelesen. Ich bin selber betroffen. Die Videos finde ich nicht schlecht. Außerdem muss man erst einmal etwas besseres finden dazu im Internet. Wer lieber liest. Hier noch ein Artikel.

[[https://www.muenchen-heilpraktiker-psychotherapie.de/blog-2/persoenlichkeit/psychopath-der-nette-typ-von-nebenan-was-macht-einen-psychopathen-aus-und-wie-koennen-sie-sich-schuetzen.html]]

Der TE weiterhelfen. Das ist hier öfters angesprochen worden:

Familie: Da würde ich das Thema einfach offen ansprechen, dass man gerade voll in eigenen Problemen steckt und sonst schon mehr helfen würde. Also in der Familie versuchen Verständnis zu finden.

Ansonsten: Meiner Meinung nach steht die TE mit beiden Beinen mitten in einem Minenfeld. Zwischen den Fronten sozusagen. Da wieder herauszukommen ohne Schaden zu nehmen, da muss man wissen wo man hintritt. Also die Orientierung haben. Einen Weg finden. Das beginnt mit dem erkennen der Verhältnisse. Zum Schluss wird die TE vielleicht auch eine Entscheidung treffen müssen. Da wäre es optimal wenn die Entscheidung begründet wäre über Hintergrundwissen. Auf jeden Fall fällt dann eine Entscheidung leichter, wenn man mehr weiss.

Es gibt wohl in dem Bereich wo die TE tätig ist einige Gruppen die sich gegenseitig nicht grün sind. Das ist ihr neuer Chef auf der einen Seite und die Professoren auf der anderen. Außerdem die Institute, die wohl in einer Art Konkurrenz oder Interessenkonflikt sind. Man muss nun schauen wer ist auf der Seite des Rechts (vertritt die Firmen- oder Universitätsinteressen korrekt) und wer spielt falsch. Selber muss man auf der korrekten Seite stehen. Das ist notwendig dass einem keiner etwas Unkorrektes vorhalten kann. Man kann sauber bleiben. Psychopaten erzeugen den Eindruck (Tarnung, Täuschung) korrekt zu sein, stehen aber absolut nicht auf der korrekten Seite. Sie verleiten ihre Opfer außerdem dazu unkorrekte Dinge zu tun. Besser gesagt, Dinge die schlecht für das Ofer sind. Das kann auch sein dass man den Dienstweg so umgeht dass man sich Feinde macht. Psychopathen ziehen ihr Umfeld in einen negativen Strudel. Selber geben sie sich als die Korrekten im Sumpf außen herum. Es muss natürlich kein Psychophat hinter Deinen Problemen stecken. Das will ich hier auch nicht zum Hauptthema machen. Das war nur so ein erster Gedanke von mir

Aus meiner Erfahrung gibt es in einer Firma ( auch Universität) nur ganz wenige Personen von denen man abhängt. Diese Personen müssen einem den Rücken stärken. Man steht nicht zur Diskussion. Lassen einen die direktesten Personen von denen man abhängt fallen, hat man das Problem dass man praktisch "vogelfrei" ist. Andere können sich an Dir bedienen ohne das jemand einschreitet. Es hilft Dir dann fast niemand mehr. Bei Deinem neuen Chef ist es nun so dass Du ihn gegen Dich hast. Das erkennt man eindeutig aus Deinem Posting.

Der cleverste Schritt wäre nun ein Wechsel in die richtigen Verhältnisse, falls man überhaupt die Möglichkeit hat. Wenn sich das Verhältniss des Chefs nicht verändert oder verändern lässt kannst Du nur abwarten ob sich im Umfeld was verbessert oder was neues bietet. Die Zeit arbeitet für Dich. Irgendwann bist Du mit Deinem Studium fertig. Das ist der Lichtblick. Ansonsten arbeitet die Zeit was das überleben betrifft natürlich auch gegen Dich.

F,ant8iK3


@ Ingrid31

In der Uni bin ich, dadurch dass ich mit allen irgendwie versuche auszukommen und den Ball flach zu halten und mich bei Konflikten eher als Schlichterin versuche zu verhalten, mitten drin im Konflikt. Überlegt habe ich, ob ich künftig vielleicht gar nichts mehr sagen sollte, also mich einfach auch heraushalte. Allerdings habe ich dann die Befürchtung, dass es so wird wie bei meiner Familie.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie es ist, mit allen irgendwie versuchen, auszukommen. Aus Richtung einer Außenperspektive wirst Du dann so kaum wahrgenommen, denn es braucht ja kaum jemand Rücksicht zu nehmen, da Du ja mit Konflikt behaftete Interaktionen kompensierst. Zunehmend darf dies dann (unausgesprochern?) von Dir erwartet werden, bei manchen Menschen werden da vielleicht sogar Forderungen geäußert und Verantwortung delegiert.

