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Im Zentrum des Konflikts

IHngridx31


Was soll ich denn tun? Ich fühle mich in meiner eigenen Welt gefangen. Meine Werte stehen der Realität gegenüber und jeder Schritt könnte alles noch schlimmer machen. Ich muss die Situation für mich erträglicher machen und mir wieder Raum verschaffen.

Am besten lasse ich mich auf Diskussionen nicht mehr ein, konzentriere mich auf die Sache, also den Unterricht und die Inhalte sowie meine Prüfungen. Ob das wirklich hilft...?

Und in der Familie? Wenn Menschen nicht wollen, kann man nichts machen. Meine Eltern und ich werden immerhin bald zu einer Familienberatung gehen. Dabei wäre sie für alle gut.

Was kann ich denn ausserdem tun, damit ich künftig wieder klarer werde und besser unterscheiden kann bei all den Machtkämpfen und der Manipulation? Das kostet mich sonst noch meinen Abschluss...

sOtra`wberryc5hIeck


Hallo Ingrid31,

vielleicht kannst du für dich und hier im Beitrag ja erstmal Konkret Ziele formulieren.

Was möchtest du mit deiner Familie erreichen? (In Bezug auf z. B. gegenseitiges Verständnis, einbezogen werden, deine Grenzen, wie viel familiäre Unterstützung kannst du realistisch leisten und bist du bereit zu geben, um einen Kompromiss zu schließen) Es ist auch gut, dass schon eine Beratung ansteht. Die zuvor aufgeführten Fragen helfen dir vielleicht auch dabei, dich gedanklich schon besser auf so ein Gespräch vorzubereiten.

Was möchtest du auf der Arbeit/ an der Uni erreichen (mit Bezug auf den Konflikt)?

Um dir zu helfen, deine Überlegungen zu strukturieren:

Zum einen wird dein Arbeitsvertrag sicher Informationen liefern, wie und für welche Aufgaben dein Chef dich einsetzen darf, was er von dir verlangen kann und was nicht. Wenn vorgesehen ist, dass du Prüfungsaufgaben mit vorbereitest, dann ist deine Position da ganz klar und du bist deinem Chef verpflichtet. Wenn du als Tutorin dann eine Lerngruppe leitest, dann nimmst du selbst ja nicht an Prüfungen mit der selben Aufgabenstellung (die du selbst mit erarbeitet hast) Teil und bist, obwohl du auch Studentin bist, in dem Moment eben nicht Teil der Lerngruppe, sondern du moderierst und leitest sie. Das kann man dann partnerschaftlich, demokratisch, mit viel Verständnis für die Mitstudenten tun, weil man wegen dem gemeinsamen Status solidarisch und empathisch sein will. Aber ein Anspruch darauf, dass du Wissen zu den Prüfungsfragen weitergibst, ergibt sich daraus z. B. nicht und wird vermutlich deinem Arbeitsvertrag auch widersprechen. Lies doch mal genau nach. Das macht dir deinen Handlungsspielraum bewusster und hilft dir dabei einzuschätzen, was genau deine Pflichten sind. Wenn du dich vertragskonform verhältst, können dich Studenten, die unsicher sind, ob sie ihre Prüfungen bestehen, beschweren so viel sie wollen. Wenn du deine Angebote und deinen Plan für die Lerngruppe nachvollziehbar darlegen kannst und damit einen Nachweis für deine Arbeit hast, werden die Beschwerden wohl ins Leere laufen. Prüfe vielleicht noch inwiefern du Informationen an andere wissenschaftliche Mitarbeiter weitergeben darfst. Vielleicht ergeben sich aus deinem Vertrag Geheimhaltungspflichten, die du kennen solltest.

Wenn sich die Konflikte nicht durch Gespräche mit deinen Vorgesetzten lösen lassen, kannst du ja vielleicht einmal mit jemandem von der Studierendenvertretung reden oder dich mit anderen, erfahreneren Tutoren (nur wenn du ihnen auch vertraust) austauschen, ob sie ähnliche Konflikte erlebt haben und wie sie die gelöst haben oder angehen würden.

