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Im Zentrum des Konflikts

AlBC0x1


Hat jemand eine Idee, wie ich mich meiner Familie gegenüber verhalten kann?

Ich bin so gefangen und weiß nicht, wie ich mit der Provokation meines Vaters und meiner Mutter umgehen soll.

Nach so vielen Jahren kann man die Familienverhältnisse nicht mehr so einfach verändern. Das ist wohl Tatsache. Reden und auf Verständnis hoffen funktioniert nicht. Das muss man einfach einmal akzeptieren auch wenn dadurch vielleicht eine Welt zusammenbricht. Bei mir war das bei meiner Mutter so. Ich habe damals den Kontakt zu ihr abgebrochen. Zuerst war das erst einmal ein ungutes Gefühl oder schlechtes Gewissen für mich, da es ja die eigenen Eltern sind. Es war aber richtig. Für Dich könnte ich mir vorstellen dass Du Dich jetzt auf Deinen Abschluss konzentrierst und Deine Eltern in der Zeit etwas meidest. Der Kampf mit den Eltern kostet nur unnötig Kraft und zieht einen runter. Im Prinzip ist es schon lange ein Kampf wer das "sagen" hat. Da werden Deine Eltern nicht nachgeben. Auch ob Deine Eltern Dich endlich akzeptieren. Ein Platz im Leben neben ihnen, nicht hinter ihnen. Da werden sie auch nicht umdenken. Kind bleibt Kind in den Augen solcher Eltern.

Wenn Du einen vernünftig bezahlten Beruf hast kannst Du Dich unabhänger von Deinen Eltern machen. In der Zeit bis Du anfängst richtig zu arbeiten kannst Du Deine Entscheidungen noch reifen lassen. Es wird aber darauf hinauslaufen müssen das Du sehr genau darauf achtest wo und wieviel Du Kontakt zu Deinen Eltern zukünftig hältst. Wenn sie Dich nerven, nicht mehr versuchen zu reden, sondern dann den Besuch abbrechen. Oder besser bestimmte Themen wo es immer schlecht läuft sofort abbrechen da weiter zu reden. Das bedeutet einfach das die Eltern dann kein Gesprächspartner mehr für bestimmte "kritische" Themen sind.

Das Veränderungen notwendig sind sollte Dir klar sein. Da man die Eltern nicht ändern kann ist es als einzige Lösung dass Du den Umgang mit Deinen Eltern veränderst. Wichtig ist das man das nun nicht mehr in Frage stellt. Alle weitere Planung erfolgt nun unter dieser fixen Voraussetzung. Sonst gibt es keinen Fortschritt. Die Entscheidung ist gefallen.

Wenn Eltern ihren Kindern immer einschärfen das sie nicht ok sind, dann bekommt das Kind ein Weltbild wo die Eltern eventuell ok sind, aber man selber nicht. So war das bei mir lange auch. Ich habe meine Mutter nicht unbedingt in Frage gestellt. Man versucht dann eine Lösung unter der Annahme dass der andere ok ist und man diesen überzeugen kann. Hier liegt der Fehler. Die Eltern, oder ein Elternteil ist tatsächlich nicht ok. Man kann mit diesem keine Änderungen erreichen. Es wird ein anderer Umgang notwendig.

Deine Schwester kannst Du höchstens helfen wenn Du Ihr einen Weg zeigst. Ansonsten kannst Du sie vielleicht unterstützen wenn Du einen Job hast und eine Wohnung. Die Überlegung ob sie nicht bei dir wohnen kann. Vermutlich geht es um ein paar Jahre bis sie selber von zuhause ausziehen kann.

Andere Überlegungen wie eine Familientherapie bringen vermutlich zu langsame Fortschritte und zu wenig Ergebnisse. Das sehe ich hier nicht als Lösung. Eine sanfte (verträgliche, harmonische) Methode wird es in Deinen Fall kaum geben, so wie Du die Situation beschreibst. Ich versuche ehr immer harmonische Lösungen. Das war zig Jahre mein Fehler innerhalb der Familienverhältnisse. Unangenehme Veränderungen vermeiden um den Eltern nicht weh zu tun. Leider geht es nicht anders.

Ein anderes Problem ist das die Kindheit die Du beschreibst psychologische Schäden verursacht. Im Extremfall nennt man es Persönlichkeitsstörungen. Wenn es weniger schlimm ist einen bestimmten Persönlichkeitsstil. Der kann Dir aber ein Leben lang im Weg stehen und sollte ungedingt abgeklärt werden. Das ist aber ein eigenes Thema. In meinen anderen Posts im Forum schreibe ich dazu einiges.

Zu Deiner Situation an der Uni: Man muss nicht gleich jeden als Psychophat oder Narzist abstempeln. Das sind wirklich extreme Leute die aus der Masse schon sehr stark herausragen müssen. Es gibt da noch, dass jemand einfach die Vorgabe hat bestimmte Leute bevorzugt zu behandeln. (politisches Handeln) Das versteht man als Außenstehender dann auch nicht warum man da keine Chancen hat. Da sind dann einfach Entscheidungen im Hintergrund gefallen die durchgesetzt werden. Dann gibt es noch histrionische Chefs, die mehr nach Lust und Laune (Gefühl) handeln als nach Tatsachen. Außerdem auch weltfremde Professoren, die sich mehr für die Forschung als für die Umwelt interessieren. Und noch jede Menge andere Faktoren.