Klar stellst Du Dich mit dem Versuch, Dich als Schlichterin zu betätigen in die Mitte und das fordert manchmal sehr viel Deiner wertvollen Energie und Aufmerksamkeit. Wichtige Zeit, die für andere Dinge besser investiert wären. Die Befürchtung, die Entwicklung würde sich ähnlich der in Deiner Familie angleichen, ist wohl möglich, liegt aber meinem Verständnis nicht in Deinem Verantwortungsbereich.

Mit meinem neuen Chef hatte ich ziemliche Kommunikationsprobleme. Seine sture Art und die Tendenz, sich über Vorgaben hinwegzusetzen, hatten sich bis zu den Profs herumgesprochen, so dass ich von diesen darauf angesprochen und z.T. unter Druck gesetzt wurde, etwas über seine Arbeit zu erzählen. Vor kurzem hat mein neuer Chef dann vor den Studierenden, die ich unterrichte, ausgeplaudert, dass ich den Prüfungstext Korrektur gelesen habe.

Das macht die einseitige Ausübung von "Loyalität" erkennbar. Vermutlich wird es wieder zu ähnlichen Aktionen kommen. Die Beziehungsebene ist wohl " vergiftet" und wird zudem durch beiderseitiges Misstrauen, das sich festgesetzt hat, nicht von selbst auflösen.

Da ich mir nicht anders zu helfen wusste, habe ich den einen Prof im Vertrauen um Rat gefragt. Aufgrund der ernsten Situation riet er mir, mich noch einmal mit einer Mail und dem einen Prof im CC, der für unseren Lehrbereich zuständig ist, zu wenden. Daraufhin hat mir dann mein neuer Chef gedroht, mir zu kündigen. Außerdem fing er an, Mails mit Informationen, die ich ihm geschrieben hatte, zu leugnen.

Vielleicht wendest Du Dich noch einmal an den Prof Deines Vertrauens und teilst ihm die Androhung Deines Chefs mit. Es ist hier nicht ersichtlich wie weit die Profs Einblick in die Fakten besitzen und vielleicht bekommst Du einen Hinweis, welchen weiteren Handlungsspielraum es noch geben könnte?

I.ngrJixd31


Danke.

Ich finde das Verhalten meines Chefs mir gegenüber ausgesprochen merkwürdig. Ich habe den Eindruck, dass er überfordert ist und das dann an mir auslässt. Ausserdem habe ich das Gefühl, dass er mich trotzdem irgendwie mag - er wollte mich ja mal zum Essen einladen, was ich abgelehnt habe, da ich aufgrund der Situation das nicht wollte, damit er diese nicht noch mehr verschärft. Ich hatte ihm das auch erklärt.

Den Stimmen der Studierenden nach zu urteilen, ist er überfordert.

Jedenfalls schreien die nach einer Tutorin, die immer verfügbar sein soll, am lautesten, die keine Lerngruppe oder Unterstützung in anderer Form haben, wobei sie selbst fachlich wenig drauf haben.

Ich kann das alles immer auch noch nicht so recht begreifen. Wir sind doch an der Uni!

Zu meiner Familie: das Gute ist wirklich, dass sie mich mehr in Ruhe lassen. Allerdings sind sie dann auch so gekränkt und beleidigt, dass ich mittlerweile nicht mehr informiert werde, wenn zB meine Schwester und Krankenhaus muss. Das hat mich sehr getroffen. Ich verstehen nicht, wieso es diese ganz oder gar nicht Einstellung ist, also: wenn du nicht für uns da bist, wenn wir es wollen, lassen wir dich aussen vor.

Lqewi{aJn


Ingrid

Was sind denn deine Werte? Wie wuerdest du dich am liebsten deiner Familie gegenueber verhalten, und im Job, was faendest du richtig, wenn du mal versuchst, von den Erwartungen der anderen an dich abzusehen?

I@ngri5dx31


Ich finde es per se natürlich richtig und wichtig, zusammenzuhalten und für einander da zu sein. Allerdings geht das realistisch betrachtet und erfahrungsgemäß nicht immer. Ausserdem gibt es auch Situationen im Leben, wo man alleine durch muss, also nicht dass sie einem einer abnimmt, sondern dass man mit Unterstützung in Form von Beratung selbst durchgeht.

Ich bin gerne für andere da, jedoch nicht zu dem Preis, dass ich ausgenutzt werde und am Ende alleine da stehe.

Jeder Mensch hat sein Leben und seine Grenzen, die gilt es zu respektieren.

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