L.ewi'an


Ingrid

Meine Frage nach den Werten hast du ziemlich allgemein beantwortet. So weit, so gut.

Bloss, was heissen diese Werte fuer dein konkretes Verhalten gegenueber der Familie und an der Uni?

Ich hatte vorher schon geschrieben, ich glaube, du brauchst eine klare "Linie" fuer dein Verhalten, die du auch anderen gegenueber vertreten kannst. Im Moment erscheint es mir ein bisschen so, als ob du, wenn zwei Personen unterschiedliche Dinge von dir wollen, automatisch zwischen die Fronten geraetst, weil du ein bisschen was fuer beide tun willst. Aber wenn du vertragsgemaess fuer deinen Chef arbeitest (wobei ich natuerlich nicht genau weiss, wie das genau geregelt ist bei euch), muesste deine Loyalitaet nicht zuerst einmal bei ihm sein? Also, wenn z.B. andere Leute an dich herantragen, etwas zu tun, das zum Nachteil deines Chefs ist, koenntest du dann nicht sagen, "ich arbeite fuer ihn, deshalb bin ich loyal, und was xxx jetzt von mir will, lehne ich deshalb ab?"

F#antixK3


Ich finde das Verhalten meines Chefs mir gegenüber ausgesprochen merkwürdig. Ich habe den Eindruck, dass er überfordert ist und das dann an mir auslässt. Ausserdem habe ich das Gefühl, dass er mich trotzdem irgendwie mag - er wollte mich ja mal zum Essen einladen, was ich abgelehnt habe, da ich aufgrund der Situation das nicht wollte, damit er diese nicht noch mehr verschärft. Ich hatte ihm das auch erklärt.

Den Stimmen der Studierenden nach zu urteilen, ist er überfordert.

Mal angenommen, er ist in der Bewältigung seines Aufgabenbereiches überfordert. Durch die Nachfrage der Profs ist seine Souveränität in Zweifel gezogen. Da noch weitere "Dellen" hinzu bekommen, wäre abträglich für seine Position. Es ist denkbar, dass er mangelnde Kompetenz mittels Netzwerken und auf Beziehungsebene kompensiert.

Das würde auch zu der sturen Art passen, die Dein Chef an den Tag legt, indem er versucht, die Dinge im "Griff" zu behalten.

Wenn Du nun in manchen Bereichen Dein Können zeigen willst, wird das in diesem Kontext für ihn gefährlich wirken. Eine Möglichkeit ist, wie Du schon geschrieben hast, den "Ball flach zu halten", was dann aber von außen betrachtet die ganze Bandbreite und Qualität Deiner Fähigkeiten in einem kleineren Licht erscheinen lässt.

Perfektionismus und große Leistung wären geeignet, seine "Schwächen/Schwachstellen" aufzudecken. Ich vermute, in diese Richtung könnte er viel Aufmerksamkeit investieren. Hinter der "Bühne" kann da viel an den Fäden gezogen werden.

In der Familie nehme ich mich immer mehr zurück, um nicht noch mehr Schaden zu verursachen. Außerdem möchte ich sie nicht mit meinen Problemen belasten, zumal ich für meine Eltern schon immer das Problemkind war.

Der fehlende Rückhalt, der eigentlich aus der Familie kommen könnte, fällt damit auch weg. Zudem gesellt sich noch die innerliche Belastung, wenn Du Dich selber dann auch als Problemkind (andere belastend) "fühlst". Die benannte Bezeichnung hat erst einmal nichts mit Dir zu tun. Eine unausgesprochen Botschaft schwingt aber dabei mit: " Du fällst uns zur Last/Ich falle Euch zur Last". Dies mag am Selbstwert nagen.

Womöglich folgt daraus, die "vermittelte" Belastung durch Willen zu Leistung (und Perfektionismus?) wett zu machen?

Ich kann nicht mehr. Ich fühle mich hilflos und machtlos.