Grundsäzlich sehe ich es als wichtig sich genau anzusehen wo man eintritt. Wenn man mit dem zukünftigen Chef gut auskommt, der Vorgänger oder mehre Personen mit dem zukünftigen Chef schon schlechte Erfahrungen gemacht haben, dann wird es Dir irgendwann auch so ergehen bei dem Chef. Meine Erfahrung. Die Leute verbrennen mit der Zeit "andere Vorgänger" und begrüßen freudig den neuen Dummen mit dem sie nun wieder von vorne anfangen können. Die Vorgänger wären eben nicht ok gewesen und man freue ich nun einen neuen "geeigneten" Mitarbeiter gefunden zu haben. Das Spiel beginnt von vorne. Leider kann man das nicht immer voraussehen wo man Eintritt. Ein ganz wichtiger Hinweis. Wenn man beim Vorstellungsgespräch sich die neue Abteilung ansieht (Rundgang), sich die Mitarbeiter genauer ansehen. Wen diese oder einige davon eine seltsame Ausstrahlung haben ist das ein Zeichen, welchen Typ Mitarbeiter sich der Chef aussucht. Auch fertige Leute, die kaputt aussehen. Mein Chef (pschopathisch) hat genau einige solcher Leute als seinen Stamm auf die er setzt und die er beliebig drücken kann. Das ist Teil seines Führungsstils.

Izngrid431


Nun werden in der Uni Lügen über mein Tutorium verbreitet! Ich werde direkt im Flur darauf angesprochen.

Ehemalige Teilnehmende haben mich wissen lassen, dass sie das nicht glauben.

Ich weiß nicht mehr, was ich noch tun soll. Und vor allem weiß ich nicht, wie ich diese Fakultät noch einmal betreten soll ??? Ich habe schon Magenschmerzen, wenn ich daran denke!

Ich habe mich an den Personalrat gewandt - die helfen auch, wenn man gemobbt wird. Und Bewerbungen auf andere Stellen habe ich geschrieben.

FRangtBiKx3


Seitdem er mir vor zwei Tagen ins Gesicht gesagt hat, dass er die Studis das mit dem Pruefungstext gesagt hat, damit sie sehen, dass ich nicht so toll bin, weiß ich gar nicht mehr, wie ich ihm das nächste Mal begegnen soll. Zugegebenermaßen sollten alle klugen Menschen seine Masche gecheckt haben.

Mit dieser von ihm ausgeführten Indiskretion Deines Chef scheint er eine sehr wirkungsvolle Reaktion ausgelöst zu haben. Die darin befindliche Bloßstellung gegenüber den Studis untergräbt natürlich Deine Autorität. Ich frage mich, weshalb der von Dir beschriebene Vorfall da gerade in dieser Weise so gehandhabt wurde. Möglicherweise steckt da noch ein wenig mehr hinter dieser Handlung, als es bislang den Anschein ergibt. ":/

Die Studis sollen "sehen", dass Du nicht so toll bist. Was könnte er damit meinen?

Möchte er Dich verunsichern und wenn ja, weswegen?

Oder möchte er sich "revanchieren", dann ist auch dieser Punkt wichtig zur Klärung, warum mit einem Mal eine solche Missstimmung entstanden ist und sich noch weiter im anwachsen befindet.

Aus einem anderen Blickwinkel betrachtet, könnte Dein Chef natürlich versucht gewesen sein, korrigierend einzugreifen, um einer von ihm beobachteten Entwicklung gegenzusteuern. Eine Entwicklung, die aus Deiner Sicht vielleicht nicht erkennbar ist.

Es ist offensichtlich, dass Du nun verunsichert bist. Doch da gibt es noch eine Erklärung, die Du in dem Zitat anfügst: es "sollten alle klugen Menschen seine Masche gecheckt haben". In dieser Formulierung steckt sehr viel Potential für einen Konflikt. Eine darin befindliche Botschaft lautet: wer seine Masche nicht "gecheckt" hat, kann oder darf sich nicht zu der Gruppe der "klugen" Menschen zugehörig betrachten. So scheint es meinem Verständnis - zudem - auch um einen Machtkampf zwischen Dir und Deinem Chef zu gehen. Und - wenn dem so wäre - liegt womöglich nicht "nur" dieser beschriebene Vorfall zugrunde. ":/

Es geht hier nicht um Verteilung von "Schuld", sondern um einen gangbaren Lösungsweg.

Ich finde das Verhalten meines Chefs mir gegenüber ausgesprochen merkwürdig. Ich habe den Eindruck, dass er überfordert ist und das dann an mir auslässt.

Es würde bereits ein Blick in einem bestimmten Moment genügen, diesen unausgesprochenen Eindruck zu übermitteln.

Jedenfalls schreien die nach einer Tutorin, die immer verfügbar sein soll, am lautesten, die keine Lerngruppe oder Unterstützung in anderer Form haben, wobei sie selbst fachlich wenig drauf haben.

Diese permanente Verfügbarkeit selbst ist geeignet, überfordernd zu wirken.

Ich bin gerne für andere da, jedoch nicht zu dem Preis, dass ich ausgenutzt werde und am Ende alleine da stehe.

Jeder Mensch hat sein Leben und seine Grenzen, die gilt es zu respektieren.

Du schreibst, Du bist gerne für andere da und da ist nicht auszuschließen, dass Du sehr viel Energie aufwendest, um diese Vorliebe leben bzw. verwirklichen zu können. Wie "weit" Du dabei wirklich gehst, ist hier nicht erkennbar. Im Falle, dass Du ausgenutzt werden könntest, ziehst Du sehr klar eine strikte Grenze. Gibt es denn Erwartungen für Deinen Einsatz, denn die Formulierung "dass ich ausgenutzt werde und am Ende alleine da stehe" impliziert für mich irgendwie ein undeutlich formuliertes Kalkül. ":/

A%BtC0x1


Diese ganzen Mobbereien laufen darauf hinaus dass Du die Nerven verlierst und Dich selber "abschießst". Wenn die Zeit bis zum Abschluss nicht mehr allzu lange ist, wäre das Beste möglichst viel von dem Gerede ignorieren. Abschluss machen und dann gehen. Auf keinen Fall emotional reagieren und aus der Haut fahren.

die helfen auch, wenn man gemobbt wird.

Da wird nicht viel passieren. Wenn Dein Chef tatsächlich psychopathisch sein sollte wird er alles erfolgreich abwimmeln können, Absprachen und Regeln ignorieren und weitermachen. Ich muss leider auch schon jahrelang erleben dass die Firmenregeln hauptsächlich auf dem Papier stehen. Wenn sie eine Führungskraft gegen einen Mitarbeiter verwenden will ist es etwas anderes. Einem Mitarbeiter wird man nur helfen wenn es jemand unbedingt will. Es gibt natürlich viele Leute die generell korrekt sind. Man spricht dann ein paarmal mit dem Verursacher. Es mag manchmal helfen. Vermutlich aber nicht sehr effektiv. Du bekommst vor allem neue Feinde und hast dann einige Leute direkt gegen Dich. Man nennt das einen strategischen Wendepunkt wenn es jemand schafft eine Person oder Gruppe gegen Dich zu stellen. Da würde ich ganz genau nachprüfen woher die Gerüchte kamen die getreut wurden und ob diese dafür gedacht sind Dir die Verhältnisse in der Art kaputt zu machen dass Du überreagierst.

I,ng?rid3x1


Hallo,

mittlerweile ist die Situation noch angespannter geworden. Mein Chef sagt zum Teil zwar mehr, welche Inhalte er wie bearbeitet, aber optimal ist es nicht. Wenigstens kann ich mit den Infos mehr anfangen als vorher.

Was mich dermaßen stört und wo ich nicht weiß, wie ich damit umgehen soll, ist die Tatsache, dass ich mittlerweile mehr von ihm privat und seine andere Projekte weiß als darüber, wie und was er konkret unterrichtet. Dabei verhält er sich mir gegenüber so, dass er zunehmend zugewandter wird und mir auch zB beim Wegwerfen von alten Unterlagen, die ich bei ihm im Büro hatte, hilft. Er scheut sich auch nicht davor, das zu tun, wenn andere auf dem Flur sind - mein Chef hilft mir als Hilfskraft bei Tätigkeiten, für die andere sich zu schade sind... Das ist echt lieb von ihm - allerdings würde er mir mehr helfen, wenn er mir konkret sagen würde, wie er was macht, damit ich die Studis entsprechend unterstützen kann.

Wir haben gestern erstmalig unsere Besprechung mit einem Kaffee ausserhalb vom Gebäude verbunden. Dabei hat er mich dann unverbindlich zu einem Workshop eingeladen, in dessen Anschluss bei ihm gemeinsam gekocht werde. Da ich an dem Tag bis mittags arbeite, bot er an, dass ich auch nur zum Kochen kommen könnte. Ich bin total durcheinander und weiß nicht mehr, wie ich mich verhalten soll. Ich schlafe sehr schlecht und kann mich kaum konzentrieren. Dabei habe ich große Angst, dem Druck nicht länger Stand zu halten und meinen Abschluss jetzt nicht zu schaffen.

Ich weiß auch nicht mehr, wie ich das Verhalten meines Chefs verstehen soll. Dafür, dass er im Februar Mist gebaut hat, hat er sich nunmehr mehrfach entschuldigt. Ich bin total hin und her gerissen.

Gestern fragte er mich dann auch, ob ich noch bis Oktober an der Uni sei - das hat mich wirklich verletzt. Es kam so rueber wie "so lange müssen wir also noch zusammen arbeiten". Ich weiß, dass er gerade selber mitten in dem Konflikt steckt, dass er nunmal selbst Verantwortung für seine Kurse übernehmen muss und nicht immer die Hilfskraft dafür verantwortlich machen kann.

Die Konflikte zwischen uns weiten sich auch aus, so dass sich sogar der Betreuer eines Kurses von mir distanziert und neulich sogar meinte, die Verantwortung dafür abgeben zu müssen. Wie kann es denn sein, dass Menschen in Führungspositionen die Verantwortung so abgeben?

AkBC0x1


Ich weiß auch nicht mehr, wie ich das Verhalten meines Chefs verstehen soll.

Das ist ganz einfach. Er schätzt den weiblichen Kontakt. Die Frage ist wie weit seine Interessen gehen. Es gibt viele Personen die soziale Defizite haben. Man sagt auch Persönlichkeitsstörungen wenn es zu extrem ist. Wer als Kind z.B. schlechte Erfahrungen mit anderen Menschen gemacht hat meidet Kontakte und wendet sich z.B. technischen Dingen zu. Die Folge ist das die Personen dann keine Übung im Umgang mit anderen Menschen bekommen und später noch mehr die sozialen Kontakte meiden. Letztendlich reagieren sie später zum Teil tolpatischig und nicht undedingt angemessen. Wenn jemand Professor wird dann hat das vieleicht einen ganz bestimmten Grund. Da kann es auch gut sein das er sich viele Jahre mit irgenwelchen Forschungen beschäftigt hat. Ein Leben außerhalb oder am Rande der menschlichen Gemeinschaft. Momentan scheint es dass er mehr an Dir Interesse hat als an seinem eigenen Sumpf. Man denkt von einem Professor kann man etwas erwarten im Auftreten und in der Persönlichkeit. Tatsächlich sind so manche hochgebildete Leute unterentwickelt im Umgang mit anderen Menschen. Genau so scheint es hier zu sein. Also kein Psychopath sondern nur jemand der sozial nicht sehr geschickt ist und ehr Verwirrung im Umfeld stiftet.

dass Menschen in Führungspositionen die Verantwortung so abgeben?