Was kann ich denn ausserdem tun, damit ich künftig wieder klarer werde und besser unterscheiden kann bei all den Machtkämpfen und der Manipulation?

Vielleicht hilft, bei Machtkämpfen dessen klar zu werden, wenn es einen nicht betrifft, sich aus den hierarchischen Strukturen herauszuhalten? Einmal in diesem Kontext für sich zu reflektieren suchen, wo wann der eigene "Nerv" besonders intensiv reagiert und sodann versucht, diesen verspürten "Schmerz" durch Einmischung zu lindern. ":/

I ngri`d3x1


Danke für die Hinweise.

Auf formaler Ebene habe ich mit meinem Chef jetzt alles geklärt. Die vertraglichen Bedingungen sind allen klar. Da er doch zunehmend versucht, mich für Korrektur Aufgaben zu vereinnahmen und dem Tutorium weniger Aufmerksamkeit schenkt, vermute ich nun, dass er die Hiwistelle umfunktionieren will. allerdings ist es mittlerweile fraglich, inwieweit diese nach meinem Ausscheiden mit dem Abschluss noch ausgeschrieben wird.

Das habe ich den Studierenden heute auch so gesagt. Ich habe die Vorwürfe direkt angesprochen. Zwei Studis haben sich kritisch dazu geäußert, indem sie sie negieren - eine davon, die vor wenigen Wochen auf dem Flur noch meinte, dass ich weg müsste... Richtig hinterfotzig! Überrascht war ich, dass sich andere, die sonst gut dabei sind gegen andere zu reden, eher beschämt zurückgehalten haben. Und die sind es auch, die nach wie vor kaum Ahnung von der Sache haben und den Kurs zum nunmehr dritten Mal machen.

Mir geht es jetzt besser und den Ball habe ich definitiv zurück gespielt und Verantwortung abgegeben. Ein komisches Gefühl habe ich trotzdem noch... Vertrauen ist halt nicht da und wenn man will, kann man Fehler bei jedem finden, um ihn rauszuwerfen... Dabei würde man wohl kaum jemanden finden, der diesen Unterricht mit diesem Engagement betreibt wie ich - bin dafür an der Fakultät bekannt :) und stehe zugleich in der Kritik bei den neidischen anderen Hiwis, die einen ja auch immer schlecht zu reden versuchen...

Mir ist auch komisch vor dem kommenden Gespräch mit meinem Chef am Mittwoch. Da sich die Sache ja nun auch an anderen Institut herumspricht, möchte ich mich mit ihm abstimmen, wie wir gemeinsam auftreten. Jedenfalls habe ich doch ein wenig Angst vor ihm, dass er mir verbal wieder eine rein haut, mich bedroht oder leugnet. Ich sehe das ganze ja als Chance - das Ende, der Abschluss Naht! Schockiert, verletzt und irgendwie nicht meiner selbst mich fühlend bin ich nach allem trotzdem... Und Mittwoch schreibe ich auch noch eine Prüfung!

Ich kann mich schlecht auf die Sache konzentrieren... Ich habe echt Angst durchzufallen.

I~ngr~i4d31


Meinen Standpunkt habe ich gefunden und gegenüber den Studierenden sowie meinem Chef bezogen. Wie soll ich denn jetzt damit umgehen? Studis und Chefs sind jetzt nämlich schon sauer, dass ich mich positioniert habe. - wie in meiner Familie.

Mein Chef hat gestern zum dritten Mal zugegeben, dass es falsch von ihm war, den Studis gesagt zu haben, dass ich den Text vorab gesehen habe. Trotzdem kann ich ihm das nicht verzeihen. Und ich habe den Eindruck, dass er erwartet, dass ich das tue und ihm gegenüber auch sage. Ich kann das aber nicht. Das geht einfach nicht. Die Situation ist für mich an der Uni seither eine andere. Ich werde auf dem Flur der Fakultät, von Dozierenden und Studis sowie auf Feiern darauf angesprochen - ich werde attackiert, mitunter echt direkt getroffen. Man macht sich sogar schon lustig darüber, dass ich mich an die Regeln halte und den Text nicht weitergegeben habe, sogar Dozierende machen das! Was ist das denn? Ich habe dafür unterschrieben und bin die Dumme ???