Genau so wie ich oben geschrieben habe. Er kann sozial (von seinem Verhalten) eine Führungsposition nicht wirklich wahrnehmen. Das kostet auch Energie und Zeit. Manche Forscher wollen einfach nur forschen. Die wollen keine Energie ins Umfeld stecken und den Karren am laufen zu halten. Sie wollen sich ganz auf ihre Interessen konzentrieren und das Umfeld am liebsten ausblenden. Manchmal haben sie dann doch ihre 5 Minuten oder Träume wo sie weiblichen Kontakt suchen wenn es sich so einfach anbietet in der Nähe, so nebenbei. Natürlich nicht wirklich befriedigend. Mach das Beste daraus. Du könntest natürlich von Deinem Freund erzählen wenn ihr miteinander redet. Das bremst ihn vielleicht ein bisschen. Könnte auch sein das er dich dann loshaben möchte als Hilfskraft weil er enttäuscht ist oder keinen Nutzen mehr sieht.

ITngr~id31


Könnte es eventuell sein, dass man mitunter von Studierenden und Dozierenden Seite aus so nett zu mir ist, weil die alle merken, dass mein Chef da mehr Interesse hat? Oder weil sie Angst haben, dass ich sie auch so behandel wie meinen Chef, also mich rechtlich absichere? Ich finde das unheimlich!

Ich finde das gerade sehr komisch, dass ich so wahrgenommen und zT wie ein rohes Ei behandelt werde.

Bei manchen Profs weiß ich, dass sie das machen, weil sie das Verhalten meiner Kommilitonen mir gegenüber ablehnen.

AoBC10x1


Schwierige Frage. Auch nicht so ganz einfach zu verstehen.

, weil die alle merken, dass mein Chef da mehr Interesse hat

Das ist immer so eine Frage, was nach außen wirklich gesehen wird. Oder ist das so offensichtlich?

So weit ich Deine Geschichte noch in Erinnerung habe hast Du einmal geschrieben das Du Dich an den Studentenbeirat oder ähnliches Gremium gewandt hast und an höherer Stelle beschwert. Falls das so war ist klar dass sich das herumspricht und die anderen Profs da nun vorsichtig bzw. distanzierter sind.

Wenn man von Führungskräften oder Leuten mit Macht und Einfluss in der Gruppe diskriminiert wird dann traut sich keiner das zu unterlaufen. Die Leute zeigen Solidarität mit dem Chef. Also Loyalität. Das belohnt der Chef dann auch letztendlich. Das ist wirklich eine üble Seuche. Falls Du dies meinst dass Du als rohes Ei behandelt wirst.

Die Frage ist nun was wirklich vorgeht dort. Ist Dein Chef ein zerstreuter Professor, der einfach nicht besser ist im Umgang mit dem Umfeld und an Dir irgendwie Interesse hat. Oder ist er tatsächlich psychopathisch und spielt mit Dir? In beiden Fällen erzeugt die Person Chaos um einen herum. Ein Psychopat spielt Dir was vor. Hinter Deinen Rücken stellt er das Umfeld gegen dich von den Interessen. Er ist dann derjenige der sich im Choas wohlfühlt. Ein Psychopath ist fachlich nicht sehr gut. Aber redegewandt und kann gut einen positiven Eindruck erzeugen. Er lässt die anderen für sich arbeiten und klaut deren Erfolge. Er verfolgt nur seine eigenen Interessen. Verpflichtungen lehnt er ab. Schickaniert andere gerne unterschwellig. Sorgt für Lärm wenn sich die Leute besser konzentrieren sollten. Kommt zu spät zu Terminen. Sorgt für schlechte Organisation. Er selber liegt immer Richtig mit der Einschätzung und alle anderen um ihn herum sind irgendwie nicht ok und machen Fehler. Übrigens, ein Psychopath hat sehr viel Energie. Wird so schnell nicht müde. Liebt die Aufregung um sich herum. Der Kick und immer wieder neue Impulse. Langeweile mag er nicht.

Bei manchen Profs weiß ich, dass sie das machen, weil sie das Verhalten meiner Kommilitonen mir gegenüber ablehnen.

Die wären dann ok, oder?

Die Frage ist noch: Wie kann man sich das genau vorstellen das sie Dich wie ein rohes Ei behandeln. Ist das distanziert im Grunde. Mit Abstand sozusagen. Wirst Du gemieden, wo man üblicherweise den Kontakt pflegen müsste?

I>ngrixd31


Das komische ist, dass viele Studis, die vorher sehr unfreundlich zu mir waren, diplomatisch ausgedrückt, nun auf einmal sehr freundlich sind. Ich werde auch viel mehr wahrgenommen und gegrüßt. Was ich auch merkwürdig finde, ist, dass mittlerweile mehr Studis ins Tut kommen - obgleich mein Chef es ja gebracht hat, mich wieder blöd da stehen zu lassen, als ich ihn vertreten habe, indem er danach Inhalte abgefragt hat, die er mir nicht aufgetragen hatte zu vermitteln. Und obendrein hatte er sogar vergessen, was er mir aufgetragen hatte... Jedenfalls sind die Studis seitdem zurückhaltender mir gegenüber und wirken eingeschüchtert, dafür kommen sie aber vermehrt ins Tutorium und helfen sich untereinander auch viel mehr.

Mein Chef ist übrigens Postdoc, hat aber schon die Attitude wie ein Prof. Deswegen finde ich es so sehr merkwürdig, dass die Profs auf einmal zunehmend nett sind. Sie sind ja in der höheren Position.