Vor drei Wochen drohte mir mein Chef mit Kündigung, gestern fragte er mich Recht kleinlaut, ob ich, da ich mit der Gesamtsituation sehr unzufrieden bin, nun gekündigt habe. Wie ich sein "darüber freue ich mich" auf mein Nein nehmen soll, weiß ich immer noch nicht so recht, da mir mein Gefühl in dem Moment sagte, er meint es ehrlich, der Eindruck war aber nicht so. Ganz ehrlich: für mich ist das kein Arbeitsverhältnis, sondern mich erinnert das mitunter sehr stark an meine langjährige Beziehung...

Ich merke, dass ich aus der Situation nicht heraus komme, also dass ich immer für alle anderen da bin und meine Bedürfnisse zurückstelle. Bis ich angea* werde und mich dann zu schützen beginne, worüber die andere Seite sauer ist und mir meint, ein schlechtes Gewissen machen zu müssen. Ich fühle mich ausgenutzt und nicht Wert geschätzt.

Lgewixan


Ingrid

Vielleicht brauchst du ein dickeres Fell? Wenn man seinen Standpunkt bezieht und vertritt, gefaellt das nicht allen, und manche bringen das zum Ausdruck. Soweit ich die Situation verstehe, hast du dich korrekt verhalten. Waere es dir nicht moeglich, damit zu leben und es dir nicht so sehr zu Herzen zu nehmen, dass das einigen so nicht gefaellt?

Und ich habe den Eindruck, dass er erwartet, dass ich das tue und ihm gegenüber auch sage. Ich kann das aber nicht. Das geht einfach nicht.

Hmmm. Das formulierst du so persoenlich. Es ist jetzt halt so passiert, und da du nicht gekuendigt hast, arbeitest du weiter fuer ihn. Fuer das professionelle Verhaeltnis ist es aus meiner Sicht gar nicht wichtig, ob du ihm verzeihst oder nicht. Wenn du es nicht kannst, tue es halt nicht. Es ist keine dienstliche Pflicht. Ich weiss nicht, ob er das erwartet, aber wenn, ist das erstmal sein Problem.

Ich fühle mich ausgenutzt und nicht Wert geschätzt.

Wie ich sein "darüber freue ich mich" auf mein Nein nehmen soll, weiß ich immer noch nicht so recht, da mir mein Gefühl in dem Moment sagte, er meint es ehrlich

Das waere aber schon eine Wertschaetzung. Vielleicht wirst du mehr geschaetzt als du denkst, und du konzentrierst dich in deiner Wahrnehmung mehr auf das Negative, als noetig waere?

IRn9gridx31


Sich ein dickeres Fell wachsen lassen ist eine Sache; die andere ist, dass meine Mitmenschen meine Grenzen nicht respektieren. Die Situation geraet weiterhin ausser Kontrolle und ich fühle mich verantwortlich bzw kann nichts machen, um das aufzuhalten. Am Ende zerbricht dann alles - so war das auch damals bei meinem langjährigen Freund und mir. Die Schuld hat er alleine mir gegeben und mich in der Uni diskreditiert. Und das sitzt immer noch - ich fühle mich immer noch schuldig für das Ende der Beziehung. Dabei hatte ich währenddessen sogar körperliche Gewalt erfahren, woraufhin ich Grenzen gesetzt hatte. Da durfte ich mir nur anhören, dass ich meinen damaligen Partner im Stich lasse. Meine Eltern argumentieren heute auch so, als ich ihnen anfing deutlich zu machen, dass ich nicht für die Erziehung meiner Schwestern da bin, sondern sie. Dass sie damals, als meine eine Schwester anfing, ihre Aggressionen an mir auszulassen und zu zuhauen/treten u.a., nur weggeschaut hatten anstatt zu helfen, sehen sie bis heute so, dass ich das als Ältere einfach aushalten muss.

Ich kann aber einfach nicht mehr aushalten und kämpfen. Es bringt ja auch nichts, weil die Studierenden ihr Verhalten nicht ändern. Im Gegenteil: je mehr ich mich schütze und zugleich doch noch helfe, also professionell bleibe, umso passiv aggressiver werden die. Genauso mein Chef, teilweise jedenfalls. Und dass es den Studierenden nur darum geht, die Prüfung zu schaffen selbst zu dem Preis, dass ich dafür meinen Job verliere und mir meine Zukunft an Schulen in Berlin verbaue! Was ist das denn? Wie kann man denn so ignorant und aggressiv sein?

I1ngri5d3x1


Ich bin auch einfach über folgendes gekränkt: mein Chef war vor kurzem auf Dienstreise in einem Land, in dem jüngst ein Anschlag verübt wurde. Ich hatte an ihn gedacht, allerdings wusste ich, dass er sich nicht in dem Gebiet, wo der Anschlag verübt wurde, aufgehalten haben konnte, weswegen ich mir keine Sorgen machte. Als er sich vor einiger Zeit schon einmal in einer Stadt aufgehalten hatte, in dem ein Anschlag verübt wurde, hatte ich ihm gemailt, ob es ihm gut gehe, weil er damals hätte betroffen sein können. Jedenfalls entgegnete er mir vor zwei Tagen, dass ich wohl dachte, mein Chef hätte gleich mit weggebomt werden können. Mich hat das immens getroffen und ich bin einfach nur schockiert, dass er so von mir denkt. Ich sagte ihm daraufhin, dass ich das echt gemein finde, woraufhin er nur anfing zu lachen und erwiderte, dass ich seinen schwarzen Humor immer noch nicht verstanden hätte.

Zugegebenermaßen wirkt mein Verhalten sicherlich komisch - dabei bin ich gerade dabei einen Weg zu finden, mich professioneller zu verhalten und mich ihm gegenüber nur noch auf die Sache zu beschränken. Mir geht das Gelaber und psychotherapeutische Getue nämlich mittlerweile echt auf den Keks. Ich glaube, er braucht mal einen Therapeuten. Und ich auch.

Jedenfalls bin ich unglaublich verletzt durch diesen Witz und finde das in Anbetracht der Situation auch echt richtig daneben! Er weiß, wie schwer mir alles fällt - ihm wird es ja auch nicht besser gehen.

Warum hackt er dann auf mich ein? Ich bin immerhin die Einzige, die noch zu ihm hält und ihn zum Teil in Schutz nimmt vor anderen. Und vor allem: wieso macht er sich darüber lustig, nachdem er vorher noch besorgt gefragt hat, ob ich nun gekündigt habe ??? ? Ich verstehe dieses Verhalten nicht, es verletzt mich und ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll.

Hat jemand einen Tipp für mich?

AnBC:0x1


Hat jemand einen Tipp für mich?

Konzentriere Dich auf Deinen Abschluss. Versuche nicht die Welt zu retten. Vermeide am Besten in nächster Zeit allzu viel mit den Leuten zu reden wo es zuletzt nicht optimal war. Nicht über diese Themen die nicht sein müssen. Verschwende Deine Energie nicht für Schattenkämpfe und Windmühlen. Was andere im Moment über Dich Denken lass einfach so wie es ist im Raum stehen. Zuhause: Deine Familie kommt auch ohne Dich eine Zeitlang über die Runden. Einfach alles problematische solange loslassen bis Du Deinen Abschluss gemacht hast. Lass einfach die Welt um Dich "untergehen". Du wirst merken es passiert nichts wirkliches wenn Du loslässt. Dann such Dir Freunde die zu Dir passen und ein neues Umfeld.