Der eine, mit dem ich im Rahmen meiner anderen Hiwistelle zusammen arbeite, hat es auch gebracht, zuerst eine Prüfungsanfrage abzulehnen;dann musste ich ja einen anderen Prof fragen, der hat mich wiederum an ihn per Mail mit CC an ihn verwiesen. Einen Tag später schrieb die Sekretärin von dem einen Prof, dass es gar nicht so gemeint war, sondern nur um die Prüfungsinhalte ging, die der Prof nicht bestimmen könne, aber die Prüfung rechtlich gesehen doch abnehmen könne. Mittlerweile warte ich noch darauf, wer diese Prüfung nun abnehmen kann...

Im Übrigen habe ich mich nicht beim Personalrat beschwert, sondern angefragt, was ich tun kann, damit die Zusammenarbeit mit meinem Chef so läuft, dass die Studierenden nicht darunter leiden. Und Selbstverteidigung ist keine Schande, sondern manches Mal ein Muss, wenn man so angegangen wird.

Es wäre wohl gut, meinem Chef gegenüber ganz sachlich zu sein und jeglichen Privatgespräche einzustellen. Das Tut werde ich jetzt etwas besser vorbereiten können und dann meinen Stiefel durchziehen. Allem voran endlich wieder mehr Kraft und Energie auf das Studium lenken.

Bleibt noch eine Option...?

I=ngHrid3x1


Ich kann mir auch nicht so recht vorstellen, dass mein Chef meint, mich hinter meinem Rücken so derbe schlecht zu reden. Also so, dass er einen Anfall bekommt. Außerdem würden dann auch die Studis nicht mehr ins Tutorium kommen, das weiß ich aus dem letzten Semester. Nachdem er versucht hatte meine Kompetenz zu untergraben, waren ja auf einmal alle ganz sauer und das brachte dann eine Lawine nach sich.

Ich habe eher den Eindruck, dass die Studis merken, dass wir noch nicht optimal eingestellt sind. Und dass sie auch merken, dass ich da versuche zu kompensieren bzw auch meine Sorgen mit ihm habe. So ein wenig Loyalität zu mir spüre ich da schon. Und ich habe auch den Eindruck, dass es doch noch manche kluge Studis gibt, die checken, dass das, was mein Chef im Februar gemacht hat, nicht in Ordnung war. Zudem gibt es ja auch welche, die sich in seinem Kurs beim Referat Halten dafür bedanken, dass ich ihnen Literatur empfohlen habe - da hat mein Chef auch echt angenervt reagiert, als er mir das erzählte. Er wirkte auch ein bisschen neidisch - vielleicht weil man sich bei ihm noch nicht bedankt hat.

Komisch ist die Situation nach wie vor, nämlich dass mein Chef sich selbst oft vergisst, also was er gesagt hat, und dass die Studis zugleich eingeschüchtert wirken. Dabei habe ich mich gestern, als wir unsere Besprechung mit einem Kaffee verbunden habe, auch so gefühlt. Er meinte auch, mir vorschreiben zu müssen, wann ich meinen Kaffee zu trinken habe. Davor meinte er mich auch darauf hinweisen zu müssen, dass die Unterlagen, die er aus seinem Büro mitgebracht hatte, damit ich sie endlich in mein frei geräumtes Fach packen konnte, da nicht rein passen. Ich verstehe das als Gängeln und verstehe nicht, warum.

Vielleicht gehen Studis und Profs zu einem Teil aber auch auf Abstand, weil sie merken, dass mir die Situation zu schaffen macht und ich mittlerweile Verhaltensweisen an den Tag lege, die ich selber von mir nicht kannte. Wie z.B. dass ich mich rechtlich absichere, für den Fall, dass ein Studi die Prüfung einklagt - wo ja mittlerweile auch andere Studierende Angst haben....

AXBC@01


Allem voran endlich wieder mehr Kraft und Energie auf das Studium lenken.

Auf jeden Fall. Eine andere Option gibt es nicht als den Abschluss zu machen.

dass die Profs auf einmal zunehmend nett sind. Sie sind ja in der höheren Position.

Freundlichkeit ist keine Frage der Position in meinen Augen.

nicht beim Personalrat beschwert, sondern angefragt, was ich tun kann,

Vielleicht hat sich das doch herumgesprochen.

Selbstverteidigung ist keine Schande, sondern manches Mal ein Muss, wenn man so angegangen wird.

Ja, das ist schon ok. Ist aber ein schwieriges Thema. Wenn nur geredet wird und sich nichts ändert sind die anderen alarmiert und machen Dir unter Umständen die Verhältnisse kaputt mit der Zeit.

Ansonsten klingt das doch alles nicht mehr so schlecht. Musst Du noch den Umgang mit dem Chef in deinem Sinne hinbekommen. Ich lese gerade noch Dein Posting von heute Mittag. Vielleicht nimmst Du manches zu ernst und Dein Chef ist da lockerer. Er macht sich dann über Dich lustig. Er macht wohl öfters Mist, stört sich aber nicht besonders daran. Für die Studenten natürlich schlecht die von dem Chaos betroffen sind. Könnte das so sein?

Iungri3dQ31


Es hat sich ja schon einiges geändert, so dass es jetzt nicht heißt, dass ich mich nur beschwere. Das ist sogar für alle in Form der online-Kurse sichtbar, also da ist jetzt viel genauer angegeben, was ich konkret mit den Studis mache. So gesehen ändert sich bei mir schon etwas.