Das Personen Persönlichkeitsprobleme oder Störungen (einen Schlag haben) haben ist beinahe schon normal. Ich bin der Meinung das bestimmte Berufe von bestimmten Charakteren gewählt werden. An Deiner Uni wird das auch so sein. Es gibt ja auch die Bezeichnung Computer Nerds die einen bestimmten Typ Leute meinen. Auch Dein Professor ist vermutlich psychisch nicht ganz gesund. Man darf nicht denken dass Leute in Führungspositionen oder mit höherem Rang automatisch psychisch gesund sind. Ehr das Gegenteil sehe ich, das dies meistens auf die eine oder andere Art extreme Persönlichkeitstypen sind.

Generell kann man lernen das menschliche Verhalten zu verstehen. Die verschiedenen Persönlichkeitstypen zu erkennen usw. Da Du schreibst das Du auch in Deiner Kindheit und Familie Probleme hattest wird es sicherlich so sein dass Du Dich auch in eine Richtung entwickelt hast, die Dir nicht immer gut tut. Leute die sich z.B. zu starken Gefühlsmenschen entwickelt haben reagieren gefühlsmäßig oft über. Andere ziehen sich zurück wenn Probleme kommen anstatt sie zu lösen usw. Wieder andere sind übermäßig ängstlich und unnötig wachsam. Allen gemeinsam ist das sie Vertrauensprobleme haben. Entweder in sich selbst oder in andere. Oder beides, was besonders übel ist. Das sind Schäden einer ungesunden Kindheit.

I&nHgriAd3x1


Danke!!

Ich weiß allerdings nicht, wie ich meinen Chef umgehen könnte. Ich muss einmal pro Woche zu ihm in die Besprechung. Und das ist mittlerweile so viel Psychogelaber, das ist so unangenehm. Er meint mir dann ja auch Privates erzählen zu müssen bzw mir zu berichten,was er noch so tolles alles macht. Ich finde das ätzend. Mittlerweile frage ich auch gar nicht mehr nach. Anfangs hatte ich das aus Nettigkeit und schon auch aus Interesse heraus gemacht.

Seitdem er mir vor zwei Tagen ins Gesicht gesagt hat, dass er die Studis das mit dem Pruefungstext gesagt hat, damit sie sehen, dass ich nicht so toll bin, weiß ich gar nicht mehr, wie ich ihm das nächste Mal begegnen soll. Zugegebenermaßen sollten alle klugen Menschen seine Masche gecheckt haben. Allerdings hat er es auch so zu drehen versucht, dass ich den Text von Beginn des Tutoriums an gesehen hätte,so dass es nun so aussieht, dass mein Unterricht schlecht ist. Denn die Studis meinen ja, ich wäre verpflichtet, ihnen den vorher zu geben. Das ist doch alles absurd und mein Chef hat ein echt kleines Ego! Zumal er ja für seine Promotion einen Preis gewonnen hat - ich bin gerade dabei meinen Abschluss zu machen.wieso versucht er mich so kaputt zu machen?

Die in der Fachdidaktik bekommen das auch mit und tratschen es dann an die Schulen weiter - dann weiß es die ganze Stadt!

Wie kann ich mich denn gegen meinen Chef schützen, ohne dass er es merkt?

AsBC0x1


Seitdem er mir vor zwei Tagen ins Gesicht gesagt hat, dass er die Studis das mit dem Pruefungstext gesagt hat, damit sie sehen, dass ich nicht so toll bin

Ok, Dein Chef spielt auf jeden Fall nicht korrekt. Wenn das wirklich so ist.

Vielleicht ist mein erster Gedanke an einen Psychopathen oder wie hier auch die Inputs schon kamen, einen Narzisten gar nicht so falsch. Ein Psychopath blüht auf im Chaos. Er braucht stetige Stimulation um sich herum. Es macht ihm Spaß andere zu schickanieren und zu destabilisieren. Die Freude am quälen. In dem Film "The worriors" wird zum Schluß der Psychohpat gefragt warum er so etwas macht. Die Antwort: Keine Ahnung, warum. Es macht mir einfach Spaß solche Dinge zu machen. Das finde ich so typisch. Mein Chef hat einmal direkt vor der Gruppe gesagt, ich bringe ein Ergebnis in einer Woche zusammen mit der Nachbarabteilung. Warum schafft ihr das nicht. Ab dem Zeitpunkt hatte ich die ganze Gruppe geben mich. Ich hatte damals ein Thema erfolgreich realisiert, ein Erfolg der nicht von meinem Chef kam.

Schau Dir das Video in Ruhe an und versuche es zu verstehen. Auch Narzisten werden angesprochen. Das ist wirklich interessant.

[[https://soundcloud.com/suzanne-grieger-langer/psychopath-im-unternehmen]]

Wie kann ich mich denn gegen meinen Chef schützen, ohne dass er es merkt?

Immer korrekt bleiben. Sich auf keine krummen Wege verleiten lassen. Das ist ganz wichtig, sonst kann man Dich direkt packen dafür. Sich mit keinem streiten, weil man versaucht seinen Job zu machen und das gerade nötig wäre. Wenn es z.B. Probleme gibt bei der Zusammenarbeit. Widerstand oder Widerspuch. Nicht herumstreiten, einfach sagen: Ok, mein Chef soll das klären. Ein Email schreiben dem Chef und ihn bitten das mit den anderen zu besprechen. Wenn Du also nicht weiterkommst, sage einfach: OK, mein Chef soll das einplanen oder klären. Ich habe da einen goldene Denkweise. Sch..e niemals in die Hand nehmen, das bleibt einem sonst an den Fingern kleben. Da kannst Du im Kopf das Bild eines schlecht riechenden Häufchens vor Augen sehen wie Du das anlangst mit den Fingern. Das würdst Du freiwillig doch nie tun- oder? Und genau dieses Bild muss Dir in so einem Moment in den Kopf kommen und Du gehst in üblen Situationen nicht weiter rein. Du greifst sonst in sch ... Noch etwas: Wenn jemand kein Gehör findet, dann spricht er lauter und direkter. Wird irgendwann aufdringlich. Das ist auch ein beliebtes Spiel jemand ignorieren und das später so zu begründen dass er nervig ist. Es bleiben lassen bis über einen bestimmten Punkt hinaus herumzubohren. Erkenne aber dass jemand mit Dir so ein Spiel spielt (passives Mobbing) und merke Dir die Person ganz besonders und auch ob das System hat. Das könnte ich noch sehr viel darüber schreiben. In Deinem Fall. Dich nicht beirren lassen. Vieles ignorieren. Auf den Abschluss konzentrieren. Zum Schluss weggehen in ein besseres Umfeld.

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Noch etwas:

Zugegebenermaßen sollten alle klugen Menschen seine Masche gecheckt haben.

Ein Psychpat hat zwei Seiten. Das Bild nach vorne das er anderen vorspielt ist komplett verschieden zu seinem Verhalten das er auf der anderen Seite an den Tag legt. Er lügt auch direkt zu anderen, selbst wenn Du direkt dabei bist und die tatsächlichen Umstände genau kennst. Das System des Psychopathen ist seine Tarnung. Andere checken die Masche nicht. Im Video wird es erklärt.

Vielleicht holft Dir auch dass, etwas wiederzuerkennen.

[[https://infowars.wordpress.com/2014/02/07/verteidigung-gegen-psychopathen/]]

Dort steht es so beschrieben:

Auf persönlicher Ebene werden die Beziehungen des Opfers zu seiner Familie und zu seinen Freunden geschwächt und sabotiert. Familie und Freunde reagieren oft verärgert durch die Kosten, die durch die Beziehung mit dem Opfer entstehen und lassen das Opfer ohne Unterstützung und Orientierung hängen. In einer Organisation agieren Psychopathen politisch. Sie versuchen Fronten innerhalb der Organisation aufzubauen und lassen verschiedene Gruppen gegeneinander kämpfen, um soviel Chaos wie möglich zu verursachen. Psychopathen schwimmen im Chaos wie ein Fisch im Wasser – je mehr, desto besser. Im Hintergrund ziehen sie Leichtgläubige, weniger intelligente und andere Psychopathen auf ihre Seite und stellen gleichzeitig sicher, dass sie die fähigsten und loyalsten Leute auf ihrer Seite haben. Sie vergiften ihr Umfeld und verbreiten Stress und Nervosität, so dass es schwierig wird, der eigentlichen Arbeit nachzukommen.