Freundlichkeit und Wahrnehmung ist bei uns an der Fakultät leider bei manchen eine Frage des Status. Wie auch gerne Hiwis als Sündenböcke benutzt werden. Wenn Studis sich in Gremien engagieren und widersprechen, werden sie auch schon mal darauf hingewiesen, dass sie sich das noch einmal gut überlegen sollten, sofern sie einen Abschluss machen möchten... Es gibt noch viel Schlimmeres, aber ehrlich: Wenn man sich Moral auf die Fahne schreibt, sollte sie auch ansatzweise da sein!

Er nimmt vieles lockerer, v.a. Prüfungsangelegenheiten. Hätte ich da von meiner Seite nicht einen Riegel vorgeschoben, hätte ich jetzt richtig ein Problem. Kann sein, dass er sich lustig macht - weil er Angst hat, meinem Eindruck nach. Immerhin hört ja seine andere Hilfskraft an der anderen Uni, an der er noch ein Projekt hat, jetzt auch auf, wie er mir erzählt hat, und zwar plötzlich... Letztlich ist er aber derjenige, der in seiner Rolle hauptsächlich mit Druck und Angst sowie Einschüchterung voran kommt... Zu mir kommen die meisten Studis jedenfalls noch im Tutorium, und stellen auch sehr sehr einfache Fragen, über die er sich lustig macht. Das weiß ich. Er ist halt ein kluger Mensch, aber er hat kaum Verständnis dafür, dass es auch Studis gibt, die eben nicht so super sind, sondern sich ihre Leistungen hart erarbeiten müssen. Und damit u.U. auch besser durchs Leben kommen, weil sie wissen, dass man bei Schwierigkeiten nicht immer alles auf die Hiwis oder Studis abschieben kann, sondern selber machen muss und Verantwortung trägt! Solche Studis mag er ja auch nicht.

Ich habe auch, durch das Schreiben hier, den Eindruck gewonnen, dass er selber sehr stark unter Druck steht und richtig Stress hat. Seitdem er mit unserem nächst höheren Vorgesetzten ein Gespräch wegen der Probleme bei der letzten Prüfung hatte, ist er super nett zu mir, für seine Verhältnisse, und nimmt sich mir gegenüber insofern mehr zusammen, als dass er mir z.B. auch sichtbar beim Tragen von Unterlagen durchs Gebäude hilft, sich also selbst degradiert, wie es manche Profs wohl sehen würden, und mich auch nicht mehr anfährt, wenn ich etwas vergessen habe. Ich hoffe, er hat verstanden, dass er durchaus Glück hat, dass ich mich doch gegen die Kündigung entschieden habe. Da hat er ja seit Februar auch wiederholt Angst vor und fragt mich immer mal wieder, wie lange ich noch da bin. Obgleich ich beim letzten Mal den Eindruck hatte, dass das so ein bisschen sehnsüchtig war - immerhin bin ich ja diejenige, die nach wie vor ausverschämter Weise wissen will, was er im Kurs macht, damit ich das mit den Studis üben kann. Und das ist ja nervig, so eine nachfragende Hilfskraft zu haben. Er war auch angenervt, als ich letzte Woche kurz in seinem Büro unverhofft vorbeikam, um Unterlagen für die Studis zu holen. Als ich diese nun in meinen Schrank legte, meinte er das ja auch kommentieren zu müssen "Du kommst also nicht gerne zu mir." mit leicht spaßigem und schnippischem Unterton zugleich. Ich habe ihm daraufhin ehrlich gesagt, dass ich ihn für solche kleinen Sache nicht bei der Arbeit stören möchte. Außerdem wollte ich die eh in meinen Schrank packen, wenn wieder mehr Platz ist. Ich finde es komisch, mit seinem Zwiespalt an Gefühlen umzugehen. Ich fühle mich schon verantwortlich von ihm gemacht für seine Probleme, dabei hat er diese ja angefangen nach außen zu tragen; und zugleich scheint er mich ja so als Person doch ganz nett zu finden...

AMBCj01


Freundlichkeit und Wahrnehmung ist bei uns an der Fakultät leider bei manchen eine Frage des Status.

Das ist wohl überall immer wieder mal anzutreffen. Meine Meinung. Man soll sich die Leute mit sehendem Auge aussuchen von denen man abhängig ist, Leute die einem gut tun. Einen klaren Blick für negative Eigenschaften. Wer z.B. mit dem Vorgänger ein übles Spiel getrieben hat wird das wahrscheinlich irgendwann auch wieder mit dem Nachfolger machen. So etwas soll man nicht ignorieren. Die Kunst ist eine Wahlmöglichkeit zu haben, dann kann man sich optimal platzieren. Das reicht zwar nicht aus um eine gute Position auch zu behalten. Es ist aber schon mal der bessere Anfang.

Wie auch gerne Hiwis als Sündenböcke benutzt werden.

Das ist auch "normal". Auch hier meine Meinung, gleich wie im oberen Absatz. Wenn man solchem Verhalten nicht entkommen kann und das auf Dauer zu viel wird, dann klingeln im Kopf die Alarmglocken und man beginnt einen Plan zu machen: Love it, leave it oder change it. Wenn man es nicht verändern kann muss man die Situation verlassen. Hier greift wieder mein obiger Absatz. Man muss eine Wahlmöglichkeit haben für einen Wechsel.

Wenn Studis sich in Gremien engagieren und widersprechen, werden sie auch schon mal darauf hingewiesen, dass sie sich das noch einmal gut überlegen sollten, sofern sie einen Abschluss machen möchten...

Ja leider. Das ist die Macht die bestimmte Personen haben. Immerhin noch gut wenn einem das gesagt wird. Ich kenne das auch aus dem Beruf. Direktester autoritärer Führungsstil ist heute nicht mehr akzeptabel. Wie praktiziert man ihn trotzdem. Der Chef sagt wenig oder nichts direkt. Er ist nicht offen autoritär. Er sagt z.B. "Es ist mein Wunsch" (Befehl). Der Mitarbeiter muss selber wissen was er sich genehmigen darf. Nämlich praktisch nichts. Da gehört Widerspruch an erster Stelle mit dazu, was gar nicht geht. Mitsprechen wäre Demokratie. Wer sich nicht automatisch daran hält wird vom Chef sofort (nicht offen) fallen gelassen. Er ist nicht der Richtige der übernommen wird, wenn er z.B. als Praktikant in die Firma eintritt. Passiert heute oft das die Firmen sich so mit Nachwuchs eindecken. Das ist für eine Firma nicht das Beste, aber für die Führungskraft das einfachste. Der Mitarbeiter ist von seinem Verhalten ganz auf den Chef fixiert. So wird dann auf Dauer das ganze Team aufgebaut. Unruhige Mitarbeiter werden mit unwichtigeren Arbeiten betraut oder so wie ich es kenne bei mehreren Büros ins abgelegene Büro gesetzt. Mein früherer Chef hat die Gruppe genau danach aufgeteilt. Die Mitarbeiter die in das Muster passen, sind an den Kernaufgaben der Abteilung. Engagement wird somit quasi bestraft. Es gelten die Regeln des Chefs. Das müssen nicht die korrekten Firmenregeln sein. Man darf sich aber auch nicht zu illegalem Verhalten verleiten lassen. Der Mitarbeiter bekommt dann unter Umständen Probleme.

Es gibt noch viel Schlimmeres, aber ehrlich: Wenn man sich Moral auf die Fahne schreibt, sollte sie auch ansatzweise da sein!

Leider nein. Gerade der Psychopath erzeugt diesen falschen Eindruck völlig glaubhaft und ignoriert tatsächlich alles Regeln. Das ist die Maske der Tarnung, im Extremfall die Niederträchtigkeit. Es zählt das Ziel. Wie unser großer Chef einmal zu mir gesagt hat "Der Zweck heiligt unter Umständen die Mittel" Da haben bei mir die Aarmglocken geklingelt.

[[https://de.wikipedia.org/wiki/Machiavellismus]]

[[https://de.wikipedia.org/wiki/Dunkle_Triade]]

[[http://www.huffingtonpost.de/burkhard-may/machiavellismus-narzissmus-kollegen-psychose-beruf_b_8718260.html]]

Hier musst Du die Welt noch etwas anders sehen und an Erfahrung gewinnen. Das ist wohl ein Teil Deines Problems "im Zentrum des Konflikts".

Er nimmt vieles lockerer, v.a. Prüfungsangelegenheiten. Hätte ich da von meiner Seite nicht einen Riegel vorgeschoben, hätte ich jetzt richtig ein Problem

Ok. Ich sag es mal so. Er macht seinen Job. Wie Du Deinen machst ist ihm egal. Er macht es sich leicht.

Was Du weiter so schreibst klingt das tatsächlich nach einem Psychopathen.

Immerhin hört ja seine andere Hilfskraft an der anderen Uni, an der er noch ein Projekt hat, jetzt auch auf, wie er mir erzählt hat, und zwar plötzlich...

Leistungsträger flüchten.

als dass er mir z.B. auch sichtbar beim Tragen von Unterlagen durchs Gebäude hilft, sich also selbst degradiert,

Kann typisch für einen Psychopathen sein. Er bekennt sich übermäßig zu der Person die letztendlich als Opfer missbraucht wird. Die Maske die er zeigt. Die Tarnung. Kann aber auch echt ok sein.

Du hast im Anfangsposting geschrieben das er sich nicht an Regeln hält.

Seine sture Art und die Tendenz, sich über Vorgaben hinwegzusetzen,

Hier klingeln bei mir die Alarmglocken. Entweder er ist tollpatschig (zerstreute Professor) oder er ein Psychopath. Da Du gestern geschrieben hast das er als postdoc sich bei den Profs anfängt zu etablieren kann er nicht so sehr tollptschig sein.

Beurteile ihn an der Qualität seiner (bisherigen) Forschungsarbeiten. Ist er eine Koryphäe der über die Qualität seiner Arbeiten Anerkennung bei den Profs findet oder verspricht er einfach das Blaue vom Hinmmel = Psychopath.

und mich auch nicht mehr anfährt, wenn ich etwas vergessen habe.

Das würde ich als cholerisch bezeichnen. Beim Psychopath ehr der Typ des Soziopath.

Ich fühle mich schon verantwortlich von ihm gemacht für seine Probleme, dabei hat er diese ja angefangen nach außen zu tragen;

Psychopathen verdrehen die Verhältnisse so das sie zum Schluss das Opfer sind. Sie definieren sich selber als ok und andere Menschen als nicht ok und behandeln sie letztendlich auch so.

und zugleich scheint er mich ja so als Person doch ganz nett zu finden...

Exakt der Widerspruch zwischem den Eindruck den ein Psychopath erzeugt und seinem Handeln.

Übrigens macht es Psychopathen Spaß andere Menschen zu sabotieren. Das Ziel könnte gut sein das er dir Deinen Abschluss versauen oder verhindern möchte. Er hat keinen Grund dazu. Es macht ihm einfach Spaß so etwas zu machen. Kann Rache an anderen Menschen für erlittenes Unrecht in seiner Kindheit sein.