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Die Videos waren aufschlussreich, danke!!!

In meiner Familie wird es immer schlimmer. Mein Osterbrunch hat mein. Vater auch versucht zu sabotieren, indem er meinte die ganze Familie spontan zum Essen einladen zu müssen, obgleich ich zum Brunch eingeladen hatte. Das hatte zur Folge, dass kaum jemanden kommen bzw etwas essen wollte, so dass ich die Lebensmittel auch umsonst eingekauft hatte. alle haben sich gestritten und dann ist er als großer Retter aufgetreten. So macht er es immer: für Unruhe sorgen und dann die Kontrolle übernehmen. Wie soll man denn mit so einem Vater auskommen?

Ich werde in meiner Familie schon wie in der Uni behandelt: wenn man Hilfe braucht, kommt man zu mir und meint mir die Ohren voll jammern zu müssen; am Ende bin ich dann die Dumme, weil man mich fallen lässt - zum Osteressen bin ich bei meiner Familie nicht eingeladen worden.

Wie kann es denn sein, dass Menschen so miteinander umgehen und dass man das auch noch in der Familie macht?

Ich merke auch, dass ich zu meinen Eltern keine feste Bindung habe und je hatte; sie halten mir heute noch vor, dass ich nach der Geburt fast gestorben wäre. Jeder Fehler, den ich ihrer Meinung nach mache, jede Krankheit, die ich hatte, war entweder mein Versagen oder Einbildung. Ich kann einfach nicht mehr und es tut so weh, so behandelt zu werden!

Meine jüngste Schwester, die auch ihre Krankheit hat, wird ähnlich behandelt, wobei es da noch schlimmer ist. Nicht einmal ein schönes Osterfest darf sie feiern - und meine Eltern jammern, beide zuhause kein Stress bei der Arbeit, dass es ihnen ja so schlecht geht.

Ich kann so nicht mehr leben - aber soll ich meine Familie hinter mir lassen? Einfach alle zurück lassen? Das ist doch verantwortungslos!

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Hat jemand eine Idee, wie ich mich meiner Familie gegenüber verhalten kann?

Mir tut meine jüngste Schwester sehr leid - sie hat eine noch ungesündere Kindheit als ich und ich kann nichts machen, um sie ihr schöner zu machen. Sie musste schon so viel Leid ertragen, Mobbing durch überforderte Lehrkräfte, Streit in der Familie, Krankheit. Und was mich sehr wütend macht, ist, dass meine Eltern sie immer mit hinein ziehen, wenn es Streit zwischen ihnen und mir gibt. Warum halten sie sie nicht heraus und schützen sie? Ich versuche sie heraus zu halten, also versuche sie nicht zu manipulieren und auf meine Seite zu ziehen - ich erkläre ihr meine Sicht und sage ihr ehrlich, dass ich teilweise nicht anders kann.

Ich bin so gefangen und weiß nicht, wie ich mit der Provokation meines Vaters und meiner Mutter umgehen soll. Es ist ihnen mittlerweile auch egal, ob es mir gesundheitlich gut geht oder nicht - ist ja eh nur eingebildet.

Ich bin auch wütend auf meine Mutter, da sie immer versucht als Brave Frau da zu stehen, so dass sie nicht entscheidet und dadurch die ganze Familie unnötig mit in ihre Probleme zieht.

Ich kann die Last meiner Familie nicht mehr tragen - mich belasten sie nur, als dass sie mir das Leben auch schön machen. Wir könnten uns das Leben viel schöner machen, als es ist, dafür müsste man aber Probleme auch los lassen wollen und nicht an ihnen festhalten.

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