[[https://www.muenchen-heilpraktiker-psychotherapie.de/blog-2/persoenlichkeit/psychopath-der-nette-typ-von-nebenan-was-macht-einen-psychopathen-aus-und-wie-koennen-sie-sich-schuetzen.html]]

Igngrcid3x1


Ich glaube, mein Chef wollte sich einerseits dafür rächen, dass ich nicht mit ihm essen gegangen bin. Andererseits ist er durchaus ein neidischer Mensch, der sich immer in Konkurrenz mit mir sieht! Das erzählt er ja immer wieder selber. Und er hat mir, als ich ihn vertreten habe, gesagt, dass er die Studis mal gefragt hat, wie ich das so gemacht habe. Da hieß es, dass ich das gut gemacht habe - woraufhin er den Gedanken äußerte, dass ich eventuell seinen Job besser mache...

Ich fand es vor zwei Tagen, als wir uns getroffen haben zur Besprechung, auch ganz merkwürdig, dass wir so ein bisschen wie gute Freunde miteinander umgegangen sind - wenn wir nicht über die Arbeit gesprochen haben. Das ist ganz komisch... wir würden uns privat bestimmt auch besser verstehen... ich habe sogar den Eindruck, dass wir als Paar durchaus zusammen passen könnten. Hatte ich noch nicht bisher so etwas.

Mir macht diese ganze Situation zu schaffen. Sie kostet sehr viel Energie. Unnötiger Weise.

Mein Chef fing ja nun schon wieder an, dass er eigentlich doch gerne gewisse Regularien übergehen würde... Ich halte mich da raus! Man merkt einfach, dass er auf einem anderen Fachbereich kommt und nicht wirklich Ahnung von unseren Inhalten hat. Und dass er zusehens um seine Anerkennung kämpfen muss... Leistungsträger gehen und er hat weniger Studis in seinem einen Seminar als die anderen Profs, mit denen er kooperiert...

Hat jemand einen Tipp, was ich machen kann, damit er mir weniger von seinen Sorgen um andere Dinge erzählt? Mich nervt das mittlerweile nur noch und es frisst auch nur noch unnötig Energie. Ich habe Wichtigeres zu tun. Außerdem würde ich wenn denn dann auch gerne mal irgendetwas wirklich schönes mit ihm machen, also z.B. ne Ausstellung zu unserem Fach oder so ansehen, über die man sich austauscht, anstatt ständig zu grübeln bzw. zu reden. Mir geht das langsam auf den Keks und er findet es schade, dass ich im Vergleich dazu nicht so viel erzähle. Mich nervt es auch, dass Privates und Dienstliches so miteinander vermischt wird. Dabei könnte ich das ja auch derzeit etwas eng sehen, weil ich halt angespannt bin und auch Sorge habe, von ihm wieder nur ausgenutzt zu werden. Also dass der Kontakt, wenn wir nicht mehr zusammen arbeiten, gänzlich abbricht. Bzw anders formuliert: ich habe nicht das Gefühl, dass dieser Kontakt anhält. Und dann so viel Energie darein zu stecken finde ich überflüssig. Also so viel über Privates zu sprechen.

Ich finde das komisch, dass unsere Besprechungen mittlerweile diese Dynamik angenommen haben. Er fragt ja neuerdings auch immer nach... ob er das macht, weil er sch* hat, dass ich sonst gehe? Er hat mich ja schon wiederholt mit Sorgen im Gesicht gefragt, ob ich gekündigt habe bzw. vorzeitig kündigen wolle... mich nervt das auch, ich empfinde das als Druck machen und sehe es so, dass er halt irgendwie meint, seine Probleme damit kompensieren zu müssen. allerdings ist er, seitdem er angefangen hat zu fragen, auch immer nett zu mir gewesen...

Als wir uns damals bei seiner Bewerbung kurz kennen gelernt hatten, hatte ich ehrlich gesagt den Eindruck, dass wir uns ganz sympatisch waren... dann wieder nicht, dann wieder, dann kam seine Aktion meine Autorität zu untergraben und sich als Opfer darzustellen, es gab Ärger, wir arbeiteten weiter, dann gab's Ärger mit den Studis der anhält, wir waren mal zusammen ein Bier trinken um die Stimmung aufzulockern, arbeiteten weiter, quatschten weiter über Privates und nun... bin ich sehr verwirrt... Steht da mehr hinter seinem Interesse an mir, also ernsthafte Absichten, oder nicht? In jedem Fall ist mir das viel zu unsicher und ich brauche zur Zeit Sicherheit, um meinen Abschluss wie geplant machen zu können!

I0ngriZd31


Was mich auch irritiert, ist der Umstand, dass mein Chef zunehmend zügiger auf Nachrichten antwortet. Das finde ich ganz komisch. Das stresst mich ehrlich gesagt auch - vorher war er eher so entspannt. Irgendwie macht mir das auch Angst. Ich will ja nicht, dass er sich um meine Arbeit sorgt oder dergleichen - ich braucht von ihm ja nur die Inhalte, damit ich meine Arbeit machen kann. Ich finde diese Veränderungen irgendwie merkwürdig. Und beängstigend, weil ich nicht das Gefühl habe, dass sie von Dauer sein werden...

Ist jetzt ein komischer Vergleich, aber damals, als ich arge Beziehungsprobleme mit meinem Freund hatte, hat es ewig gedauert, bis wir zu der Erkenntnis kamen, dass wir keine gemeinsame Zukunft haben. Beziehung ist natürlich nicht Job, aber auch eine Art von Beziehung.

Jedenfalls finde ich das komisch, dass da so viel Bewegung nach vorne und kein Stillstand oder Abbruch drin ist... mit Nähe zum Chef...

Das erinnert mich so an eine alte Erfahrung, wo ich meinen ehemaligen Chef sehr nett fand und insgeheim, als frisch gebackene Studentin, den leisen Wunsch hegte, mit ihm zusammen zu sein...

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